Xiaomi kündigt neues Android-Flaggschiff für Dezember an

Xiaomi möchte im Dezember ein weiteres Flaggschiff vorstellen und obwohl es bereits einige Modelle in diesem Jahr gab, wird das Redmi K30 das vermutlich letzte Modell für 2019 sein. Bevor wir dann Anfang 2020 das Mi 10 kommt.

Am 10. Dezember wird man die K30-Serie von Redmi zeigen und da von einer Serie die Rede ist, werden wir wohl wieder ein Redmi K30 und ein Redmi K30 Pro sehen. Es gab bereits einige Gerüchte zum Redmi K30 (Pro), es könnte unter anderem das erste Xiaomi-Smartphone mit 120 Hz Display werden.

Womit Xiaomi momentan selbst wirbt, ist 5G. Man besitzt zwar schon das ein oder andere 5G-Smartphone, aber es wird das erste Redmi-Modell mit 5G und soll das 5G-Jahr 2020 für Xiaomi einleiten. Xiaomi hat passend dafür auch eine neue Fabrik gebaut, womöglich wird das Redmi K30 Pro dort schon produziert.

Xiaomi: Redmi K30 Pro für Europa?

Wer Xiaomi kennt, der weiß, dass nach der Ankündigung des Events meistens viele Teaser und Details zu den Geräten folgen. Wir werden das natürlich genau verfolgen und euch auf dem Laufenden halten. Das Redmi K20 Pro kam als Xiaomi Mi 9T Pro (hier geht es zu unserem Test) auch nach Deutschland.

Mal schauen, ob wir das Redmi K30 (Pro) ebenfalls in Europa sehen werden, ich gehe aber stark davon aus. Das Event am 10. Dezember wird aber nur für China sein, daher vermute ich, dass wir die Modelle erst 2020 bei uns sehen werden.

Ich vermute übrigens auch, dass wir dieses Modell nicht als Xiaomi Mi 10T Pro in Europa sehen werden, sondern als Redmi-Smartphone. Xiaomi brachte bereits erste Redmi-Modelle in Europa auf den Markt und die Marke ist mittlerweile oft populärer, als die Mi-Reihe. Ich kann mir daher gut vorstellen, dass wir bei uns in Deutschland im Januar das Redmi K30 Pro im Einzelhandel sehen werden.

Monitor zum Arbeiten oder fürs Gaming – Welcher Monitor passt zu mir?

Du bist auf der Suche nach dem perfekten Monitor mit WQHD, 4K, 144Hz, G-Sync, FreeSync, 24″, 27″und mehr? Wir klären die wichtigsten Fragen rund um Bildschirme – inklusive Ratgeber!

Die Qual der Wahl: Wer sich einen neuen Bildschirm kaufen will, der wird heute vor folgende Fragen gestellt: Möchte ich hauptsächlich zocken oder doch lieber vor allem im Internet surfen? Und welche Auflsöung darf es sein? Daneben gibt es mittlerweile die verschiedensten Techniken wie FreeSync und G-Sync, die die Käufer ebenfalls vor Fragen stellen.

Im folgenden wollen wir daher erklären, worauf man beim Kauf eines Bildschirms achten sollte, damit sich der neue Bildschirm nicht als Fehlkauf entpuppt und ihr euer Geld zum Fenster hinaus geworfen habt. Wir erklären euch:

Welcher Bildschirm zum dir am ehesten passt

Welcher ist der beliebteste Monitor auf Amazon?

Welche Technik gibt es bei Bildschirmen?

Was sind Hertz-Rate, Tearing und FreeSync/G-Sync?

Reaktionsgeschwindigkeit vs. Input-Lag

Welche Bildschirme sind empfehlenswert?

Welcher Bildschirm passt zu mir?

Wer sich einen neuen Bildschirm oder Monitor kauft, der muss sich grundsätzlich überlegen, was er damit machen möchte. Arbeite ich hauptsächlich mit meinem PC oder zocke ich hauptsächlich schnelle, reaktionsschnelle Spiele? Wir stellen euch die wichtigsten Gruppen vor:

Office- und Internetnuzer: Wer seinen PC hauptsächlich zum Arbeiten oder Surfen verwendet, für den reicht ein günstiger Full-HD-Bildschirm völlig.

Fotobearbeitung: Bearbeitet ihr Fotos oder wollt sie in voller Auflösung sehen, dann können sich auch Auflösungen wie WQHD und 4-K anbieten. Sind die Bilder zu groß für den Bildschirm, dann skalieren die Bilder runter. Das bedeutet, dass die Bilder nicht mehr in der kompletten Auflösung dargestellt werden können.

Gaming: Fürs Gaming sind vor allem hohe Bildwiederholungsraten und hohe Auflösungen von Vorteil. Das größte Problem ist hier meistens der PC. Für hohe Auflösungen jenseits von Full-HD braucht ihr viel Leistung mit einer starken CPU und einer schnellen Grafikkarte.

Viele neue Grafikkarten wie die 5000er-Serie von AMD oder die Super-Serie von Nvidia schaffen mittlerweile auch WQHD ohne große Leistungseinbußen.

Für Menschen mit schwacher Hardware kann es aber durchaus auch ein Full-HD-Bildschirm sein, da hier die Grafikkarte höhere Bildwiederholfrequenzen schafft als auf einem WQHD oder 4-K-Bildschirm.

Welcher Monitor ist der beliebteste auf Amazon?

Der beliebteste Monitor auf Amazon ist der Samsung C27F396F. Auf Amazon gibt es 1597 Bewertungen mit einem Durchschnitt von 4,5 Sternen.

Darum ist er so beliebt: Vielen Käufern gefällt das Curved-Design und die gute Verarbeitung. Vor allem liege dem Bildschirm ein HDMI-Kabel und sogar noch eine Setup-CD mit den passenden Treibern bei. Einige Käufer kritisieren vor allem die wenigen Einstellungsmöglichkeiten des Monitors, gerade mal hell und dunkel seien möglich.

Welche Typen von Monitoren gibt es?

TN (Twisted Nematic): Sind in der Herstellung günstig, die Bildqualität hängt aber stark vom Blickwinkel ab: Die Flüssigkristallmoleküle ordnen sich in eine vorgegebene, aber starre Richtung.

VA (Vertical Alignment): Flüssigkristalle des LCD stehen senkrecht zur Monitoroberfläche. Das bedeutet, die Bildqualität ist auch bei schrägen Blickwinkel besser als bei einem TN-Panel.

IPS (In-Plane Switching): Flüssigkristalle drehen sich mit dem Display, dadurch sind Bild- und Helligkeitsverlust auch bei schrägen Winkel deutlich geringer als etwa bei TN oder VA.

