iPhone 14 (Pro) vs. iPhone 13 (Pro)

Zeit für einen Vergleich! iPhone 14 (Pro) gegen das Vorjahresmodell iPhone 13 (Pro): Alle Unterschiede im Überblick.

Die neue iPhone-14-Generation wurde im Rahmen des “Far Out”-Events ( Zusammenfassung) vorgestellt. Natürlich drängt sich da die Frage auf: Inwiefern unterscheiden sich die neuen Modelle zum Vorgänger? Wir machen den großen Vergleich in den wichtigsten Kategorien.

Modelle
Die iPhone-13-Generation besteht aus vier verschiedenen Modellen:

iPhone 13 mini (5,4?)

iPhone 13 (6,1?)

iPhone 13 Pro (6,1?)

iPhone 13 Pro Max (6,7?)

Wie man bereits im Vorfeld spekulierte, hat Apple nun tatsächlich das 5,4-Zoll große Mini-iPhone gegen ein 6,7-Zoll großes Plus der Nicht-Pro-Geräte ausgetauscht. Damit ergibt sich folgendes iPhone-14-Line-Up:

Design
Das Design hat sich auf den ersten Blick nicht großartig verändert: Sowohl die 13er- als auch die 14er-Generation erscheinen im kantigen Design, welches Apple mit dem iPhone 12 (wieder) einführte. Während Apple bei allen iPhone-13-Modellen die Notch um 20 Prozent kleiner gestaltete, wurde diese in den Pro-Modellen des iPhone 14 komplett gegen eine neue “dynamische Insel” ausgetauscht. Was es damit auf sich hat und welche neuen Features damit auf die Pro-Modelle kommen, erklären wir Ihnen hier.

Die Nicht-Pro-Modelle kommen weiterhin mit der Einkerbung am oberen Bildschirmrand. Ansonsten ist das Kamera-Modul auf der Rückseite gewachsen. Genauere Einzelheiten zu den unterschiedlichen Kamera-Specs lesen Sie weiter unten.

Preis
Wie zu erwarten war, hat Apple die Preise etwas angehoben. Zum Vergleich: So viel kostete das iPhone 13 bei Apple bis zuletzt:

iPhone 13 Mini: ab 799 Euro (699 US-Dollar)

iPhone 13: ab 899 Euro (799 US-Dollar)

iPhone 13 Pro: ab 1.149 Euro (999 US-Dollar)

iPhone 13 Pro Max: ab 1.249 Euro (1099 US-Dollar)

In der EU hat Apple die Preise für das iPhone angehoben:

iPhone 14: ab 999 Euro

iPhone 14 Plus: ab 1.149 Euro

iPhone 14 Pro: ab 1.299 Euro

iPhone 14 Pro Max: ab 1.449 Euro

Zur großen Überraschung verkauft Apple auch weiterhin das iPhone 13 mini und iPhone 13, an den Preisen hat sich allerdings nichts verändert.

Farben
Das iPhone 14 (Plus) ist – genau wie das iPhone 13 – in fünf verschiedenen Farben erhältlich (Blau, Violett, Mitternacht, Polarstern, (PRODUCT)RED), während das iPhone 13 in einer weiteren Farbe erhältlich ist: Grün. Diese Farbe wurde jedoch erst nach der offiziellen iPhone-13-Keynote im Frühling 2022 vorgestellt. Daher ist es gut möglich, dass Apple im kommenden Frühling noch eine weitere iPhone-14-Farbe ankündigt.

Beim iPhone 14 Pro (Max) ersetzt Apple das Sierra Blau vom iPhone 13 Pro durch ein neues Dunkellila. Die 13-Pro-Geräte sind außerdem noch in Grün erhältlich.

Display
Apple hat die Gehäuseränder im iPhone 14 (Pro) im Vergleich zum iPhone 13 (Pro) etwas schmaler gestalten können, sodass das Display dadurch noch größer wirkt. Leider kommen weiterhin nur die Pro-Modelle mit einem Pro-Motion-Display. Als Premiere führt Apple auf dem iPhone 14 (Pro) nun erstmals ein Always-On-Display ein. Damit können Nutzer die wichtigsten Informationen vom Startbildschirm ablesen, ohne das iPhone aufwecken zu müssen. Apple hat sich dabei jedoch etwas Besonderes einfallen lassen: Im Gegensatz zu bereits bekannten Always-On-Displays wird das Display nicht komplett schwarz, sodass man das eingerichtete Hintergrundbild durchweg sehen kann. Laut Apple hat dies jedoch keine Auswirkungen auf die Akku-Laufzeit.

Kamera
An der Kamera-Grundausstattung der iPhone-14-Modelle hat sich nicht viel verändert, heißt: Die Pro-Modelle kommen wie zuvor auch schon mit einem Tele-Objektiv, Weitwinkel und Ultraweitwinkel, während die Standard-Geräte auf ein Tele-Objektiv verzichten müssen. Außerdem bleibt der LiDAR-Scanner noch immer den Pro-Modellen vorbehalten. Dank größerem Sensor kann das iPhone 14 Pro nun dank neuem 48-MP-Sensor (im Vergleich: iPhone 13 Pro mit 12-MP-Sensor) aber bessere Bilder unter schlechten Lichtverhältnissen schießen. Dank Pixel Binning erstellt das iPhone 14 Pro trotzdem Fotos mit einer 12-MP-Auflösung. Wer 48-MP-Fotos schießen will, muss Apples ProRAW-Format verwenden.

Im Vergleich zum iPhone 13 hat sich die Kamera des iPhone 14 nur minimal verbessert: Die Hauptkamera hat in der neuen 14er-Generation verbesserte Blendenwerte (f/1.5 statt f/1.6). Ob die verbesserte Software zu merklich besseren Bildern führt, werden unsere Praxistests zeigen.

