iOS 13.6.1 und iPadOS 13.6.1 veröffentlicht

Apple hat iOS 13.6.1 für das iPhone und iPadOS 13.6.1 für das iPad veröffentlicht. Das Update sollte ab sofort für euch zur Verfügung stehen. Mit solchen kleinen Updates zwischendurch behebt Apple normalerweise einige bekannte und unbekannte Fehler und verbessert die Sicherheit. iOS und iPadOS 13.6.1 wurden in den letzten Wochen nicht in der Beta getestet, das Changelog für iOS 13.6.1 (17G80) sieht wie folgt aus:

Changelog:

Behebt ein Problem, bei dem nicht benötigte Systemdatendateien möglicherweise nicht automatisch gelöscht werden, wenn der verfügbare Speicherplatz niedrig ist.

Behebt ein Wärmemanagementproblem, das dazu führte, dass einige Anzeigen einen Grünstich aufwiesen

Behebt ein Problem, bei dem Expositionsbenachrichtigungen für einige Benutzer deaktiviert werden konnten

watchOS 7: Öffentliche Beta ab sofort verfügbar, das steckt drin

Seitdem die Apple Watch existiert, hat Apple immer darauf verzichtet, auch eine öffentliche Beta zum Testen zur Verfügung zu stellen. Die Herausforderung bei der Apple Watch ist, dass ihr die Uhr nicht wieder auf ein früheres Betriebssystem downgraden könnt und im Falle eines Fehlers bei der Installation keine Chance zur Wiederherstellung habt, ohne in einen Apple Store gehen zu können. In diesem Jahr hat Apple jedoch einen Sinneswandel durchgemacht und hat nun die erste öffentliche Beta für willige Tester zur Verfügung gestellt. Das neue Betriebssystem lässt euch unter anderem euren Schlaf tracken, bringt in den USA die Fahrradnavigation mit, hat neue Workouts im Bauch, eine Erkennung zum Händewaschen und vieles mehr. Für viele sicher spannend, das Schlaf-Tracking.

Wenn man in den Schlafmodus geht, schaltet die Apple Watch auf Nicht stören, damit Nutzer sich während der Nacht keine Sorgen über Anrufe, Textnachrichten und Benachrichtigungen machen müssen. Der Schlafmodus sperrt auch automatisch den Bildschirm mit Sleep Lock, um ein Aufwecken des Bildschirms zu vermeiden, wenn man das Handgelenk während des Schlafs anhebt. Bei aktivierter Einschlafsperre ist der Bildschirm völlig dunkel und leuchtet nur auf, wenn er angetippt oder die digitale Krone gedrückt wird, und zeigt dann ein einfaches, dunkles Zifferblatt, auf dem Datum, Uhrzeit und der Wecker angezeigt werden können.

Um die Energiesperre zu beenden, müssen Nutzer die Krone drehen, um den Bildschirm zu entsperren und auf alle Uhrenfunktionen zuzugreifen. Der Schlafmodus beginnt zur festgelegten Schlafenszeit oder wenn Nutzer ihn im Kontrollzentrum auswählen. Wenn man zu der festgelegten Schlafenszeit aktiv ist, geht die Apple Watch erst dann in den Schlafmodus über, wenn sie sich nicht mehr bewegen. Die Apple Watch verlässt den Schlafmodus automatisch, wenn man aufwacht.

Ein Auszug:

Neue anpassbare Zifferblätter

Chronograph Pro hat einen Tachymeter, den man anpassen kann. X?Large bekommt umfangreiche Komplikationen. Fotos gibt dir Farbfilter, die du zu jedem Bild hinzufügen kannst.

Schlaferfassung

Die Apple Watch erkennt mit ihrem Beschleunigungs­sensor kleine Bewegungen beim Atmen und unterscheidet zwischen Schlafen und Wachsein. Liegt dein Batteriestatus kurz vor der Schlafenszeit bei unter 30 Prozent, bekommst du eine Erinnerung ans Aufladen. Wenn du die Watch nach dem Aufwachen auflädst, bekommst du eine Mitteilung auf deinem iPhone, wenn sie bei 100 Prozent ist.

Du kannst auf dem iPhone deinen Schlafplan verwalten, Schlaftrends im Laufe der Zeit beobachten und sehen, wie gut du deine Schlafziele erreichst.

