Mit Windows 10 Support: Google startet sein Super-Betriebssystem, aber nicht für alle

Microsoft arbeitet an Windows 10X, hat aber dabei Probleme, das System wie geplant an den Start zu kriegen. In der Zwischenzeit schickt sich Google an, ein Super-Betriebssystem auf die Beine zu stellen. Das lange unterschätzte Chrome OS kriegt jetzt Unterstützung für Windows-Programme. Doch die Einstiegshürden sind hoch und vorerst werden nur Unternehmen bedient.

Google ist in vielen Bereichen sehr erfolgreich, stellt mit Chrome zum Beispiel den beliebtesten Browser und mit Android hat man ohnehin die Marktmacht auf Smartphones. Doch es gibt auch weniger beachtete Projekte. Schon seit rund 10 Jahren versucht Google Chrome OS erfolgreich zu machen. In den USA laufen viele Notebooks von Schülern damit und auch hierzulande gibt es günstige Laptops mit Chrome OS. Der große Durchbruch ist dem System aber noch nicht gelungen, zumindest nicht außerhalb von Nischen.

Doch der Markt für günstige Notebooks ist definitiv interessant. Nicht umsonst arbeitet Microsoft an Windows 10X, einem Konkurrenten für Chrome OS, der auch 32-Bit-Programme unterstützen will, damit wohl aber Schwierigkeiten hat. Jetzt startet Google zusammen mit Parallels durch und bringt Unterstützung für Windows-Programme auf Chrome OS. Das könnte Chrome OS einen satten Schub geben – doch zum Start handelt es sich um ein reines Angebot für Unternehmen. Privatnutzer bleiben zunächst außen vor.

Chrome OS lernt auch Windows

Chrome OS startete ursprünglich mit der Idee, dass man alles im Web-Browser machen kann und ohnehin immer online ist. Kein Wunder, dass das vor 10 Jahren noch holprig war, man könnte auch sagen, Google war seiner Zeit voraus. Doch Google hat daraus gelernt und immer wieder neue Features zu Chrome OS hinzugefügt.

Mittlerweile ist man von dem radikalen Online-Konzept abgekommen und erlaubt auch Offline-Nutzung von Tools. Dazu können unter Chrome OS Android-Apps genutzt werden, was schon ziemlich viel Futter bringt, und über Virtualisierung ist auch der Einsatz von Linux möglich. Doch das reicht Google noch nicht: Der nächste Schritt ist die Unterstützung von Windows-Programmen. Dafür holt man sich Hilfe von Parallels und verbaut Parallels Desktop nativ in Chrome OS. Ab Chrome OS 85 ist die Virtualisierungsfunktion an Bord.

Einmal eingerichtet, sieht das in der Praxis so aus, dass ein kompletter Windows 10-Desktop im Fenster unter Chrome OS erscheint. Dort arbeitet man dann wie auf einem nativ installierten Windows und kann die installierten Programme nutzen.

Komplettes Windows unter Chrome OS

Mit Android kennt sich Google selbst aus und dessen Wurzeln liegen ja bei Linux, insofern war auch die Linux-Integration ein Projekt, das man selbst stemmen konnte. Für Windows holt man sich Unterstützung von Parallels, die vor allem für die Virtualisierung von Windows unter macOS bekannt sind, aber auch im Unternehmensumfeld einige wichtige Lösungen parat haben.

Die Windows-Integration in Chrome OS ist im ersten Schritt schon recht gut gelungen. Folgende Features sind an Bord:

Komfortfunktionen: Windows in Chrome OS nutzen, das klappt komfortabel. So lassen sich beliebig viele Windows-Programme parallel starten. Der Windows-Desktop ist dabei aber immer zu sehen, den eleganten Kohärenz-Modus von Parallels gibt es hier noch nicht. Wichtig auch, Windows-Programme können auch im Offline-Modus ausgeführt werden.

