Qualcomm Snapdragon 875: Erste Specs des kommenden High-End-Chips

Aktuell ist der Qualcomm Snapdragpn 865 das aktuelle SoC-Flaggschiff des Herstellers. Und so wie der Snapdragon 865 dem 855 nachfolgte, wird logischerweise der Snapdragon 875 den Snapdragon 865 beerben. Nun sind technische Daten zum neuen High-End-Chip für mobile Endgeräte durchgesickert. Es soll sich dabei um Qualcomms ersten Chip aus dem 5-Nanometer-Verfahren handeln.

Allein dadurch wird natürlich die Effizienz bereits zunehmen. Zudem soll der Chip die GPU Adreno 660 sowie das 5G-Modem X60 integrieren. Wie stark sich die Leistung gegenüber dem aktuellen Qualcomm Snapdragon 865 erhöhen wird, ist noch offen. Als Codename des neuen Chips gilt SM8350. Damit lehnt man sich aber kaum aus dem Fenster, denn der Vorgänger trug den Codenamen SM8250.

Basieren soll die CPU auf Kernen der Reihe Kryo 685 und zudem werden laut den Gerüchten eine Adreno 665 als VPU, eine Adreno 1095 als DPU, ein Qualcomm Secure Processing Unit (SPU250) die Spectra 580 zur Bildverarbeitung, die Snapdragon Sensors Core Technology sowie Wi-Fi 802.11 ax, 2×2 MIMO und „Bluetooth Milan“ an Bord sein. LPDDR5-RAM als Quad-Channel-Package-on-Package sowie ein Compute-Hexagon-DSP mit Hexagon Vector eXtensions und dem Hexagon Tensor Accelerator sind ebenfalls genannt. Zudem sei ein Audio-Subsystem mit Aqstic Audio Technologies WCD9380 und WCD9385 als Audio-Codecs zu erwarten.

Was dran ist, muss man mal abwarten – etwa kann ich mir unter „Bluetooth Milan“ erst einmal nichts vorstellen, sodass die Specs sicherlich mit einiger Vorsicht zu genießen sind. Die offizielle Vorstellung des Qualcomm Snapdragon 875 soll, keine Überraschung, wieder im Dezember erfolgen.

HP: Neue Gaming-Systeme mit Erweiterungsmöglichkeiten und optionaler Wasserkühlung vorgestellt

HP ist nicht nur als Hersteller von Komplettsystemen, Monitoren und Druckern für Geschäftskunden bekannt, sondern bietet unter der Omen-Marke auch ein umfangreiches Produkt-Portfolio für Gamer an.

Konkret handelt es sich beim Omen 25L und Omen 35L um leistungsstarke Komplettsysteme für Videospieler. Das 30-Liter-Modell ist dabei mit einer Front und einem Seitenteil aus Hartglas ausgestattet, wobei das System dem ATX-Format entspricht.

Die Modelle sind sowohl mit Intel- als auch AMD-Prozessoren verfügbar, in der besten Ausstattungsvariante kommt ein Intel Core i9-10900K respektive AMD Ryzen 9 3900 zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher misst maximal 64 Gigabyte, wobei XMP-kompatibler RAM von HyperX mit einer Taktfrequenz von 3.200 MHz und RGB-Beleuchtung zum Einsatz kommt.

Als Grafikkarte kommt – wiederum in der Top-Konfiguration – eine GeForce RTX 2080 Ti oder AMD Radeon RX 5700 XT zum Einsatz, eine bis zu zwei Terabyte große PCIe-SSD aus dem Hause Western Digital verspricht kurze Ladezeiten. Eine SATA-HDD kann verbaut werden.

Optional ist eine Wasserkühlung erhältlich, standardmäßig verbaut ist neben WiFi auch Gigabit-Ethernet, mehrere USB Typ C-Schnittstellen und eine Herstellerangaben zufolge umfangreich konfigurierbare RGB-Beleuchtung. Mitgeliefert werden eine Tastatur und Maus.

Der HP Omen 25L soll ab Mai zu Preisen ab 1.199 Euro verfügbar sein, der große Bruder mit dem 30-Liter-Gehäuse startet für 400 Euro mehr. Die genauen Preise der einzelnen Ausstattungsvarianten wurden noch nicht kommuniziert.