Chip
Eine kleine Sensation: Apple spendiert den neuen A16-Chip nur den iPhone-14-Pro-Modellen. Bisher war es üblich, dass auch die Nicht-Pro-Geräte den jeweils aktuellen Chip verbaut bekommen. Während iPhone 14 Pro und Pro Max die maximale Performance-Leistung des A16-Chips genießen, befindet sich im iPhone 14 und 14 Max ein leicht überarbeiteter A15-Chip aus der iPhone-13-Generation.

Batterie
Apple konnte die Batterielaufzeit im iPhone 13 (Pro) leicht verbessern, die Akkuleistung im iPhone-14-Line-Up ist nochmal etwas stärker geworden. Auf Apples Webseite heißt es, dass die Video-Wiedergabe (Apples Maßeinheit für die Akku-Kapazität) um eine Stunde verbessert werden konnte. Welchen mAh-Wert die Akkus haben, werden erste Tear-Downs zeigen müssen.

Speicherkapazität
Das iPhone 13 und 13 Mini waren bisher mit einer Speicherkapazität von 128, 256 oder 512 GB erhältlich, die 13-Pro-Modelle gab es zusätzlich mit bis zu 1 TB Speicher. Daran hat sich auch bei der neuen iPhone-14-Generation nichts geändert.

Dekra und PWC stellen KI auf den Prüfstand

Auf der Straße, im Smartphone oder im Garten: Künstliche Intelligenz umgibt uns schon heute in vielen Lebensbereichen. Ein neues Unternehmen will sich nun der Sicherheit solcher Anwendungen annehmen.

Künstliche Intelligenz (KI) steckt etwa im Rasenmähroboter oder in Autonomen Fahrzeugen – um solche Produkte künftig zu testen und zu zertifizieren, tun sich der Prüfkonzern Dekra und der Wirtschaftsprüfer PWC zusammen. Unter dem Namen “CertifAI” soll ein eigenständiges Unternehmen entstehen, das KI-Produkte von der Entwicklung bis zur Marktreife begleiten soll, wie beide Seiten mitteilten. Beteiligt ist auch der Innovationsstarter Fonds Hamburg.

Er wisse, dass es in der Gesellschaft noch Vorbehalte gegenüber KI-basierten Produkten gebe, sagte der Chef von Dekra Digital, Kerim Galal. “Als das Automobil eingeführt wurde, gab es ähnliche Sorgen und Ängste.” Vielen Menschen begegne jedoch schon heute KI im Alltag, etwa bei der Spracherkennungsfunktion im Handy oder beim Mähroboter.

CertifAI soll zweistellige Millionenumsätze erwirtschaften
Der operative Startschuss soll – vorbehaltlich der Freigaben durch die Wettbewerbsbehörden – schon zu Beginn des Jahres 2023 fallen, wie Hendrik Reese von PWC sagte. Geplant sei, eine mittlere zweistellige Zahl an KI-Experten anzuheuern. Innerhalb der nächsten drei Jahre soll “CertifAI” dann jährlich zweistellige Millionenumsätze erwirtschaften. Alle Gesellschafter zusammen investieren einen mittleren einstelligen Millionenbetrag. Vom globalen KI-Markt versprechen sich die Unternehmen eine Verzehnfachung bis 2028 und ein Gesamtvolumen von 150 Milliarden US-Dollar (rund 145 Mrd Euro).

Auch beim Autonomen Fahren gebe es sowohl von den Insassen als auch von anderen Verkehrsteilnehmern ein großes Interesse daran, dass die Technologien abgenommen und geprüft sind, sagte Reese. “Es gibt einen erheblichen Anspruch aus der Gesellschaft, dass diese Produkte sicher sind”. Andererseits sollen Unternehmen dabei unterstützt werden, ihre Produkte schneller zur Marktreife zu bringen. Aktuelle Regulatorik sei oft noch nicht spezifisch auf KI ausgerichtet.

Dies mahnte auch Galal an. “Die notwendigen Regulierungen als Grundlage für Prüfungen und Zertifizierungen müssen mit der rasanten Entwicklung im KI-Sektor Schritt halten”, forderte er. Nur so lasse sich die Sicherheit der Nutzer gewährleisten und Vertrauen in KI auf- und ausbauen.

KI im Unternehmen und Personalmanagement
Künstliche Intelligenz (KI) birgt ein enormes Potenzial für Unternehmen, zum Beispiel beim Einsatz im Personalmanagement. Joachim Skura, Thought Leader Human Capital Management bei Oracle, nennt Vorteile der KI sowie wichtige Faktoren, die bei der Planung sowie Nutzung zu beachten sind.

Fünf iOS-16-Einstellungen, die Sie ändern sollten

Schon das neue iOS 16 installiert? Diese Einstellungen sollten Sie sofort ändern.

iOS 16 ist ein lohnenswertes Update, das eine Reihe nützlicher Funktionen auf Ihr iPhone bringt, Sicherheitslücken schließt und das allgemeine Erscheinungsbild verbessert. In einigen Fällen hat Apple neue Elemente hinzugefügt, die eher stören. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie diese deaktivieren können. Einige äußerst willkommene neue Optionen sind hingegen standardmäßig deaktiviert, und wir zeigen Ihnen, wie Sie diese wiederum aktivieren können.

  1. Batterieanzeige in Prozent anzeigen
    Mit der Einführung von iOS 16 hat Apple die prozentuale Batterieanzeige zurückgebracht, die 2017 aus der Statusleiste des iPhones entfernt wurde. Allerdings müssen Sie diese gezielt einschalten, um sie zu aktivieren.

Öffnen Sie die Einstellungen

Wählen Sie Batterie und aktivieren Sie Batterieladung in %

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels unterstützen die iPhone-Modelle XR, 11, 12 mini und 13 Mini diese Funktion nicht, obwohl es Grund zur Hoffnung gibt, dass sie in einer späteren iOS-16-Version unterstützt werden.