Hertz-Rate und FreeSync/G-Sync

Die Hertz-Frequenz eines Bildschirms beschreibt die Bildwiederholfrequenz. Je höher die Bildwiederholfrequenz desto flüssiger kommen uns Spiele beim Zocken vor. Für Personen, die hauptsächlich Filme schauen oder Bilder bearbeiten, reicht ein 60-Hertz-Bildschirm völlig aus. Für Personen, die überwiegend zocken und vor allem reaktionsschnelle Spiele wie Shooter spielen, dürfen es auch mehr als 60 Hertz sein.

FreeSync/Gsync

Schafft die Grafikkarte keine 60 Bilder pro Sekunde, dann kommt es zu Tearing-Effekten.

Tearing:
Zu Tearing kommt es, wenn Aufbau und Anzeige von Bildern nicht mit dem Monitor synchronisiert sind. Der Betrachter sieht dann mehrere Einzelbilder gleichzeitig. Man bekommt das Gefühl, dass die Bilder zerrissen (englisch „tear“) werden.

Hier helfen V-Sync, Freesync und G-Sync: Sie passen die Bildwiederholrate an das Tempo der Grafikkarte an. So stellt der Monitor immer dann ein Bild dar, wenn es die Grafikkarte fertig berechnet hat. Hier muss man aber beachten, dass AMD auf FreeSync setzt, während Nvidia auf den proprietären Standard G-Sync setzt.

Mittlerweile unterstützen Nvidia-Grafikkarten zum Teil auch FreeSync. Hier kommt es hauptsächlich auf den Treiber von Nvidia an: Die 10-Series, 16-Series und 20-Series von Nvidia mit einer Treiberversion 417.71 oder höher unterstützen mittlerweile auch FreeSync.

Wie finde ich heraus, ob mein Bildschirm FreeSync/G-sync unterstützt?

Kauft man einen Bildschirm, steht fast immer fett dabei, mit welchem Standard ein Bildschirm funktioniert. FreeSync und G-Sync lassen sich auch anhand ihres Symbols gut voneinander unterscheiden.

Alternativ bietet die Wikipedia mittlerweile eine umfangreiche Liste, wo aufgelistet ist, welcher Bildschirm welchen Standard unterstützt. Sowohl für FreeSync als auch für G-Sync gibt es eine eigene Liste.

Reaktionsgeschwindigkeit vs. Input-Lag

Zwei Zahlen, die in Millisekunden (ms) gerechnet werden, gern durcheinander geschmissen, aber etwas anderes meinen:

Reaktionszeit: Die Reaktionszeit eines Bildschirms beschreibt, wie schnell ein Pixel seine Farbe wechseln kann. Bewegt ihr euch beispielsweise in einem Shooter sehr schnell, dann müssen die Pixel auch dementsprechend schnell die Farbe wechseln. Hier sind also geringe Zeiten von Vorteil.

Input-Lag: Die Latenz beschreibt die Zeit, wie schnell das Bild von der Grafikkarte zum Bildschirm kommt und anschließend angezeigt wird. Hier sind ebenfalls geringe Zeiten von Vorteil.

Eine hohe Latenz wird schließlich zum Input-Lag: Bewegt ihr euren Mauszeiger, die Bewegung kommt aber erst gefühlt Sekunden später am Bildschirm an, dann lagt das Spiel.

Ratgeber für Monitore

Im folgenden stellen wir euch vor, welche Bildschirme sich für welchen Typ am besten eignen. Dabei starten die Bildschirme bei 23,5 Zoll und enden bei 31 Zoll.

Bildschirm für die Mittelklasse

Der Asus VG248QE ist wird im Test der Gameswelt als gelungener Gaming-Bildschirm bezeichnet. Der Bildschirm biete tolle Reaktionszeiten und ein schlierenfreies Bild unter 120 und 144 Hz und biete satte Farben. Zu bemängeln sind vor allem das im direkten Vergleich zu Konkurrenz etwas schlechtere Bild und die schlechte Blickwinkelstabilität.

Bildschirm für Enthusiasten und Profi-Gamer

Die GameStar bezeichnet den Asus ROG Strix XG258Q als „extrem schnellen Spielermonitor.“ Der Hersteller richtet sich dabei aber vor allem an Profi-Gamer. Denn für 240 Hertz würde man einen sehr schnellen Rechner benötigen. Der Bildschirm würde vor allem von seinem guten TN-Panel und einer hohen Helligkeit profitieren.

Welcher Bildschirm ist bei Streamern beliebt?

Besonders bei den Streamern und E-Sportlern in den USA erfreut sich der LG 27GL850-B großer Beliebtheit. E-Sport-Teams wie Cloud9 und Team SoloMid in League of Legends verwenden diesen Bildschirm.

Bildschirm mit WQHD und G-Sync

Laut PCWelt ist der AOC Agon AG271QG sehr gut für Gamer geeignet. Der Bildschirm bietet eine WQHD-Auflösung von 2560 x 1440 Bildpunkten, G-Sync-Technik und eine maximale Bildrate von 165 Hertz. Dazu biete der Bildschirm eine gute Bildqualität mit sehr schnellen Bildraten und viele ergonomischen Einstellmöglichkeiten. Als Schwächen benennen die Tester den hohen Stromverbrauch und den hohen Preis.

ildschirm mit WQHD und FreeSync

Der AOC Q3279VWF ist laut Test von Mobilegeeks gut zum Arbeiten und Spielen geeignet. Der Bildschirm biete eine tolle Darstellung für einen angemessenen Preis. Der Tester bemängelt vor allem die Ergonomie des Bildschirms, da sich die Höhe nicht einstellen lässt.

Preis-Tipp für Fotobearbeitung

Da viele Bildschirme für Fotobearbeitung sehr teuer sind, ist der LG 27UD58P-B laut Chip.de ein Preis-Tipp für Fotografen. Der Bildschirm decke immerhin noch einen AdobeRGB-Farbraum von 74,0 % ab und die IPS-Technik sei hervorragend. Dafür besitze der Bildschirm nur wenig Sonderausstattung und eine geringe Helligkeit. Für die meisten Fotografen dürfte dies aber völlig in Ordnung sein.

Android Updates sollen künftig viel schneller erfolgen

Google will die Update-Probleme von Android mit einer neuen Strategie beheben. Teil davon sind Vereinfachungen für Entwickler, die an Android arbeiten.

Android OS, das auf Linux basiert, bietet jede Menge Vorteile, unter anderem die Modularität des Frameworks. Allerdings liegt genau darin auch ein zentrales Problem von Android begründet: nämlich die Fragmentierung der verschiedenen Android-Versionen.

Weil viele unterschiedliche Smartphone-Hersteller ihre Geräte mit angepassten Android-Versionen ausstatten, müssen sie von Google ausgelieferte Updates erst für die jeweilige Hardware anpassen. Und das kann teilweise ganz schön lange dauern – vor allem, weil es sich auch finanziell nicht mehr auszahlt, je älter die Smartphones werden. Aber selbst Besitzer neuer Smartphones warten oft Monate auf ein Android-Update, das Google längst veröffentlicht hat.