Microsoft: Windows 10X kommt zuerst für klassische Laptops

Vor einem halben Jahr hat Microsoft die weltweite Tech-Community mit dem Surface Duo und dem Surface Neo positiv überrascht, da es im Vorfeld der Ankündigung so gut wie keine Leaks zu den beiden Geräten gab. Dabei handelt es sich bei letzterem um ein faltbares Gerät mit zwei Displays auf dem auch klassische Windows-Applikationen laufen sollen. Um das zu gewährleisten hat der Konzern zusätzlich gleich ein neues Windows 10X vorgestellt, das deutlich flexibler als das klassische Windows sein und insbesondere faltbare Geräte besser unterstützen soll.

Jetzt hat das Unternehmen offiziell in einem Blogeintrag bekannt gegeben, dass das neue Windows 10X erst mal auf klassischen Notebooks mit einem Display erscheinen wird. Dabei gibt es leider noch keine Informationen, wann dies der Fall sein wird und wann die ersten faltbaren Geräte erscheinen werden. Diese Ankündigung kommt allerdings nicht vollkommen überraschend, da es in der Vergangenheit immer mal wieder Gerüchte darüber gab, dass das Betriebssystem auch für normale Notebooks erscheinen wird. Es bleibt auf jeden Fall weiterhin spannend, was uns Microsoft dann am Ende mit der neuen Software präsentieren wird, da es hierzu noch relativ wenige konkrete Informationen gibt.

(K)Eine Überraschung: Windows 10 20H2 wieder nur ein kleines Update

Microsoft wird allem Anschein nach auch in diesem Jahr wieder ein “kleines” und ein “großes” Windows 10-Feature-Update herausgeben. Das geht aus einem Medienbericht hervor. Das kleine Update ist demnach für den Herbst geplant.

Dieser Plan soll zudem nicht erst gefasst worden sein, nach dem das Windows Insider-Team sich durch die Corona-Pandemie auf die Weiterentwicklung des Windows-Updates im Home-Office umgestellt hat. Das berichtet Mary Jo Foley bei ZDNet. Sie hatte zuvor schon aus internen Quellen erfahren, dass Microsoft die Freigabe für das Windows 10 Mai 2020 Update auf die letzte Mai-Woche verschoben hat. Nun berichtet Foley, dass Microsoft wie schon im vergangenen Jahr die zwei geplanten Windows-Versionen so aufteilt, dass im Frühjahr neue Funktionen erscheinen, während der Herbst-Release nur bestehende Funktionen verbessert und erweitert.

Im Herbst dann nur Verbesserungen

Dabei hatte sich Microsoft im vergangenen Jahr dahingehend geäußert, dass das Herbst-Update 2019 eine Art Ausnahme gewesen sei. Das Windows 10 November Update war dabei das erste halbjährliche Update von Windows 10, das kaum Neuerungen mitgebracht hat. Viele Nutzer ärgerten sich darüber und erwarteten entsprechend viele Änderungen in den kommenden Versionen.

Stattdessen haben wir nun die Situation, dass neue Funktionen nicht mehr Versions-gebunden erscheinen, sondern zumindest teilweise zu einem bestimmten Termin dann aber auch für ältere Windows 10-Versionen starten. Für den Endverbraucher wird es damit immer undurchsichtiger, was er von den großen halbjährlichen Updates zu erwarten hat. Entsprechend gering ist auch der Anreiz, zu aktualisieren bevor es unbedingt nötig wird (also zum Support-Ende).

Der neue/alte Update-Plan

Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr hatte sich das Windows-Entwicklerteam wie folgt geäußert. Eine der Fragen, die während der Präsentation gestellt wurden, war:

“Werden wir diesen Zyklus jetzt jedes Jahr sehen? Major Feature Update in H1, mehr kleinere Feature Update in H2, ein kumulatives Update für beide?”

Microsoft beantwortete das wie folgt:

“Die Bereitstellung des 19H2 Feature-Updates durch ein kumulatives Update und ein Aktivierungspaket ist ein Pilotprojekt. Es gibt keinen formalen Plan, um zukünftige Versionen auf die gleiche Weise zu liefern. Wir beobachten das Feedback aufmerksam und hoffen, aus dieser Art von Veröffentlichung zu lernen, um unsere Zukunftspläne zu beeinflussen.”

Die eigentliche Frage wurde nicht beantwortet – vielleicht war man sich damals auch noch nicht im Klaren darüber. Wenn sich jetzt die Informationen von ZDNet bewahrheiten, ist die Antwort für das Jahr 2020 schon einmal “Ja”.