LGs neuer 27GN800-Gaming-Monitor mit Nano IPS und Bildwiederholraten von 144 Hz

Mit der kürzlich erfolgten Einführung des 27GN800 erweitert der südkoreanische Unterhaltungselektronikhersteller LG Electronics seine Display-Palette um einen weiteren 27-Zoll-WQHD-Gaming-Monitor. Ähnlich des 27GL83A, soll der neuste Spross der 27-Zoll-Familie über ein Nano-IPS-Panel mit hoher Bildwiederholfunktion und Pfeilschnellen Reaktionszeiten verfügen. Darüber hinaus verspricht LG eine 99-prozentige sRGB-Farbraumabdeckung sowie FreeSync Premium und G-Sync-kompatibles Adaptive-Sync.

Das 27-Zoll-Nano-IPS-Panel des Gaming-Bildschirms arbeitet demnach mit einer Bildwiederholfrequenz von 144 Hz, einer Reaktionszeit von 1 ms (Grau zu Grau) und einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten. Das Kontrastverhältnis beträgt 1.000:1 mit einer Farbtiefe von 10 Bit (8 Bit + FRC), die sRGB-Abdeckung soll wie bereits erwähnt 99 % betragen, das ganze unter Einhaltung einer Leuchtdichte von 350 cd/m².

Um Spiele in bester Qualität Ruckel- und Tearingfrei genießen zu können, unterstützt das Gerät laut LG neben FreeSync Premium, bzw. G-Sync-kompatibles Adaptive-Sync auch eine Blaulichtfilterung und flimmerfreies Backlight. Zudem soll sich via OSD ein Schwarzstabilisator zuschalten lassen, der dunkle Bereiche in Spielen zusätzlich aufhellen kann.

Zwei HDMI-Eingänge, einen DisplayPort 1.4 und eine 3,5-mm-Audiobuchse nennt der 27GN800 sein Eigen, dabei lässt sich das Gerät mit dem mitgelieferten Standfuß nur 15 Grad nach oben sowie 5 Grad nach unten neigen. Wem dies zu wenig ist, der kann für den 5,6 kg schweren Monitor die implementierte 100-x-100 mm-VESA-Aufnahme nutzen und diesen an die Wand montieren.

LG hat sich weder zum Verkaufspreis noch zu einem Erscheinungstermin geäußert, ließ aber durchblicken, dass der 27GN800 noch in diesem Jahr in den Handel kommen soll.

Oppo Watch 46 mm: LTE-Version erscheint am 7. November und ist ab sofort vorbestellbar

Der Elektronik-Hersteller Oppo dürfte vielen nun auch hierzulande ein Begriff sein. Während man vor Jahren noch eher bei den Heimkino-Enthusiasten im Gespräch war und Smartphones aus Fernost importiert werden mussten, ist man nun auch hierzulande auf dem Vormarsch. Nicht nur Smartphones bietet man offiziell an, auch Kopfhörer und eine Wear-OS-Smartwatch mit 41 mm hat man in Deutschland bereits auf dem Markt.

Die LTE-Variante mit 46 mm hatte man bereits im Sommer angekündigt. Mit etwas Verzögerung, der geplante Marktstart lag Mitte Oktober, soll die neue Smartwatch von Oppo in der nächsten Woche nun hierzulande zu einem Preis von 399 Euro verfügbar sein.

Unter der Haube setzt man auf den Snapdragon Wear 3100 und den Apollo-3-Chip – der neue 4100-SoC wäre angesichts des Preises wohl auch keine verkehrte Wahl gewesen. Zur Seite stehen 1 GB Arbeitsspeicher sowie 8 GB Speicher.

Neben LTE und GPS ist auch NFC zum mobilen Bezahlen über Google Pay mit an Bord. Der Wear-OS-Markt ist derzeit überwiegend in den Händen des Fossil-Konzerns, einige Smartwatches stiftet da unter anderem Mobvoi mit der Ticwatch dazu. Modelle mit Mobilfunk sind dennoch rar. Schön, dass sich Oppo daran versucht. Verbaut sind zudem Mikrofon und Lautsprecher um die Mobilfunkverbindung zur Stand-Alone-Telefonie nutzen zu können. Unterstützt wird hier derzeit nur Vodafone für die eSIM. Ansonsten versorgt man die Uhr mit Informationen über 2,4-GHz-Wi-Fi bzw. über die Bluetooth-4.2-Verbindung mit dem Smartphone.

Das Display der Oppo Watch 46 mm fasst 1,91 Zoll (4,85 cm). Die Variante mit 41 mm ist wohl eher etwas für das weibliche Geschöpf. In puncto Panel setzt Oppo auf AMOLED, jenes ist zu den Seiten abgerundet.

Auf der Oppo Watch 46 mm kommt Wear OS mit Oppos ColorOS-Watch-Überzug zum Einsatz. Dank diverser Sensoren (Barometer, Licht Sensor, Gyroskop und Magnetometer) kann man diverse Sportarten tracken und zudem den Puls, Schlaf, Stress sowie den Zyklus überwachen. Unterstützung für EKG kommt leider nicht zur Sprache.

Die Akkukapazität der Oppo-Smartwatch beträgt 430 mAh. Aufgeladen wird über die VOOC-Schnellladetechnologie: Binnen 15 Minuten ist die Smartwatch nahezu zur Hälfte (46 Prozent) gefüllt. Bis zu 30 Stunden soll man trotz 4G durchhalten. Im Energiesparmodus lassen sich dank energiesparendem Co-Prozessor bis zu 21 Tage Laufzeit erreichen.

Mobvoi TicWatch Pro 3 mit Snapdragon Wear 4100 im Test

Mobvoi ist einer der ersten Hersteller, der dieses Jahr mit der TicWatch Pro 3 eine Smartwatch auf den Markt bringt, in der nun tatsächlich mal ein neuer und für Wear OS wichtiger Prozessor arbeitet.

In der neuen TicWatch Pro 3 GPS ist der Snapdragon Wear 4100 Prozessor verbaut worden. Wohlgemerkt ist dies nicht die Plus-Version des 4100er Prozessors. Dieser würde noch ein wenig mehr seine Stärke im Standby-Mode ausspielen können.

Dazu kommt noch ein größerer Akku und auch das zweite und stromsparende Display wurde in der TWP 3 noch einmal überarbeitet.

TicWatch Pro 3: Die Features

Dual Display 2.0

Bis zu 72 Stunden im Smart Mode und 45 Tage (!) im Essential Mode

577 mAh Akku

Snapdragon Wear 4100 Prozessor

Herfrequenz-Sensor

GPS

Blutsauerstoffmessung

IP68 zertifiziert

Google PAY mit NFC

1 GB RAM und 8 GB ROM

Wear OS Features, wie Google Assistant, Erinnerungen, Benachrichtigungen, zigtausend Watchfaces, uvm.

Nun zur TicWatch Pro 3 selbst

In Sachen Optik und Verarbeitung ähnelt die TicWatch Pro 3 den Vorgängern sehr. Es bleibt weiterhin ein wenig der sportliche Look früherer Casio G-Shock Uhren. Trotzdem wurde am Detail gearbeitet. Die Uhr ist nicht mehr so dick und auch der bullige Rand um das Display herum ist nicht mehr so ausgeprägt, wie noch zur TicWatch Pro 1st Gen. Die Verarbeitung im Allgemeinen gefällt mir aber sehr gut.

Am meisten dürften euch aber sicher der Akkuverbrauch und der Speed des neuen Prozessors interessieren? Ich hole dazu kurz aus und möchte noch einmal aufgreifen, dass sich die Geschwindigkeit seit der Erhöhung des RAM auf 1 GB vor ein paar Modellen deutlich verbessert hat.

Nicht ohne Grund, wurden einige Modelle von Mobvoi in einer neuen Version weiterhin mit dem 2100er Prozessor, aber mit 1 GB RAM noch einmal als 2020-Version oder dergleichen mit 1 GB RAM rausgebracht. Im normalen Alltag hat das wirklich viel ausgemacht!

Zu dieser Performance könnt ihr nun im Falle der TicWatch Pro 3 noch einen Ticken mehr drauflegen, aber wenn man keinen direkten Vergleich hat, sieht man den Unterschied im normalen Alltag nicht zu sehr. Ich meine – was macht man auf der Uhr schon? Mal hier und da ein Watchface ändern und solche Dinge.

Wird es aber rechenintensiver dann sieht man die Stärke des Wear 4100 Prozessors sehr wohl! Ich habe dafür mal die TicWatch Pro 1st Gen. (512 MB RAM und Wear 2100 Prozessor) und die TicWatch Pro 4G LTE (1 GB RAM und Wear 2100 Prozessor) und die TicWatch Pro 3 aus dem Essential Mode neustarten lassen. Dies benötigt dann doch viel Power bis Wear OS komplett geladen ist und das sieht man auch im folgenden kleinen Video:

Auf der TicWatch Pro 3 läuft nun Wear OS ungefähr so, wie es seit Jahren schon hätte laufen sollen. Dieses Update war für Wear OS mehr als nötig! Soviel also nun erst einmal zum Speed.