Um diesem seit Jahren vorherrschenden Ärgernis von Android OS zu begegnen, hat Google mittlerweile verschiedene interne Projekte am Start, die Abhilfe schaffen sollen. Wie von GoogleWatchBlog zusammengefasst handelt es sich dabei um Project Treble, Project Mainline und ein neuer Linux-Kernel:

Project Treble gibt es seit Android Oreo und teilt Android in mehrere Layer auf. Dadurch müssen Smartphone-Hersteller nur noch das obere Layer anpassen – alles andere lässt sich mit Googles Standardversion updaten.

Project Mainline existiert seit Android 10 und basiert auf Project Treble und teilt das Betriebssystem in einzelne Module auf, die Google größtenteils selbst und herstellunabhängigüber den Play Store mit Updates versorgen kann.

Ganz neu ist die Info, dass der Android-Kernel künftig vollständig auf den Linux-Kernel setzen soll und damit Anpassungen überflüssig macht. So kann Google einfach den aktuellsten Linux Stable Kernel nutzen und erforderliche Anpassungen der Chipsatz-Hersteller sollen über separate Module erfolgen.

Google setzt ergänzend dazu auf einen Update-Zwang für alle Hersteller, die Android nutzen wollen. Dieser Zwang fällt allerdings ziemlich zahm aus. Zwar verpflichtet Google die Hersteller zu Sicherheitsupdates und Android-Updates für mindestens zwei Jahre nach Verkaufsstart der Smartphones oder Tablets. Wann die Hersteller diese Updates aber innerhalb des Zeitrahmens ausrollen, bleibt ihnen selbst überlassen.

Trotzdem dürften die Vereinfachungen und die Umstrukturierung von Android insgesamt den Update-Prozess deutlich erleichtern. Weil Google jetzt mehr Einfluss auf die Versorgung der Geräte mit Android-Updates besitzt, werden Android-Nutzer künftig schneller in den Genuss entsprechender Aktualisierungen kommen.

Knackgeräusche beim neuen Macbook Pro 16 Zoll

Apple-Nutzer berichten beim neuen Macbook Pro 16 Zoll von Audioproblemen, die sich bei einigen Anwendungen in Form von Knackgeräuschen zeigen. In der Vergangenheit hat Apple solche Probleme per Softwareupdate behoben.

Das neue Macbook Pro mit 16 Zoll großer Bilddiagonale soll Störgeräusche der integrierten Lautsprecher verursachen. Diese seien von der verwendeten Anwendung abhängig: In Safari bereite das Spulen von Videos Probleme, in Chrome nicht. Das berichten Nutzer des Notebooks beispielsweise im Forum von Macrumors. Dort wird auch beschrieben, dass die Knackgeräusche in Apples Anwendungen wie Final Cut Pro X beim Spulen aufträten.

Wer einen Kopfhörer oder externe Lautsprecher anschließt, hat den Beiträgen in den Foren zufolge keine Probleme. Ob Apple das Problem mit einem Softwareupdate beheben kann, ist nicht bekannt. In der Vergangenheit konnte Apple ähnliche Störgeräusche bei seinen Notebooks beseitigen, ohne etwas an der Hardware zu verändern.

Apples neues Macbook Pro hat im Vergleich zu den Vorgängermodellen mit 16 Zoll eine etwas größere Bildschirmdiagonale und ein neues Audiosystem. Die Tastatur ist nicht mehr mit dem fehleranfälligen Schmetterlings-, sondern wieder mit einem Scherenmechanismus ausgerüstet. Bei allen drei Vorgängermodellen geriet schnell Staub unter die Tasten, die einen sehr geringen Hub aufwiesen und so leicht blockierten. Beim neuen Macbook Pro ist wieder ein Hub von 1 mm vorhanden.

Das Macbook Pro 16 Zoll kostet in Deutschland in der Basiskonfiguration mit 2,6-GHz-Core-Prozessor, 512 GByte Speicherplatz und AMD Radeon Pro 5300M 2.700 Euro – so viel wie das bisherige 15,4-Zoll-Modell.

Collapse OS – Flexibles Betriebssystem soll auch nach dem Weltuntergang funktionieren

Ein Entwickler arbeitet an einem Betriebssystem, das sogar auf improvisierten Computern nach einem globalen Nuklearkrieg funktionieren soll.

Die Weltuntergangsuhr steht auf zwei Minuten vor 12 und der nächste Krieg wird aufgrund der nuklearen Arsenale verheerend – beim Thema Postapokalypse gibt es viele spekulative Szenarien. Doch eins ist den miesten gemein: Computer werden keine mehr gebaut.

Mehr als improvisierte Systeme wird es nicht geben, doch die laufen eher selten mit Windows oder ähnlichen Betriebssystemen. Virgil Dupras, ein Entwickler, der sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat, bietet dafür eine Lösung.

Flexibler Kernel sorgt für Kompatibilität

Sein Collapse OS soll auf einfachsten Systemen funktionieren. Aktuell ist es ein Unix-basierter Kernel für Z80-Prozessoren, der mit einer Reihe von Programmen und Dokumentation kombiniert ist. Der Z80-Prozessor an sich hat mit moderner Elektronik allerdings nicht viel gemein.

Dennoch sollen rudimentäre Programme wie Textverarbeitung damit ausgeführt werden können. Auf einem Sega Master System und dem Megadrive wurde Collapse OS bereits erfolgreich getestet, mit grafischer Ausgabe und Eingabemöglichkeiten.

Der Trick von Collapse OS ist es, sich an das System anzupassen, indem verschiedenste Ein- und Ausgabestandards und zahlreiche verschiedene Speichermedien unterstützt werden. Das System soll sich dabei sogar selbst je nach System konfigurieren können.

Das finale Ziel des Entwicklers ist, dass jeder ohne zusätzliche Anleitung Collapse OS auf einem wie auch immer zusammengebauten Rechner kompilieren und ausführen können soll. Die Selbstzusammensetzung funktioniert auch schon, sofern genug Speicher und RAM vorhanden ist.

Ein Tutorial auf Makerpro erklärt sogar, wie man auf Basis des Z80 selbst einen kleinen Computer zusammenbauen kann. Dupras wählte den Z80, weil der 8-Bit-Rechnerimmer noch in Gebrauch ist und in zahlreichen Systemen wie Taschenrechnern oder Controller-Systemen zum Einsatz kommt.

Weil bei einem solchen Projekt weitere Hilfe und Ideen hilfreich sind, hat Dupras das Projekt mittlerweile auf Github hochgeladen.

