Lenovo baut das erst vierte Chrome OS-Tablet

Chromebooks gibt es heute wie Sand am Meer von zig Herstellern, doch die Offensive mit Chrome OS-Tablets ging mächtig nach hinten los. International bieten nur Acer und ASUS jeweils ein Gerät an, das Pixel Slate von Google hat Amerika eigentlich kaum verlassen. Ganz über Bord wurde diese Idee aber nicht geworfen, bestätigt Lenovo in diesen Tagen sogar schon vorab offiziell.

Lenovo hat Tester für Chrome OS-Tablet gesucht

In einer öffentlichen Anzeige hat Lenovo nach Leuten gesucht, die gerne ein neues Chrome OS-Tablet testen würden. Inzwischen ist die Anzeige aus dem Netz weg, denn Lenovo hat sich Leute ausgesucht und wird diese entsprechend kontaktieren. Zumindest sah es danach kurzzeitig aus, bis sich Lenovo erneut dazu äußerte. Man sei sich aktuell nicht sicher, wer für das Angebot verantwortlich gewesen ist und beendet das Programm vorerst.

Wir hatten vor, den Beitrag danach erneut zu genehmigen, aber am Ende stellte sich heraus, dass die Dinge nicht mit Lenovo übereinstimmten und das Programm abgebrochen wird. Diejenigen, die sich beworben haben, sollten ebenfalls per E-Mail mit diesen Informationen kontaktiert werden.

Nach einer Absage für das besagte Tablet klingt das aber nicht, womöglich erblickt es zu den ersten Messen im Januar oder Ende Februar das Licht der Welt. Chromebooks mit Touch gibt es schon viele, reine Tablets mit Chrome OS sind an einer Hand abzählbar.

G493UCX: AOC bringt extrem breiten Gaming-Monitor

Der AGON G493UCX misst in der Diagonale 49 Zoll und ist mit einem VA-Panel ausgestattet. Dieses löst mit 5.120 x 1.440 Pixeln auf, wobei die MPRT-Reaktionszeit auf nur eine Millisekunde spezifiziert wird. Die Bildwiederholfrequenz liegt bei 120 Hz und sowohl FreeSync als auch G-Sync sollen unterstützt werden.

AOC gibt die Helligkeit mit 550 cd/m² an, die DisplayHDR 400-Spezifikationen werden so erreicht. Das VA-Panel selbst ist bei der Auslieferung bereits kalibriert und soll den sRGB-Farbraum zu 121 Prozent abdecken. Lautsprecher und ein USB-Hub sind eingebaut, Bildsignale können auch via Typ C-Anschluss auf das Gerät gelangen.

Aktuell liegen noch keine Informationen zum Preis oder dem genauen Veröffentlichungstermin vor, Philips bietet bereits einen Monitor in dem Format und mit der Auflösung an – für knapp 1.000 Euro.

Das Huawei Mate 30 verzichtet komplett auf US-Komponenten

Das geht zumindest aus einem neuen Bericht vom Wall Street Journal hervor. Der Analyse zufolge konnte Huawei für sämtliche Bauteile Alternativen finden. So wurde zum Beispiel der Soundchip vom niederländischen Unternehmen NXP statt wie bisher von Cirrus Logic zugekauft, die Chips für Wi-Fi und Bluetooth stammen komplett von der hauseigenen Marke HiSilicon statt von Broadcom. Einige Komponenten wurden auch durch Murata aus Japan oder MediaTek aus Taiwan geliefert.

Laut einem Statement von Huawei an das Wall Street Journal würde der Konzern es bevorzugen, einige Komponenten von seinen Partnern in den USA zu erwerben, da das zur Zeit durch die Entscheidungen der US-Regierung aber unmöglich ist, bleibt dem Unternehmen keine andere Wahl, als alternative Anbieter zu finden.

Damit verzichtet Huawei aber nicht komplett auf Bauteile aus den USA. Das teuerste Mate 30 Pro 5G kommt laut einem Bericht von TechInsights nach wie vor mit Chips von Texas Instruments und Qualcomm. Huawei hat angegeben, dass viele kritische Bauteile in großen Massen auf Lager genommen wurden, um für die aktuelle Situation vorzusorgen, dementsprechend könnte der Konzern hier lediglich seine Lagerbestände leeren.

