Xiaomi in Europa: Die Smartphones im Überblick

Xiaomi baut hochwertige Smartphones, die seit ein paar Jahren auch den deutschen Markt erobern. Lesen Sie hier alles über die außergewöhnliche Marke und ihre Produktlinien.

Bildershow: Alle Xiaomi-Modelle im Überblick >>

Die bei uns im Handel verfügbaren Smartphones aus dem Hause Xiaomi sind in der Regel Vertreter der Linien Mi oder Redmi. Ebenfalls vom chinesischen Hightech-Unternehmen Xiaomi Inc. kommen die leistungsstarken Gaming-Smartphones unter dem Produktseriennamen: Black Shark. Im Schatten der hochpreisigen Smartphones stand früher die Untermarke Poco. Bis das Pocophone F1 die Konkurrenz, die mit einem ähnlichen Preis ins Rennen gegangen war, bei den Benchmarks locker abhängte.

Die einzelnen Xiaomi-Modelle im Überblick:
Das Xiaomi Mi 11

Das Highend-Smartphone Mi 11 überzeugt schon mit dem ersten Blick auf sein Display durch die Auflösung, Helligkeit, Kontrast und Farbbrillanz. Hier machen sich der 120-Hz-AMOLED-Bildschirm mit WQHD+-Auflösung bezahlt. Die Kamera wird höchsten Ansprüchen gerecht und mit dem Qualkomm Snapdragon 888 wurde der aktuell schnellste Chipsatz im Mi 11 verbaut.

Ein paar störende Punkte müssen wir doch erwähnen: Das Mi 11 Smartphone besitzt weder eine Telekamera, noch eine IP-Zertifizierung. Und auch die MIUI-Software kann sich noch immer nicht mit den Leistungen vergleichen, die ihre Rivalen aus anderen Unternehmen erreichen.

Das Xiaomi Mi 11 Ultra

Bei dem Mi 11 Ultra handelt es sich um ein absolutes Spitzenmodell aus dem Hause Xiaomi. Tests von unabhängigen Laboren bescheinigten dem Mi 11 Ultra einen Platz ganz oben im Ranking der aktuellen Handys. Das schicke Display, die hochkarätige Kamera und die inneren Werte, die sich am oberen Ende der Hightech-Ausstattungen bewegen, machen dieses Smartphone zu einem Elite-Gerät.

Nur das vierseitig abgerundete Display und das etwas klotzige Kameraelement trüben die Freude über das Ultra aus der Xiaomi Mi 11 Serie leicht. Es ist außerdem ein Smartphone für Verbraucher, die über ein ausreichendes Budget für technische Anschaffungen verfügen.

Das Xiaomi Mi 11 Lite 4G

Ein starkes Display (AMOLED-Panel), großer Speicher und Arbeitsspeicher eingebettet in ein trendiges und dünnes (gerade mal 6,8 Millimeter!) Design – damit überzeugt das Mi 11 Lite 4G auf den ersten Blick. Ein hohes Maß an intuitiver Bedienerfreundlichkeit runden unser durchweg positives Bild dieses Smartphones aus dem Reich der Mitte ab.

Das Xiaomi Mi 11 Lite 5G

5G ist die neue Generation der ambitionierten Netzarchitektur, mit der dieses Smartphone aus dem Mittelklasse-Bereich punktet. Es hebt sich zusätzlich durch seinen extrem leistungsstarken Snapdragon 780G-Prozessor von der Konkurrenz im Mittelfeld deutlich ab. Das Design lässt ein Flaggschiff-Smartphone vermuten, dabei ist die Relation zwischen Leistung und Preis geradezu unfassbar gut. Falls Sie ein sehr schlankes Smartphone aus einer aktuellen Serie mit richtig viel Power suchen, dann ist das Mi 11 Lite 5G das perfekte Mobilgerät für Sie.

Das Xiaomi Mi 10T Pro

Das 10T Pro aus der Mi-Serie rangiert knapp unter den Flaggschiffen aus dem Hause Xiaomi. Es bringt fast alle Voraussetzungen für die erste Klasse mit. Da wäre zum einen der zu Höchstleistungen fähige Prozessor, hier wurde ein Snapdragon 865 verbaut. Außerdem unterstützt das Mi 10T Pro 5G, und es besitzt eine Kamera mit 108 MP und strahlt farbig leuchtend mit einem 144-HZ-Display.

Bei so einem hohen Grad an Hightech-Komponenten zu einem niedrigen Preis muss der Kunde an anderer Stelle ein paar Abstriche machen. Dem 10T Pro aus der Mi-Serie wurde von Xiaomi kein OLED-Panel gegönnt und auch die Option zum kabellosen Laden des Akkus sucht man vergeblich.

Das Xiaomi Mi Mix 3 5G

Es ist eines der Slider-Smartphones, also ein Handy mit Tastatur UND Voll-Display. Es ist nicht das neueste Modell, aber trumpft mit der Unterstützung von 5G auf. Wir vermissen aber die goldene (18 Karat-)Umrandung der Kamera, die beim Vorgängermodell so hübsch glänzte.

Das Xiaomi Redmi Note 9

Ein Budget-Handy mit einem riesigen Akku und einer Kamera mit Quad-Linsen. An das Redmi Note 9 kommt das Redmi Note 9 allerdings nicht heran. Wenn Sie also überlegen, beim Kauf etwas mehr zu investieren, dann empfehlen wir das Poco X3 oder das Redmi Note 9.

Das Xiaomi Redmi Note 9T

Dieses Modell ist ein sehr leistungsstarkes 5G-Smartphone für sehr wenig Geld. Auch die Akkulaufzeit ist mehr als alltagstauglich und das Display zeigt Farben und Bilder voller Brillanz und scharfen Kontrasten.

Eher kritisch sehen wir die Bildfrequenz von gerade mal 60 HZ. Der Fingerabdrucksensor glänzt so gar nicht mit einer präzisen Arbeitsweise. Und auch die Kamera schwächelt im Zoom-Modus gewaltig. Wenn Sie diese negativen Details als nicht so ausschlaggebend für Ihre Kaufentscheidung bewerten, dann können wir Ihnen das Xiaomi Redmi Note 9T als starkes, aber preiswertes 5G-Handy empfehlen.