Google will Android neu aufstellen: Betriebssystem soll umgebaut werden

Android-Nutzer wissen: Es dauert ewig, bis auf ihrem Smartphone das neue Systemupdate verfügbar ist. Wenn es um Systemupdates auf lange Sicht geht, zieht Android gegenüber seinem großen Rivalen iOS nach wie vor stets den Kürzeren. Doch dieses und einige weitere Probleme möchte Google nun angehen und muss das gesamte Betriebssystem dabei von innen heraus neu aufstellen.

Das Android-System baut auf einem ziemlich stark von Google modifizierten Linux-Kernel auf. Dieser Kernel ist dabei eines der wichtigsten Bestandteile der Software, denn es fungiert als eine Art zentrales Modul während der Nutzung von Smartphones: Als Schnittstelle zwischen der auf dem Handy installierten Software und der verbauten Hardware (Touchscreen, CPU, …) könnte man den Kernel als eine Art “Kern des Systems” bezeichnen. Dementsprechend spielt er für die Entwicklung neuer Android-Versionen auch stets eine wichtige Rolle: Mit einer neuen Version des Betriebssystems geht immer auch eine neue Kernel-Version einher. Passen Kernel und Software nicht zusammen, kann das massive Folgen bis hin zum vollständigen Defekt des Gerätes haben.

Da Hersteller viel Geld in die Entwicklung einer neuen Kernel-Version mit jedem Update stecken müssen, wird der Support von Systemupdates vieler Android-Geräte bereits nach zwei Jahren eingestellt. Low-Budget-Devices werden nicht selten sogar nur mit einem größeren Systemupdate versorgt. Dieses und einige weitere, kleinere Probleme möchte Google mit einem drastischen Schritt und einer riesigen Mammut-Aufgabe nun verändern.

CPU-Hersteller sollen Kernel erweitern können

In Zukunft möchte Google für sein mobiles Betriebssystem auf einen neuen Kernel setzen, der vollständig auf Linux basiert und nicht mehr wie bisher so stark von Google bearbeitet wird. Dennoch möchte der US-Gigant weiterhin ermöglichen, den Linux-Kernel anzupassen: Statt eines direkten Zugriffs in den Quellcode des Kernels sollen Chipset-Hersteller, darunter Qualcomm, Snapdragon, Huawei und Co, den Linux-Kernel einfach erweitern können. Somit soll ein längerer Support eines Kernels für das Android OS ermöglicht werden, da pro Update weniger Mühen in die Weiterentwicklung gesteckt werden muss.

Bisher sind diese Pläne noch sehr theorie-lastig. Allen Anschein nach sind interne Pläne von Google allerdings bereits weiter fortgeschritten. Womöglich lassen sich daher bereits ab Android 11 R erste Veränderungen im Kernel finden. Auf Dauer könnte das zu einem längeren Support aller Android-Smartphones mit Systemupdates führen. Vor allem mit Project Treble hat Google bereits eine gute Arbeit geleistet, den Herstellern das Importieren neuer Android-Versionen zu erleichtern. Auch das Android-One-Programm schlägt positives Feedback: Garantierte Systemupdates über mindestens zwei Jahre und Sicherheitsupdates über drei Jahre geben dem User eine gewisse Zukunftssicherheit vor dem Kauf – auch, wenn die Update-Politik noch nicht an die von Apple heranreicht.

Precision 5540: Dell Workstation bietet gute Akkulaufzeit trotz 4K-Panel

In unserem gerade veröffentlichten Test zu Dells Precision 5540 zeigt sich die Workstation mit einem sehr ansprechenden Design und hochwertiger Verarbeitung. Die Anschlussvielfält fällt dabei zwar etwas gering aus, aber dafür steht ein Thunderbolt-3-Port bereit, mit dem sich viele Schnittstellen per Adapter realisieren lassen. Das Kernstück des Precision 5540 ist der Intel Core i9-9980HK, der sich dank offenem Multiplikator auch zum Übertakten eignet. Ob das wiederum angebracht ist bleibt fraglich, da die Leistung der CPU ohnehin schon etwas niedriger liegt als wir es erwartet hätten. Hinzu kommt eine deutliche Erwärmung des Gehäuses, die sich in der Cinebench-R15-Dauerschelife auch bei der Leistung widerspiegelt.

Das OLED-Panel der 4K-Option zeigt sich hingegen von seiner besten Seite. Die Leuchtkraft ist angemessen und die gläserne Bildschirmoberfläche ist erfreulich resistent gegen Spiegelungen. Zudem ist das Panel ab Werk bereits sehr gut kalibriert, sodass unsere eigene CalMAN-Messung nur eine sehr geringe Verbesserung erwirken konnte. Im Großen und Ganzen ist das Dell Precision 5540 eine sehr hochwertig verarbeitete Workstation mit guten Wartungsmöglichkeiten, sehr guten Eingabegeräten und einem hervorragenden Display. In der FullHD-Option dürfte die Laufzeit nochmal deutlich länger ausfallen, die tendenziell eher zu starke Erwärmung sollten Kaufinteressenten aber im Hinterkopf behalten. Für mehr Details lohnt sich ein Blick in unseren Testbericht.

Playstation 5: PC-Build mit gleichem Preis und gleicher Leistung ist kaum möglich

Die Website PC Games N hat sich in einem Rechenbeispiel daran versucht, die Leistung einer Playstation 5 mit PC-Komponenten nachzubilden. Selbst ohne Windows-Lizenz lässt sich diese aber wohl kaum für denselben Preis erreichen. Überraschend ist das nicht: Die Playstation 5 wird in großen Stückzahlen produziert und bringt Sony zudem nachträglich noch Geld ein.

Konsolen anhand des Preises oder der Leistung mit dem PC zu vergleichen ist immer ein etwas heikles Thema. Die Konsolen werden in großen Stückzahlen hergestellt und bieten aufgrund der einheitlichen Plattform mitunter optimierte Software, während Computer wesentlich flexibler einsetzbar sind und dafür mehr Wartungs- bzw. Konfigurationsaufwand mit sich bringen.

500 Euro für PS5-Leistung?

Trotzdem ist ein Vergleich nicht ganz uninteressant, schließlich kauft man auch mit einer Konsole eine Rechenmaschine, die zudem seit der letzten Generation auf PC-Hardware setzt. Die Kollegen von PC Games N haben sich an dem Rechenspiel versucht und nachgerechnet, ob sie die voraussichtliche Leistung einer Playstation 5 mit aktuellen oder bis dahin verfügbaren Komponenten in einem PC unterbringen können.

Für die Playstation 5 wird ein Preis von 500 US-Dollar vermutet, während im Inneren ein SoC von AMD arbeiten soll. Dieser soll erneut acht Kerne bieten, aber auf Basis der aktuellen Zen-2-Architektur. Die Grafikkarte ist hingegen eine Unbekannte, denn die RDNA-2-Architektur ist bis jetzt noch nicht vorgestellt worden. PC Games N erwartet hierbei 8 Gibibyte GDDR6-RAM und ungefähr die doppelte Leistung einer Playstation 4 Pro, was ungefähr einer RX 5700 XT entspricht, wenn man rein die FLOPS vergleicht.