Neue Trainings

Jetzt kannst du deine Fitnesswerte für Tanzen, Funktionelles Krafttraining, Core-Training und sogar dein Cooldown nach dem Training genau verfolgen.

Automatische Erkennung

Mit ihren Bewegungs­sensoren und dem Mikrofon erkennt die Apple Watch automatisch das Händewaschen und startet einen 20-Sekunden Timer.

Siri Übersetzung

Jetzt kannst du von Siri gesprochene Übersetzungen bekommen. Heb einfach dein Handgelenk und frage: „Wie sagt man auf Japanisch Hallo?“

Siri Kurzbefehle

Jetzt führst du Kurzbefehle, die du auf deinem iPhone erstellt hast, schneller aus. Du kannst sie sogar als Komplikationen zum Zifferblatt deiner Watch hinzufügen.

Da es sich um eine Beta handelt, sollte dir bewusst sein, dass die Software noch Fehler und Ungenauigkeiten enthalten kann und möglicherweise nicht so reibungslos und einwandfrei funktioniert wie kommerziell freigegebene Software. Installiere die Beta-Software nur auf Geräten, die nicht für Produktionszwecke eingesetzt werden und daher nicht geschäftskritisch sind. Wir raten dringend dazu, die Beta-Software auf einem Zweitsystem oder Zweitgerät oder im Falle eines Mac auf einer zweiten Partition zu installieren.

Solltet ihr Lust haben, dann schaut auf der Seite von Apple vorbei, installiert euch das Konfigurationsprofil und probiert es selbst.

watchOS 7 erfordert ein iPhone 6s oder neuer mit iOS 14 und eins der folgenden Apple Watch Modelle:

Apple Watch Series 3

Apple Watch Series 4

Apple Watch Series 5

Während Windows 10 kämpft: Google baut das perfekte Betriebssystem

Microsoft arbeitet an Windows 10X, hat aber dabei anscheinend Probleme das System wie geplant an den Start zu kriegen. Auch in Windows 10 tut sich weniger als geplant. In der Zwischenzeit schickt sich Google an, ein Super-Betriebssystem auf die Beine zu stellen. Das lange unterschätzte Chrome OS kriegt Unterstützung für Windows-Programme.

Google ist in vielen Bereichen sehr erfolgreich, stellt mit Chrome zum Beispiel den beliebtesten Browser und mit Android hat man ohnehin die Marktmacht auf Smartphones. Doch es gibt auch weniger beachtete Projekte. Schon seit rund 10 Jahren versucht Google Chrome OS erfolgreich zu machen. In den USA laufen viele Notebooks von Schülern damit und auch hierzulande gibt es günstige Laptops mit Chrome OS. Der große Durchbruch ist dem System aber noch nicht gelungen, zumindest nicht außerhalb von Nischen.

Doch der Markt für günstige Notebooks ist definitiv interessant. Nicht umsonst arbeitet Microsoft an Windows 10X, einem Konkurrenten für Chrome OS, das auch 32-Bit-Programme unterstützen will, damit wohl aber Schwierigkeiten hat. Jetzt arbeitet Google zusammen mit Parallels daran, Windows-Programme unter Chrome OS laufen zu lassen. Das könnte Chrome OS einen satten Schub geben.

Chrome OS lernt auch Windows

Chrome OS startete mit der Idee, dass man alles im Web-Browser machen kann. Kein Wunder, dass das vor 10 Jahren noch holprig war – schließlich war es damals noch eine Herausforderung, ständig online zu sein und auch Web-Dienste waren nicht so weit wie heute. Doch Google hat daraus gelernt und immer wieder neue Features hinzugefügt.

Google ist von dem radikalen Online-Konzept abgekommen und erlaubt auch Offline-Nutzung von Tools. Dazu können unter Chrome OS Android-Apps genutzt werden, was schon ziemlich viel Futter bringt, und über Virtualisierung ist auch der Einsatz von Linux möglich. Doch das reicht Google noch nicht. Der nächste Schritt ist die Unterstützung von Windows-Programmen, wie Chrome OS Produktmanager Cyrus Mistry in einem Interview erklärte.

Komplettes Windows unter Chrome OS

Mit Android kennt sich Google selbst aus und dessen Wurzeln liegen ja bei Linux, insofern war auch die Linux-Integration ein Projekt, das man selbst stemmen konnte. Für Windows holt man sich Unterstützung von Parallels, die vor allem für die Virtualisierung von Windows unter macOS bekannt sind.