  1. Neue Suchfunktion deaktivieren
    Auf dem Startbildschirm von iOS 15 sehen Sie ein kleines Symbol zwischen dem Dock und den anderen App-Symbolen. Es zeigt eine Reihe von Punkten an, die angeben, wie viele Homescreens Sie haben und auf welchem Sie sich befinden. Nach dem Update auf iOS 16 wird dieses Symbol durch ein Lupen-Symbol ersetzt, das die Spotlight-Funktion dupliziert, auf die man durch Wischen nach unten auf dem Startbildschirm zugreifen kann. Wenn Sie dies als unnötig und/oder ablenkend empfinden, können Sie dieses Feature auch deaktivieren:

Öffnen Sie die Einstellungen

Wählen Sie Home Bildschirm

Deaktivieren Sie Auf Home-Bildschirm anzeigen

  1. Haptische Tastatur aktivieren
    In iOS 16 bietet Apple endlich eine Option zum Einschalten des haptischen Tastaturfeedbacks auch ohne Tastaturgeräusche. Diese Funktion müssen Sie jedoch erst aktivieren:

Öffnen Sie die Einstellungen

Wählen Sie Töne & Haptik

Tippen Sie auf Tastaturfeedback und aktivieren Sie die Haptik

  1. E-Mails abbrechen: Auf bis zu 30 Sekunden verlängern
    Seit iOS 16 können Sie mit Apples Mail-Programm das Senden von E-Mails abbrechen. Die Funktion ist standardmäßig auf 10 Sekunden eingestellt, aber Sie können diese Zeitspanne auf bis zu 30 Sekunden verlängern.

Öffnen Sie die Einstellungen

Wählen Sie Mail

Scrollen Sie ganz nach unten und tippen Sie auf Verzögerung des Sendewiderrufs

Wählen Sie aus 10 Sekunden, 20 Sekunden oder 30 Sekunden

  1. Kein versehentliches Beenden von Anrufen mehr
    Viele iPhone-Besitzer kennen das Problem, dass sie während eines Telefonats versehentlich die Seitentaste drücken. Standardmäßig wird dadurch der Anruf beendet – aber in iOS 16 fügt Apple eine neue Option hinzu, mit der dies nicht mehr möglich ist. Dieses Feature heißt Beendigung von Anrufen durch Sperren verhindern. Wenn Sie weiterhin die Anrufe über die Seitentaste beenden möchten, müssen Sie das Feature wieder deaktivieren:

Öffnen Sie die Einstellungen

Tippen Sie auf Bedienungshilfen

Wählen Sie Tippen und deaktivieren Sie das Feature Beendigung von Anrufen durch Sperren verhindern

Smartphone, Kopfhörer, Watch: So macht sich die Pixel-Serie im Alltag

Was mit einer eigenen Smartphone-Serie begann, hat sich inzwischen zu einer mobilen Geräte-Reihe ausgewachsen. So machen sich die Pixel-Geräte im Test.
Google hat mit seiner Pixel-Smartphone-Serie die letzten Jahre Maßstäbe bei Android-Smartphones gesetzt. Die mittelpreisigen Geräte überzeugten mit ihrer Kamera und ihre Optimierung auf das hauseigene Betriebssystem, ehe sich mit den Pixel Buds die ersten Kopfhörer dazugesellten. Mittlerweile hat Google seine Serie um KI-Prozessoren in seinen Smartphones erweitert, eine upgedatete Version der Kopfhörer veröffentlicht und seine erste eigene Smartwatch auf den Markt geworfen. So schlagen sich die Pixel-7-Geräte, die Pixel Buds Pro und die Pixel-Watch im Alltag.

Bereits für die Vorgängerserie, das Pixel 6 und 6 Pro, erhielt Google viel Lob, insbesondere dank seines Tensor-Chips, dem ersten eigens von Google designten Prozessor. Dessen KI-Fähigkeit ermöglicht “Speech to Text”-Funktionen lokal statt auf eine Cloud angewiesen zu sein und hebt Bildbearbeitungsmöglichkeiten auf ein neues Level. Im Pixel 7 und Pixel 7 Pro legt Google mit dem Tensor G2 nach. Das Ergebnis sind zwei Smartphones, die in Sachen Preis-Leistung gute Argumente auf ihrer Seite haben und es problemlos mit den teureren Flaggschiffen der Konkurrenz aufnehmen können.

Marginale Unterschiede zwischen Standard- und Pro-Variante
Für viele Userinnen und User dürfte die kleinere Pixel-7-Variante aufgrund ihres Preises und ihres äußeren Designs das interessantere Gerät sein. Dass die Standardversion technisch schwächer auf der Brust ist, fällt nämlich im Alltagsgebrauch kaum auf. Dass die charakteristische, horizontale Kameraleiste aufgrund ihrer Hochglanz-Optik beim Pixel 7 Pro schneller verkratzt und sein abgerundetes Display bei falscher Handhabung zu ungewollten Eingaben führt, hingegen schon. An Letzteres gewöhnt man sich nach einer gewissen Zeit zwar, besonders wenn man zuvor bereits Geräte mit abgerundeten Displays genutzt hat. Doch speziell für Menschen mit kleineren Händen wird das 6,7 Zoll große Display in dieser Hinsicht immer eine Herausforderung bleiben. Ihnen liegt das 6,3 Zoll große Pixel 7, das sogar minimal kleiner ausfällt als die Standardversion des Pixel 6, besser in der Hand.

Wer sich daran nicht stört, bekommt beim Pixel 7 Pro ein exzellentes 120-Hertz-OLED-Display, dessen QHD+Auflösung auch die anspruchsvollsten Videos und Spiele butterweich darstellt und selbst in starkem Sonnenlicht überzeugt. Das Pixel 7 muss sich dagegen mit Full-HD und einer Bildwiederholfrequenz von 90 Hertz begnügen. In der Praxis stört das allerdings ebenso wenig wie der Unterschied zwischen 12 und 8 GB Arbeitsspeicher. Viel eher fällt der Unterschied bei der Akkuleistung auf, denn die Kapazität des Pixel-7-Akkus ist rund 650 mAh geringer als die des Pixel 7 Pro (4.926 mAh). Durch den Tag kommen Userinnen und User mit beiden Geräten in der Regel problemlos, im Ultra-Energiesparmodus verspricht Google bis zu 72 Stunden Laufzeit, allerdings ist die Funktionalität dann eingeschränkt.