Dass Huawei versuchen würde, seine Versorgungskette unabhängig von den USA zu gestalten, ist keine Überraschung. Dass es dem Technologie-Giganten aber schon jetzt gelingt, ein Smartphone komplett ohne amerikanische Komponenten zu bauen, ist durchaus aufschlussreich. 

Qualcomm Snapdragon 865, 765 und 765G sind offiziell

Qualcomm hat die nächste Generation seiner Prozessoren gezeigt. Die gezeigten Modelle hören auf den Namen Snapdragon 865, 765 und 765G, zuletzt genanntes Modell soll dann in Smartphones Einsatz finden, die Gaming-orientiert sind. Konkrete Details zu den einzelnen Prozessoren will Snapdragon noch im Laufe seines Events teilen, bislang heißt es, und das verwundert sicherlich keinen unserer Leser – dass die neue Generation leistungsstärker ist.

Der Snapdragon 765, die obere Mittelklasse, stellt Qualcomms ersten System-on-a-Chip mit integriertem 5G dar und erspart Herstellern den Einsatz separater, stromfressender Modems. Vermutlich wirkt sich so etwas auch auf den Preis aus und auch die Akkulaufzeit könnte davon positiv partizipieren. Mehrere Hersteller haben bereits bestätigt, dass man auf den Snapdragon 865, der übrigens kein 5G integriert hat und weiterhin auf das X55-Modem als Sidekick setzt, setzen wolle und bereits im ersten Quartal 2020 werden wir diese Modelle im Handel sehen. Nokia bestätigte ebenso, dass man einige Modelle mit dem 765er ausstatten wird. Wir wissen ja: die CES und der Mobile World Congress stehen vor der Tür.

WhatsApp: Neues Feature löst Nachrichten in Luft auf

WhatsApp-Nutzer dürfen sich über ein neues Feature für den Messenger-Dienst freuen. Aktuell arbeiten die Entwickler daran, dass sich Nachrichten automatisch nach einer bestimmten Zeit aus dem Chat-Verlauf löschen. Wie Sie das Feature schon jetzt ausprobieren können, erklären wir Ihnen im Video.

Einige andere Messenger-Dienste bieten es schon länger an, doch WhatsApp zieht erst jetzt langsam hinterher: User bekommen wohl schon bald die Möglichkeit, Nachrichten im Messenger mit einem Timer zu versehen. Läuft die gewählte Zeit ab, werden die Texte automatisch aus den Chats gelöscht, ohne weiteres Eingreifen der WhatsApp-User. Ein Feature, das in vielen Lagen hilfreich sein kann.

Laut der Seite WABetaInfo befindet sich dieses Feature für WhatsApp aktuell in einer Testphase. Die Beta-Version 2.19.348 für Android wurde bereits mit den “Selbstzerstörungsnachrichten” versehen. Die Einstellungen finden sich – insofern die Beta-Version auf dem Gerät installiert wurde – unter den Kontaktinfos oder in den Gruppeneinstellungen. In letzterer sind allerdings nur Admins damit betraut, einen Timer einzustellen.

WhatsApp: Was bringen die automatischen Löschungen?

WhatsApp-Nachrichten lassen sich durch das neue Feature nach einer Stunde, einem Tag, einer Woche, einem Monat oder einem Jahr automatisch löschen. Eine eigens definierbare Zeitspanne bietet WhatsApp nicht. Gerade für diejenigen, die Wert auf Datenschutz legen, dürfte die Option sehr interessant sein. Werden sensible Daten über WhatsApp versendet, lässt sich direkt ein Timer einstellen, damit diese automatisch wieder entfernt werden.

Der Empfänger hat dennoch genug Zeit, um sie zu lesen. Auch Gruppen profitieren davon, indem Chats deutlich aufgeräumter gehalten werden können. Wer allerdings Wert darauf legt, alte Gesprächsfetzen wieder hervorzukramen, wird die neue Funktion wohl eher verteufeln. Auch User mit begrenztem Speicherplatz auf dem Smartphone werden das Feature Willkommen heißen. WhatsApp gilt vor allem bei solche, die haufenweise Bilder, Sprachnachrichten und Videos verschicken und gesendet bekommen als Speicherplatz-Fresser. Die Neuerung hat also für alle den ein oder anderen Vorteil.