Auch der Akku ist im Falle der TWP3 stärker geworden. Obwohl die Uhr insgesamt dünner wurde, ist der Akku mit 577 mAh einer der stärksten Akkus, der von Mobvoi bisher verbaut wurde. Ich habe für den Test einige Dinge aktiviert, die ich normalerweise nicht nutze:

24h Überwachung der Herzfrequenz

24h Überwachung des Blutsauerstoffgehalts

Überwachung des Schlafs bei Nacht

Letzteres mache ich normalerweise nicht, da mir der Schlafkomfort fehlt und mich das Armband bei Nacht stört. Selbst mit all diesen aktivierten Features komme ich nun gute drei Tage mit einer Ladung aus! Wer es also nicht ganz so krass mit der 24h Überwachung des Körpers nimmt, dürfte noch eher die drei Tage Nutzungsdauer hinbekommen.

Für Notfälle steht ja sowieso immer der Essential Mode zur Verfügung. Mit deaktiviertem Display, einiger smarten Features und aktiviertem Stromspardisplay spart man noch einmal sehr viel an Energie. Mobvoi spricht hier von einer Nutzungsdauer von bis zu 45 Tagen. Aber damit würde ich die Uhr im Grunde auch nicht mehr als Smartwatch bezeichnen.

Beim neuen Energiespardisplay 2.0 (auf dem Foto links) ist dann auch ein kleiner Negativpunkt anzubringen. Es ist deutlich dunkler und schlechter ablesbar, als die vorige Version. Bei Nacht wird deshalb auch noch eine Beleuchtung aktiviert, sofern man eingestellt hat, dass die Uhr beim Drehen des Armes aufwachen soll.

Für mich ein Problem, welches gerade bei Nacht sehr undurchdacht ist. Man möchte doch nicht, sobald man sich umdreht von einer Taschenlampe geweckt werden? Ein möglicher Workaround ist übrigens einfach Abends vor dem zu Bett gehen den Theater-Modus zu aktivieren.

Dazu einfach von oben runterwischen und in der zweiten Zeile das mittige Symbol drücken. Dann wird (nur) der Bildschirm komplett deaktiviert.

Das Display bleibt aus und aktiviert sich auch erst wieder, wenn ihr länger auf den oberen Knopf seitlich an der Uhr drückt.

An Tasten finden wir insgesamt zwei seitlich an der TWP3. Der obere ist für einmal drücken = aufwecken oder Home, der untere kann personalisiert werden. Hier habe ich mir Alexa zur Steuerung meiner smarten Geräte zu Hause draufgelegt.

Es gibt hier übrigens zwei kleine extra Funktionen, die mir zumindest bis dato nicht geläufig waren. Drückt ihr den oberen Button schnell 2mal hintereinander, so wird für kurze Zeit die Display-Helligkeit auf volle Stärke gestellt.

Drückt ihr beide Tasten gleichzeitig für eine kurze Zeit, so wird ein Screenshot getätigt, der dann über die Mobvoi-App abgerufen werden kann. Dabei stürzte selbige aber in meinem Fall bis heute immer ab. Schätze dieser Bug wird mit einem der kommenden Updates behoben werden.

Der Speaker auf der TWP3 befindet sich an der linken Seite der Uhr und ist angenehm laut. Telefonieren über die Smartwatch klappte problemlos.

In Sachen Bluetooth musste wohl auch irgendwas geändert worden sein. Zumindest hatte ich bisher noch bei keiner TicWatch neben dem Bluetooth-Symbol in der Statusleiste auf dem Handy irgendwelche Datenübertragungspfeile. Bei Kopfhörern je nach Modell einen Akkbalken, aber sonst nichts.

Das ist aber nur Halbwissen – ich konnte leider keine genaueren Details auf der Mobvoi-Homepage zu diesem Thema finden.

Auf der Unterseite der Uhr befinden sich die vielen Sensoren zur Messung des Blutsauerstoffgehalts und der Herzfrequenz etc. Ebenfalls dort zu sehen sind die neuen PINs zum Aufladen der Uhr. Die bisherige Ladestation der TWP2 oder 4G LTE usw. ist nicht weiter nutzbar. Der neue magnetische Anschluss bedeckt gerade noch die 4 Pins und die beiden Magnete rechts und links daneben.

Das Armband ist eines der ersten Armbänder aus dem Lieferumfang, die ich auch tragen kann. Es ist zwar auch ein Plastik/Silikon-Armband, aber nicht so sehr gummiartig und Staub-anfällig, wie das Band von manch anderem Zeitgenossen.

Die braun/orangenen Nähte am Band lassen es zugleich etwas sportlicher wirken. Die Bänder der TWP3 haben auch wieder einen Schnellverschluss erhalten und können einfach durch Aufschieben des Reglers auf der Unterseite gewechselt werden.

TicWatch Pro 3: Nun zu Wear OS

Als Software arbeitet auf der TicWatch Pro 3 weiterhin Android 9 in Form von Wear OS. Gleich nach der ersten Einrichtung und Kopplung mit dem Smartphone wurde mir ein Firmware-Update angeboten, welches dann auch direkt installiert und heruntergeladen wurde.

An der reinen Androidversion änderte das aber nichts. Allerdings gab es hier und da ein paar Kleinigkeiten, die mir verglichen mit der TicWatch Pro 4G LTE aufgefallen waren.

Es handelte sich teils um eine andere Menü-Struktur und solche Kleinigkeiten. Ob hier nun die Entwickler von Mobvoi die Finger im Spiel hatten, oder es an einer etwas veränderten Wear OS-Version von Google liegt, kann ich aber nicht sagen.

Dazu kommen von Werk aus eine Masse an Tic-Apps. Das wären beispielsweise

TicBlutsauerstoff

TicGesundheit

TicÜbung

TicPuls

TicSchlaf

TicAtmung

TicAufnahme

TicLärm

Die Namen der Apps sind eigentlich ja selbsterklärend. Von der Lärm-Messung über einen Sprachrekorder usw. ist hier sehr viel an kleinen Helferlein auf die Uhr gepackt worden.

Auf einem der Screenshots oben ist die Funktion “Alternatives Startprogramm” zu sehen. Dabei ist dann die Liste der installierten Apps nicht mehr einspaltig, sondern besteht aus zwei Spalten, mit größeren App-Icons. Die Icons darin können durch langes drücken auch den eigenen Wünschen nach verschoben werden. Insgesamt fällt so das scrollen durch die Apps deutlich leichter.

TicWatch Pro 3: Und sonst noch?

In manchen Testberichten der vergangenen Wochen (evtl. Vorseriengeräte?) habe ich von Problemen mit dem Touchscreen gelesen und dass die von den Sensoren eingefangenen Werte teils von anderen Uhren abweichen.

Dazu ein paar Worte von mir. Auf meiner TicWatch Pro 3 kann ich keine Fehleingaben auf dem Touchscreen erkennen. Egal von welcher Seite ich reinwische oder dergleichen – es werden alle Eingaben korrekt erkannt.

Bezüglich der Fitnessdaten ist es so, dass ich mich nicht unbedingt als Sportskanone bezeichnen würde. Von daher beobachte ich meist nicht mehr als meine gelaufenen Schritte und die stimmten bisher grob überein.

Genau dieselben Werte für einen Vergleich erhält man allein schon dann nicht mehr, wenn man eine der Watches am linken und einen am rechten Arm trägt. Solche Überprüfungen überlasse ich den Profis auf diesem Gebiet. Meine gewünschte “Präzision” wurde jedenfalls erreicht.

TicWatch Pro 3: Mein Fazit

Die Mobvoi TicWatch Pro 3 GPS ist in meinen Augen ein würdiger Nachfolger der vorigen Modelle. Es wurde an vielen Ecken Feintuning betrieben und Verbesserungen durchgeführt. Der neue Prozessor sorgt für ordentlich Dampf unter der Haube und ich liebe es die Uhr dank des großen Akkus auch mal zwei oder sogar eher drei Tage ganz normal nutzen zu können.

Preislich liegt ihr gerade zum Marktstart bei 299,- EUR. Das ist natürlich nicht gerade die günstigste Smartwatch. Aber für meinen Geschmack zum jetzigen Zeitpunkt auf jeden Fall die beste (Wear OS-)Smartwatch!

Wer sparen möchte, sollte wie immer den nächsten Cyber- oder Black- oder Wasauchimmer-Freitag oder -Montag abwarten. Zu solchen Events wird ja sehr oft in Form eines schicken Rabatts an der Preisschraube gedreht.