Der Plan sieht vor, dass man unter Chrome OS eine komplette virtuelle Maschine mit Windows starten kann. Dort taucht dann der bekannte Windows-Desktop auf und man kann beliebige Windows-Programme aus der virtuellen Maschine heraus starten und nutzen. Als Zielgruppe hat Google aber vor allem Firmen im Visier, die ihre Angestellten mit günstiger Hardware und Chrome OS versorgen können. Die meiste Arbeit soll dabei im Browser erledigt werden, aber es soll eben auch die Möglichkeit geben, bestimmte Aufgaben unter Windows zu erledigen.

In einem weiteren Schritt will man die Windows-Integration in Chrome OS eleganter machen, sprich man muss dann nicht mehr die virtuelle Maschine starten, sondern kann gezielt Windows-Programme öffnen und nutzen. Das dafür nötige Windows bleibt völlig unsichtbar, User sehen nur das Programm, als ob es nativ unter Chrome OS laufen würde. Von der Dual-Boot-Idee von Chrome OS und Windows hat sich Google aber mittlerweile verabschiedet.

Wer Chrome OS noch nie live erlebt hat, kann sich übrigens mit CloudReady das verwandte Chromium OS auf einem PC oder Notebook installieren.

Android 11: Dritte Beta veröffentlicht

Google hat heute die dritte Betaversion von Android 11 veröffentlicht. Ihr habt bereits die Android-11-Beta auf eurem Pixel-Smartphone? Dann sollte das Update bereits warten.

Bereits Android 11 Beta 2 markierte laut Google den Meilenstein der Plattformstabilität für Entwickler und enthielt die neuesten Optimierungen und Fehlerbehebungen. Diese Version war für die Entwicklung, das Testen und den allgemeinen Gebrauch schon geeignet. Android 11 Beta 3 ist nun der letzte geplante Meilenstein vor der endgültigen Veröffentlichung und enthält die neuesten Optimierungen und Fehlerbehebungen.

Android 11 befindet sich noch in der aktiven Entwicklung, sodass das Android-System und die Android-Anwendungen möglicherweise nicht immer wie erwartet funktionieren – das gibt Google Testern aber noch auf den Weg.

Bekannte Probleme kann man auf dieser Seite nachschlagen. Wenn auf Pixel-Geräten beispielsweise ein anderer Launcher verwendet wird, kann es vorkommen, dass bei Navigationsaktionen mit Gesten der Pixel Launcher anstelle des Standard-Launchers gestartet wird.

Noch nicht dabei, aber ihr wollt ausprobieren? Diejenigen von euch, die ein Pixel 2 oder neuer haben, können das neue Betriebssystem installieren, indem sie sich für das Beta-Programm eintragen.

Wann die finale Version wohl kommt? Das schrieb ich ja bereits – Google verwies da auf den 8. September.

Große Neuerungen reichen wir hier natürlich nach.

Vor diesem Windows warnt das FBI: Wer es nutzt, sollte dringend updaten

Auch wenn die Zahlen zurückgehen, so läuft auch ein halbes Jahr nach dem Support-Ende noch auf vielen PCs das Uralt-System Windows 7. Das führt zu erheblichen Sicherheitsmängeln – nach 6 Monaten ohne Updates ist jedes Gerät mit dem System großer Gefahr durch Angreifer ausgesetzt. Sogar das FBI hat eine Warnung vor Windows 7 herausgegeben.

Auch nach dem Support-Ende von Microsoft liegt das Uralt-Betriebssystem Windows 7 den Mai-Zahlen des Marktforschungsdienstes NetMarketShare zufolge noch immer bei rund 23,3 Prozent Marktanteil. Immerhin ist der Wert seit Mai unter die Marke von 25 Prozent gesunken, allerdings ist der Anteil nach wie vor erschreckend hoch. Denn es ist zu erwarten, dass das Uralt-Betriebssystem in Zukunft immer mehr ungefixte Sicherheitslücken aufweist, die von Angreifern einfach ausgenutzt werden können. Die ersten schwerwiegenden Lücken sind bereits bekannt.