Zusammenarbeit: In der Praxis ist es auch wichtig, dass Chrome OS und Windows gut zusammenarbeiten. Das klappt zum Beispiel über eine gemeinsame Zwischenablage, über die man Texte und Bilder in beide Richtungen teilen kann. Auch ein gemeinsames Nutzerprofil gibt es, sodass wichtige Windows-Ordner, etwa für Dokumente und Downloads, auch direkt unter Chrome OS bereitstehen, wenn Windows nicht läuft. Auch Cloud-Ordner wie Google Drive oder OneDrive werden gemeinsam genutzt.

Grundfunktionen: Damit die Arbeit mit Windows unter Chrome OS nicht in Frust ausartet, hat Parallels wichtige Grundfunktionen implementiert, etwa eine dynamische Auflösung für das Windows-Fenster. Nutzer ziehen sich den Windows-Desktop einfach auf die gewünschte Größe und die Auflösung passt sich automatisch an. Auf Wunsch klappt auch der Betrieb im Vollbildmodus. Links lassen sich entweder in Chrome OS oder auch mit Windows-Browsern öffnen, ebenso integrieren sich Windows-Programme auch als Standardanwendungen unter Chrome OS. Auch wichtig: Drucker auf beiden Systemen lassen sich gegenseitig ansprechen.

Wer Chrome OS noch nie live erlebt hat, kann sich übrigens mit CloudReady das verwandte Chromium OS auf einem PC oder Notebook installieren.

Hohe Anforderungen: Vorerst nicht für Privatnutzer

Der größte Dämpfer für Nutzer, die sich schon auf günstige Chromebooks mit Windows-Support gefreut haben, dürfte sein, dass vorerst nur Firmen zum Zug kommen. Das liegt unter anderem an hohen Einstiegshürden für Hardware und Software. So empfiehlt Parallels Chromebooks mit Core i5 oder i7 mit 16 GByte RAM und 128 GByte großer SSD, etwa Google Pixelbook oder HP Elite c1030 Chromebook Enterprise. Diese Enterprise Chromebooks sind wesentlich teurer als die günstigen Schüler-Chromebooks.

Auch eine entsprechende Windows 10-Lizenz ist nötig, dazu die Google Admin Konsole zur Verteilung. Parallels selbst verlangt pro Jahr für die Virtualisierung rund 60 Euro für jeden Nutzer. Auf Nachfrage von CHIP, ob und wann man denn mit einem Angebot für Privatnutzer rechnen könne, zeigte sich Parallels wenig auskunftsfreudig. Erst wolle man den Markt für Unternehmen angehen, für Privatnutzer müsse man auch noch Dinge wie 3D-Performance verbessern, damit man vernünftig Games zocken könne. Auch die Frage, wie man Windows 10 auf Chrome OS für Privatnutzer installiert, müsse man beantworten.

Probleme mit Windows 10? Flinkes Tool macht kostenlosen Stabilitätstest

Es gibt nichts Nervigeres als YouTube-Videos, die ständig nachladen müssen, stotternde Spiele oder den gefürchteten Bluescreen. Sollten Sie auf diese Probleme stoßen, ist es meistens unumgänglich, dem Ursprung auf den Grund zu gehen. Ein guter erster Schritt hierbei ist ein Stabilitätstest für Windows 10. Mit dem kostenlosen Tool OCCT geht das schnell und unkompliziert.

Es gibt mehrere Ursachen, die auf Ihren Windows-Rechner zu Problemen führen können. Möglicherweise ist Ihre Übertaktung doch ein wenig zu viel, vielleicht ist ein treiber der Übeltäter oder eins Ihrer Lieblingsprogramme hat einen Bug. Es kann aber auch vorkommen, dass RAM, CPU oder Grafikkarte Fehler produzieren.

Wenn Sie diese große Auswahl eingrenzen und herausfinden wollen, woher die Windows-Probleme kommen, ist ein Stabilitätstest – wie ihn das Tool OCCT durchführt – eine nützliche Sache. Denn auf diese Weise können Sie Hardware-Problemen auf die Schliche kommen.