Moto G 5G: Das wird das günstige 5G-Phone von Motorola

Entwickelt wurde das neue 5G-Einsteigerphone von Motorola unter dem Codenamen Kiev, nun zeichnet sich langsam ein recht komplettes Bild ab: Der günstigere und etwas abgespeckte Bruder des Moto G 5G Plus, der nun schon seit dem Sommer verfügbar ist, setzt nicht mehr auf den Premium-Midrange-Chip Snapdragon 765 sondern auf den neuen “Midrange-Gaming-5G-SoC” Snapdragon 750G von Qualcomm.

Das 6,6 Zoll Display bietet 2.400 x 1.080 Pixel Auflösung aber nur mehr 60 Hz Bildwiederholfrequenz, die Selfie-Cam ist eine Punch-Hole-Variante mit 16 Megapixel Omnivision-Sensor, der 4 Megapixel-Fotos erstellt. An der Rückseite sollten wir eine Triple-Cam auf Basis eines 48 Megapixel Samsung GM1-Sensors sehen, der mit einer 8 Megapixel Samsung S5K4H7-Telefoto-Cam sowie einem Omnivision 2 Megapixel Tiefensensor gepaart wird.

Im Inneren steckt ein großer 5.000 mAh Akku, dazu gibt es 6 GB RAM und 128 GB erweiterbarer Speicher, NFC wird unterstützt. Ebenfalls nicht uninteressant: Laut bisherigen Leaks hat Motorola dem Moto G 5G einen dedizierten Google Assistant-Button gespendet. Insgesamt vier Modellnummern sind bis dato bekannt: XT2113-1, XT2113-2, XT2113-3, XT2113-5. Das Motorola Moto G 5G wird das dritte Smartphone mit dem neuen Snapdragon-Chip, die anderen beiden Kandidaten sind das Samsung Galaxy A42 und das Xiaomi Mi 10T Lite. Zu Launchtermin und Kosten liegen noch keine Infos vor.

Dell Latitude 7410 Chromebook Enterprise (Core i5-10310U, 16 GB RAM) Bericht

In der Vergangenheit waren die Chromebooks von Dell oft Low-End-Geräte mit einigen großen Nachteilen (man denke nur an das Chromebook 11 3181 ). Diese zielten jedoch häufig auf den Bildungsbereich ab, wobei der Schwerpunkt auf niedrigen Kosten lag.

Dieses Ethos nahm mit dem Inspiron 7486 Chromebook 14, einem 2-in-1-Chromebook für Geschäftskunden, eine drastische Wende. Dell möchte diesen Weg mit seinen neuesten Chromebooks, dem Latitude 7410 und Latitude 7410 2-in-1, fortsetzen.

Heute werden wir uns das standardmäßige Latitude 7410 Chromebook Enterprise ansehen, ein Chromebook mit Kohlefaser-Mehrschalengehäuse, das viele Anregungen aus der Latitude Linie von Dell aufgreift. Das Latitude 7410 Chromebook ist für ein Chromebook gut spezifiziert: ein Intel Core i5-10310U, 16 GB DDR4 RAM und eine 128-GB-NVMe-SSD (1.523 US-Dollar in unserer Konfiguration). Ist das Comet-Lake-basierte Chromebook seinen hohen Preis wert?

Wir werden das Dell Latitude 7410 Chromebook Enterprise mit dem anderen Premium-Chromebook von Dell vergleichen, mitunter mit dem älteren Inspiron 7486 Chromebook 14, sowie dem HP Chromebook x360 14 G1, dem Lenovo Yoga Chromebook C630 und dem Acer Chromebook 715

Gehäuse und Konnektivität

Die Verarbeitungsqualität des Latitude 7410 Chromebook ist ausgezeichnet. Die Bodenplatte besteht aus Aluminium und der Rest des Gehäuses ist mit einer schönen Soft-Touch-Beschichtung versehen, die an das XPS 13 von Dell erinnert. Das Latitude 7410 Chromebook 7410 ist entweder mit dem von Dell bekannten Karbonfasermuster oder mit einem Aluminiumgehäuse erhältlich

Der Deckel des Chromebooks ist starr, obwohl eine gewisse Verwindung möglich ist. Die Scharniere sind stabil und halten das Display bei normalem Gebrauch in Position. Das Tastaturdeck ist ein Schwachpunkt; es lässt sich leicht durchbiegen, selbst beim Tippen. Dies lenkt nicht ab, aber es ist spürbar.

Ein großer Vorteil des Latitude 7410 Chromebook ist sein geringes Gewicht. Mit 1,4 kg ist es eines der leichtesten 14-Zoll-Chromebooks auf dem heutigen Markt

Das Gerät verfügt über zwei USB 3.2 Gen 1 (5 Gbps) Typ-A-Anschlüsse und zwei USB 3.2 Gen 1 Typ-C-Anschlüsse. Das Latitude 7410 Chromebook lässt sich über einen der beiden USB-C-Anschlüsse aufladen, die auch DisplayPort 1.2 unterstützen. In Verbindung mit dem HDMI 2.0-Anschluss kann das Chromebook theoretisch an drei externe Monitore angeschlossen werden

Eingabegeräte

Die Tastatur des Latitude 7410 Chromebook ist vielleicht der schwächste Teil des Geräts. Die Tasten haben einen angemessenen Abstand und der Tastenhub ist gut, aber das Feedback fühlt sich weich und matschig an. Ein Klappern ist fast nicht vorhanden. Die meisten Benutzer werden an der Tastatur der Latitude 7410 Chromebook-Tastatur wenig Fehler finden, aber erfahrene Tipper können sie als störend empfinden.

Das Clickpad ruft gemischte Gefühle hervor. Die glatte Oberfläche ermöglicht ein leichtes Gleiten und zufriedenstellendes Scrollen, und die Reaktionsgeschwindigkeit ist reaktionsschnell. Der linke Klick ist taktil und reagiert mit einem zufriedenstellenden Klickgeräusch, aber die rechte Seite des Pads hat einen sehr flachen Klick. Es kann schwierig sein, allein am Gefühl zu erkennen, ob ein Rechtsklick registriert wird. Das kann bei unserem Gerät ein Problem sein, aber angesichts der Kosten ist diese Inkonsistenz frustrierend.

Der Touchscreen, der optional erhältlich ist, funktioniert gut. Berührungen werden einheitlich registriert, und der Bildlauf ist reibungslos. 

Display

Die Full HD-Anzeige ist relativ hell mit einer ziemlich gleichmäßigen Hintergrundbeleuchtung. Mit 262 Nits ist es etwas dunkler als der durchschnittliche Laptop (300 Nits). Dies macht sich nur bei hellem Licht bemerkbar, was die Lesbarkeit des Latitude 7410 Chromebook-Displays erschweren kann. Glücklicherweise trägt die matte Oberfläche unseres Geräts dazu bei, Reflexionen zu verringern und die Lesbarkeit zu verbessern. Es wird PWM verwendet, aber bei 25.000 Hz ist es unwahrscheinlich, dass man es bemerkt.

Der Kontrast des Displays ist ausgezeichnet und beträgt etwa 1.400:1. Auch das Gamma ist mit 2,201 nahezu perfekt. Die Farbtemperatur ist mit 7.004 K etwas kühl (ideal sind 6.500 K). Allerdings sehen Weißtöne rein aus, ohne einen auffälligen Blaustich zu haben. Insgesamt ist die Anzeige ausgezeichnet, insbesondere bei den Chromebooks.

Dell bietet auch Non-Touch-Varianten und in einigen Regionen eine 4K-Option an

Die Farbwiedergabe ist ausgezeichnet. Mit einer durchschnittlichen DeltaE2000-Bewertung von 2,05 ist das Latitude 7410 Chromebook eines der farbgenauesten Chromebooks auf dem Markt. Auch die Farbvarianz ist gering. Graustufen und Schwarztöne erreichen eine durchschnittliche DeltaE2000-Bewertung von 3,8.

Die Betrachtungswinkel sind gut, wie bei einem IPS-Panel zu erwarten ist. Bilder dunkeln ein wenig ab, wenn sie aus 45° oder weiteren Winkeln betrachtet werden. Die Sichtbarkeit im Freien ist dank der matten Oberfläche gut. Der Bildschirm ist unter direkter Sonneneinstrahlung teilweise sichtbar. Im Schatten ist der Bildschirm vollständig lesbar. Wir haben festgestellt, dass es am oberen Rand des Bildschirms und in der linken unteren Ecke zu Lichthöfen kommt. Dies ist nur sichtbar, wenn der Bildschirm fast vollständig schwarz ist

Leistung

Das Chromebook Latitude 7410 ist mit einer Intel Core i5-CPU der 10. Generation ausgestattet, womit es den meisten anderen Chromebooks weit überlegen ist. Die Leistung des Chrome-Betriebssystems ist ausgezeichnet; das Latitude 7410 Chromebook kaut problemlos durch Web-Browsing und Office-Aufgaben. Allerdings ist die Android-Leistung etwas dem Glück überlassen.