So können Sie das neue WhatsApp-Feature testen

Die aktuelle Version der WhatsApp-Beta finden Sie natürlich auf CHIP. Durch den manuellen Download müssen Sie sich auch nicht in die Warteliste des Messengers einreihen. Allerdings handelt es sich hier um eine Beta-Version, die durchaus Bugs beinhalten kann.

Wann die automatisch gelöschten Nachrichten in einer finalen Version für WhatsApp erscheinen, ist aktuell nicht bekannt. Da sie aber in der Beta-Version bereits mit dem beliebten Dark Mode funktionieren, dürfte dieses Feature schon in einer weit fortgeschrittenen Phase sein.

Gerüchte zu Intel Xe: Entwicklung stagniert und Effizienz schlechter als bei Konkurrenz

Intels erste dedizierte Grafikkarten Xe sollen bereits Mitte 2020 erscheinen. Gerüchte sehen jedoch deutliche Verzögerungen und technische Probleme.

Mit der Xe-Architektur will Intel im Markt für dedizierte Grafikprozessoren Fuß fassen. Schon 2020 sollen unter Leitung von Chief-Architect Raja M. Koduri erste Modelle auf Basis der hauseigenen 10nm-Fertigung für den Desktop, mobile Anwendungen, Workstations und Datacenter erhältlich sein. Nur ein Jahr später werden 7nm-Xe-Chips für Exascale-Server mit Codenamen Ponte Vecchio prognostiziert.

Glaubt man aktuellen Gerüchten, scheint es, als seien Intels Fortschritte bei der Entwicklung der Xe-GPUs ins Stocken geraten. Und auch die Effizienz der Chips soll deutlich unter der der Konkurrenz liegen.

Intel mit Schwierigkeiten bei der Xe-Architektur?

Die Informationen stammen dabei vom Forenmitglied »wjm47196« der chinesischen Website Chiphell.com (via Wccftech). Woher dieser die Angaben bezogen hat, ist nicht ersichtlich, jedoch scheinen einige davon sehr vage und oberflächlich, andere wiederum sind detaillierter. Wir fassen die Kernaussagen in Stichpunkten zusammen:

Die Arbeiten an den Xe-GPUs scheinen nicht gut zu laufen

Ponte Vecchio kommt höchstwahrscheinlich nicht innerhalb der nächsten zwei Jahre

Gegenwärtig ist die Effizienz der Xe-Architektur relativ gering, verglichen mit der Konkurrenz

Vorerst gibt es keine Pläne für Custom-Modelle der Xe-Grafikkarten

Treiber benötigen viel Zeit zur Verbesserung

Eine offizielle Stellungnahme von Intel liegt zum Zeitpunkt des Erstellens der Nachricht nicht vor und es ist auch fraglich, ob es eine solche geben wird. Denn zuletzt rückte Intel seine Zukunftspläne auf der Supercomputing 2019 (SC19) in ein sehr positives Licht. 2021 soll beispielsweise der Supercomputer Aurora auf Basis von Ponte Vecchio seinen Dienst aufnehmen.

Pro und Kontra halten sich die Waage

Vor wenigen Wochen tauchte zudem ein erstes Sample einer GPU mit der Bezeichnung »Graphics gfx-driver-user-feature_dg1_poweron-27723 DCH ReleaseInternal« in der Benchmark-Datenbank von GFXBench auf. Dabei handelte es sich um einen sogenannten Power-On-Test, also die erstmalige Inbetriebnahme ohne eigentliche Benchmarks, was von vielen als gutes Zeichen für den Entwicklungsstand gewertet wurde.

Allerdings machte Intel in den letzten Jahren immer wieder durch Probleme und Verzögerungen beim Umstieg auf die 10nm-Fertigung von sich reden. Und ganz scheinen die Schwierigkeiten auch noch nicht überwunden, denn abgesehen von Ice Lake für Low- und Ultra-Low-Voltage-Geräte, sind 10-nm-Desktop-CPUs noch nicht oder nur sehr vage in Sicht.