Nun hat auch das FBI vor der Nutzung von Windows 7 gewarnt. Die US-amerikanische Sicherheitsbehörde erläutert in einem Untersuchungsdokument, dass ein Ansteigen der Cyberattacken auf ungeschützte Windows-7-Geräte mehr als wahrscheinlich ist. Besonders brisant: Der Untersuchung zufolge nutzen über 70 Prozent der Geräte im öffentlichen Gesundheitssektor nach wie vor Windows 7 oder sogar ältere Windows-Versionen. Das sind zwar US-amerikanische Zahlen, die Verteilung in Deutschland dürfte aber wohl ähnlich aussehen. Doch gerade für Privatanwender ist die Gefahr ebenso hoch, Opfer von Angriffen zu werden. Wer also noch mit Windows 7 arbeitet, sollte möglichst schnell auf ein aktuelleres System umsteigen.

Windows 7: Immer mehr Sicherheitslücken

Unternehmen und Organisationen können sich bei Microsoft eine Gnadenfrist erkaufen und weiterhin kostenpflichtige Updates erwerben. Privatanwender hingegen haben keinen Zugang mehr zu den Sicherheitsupdates.

Doch selbst Unternehmen und Behörden gehen beim Ignorieren des Support-Endes für Windows 7 nicht nur ein höheres Risiko ein, weil dies Cyberangriffe erleichtert. Sie verstoßen nach Experteneinschätzungen auch gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die EU-Richtlinie verlangt, bei der Verarbeitung sowie Nutzung personenbezogener Daten den “Stand der Technik” einzuhalten.

Unternehmen sowie Ärzte oder Anwälte, die personenbezogene Daten verarbeiten und speichern, handeln hier, wenn Sie weiterhin Windows 7 oder Server 2008 einsetzen, entgegen der DSGVO, meint Experte Uhlemann. “Bei Datendiebstählen personenbezogener Daten wird das Bußgeld durch Datenschützer entsprechend höher ausfallen. Versicherungen könnten dann auch hier die Leistung verweigern.”

Obwohl Windows 7 allgemein als ausgereift gilt, wurden in jüngster Zeit immer mehr Sicherheitslücken in dem betagten System entdeckt. So wurden im Jahr 2010 nur 64 Sicherheitslücken bei Windows 7 gefunden, 2019 erreichte die Anzahl mit 250 offiziell registrierten Problemen einen Höchststand. Der könnte in diesem Jahr allerdings erneut in die Höhe schießen.

Windows 7: Befürchtung vor Angriffswelle

Mit dem Ende des kostenlosen Produktsupports für Windows 7 kann es unter ungünstigen Umständen so laufen wie einst beim Supportende von Windows XP. 2017 kompromittierten die Verschlüsselungs-Trojaner WannaCry und Petya die Personal Computer, bei denen die “EternalBlue”-Schwachstelle nicht geflickt worden war. Für Windows XP gab es damals schon seit drei Jahren keine Updates mehr, sodass die verbliebenen XP-Installationen besonders betroffen waren.

Vor diesem Hintergrund befürchten nun auch die Sicherheitsforscher von ESET eine neue Angriffswelle: Die Schwachstellen des Systems, die nun nicht mehr kostenlos geflickt werden, können Cyberangriffe erleichtern. Entwickler von Schadprogrammen hätten bereits gezielt Schadcodes für bekannt gewordene Windows-Schwachstellen programmiert. “Der Umstieg auf ein modernes Betriebssystem ist für Unternehmen und Privatanwender unausweichlich”, sagte Uhlemann. “Cyberkriminelle warten nur darauf, nicht mehr geschlossene Sicherheitslücken bei Windows 7 auszunutzen. Die weiterhin hohen Nutzerzahlen versprechen fette Beute.”

Völlig kostenlos: Update auf Windows 10

Mit dem Windows 10 Update Assistenten können Windows-7-Nutzer nach wie vor völlig kostenlos auf Windows 10 umsteigen. Das Tool prüft, ob Ihr System für das moderne Microsoft-OS geeignet ist und lädt dann im Hintergrund Windows 10 herunter. Danach beginnt die Installation, die mindestens mit einem Neustart verbunden ist.

Alternativ können Sie auch eine Neuinstallation von Windows 10 auf Ihrem System durchführen. Dafür empfehlen wir das Media Creation Tool von Microsoft.