Passend zum Thema: Controller zur Playstation 5: Patent zeigt bekanntes Design und eine Neuerung

Der Ryzen 7 2700X kostet derzeit 190 US-Dollar, für den Ryzen 7 3700X dürfte man nächstes Jahr in etwa denselben Preis erwarten. Dieser taktet aber voraussichtlich deutlich höher als der SoC der Playstation 5, womöglich wäre man mit einem Ryzen 5 3600 (Der Vorgänger kostet aktuell 100 US-Dollar) also näher am Endergebnis.

Da es derzeit noch keine vergleichbare Grafikkarte gibt, ist dieser Punkt schwierig zu schätzen. PC Games N geht von optimistischen 200 US-Dollar aus, die durch die stärkere Konkurrenz von Nvidias Ampere-Grafikkarten und den daraus resultierenden Preiskampf ermöglicht werden soll. Somit bleiben nur noch 200 US-Dollar für Netzteil, Gehäuse, SSD, RAM, Mainboard, das Blu-Ray-Laufwerk sowie eine Windows-Lizenz.

Insgesamt kommt die Website somit auf knapp 600 US-Dollar, wenn man das Laufwerk und die Windows-Lizenz weg lässt. Wirklich verwunderlich ist das Verfehlen des Ziels aber nicht, schließlich lässt Sony die Playstation 5 in großen Mengen produzieren und erhält dementsprechend günstige Angebote. Wer nächstes Jahr also vor der Entscheidung steht, macht mit der Konsole aus Leistungssicht wohl keinen Fehler. Man sollte aber bedenken, dass beispielsweise Plattform-Gebühren das Bild wieder trüben können.

Xiaomi Mi Note 10 im Test: Fünffacher Spaß mit dem Kamera-Flaggschiff

Xiaomi hat mit dem Mi Note 10 ein durchaus ungewöhnliches Flaggschiff veröffentlicht. Denn man setzt auf einen Mittelklasse-SoC, den Qualcomm Snapdragon 730G, bewegt sich bei den restlichen Daten aber im High-End-Bereich. Das wohl interessanteste Merkmal ist dabei sicherlich die Penta-Kamera mit fünf Linsen. Das hat dann auch mich enorm gereizt und so habe ich mir das Xiaomi Mi Note 10 in einem Test genauer angeschaut.

Auch bzw. gerade nach der Zeit, die ich mit dem Xiaomi Mi Note 10 verbringen konnte, wundere ich mich noch immer: Warum hat der chinesische Hersteller auf einen Qualcomm Snapdragon 855 verzichtet? Denn der SoC ist tatsächlich ein Schwachpunkt des Mi Note 10 – doch dazu später noch etwas mehr. Wie ihr sicherlich wisst, ist dieses mobile Endgerät in China unter dem Namen CC9 Pro unterwegs und kostet dort ca. 357 Euro. In Europa hält Xiaomi die Hand etwas weiter auf. So könnt ihr das Xiaomi Mi Note 10 in Deutschland aktuell für etwa 525 Euro mitnehmen.

Damit ist das neue Kamera-Flaggschiff teurer als das Xiaomi Mi 9, welches für 449 Euro an den Start gegangen ist – mit dem Snapdragon 855 (aber nur 64 statt 128 GByte Speicherplatz). Trotzdem nehme ich das mittlerweile günstigere Mi 9 mal weiter als kleines Vergleichsbeispiel, denn es bietet auch Wireless Charging mit bis zu 20 Watt. Auch das fehlt leider beim Xiaomi Mi Note 10. Worin liegen dann die Vorzüge des zuletzt genannten Modells? Hilft da vielleicht der Blick auf die technischen Daten?

Technische Daten Xiaomi Mi Note 10

Display: 6,4 Zoll, AMOLED, 2.340 x 1.080 Pixel, Always-On (optional), Corning Gorilla Glass 5, Fingerabdruckscanner im Display

OS: Android 9 mit MIUI 11 als Oberfläche (Update ist angekündigt)

SoC: Qualcomm Snapdragon 730G, Octa Core mit bis zu 2,2 GHz Takt

GPU: Adreno 618

RAM: 6 GByte (LPDDR4X)

Speicherplatz: 128 GByte (UFS 2.1)

Akku: 5.260 mAh (30-Watt-Schnellaufladung)

Penta-Hauptkamera: 108 (Weitwinkel, f/1.69, OIS) + 12 (Telephoto, f/2.0) + 5 (Telephoto, f/2.0, OIS) + 20 (Ultra-Weitwinkel, f/2.2) + 2 (Makro) Megapixel

Frontkamera: 32 (f/2.0) Megapixel

Schnittstellen: 4G LTE, NFC, GPS, 3,5-mm-Audio, USB Typ-C, Wi-Fi 802.11 ac, Bluetooth 5.0

Maße / Gewicht: 157,8 x 74,2 x 9,67 mm / 208 g

Farben: Midnight Black, Glacier White, Aurora Green

Besonderheiten: Hi-Res Audio, Face Unlock

Lieferumfang: Smartphone, Ladegerät (30 Watt)

Preis: 549 (6 / 128 GByte) bzw. für die Pro-Version 649 (8 / 256 GByte) Euro

Wie ihr seht, hat das Xiaomi Mi Note 10 gegenüber dem Mi 9 noch einen weiteren Vorzug: Der Akku ist mit 5.260 mAh deutlich üppiger ausgefallen. Mag zudem ebenfalls noch manchem wichtig sein – das Mi Note 10 behält außerdem noch den Port für 3,5-mm-Audio bei. Gut, mit einem im Vergleich zum Mi 9 größeren Akku konnte aber auch schon das Mi 9T Pro punkten. Letzteres setzte zudem auf eine Pop-Up-Kamera. Jene spart man sich beim Mi Note 10. Stattdessen finden wir hier im AMOLED-Display einen kleinen Notch vor, ähnlich wie eben beim Mi 9.

Auf den ersten Blick mag manchem der Preis des Xiaomi Mi Note 10 aber im direkten Vergleich mit den anderen Premium-Smartphones des Herstellers zu hoch gegriffen vorkommen. Man zahlt eben einen saftigen Aufpreis für die Fünffach-Kamera mit dem neuen Samsung ISOCELL Bright HMX als Hauptsensor.

Doch das Xiaomi Mi Note 10 will auch mit seinem Design punkten und sich so bei Smartphone-Liebhabern einschmeicheln. Kommen wir also direkt zur Ausstattung und Verarbeitung des Geräts. Danach werde ich einen Benchmark-Parkour starten, bevor ich kurz auf das Display und danach auf die Kameras eingehe. Es folgen dann einige Anmkerungen zu meinem Nutzungsalltag, bevor ich mein persönliches Fazit zum Xiaomi Mi Note 10 ziehe.