Apple iPad Pro: Neue Displaytechnologie ab 2020

Apple soll laut Ming-Chi Kuo, dem bekannten Analyst mit guten Insider-Quellen bei Apple, beim neuen iPad Pro mit 12,9 Zoll auf ein Display mit Mini-LEDs setzen. Er erwähnt das normale iPad Pro mit 11 Zoll nicht, daher wäre es möglich, dass Apple hier weiterhin auf ein normales LC-Display setzen wird.

Es wurde immer mal wieder vermutet, dass Apple nach dem iPhone auch beim iPad zu OLED wechseln könnte, dem wird aber wohl nicht so sein. Mini-LEDs sind noch keine Micro-LEDs, wie sie zum Beispiel Samsung in Zukunft bei den TVs einsetzen möchte. Die Zukunft wird aber erst zeigen, wie groß der Unterschied zwischen OLED, Mini-LED und Micro-LED ist. Mal schauen, wie wir die LEDs in Zukunft nennen, denn mLED würde ja irgendwie auf beide zutreffen.

Apple soll jedenfalls nicht nur dem iPad Pro ein solches Display spendieren, auch das MacBook Pro mit 16 Zoll, welches jetzt erst auf den Markt kam, ist 2020 an der Reihe. Allerdings erste Ende 2020, also vermutlich in einem Jahr. Und auch hier wird die kleinere Version nicht erwähnt, das kleine iPad Pro und MacBook Pro könnten also vielleicht auch erst ab 2021 ein neues Display bekommen.

Intel Core i9-9900KS in Laptops langsamer als Core i9-9900K

Intel hat den neuen Flaggschiff-Prozessor Core i9-9900KS erst vor einigen Wochen für Desktops vorgestellt. Natürlich haben wir den Prozessor sofort in einem Laptop getestet, um zu sehen, wie es um dessen mobile Leistung steht. Das Ergebnis? Nicht schlecht, es könnte jedoch definitiv besser sein.

Eurocom bietet als einer der ersten Vertriebspartner den Core i9-9900KS in seiner leistungsorientierten Clevo-Laptopfamilie an. In unserem Test haben wir herausgefunden, dass der Prozessor im 15,6 Zoll großen Eurocom Sky X4C in den ersten 30 Sekunden unter Volllast mit 4,7 GHz und bei einer Kerntemperatur von 95 °C arbeitet. Anschließend fallen diese Werte auf 4,4 GHz bzw. 88 °C. Offensichtlich gibt es also über den 4,0-GHz-Basistakt hinaus nicht viel Spielraum zum Übertakten.

In unserem Cinebench-R15-Multithread-Schleifentest fällt die Leistung im Laufe der Zeit um 7 bis 8 Prozent ab, da die anfängliche Turbo-Boost-Taktfrequenz von 4,7 GHz nicht dauerhaft aufrechterhalten werden kann – außer wenn man den Prozessor dauerhaft bei 95 °C betreiben möchte. Daher schlägt der “langsamere” Core i9-9900K in Gaming-Laptops wie dem MSI GT76 Titan, Dell Alienware Area-51m und Eurocoms eigenem Sky X7C den i9-9900KS in unserem Sky X4C. Man muss jedoch auch beachten, dass es sich bei allen drei dieser Beispiele um sehr große 17,3-Zoll-Systeme mit deutlich leistungsfähigeren Kühllösungen als der in unserem 15,6 Zoll großen Sky X4C handelt.

Für Anwender, die auf der Suche nach einem sehr leistungsfähigen Laptop mit einer entsperrten Core-i9-CPU sind, ist der Core i9-9900K vermutlich die bessere Wahl.

Whatsapp bekommt “Mission Impossible”-Feature für verschickte Nachrichten

Whatsapp will seinen Usern offenbar eine Timer-Funktion für Nachrichten anbieten. Wie der gut informierte Blog “WA Beta Info” berichtet, findet sich in der Beta-Version 2.19.348 für Android eine Art Selbstzerstörungsmechanismus für verschickte Botschaften.

Der macht es möglich, Nachrichten nach einer bestimmten Zeit automatisch löschen zu lassen, ohne, dass ihr weiter dafür tätig werden müsst.