In Version 7.0.0 bekommt das Tool eine neue Benutzeroberfläche. Die Aufteilung in die drei Bereiche “Test”, “Überwachung” und “System Info” sorgt nun für noch mehr Übersicht. Außerdem ist OCCT bei der Hardware-Analyse auf das bewährte Tool HWinfo umgestiegen. Eine detaillierte Übersicht über alle Neuerungen finden Sie auf der Seite des Herstellers.

Portabel und übersichtlich

OCCT ist ein portables Tool, Sie müssen nur die Exe-Datei ausführen und können danach gleich loslegen. Damit können Sie den Stabilitätstester auch recht einfach auf fremden PCs ausführen, etwa wenn Sie für einen Kumpel einem Computer-Problem nachstellen. OCCT öffnet sich mit einer praktischen Übersicht. Rechts im Fenster werden die wichtigsten Systemkomponenten im Monitoring-Modus angezeigt, CPU und Grafikkarte etwa mit aktuellen Temperaturwerten. Links ist die Systemauslastung zu sehen sowie die Felder für die Stabilitätstests.

Stresstest für die Hardware

Der Zweck von OCCT ist es, die Hardware einem echten Stresstest zu unterziehen. Dafür gibt es im Bereich “Testablauf” verschiedene Tests. “OCCT” ist der hauseigene CPU-Test, bei dem Sie die Größe des Datensatzes auswählen können. Wenn es um Fehlersuche geht, ist der große Datensatz die beste Wahl. Um die CPU an ihre Grenzen zu bringen, empfehlen die Macher den kleinen Datensatz.

Als alternativen CPU-Test liegt der Linpack-Benchmark bei, der vor allem für Intel-Prozessoren optimiert ist. Er lässt sich aber in der Regel auch auf AMD-Hardware nutzen. Der 3D-Test spürt dagegen Rendering-Fehler bei der Grafikkarte auf. Sie können dabei Shader-Komplexität, Auflösung und eine FPS-Grenze festlegen. Mit Memtest gibt es eine Implementierung des bekannten Speichertests für Grafikkarten. Mit dem Power-Test kombinieren Sie OCCT und 3D-Test, was die Stromversorgung sowie das Mainboard unter Stress setzt.

Tests, Monitoring und Hardware-Schutz

Tests werden einfach über den Play-Button gestartet. Beachten Sie, dass die Voreinstellung die Tests so lange laufen lässt, bis sie manuell abgebrochen werden. Unter “Testablauf” können Sie aber auch eine Zeitsteuerung festlegen. Während der Tests informiert OCCT mit zusätzlichen Werten und schließt das Ganze mit einem Report ab.

Sie können im rechten Teil des Fensters noch ein paar zusätzliche Monitoring-Werte abrufen, etwa zur Temperatur der einzelnen CPU-Kerne und deren genutzte Spannung.

Um das System nicht zu beschädigen, können Sie in den Optionen eine Temperaturgrenze festlegen. Wird diese während eines Tests erreicht, schaltet sich OCCT selbst ab.

Apple Watch: watchOS 7.0.2 veröffentlicht

Apple hat watchOS 7.0.2 veröffentlicht. Es steht ab sofort für alle unterstützten Modelle zur Verfügung. Laut Changelog hat Apple ein Problem beheben können, welches dazu führen konnte, dass die Batterie der Apple Watch schneller geleert wurde. Ferner nennt man die Behebung eines Problems, bei dem einige Benutzer in Regionen, in denen die EKG-App verfügbar ist, nicht mehr darauf zugreifen konnten.

Probleme mit optionalen Windows 10-Updates – Bug oder Absicht?

Mit den jüngsten optionalen Updates für die beiden Windows 10 Ver­sionen 1903 und 1909 gibt es Probleme. Dabei geht es aber nicht um Fehler, die das Arbeiten mit dem PC stören, sondern um ein Problem für bevorstehende Updates.