Kameras und Preis
Auch hinter der Kameraleiste gibt es zwischen Pixel 7 und Pixel 7 Pro einen Unterschied, der nicht bei allen Usern gleich ins Gewicht fallen dürfte. Beide Geräte sind mit den gleichen 50-Megapixel-Weitwinkelkameras und 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkameras ausgestattet. Aber: Beim Pixel 7 Pro kommt eine 48-Megapixel-Telekamera mit fünffachem optischen Zoom hinzu. Die Frontkamera verfügt bei beiden Varianten über 10,8 Megapixel und kann Videos in 4K aufzeichnen. Insgesamt hat Google bei der Videoqualität einen spürbaren Schritt nach vorn gemacht, kann aber in dieser Disziplin mit den neuesten iPhones nicht ganz mithalten.

Ganz anders bei den Fotos. Dank Googles Fotoalgorithmus und der Power des Tensor-G2-Chips müssen sich die Pixel-7-Geräte in puncto Fotoqualität vor keinem anderen Smartphone auf dem Markt verstecken. Besonders fällt das beim verbesserten Nachtaufnahme-Modus auf, der die gewünschte Aufnahme deutlich schneller einfängt als die Pixel-6-Geräte. Inwiefern sich die 250 Euro Aufpreis des Pixel 7 Pro (ab 899 Eur) im Vergleich zum Pixel 7 (ab 649 Euro) bei den jeweiligen Varianten mit 128 GB internem Speicher wirklich lohnen, müssen Verbraucher letztlich selbst abwägen.

Pixel Buds Pro: Die neuen Android-Airpods?
Google bietet unter dem Pixel-Dach außerdem eine upgedatete Version ihrer Pixel-Kopfhörer an. Die Pixel Buds Pro sind für 219 Euro zu bekommen und liegen damit etwa auf dem Niveau der als Goldstandard geltenden Airpods von Apple. Mit 6,2 Gramm pro Earbud fallen sie im Vergleich zu anderen Bluetooth-Buds relativ schwer aus, fügen sich im Test dank ihrer Form allerdings angenehm in die Ohrmuschel.

Dank Touch-Oberfläche lassen sich die Kopfhörer intuitiv und simpel steuern, allerdings müssen Brillenträger und Menschen mit längeren Haaren darauf achten, sie nicht aus Versehen zu betätigen. Abgesehen davon überzeugt insbesondere die Akkuleistung: Bei aktiviertem ANC (Active Noice Cancelling) liefern die Pro-Buds annähernd sieben Stunden lang Sound, mit dem in der Hülle verbauten Akku kommen weitere 20 Stunden Kapazität hinzu.

Geladen werden sowohl die Smartphones als auch die Kopfhörer-Hülle per USB-C oder Induktion. Dank der “Battery Share”-Funktion der Pixel-Smartphones (auch das Pixel 6 und 6 Pro unterstützen die Funktion) kann das Buds-Gehäuse direkt am Smartphone kabellos geladen werden. Dass Google bei den Buds beinahe gänzlich auf Pixel-exklusive Features verzichtet, verdient zusätzliches Lob und macht deutlich, wohin das Unternehmen mit den Geräten möchte: der neuer High-End-Standard für Android-Geräte.

Pixel Watch: Kommt da noch was?
Ähnliches gilt für die Pixel Watch, Googles erste eigenständige Smartwatch. Sie punktet mit schlichtem Design, das sich durch eine für die Steuerung elementare Krone auszeichnet und optisch dank austauschbarer Armbänder und den unterschiedlichsten Darstellungen des Ziffernblatts (Watch Faces) enorm wandelbar ist. Die Integration des Fitbits und der dazugehörigen Fitness- und Health-Tracking-Apps ist zwar gelungen, fällt aber derzeit schlanker aus, als auf vollwertigen Fitbit-Geräten. So ist etwa ein Sensor zur Blutsauerstoffmessung in der Uhr verbaut, bislang allerdings nicht nutzbar. Hier dürfte zwar mit einem Update zu rechnen sein, doch wann es soweit ist, stellt Google bislang nicht in Aussicht.

Wer sich die LTE-Variante (429 Euro, Standardvariante ab 379 Euro) gönnt, kann eine e-SIM in die Uhr laden und so beispielsweise während des Joggens YouTube Music oder Spotify von seiner Uhr streamen. Alternativ kann man sich auch Musikdateien direkt auf die für eine Smartwatch großzügigen 32 Gigabyte integrierten Speicher kopieren. Außerdem ist ein NFC-Chip an Bord, der kontaktloses Bezahlen ermöglicht.

Dank zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und zwei Prozessoren ist die Uhr, die auf das aktuelle Betriebssystem Wear OS 3.5 setzt, fast immer flott unterwegs – und im Verbund mit dem Smartphone äußerst praktisch. Per Kamera-App auf der Uhr lassen sich etwa die Handy-Kamera oder mit der “Google Home”-Integration die Smarthome-Geräte steuern. Abstriche muss die Pixel Watch angesichts all dieser Funktionalität bei der Akkuleistung machen. Dieser wird über eine mitgelieferte Induktionsschale geladen und hat eine Kapazität von 294 mAh und soll 24 Stunden lang reichen. In der Praxis erreicht man diesen Wert allerdings selten, insbesondere wenn GPS zum Einsatz kommt.

Festplatte aufräumen unter Windows

Im Laufe der Zeit füllt sich selbst die größte Festplatte mit Daten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie wieder Ordnung schaffen und Platz freigeben.

Langsam, aber sicher…

Selbst, wenn Sie sehr sorgfältig vorgehen, wird sich der freie Speicherplatz auf der Festplatte im Laufe der Monate und Jahre immer weiter reduzieren. Grund dafür sind etwa Softwareinstallationen, Windows-Updates oder ganz einfach persönliche Daten wie Bilder oder Dokumente auf Ihrem Rechner. Im schlimmsten Fall wird es so irgendwann unmöglich, weitere Daten zu speichern oder auch sicherheitskritische Windows-Updates herunterzuladen. Glücklicherweise liefert das Betriebssystem aber alle notwendigen Tools mit, um ein wenig aufzuräumen.