Dem Bericht zufolge könnt ihr mit dem neuen Whatsapp-Feature auswählen, ob eure Nachricht nach einer Stunde, einem Tag, einer Woche, einem Monat oder einem Jahr gelöscht werden soll.

Selbst festlegen könnt ihr die Zeitspanne nicht.

Auch Gruppen sollen die Funktion bekommen – dort können allerdings nur Admins einen Timer einstellen.

Das Feature kann helfen, eure Daten besser zu schützen. Wollt ihr einer Freundin zum Beispiel eure Konto-Daten schicken, dann könnt ihr künftig festlegen, dass diese nur für einen Tag lesbar sind. Danach zerstört sich die Nachricht von selbst – “Mission Impossible”-Style.

Auch wenn ihr zu denen gehört, die wenig Speicherplatz auf ihren Smartphones haben, aber Unmengen Bilder oder Voice-Mails geschickt bekommen, kann euch das neue Feature helfen, Platz zu sparen.

So könnt ihr das lustige Katzenbild von Mama ansehen – und euch sicher sein, dass Whatsapp es in ein paar Stunden automatisch löscht. Wann das neue Feature ausgerollt wird, ist noch nicht bekannt.

Auch lesenswert: Neues vom Whatsapp-Dark-Modus – Unerwünschter Fehler zeigt Neuheit

“Eine Mutter hat 4 Söhne…”: Konntest du dieses Whatsapp-Rätsel lösen?

Anklopf-Funktion für iOS-Whatsapp

Übrigens: Wenn ihr Whatsapp zum Telefonieren benutzt, dann werdet ihr euch sicher über eine weitere Neuigkeit freuen – zumindest, wenn ihr iOS nutzt. Der Messenger hat nämlich in der aktuellen Version 2.19.120 eine Anklopf-Funktion bekommen. Die teilt euch mit, wenn ihr angerufen werdet, während ihr gerade am Telefonieren seid – und ihr dürft entscheiden, ob ihr annehmen wollt, oder nicht.

Vorsicht: Wenn ihr den neuen Anruf annehmt, beendet Whatsapp das alte Gespräch – eine Anruf-halten-Funktion kennt der Messenger noch nicht.

Ob auch Androiden die Anklopf-Funktion spendiert bekommen, ist nicht bekannt.

Das Verschwinden des All-Rounder-Business-Laptops

Man begibt sich auf eine Bühne, um eine wichtige Präsentation zu halten. Die Präsentation ist bereit, das nötige Laptop voll geladen und sogar einen VGA/DVI-zu-HDMI-Adapter ist vorhanden. Nachdem das Laptop aufgebaut ist, stellt man plötzlich aber überrascht fest: Es gibt nur ein USB-C-Kabel.

Für alle Nutzer älterer Laptops ist das zum Glück nur ein unschöner Traum. USB-C als Display-Anschluss ist immer noch wenig verbreitet, besonders im professionellen Bereich. Nennenswerte Verbreitung gibt es vor allem durch Docks, die ihrerseits DisplayPort- oder HDMI-Anschlüsse für externe Monitore haben. Am Aussterben ist der HDMI-Anschluss also nicht, doch warum verschwindet er dann von immer mehr Laptops?

Das große Problem ist das immer mehr Anschlüsse verschwinden, selbst bei den Laptops für Business-Kunden. In den vergangenen Jahren haben die Hersteller nach und nach immer mehr Anschlüsse entfernt und durch USB-C-Ports ersetzt. Ein sehr prominentes Opfer dieses Trends ist der RJ45-Anschluss (auch bekannt als “Ethernet-Anschluss”), dedizierte Ladeanschlüsse sowie dedizierte Display-Anschlüsse aller Art. SD-Kartenslots verwandeln sich in microSD-Kartenleser oder verschwinden gleich ganz – und das obwohl moderne DSLR-Kameras immer noch auf den Standard setzen. Alle genannten Anschlüsse können gerade bei Business-Laptops große Vorteile haben, wie zum Beispiel die Kompatibilität zu älteren Zubehörteilen. Trotzdem ist es der Trend, dass die Anschlüsse verwinden. Dieser Trend entwickelt sich immer mehr zu einem größeren Problem selbst bei teureren Business-Notebooks.