Prozessor- und Systemleistung

Der Intel Core i5-10310U stammt aus der Comet Lake (CML-U)-Familie von Intel. Der Quad-Core-Hyperthreaded-Chip ist ein gutes Stück leistungsstärker als der üblicherweise in Chromebooks verwendete Dual-Core-Celeron- und Pentium-Silizium.

Das Chromebook Latitude 7410 hat wenig Probleme mit allgemeinen Web-Inhalten. Der Laptop ist eines der schnellsten Chrome-OS-Geräte, die wir getestet haben, und steht bei den meisten Browser-Benchmarks und Büroarbeiten (z.B. Google Docs and Sheets) an oder nahe der Spitze der Vergleichsgeräte.

Android-Leistung

Android-Apps auf dem Latitude 7410 Chromebook schneiden in CPU-orientierten Benchmarks fast genauso gut ab wie die leistungsstärksten Android-Handys auf dem Markt, wie das OnePlus 8T. Die grafische Leistung des Latitude 7410 Chromebook in Android-Benchmarks liegt auf dem Niveau anderer High-End-Chromebooks, konkurriert aber nur mit Smartphones der Mittelklasse. Dies ist wahrscheinlich auf Probleme entweder mit der Android-Emulation in Chrome OS oder auf die schlechte Unterstützung für die Intel UHD Graphics 620s in Android zurückzuführen

Wartung

Das Latitude 7410 Chromebook verwendet eine austauschbare NVMe-SSD (PCIe Gen 3) zur Speicherung, was bei Chromebooks unüblich ist. Jedes M.2 2230 kann dank des mitgelieferten Adapters in den Laufwerksschacht eingesetzt werden. Das Chromebook kann auch ein M.2 2280-Laufwerk verwenden.

Um das Laufwerk (sowie das WWAN-Modul) zu ersetzen, müssen acht Kreuzschlitzschrauben entfernt werden. Nach dem Entfernen der Schrauben müssen die Clips, die die Bodenplatte halten, gelöst werden. Benutzer können nur die WWAN-Karte und das Speicherlaufwerk austauschen; RAM, CPU und WiFi-Karte sind nicht herausnehmbar.

GPU-Leistung & Spiele

Die Intel UHD Graphics 620 iGPU ist für den Medienkonsum gut geeignet. Das Latitude 7410 Chromebook kann problemlos 4K-Videos mit 60 fps streamen. Leichte Foto- und Videobearbeitung ist ebenfalls möglich, obwohl die Renderzeiten etwas Geduld erfordern und das Scrollen der Timeline möglicherweise nicht reibungslos verläuft.

Spielen ist eine recht gemischte Angelegenheit. Spiele in Chrome OS laufen ohne Probleme. Android-Spiele sind jedoch in etwa vergleichbar mit einem Mittelklasse-Smartphone. Das Latitude 7410 Chromebook 7410 kann schwere Android-Spiele, wie Asphalt 9, bei mittleren Einstellungen ausführen und erreicht etwa 30 Bilder pro Sekunde. Das Hochdrehen von Details führt dazu, dass das Chromebook das Spiel mit etwa 20-25 fps mit mehreren Frame-Skips durchläuft.

Die Linux-Integration ermöglicht es Spielern, Steam über Linux laufen zu lassen und leichtere Titel wie Stardew Valley zu genießen. Anspruchsvollere 3D-Titel laufen nicht so gut. Chromebooks basieren auf OpenGL statt auf DirectX, so dass die begrenzten Spielefähigkeiten der Intel HD Graphics 620 iGPU noch weiter beeinträchtigt werden

Emissionen

Lüftergeräusche

Der Lüfter des Latitude 7410 Chromebook gibt ein kaum hörbares Flüstern in allen Arbeitsszenarien von sich. Im Leerlauf oder unter leichter Last bleibt der Lüfter völlig geräuschlos. Selbst unter hoher Last (Streaming eines 4K-Videos mit 60 fps in fünf separaten Registerkarten) bleibt der Lüfter bei ca. 30 dB(A). Seine niedrige Lautstärke trägt dazu bei, dass er sich noch besser an die Umgebungsgeräusche anpasst. 

Temperatur

Trotz des leisen (und meist stillen) Lüfters sind die Außentemperaturen gut geregelt. Das Tastaturdeck des Gerätes bleibt mit durchschnittlich ca. 30° C über die gesamte Oberfläche völlig kühl. Die Lüftungsschlitze an der Unterseite über der linken Seite der CPU und die Stromaufnahme sind die heißesten Bereiche unter Last, mit Spitzenwerten von etwa 45° C. Das Latitude 7410 Chromebook kann für die meisten Arbeiten bequem auf dem Schoß verwendet werden, aber eine stärkere Belastung kann durchaus zu erhitzten Oberschenkeln führen. 

Lautsprecher

Die Lautsprecher sind laut (~80 dB), aber ohne Bass und Mitten Die Lautsprecher feuern auch aus den Seiten der Bodenplatte nach unten auf die Oberfläche, auf der das Latitude 7410 Chromebook ruht. Dadurch wird der ohnehin schon dünne Klang weiter getrübt. Das resultierende Klangprofil klingt blechern und dumpf. Die Lautsprecher sind anständig genug für Sprachkonferenzen, aber Filme und Musik klingen enttäuschend. 

Leistungsaufnahme

Chromebooks sind für ihre Energieeffizienz bekannt. Das Latitude 7410 Chromebook ist nicht anders. Bei geringer Belastung verbraucht der Laptop 7 Watt oder weniger. Bei starker Belastung steigt die Leistungsaufnahme des Chromebooks auf 57 Watt, bevor sie schnell wieder auf etwa 15-25 Watt absinkt. Diejenigen, die über den Stromverbrauch besorgt sind, werden mit dem Latitude 7410 Chromebook zufrieden sein.

Batterielaufzeit

Aufgrund ihrer Effizienz sind Chromebooks für ihre ausgezeichnete Akkulaufzeit bekannt. Auch hier ist das Latitude 7410 Chromebook hervorragend. In unserem WiFi v1.3-Batterietest (Bildschirm auf 150 nits eingestellt, alle 30-40 Sekunden wird eine neue Webseite geladen), schafft das Latitude etwa 12,5 Stunden. Damit liegt es knapp über anderen Chromebooks der Business-Sparte, die sich etwa bei der 12-Stunden-Marke abschalten.

Fazit

Das Latitude 7410 Chromebook Enterprise von Dell soll die Spitze der Chromebook-Welt werden. Dies ist Dell größtenteils gelungen. Die hohe Tragbarkeit des Geräts, die ausgezeichnete Akkulaufzeit und der leise Betrieb eignen sich hervorragend für den Einsatz im Büro. Das Hinzufügen einer austauschbaren NVMe-SSD ist eine nette Möglichkeit.

Der Preis ist der größte Nachteil. Das Latitude 7410 Chromebook 7410 beginnt bei etwa 1.250-1.300 US-Dollar und steigt schnell im Preis. Wenn man bedenkt, dass Chromebooks für ihre Erschwinglichkeit bekannt sind, gibt es hier definitiv einen gewissen Aufkleber-Schock.

Der andere große Nachteil betrifft alle Chromebooks, unabhängig von Spezifikation oder Preis: Software-Beschränkungen. Chrome OS ist im Vergleich zu anderen Betriebssystemen immer noch eingeschränkt.

Test Microsoft Surface Laptop Go: Ein überteuertes Netbook

Ähnlich zum Surface Go Tablet, der kleineren, vereinfachten Version des normalen Surface Pro Tablets, ist das Surface Laptop Go die kleinere, vereinfachte Version des normalen Surface Laptop 3. Der Startpreis liegt bei rund 600 Euro für eine Konfiguration mit 65 GB Speicherplatz und einem 4-GB-RAM-Modul. Andere Konfigurationen mit der zweifachen RAM- und Speicherkapazität sind um bis zu 1.000 Euro zu haben. Alle Modelle sind aktuell mit dem Core i5-1035G1 und dem gleichen 3:2-1.536-x-1.024-Pixel-Touchscreen ausgestattet. 

Das Surface Laptop Go ist mit seiner einzigartigen Kombination aus 3:2-Seitenverhältnis und 12,4-Zoll-Display wirklich eine Klasse für sich. Nichtsdestotrotz kommt man kaum um einen Vergleich mit teureren 13-Zoll-Subnotebooks wie dem Huawei MateBook X Pro, dem Dell XPS 13, dem MacBook Pro 13, dem Asus ZenBook S UX393 oder Microsofts eigenem Surface Laptop 3 13 herum.