Das Xiaomi Redmi Note 10S

Fans bezeichnen das Redmi Note 10S als preisbewusstes Akkuwunder. Das Modell schließt mit seinen Spezifikationen und Stärken die Lücke zwischen dem Redmi Note 10 und dem Redmi Note 10 Pro. Für den kleinen Preis bekommt der Käufer sogar einen OLED-Bildschirm mit Top-Farbwiedergabe. Um das Thema Farbe noch kurz zu vertiefen: Die brandneue blaue Farbe des Handys wertet das Design auf und macht einfach gute Laune beim Betrachten.

Das Xiaomi Redmi Note 10 Pro

Das Redmi Note 10 Pro bietet hohe Qualität für den preissensitiven Einstiegsbereich. Allein der Screen mit 120 Hz-AMOLED ist mehr als genial. Um beim Thema Bild zu bleiben: Im Gerät verbaut ist eine 108 Megapixel-Ultraweitwinkelkamera. Dank dem Snapdragon 732G-Prozessor ist die Performance mehr als ordentlich, auch die Laufzeit des Akku bewegt sich im guten Bereich. Sehr schade finden wir in diesem überzeugenden Gesamtpaket die nicht vorhandene Kompatibilität mit 5G.

Das Xiaomi Poco X3 Pro

Mit diesem Modell erwirbt der Käufer ein Smartphone mit einem geradezu genialen Preis-Leistung-Verhältnis. Gamer mit kleinem Budget oder User mit großen Ansprüchen an die Performance sollten sich das Poco X3 Pro genauer ansehen. Der günstige Preis macht sich nur beim Gewicht und der Kameraleistung bemerkbar.

Das Xiaomi Poco M3 Pro 5G

Bei diesem Modell steht und fällt alles mit der Software. Man muss die MIUI-Software mögen, dann macht der Kauf Sinn. Für einen kleinen Preis erhält der User ein sehr gut ausgerüstetes Smartphone. Die Highlights bei der Hardware sind der leistungsstarke Akku, das Display mit 1080p und einer 90Hz-Bildwiederholfrequenz sowie einer Kamera mit 48 MP.

Das Xiaomi Poco X3 NFC

Es ist eines der herausragenden Handys aus der Sparte Budget des Jahres 2020. für nicht ganz 200 Euro bekommt der Käufer eine hochwertige Ausstattung. Dazu zählen der leistungsstarke Akku, ein trendiges Design-Display und eine hochwertige Kamera. Einzige Kritikpunkte sind der große Akku (so viel Power braucht manchmal viel Platz.) und das Design im Ganzen, welches durchaus einmal überarbeitet werden könnte.

Das Xiaomi Poco F3

Verbaut wurde im Poco F3 ein Qualcomm Snapdragon 870-Chip. So viel Power unter der Hülle sorgt für eine sehr gute Performance. Der Chip ist nicht nur ein Hochleistungsarbeiter, er ist auch kompatibel mit dem 5G Standard.

Eine Augenfreude ist das Display mit OLED und 120 HZ. Bei einer derart hohen Bildwiederholfrequenz steht dem Sieg des Gamers nicht viel im Wege. Die dunkle Seite der tollen und flüssigen Bilder liegt bei der Laufzeit des Akkus, die doch einiges zu wünschen übrig lässt. Der Akku des Poco F3 ist nicht vergleichbar mit dem Akku des Poco X3. Doch wer beim Gamen und Surfen nicht allzu fokussiert ist auf die Akkulaufzeit, der erhält mit dem Poco F3 ein empfehlenswertes Smartphone im Mittelklasse-Bereich.

Die Mi- und Redmi-Linie
Bis vor einiger Zeit stand die Mi-Linie noch für Exklusivität auf Flaggschiff-Ebene. Smartphones aus der Redmi-Linie waren stets die preiswerteren Modelle mit einer zurückhaltenderen Ausstattung. Diese klare Rollenverteilung hat Xiaomi inzwischen aufgegeben.

So punkten einige der Redmi-Modelle mit erstaunlichen Qualitätsmerkmalen, die sonst nur in der Mi-Serie zu finden waren. Dieser Trend zur Überschneidung setzt sich ebenso in der aktuellen Mi-Serie fort.

Das Mi 11 Lite ist dort als Vertreter eines Modells auf der Ebene der Mittelklasse zu finden. Ebenso das Mi 11 Lite 5G, welches eigentlich auch eher ein typisches Budget-Smartphone ist.

In der ersten Reihe in Sachen Performance und Kamera-Ausstattung stehen aber nach wie vor die Modelle aus der Mi-Serie. Die Redmi-Modelle sind weiterhin die beste Wahl für die Gruppe der preisbewussten Käufer.

Tipps für den Kauf eines Xiaomi Smartphones aus Asien:
Tipp Nummer 1: Geben Sie immer den neuesten Modellen den Vorzug bei Ihrer Kaufentscheidung. Denn damit sind Sie auf der sicheren Seite in den Bereichen Kompatibilität mit unseren europäischen Standards und Diensten. Zudem bekommen Sie mit einem aktuellen Modell die neuesten Software-Versionen und weiteren technischen Neuentwicklungen.

Tipp Nummer 2: Beachten Sie beim Kauf grundsätzlich, dass in China Ihre Rechte als Käufer und Nutzer nicht identisch sind mit unseren europäischen Standards und Gesetzen.

Tipp Nummer 3: Es liegt auf der Hand, dass die Lieferzeit länger sein wird. Orientieren Sie sich am besten in Richtung der kostenfrei angebotenen Versandoptionen und den Möglichkeiten zum Schnellversand.

Tipp Nummer 4: Nur mit dem Kauf eines “Global Rom-Modell” sind ist Ihnen eine Bedieneroberfläche in deutscher Sprache und sämtliche Dienste von Google sicher.

Kleiner Guide durch den Dschungel der Xiaomi Produkt- und Seriennamen
In Zukunft wird der Name: “Mi” ersetzt werden durch “Xiaomi”.

Die Mi 11-Serie besteht aus dem Mi 11, Mi 11 Pro, Mi 11 Ultra, Mi 11 Lite 5G und dem Mi 11i.

Die Mi 10-Serie beinhaltet das Mi 10, Mi 10 Pro, Mi 10 Lite, Mi 10T, Mi 10T Pro, Mi 10T Lite, Mi Note 10 Lite und das Mi Note 10.

Neu auf den Markt kamen im Jahr 2021 zwei Smartphones aus der Mi Mix-Serie. Dabei handelt es sich um das Mi Mix Fold und das Mi Mix 4. Die Mix-Serie steht für eine Kombination aus exklusivem Design mit den neuesten Komponenten aus dem Hightech-Bereich.