Über die Probleme mit den schon Mitte September erschienenen Update Previews für das Window 10 Mai 2019 Update und das November Update wurde unter anderem bei Desk­modder berichtet. Günter Born hat dann anschließend in seinem Blog die beschriebenen Probleme weiter analysiert. Dabei geht es darum, dass Nutzer nach der Installation des optionalen Updates KB4577062 bemerkt haben, dass ihnen das Feature-Update Windows 10 Version 2004 nicht mehr über die Windows-Update-Funktion angeboten wird. Das ist im Grunde kein großes Problem, denn wer jetzt noch die Windows 10 Version 1903 oder 1909 nutzt, hatte ja anscheinend nicht vor zu aktualisieren oder konnte das aus Gründen nicht. Verwunderlich ist es aber schon, meldeten die beiden Online-Magazine.

Es hängt am Aktivierungspaket

Doch nun taucht eine weitere Möglichkeit auf, die das Problem im Zusammenhang mit den optionalen Updates erklären könnte: Es wird erwartet, dass Microsoft in Kürze das nächste Feature-Update, also die Windows 10 Version 2009, auch genannt 20H2, freigeben wird. Für diese Versionswechsel hat Microsoft dabei seit einiger Zeit ein sogenanntes Aktivierungs­paket vorgesehen, welches die neuen Funktionen in der neuen Version freischaltet. Im Support-Dokument für das Update KB4577062 wird das Problem mit den beiden alten Windows-Version aus dem Jahr 2019 nun so umschrieben.

Da heißt es:

“Wenn Sie von einer früheren Version von Windows 10 auf Windows 10, Version 1903, oder Windows 10, Version 1909, aktualisieren, erhalten Sie möglicherweise oben das ‘Kompatibilitätsbericht’-Dialogfeld mit dem Hinweis ‘Worum Sie sich kümmern sollten’ und die Fehlermeldung ‘Bei Fortsetzung der Installation von Windows werden einige optionale Funktionen entfernt. Nach Abschluss der Installation müssen Sie sie möglicherweise wieder unter Einstellungen hinzufügen.’ Möglicherweise wird diese Kompatibilitätswarnung angezeigt, wenn LOKALE SYSTEM-Konten durch eine Firewall vom Zugriff auf das Internet über HTTP blockiert werden. Der Grund dafür ist, dass das Dynamische Update (DU) für das Windows 10 Setup nicht in der Lage ist, erforderliche Pakete herunterzuladen.”

Windows scheint also nach dem jüngsten Update nicht in der Lage zu sein, das Akti­vierungspaket zu laden. Das könnte dabei sogar Absicht sein. Das betroffene Update ist ja nur eine Preview für den Patch-Day, erst am Patch-Day wird die finale Version veröffentlicht. Zum Patch-Day wird sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit das Aktivierungspaket ändern, um das Update statt auf Version 2004 auch auf Version 2009 zuzulassen. Zumindest steckt Microsoft in den Vorbereitungen für die Freigabe.

Solche Bugs im Vorfeld einer großen Veröffentlichung sind Microsoft in den letzten Jahren immer wieder vor die Füße gefallen. Inwieweit das Windows-Team das Ganze nun im Griff hat oder nicht, dürfte sich bereits am kommenen Patch-Day am 13. Oktober zeigen.

Wow, Microsoft, wie genial: Dieses versteckte Feature in Windows 10 kann jeder gebrauchen

Sie ist bereits seit einiger Zeit ein fester Bestandteil von Windows 10, doch die meisten Nutzer dürften sie höchstens mal versehentlich geöffnet haben: die “Xbox Game Bar”. Was nach einem Tool für Zocker klingt, ist in Wahrheit ein ganzer Werkzeugkasten, der für jeden Windows-10-Nutzer ein paar Features parat hat. Nun hat Microsoft den Funktionsumfang der Game Bar noch erweitert.