Gehäuse

Das Design des Surface Laptop passt gut zum 12,4-Zoll-Formfaktor. Das Metallgehäuse fühlt sich ebenso hochwertig an wie auf den 13- bzw. 15-Zoll-Modellen. Leider bedeutet diese Ähnlichkeit auch, dass unser Testgerät die gleichen Schwächen hat wie der große Bruder. Das sind etwa das nur durchschnittliche Scharnier und die Bodenplatte, die eine Wartung erschwert.

Ein großer Unterschied zwischen dem 12,4-Zoll-Modell und den größeren Versionen ist die leicht gummierte Basiseinheit. Dadurch fühlt sich die Oberfläche etwas anders an. Diese Änderung beeinflusst die Stabilität des Gehäuses nicht. Das Surface Laptop Go ist wahrscheinlich das luxuriöseste, qualitativste Gerät, das um 600 Euro zu haben ist.

Größe und Gewicht sind die deutlichsten Vorteile des Surface Laptop Go. Wahrscheinlich könnte diese Serie in Zukunft noch kleiner werden, da die Bildschirmränder aktuell etwas dicker sind als bei den meisten anderen Subnotebooks inklusive XPS 13 und Spectre 13.

Ausstattung

Wieder ist die Anschlussausstattung begrenzt. Zum Glück unterstützt das Gerät DisplayPort-über-USB-C, um den fehlenden HDMI-Anschluss auszumerzen.

Kommunikation

Das Intel-AX201-Modul ist standardmäßig mit Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.1 ausgestattet. Unser Testgerät verlor manchmal ohne ersichtlichen Grund die Verbindung mit unserem Netgear-RAX200-Router. Ein Neustart konnte das Problem aber scheinbar lösen.

Wartung

Blöderweise sind die Schrauben, die die Bodenplatte fixieren, von Gummifüßchen abgedeckt. Sollten Sie etwas so einfaches wie eine Speichererweiterung durchführen wollen, werden Sie dafür ein höheres Risiko in Kauf nehmen (Beschädigung des Geräts / Erlöschen der Garantie) als bei wartungsfreundlichen Subnotebooks wie dem XPS 13 oder dem ZenBook S.

Zubehör und Garantie

Abgesehen von einem Surface-Connect-Netzgerät wird das Gerät nur mit etwas Papierkram geliefert. Es gilt die standardmäßige Garantie von einem Jahr.

Eingabegeräte

Tastatur

Das Feedback der Tasten fühlt sich gleich an wie auf dem Surface Laptop 3 15, wenngleich einige Tasten am Rand jetzt kürzer sind, um in den kleineren Formfaktor zu passen. Das Gerät integriert einen Fingerabdruckleser in den Ein-/Ausschaltknopf, verliert aber die Möglichkeit zur Hintergrundbeleuchtung. Die F1-Taste fungiert jetzt als Such-Taste, während die gleiche Taste beim Surface Laptop 3 die Tastaturhintergrundbeleuchtung aktiviert hätte.

Touchpad

Die Oberfläche des Clickpads ist kleiner als beim Surface Laptop 3 15 (10 x 6,7 cm statt 11,5 x 7,6 cm). Das Gleiten ist allerdings auf dem Surface Laptop Go einfacher, da die Finger weniger stark auf der Oberfläche kleben bleiben. Die integrierten Maustasten bieten einen kurzen Hub mit akzeptablem Feedback und relativ leisem Click-Geräusch. Das Feedback scheint etwas fester und zufriedenstellender zu sein als beim Clickpad des XPS 13. 

Display

Das Display des Surface Laptop Go kommt von LG Philips, während die größeren 13- und 15-Zoll-Modelle des Surface Laptop 3 mit Panelen von Sharp ausgestattet sind. Der Kontrast, die Farben und die Schärfe unterscheiden sich zum Glück nicht weiter von den hervorragenden Panelen der größeren Modelle. Ein Aspekt ist auf dem Surface Laptop Go sogar besser: Die Reaktionszeiten sind kürzer, was zu weniger Ghosting führt. 

Der Farbraum deckt 60 Prozent des AdobeRGB- und fast den gesamten sRGB-Farbraum ab und ist somit für Hobby-Grafiker und -Videobearbeiter geeignet. Teurere Alternativen wie das MacBook Pro 13 oder das Asus ZenBook S bieten noch tiefere und genauere Farben.

Das Panel hat eine sehr gute Kalibrierung mit einem durchschnittlichen Graustufen-DeltaE-Wert von 1,2 bzw. einem Farbwert von 1,41. Nutzer müssen das Display also nicht nochmals kalibrieren. 

Das Display ist nicht nur dunkler als das des 13,5-Zoll-Surface-Laptop-3, es ist auch dunkler als die meisten Mittelklasse- bzw. Oberklasse-Subnotebooks wie dem ZenBook S, dem MacBook Pro 13, dem XPS 13 und dem MateBook X Pro. Auch im Schatten blendet das Display ein wenig.

Leistung

Im Gegensatz zu den meisten anderen Laptops unterscheiden sich die Konfigurationen des Surface Laptop Go durch die RAM- und Speichergröße, während der Prozessor (Core i5), die GPU (UHD Graphics G1) und die Displayauflösung gleich bleiben. Die preiswerteste Konfiguration bietet nur 4 GB RAM und 64 GB Speicherplatz, was eher nach einem preiswerten Tablet klingt. Das RAM-Modul ist bei allen Konfigurationen angelötet, weshalb wir mindestens 8 GB RAM empfehlen würden.

Prozessor

Die Multi-Thread-Leistung ist um etwa 15 Prozent langsamer als bei einem durchschnittlichen mit dem gleichen Core i5-1035G1 ausgestatteten Laptop. Dafür ist, wie man aus der CineBench-R15-xT-Schleife gut erkennen kann, der schwache Turbo verantwortlich. Hier fällt das ursprüngliche Ergebnis von 527 Punkten bereits in der zweiten Runde um fast 11 Prozent zurück. Das noch billigere AMD Ryzen 3 4300U kann die Leistung des Core i5-1035G1 in unserem Testgerät schlagen bzw. damit mithalten. Insgesamt ist die Leistung im Vergleich zu Core-i7-Prozessoren wie dem Core i7-10510U oder dem älteren Core i7-8565U dennoch recht gut. 

Systemleistung

Die PCMark-Ergebnisse sind durchgehend langsamer als der Durchschnitt der mit dem Core i5-1035G1 ausgestatteten Geräte in unserer Datenbank. Wir vermuten, dass die geringen PCMark-Ergebnisse sowohl auf die unterdurchschnittliche CPU als auch auf die langsame NVMe-SSD zurückzuführen sind.

DPC-Latenzen

Der LatencyMon zeigt minimale DPC-Latenzen beim Öffnen mehrerer Browsertabs. Der 4KUHD-Videoplayback mit 60 FPS auf YouTube verläuft gleichmäßig. Im einminütigen Test wurde nur ein Frame ausgelassen.

Massenspeicher

Das Surface Laptop Go nutzt die gleiche SK-Hynix-256-GB-NVMe-SSD wie das 13,5-Zoll-Surface-Laptop-3. Die sequenziellen Leseraten sind zwar gut, dafür sind die Schreibraten für diese Kategorie mit nur rund 500 MB/s langsam. Zum Glück sollte dies in Verbindung mit der Core-i5-CPU und der schwachen integrierten GPU zu keinem Engpass führen. Weitere Benchmark-Vergleiche finden Sie in unserer SSD/HDD-Tabelle.

Denken Sie daran, dass die Konfigurationen mit 64 GB Speicherplatz angelötete SSDs haben. Nutzer werden daher eine Konfiguration mit mindestens 128 GB Speicherplatz kaufen müssen, um eine austauschbare M.2-SSD zu erhalten.

Grafikkarte

Die Grafikleistung ist enttäuschend. Der 3DMark-Test positioniert die UHD Graphics G1 auf der gleichen Höhe wie die bereits einige Jahre alte UHD Graphics 620. Wenn Sie das meiste aus Ice Lake herausholen möchten, sollten Sie Laptops mit Core i5-1035G7 oder Core i7-1065G7 (wie etwa das Surface Laptop 3 15) in Erwägung ziehen. Hier ist die Grafikleistung gleich um 80 bis 90 Prozent schneller. Das Surface Laptop Go bietet nur den Core i5-1035G1. 

Emissionen

Geräuschemissionen

Der interne Lüfter ist in den meisten üblichen Nutzungsszenarien, wie etwa beim Surfen oder Schreiben von E-Mails, leise. Das Gerät schafft es sogar, in den ersten 90 Sekunden der zweiten Benchmark-Szene von 3DMark 06 lautlos zu bleiben. Nichtsdestotrotz steigt bei steigender CPU-Nutzung auch das Lüftergeräusch mit bis es maximal 44 dB(A) erreicht, was etwas lauter ist als uns gefällt. 