Der Namen-Dschungel verdichtet sich weiter bei der Redmi-Reihe. Hier können sie davon ausgehen, dass die Smartphones ohne den Beinamen: “Note” die preiswertesten und kleinsten Modelle aus der kompletten Produktserie von Xiaomi sind.

Die Modelle mit dem Zusatz: “Note” weisen in aller Regel ein größeres Display auf.

Zu der aktuellen Serie der Redmi 10 Modelle gehören das Redmi Note 10S, das Redmi Note 10 Pro und das superschnelle Redmi Note 10 5G.

Die neuesten Modelle, außerhalb der Note-Serien gehören zur Redmi 9-Familie. Am wenigsten kostet das Redmi 9A. Nicht viel mehr muss der Käufer für das Redmi 9 oder das Redmi 9C auf den Tisch legen.

Ganz anders ist es bei den Modellen aus der Redmi Note-Serie: Hier ist das Redmi Note 9 das Basismodell, nach diesem Einsteigersmartphone folgen das Redmi Note 9S, das Redmi Note 9T und schließlich das letzte in der Hierarchie ist das Redmi Note 9 Pro.

Speicherplatz aus China
Einige Modelle aus dem Hause Xiaomi sind recht sparsam ausgerüstet, was den Speicher betrifft.

Bei den preiswerteren Handys finden sich Modelle, die nur über 2 GB oder 3 GB RAM verfügen. Wenn Ihr verfügbares Budget es zulässt, raten wir zum Kauf eines Smartphones, welches immerhin 4 GB RAM und einen Speicherplatz von mindestens 64 GB bietet.

EU-Länder einigen sich auf Vorgaben für Internet-Riesen

Die europäischen Länder wollen künftig einheitlich gegen unfaire Handelspraktiken großer Tech-Konzerne vorgehen. Letzte Uneinigkeiten sind offenbar ausgeräumt.

Brüssel (dpa) – Um die Marktmacht einiger Tech-Giganten wie Google und Facebook einzuhegen, haben sich die EU-Staaten auf eine gemeinsame Linie verständigt.

Die ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten stimmten einem entsprechenden Kompromiss am Mittwoch einstimmig zu, wie die slowenische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. Das Gesetz über digitale Dienste (Digital Markets Act, DMA) solle sicherstellen, dass sich jene Unternehmen, die als Torwächter (Gatekeeper) definiert werden, fair verhalten.

Formell wollen die EU-Staaten ihre Position am 25. November bestätigen. Auch das Europaparlament will sich noch bis Ende des Jahres auf eine Linie festlegen. Doch war zuletzt noch unklar, ob das Parlament weitere Aspekte wie das Zusammenspiel verschiedener Dienste – beispielsweise Whatsapp mit anderen Messengern – oder den Umgang mit zielgruppengenauer Werbung in den DMA aufnimmt. Anfang kommenden Jahres könnten dann die Verhandlungen zwischen dem Rat der EU-Staaten und dem Europaparlament beginnen. Der Kompromisstext der EU-Staaten liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Die EU-Kommission hatte Ende 2020 ein großes Digitalpaket aus DMA und dem Gesetz für digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) vorgeschlagen. Der DSA beschäftigt sich eher mit gesellschaftlichen Fragen wie illegalen Inhalten und Empfehlungsalgorithmen, der DMA mit wettbewerbsrechtlichen Aspekten.

Den großen Tech-Unternehmen drohen dann Strafen, die in die Milliarden gehen können. Beim DMA orientieren sich die EU-Staaten am Vorschlag der EU-Kommission, wonach es bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes sein sollen. Um als Gatekeeper behandelt zu werden, müssen die Plattformen unter anderem mehr als 45 Millionen Nutzer in der EU haben. Sie müssten dann bestimmte Anforderungen erfüllen.

Twitter weitet Abo-Angebot auf USA und Neuseeland aus

Der Kurznachrichtendienst verdient sein Geld hauptsächlich mit Werbung. Doch es gibt schon ein Bezahlangebot. Das soll nun auch auf dem wichtigen US-Markt verfügbar sein.

San Francisco (dpa) – Twitter dehnt sein Abo-Angebot auf die USA und Neuseeland aus. Der Service “Twitter Blue” wird in den USA knapp drei Dollar im Monat kosten, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Zuvor hatte Twitter den Bezahldienst in Australien und Kanada getestet. Anwenderinnen und Anwender, die das Abo abgeschlossen haben, können unter anderem 30 Sekunden lang fertige Tweets noch verändern. Außerdem können sie gespeicherte Tweets in “Bookmark”-Ordnern besser organisieren und bekommen eine eigene Kundenbetreuung. Sie können zusätzlich miteinander verknüpfte Tweets (“Threads”) in einer besser lesbaren Form darstellen lassen.

Ob und wann das Abo auch in Europa angeboten wird, teilte Twitter auf Nachfrage nicht mit. “Wir haben hier nichts anzukündigen”, sagte eine Twitter-Sprecherin.

Twitter verdient sein Geld bisher mit Werbung. Das bedeutet in der Praxis, dass Werbekunden ihre Tweets als Anzeigen in die Timelines der Nutzer bringen können. “Twitter Blue” soll zusätzliche Einnahmequellen erschließen. Zum ökonomischen Erfolg des Testlaufs in Australien und Kanada wollte Twitter keine Angaben machen.

Mit der neuen Redigier-Funktion erfüllt Twitter nicht den Wunsch vieler Nutzer nach der Möglichkeit, die Beiträge nachträglich verändern zu können. Vielmehr kann man die Veröffentlichung der Tweets um bis zu 30 Sekunden hinauszögern – und sie in dieser Zeit noch anpassen, falls man spontan Änderungsbedarf sieht. Für Abo-Kunden gibt es außerdem auch ästhetische Neuerungen wie die Möglichkeit, das Symbol der Twitter-App und das Farbdesign in der Anwendung anzupassen.

Von den zuletzt 211 Millionen täglichen Nutzern, die Twitter mit Werbeanzeigen erreichen kann, kommen 37 Millionen aus den USA. Im Heimatmarkt erwirtschaftete der Kurznachrichtendienst aber rund 58 Prozent seiner Umsätze.

Facebook-Whistleblowerin setzt auf EU-Pläne

Bekannt wurde Frances Haugen durch ihre Enthüllungen um Facebook. Nun setzt die Whistleblowerin auf ein neues Regelwerk in Europa für Online-Konzerne. Diese Chance gebe es pro Generation nur ein Mal.