Ausstattung und Verarbeitung

Eine „Eigenart“ des Xiaomi Mi Note 10, die es haptisch wie optisch von seinen Geschwisterlein aus dem gleichen Hause abhebt, ist das Display-Design. So biegt sich der Bildschirm quasi am Rand bzw. schmiegt sich um die Seite – das kennt man ja auch von einigen Samsung-Smartphones. Ob man dieses Curved-Design mag, ist natürlich Geschmacksache. Ich hätte lieber ein komplett flaches Display gehabt, denn die Blickwinkel verändern sich am Rand bzw. die Farben werden dort verfälscht, so dass mich das im Alltag immer wieder ein wenig gestört hat. Man gewöhnt sich aber daran.

Auf dem obigen Bild seht ihr, was ich mit der „Biegung“ meine. Auch der kleine Notch im Display ist Geschmackssache, denn immer wieder gibt es ja in den Kommentaren Notch-Hasser unter euch. Mich stört er nicht, ich weiß aber, dass einige von euch das anders sehen.

Xiaomi setzt für das Mi Note 10 auf eine Kombination aus Glas an Vorder- und Rückseite sowie einen Rahmen aus Metall. Das Design und die Verarbeitung spielen auf hohem Niveau, das ist man von Xiaomi gewohnt. Allerdings kam ich während des Tests oft ins Schwitzen, denn ich bin jemand, dem das Smartphone gerne mal aus der Hand gleitet. Robuste Schutzhüllen sind daher für mich Pflicht. Im Lieferumfang des Mi Note 10 liegt zwar eine dünne Silikonhülle bei, die gewährt bei einem Sturz aber nur rudimentären Schutz. Ich hoffe darauf, dass Spigen da mit einem Rugged Armor Case bald nachzieht.

Rechts beherbergt das Xiaomi Mi Note 10 die Lautstärkewippe und darunter den Power-Button und auch der Slot für die SIM-Karten sitzt ungewöhnlicherweise an derselben Seite – allerdings am unteren Rand. Somit ist die linke Seite des Rahmens frei von gesonderten Elementen. Unten findet ihr dann den obligatorischen Port für USB Typ-C vor – und daneben den Anschluss für Kopfhörer.

Wenn mich noch etwas am Design stört, das liegt aber in der Natur der Sache, dann sind es die Kamera-Aussparungen an der Rückseite. So gibt es aufgrund der fünf Linsen gleich zwei, die untereinander sitzen. Die obere mit drei Linsen sticht mehr heraus als die untere. Xiaomis beiliegende Schutzhülle ist zu dünn, sodass das Mi Note 10 immer auf den Linsen ruht, wenn ihr es ablegt. Außerdem grabbelt man noch leichter beim Hervorziehen des Smartphones aus der Tasche auf eine der Linsen. Es ist eben mehr „Angriffsfläche“ da, um sich zu vertun.

Optisch und haptisch wirkt das Xiaomi Mi Note 10 aber einwandfrei wie ein High-End-Smartphone und gefällt mir ausgesprochen gut. Trotz seiner Größe liegt es für mich gut in der Hand, ist aber aufgrund des beidseitigen Glases etwas zu rutschig für meinen Geschmack. Ich rate daher jedem Käufer dazu nach einer robusten Schutzhülle zu fahnden.

Benchmarks und Leistung

Viele von euch interessieren sich für synthetische Benchmarks. Die Ergebnisse sollte man immer mit Vorsicht genießen, da sie nur einen Fingerzeig geben bzw. über die Performance im Alltag nur begrenzt etwas aussagen. Trotzdem sind sie ganz hilfreich, um unterschiedliche Chips und Geräte grob einzuordnen. Und wie schlägt sich das Xiaomi Mi Note 10 da so? Seht selbst:

Als kleiner Hinweis: Das Xiaomi Mi 9T, das den Qualcomm Snapdragon 730 statt des 730G verwendet, kam z. B. in AnTuTu in Caschys Kurztest auf 209.250 Punkte, liegt also deutlich hinter dem Mi Note 10 mit 254.615 Punkten. Wiederum habe ich mal einen Wert des Mi 9 ausgegraben – jenes liegt bei mehr als 370.000 Punkten. Auch ein Xiaomi Mi 8 ist mit ca. 270.000 Punkten vor dem Xiaomi Mi Note 10 zu sehen. Die schiere CPU- und GPU-Leistung steht also mit beiden Beinen in der Mittel-und nicht in der Oberklasse.

Nun ist die große Frage: Merkt man das im Alltag? Stellenweise, muss ich das durchaus mit einem „Ja“ beantworten. Abseits von Games, das leuchtet jedem ein, gilt das etwa für die Verarbeitung der Fotos. Bild mit einem Xiaomi Mi 9 geknipst? Zack, sofort in der Galerie einsehbar. Am Xiaomi Mi Note 10 dauert die Verarbeitung deutlich länger. Ok, das ist aber natürlich nicht nur auf den SoC zurückzuführen, sondern auch auf den angepassten Kamera-Aufbau.

Schaut man sich wiederum MIUI 11 an, dann ist die Performance super. Nur bei der wirklich direkten Gegenüberstellung mit einem Mi 9 bemerkt man die Unterschiede. Trotzdem ist es aus meiner Sicht eine Fehlentscheidung, dass Xiaomi beim Mi Note 10 ausgerechnet am Chip gespart hat. So bleibt dadurch das Gefühl, dass zum ausgerufenen Preis von über 500 Euro eben mehr hätte drin sein müssen.

Display und Kameras

Der Bildschirm des Xiaomi Mi Note 10 reicht nicht an Platzhirsche wie das Samsung Galaxy Note 10 und Co. heran, bewegt sich aber auf dem gleichen Niveau wie z. B. das Mi 9 oder Mi 9T Pro. Wir haben es also hier mit einem sehr kräftigen AMOLED-Display zu tun, das dank der FHD+ Auflösung auch ausreichend scharf ist. Spannenderweise stammt der Bildschirm aber nicht von LG oder Samsung, sondern von dem chinesischen Zulieferer Visionox. Auch Unterstützung für HDR10 ist an Bord, macht bei einigen YouTube-Videos Laune.

Jedenfalls muss der Bildschirm im direkten Vergleich mit einem Mi 9 keineswegs zurückstecken und dürfte bestenfalls noch etwas heller sein. Das ist aber ja so eine grundsätzliche Sachen mit den OLED-Panels, die in diesem Bereich nicht an LCDs herankommen. Doch viel mehr interessiert ihr euch sicherlich für die Kameras des Xiaomi Mi Note 10.