Für eines hat Microsoft in den letzten Jahren gesorgt: Windows 10 ist vollgepackt mit Werkzeugen. Viele davon sind nicht gerade das, was die meisten Nutzer suchen, doch so manche Tools können sich wirklich sehen lassen. Eines davon ist wirklich gut versteckt: Kaum ein Nutzer dürfte die Xbox Game Bar schon mal angetroffen haben, es sei denn, beim Entfernen vorinstallierter Werkzeuge.

Das ist durchaus verständlich: Die Namensgebung weist darauf hin, dass dieses Tool ausschließlich für Gamer gedacht ist, vielleicht sogar Xbox-Gamer. Dem ist aber definitiv nicht so: Mit der Game Bar bekommen Sie ein nützliches Overlay, das Sie jederzeit aufrufen können, und das die verschiedensten Tools enthält. Vom Screenshot-Werkzeug bis hin zur Anbindung an Spotify ist alles mit an Bord.

Doch damit nicht genug: Microsoft bringt immer wieder neue Komponenten an den Start. Schon bald soll in der Game Bar sogar ein Task Manager integriert werden – mit einem Trick lässt sich das Feature jetzt schon testen. Wer das Dashboard selbst begutachten möchte: Die Bar lässt sich ganz einfach mit der Tastenkombination Windows + G öffnen.

Neu in der Xbox Game Bar: Ersatz für den Task Manager

Microsoft arbeitet aktiv an der Xbox Game Bar und stellt immer wieder neue Features für die Nutzer bereit, die sich über den Microsoft Store laden lassen. Die neueste Funktion ist ein Task Manager, der sich als Modul im Dashboard einblenden lässt. Darin sind nicht nur aktive Programme, sondern auch Systemprozesse aufgeführt, inklusive der RAM-, CPU- und GPU-Belastung sowie einer Möglichkeit, den Prozess zu beenden.

Wer den Task Manager und weitere neue Features vorab testen möchte, benötigt lediglich ein Microsoft-Konto und den Xbox Insider-Hub. Damit können Sie nicht nur an Betatests für Xbox- und PC-Spiele teilnehmen, sondern auch neue Windows 10 Features rund um Gaming ausprobieren. Zum Freischalten der Preview-Version für die Xbox Game Bar melden Sie sich im Hub an, navigieren zu Insider-Inhalte, wählen die Game Bar und anschließend den Preview-Ring aus. Nach einer kurzen Wartezeit bekommen Sie das Update auf die Preview-Version über den Microsoft Store.

Xbox Game Bar: Dashboard mit CPU-Monitor, Screencast-Tool & mehr

Die Xbox Game Bar ist anders, als der Name vermuten lässt, mehr als nur eine schnöde Leiste. Vielmehr bekommen Sie mit der kompakten App per Tastenkombi ein Dashboard eingeblendet, das nicht nur in Games funktioniert. Mit integriert sind diverse Social Media Services wie Xbox Social, Spotify oder Twitter. Auch ein Modul für Audioeinstellungen, ein Leistungsmonitor und ein schnelles Tool für Screenshots oder Bildschirmvideos verstecken sich in der Game Bar.

Nutzer, denen die mitgelieferten Komponenten noch nicht ausreichen, bekommen mit dem Widget Store eine Möglichkeit, die Game Bar beliebig zu erweitern. Mit dabei sind spezifische Tools von Hardwareherstellern wie Razer und Corsair, aber auch einfache Utilities werden angeboten. So lässt sich beispielsweise ein Taschenrechnermodul nachrüsten und auch ein Browser-Widget ist verfügbar.

iPadOS 14: So funktioniert die neue Handschrifterkennung

Mit iPadOS 14 bringt Apple die Kritzel-Funktion der Apple Watch auf das iPad und macht sie nochmals deutlich besser durch den Apple Pencil. Doch wie funktioniert sie eigentlich? Apples Craig Federighi klärt auf.