Brüssel (dpa) – Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen setzt große Hoffnungen in die europäischen Pläne, neue Regeln für Online-Konzerne zu entwickeln.

Das Gesetz für digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) habe das Potenzial, global Maßstäbe zu setzen, sagte Haugen am Montag bei einer Anhörung im Europaparlament in Brüssel.

Es könne andere Länder – auch die USA – dazu bewegen, neue Regeln einzuführen, betonte sie. “Aber das Gesetz muss stark formuliert sein und konsequent umgesetzt werden. Ansonsten werden wir die Gelegenheit verpassen, die Zukunft von Technologie und Demokratie in Einklang zu bringen.” Solche Chancen gebe es nur ein Mal pro Generation. Die EU könne Regeln etablieren, die Risiken durch Online-Plattformen eindämmen und zugleich die Redefreiheit schützen. “Sie können der Welt zeigen, wie Transparenz und Aufsicht funktionieren müssen.”

Die frühere Facebook-Mitarbeiterin Haugen hat eine große Sammlung interner Unterlagen heruntergeladen und dem US-Kongress, Behörden sowie ausgewählten Medien zur Verfügung gestellt. Die Informationen belegen ihr zufolge, dass der Konzern Profite über das Wohl seiner Nutzer stellt. So seien interne Hinweise auf für Nutzer schädliche Entwicklungen ignoriert worden. Facebook weist die Vorwürfe zurück.

Zur Brüsseler Anhörung betonte das Unternehmen in einem Blogeintrag unter anderem, aktuelle Entwicklungen stützten nicht die These, dass Facebook und andere soziale Medien der Grund für die Polarisierung der Gesellschaft seien. So hätten bei Wahlen in den Niederlanden und Deutschland Parteien der demokratischen Mitte zugelegt und “die Unterstützung für stärker spaltende Parteien stagnierte oder ging zurück” – während in diesen Ländern Facebook breit genutzt werde.

Die Säulen der EU-Pläne sind die Gesetzesvorhaben Digital Markets Act (DMA) und der Digital Services Act (DSA). Das Gesetz für digitale Märkte (DMA) befasst sich mit den wettbewerbsrechtlichen Aspekten. Das DSA geht gesellschaftliche Fragen an. Bevor die Vorschläge der EU-Kommission umgesetzt werden, müssen EU-Staaten und Europaparlament sich noch auf eine Linie verständigen.

6G: alles zum 5G-Nachfolger

5G kommt gerade aus den Startlöchern, doch die Forschung ruht natürlich nicht. Wir zeigen Ihnen, was Sie vom 6G-Standard als Nachfolger zu erwarten haben.

Erste technische Details
Die Netzabdeckung von 5G ist zwar bereits auf einem akzeptablen Niveau angekommen, doch schneller und besser geht es immer – zum Beispiel mit 6G.

Anvisiert werden Geschwindigkeiten zwischen 400 Gbit/s und 1 Tbit/s, was insgesamt 125 Gbyte/s Übertragungsgeschwindigkeit bedeuten würde. Bei 5G hingegen ist schon bei 10 Gbit/s Schluss, in der Praxis werden bislang nur Tarife mit bis zu 1 Gbit/s angeboten – ein Tausendstel von dem, was 6G theoretisch erreichen wird. Neben der Geschwindigkeit steht außerdem eine deutliche Verbesserung der Latenz im Raum, was für bestimmte Einsatzgebiete entscheidend sein kann. In absehbarer Zeit wird die Datenkommunikation dann in – für menschliche Maßstäbe – Echtzeit ablaufen.

Erfolge und Möglichkeiten
LG Electronics und das Fraunhofer Institut haben im August diesen Jahres Daten in einem Frequenzbereich zwischen 125 und 175 GHz stabil übertragen können. Auch im Terahertz-Bereich war man bereits unterwegs, wofür die Leistung durch einen Verstärker stark angehoben werden musste. Dies wiederum stellt ein großes technisches Problem dar. Daten konnten letztendlich mit der niedrigeren Frequenz über eine Entfernung von etwa einhundert Metern gesendet und empfangen werden – ohne Hindernisse selbstverständlich, also nicht so, wie es in der Realität einmal aussehen wird. Bislang funktioniert dies alles nur im Labor, bis zur Massentauglichkeit ist es noch ein weiter Weg.

Die sehr hohen Datenraten und die niedrige Latenz werden nicht entwickelt, damit YouTube-Videos noch schneller streamen und noch höher auflösen. Stattdessen haben die Forscher ganz neue Einsatzzwecke im Blick. Beispielsweise werden zahlreiche neue Anwendungen aus den Bereichen Virtual und Augmented Reality entstehen können. Die dafür notwendigen Datenraten kann 5G nicht bereitstellen.

Niedrige Latenzen könnten dazu führen, dass Ärzte Operationen aus der Ferne durchführen könnten, da Maschinen vor Ort in Echtzeit reagieren. Virtuelle Gesprächspartner könnten via Hologramm in einen Raum projiziert werden, was Reisen überflüssig macht. 6G wird allerdings nicht überall diese gewaltige Leistung bereitstellen: Stattdessen orientiert sich die Technik an dem, was der Kunde gerade verlangt. Ein YouTube-Video in 1080p muss sicherlich nicht mit 1 Tbit/s gestreamt werden. Netzwerke mit einer kurzen Reichweite und moderater Geschwindigkeit werden daher die Regel sein – aber Nutzer können dies bei Bedarf skalieren.

Entwicklung und Zukunft
2019 fand der erste Gipfel namens 6G Wireless Summit statt. Damals hatte Nokia zusammen mit 21 anderen Unternehmen ein Entwicklungsprojekt namens Hexa-X gestartet. Mit an Bord waren Ericsson, Siemens, Intel, Apple, Orange und weitere Dienstleister und Unternehmen. Huawei fehlte aus politischen Gründen, aber an der Entwicklung von 6G wird auch dort geforscht.

6G: alles zum 5G-Nachfolger

5G kommt gerade aus den Startlöchern, doch die Forschung ruht natürlich nicht. Wir zeigen Ihnen, was Sie vom 6G-Standard als Nachfolger zu erwarten haben.

Erste technische Details
Die Netzabdeckung von 5G ist zwar bereits auf einem akzeptablen Niveau angekommen, doch schneller und besser geht es immer – zum Beispiel mit 6G.