Die technischen Daten der Kameras habe ich ja bereits erwähnt: Das Xiaomi Mi Note 10 bietet eine Penta-Kamera mit folgendem Aufbau: 108 (Weitwinkel, f/1.69, OIS) + 12 (Telephoto, f/2.0) + 5 (Telephoto, f/2.0, OIS) + 20 (Ultra-Weitwinkel, f/2.2) + 2 (Makro) Megapixel. Oben seht ihr mal ein Beispiel für die beiden Zoom-Linsen. Die Ergebnisse sind durchaus beeindruckend, auch wenn man beim fünffachen Zoom einen deutlichen Detailverlust wahrnimmt. Übrigens trügen die Fotos aber: Der Tag war ein sehr diesiger Herbsttag hier in Kiel und deutlich dunkler, als die Bilder das vieleicht vermuten lassen.

Oben habt ihr ein zweites Beispiel der beiden Zoom-Linsen. Wie auch beim ersten Foto, so wurden alle drei Aufnahmen aus der selben Position heraus geknipst. Man kan das Spielchen aber auch noch weiter treiben, wie ich euch anhand eines Versuchs von der Kieler Förde aus demonstrieren möchte – entstanden unter realen Herbstbedingungen hier in Norddeutschland.

Auf den obigen Fotos seht ihr also auch den zehnfachen Hybrid-Zoom, der angesichts des schlechten Wetters und der einziehenden Dunkelheit immer noch Beeindruckendes zu leisten vermag. Der fünfzigfache, digitale Zoom ist aber angesichts der erhaltenen Qualität eher eine Spielerei.

Das Xiaomi Mi Note 10 verfügt auch über eine Makro-Linse mit 2 Megapixeln. Tolle Idee, denn die Makro-Fotografie ist ein Thema, das aktuell durch mobile Endgeräte kaum beackert wird. Leider ist auch das Mi Note 10 da eher ein Experiment. So ist es extrem schwierig, mit der Makro-Linse ein halbwegs scharfes Bild zu knipsen. Zum Herumspielen ist das schon eine nette Sache, aber die Qualität der Bilder ernüchtert doch eher. Derzeit bleibt wirklich sehenswerte Makro-Fotografie also wohl weiterhin Systemkameras vorbehalten.

Der Porträt-Modus liefert ebenfalls gute Ergebnisse ab, ist aber unzuverlässiger als etwa am Xiaomi Mi 9. So hatte ich deutlich mehr Mühe grünes Licht von der Kamera-App für den Tiefeneffekt zu bekommen. Ihr könnt dabei die Unschärfe des Hintergrundes auch nach dem Fotografieren verstärken oder anpassen. Nicht alles kann das Mi Note 10 korrekt ausschneiden. Trotz mehrerer, ruhiger Versuche, scheiterte das Smartphone stets an den Disteln, wie ihr oben deutlich sehen könnt.

Die Fotos oben sind normale Schnappschüsse, die ich im automatischen Modus geknipst habe. Dabei sei erwähnt, dass wir hier für euch auch alle Bilder aus dem Test plus weitere in höheren Auflösungen zur Ansicht bereitstellen. Man kann mit dem Xiaomi Mi Note 10, wie ihr seht, auch unter den schwierigen Herbst-Bedingungen sehr schöne Fotos knipsen. Mir persönlich ist das Post-Processing aber zu aggressiv. So filtert Xiaomis sehr forsch. Das Ergebnis ist wenig Bildrauschen, aber auch bei wenig Licht schneller ein künstlicher, weichgezeichneter Look.

Das Xiaomi Mi Note 10 bietet auch einen Nachtmodus, den ich aber nur so semi-gelungen finde. Denn man macht die Nacht dabei für meinen Geschmack teilweise zu sehr zum Tag. Oder hättet ihr etwa auf beim Bild mit den Bäumen erahnt, dass es da schon zappenduster gewesen ist? Hier geht aktuell Apple für mich tatsächlich den besten Weg, die versuchen einen Kompromiss aus Belichtung und natürlichem Bildeindruck zu kreieren.

Auch Fotos mit vollen 108 Megapixel kann das Xiaomi Mi Note 10 raushauen. Außer unter absolut idealen Lichtbedingungen empfehle ich jenen Modus aber nicht: Die Bildverarbeitung dauert extrem lange und die Resultate sind detailärmer als bei den Aufnahmen mit 27 Megapixeln und Pixel-Binning. Das liegt daran, dass die einzelnen Bildpunkte jeweils nun quasi weniger Licht erhalten, könnte man vereinfacht sagen. Ist für den Sommer aber vielleicht eine nette Option. Ach ja, und das Mi Note 10 kann Fotos endlich auch als RAW-Dateien speichern!

Da ist die Selfie-Kamera im Vergleich mit der Penta-Hauptkamera fast unspektakulär. Mit 32 Megapixeln macht sie sowohl in Innen-, als auch in Außenarealen gute Aufnahmen und weiß auch mit ihrem Porträtmodus zu gefallen. Da gibt es also nichts zu meckern. Oben seht ihr einige Selfie-Versuche, auch mit unterschiedlichen Filter-Einstellungen (ohne, leicht, maximal). Ihr könnt auch allerlei zusätzliche Verschönerungsmaßnahmen ergreifen, wie sie die chinesischen Hersteller lieben – etwa um speziell den Haaransatz zu optimieren.

Videos? Kann das Xiaomi Mi Note 10 auch, allerdings 4K nur mit maximal 3o fps, was enttäuscht und auf den SoC zurückzuführen ist. Super-Stabilisierung als Kombination aus EIS und OIS funktioniert zudem nur bei 1080p. Auch bei 4K-Videos ist die Stabilisation des Mi Note 10 aber erstklassig. Es gibt auch zusätzliche Modi, um Videos zu verschönern oder als Vlogs aufzunehmen.

Sonstige Anmerkungen

Das Xiaomi Mi Note 10 eignet sich auch zum Telefonieren. Ich zähle dabei zu den Leuten, die nur noch selten Anrufen und wenn dann meistens über ein Bluetooth-Headset. Dennoch kann ich dem Smartphone auch für sich eine gute Klang- und Verbindungsqualität bescheinigen. Freilich kann man das Mi Note 10 auch zum Konsumieren von Videos oder als kleinen Lautsprecher für Musik verwenden. Da reiht sich das Gerät aber eher im Durchschnitt ein.

Während meines Tests stieß ich auch auf einen Bug: So hatte ich hin und wieder bei Fotos ein Problem, wollte ich sie direkt nach dem Knipsen mal aus der Kamera heraus in der Galerie checken. Manchmal dauerte die Verarbeitung sehr lange und ein Foto musste ich sogar tatsächlich löschen, da es in einem Lade-Loop hängenblieb – siehe Screenshot oben. Da sollte Xiaomi nochmal ran.