Festplatte aufräumen: Schritt für Schritt
Um Ihnen zu zeigen, wie Sie Ihren Speicherplatz kontrollieren und freigeben, haben wir eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung für Sie verfasst, die sich am aktuellen Stand von Windows 10 orientiert:

Zuerst öffnen Sie über die Windows-Taste + I die Systemeinstellungen (Sie können sie natürlich auch auf anderen Wegen öffnen). Danach klicken Sie auf “System” und anschließend auf “Speicher”.

Rechts im Fenster sehen Sie jetzt “Lokaler Speicher”. Dort zeigt Ihnen das System an, welche Festplatten (sowohl HDDs als auch SSDs) es erkennt. Die Balken geben den relativen Füllstand der Laufwerke an, anhand der ausgeschriebenen Zahlen sehen Sie auch noch einmal die Belegung in Gigabyte.

Weiter geht es, indem Sie auf das Systemlaufwerk (meistens C:) klicken. Der folgende Vorgang kann ein wenig dauern, denn Windows scannt jetzt alle vorhandenen Ordner. Als Ergebnis sehen Sie dann eine Tabelle namens “Speichernutzung”. Diese ist in Kategorien unterteilt, wie etwa OneDrive, Apps und Spiele, E-Mail, Bilder und so weiter. Unter “Weitere” finden Sie dann abschließend noch diverse Ordner, die sich nicht klar zuordnen lassen. Wenn Sie jetzt einen Ordner anklicken, öffnet sich dieser im Windows Explorer.

Lohnenswert ist immer ein Klick auf “Apps und Spiele”: Dort zeigt Windows alle installierten Programme an, die Sie auch nach ihrem Speicherverbrauch staffeln dürfen. Welche Anwendung verschlingt am meisten Platz? Windows sagt es Ihnen – und erleichtert es so, selten genutzte Applikationen von der Festplatte zu schmeißen. Gerade produktiv einsetzbare Programme wie Photoshop

verschlingen gerne mehrere Gigabyte. Deinstallieren Sie sie, falls Sie sie nicht mehr benötigen.

Viel Speicherplatz freigeben können Sie auch über “Temporäre Dateien”. Klicken Sie darauf und lassen Sie Windows einen Augenblick arbeiten. Anschließend sehen Sie einige Einträge, die Sie mit einem Haken auswählen können. Aktivieren Sie alle Kästchen und klicken Sie dann auf “Dateien entfernen”. Keine Angst: Es handelt sich ausschließlich um Dateien, die überflüssig sind.

Vor allem nach der Installation großer Windows-Updates, die Microsoft in der Regel alle sechs Monate veröffentlicht, gewinnen Sie durch den Löschvorgang der temporären Daten viel Kapazität zurück. Über “Vorherige Windows-Installation(en)” stellen Sie sicher, dass diese Dateien gelöscht werden.

Praktisch ist auch die automatische Beseitigung der genannten temporären Dateien. In den Systemeinstellungen gehen Sie dazu auf “Speicher” und dann rechts auf “Speicheroptimierung”. Schalten Sie diese Funktion ein. Sobald der Speicherplatz auf der Festplatte knapp wird, löscht Windows dann automatisch Daten, die nicht mehr notwendig sind.

Den Zeitpunkt der Laufwerkspflege können Sie ebenfalls ändern, und zwar über “Automatische Freigabe von Speicherplatz ändern”. Dort finden Sie ein Feld, in dem Sie festlegen können, ob täglich, wöchentlich oder monatlich gefegt werden soll. Ebenfalls einstellen können Sie hier, ob Dateien im Papierkorb irgendwann automatisch gelöscht werden sollen oder was mit getätigten Downloads passiert.

Festplatte aufräumen per Datenträgerbereinigung
Eine Alternative zu den genannten Schritten erhalten Sie, wenn Sie über das Startmenü die “Datenträgerbereinigung” aufrufen. Wählen Sie dort das Systemlaufwerk aus und gehen Sie dann weiter zu “Systemdaten bereinigen”. Die Bereinigung wird dann neu gestartet. Wählen Sie hier außerdem noch das Laufwerk aus, falls notwendig. Welche Daten Sie genau löschen möchten, aktivieren Sie auch hier über Häkchen. Klicken Sie auf “OK”, um den Vorgang zu starten. Abhängig vom Zustand der Festplatte dauert dies nur wenige Sekunden oder auch mehrere Minuten.

Diese Funktionen hat Apple gestrichen

Apple fügt seinen iPhones bekanntlich immer neue Funktionen hinzu, zuletzt etwa Dynamic Island statt der bisherigen Notch. Doch im Lauf der Jahre ist auch Etliches weggefallen.

Im Jahr 2007 stellte Steve Jobs die neuen Apple-Smartphones, iPhone genannt, erstmals der Öffentlichkeit vor. Mit jeder Generation kamen in den folgenden Jahren neue wichtige Funktionen hinzu, nicht immer von den Usern geliebt, weil sie in manchen Fällen das Vertraute vermissten. So etwa den Home Button oder den Klinkenanschluss für Kopfhörer. Eine Website hat sich die Geschichte der iPhones genauer angesehen und führt auf, was jeweils Platz machen musste für neue Entwicklungen. Dabei handelt es sich um den Blog “The Gadget Lite”.

Manche Anpassung ergab sich einfach durch die Entwicklung der Technik. So wurde zum Beispiel 2010 mit dem iPhone 4 die bisherige Mini-SIM durch eine kompaktere Micro-SIM ersetzt. Neu war in dem Jahr auch das LCD-Display statt der bisherigen Technologie TFT. Damals beschwerten sich User darüber, dass es vor allem im Sonnenlicht schwerer zu lesen und auch nicht so haltbar sei wie TFT. Zudem kam das iPhone 4 in einem neuen Design – etwa mit einer Rückseite aus Hornglas anstelle der vorherigen Kunststoffrückseite sowie einem Rahmen aus Edelstahl. Davon waren aber viele Leute begeistert, heißt es in der Übersicht.