Anvisiert werden Geschwindigkeiten zwischen 400 Gbit/s und 1 Tbit/s, was insgesamt 125 Gbyte/s Übertragungsgeschwindigkeit bedeuten würde. Bei 5G hingegen ist schon bei 10 Gbit/s Schluss, in der Praxis werden bislang nur Tarife mit bis zu 1 Gbit/s angeboten – ein Tausendstel von dem, was 6G theoretisch erreichen wird. Neben der Geschwindigkeit steht außerdem eine deutliche Verbesserung der Latenz im Raum, was für bestimmte Einsatzgebiete entscheidend sein kann. In absehbarer Zeit wird die Datenkommunikation dann in – für menschliche Maßstäbe – Echtzeit ablaufen.

Erfolge und Möglichkeiten
LG Electronics und das Fraunhofer Institut haben im August diesen Jahres Daten in einem Frequenzbereich zwischen 125 und 175 GHz stabil übertragen können. Auch im Terahertz-Bereich war man bereits unterwegs, wofür die Leistung durch einen Verstärker stark angehoben werden musste. Dies wiederum stellt ein großes technisches Problem dar. Daten konnten letztendlich mit der niedrigeren Frequenz über eine Entfernung von etwa einhundert Metern gesendet und empfangen werden – ohne Hindernisse selbstverständlich, also nicht so, wie es in der Realität einmal aussehen wird. Bislang funktioniert dies alles nur im Labor, bis zur Massentauglichkeit ist es noch ein weiter Weg.

Die sehr hohen Datenraten und die niedrige Latenz werden nicht entwickelt, damit YouTube-Videos noch schneller streamen und noch höher auflösen. Stattdessen haben die Forscher ganz neue Einsatzzwecke im Blick. Beispielsweise werden zahlreiche neue Anwendungen aus den Bereichen Virtual und Augmented Reality entstehen können. Die dafür notwendigen Datenraten kann 5G nicht bereitstellen.

Niedrige Latenzen könnten dazu führen, dass Ärzte Operationen aus der Ferne durchführen könnten, da Maschinen vor Ort in Echtzeit reagieren. Virtuelle Gesprächspartner könnten via Hologramm in einen Raum projiziert werden, was Reisen überflüssig macht. 6G wird allerdings nicht überall diese gewaltige Leistung bereitstellen: Stattdessen orientiert sich die Technik an dem, was der Kunde gerade verlangt. Ein YouTube-Video in 1080p muss sicherlich nicht mit 1 Tbit/s gestreamt werden. Netzwerke mit einer kurzen Reichweite und moderater Geschwindigkeit werden daher die Regel sein – aber Nutzer können dies bei Bedarf skalieren.

Entwicklung und Zukunft
2019 fand der erste Gipfel namens 6G Wireless Summit statt. Damals hatte Nokia zusammen mit 21 anderen Unternehmen ein Entwicklungsprojekt namens Hexa-X gestartet. Mit an Bord waren Ericsson, Siemens, Intel, Apple, Orange und weitere Dienstleister und Unternehmen. Huawei fehlte aus politischen Gründen, aber an der Entwicklung von 6G wird auch dort geforscht.

Der Standard hinter 6G soll bis 2025 fertiggestellt sein. Dafür zuständig ist die Arbeitsgruppe Next G Alliance. Bis zur Markteinführung, die 2030 erwartet wird, werden dann noch viele Probleme zu lösen sein. Bislang ist die Reichweite von 6G gering, was es für Netzwerkbetreiber schwierig macht und regulatorische Vorgaben erschwert. Außerdem wird noch zu viel Energie verbraucht, was dann zwangsweise mit einer zu hohen Hitzeentwicklung einhergeht. All das sind jedoch Kinderkrankheiten, die bis 2030 gelöst sein sollten.

Was aus 6G dann genau wird, muss sich zeigen. Huawei könnte zuerst einen Zwischenschritt gehen, der vorläufig 5.5G genannt wird. Ein neues Whitepaper zum Thema 6G soll Klarheit in die Sache bringen. Einen Testsatelliten hat China schon seit November 2020 im Orbit, wo diverse 6G-Technik getestet werden soll. Immerhin: Im April 2021 wurde auch hierzulande eine Forschungsinitiative auf den Weg gebracht. Daraus geht hervor, dass über die nächsten vier Jahre insgesamt 700 Millionen Euro in die Forschung an 6G gesteckt werden sollen. Bayern kocht ein weiteres eigenes Süppchen mit dem Förderprojekt Thinknet 6G.

Im Netz oder per App: Mitfahrgelegenheiten finden

Eine Mitfahrgelegenheit ist häufig die günstigste Alternative zu anderen Verkehrsmitteln. So finden Reiselustige online das richtige Angebot.

Zum 12. Dezember erhöht die Deutsche Bahn ihre Preise, der Spritpreis klettert in immer neue Höhen und viele Strecken sind für das Fahrrad zu weit. Zum Glück gibt es im Netz fast so viele Anbieter von Mitfahrgelegenheiten wie Gründe, sie zu nutzen. Das sind die am häufigsten genutzten Angebote.

BlaBlaCar
Das vom französischen Unternehmen Comuto betriebene Portal “BlaBlaCar.de” ist noch immer das mit der größten Userzahl. In Deutschland könnte es manchen noch als “mitfahrgelegenheit.de” bekannt sein: Bis zur Übernahme der Franzosen 2016 war das Angebot kostenfrei, seit 2018 verlangt “BlaBlaCar” eine Gebühr von vier beziehungsweise sechs Euro für Wochen- oder Monatsabonnements. Am Prinzip hat sich dagegen kaum etwas verändert: Über die Webseite oder die App Strecke und Datum suchen, Angebot finden, sich mit der Fahrerin oder dem Fahrer verabreden und einsteigen. Bezahlt wird anschließend bar oder per Überweisung, das legt der Fahrer fest. Weil es jedoch Kritik am Bezahlsystem und der eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten der Plattform gibt, haben sich in den vergangenen Jahren Alternativen formiert.

Fahrgemeinschaft.de
Die am häufigsten genutzte Alternative zum Platzhirsch finden Fahrer und Mitfahrer bei “fahrgemeinschaft.de”. Das Portal ist via Webseite oder App kostenfrei und ermöglicht unkomplizierten Kontakt zwischen Fahrer und Mitfahrer, die die Modalitäten miteinander ausmachen. Einzig eine Registrierung ist dazu notwendig. “fahrgemeinschaft.de” betreibt außerdem die Portale “ADAC-Mitfahrclub.de” und “Pendlernetz.de”, die Inserate sind außerdem auf den Seiten “fahrtfinder.net”, “riderunner.de” und “mitfahren.de” geschaltet.