Ein Beispiel wäre das Lenovo ThinkPad T470s. Es wiegt 1,32 kg, ist kaum größer und nur etwa einen Milimeter dicker als das aktuelle Lenovo ThinkPad T490s. Obwohl beide Modelle also etwa gleich groß sind, ist die Anschlussausstattung beim Lenovo ThinkPad T470s wesentlich umfangreicher.

Beim neueren Modell verliert man den Ethernet-Anschluss in voller Größe, einen USB-A-Anschluss, den dedizierten Ladeanschluss sowie den SD-Kartenleser in voller Größe. Die geringere Anschlussvielfalt macht das Thinkpad T490s zu einem weniger flexiblen Laptop. Der Verlust des dedizierten Ladeanschlusses kann zudem auch die Wartbarkeit erschweren. Der USB-C-Port ist direkt am Mainboard angebracht und nicht als separates Kabel ausgeführt.

Natürlich ist Lenovo nicht der einzige PC-Hersteller, der bei diesem Trend mitmacht. Auch Dell vollzieht mit seinen Latitudes eine ähnliche Entwicklung. Das Dell Latitude 7400 hat keinen RJ45-Anschluss mehr, obwohl es wohl genügend Raum für einen solchen Anschluss gäbe. Auch andere Modelle haben den RJ45-Port nicht mehr. Während das Latitude 5300 weiterhin diesen Port hat, gibt es ihn beim Latitude 5300 2-in-1 nicht. In diesem Fall hat Dell den Anschluss wahrscheinlich entfernt, weil er bei Convertibles nicht üblich ist.

Anders als Lenovo verbaut Dell immerhin weiter dedizierte, proprietäre Ladeanschlüsse. Der Verlust dieses Ports kann das Image der Lenovo ThinkPads als robuste, einfach zu reparierende Business.Laptops beschädigen. Ein verlöteter Ladenanschluss kann ein Problem für die langfristige Haltbarkeit darstellen. Beim RJ45-Anschluss gibt es dieses Problem nicht – für Netzwerk-Techniker ist der Port jedoch Gold wert.

Klar ist, dass die Hersteller diese Anschlüsse im Prinzip als obsolet erachten. Im Datenblatt des Latitude 5400 werden HDMI und RJ45 als “Legacy-Ports” bezeichnet, also quasi also Überbleibsel vergangener Zeiten. Gerade im Fall von HDMI ist diese Einschätzung vielleicht noch etwas verführt, denn der Anschluss ist auch bei modernen Zubehörteilen oft noch vorhanden. 

Edit with Pagelayer

Natürlich muss man den Herstellern zu Gute halten: USB-C ist ein toller Anschluss, der viele Möglichkeiten bietet. Problematischer ist er nur, weil die Hersteller USB-C eben nicht zusätzlich zu den schon vorhandenen Standard implementieren. Stattdessen werden andere Anschlüsse ersetzt. Das macht Laptops zukunftssicher, stellt Nutzer im Hier und Jetzt aber teilweise vor Probleme. Das gilt insbesondere für den Business-Bereich, in dem die Mühlen oft langsamer mahlen. Für Nutzer gibt es letztendlich nur die Wahl, sich mit Adaptern zu behelfen – oder auf ältere Laptop-Modelle zu setzen.

Nicht nur bei Anschlüssen machen aktuelle Laptops oft Rückschritte, auch bei der allgemeinen Wartbarkeit und Aufrüstbarkeit ist das der Fall. Das Lenovo ThinkPad T490s hat zum Beispiel nur noch verlöteten Arbeitsspeicher, das ältere ThinkPad T470s hatte zumindest einen Slot zum Aufrüsten. Beim T490s ist zudem auch die WiFi-Karte erstmals verlötet, da Lenovo Intels CNVi-Technologie nutzt. Zumindest hier hat man als Käufer noch eine Ausweichoption, denn das AMD-Modell ThinkPad T495s hat immer noch einen M.2-Slot für das WiFi-Modul.

Fehlt euch etwas an neueren Laptops? Oder sind die Hersteller mit dem Fokus auf USB-C auf dem richtigen Weg? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!