30-PIN-Connector und Klinken-Anschluss entfallen
2012 folgte mit dem iPhone 5 die noch kleinere Nano-SIM. Und auch die Bauweise des iPhone 5 wurde erneut verändert: Die Glasrückseite des Handys hatte Apple nun durch ein Gehäuse aus Aluminium und Glas ersetzt. Neu war auch der Anschluss: Anstatt des 30-Pin-Connectors war nun erstmals das schmalere und schnellere Lightning für externe Verbindungen und das Ladegerät im Einsatz – mit allen Folgen auch für geeignetes Zubehör. Als im Jahr 2016 dann auch der bisherige Klinkenanschluss für die Kopfhörer entfiel, war das Klagen vieler User allerdings groß.

Es werden auch eher unauffällige Änderungen aufgezählt, bei denen es sich durchaus um Upgrades handeln kann, wie beim Wechsel der Blitzfunktion: Noch das iPhone 6S verfügte über einen Dual-Tone-LED-Blitz. Das iPhone 7 bietet dann einen Quad-LED-Blitz, der ein gleichmäßigeres und natürlicher wirkendes Licht erzeugen soll. Auffälliger, und ebenfalls ein klares Upgrade, war ab dem iPhone X (2017) der Wechsel beim Display zu OLED. Und, sicherlich eines der markantesten neuen Features beim iPhone X, erstmals wurde Face-ID eingeführt. Das klappte so einwandfrei, dass viele User beeindruckt waren. Erst als Corona mit den Maskenpflichten aufkam, wünschten manche sich beim Bezahlen mit Apple Pay an der Kasse Touch-ID zurück. Doch das Problem hat Apple mit der Zeit auch gelöst. Dann eben – es geht ja bei diesem Artikel vor allem darum, welche Funktionen Apple beim iPhone gestrichen hat – war es beim iPhone X neben der Touch-ID auch der Wegfall des Home Buttons. Sehr ungewohnt zunächst.

Plötzlich ohne Ladegerät und Kopfhörer
Mit dem iPhone XR fiel außerdem das seit dem iPhone 6S-Modell gewohnte drucksensitive 3D-Touch weg, das auf dem Display weitere Zusatzoptionen eröffnete. An dessen Stelle kam aber “Haptic Touch”, mit dem es bei längerem Druck aufs Display ein haptisches Feedback durch Vibration gab. Diese Variante hat sich bis heute in die aktuellen Modelle hinein erhalten.

2020 zog Apple in der Kunst des Weglassens dann richtig durch, indem es sang- und klanglos sowohl das sonst mitgelieferte Ladegerät als auch die Earpods gestrichen hat – vorgeblich war dies, um der Umwelt durch weniger technische Geräte und Verpackungsmüll zu dienen, schließlich hätten die meisten iPhone-User bereits Ladegeräte oder Kopfhörer, auch von Drittanbietern, die sie weiter nutzen würden. Apple freilich soll dies eine Ersparnis von bislang 6,5 Milliarden US-Dollar eingebracht haben. Kein schlechter Deal für den iPhone-Hersteller aus Cupertino! User waren wenig von dieser Entscheidung begeistert. Inzwischen hat man sich wohl einigermaßen daran gewöhnt und findet in seinem Bestand oft tatsächlich noch voll funktionsfähige Ladederäte oder drahtlose Kopfhörer wie die Airpods.

Zukünftig: Keine Tasten und kein Lightning mehr
Die neueste Variante der Streichung bisher bekannter Funktionen oder Hardware-Komponenten ist 2022 mit dem iPhone 14 der Wegfall des SIM-Slots überhaupt gewesen. Dafür setzt Apple nun ausschließlich auf die eSIM. Das gilt in dieser Radikalität, bisher allerdings ausschließlich für die US-Version. In Deutschland zum Beispiel erhält man weiterhin das Fach für eine Nano-Simkarte, kann aber für eine Zweitverbindung ebenfalls die eSIM nutzen.

Soweit die Zusammenfassung des Artikels, der auch weitere Details berichtet. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht – beim iPhone 15 rechnet man bereits jetzt mit einem Wechsel von Lightning zu USB-C, weil das die EU-Richtlinien vorschreiben werden. Und auch, dass Apple komplett auf Tasten am iPhone verzichten könnte, wird bereits spekuliert. Es wird sich zeigen, was Apple sich sonst noch alles einfallen lässt. Oft, wenn auch nicht immer, zum Vorteil des Users. Hoffen wir…

Handy-Chip für Galaxy S23 vorgestellt

Mit dem Snapdragon 8 Gen 2 will Qualcomm einen flotten Chip für kommende High-End-Smartphones anbieten.

Qualcomm hat heute dem Snapdragon 8 Gen 2 sein kommendes System-on-a-Chip (SoC) für hochpreisige Smartphones vorgestellt. Laut Hersteller würde der Kombi-Chip künftige Flaggschiff-Smartphones revolutionieren. Eine neue Mikroarchitektur soll bis zu 3,2 GHz Takt ermöglichen. Dadurch soll die Performance um 35 Prozent steigen, gleichzeitig sei der neue Chip 40 Prozent effizienter. Auch die Adreno-Grafikeinheit soll fordernde Anwendungen bis zu 25 Prozent schneller darstellen.

Flotte KI-Einheit
Eine noch größere Steigerung im Vergleich zum Vorgänger findet sich im Bereich der KI-Rechenleistung. Der größere Tensor-Beschleuniger soll 4,35 mal so schnell arbeiten und dennoch effizienter mit dem Smartphone-Akku umgehen. Als Anwendungen stellt Qualcomm mit einer “Snapdragon Smart” getauften Technik bahnbrechende KI-Erlebnisse und eine schnellere natürliche Sprachverarbeitung samt Übersetzung in Aussicht.