BesserMitfahren.de
In Gänze gratis können Mitfahrer mit “BesserMitfahren.de” unterwegs sein. Unter dem Reiter “100% kostenlos” finden sich sogar Inserate von Menschen, die Plätze in ihrem Auto anbieten, ohne dafür Geld zu wollen. Um das Angebot nutzen zu können, ist nicht einmal eine Registrierung notwendig – Fahrer können mit wenigen Klicks ihr Angebot erstellen, Mitfahrer finden sich ebenso unkompliziert zurecht. “BesserMitfahren.de” ist über den Browser oder als App verfügbar.

Mitfahren.de
“Mitfahren.de” kooperiert mit “BlaBlaCar”, dementsprechend finden User hier nur deren Auto-Angebote von A nach B. Dazu kommen allerdings Busfahrten von Flixbus/MeinFernbus und der Deutschen Bahn. So sehen Reisewillige auf einen Blick die günstigsten Alternativen für eine bestimmte Strecke. Wer beispielsweise ein Gruppenticket der Bahn nutzen möchte, kann sich via “Mitfahren.de”-Webseite oder -App vorab dazu verabreden und die günstigeren Gruppenangebote auf der Schiene nutzen.

TwoGo
Der deutsche IT-Riese SAP betrieb die Plattform “TwoGo” zunächst intern, um seinen Mitarbeitern ein Carpooling-Tool zur Verfügung zu stellen. Seit 2014 können auch Privatpersonen das kostenfreie Angebot nutzen. Das Besondere: Nachdem User ihre Fahrtwünsche eingestellt haben, vermittelt das Cloud-basierte System Fahrer und Mitfahrer automatisch aneinander. Eine persönliche Vermittlung entfällt dadurch. Findet das System die passende Fahrt nicht, schlägt es Alternativen vor, etwa aus dem Nachbarort. “TwoGo” ist über den Browser und als App verfügbar.

Test: Surface Laptop 4 – Optik die beeindruckt

Gut auszusehen war schon immer eine Stärke von Microsofts Surface-Modellen. Mit dem Modell Surface Laptop 4 sind Microsofts Laptops in der vierten Generation angekommen. Unser Test zeigt, was außer der Optik sonst noch in ihnen steckt.

Der Microsoft Surface Laptop 4 ist einfach schön. Die beeindruckende Optik war auch schon das Markenzeichen der Vorgängermodelle dieses Touchscreen-Notebooks. Daher gab es für den Hersteller Microsoft keinen Anlass, in der nunmehr vierten Generation hieran etwas zu ändern. Der Benutzer wird auch dieses Mal von einem Windows-Logo begrüßt, das in verspiegelter, lasergravierter Form auf dem Deckel prangt. Ergänzt durch seine makellose Unterseite wirkt der Surface Laptop 4 vom Design her rundum gelungen.

Auch wenn das makellose Design des Surface Laptop 4 zu den wichtigsten Kaufgründen zählt, ist es nicht verkehrt, einen Blick auf die anderen Kriterien zu werfen. In unserem Test konnte das Notebook auch hier in nahezu allen Bereichen überzeugen. Dennoch: In diesem Preissegment muss sich das Surface gegen starke Mitbewerber mit höher aufgelösten Displays und mehr Schnittstellen behaupten. Gegenüber dem Vorgängermodell wurde beim Laptop 4 das Rechentempo erhöht und die Akkulaufzeit verbessert.

Pro

  • Makelloses Design
  • Gute Performance
  • Bildschirm im 3:2-Format

Contra

  • Wenig Anschlussmöglichkeiten
  • Thunderbolt fehlt

Viele Farb- und Prozessorvarianten

Ein tolles Design muss keineswegs mit Kompromissen bei der Stabilität einhergehen. Auch wenn man das Aluminiumgehäuse des Surface Laptop 4 von Microsoft härter anfasst, knarzt und quietscht es kein bisschen. Nicht bei jedem Detail folgt Microsoft allerdings den aktuellen Trends. So beispielsweise beim Display, dessen Panelränder ziemlich breit sind. Optisch lässt sich das Surface dem individuellen Geschmack anpassen. Vier verschiedene Farbvarianten stehen hierfür zur Auswahl. Mit Alcantara-Stoffbezug: Platin und Eisblau, mit Metall-Palmrest: Mattschwarz und Sandstein. Die Tasten sind optisch jeweils an die Gehäusefarbe angeglichen.

Nicht nur optisch, sondern auch technisch bietet der Surface Laptop 4 diverse Wahlmöglichkeiten. Beim Display hat der Nutzer die Wahl zwischen einen 13,5-Zoll-Bildschirm und einem 15-Zoll-Bildschirm. Bei den Prozessoren kann zwischen einer CPU auf Basis der 11. Core-Generation von Intel und der AMD-CPU Ryzen 4000 (Renoir) gewählt werden, wobei Letztere den günstigeren Ausstattungsvarianten vorbehalten ist. Der Surface ist standardmäßig mit 8 GB RAM internem Speicher ausgestattet. Bei den Festspeichern stehen SSDs mit 256 GB und 512 GB zur Auswahl.

Für die Intel-Konfigurationen sind auch 16 GB RAM und SSDs mit 1 TB Speicherkapazität verfügbar.

Für die Intel-CPU gibt es im Surface Laptop kaum Probleme, denn Microsoft weiß den Prozessor gut zu kühlen. Die Werte des Notebooks im Cinebench R23 können sich daher sehen lassen. Sie sind besser als bei der Mehrzahl anderer Tiger-Lake-Laptops. Dennoch: wie in allen Benchmark-Tests mit starkem CPU-Fokus reicht auch in unserem Test die Leistung der Intel-CPUs bei Weitem nicht an die der Ryzen-CPUs heran.

Der Core i7 hat eindeutig die bessere GPU. Das wirkt sich nicht nur bei Spielen vorteilhaft aus, sondern auch bei vielen Multimedia-Programmen. Auch wenn der Lüfter in Phasen hoher Last aktiv ist, läuft er stets leise und gleichmäßig. Die Konzentration wird dadurch kaum beeinträchtigt. Alle Varianten der Surface-Modellreihe sind mit Lüftern ausgestattet.