Temperatur

Die Temperaturentwicklung ähnelt dem Muster des 13,5-Zoll-Surface-Laptop-3, da beide Geräte an den gleichen Stellen Hotspots entwickeln. Die Bodenplatte wird unter ähnlich starker Belastung beim Surface Laptop Go mit über 50 °C sogar wärmer als beim 13,5-Zoll-Modell, wo nur 45 °C erreicht werden. Zusätzliche Lüftungsschlitze an der Unterseite hätten die Situation vermutlich verbessert. Microsoft wollte wohl einen “sauberen”, minimalistischen Look erreichen und hat sich deshalb gegen offensichtliche Schlitze entschieden. 

Stresstest

Läuft Prime95, steigert die CPU etwa 50 Sekunden lang ihre Taktrate auf 2,0 bis 2,4 GHz, bis eine Kerntemperatur von 87 °C erreicht wird. Der interne Lüfter schafft eine maximale Kerntemperatur von 85 °C. Nichtsdestotrotz fällt die Taktrate schnell auf 1,7 bis 1,8 GHz ab, um eine akzeptablere Kerntemperatur von 71 °C zu halten.

Der Akkubetrieb hat keinen Einfluss auf die Leistung. Ein Durchgang des 3DMark-11-Tests im Akkubetrieb ergibt Physics- und Graphics-Ergebnisse von 7.156 bzw. 2.411 Punkten, während im Netzbetrieb 5.453 bzw. 2.280 Punkte erreicht werden.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Die Energieaufnahme ist etwas geringer als beim 13,5-Zoll-Surface Laptop 3 unter Last und entspricht etwa der des Zenbook S UX393JA, obwohl dieser mit einem Core i7-1065G7 ausgestattet ist, der fast doppelt so viel Grafikleistung bietet wie unser Chip. Das Verhältnis der Leistung pro Watt ist daher nicht so gut wie erhofft. Wir konnten eine kurzfristige maximale Energieaufnahme von 51,6 W messen. Das inkludierte Netzgerät hat eine Nennleistung von 39 W und ist relativ klein (~8,5 x 9 x 2,2 cm). Allerdings ist das Surface Laptop Go auch mit den 65-W-Netzgeräten, mit der der 15-Zoll-Surface-Laptop-3 ausgestattet ist, kompatibel.

Akkulaufzeit

Die Akkukapazität ist mit 39 Wh kleiner als die des 13,5-Zoll-Surface-Laptop-3 (45 Wh). Dennoch erreicht unser Testgerät im realistischen WLAN-Akkutest die gleiche Laufzeit von etwa 8 Stunden. 

Das vollständige Aufladen des leeren Akkus geht mit knapp einer Stunde mit dem inkludierten Netzgerät relativ schnell. Das Gerät unterstützt die Aufladung über USB-C.

Fazit

Das Surface Laptop Go ist aus dem Gleichgewicht geraten. Einerseits ist es mit seiner Core-i7-CPU der 10. Generation, dem 3:2-Touchscreen und dem Metallgehäuse eines der besten Geräte, das man um 600 Euro finden kann. Gleichzeitig ist es aufgrund des 4 GB großen angelöteten RAM, des 64 GB SSD-Speichers, der schwierigen Wartung, der langsamen Grafikleistung und der fehlenden Ports für heutige Standards auch grottenschlecht. Die simplen Features und lächerlichen technischen Spezifikationen erinnern eher an ein billiges Acer Netbook von vor 5 Jahren.

Wenn Sie kein Problem damit haben, mit einem 4-GB-RAM-Modul festzusitzen, ist ein Interesse an einer der preiswerteren Konfigurationen durchaus nachvollziehbar, da man dafür immerhin ein tolles Display und Gehäuse erhält. Ansonsten sollten sich Interessierte eher an andere Ultrabooks wie das XPS 13, das Spectre 13, das ZenBook 13 oder das Lenovo IdeaPad Slim 7 wenden, welche alle Konfigurationen unter der 1.000-Euro-Marke mit einer ähnlichen Ausstattung aber mit besseren Features und besserer Ausdauer anbieten. 

Oppo Reno4 Pro im Test: Schlankes 5G-Smartphone mit Kameraqualitäten

Egal ob im 200 Euro günstigen A52 oder im mit 500 Euro etwas teureren Find X2 Lite, Oppo liefert durchaus solide Smartphones mit einer guten Akkulaufzeit. Aber auch im höherpreisigen Segment ist der Hersteller, beispielsweise mit dem Find X2 Neo, unterwegs. Dort ist mit einem Preis von circa 780 Euro auch das Oppo Reno4 Pro angesiedelt, welches mit ähnlichen technischen Daten aufwartet und Nutzer mit seiner Kamera überzeugen möchte.

Gehäuse – Reno4 Pro mit eigens entwickelter Farbe

Oppo spendiert dem Reno4 Pro einen Rahmen aus Metall und eine Rückseite aus Glas mit matter Oberfläche. Die Verarbeitung ist hochwertig und neben den beiden Standardfarben “Galactic Blue” und “Space Black” bietet der Hersteller auch die nach eigener Aussage exklusive und mit Pantone entwickelte Farbe “Green Glitter” an. Das Display wir zudem von Corning Gorilla Glas 5 geschützt. Mit einem Gewicht von 172 Gramm ist es zudem vergleichsweise leicht und durch die schmalen Bildschirmränder fällt es genauso schlank aus wie andere moderne Smartphones.

Ausstattung – Kein Klinkenanschluss im Oppo-Smartphone

Nutzer müssen beim Reno4 Pro auf einen microSD-Slot und einen Klinkenanschluss verzichten. Dafür unterstützt das Telefon zwei NanoSIM-Karten, von denen nur die SIM 1 auch im 5G-Netz funken darf. VoLTE und VoWLAN werden ebenfalls unterstützt. Über den USB-Typ-C-Port können Daten mit USB-2.0-Standard übertragen werden. Außerdem bietet das Oppo-Smartphone DRM Widevine L1 und erlaubt den Zugriff auf die Camera2 API mit “Level 3”.

Software – Android 10 mit ColorOS

Auf dem Reno4 Pro läuft Android 10 mit Sicherheitspatches auf dem Stand vom 5. September 2020. Als Bedienoberfläche kommt das herstellereigene ColorOS 7.2 zum Einsatz, welches sich hauptsächlich durch eigene Symbole und eine veränderte Menüstruktur von einem puren Android unterscheidet. Bereits vorinstallierte Anwendungen, wie die Videosoftware Soloop oder WPS Office, lassen sich im Einstellungsmenü problemlos entfernen.

Kommunikation und GPS – 5G-Smartphone mit WiFi 5

Das Oppo Reno4 Pro kann Mobilfunkverbindungen in GSM-, 3G-, LTE- und 5G-Netzten herstellen. Hinzu kommen NFC, Bluetooth 5.1 sowie WiFi 5, welches mit unserem Referenzrouter Netgear Nighthawk AX12 mittlere Geschwindigkeiten bei der Übertragung von Daten erreicht. Beim Datenempfang reicht der ermittelte Wert nur für den letzten Platz in unserem Testfeld aus.

Mit der App “GPS-Test” kann das Oppo Reno4 Pro seinen Standort im Freien auf bis zu vier Meter genau bestimmen. Während unserer obligatorischen Fahrradtour zeichnet das 5G-Smartphone die zurückgelegte Strecke etwas ungenauer auf als unser Referenzgerät Garmin Edge 500.

Telefonfunktionen und Sprachqualität – Gesprächsteilnehmer gut zu verstehen

Die Telefonie-App bietet den direkten Zugriff auf gespeicherte Favoriten. Über einen Button lässt sich zudem die Zifferntastatur einblenden und zwei weitere Tabs erlauben den Blick auf die Anrufliste und gespeicherte Kontakte. Im Gespräch biete das Reno4 Pro eine sehr hohe Lautstärke und überträgt Sprache klar sowie deutlich.

Kameras – Guter optischer Zoom

Oppo stattet das Reno4 Pro mit einer Dreifachkamera auf der Rückseite aus. Diese ermöglicht detaillierte Aufnahmen mit kräftigen Farben und gut voneinander abgegrenzten Inhalten. Die für Weitwinkelaufnahmen zuständige Linse nimmt Farben ebenfalls kräftig auf, zeigt aber etwas unscharfe Objektränder und weniger Details auf homogenen Oberflächen. Auch das Zoomobjektiv bringt eine leichte Unschärfe mit sich, kann aber ebenfalls mit guten Farben aufwarten. Unter schlechten Lichtbedingungen ist unser Testmotiv nur noch schemenhaft zu erkennen. Über einen Pro-Modus können Nutzer die Bildqualität in den Punkten ISO-Wert, Verschlusszeit, Weißabgleich und Helligkeit beeinflussen.