200-Megapixel-Fotos und 8K-HDR-Videos
Im Bereich der Kamera hat Qualcomm Vorbereitungen für Sonys Quad Digital Overlap HDR-Technologie geschaffen und auch Samsungs erster 200-Megapixel-Bildsensor ISOCELL HP3 sei mit dem neuen SoC kompatibel. Der AV1-Codec sorge zudem dafür, dass sich Videos mit 8K-Auflösung samt HDR mit 60 Bildern pro Sekunde abspielen lassen. Dazu kommt mit “Snapdragon Connect” der nach Herstellerangaben weltweit erste 5G-KI-Prozessor in einer mobilen Plattform mit Wi-Fi 7 und High Band Simultaneous Multi-Link.

Galaxy S23 bekommt den neuen Chip
Für Gamer soll der Snapdragon 8 Gen 2 hardwarebeschleunigtes Raytracing und eine Unterstützung für das Metahumans Framework in der Unreal Engine 5 ermöglichen, mit dem sich fotorealistische Menschen in Spielen darstellen lassen sollen. Im Audiobereich lockt räumliches Audio mit dynamischem Head-Tracking und aptX Lossless. Zu den Kunden für den neuen Handy-Chip gehören laut Qualcomm Asus, Honor, Motorola, OnePlus, Oppo, Sony, Xiaomi und ZTE. Erste Geräte könnten schon Ende 2022 erscheinen. Auch im Anfang 2023 erwarteten Galaxy S23 von Samsung soll der neue Snapdragon zum Einsatz kommen.

Handyreparaturen in der EU werden einfacher

Geräte wie Handys und Tablets können in der EU künftig einfacher repariert werden.

“So müssen die Hersteller Reparaturinformationen und bestimmte Ersatzteile, wie z.B. Displays und Akkus, für sieben Jahre zur Verfügung stellen”, teilten das Bundeswirtschafts- und das Bundesumweltministerium am Freitag mit. Zuvor hatten sich die EU-Staaten und die EU-Kommission auf die neuen Regeln geeinigt. Nach Angaben der Ministerien sollen die Regeln im kommenden Jahr von der EU-Kommission final beschlossen und nach einer Übergangszeit von 21 Monaten für alle in der EU verkauften Geräte gelten.

Das EU-Parlament und die EU-Staaten haben theoretisch noch drei Monate Zeit, dem Vorhaben zu widersprechen, das gilt aber als sehr unwahrscheinlich. Wenn es keine Einwände gibt, kann das neue Gesetz angenommen werden.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sprach von einem guten Ausgleich zwischen den Interessen der Wirtschaft und des Klimaschutzes. “Niemand soll mehr ein Handy wegwerfen müssen, weil ein defekter Akku nicht entnommen werden kann”, teilte Umweltministerin Steffi Lemke mit. Die neuen Regeln schonten Ressourcen und legten die Grundlage für einen nachhaltigen Umgang mit Elektrogeräten, so die Grünen-Politikerin.

Google-WM-Suchtrends: Wer ist Favorit auf den Weltmeistertitel?

Auch die größte Suchmaschine der Welt kann nicht sicher vorhersagen, wer die Fußball-WM 2022 gewinnt. Diese interessanten Einblicke lässt ihre Auswertung dennoch zu.
Titelverteidiger Frankreich, Rekordweltmeister Brasilien oder doch die ewige Turniermannschaft Deutschland? Ließe sich schon vor der WM wissen, wer Weltmeister in Katar wird, würden einige Menschen viel Geld ins Wettbüro tragen. Einen Hinweis auf die größten Favoriten gibt auf Nachfrage der Nachrichtenagentur spot on new der Suchmaschinen-Riese Google. Diese Teams und Spieler werden weltweit am häufigsten gesucht.

Am wenigsten überraschen dürfte das Ergebnis der am häufigsten auf Google gesuchten Spieler. Der Portugiese Cristiano Ronaldo führt die Liste vor dem Argentinier Lionel Messi an, was auch die Größenverhältnisse sozialer Medien widerspiegelt. Auf Instagram etwa ist Ronaldo der einzige Mensch, der an einer halben Milliarde Followern kratzt (488 Millionen). Messi ist mit rund 360 Millionen Followern ebenfalls unter den Top fünf der weltweit größten Accounts.

Aber zurück zu Google: Der Brasilianer Neymar wird am dritthäufigsten gesucht und verweist seinen Pariser Teamkollegen Kylian Mbappé auf den vierten Platz. Für einige Fans dürfte Platz fünf zu den großen Überraschungen zählen, denn dort landet der Senegalese Sadio Mané – noch vor dem Polen Robert Lewandowski. Auf Platz sieben landet mit Manuel Neuer der am häufigsten gegoogelte deutsche Nationalspieler. Der Koreaner Son Heung-min, Luís Suarez aus Uruguay und der Engländer Harry Kane komplettieren die Top Ten.

Diese Teams werden am häufigsten gegoogelt
Damit, dass in Googles WM-Suchtrends Brasilien die Nummer eins ist und am häufigsten gesucht wird, war indes wohl zu rechnen, schließlich ist die Seleção schon lange der weltweite Fußball-Liebling. Auf Platz zwei der am häufigsten gegoogelten Teams landet Messis Argentinien, England komplettiert die Top drei. Ob das Mutterland des Fußballs jedoch wirklich zu den Topfavoriten zählt, ist fraglich: Das letzte und einzige Finale bestritt England 1966 in Wembley.

Die deutsche Nationalmannschaft stößt im Vergleich auf etwas weniger Interesse bei den Suchanfragen. Lediglich Platz sieben kommt in den WM-Suchtrends von Google für das DFB-Team heraus. Vor der Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick landet Mexiko auf Platz vier, Titelverteidiger Frankreich auf Platz fünf und Spanien auf Platz sechs. Ronaldos Portugal wird am achthäufigsten gegoogelt, Ecuador überrascht mit Platz neun und die Niederlande komplettieren die Top Ten.

Esperanto für das Smart Home: Was ist eigentlich Matter?