Das neue Betriebssystem für das Apple-Tablet macht die Bedienung mit dem Apple Pencil einmal mehr leichter. Viele Nutzer klagten nämlich darüber, dass man mit dem Stift zwar toll navigieren und auswählen kann, aber sobald man auf einer Website auf ein Suchfeld oder die Adressleiste tippt, musste man bislang stets den Pencil weglegen, weil die Eingabe auf der Tastatur damit alles andere als gelungen war. 

Dem Problem nahm man sich nun mit iPadOS 14 und führte die Kritzel-Funktion ein. Damit können Nutzer ab sofort in fast jedes Textfeld direkt – wie der Adressleiste oder in iMessage – schreiben. Die Handschrift wird automatisch erkannt und in Text umgewandelt. Dadurch erspart man das Weglegen und macht die Handhabung dadurch einfacher. 

Apple erklärt neues Feature

Kein Geringerer als Software-Chef Craig Federighi hat nun Stellung zur neuen Funktion. Dazu sprach er mit Popular Mechanics und gab dabei an, dass man vor allem durch die Datengewinnung das Feature entwickelt hat. Federighi zufolge hat man weltweit Menschen gesucht, die Dinge mit dem Apple Pencil schreiben. Sie hielt man dazu, dass man mal schnell und mal langsam schreibt oder auch den Winkel dabei etwas verändert, um dadurch zahlreiche Variationen zu erhalten, die Apple-Ingenieure anschließend analysiert haben. 

Anders als andere Unternehmen hat man sich dazu nicht auf statische beziehungsweise zuvor geschriebene Texte gestützt, sondern vielmehr den Schreibprozess selbst unter die Lupe genommen. Durch Absetzen sowie Pausen kann man Buchstaben, Wörter und mehr deutlich besser erkennen. Weiter erklärt er, dass Apple sich dem Datenschutz verschrieben hat und man daher versuchte, dass das Gerät die ganze Arbeit der Analyse macht, sodass keinerlei Daten das Gerät verlassen müssen, um zum korrekten Ergebnis zu kommen.

Windows 10 Insider Preview Build 20221 bringt neue Funktionen mit

Windows Insider im Dev Channel bekommen ab sofort ein Update mit neuen Funktionen angeboten. Windows 10 Insider Preview Build 20221 bringt Meet Now, das Feature aus Skype, in die Taskleiste. Kann mir vorstellen, dass das nicht wirklich überall mit Freunde angenommen wird.

Dieses Feature wird zunächst einer Untergruppe von Insidern im Dev Channel zur Verfügung gestellt, damit man Probleme, die sich auf Leistung und Zuverlässigkeit auswirken können, schnell identifizieren kann.

Die Benachrichtigungen der „Ihr Smartphone“-App lassen sich nun im Benachrichtigungs-Feed anpinnen. Mit dem Pinning von Benachrichtigungen können Nutzer wichtige Benachrichtigungen einfach anheften und speichern, sodass sie leicht zugänglich sind und sich von den übrigen Benachrichtigungen unterscheiden.

Des Weiteren gibt es kleine Fehlerbehebungen, aber auch bekannte Probleme. Die Liste findet man direkt bei Microsoft.

iOS 14 kommt morgen – Schaltet bitte JETZT automatische OS-Updates aus!

Niantic schiebt „in Kürze“ ein Pokémon GO-Update auf Version 0.187 nach, empfiehlt aber, dass man bis dahin mit dem Update auf iOS 14 warten solle. Aufgrund der Unannehmlichkeiten wird allen Trainern ein kostenloses Item-Paket zur Verfügung stehen, wenn Version 0.187 veröffentlicht wird.

Wer mich auf Twitter verfolgt oder mal in unser Forum geschaut hat, wird wissen, dass einige Apps (noch) nicht mit iOS 14 kompatibel sind. So stürzt Pokémon GO beim Start beispielsweise sofort ab. Niantic stellt allerdings für Mitte Oktober ein Pokémon GO-Update auf Version 0.189 in Aussicht, welches die Unterstützung für Android 5, iOS 10, iOS 11, iPhone 5s und iPhone 6 eingestellt und wahrscheinlich dann auch die Kompatibilität mit iOS 14 ermöglichen wird.