Schade finde ich auch, dass das Xiaomi Mi Note 10 noch mit Android 9.0 Pie erschienen ist, während andere Modelle wie das Mi 9 bereits ein Update auf Android 10 erhalten haben. Jenes ist auch für das Mi Note 10 bestätigt, ich finde aber das hätte ruhig zur Auslieferung drin sein können.

Ansonsten noch etwas zur Akkulaufzeit: Früher haben wir gerne den Akkutest von PCMark durchgeführt, doch seit Android 9.0 Pie stürzt dieser regelmäßig vor Abschluss ab, sodass wir es aufgegeben haben. Dank der üppigen Kapazität von 5.260 mAh ist es aber reibungslos möglich, mit dem Mi Note 10 über einen oder auch zwei Tage zu kommen. Wie lange das Phone durchhält, bis ihr wieder eine Steckdose aufsuchen müsst, hängt natürlich stark von euren Nutzungsgewohnheiten ab.

Als ich etwa auf Foto-Tour gewesen bin, saugte ich den Akku natürlich schneller leer, als bei meiner regulären Tagesnutzung, in welcher das Mi Note 10 via Bluetooth meine Lautsprecher befeuern durfte, ich unterwegs ein paar Messenger einspannte und abends vorm Einschlafen einige YouTube-Videos konsumierte. Klar, und zwischendurch immer mal wieder Apps wie Wikipedia oder Chrome anschmiss. Wer auch gerne ein Spielchen wagt oder in Google Maps mit GPS navigiert, muss mit kürzeren Laufzeiten rechnen. Allgemein ist das Xiaomi Mi Note 10 aber stark in Sachen Akkulaufzeit und hat da auch einen Vorteil gegenüber beispielsweise dem Mi 9.

Fazit

Das Xiaomi Mi Note 10 platziert sich technisch zwischen den Stühlen: Display und Kamera konkurrieren problemlos mit den hauseigenen Flaggschiffen wie dem Mi 9. Das trifft aber nicht auf die Leistung zu, denn der Qualcomm Snapdragon 730G sorgt dafür, dass das Mi Note 10 auch langsamer ist, als ein Mi 8 aus dem letzten Jahr. In einigen Apps und natürlich in Spielen merkt man das durchaus. Ich glaube auch, dass die aktuell etwas langsame Bildverarbeitung von einem Snapdragon 855 mit Sicherheit profitiert hätte.

Lohnt sich das Xiaomi Mi Note 10 denn für Kamera-Freunde? Immerhin bringt es ja gleich fünf Linsen mit – zwei mit optischer Bildstabilisation, welche dem Mi 9 beispielsweise leider fehlt. Die Möglichkeit mit 108 Megapixeln Fotos zu knipsen ist dabei eher eine Spielerei, denn ohne das Zusammenlegen der Pixel sehen die Bilder meist matschiger aus, als mit den imer noch beeindruckenden 27 Megapixeln, die beim Pixel-Binning rauskommen. Bedenkt dabei, dass ich all meine Fotos bei Herbstwetter aufnehmen musste – also nicht unter idealen Bedingungen.

Ich finde die Kamera des Xiaomi Mi Note 10 klasse, sie ist aber beileibe kein Quantensprung – auch nicht wenn man sich etwa das günstigere und schnellere Xiaomi Mi 9 anschaut, das zudem Wireless Charging mitbringt – was dem Mi Note 10 leider fehlt. Dafür punktet letzteres mit einem deutlich größeren Akku, was sich in den Laufzeiten niederschlägt.

Mein Fazit? Das Xiaomi Mi Note 10 ist für sich genommen ein tolles Smartphone, das ich angesichts des aktuellen Preises aber nur denjenigen empfehlen würde, die unbedingt viel mit der flexiblen Kamera herumspielen möchten – im Optimalfall im Pro-Modus, da das Mi Note 10 auch RAW-Aufnahmen beherrscht. Für das Gros der Anwender lohnt es sich aber eher auf Anfang 2020 zu warten, wenn auf dem MWC wieder neue Modelle vorgestellt werden – oder als Alternative zum günstigeren aber aus meiner Sicht insgesamt runderen Xiaomi Mi 9 zu greifen, das ich im Preis- / Leistungsverhältnis als besseren Deal empfinde.

Photoshop am iPad: Diese Features kommen bald

Nachdem die erste Version von Photoshop für’s iPad harte Kritik einstecken musste gibt Adobe endlich in einem Blogeintrag Aufschluss darüber, wann mit welchen Features gerechnet werden darf. Damit steht fest, dass in den nächsten Monaten mit vielen Updates gerechnet werden darf, vom kompletten Funktionsumfang der Desktop-Version dürfte die App aber auch in einem Jahr noch weit entfernt sein.

Diese Features kommen noch 2019

Adobe gibt an, sich in der ersten Version vor allem auf die Benutzeroberfläche, die Geschwindigkeit und die häufigsten Workflows konzentriert zu haben. Zwei Features sollen aber schon bis Jahresende nachgereicht werden.

Einerseits kommt das Auswahlwerkzeug “Motiv auswählen”, welches die Auswahl eines komplexen Motivs automatisch ermöglichen soll. Dazu wird auf die “Adobe Sensei” getaufte künstliche Intelligenz zurückgegriffen, wobei das Feature unserer Erfahrung nach schon auf der Desktop-Version mit vielen Bildern kaum funktioniert.

Andererseits kommt ein neues Cloud-Format, welches es erlaubt, nur die Änderungen seit der letzten Version neu auf den Server laden zu müssen, um die Geschwindigkeit der Up- und Downloads deutlich zu erhöhen. Im Dezember soll darüber hinaus die Geschwindigkeit durch Optimierungen am System weiter erhöht werden.

Das ist für 2020 geplant

Allen voran wird der “Auswahl verfeinern”-Pinsel nachgereicht, der es erlaubt, eine komplexe Auswahl über diverse Parameter zu verbessern. Die Kurven-Einstellungsebene soll im kommenden Jahr ebenfalls hinzugefügt werden, gemeinsam mit zusätzlichen Optionen für bestehende Einstellungsebenen.

Durch ein Update soll das Pinselverhalten an die Zeichen-App Adobe Fresco angepasst werden. Auf dem Plan steht auch die Möglichkeit, die Arbeitsfläche drehen zu können. Adobe verspricht eine Integration von Lightroom am iPad, wobei noch nicht näher spezifiziert wird, wie genau diese funktionieren wird.

Die im jüngsten Blogeintrag angekündigten Funktionen dürften aber noch lange nicht alles sein, das Adobe geplant hat. Das Unternehmen bittet jedenfalls weiterhin um Feedback im offiziellen Community-Forum, um die Priorität der noch fehlenden Features gemeinsam mit den Kunden bestimmen zu können.