Beim Smart Home gab es bisher eine Art Sprachhürde – nicht jedes Gerät funktioniert mit jedem Standard und kann so nicht unbedingt mit einem anderen kommunizieren. Matter soll Abhilfe schaffen und viele Produkte miteinander verbinden.
Die Connectivity Standards Alliance (CSA) hat kürzlich den offiziellen Startschuss für Matter gegeben – und möchte damit den Weg in eine Smart-Home-Welt ebnen, die nicht mehr von unterschiedlichen Standards zurückgehalten wird. Funktioniert Apples Siri mit dieser Lampe? Kann der Google Assistant mit jener Steckdosenleiste interagieren? Und kann ich über meinen Smartspeaker mit Amazons Alexa auch dieses eine Thermostat regeln? All diese Fragen sollen künftig größtenteils der Vergangenheit angehören.

Was ist Matter?
Bisher hatten die großen Hersteller eigene Ökosysteme. Wer ein Smart-Home-Gerät zum Beispiel über einen Echo Dot von Amazon oder Apples HomePod mini ansteuern wollte, musste davor sicherstellen, dass das jeweilige Endgerät auch unterstützt wird. So konnte beispielsweise eine bestimmte smarte Kamera nur mit Alexa interagieren, eine andere wiederum nur mit Siri, als ob sie jeweils eigene Sprachen sprechen würden.

Matter soll hingegen Interoperabilität ermöglichen und ist durchaus mit einer Plansprache wie Esperanto vergleichbar, die eine Kommunikation für Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Muttersprachen gewährleisten soll. Sprecherinnen und Sprecher sollen einander verstehen können, egal ob sie aus Deutschland stammen, aus den USA oder Japan. Umgemünzt auf das Smart Home: Ein für Matter zertifiziertes Gerät soll unabhängig vom Hersteller mit einem anderen kommunizieren können – die Devices sprechen dann dieselbe Sprache.

Unter dem Mantel der Allianz haben sich laut Angaben von CSA mittlerweile mehr als 400 Mitglieder zusammengeschlossen, um den neuen Standard Matter weiterzuentwickeln oder zumindest zu unterstützen. Darunter befinden sich neben kleineren Unternehmen mit Amazon, Apple, Google, Samsung, LG oder auch Huawei viele Riesen aus der Welt der Technik – aber auch Ikea ist mit an Bord.

Die Vorteile für Verbraucherinnen und Verbraucher
Noch steht Matter am Anfang und wie sich das Ganze entwickeln wird, muss die Zukunft erst noch zeigen. Die Vorteile eines übergreifenden Standards für Konsumenten liegen aber auf der Hand. Das fängt schon beim teils undurchsichtigen Dickicht an bisherigen Standards an. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen künftig theoretisch nur noch darauf achten, ob ein Gerät Matter unterstützt. So muss womöglich dem intelligenten Wecker neben dem Bett also zum Beispiel nicht mehr per Google Assistant befohlen werden, dass er doch bitte aufhöre zu piepen. Ist er für Matter zertifiziert, können auch Siri oder Alexa auf Zuruf für Ruhe sorgen. Zudem soll die Einrichtung vieler Geräte mit Matter vereinfacht und vereinheitlicht werden.

Durch Matter soll auch die Auswahl an Anbietern für Verbraucher breiter werden. Wurden Produkte vieler Hersteller in einem kleineren Ökosystem zuvor nicht unterstützt, sollen Nutzer künftig auch über den bisherigen Tellerrand hinausschauen können. Die neue Konkurrenz könnte dabei mehrere positive Nebenerscheinungen mit sich bringen, denn wer sich am größeren Markt behaupten möchte, muss potenziellen Käuferinnen und Käufern auch etwas bieten. Hersteller müssen dann in Zukunft bestenfalls mit niedrigeren Preisen, besserer Qualität oder besonderen Funktionen ihrer Produkte auf sich aufmerksam machen und es reicht nicht mehr aus, nur eine von wenigen Alternativen anzubieten.

Geräte mit Unterstützung für Matter können über WLAN oder die neue Technologie Thread kommunizieren. Diese benötigt wenig Strom, ermöglicht es eingebundenen Devices über ein Mesh-Netzwerk miteinander zu sprechen und soll damit nicht nur für kürzere Reaktionszeiten sorgen, sondern auch die Stabilität eines Systems unterstützen. Fällt eines der Geräte aus, springt ein anderes ein. Zudem werden Befehle verschlüsselt direkt vor Ort verarbeitet und müssen etwa nicht erst an die Cloud geschickt werden.

Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich nun übrigens nicht zwingend neue Geräte kaufen, wenn sie ihr Smart Home erweitern und für den Standard fit machen möchten. Einige Hersteller wollen ältere Produkte in den kommenden Wochen per Update nachrüsten und haben auch in den vergangenen Monaten schon Geräte auf den Markt gebracht, die künftig mit Matter funktionieren sollen.

Was wird zum Start geboten?
Laut CSA werden zum Start einige Kategorien smarter Produkte unterstützt, aber noch nicht alle. Mit dabei sind unter anderem Elektrik und Beleuchtung, Türschlösser oder auch Jalousien. Teams arbeiteten derzeit zudem beispielsweise an einer Unterstützung für Haushaltsgeräte und Kameras. Auf der Homepage der CSA können Verbraucher auch nach unterstützten Geräten suchen.

Die großen Marken sind für den neuen Standard gerüstet oder bereiten sich gerade noch darauf vor. Google erklärte im Mai, dass viele seiner Smart-Home-Geräte entsprechende Updates erhalten sollen und diese etwa auch mit Android-Smartphones steuerbar sein sollen. Mit iOS 16.1 und iPadOS 16.1 rüstet Apple das iPhone und iPad für Matter und Amazon möchte ab Dezember 17 Echo-Geräte mit Matter über WLAN sowie Steckdosen, Glühbirnen und Schalter mit Android-Setup unterstützen. Anfang 2023 soll eine Verfügbarkeit für iOS, Thread und weitere Geräte folgen.