Tim Cook kündigte heute während der September Keynote an, dass Apple ab dem morgigen 16. September 2020 die neuen Betriebssystem-Updates auf iOS 14, iPadOS 14 und watchOS 7 zum Download bereitstellen wird. Dies kann aber zu Komplikationen führen, da noch nicht alle App-Entwickler ihre Apps dafür vorbereitet haben.

Nun meldet sich auch Nintendo zu Wort und erwähnt, dass Animal Crossing: Pocket Camp nicht mit iOS 14 funktionieren wird. Stattdessen wird Spielern mit dem Update des Betriebssystems für iPhone und iPad geraten zu warten, bis das Problem behoben wurde. Sie haben erwähnt, dass sie versuchen, einen Fix noch in diesem Monat bereitzustellen – ein genaues Datum wird leider nicht genannt.

Automatische iOS-Update deaktivieren

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Automatische Updates > Hier kannst du „iOS-Updates laden“ aktivieren. Das iPhone lädt Updates automatisch über das WLAN. Lasse iOS-Updates installieren jedoch deaktiviert, damit es zu keinen bösen Überraschungen kommt und du selbst entscheidest, wann du ein iOS-Update installierst.

Windows 10X von Microsoft: Diese Features können Sie jetzt schon nutzen

Das nagelneue Microsoft-Betriebssystem Windows 10X lässt wohl noch länger auf sich warten – wegen diverser Schwierigkeiten soll es erst 2021 erscheinen. Aber das ein oder andere Feature lässt sich schon jetzt nutzen. Denn Microsoft baut Komponenten aus Windows 10X jetzt auch in das reguläre Windows 10 ein.

Windows 10X sollte der nächste große Wurf von Microsoft sein: Ein leichtgewichtiges, schickes Betriebssystem, das vor allem auf Dual-Screen-Geräte ausgelegt ist. Wegen der Corona-Krise und diversen anderen Schwierigkeiten soll es nun erst 2021 auf reguläre PCs und viel später für Dual-Screen-Laptops kommen.

Dennoch – die Vorabinformationen klingen richtig gut und auch für Nutzer von Windows 10 birgt die Entwicklung des neuen Windows so einige Vorteile. Viele der neuen Features kommen nämlich auch auf Windows 10, so wurde zum Beispiel das neue Startmenü vom neuen Design inspiriert. Jetzt sind die ersten Features in Vorabversionen von Windows 10 aufgetaucht, die zu 100 Prozent aus Windows 10X stammen.

Touch-Tastatur: Endlich brauchbar

Die Touchscreen-Tastatur in Windows 10 lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: grauenvoll. Mit langsamer Reaktionszeit, einer ineffizienten Autokorrektur und zahlreichen Bugs ist sie nicht gerade beliebt. In Windows 10X wird das anders. Bei dessen Tastatur orientiert sich Microsoft, wozu übrigens auch die erfolgreiche Android-Tastatur SwiftKey gehört, am Smartphone-Layout und integriert GIFs, Symbole, Emoji und die Zwischenablage.

Die neue Tastatur schafft es in der Insider Build 20185 auch in das reguläre Windows 10. Um sie zu nutzen, müssen Sie dem Insider-Programm beitreten, den Dev-Channel wählen und die dementsprechende Build über Windows Update herunterladen. Doch damit ist es nicht getan: Die Tastatur ist eines der vielen versteckten Features in der Vorschau-Version, die Microsoft der Öffentlichkeit vorenthält. Mit dem kleinen ViveTool können Sie diese Features aber aktivieren. Dazu laden Sie das Tool herunter und entpacken es. Öffnen Sie dann in diesem Ordner ein PowerShell-Fenster und geben folgenden Befehl ein:

.\vivetool.exe addconfig 20438551 2

Nach einem Neustart können Sie dann auf die neue Bildschirmtastatur zugreifen. Noch ist nicht klar, ob diese versteckten Features je in einem finalen Windows 10 landen – bleiben sie in dieser Version, könnten sie aber mit Windows 10 21H1 im Frühjahr 2021 kommen.