Fünf Jahre Windows 10: Zukunftspläne und Dauerbaustellen

Windows 10 ist am 29. Juli 2020 fünf Jahre alt geworden. Zeit für einen Blick auf aktuelle Trends, eine Menge Kosmetik und altbekannte Update-Bugs.

Am 29. Juli 2020 feiert Windows 10 seinen fünften Geburtstag. Für die nähere Zukunft des Betriebssystems sind zahlreiche Trends erkennbar: Microsoft möchte seine Kunden weg von On-Premises-Produkten in Richtung Cloud schieben, schraubt weiter an seiner Update-Strategie und will Optik und Benutzerfreundlichkeit von Windows 10 verbessern.

Zum Jubiläum beleuchten wir geplante Neuerungen und teils erfreuliche Entwicklungen, die mitunter allerdings von weniger guten Ideen und dauerhaft unbeseitigten Qualitätsdefiziten überschattet werden.

20H2: Starker Fokus auf Design und Usability

Einen Blick auf mögliche Windows-10-Neuerungen in näherer Zukunft gestatten die Insider Previews. In puncto Design setzt Microsoft in der für den Herbst 2020 erwarteten Windows 10 Version 20H2 auf optische Anpassungen des Startmenüs an das jeweils verwendete Theme.

Ein Teil der Windows-10-Entwickler arbeitet derzeit außerdem daran, den neuen Chromium-basierten Edge-Browser besser in das Betriebssystem zu integrieren. Wie Microsoft in einem Blogeintrag zur aktuellen Insider Preview Build 19042.421 erläutert, soll der Taskmanager über die Tastenkombination Alt+Tab künftig nicht nur geöffnete Apps und Anwendungen, sondern auch im Edge-Browser geöffnete Webseiten zum Abrufen anbieten.

In den Insider Previews werden derzeit zudem eine personalisierte Taskleiste sowie diverse Usability-Verbesserungen beim Tablet-Modus getestet.

Apropos Usability: Die klassische Windows-Systemsteuerung abzulösen und stattdessen alle Einstellungen in die Einstellungen-Seite zu verlagern, diskutiert Microsoft bereits seit Jahren. Wann dieser Umzug abgeschlossen sein wird (und ob es überhaupt jemals dazu kommt), steht derzeit aber in den Sternen.

Künftig jährliche statt halbjährlicher Funktionsupdates?

Aus dem Ausblick auf mögliche Neuerungen aus der Insider Preview ergibt sich die grundsätzliche Frage, wie Funktionsupdates künftig auf das System gelangen werden. Mit der Veröffentlichung von Windows 10 war es zunächst Microsofts erklärtes Ziel, zweimal im Jahr ein Funktionsupdate für das Betriebssystem herauszubringen. Mit dieser Herangehensweise erlitt das Unternehmen in den letzten Jahren jedoch erkennbar Schiffbruch: Versionen wurden im Frühjahr oder Herbst oft verspätet fertig und wiesen so gravierende Fehler auf, sodass sie, wie das Windows 10 Oktober 2018 Update, teilweise zurückgezogen werden mussten.

Bereits 2019 zog Microsoft Konsequenzen aus diesen Problemen. Nachdem das Frühjahrsupdate auf Version 1903 noch als klassisches Funktionsupdate erfolgte, wurden die Funktionen des Herbst-Updates (Version 1909) mit Hilfe eines nur knapp 500 KByte großen “Enablement Package” freigeschaltet. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Microsoft für die kommende Version 20H20 die für Nutzer deutlich reibungslosere und zeitsparendere Vorgehensweise eines “kleinen Updates” beibehalten wird, das auf das “große” Funktionsupdate (Win 10 Version 2004) vom Mai folgt.

Mehr Kontrolle über Telemetriedaten für Admins

Auch bei der Telemetriedatenerfassung durch das Betriebssystem, die speziell aus Sicht von Datenschützern einen großen Kritikpunkt darstellt, tut sich etwas.

In den vergangenen Jahren musste Microsoft aus datenschutzrechtlichen Gründen immer wieder nachbessern, um Administratoren in Unternehmen bessere Kontrollmöglichkeiten über die Telemetriedatenerfassung bereitzustellen. Vor ein paar Tagen hat das Unternehmen nun einen speziellen “Data Processor Service” für Administratoren von Windows 10 Enterprise vorgestellt. Mit ihm können Unternehmen in EU-Ländern unter Berücksichtigung der DSGVO künftig selbst vorgeben, welche Telemetriedaten durch Microsoft verarbeitet werden dürfen.