Die Frontkamera ermöglicht grundsätzlich gute Aufnahmen. Feine Strukturen und Details werden aber weniger gut voneinander abgegrenzt als dies bei der Hauptkamera der Fall ist. Ein Porträtmodus erlaubt die Anwendung von Verschönerungseffekten und sorgt für einen weichgezeichneten Hintergrund. Der Pro-Modus ist allerdings der Hauptkamera vorbehalten. Videoaufnahmen gelingen mit einer ähnlichen Qualität, wie sie unsere Testaufnahmen zeigen. Als mögliche Auflösungen stehen hierbei 720p und 1080p mit jeweils 30 oder 60 fps sowie 4K mit 30 fps zur Verfügung.

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.

Zubehör und Garantie – USB-Typ-C-Headset und Schutzhülle im Lieferumfang

Im Lieferumfang des Oppo Reno4 Pro befinden sich ein USB-Steckernetzteil mit passendem USB-Typ-C-Kabel, eine Schutzhülle aus Silikon, ein USB-Typ-C-Stereo-Headset sowie eine SIM-Needle. Der Hersteller bietet zudem allgemeines Zubehör, beispielsweise kabellose Headsets, auf der eigenen Webseite an.

Käufern gewährt Oppo einen Garantiezeitraum von 24 Monaten.

Eingabegeräte & Bedienung – Träger InScreen-Fingerprintsensor

Für die Eingabe von Texten setzt Oppo auf Googles GBoard. Der Touchscreen nimmt Eingaben dabei sehr präzise an und erlaubt auch ausgiebige Swipe-Bewegungen. Im Querformat wechselt die Tastatur in den nicht angedockten Modus.

Das Reno4 Pro besitzt außerdem einen InScreen-Fingerabdrucksensor, der in unserem Test aber eher unzuverlässig reagierte. Deutlich besser funktionierte die Gesichtserkennung, welche das Telefon zwar zuverlässig entsperrt, aber nicht direkt auf den Homescreen wechselt. Dadurch muss der Standby-Bildschirm vorher erst per Hand nach oben gewischt werden.

Display – Flüssiges Bild mit 90 Hz

Der Bildschirm des Oppo Reno4 Pro besteht aus einem 6,5 Zoll großen AMOLED-Panel und bietet eine Auflösung von 2.400 x 1.080 Bildpunkten. Die durchschnittliche Helligkeit liegt mit knapp 789 cd/m² an der Spitze unseres Testfeld und im APL50-Test werden noch höhere 1.034 cd/m² erreicht. Ohne aktivierten Umgebungslichtsensor sinkt die maximal einstellbare Leuchtkraft auf 485 cd/m². Die niedrigste einstellbare Helligkeit liegt bei 3,07 cd/m².

Während unserer Messungen flackerte der Bildschirm in einem Frequenzbereich zwischen 183,8 und 367,6 Hz.

Der Kontrast- und der Schwarzwert des verbauten AMOLED-Panels sind technologietypisch hervorragend. Bei der Farbdarstellung haben Nutzer zudem die Möglichkeit, im Einstellungsmenü verschiedenen Anpassungen vorzunehmen.

So lassen sich Bildinhalte beispielsweise wärmer oder kälter darstellen und mit den Profilen “Lebhaft” und “Mild” beeinflussen. Bei ersterem ist der Blauanteil etwas angehoben und das Bild wird stärker gesättigt, bei letzterem wirken Farben etwas blasser, es werden allerdings auch ausgeglichenere Farbanteile geboten.

Durch den hohen Helligkeitswert lässt sich das Reno4 Pro im Freien gut verwenden. Gelegentlich kommt es aber dennoch zu Spiegelungen und Reflexionen, die den Blick auf Bildinhalte stören.

Das AMOLED-Panel des Oppo-Smartphones ist sehr blickwinkelstabil. Nur aus sehr steilen Winkeln stellt sich ein leichter Grünstich ein.

Leistung – Solide Leistung im Schatten der Konkurrenz

Die Leistung des Oppo Reno4 Pro liegt auf dem zu erwartenden Niveau des verbauten Qualcomm Snapdragon 765G. Die Benchmarkergebnisse reichen meist nur für die vorletzten bzw. letzten Plätze in unserem Testfeld aus, wobei sich das Oppo-Smartphone je nach Disziplin mit dem ZTE Axon 11 5G mit der Platzierung abwechselt. Im Alltag läuft das System allerdings flüssig und Apps funktionieren reibungslos.

In den Browserbenchmarks erreicht das Reno4 Pro unterdurchschnittliche Ergebnisse und kann sich lediglich vor dem Vivo X50 Pro in unserem Testfeld platzieren. Aufgerufene Webseiten scrollen aber dennoch flüssig und Medieninhalte werde schnell geladen.

Der 256 GB fassende UFS-2.1-Speicher des Reno4 Pro bietet gute Schreib- und Leseraten, die im Mittelfeld der von uns gewählten Vergleichsgeräte liegen. Einen microSD-Kartenslot hat das Oppo-Smartphone nicht zu bieten.

Spiele – Liegt beim Spielen gut in der Hand

Aktuelle Spiele lassen sich mit dem Oppo Reno4 Pro auch auf höheren Grafikstufen flüssig ausführen. Das Smartphone liegt dabei angenehm in der Hand und die Steuerung ist über den glatten Touchscreen reibungslos möglich. Der Lagesensor reagiert in entsprechenden Titeln ebenfalls zuverlässig.

Emissionen – Mäßige Lautsprecher und niedrige Temperaturen

Temperatur

In unserem Test erwärmt sich die Oberfläche des Reno4 Pro auf bis zu 34,6 °C. Dabei fühlt sich das Oppo-Smartphone lediglich warm an und wird nie zu heiß, um beispielsweise in der Hand gehalten werden zu können.

Lautsprecher

Der Lautsprechers Reno4 Pro gibt Töne in Kombination mit dem Ohrhörer wieder. Die Lautstärke ist dabei relativ hoch und das Klangbild auf die höheren Töne ausgeprägt. Dadurch werden Sprachinhalte gut wiedergegeben, für Musik sollten aber externe Lautsprecher oder Kopfhörer bevorzugt werden.

Akkulaufzeit – Reno4 Pro zeigt gute Laufzeit

Energieaufnahme

Die Leistungsaufnahme des Reno4 Pro ist der verbauten Hardware angemessen. Im Vergleich mit der von uns gewählten Konkurrenz kann das Smartphone zudem als sparsam bezeichnet werden. Damit einher geht allerdings auch eine recht aggressive Voreinstellung im Bezug auf das Beenden von Anwendungen, die im Hintergrund laufen.

Das mitgelieferte USB-Steckernetzteil bietet eine Ausgangsleistung von bis zu 65 Watt und ist damit ausreichend hoch dimensioniert.

Akkulaufzeit

In unserem praxisnahen WLAN-Test erreicht das Oppo Reno4 Pro eine Laufzeit von fast 16 Stunden. Damit kommt es mit seinem 4.000 mAh starken Akku an die Leistung des OnePlus 8T heran, welches allerdings mit 4.500 mAh eine etwas größere Akkukapazität besitzt.

Das mitgelieferte Schnellladegerät kann den Akku des Reno4 Pro in etwas mehr als einer halben Stunde vollständig aufladen.

Fazit – Oppo Reno4 Pro reiht sich in das 5G-Segment ein

Das Oppo Reno4 Pro ist ein modernes und schlankes Smartphone. Die Kameraleistung ist gut und auch die Systemperformance lässt nichts zu wünschen übrig. Sehr positiv fällt die lange Laufzeit des Akkus auf. Selbiger lässt sich zudem in nur etwas mehr als einer halben Stunde vollständig aufladen. Bei der Datenübertragung punktet das Telefon zudem mit LTE und 5G, kann sich dafür aber im WLAN nicht von der Konkurrenz abheben. Der interne Speicher fällt mit 256 GB zudem recht groß aus, durch den Verzicht auf einen microSD-Kartenleser bietet sich Nutzern hier aber keine Erweiterungsmöglichkeit.

Oppo liefert mit dem Reno4 Pro ein gutes 5G-Smartphone ab, dessen Energiesparmanagement aber einige Eigenheiten mit sich bringt.

Ein weiterer Punkt, den es zu beachten gilt, ist das aggressive Energiesparmanagement. Anwendungen im Hintergrund werden standardmäßig beendet, was bei einigen Anwendungsfällen durchaus unerwünscht sein kann. In unserem Fall mussten wir lange herumprobieren, ehe eine App, die den Bildschirm dauerhaft aktiviert, zum Laufen gebracht werden konnte. Ähnliches ist beispielsweise auch bei GPS- oder Fitnesstracking-Anwendungen zu erwarten, wobei hier evtl. bereits das Deaktivieren der Energiespareinstellung für die jeweilige Anwendung ausreicht.