Leichtgewicht mit Stehvermögen

Der Surface wiegt zwar nicht allzu viel, ist aber mit seinen 1,3 Kilogramm auch nicht gerade ultraleicht. Es gibt 14-Zoll-Notebooks, die weniger wiegen. Auf der anderen Seite ist das Gewicht auch ein Merkmal, das eine hohe Wertigkeit verheißt. Der Surface Laptop 4 ist wirkt mit seinem Alu-Gehäuse recht solide und keineswegs zerbrechlich. Auch die Akkulaufzeit kann sich sehen lassen. In unserem WLAN-Test betrug sie 12,5 Stunden und im Mobile Mark 2018 überzeugte der Laptop mit neun Stunden. Die Ladezeit des 46-Wattstunden-Akkus beeindruckte ebenfalls. Nach einer Stunde war der Akku schon zu 88 Prozent geladen.

3:2-Display in hoher Auflösung

Der Surface Laptop 4 ist mit einem hochwertigen 13,5-Zoll-Touchscreen ausgestattet. Das vielseitige Display eignet sich somit nicht nur für Office, sondern auch für Multimedia. Die Auflösung beträgt 2.256 x 1.504 und zeigt mit 3:2 das für Surface typische Seitenverhältnis. Mit rund 400 cd/qm ist das sehr gleichmäßig ausgeleuchtete Display auch für Einsätze im Freien geeignet. Zwar werden die Farbräume ordentlich abgedeckt, erfüllen hinsichtlich der Farbtreue wohl eher nicht die Ansprüche vieler Bild- und Videobearbeiter.

Mit der Tastatur lässt sich angenehm arbeiten. Der gute Hub der Tasten und die klare Rückmeldung sind ganz klar ergonomische Pluspunkte. Selbst beim schnellen Tippen ist die Geräuschentwicklung moderat. Das Touchpad ist groß und lässt sich mit mehreren Fingern bequem bedienen. Gesten werden präzise erkannt und umgesetzt. Ebenso klar ist die Rückmeldung bei einem Mausklick. Das Touchpad sitzt stabil im Gehäuse. In dessen unterem Bereich ist der Druckpunkt daher überall gleich.

Fehlende Anschlussmöglichkeiten

Wie seine Vorgänger liegen auch beim Laptop 4 die Schwachstellen bei zu wenigen Anschlüssen. Obwohl die Tiger-Lake-CPU dafür ausgestattet ist, ist Thunderbolt 4 nicht an Bord. Die Stromzufuhr läuft nach wie vor über den Connect-Anschluss, der auch zum Anschließen des als Option erhältlichen Surface Dock 2 benötigt wird. Wer einen externen Monitor verwenden möchte, kann diesen über die Buchse USB-Typ-C verbinden. Hierüber läuft übrigens auch der 10-Gbit/s-Datentransfer. Das heißt, USB 3.2 Gen 2. Ein Tempo das der Typ-A-Anschluss ebenfalls bietet. Es gib zudem noch einen Audioanschluss. Der Surface hat Wi-Fi-6 an Bord. Im Gegensatz zum Arbeitsspeicher kann die NVMe-SSD ausgebaut werden.

“Every”: Mehr düstere Zukunftsvisionen vom “Circle”-Autor

Von einem Online-Netzwerk verteilte Kameras allerorts machen jeden Moment des Lebens öffentlich – das war die Welt im Buch “Der Circle”. Kann es noch schlimmer kommen? Aber klar, sagt Autor Dave Eggers.

New York (dpa) – Dave Eggers hätte keinen besseren Moment aussuchen können, um die Fortsetzung seines Romans “Der Circle” über einen allmächtigen Internet-Konzern zu veröffentlichen.

Von der dort beschriebenen Welt ohne Privatsphäre sind wir zwar nach wie vor weit entfernt. Doch Debatten über den Einfluss von Technologie auf unser Leben und Kontrolle durch die Online-Riesen kochen beinahe täglich hoch.

Ein Facebook-Ausfall riss erst kürzlich für sechs Stunden auch die Tochterfirmen Instagram und WhatsApp aus dem Netz – könnte es ein besseres Argument gegen die Marktmacht eines Konzern geben? Apple stoppte nach Kritik einen Versuch, auf iPhones datenschutzkonform nach Kinderpornografie zu suchen. Und Facebook sah sich gezwungen, die Entwicklung einer Instagram-Version für Zehn- bis Zwölfjährige auf Eis zu legen.

“Der Circle” kam 2013 heraus. Darin waren die Lenker eines dominierenden Online-Netzwerks – mit dem Namen Circle – besessen von der Idee, dass alles auf der Welt öffentlich sein muss. Überall auf der Welt werden Kameras verteilt, die ständig einen Livestream ins Netz übertragen. Eine Räson: Wenn alle davon ausgehen müssen, ständig gesehen zu werden, wird es keine Verbrechen mehr geben.

Zunächst Politiker und dann auch andere Menschen fangen an, ständig Kameras zu tragen. “Geheimnisse sind Lügen. Teilen ist Heilen. Privatsphäre ist Diebstahl”, sind die Grundsätze des Circle. Übertrieben? Vielleicht. Aber auch undenkbar?

In der Fortsetzung – “Every” – greift Eggers nun die Geschichte einige Jahre später wieder auf. Der Circle hat einen Online-Handelsgiganten aufgekauft, “der nach einem südamerikanischen Dschungel benannt war” – wenn das kein Hinweis auf Amazon ist. Der daraus entstandene Megakonzern heißt Every.

Und hat noch mehr Einfluss auf das Leben. Die Kunden lassen ihren Alltag von der künstlichen Intelligenz in ihren Armbändern steuern. Das geringste Fehlverhalten wird sofort öffentlich angeprangert. Sogar an einer Software zum Sinnestransfer, die das Empfinden anderer erlebbar machen soll, wird gearbeitet.

Ihren Besitz lassen die Menschen von Every für digitale Kopien einscannen und die Gegenstände vernichten. Als würde die Realität die Kunst imitieren wollen, schlug Facebook-Gründer Mark Zuckerberg vor wenigen Tagen das Einscannen physischer Dinge für eine geplante neue virtuelle Welt – das “Metaverse” – vor.