Emoji-Panel: Bringt Symbole und GIFs auf den PC

Dass zu Windows 10 mittlerweile auch ein eigenes Menü für Emoji gehört, dürften die meisten Nutzer gar nicht wissen. Dabei ist das richtig nützlich: Neben den gängigen Emojis, die sich so in jeder beliebigen App nutzen lassen, ist auch ein Symbolbrowser an Bord, mit dem auch Buchstaben wie ç oder Pfeile kein Problem darstellen. Mit der Kombination Windows-Taste + . lässt sich das Emoji-Menü öffnen.

In Windows 10X bekommt das Panel nochmals eine echte Aufwertung: Nicht nur lassen sich damit auch GIFs auswählen, sondern die Zwischenablage wandert ebenfalls hierhin. In einem eigenen Tab verstecken sich dann sämtliche Inhalte, die man in letzter Zeit kopiert hat. Das Emoji-Panel verbirgt sich im selben versteckten Feature wie die Bildschirmtastatur und lässt sich deshalb auch mit der gleichen Methode freischalten.

Windows 10 Insider Preview Build 20190 bringt hilfreiche Tipps mit

Gestern erst hat Microsoft den großen Patch Day ausgerufen, heute folgt bereits auf anderer Schiene die neue Windows 10 Insider Preview Build 20190 im Developer-Kanal. Ganz frisch dabei: Lehrreiches für Einsteiger.

Bei Microsoft wisse man, dass es nicht immer klar ist, was sich bei einer größeren Aktualisierung geändert hat oder wie man neue Funktionen und Verbesserungen kennenlernen und ausprobieren kann. Das bedeutet, dass Aktualisierungen zeitaufwendig sein können, ohne dass Nutzer davon wirklich profitieren – und eben jenes wolle man ändern.

Mit der Tipps-Anwendung stelle man eine neue First-Run-Erfahrung vor, die die Highlight-Änderungen auf dem PC nach der Installation eines größeren Windows 10-Feature-Updates hervorhebt.

Nach der Installation dieses Builds werden Insider sehen, wie die Tipps-Anwendung gestartet wird und einige der neuen Funktionen aus den neuesten Insider-Preview-Builds im Dev-Channel hervorhebt. Um das Ganze auf eurem Gerät zu sehen, stellt sicher, dass das Kontrollkästchen „Windows-Begrüßungserlebnis anzeigen“ unter Einstellungen > System > Benachrichtigungen & Aktionen aktiviert ist.

Auch funktionell hat man Neuerungen parat. Auf Basis von Kundenfeedback habe man „bedeutende“ Änderungen vorgenommen, die der Erfahrung der Kunden mit den Grafikeinstellungen zugutekommen werden.

*Man habe die Grafikeinstellungen aktualisiert, damit die Benutzer eine Standard-GPU mit hoher Leistung angeben können.

*Man habe Grafikeinstellungen aktualisiert, damit Benutzer einen bestimmten Grafikprozessor pro Anwendung auswählen können.

Wenn man ein Power-User mit mehreren Hochleistungs-Grafikprozessoren im Rechner ist und angeben möchte, welcher dieser Grafikprozessoren für Hochleistungs-Anwendungsfälle verwendet werden soll, kann man dies jetzt tun, indem man zu Einstellungen > System > Anzeige > Grafikeinstellungen oder Einstellungen > Spiele > Grafikeinstellungen geht und das Ganze eben justiert.

Viele der kleineren Neuerungen und Verbesserungen zählt dann der entsprechende Microsoft-Beitrag zur neuen Insider-Build auf.