WhatsApp schafft Ruhe: Kleine Änderung sorgt für Begeisterung

Wer viel und gerne WhatsApp nutzt, möchte nicht unnötig gestört werden. Nun wurde eine Kleinigkeit bei dem Messenger verändert, die aber große Auswirkungen hat und demnach zurecht für Begeisterung sorgt.

WhatsApp: Chats lassen sich für immer stummschalten

Vor einigen Monaten ist ein Gerücht aufgetaucht, wonach WhatsApp eine Änderung bei den Benachrichtigungen von Chats plant. Genau diese Änderung wurde damals sehr herbeigesehnt und nun umgesetzt. In der neuesten Version von WhatsApp lässt sich nämlich jeder Chat für immer stummschalten. Bisher musste man einmal im Jahr einen Chat erneut zum Schweigen bringen, wenn man beispielsweise eine Gruppe nicht verlassen, sondern einfach nur zwischendurch reinschauen wollte, ohne Benachrichtigungen zu bekommen. Nach einer gewissen Zeit tauchten die Benachrichtigungen dann doch wieder auf und man musste sie erneut stummschalten. Das hat nun ein Ende.

Ab sofort kann man beim Stummschalten von Benachrichtigungen in Chats nicht mehr zwischen 8 Stunden, einem Tag und einem Jahr wählen, sondern auch für „Immer“. Damit bleibt der Chat dauerhaft stumm und schickt gar keine Benachrichtigungen mehr. Das wurde schon lange gefordert und wird nun umgesetzt. Ihr könnt zukünftig also beispielsweise in Gruppenchats reinschauen, ohne Benachrichtigungen zu erhalten, wenn ihr das nicht wollt.

Was plant WhatsApp sonst noch?

Eine weitere Funktion für WhatsApp, die sich viele Nutzer wünschen, soll auch kommen. Bald wird man sich per Gesichtserkennung anmelden können. Bisher kann man zumindest bei Android-Handys die Anmeldung mit dem Fingerabdruck aktivieren. An neuen iPhones gibt es das aber nicht, sodass dort die Gesichtserkennung sehnsüchtig erwartet wird. Wann sie genau kommt, steht aber noch in den Sternen. GIGA wird euch informieren, wenn diese neue Funktion startet. Wir freuen uns jetzt erst einmal darüber, dass man Chats für immer stummschalten kann.

Windows Neu-Installation endlich überflüssig: WinToHDD klont Ihr Betriebssystem

Wer mit seinem PC auf eine neue Festplatte oder SSD umsteigen will, kann Windows entweder komplett neu aufsetzen oder einfach klonen. Die zweite Variante ist deutlich einfacher – vor allem mit einem praktischen Gratis-Helfer wie WinToHDD.

Wer jemals die Festplatte seines PCs gewechselt hat, der weiß, wie langwierig so ein Umzug sein kann. Denn für gewöhnlich sieht der Prozess so aus: Backup der wichtigen Nutzerdateien anlegen, System mit neuer Festplatte/SSD neu aufsetzen und dann die gesicherten Daten wieder einspielen. Der Grund: So startet man mit einem frischen System ohne Altlasten. Es gibt aber auch eine Abkürzung: Das Klonen der aktuellen Installation. WinToHDD ist ein kleines Tool, das Ihnen dabei hilft.

Das ist jetzt in Version 4.8 erschienen – das Update liefert die Unterstützung für das neue Windows 10 20H2. Darüber hinaus haben die Entwickler ein paar Bugfixes mitgeliefert. Den kompletten Changelog finden Sie auf der offiziellen Herstellerseite.

WinToHDD: Windows-Kopie anfertigen

WinToHDD funktioniert schon ab Windows Vista und erledigt seinen Job zuverlässig. Trotzdem sollten Sie niemals auf Backups verzichten, denn auch das Klonen kann grundsätzlich schief gehen. Am einfachsten hängen Sie die neue Festplatte oder SSD per USB-Gehäuse an Ihr aktuelles System oder bauen sie als zusätzliches Laufwerk ins Gehäuse ein, wenn Sie noch Platz haben.

Starten Sie WinToHDD und klicken dann auf “System klonen”. WinToHDD zeigt Ihnen dann einen Überblick über Ihr System an, also welche Windows-Version Sie haben, Infos über System- und Boot-Partitionen sowie den BIOS-Modus. Jetzt müssen Sie nur noch das Ziel für die Windows-Kopie wählen. WinToHDD bietet keinen zusätzlichen Schnick-Schnack, kann zum Beispiel den Klon nicht verkleinern, im Gegenteil. Die neue Festplatte bzw. SSD muss rund 20 Prozent mehr Platz bieten als die vorhandene. Im Tool können Sie System- und Bootpartition trennen oder beides auf eine Partition legen. Eine Zusatzoption erlaubt eine sektor-basierte Festplattenkopie.

Windows im laufenden Betrieb klonen

Dann klicken Sie “Weiter” und bestätigen die Warnmeldung mit “Ja”. Nach ein paar Minuten kommt noch einmal eine Warnmeldung, die ankündigt, dass die neue Festplatte/SSD jetzt komplett überbügelt wird. Ein Klick auf “Ja” lässt WinToHDD das System klonen. Damit das klappt, war lange Zeit ein Reboot fällig; seit Version 3 ist das nicht mehr nötig. Eine Prozentanzeige gibt Hinweise auf die Klon-Dauer, die je nach Größe der Installation stark variiert. Zum Schluss müssen Sie nur noch die Boot-Reihenfolge im BIOS ändern und können dann die geklonte Festplatte/SSD testen.

Windows neu installieren ohne DVD oder USB-Stick

WinToHDD hat auch noch andere Funktionen parat, die in manchen Situationen nützlich sind. So kann man mit der Software Windows ohne DVD oder USB-Stick neu installieren, entweder um eine bestehende Installation zu ersetzen oder um eine zweite Installation aufzusetzen.

Einzig ein Image der entsprechenden Windows-Version ist dafür nötig. Unterstützt werden dabei verschiedene Formate, etwa klassische ISO-Dateien, aber auch ESD oder WIM. Aktuelle Windows-Images können Sie sich zum Beispiel mit dem Microsoft Windows ISO Downloader gratis und legal direkt von Microsoft laden.

Oneplus bringt neue Mittelklasse-Smartphones ab 200 Euro

Das Oneplus Nord N10 5G und N100 verwenden Qualcomm-SoCs der Mittelklasse, große Akkus und Mehrfachkamerasysteme. Besonders das N10 mit seiner 5G-Unterstützung klingt interessant.

Mit dem Nord N10 5G und Nord N100 hat Oneplus sein Portfolio an preiswerteren Smartphones erweitert. Beide Geräte richten sich noch stärker als das ursprüngliche Oneplus Nord an Nutzer, die nicht allzu viel Geld für ein Smartphone ausgeben wollen – ein Markt, den Oneplus bis zum Start der Nord-Reihe weitgehend vernachlässigt hatte.

Das Nord N10 5G ist von beiden neuen Modellen das besser ausgestattete: Es hat einen 6,49 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixeln, der eine Bildrate von 90 Hz für eine flüssige Darstellung unterstützt. Im Inneren des Smartphones steckt Qualcomms Snapdragon 690, das Nord N10 unterstützt 5G.

Der Arbeitsspeicher ist 6 GByte groß, der eingebaute Flash-Speicher 128 GByte. Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist eingebaut. Auf der Rückseite hat das Nord N10 5G eine Vierfachkamera, die aus einer Weitwinkelkamera mit 64 Megapixeln, einer Superweitwinkelkamera mit 8 Megapixeln, einer Makrokamera mit 2 Megapixeln und einem Monochrom-Sensor besteht. Der Akku hat eine Nennladung von 4.300 mAh und lässt sich mit einem 30-Watt-Netzteil schnellladen.

Nord N100 ohne hohe Bildrate

Das Nord N100 hat ein 6,52 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1.600 x 720 Pixeln. Eine höhere Bildrate als 60 Hz wird nicht unterstützt. Im Inneren steckt Qualcomms Snapdragon 460, ein SoC aus dem unteren Mittelklassebereich. Der Arbeitsspeicher ist 4 GByte groß, der Flash-Speicher 64 GByte. Auch das Nord N100 hat einen Speicherkartensteckplatz.

Auf der Rückseite ist eine Dreifachkamera eingebaut, deren Hauptkamera 13 Megapixel hat. Dazu gibt es eine Makrokamera mit 2 Megapixeln und einen Tiefensensor. Der Akku hat eine Nennladung von 5.000 mAh und lässt sich mit 18 Watt laden.

Beide neuen Nord-Modelle werden mit dem auf Android 10 basierenden Oxygen OS 10.5 ausgeliefert. Das Oneplus Nord N10 5G kostet 350 Euro, das Nord N100 ist für 200 Euro zu haben.