Nicht alle sind allerdings glücklich mit dieser “Mischung aus gut gemeintem Utopismus und pseudofaschistischer Verhaltenskonformität”. “Every” fängt auf den ersten Blick beinahe genauso wie “The Circle” an: Eine junge Frau betritt zum ersten Mal das Hauptquartier des Konzerns. Doch während im ersten Buch Mae Holland blauäugig in die Circle-Welt hineinstolpert, stehen die Vorzeichen nun anders. Delaney Wells will bei Every anheuern, um das Unternehmen von innen zu zerstören.

Ihr Plan: Every mit Ideen zu füttern, die so tief ins Leben der Menschen eingreifen und mit ihren Wertvorstellungen kollidieren, dass sie gegen den Konzern aufbegehren. Doch es kommt natürlich anders: Selbst eine Software, die erkennen kann, ob der Gesprächspartner einen anlügt, wird begeistert angenommen. “Es muss doch einen Punkt geben, wo der Schwachsinn zu viel wird”, entfährt es Delaney in einem Moment. Nur dass sie resigniert feststellen muss: “Nichts geht zu weit.” Die Frage ist nun, ob Delaney mit ihrem Feldzug Every womöglich nur noch mächtiger und unzerstörbarer macht.

Er spiele in den Büchern seine schlimmsten Ängste aus, was von den Tech-Unternehmen zu erwarten sein könnte, sagte Eggers dem Magazin “Bloomberg Businessweek”. Besondere Sorge bereitet ihm dabei, dass die Menschen selbst zu Komplizen bei ihrer ständigen Beobachtung werden.

“Ich denke nicht, dass die meisten Leuten begreifen, was für eine hemmende Veränderung unserer Spezies das ist – überwältigende, ständige Überwachung, der man nicht entfliehen kann”, betonte der Schriftsteller. Diese Evolution mache uns weniger interessant und unterwerfe uns der Technologie.

Dieses Bedürfnis, vor einer totalen Überwachung zu warnen, durchdringt tatsächlich sowohl “The Circle” als auch “Every”. Und auch die Angst, dass die Menschen dies akzeptieren werden, weil es ihr Leben zunächst einmal vermeintlich sicherer und bequemer macht.

Eggers treibt die Szenarien auf die Spitze, ähnlich wie Delaney will er aufrütteln. Und während nach dem jüngsten Widerstand gegen die Marktmacht der Technologieriesen ein Einschwenken der Geschichte auf den von ihm gezeichneten Kurs eher unwahrscheinlich erscheint – die technischen Möglichkeiten dazu werden mit ziemlicher Sicherheit irgendwann vorhanden sein.

Dave Eggers: Every, übersetzt von: Klaus Timmermann, Ulrike Wasel, Kiepenheuer&Witsch, 592 Seiten, 25,00 Euro (E-Book 19,99 Euro), ISBN 978-3-462-00112-9

Windows 10: Sieben Funktionen, die jeder kennen sollte

Das Betriebssystem Windows 10 von Microsoft hat unzählige Funktionen zu bieten. Manche davon sind sehr praktisch, aber oft nur erfahrenen Nutzern bekannt. Hier sieben Features, die jeder kennen sollte.

Sehr viele Menschen benutzen täglich Computer. Natürlich gibt es auch zahlreiche andere Betriebssysteme, aber die meisten haben wohl einen Windows-PC oder -Laptop. Das gesamte Potenzial von Windows 10 nutzen dabei nur wenige User aus. Hier sieben praktische Funktionen, die man kennen sollte. Alle der genannten Features können über die Lupe am unteren linken Bildschirmrand aufgerufen werden.

Die nützlichsten Windows-Tricks
Schnellerer Systemstart

Der PC braucht immer eine gefühlte Ewigkeit, um hochzufahren? Den Vorgang kann man oft beschleunigen, indem man den automatischen Start von Programmen unterbindet, die oftmals mitgeladen werden und im Hintergrund laufen, auch wenn man sie nicht unbedingt benötigt. Im “Task-Manager” unter dem Reiter “Autostart” und in der “System Configuration” lassen sich Dienste deaktivieren.

Optimale Darstellung

Kein Bildschirm ist gleich und durch unterschiedliche Einstellungen können Farben teils sehr verfälscht dargestellt werden. Das kann gerade bei der Bildbearbeitung ein großes Problem sein. Unter dem Punkt “Bildschirmfarbe kalibrieren” lässt sich ein Assistent aufrufen, mit dem jeder ganz einfach unter anderem Farbdarstellung, Kontrast und Helligkeit anpassen kann.

Standard-Apps

Wer mehrere Programme auf dem Computer hat, die für die gleiche Aufgabe vorgesehen sind, kann unter “Standard-Apps” auswählen, welches dieser Programme bevorzugt genutzt werden soll. So lässt sich beispielsweise festlegen, ob Firefox, Chrome oder Edge zum Standard-Webbrowser wird.

Was ist das für ein Zeichen?

Jeder weiß, wie er herkömmliche Sonderzeichen verwendet, aber was, wenn ein ausgefalleneres Sonderzeichen genutzt werden soll? Windows bietet eine integrierte Tabelle, in der übersichtlich hunderte Varianten aufgelistet werden – die “Zeichentabelle”. Gesuchte Zeichen lassen sich von dort dann ganz einfach herauskopieren.

Welche IP-Adresse habe ich?

Internetfähige Geräte bekommen sogenannte IP-Adressen zugewiesen. Wer die IP-Adresse eines Computers herausfinden möchte, um zum Beispiel bestimmte Einstellungen am Router vorzunehmen, der muss dazu nicht etwa irgendeine Website aufrufen. Stattdessen können Nutzer ganz einfach die “Eingabeaufforderung” öffnen und dort “ipconfig” eingeben. Die Adresse findet sich unter dem Punkt “IPv4-Adresse”.

Wenn nichts mehr geht…

Ein Programm reagiert einfach nicht mehr und lässt sich auch nicht schließen? Im “Task-Manager” werden alle derzeit laufenden Prozesse angezeigt – gegebenenfalls müssen Nutzer zunächst aber auf “Mehr Details” drücken. Dann wird unter anderem auch aufgelistet, wie sehr ein Programm zum Beispiel am Arbeitsspeicher nagt. Soll ein Programm beendet werden, reicht ein Rechtsklick und das anschließende Kommando “Task beenden”.

Schnell zu den wichtigsten Einstellung

Viele wichtige Menüs lassen sich zudem sehr schnell aufrufen ohne auch nur einmal die Tastatur benutzen zu müssen. Dazu einfach einen Rechtsklick auf das Windows-Logo in der unteren linken Bildschirmecke setzen und den gewünschten Punkt auswählen.