Die erfassten Daten werden weiterhin in der Azure-Cloud gespeichert, werden dort aber laut Microsoft gut abgesichert und befinden sich weiterhin unter der Kontrolle des jeweiligen Unternehmens. Weitere Details nennt ein Informationsdokument zum Data Processor Service. Wer lieber gar keine Daten verschicken will, der schaltet die Telemetrie weiterhin komplett ab.

Trend zu Microsoft-Konten und zur Cloud

Mindestens mit gemischten Gefühlen dürften viele Nutzer Microsofts Marschrichtung in die Cloud betrachten. Firmen und Behörden soll Microsoft 365, bestehend aus Windows 10, Office 365 und weiteren Diensten, als Abonnement schmackhaft gemacht werden. 2025, wenn Windows 10 genau 10 Jahre alt wird, läuft nicht nur der Support für Windows 10 Version 1507 LTSC, die erste RTM-Version mit 10 Jahren Langzeitsupport, aus: Auch Microsoft Office 2019 erreicht das Ende seines Lebenszyklus und für weitere On-Premise-Produkte gilt das Gleiche.

Gut möglich, das Microsoft dann den Stecker für lokal installierte On-Premise-Produkte zieht und nur noch Abonnement-Lösungen mit Anschluss an die Cloud bietet. Neben berechtigten Datenschutzbedenken ergibt sich daraus das Problem einer starken Abhängigkeit von Microsoft-Konten. Aus einer Sperrung durch Microsoft, ob berechtigt oder nicht, können sich für Firmen (mindestens kurzfristig) problematische Situationen ergeben. Die anschließende Entsperrung durch den Support kann Erfahrungsberichten zufolge zu einer langwierigen Angelegenheit werden.

Zukunftswunsch: Qualität vor Kosmetik

Unter einer dicken Schicht “Kosmetik” in Gestalt kleinerer und größerer Änderungen an den aktuellen Insiderversionen von Windows 10 verbirgt sich leider noch manches gravierende Qualitätsproblem.

Verzögert fertig gestellte Funktionsupdates, die bei der allgemeinen Freigabe noch dicke Bugs enthielten, verärgerten in den letzten Jahren so manchen Anwender. Und selbst das aktuelle Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004) enthält auch sieben Monate nach dem Einfrieren der Entwicklung und zwei Monate nach der generellen Verfügbarkeit mehr als ein halbes Dutzend von Microsoft bestätigte Bugs.

Wünschenswert wäre in diesem Zusammenhang, dass Microsoft sich mit den vorhandenen grundlegenden Problemen befasst, statt schlecht kaschierte Dauerbaustellen als (wackelige) Basis für seine Zukunftspläne zu nutzen.

iOS 14 und iPadOS 14: Apple veröffentlicht Public Beta 3

Nach der Beta für Entwickler gibt es die Public Beta für alle. Apple hat nach der dritten Entwickler-Beta die dritte Public Beta von iOS 14 und iPadOS 14 veröffentlicht. Mit der neuen Beta sind ein paar Anpassungen hinzugekommen, beispielsweise an den Icons und an den Widgets – und vermutlich hat Apple auch unter der Haube viel erledigt. Noch nicht dabei? Solltet ihr ein passendes iPad oder iPhone euer Eigen nennen, experimentierfreudig sein und zudem noch Lust auf die neuesten Features der Apple-Betriebssysteme haben, dann ist das eure Chance: Wenn ihr euch für das Beta-Programm von Apple registrieren möchtet, besucht ihr die entsprechende Webseite des Konzerns. Einmal eingeloggt wählt ihr das entsprechende Betriebssystem aus und findet eine Anleitung zur Installation vor, bei iOS 14 und iPadOS 14 läuft das wie immer über ein Konfigurationsprofil.

Apple iOS 13.6 und iPadOS 13.6 veröffentlicht

Apple hat heute die finale Version von iOS 13.6 veröffentlicht. iOS 13.6 kommt für die iPhones über die Update-Funktion, während die iPads eben iPadOS in Version 13.6 bekommen. In den USA hat es noch zahlreiche Neuerungen im Bereich von Apple News gegeben, das ist hierzulande natürlich derzeit irrelevant, da nicht in dieser Form vorhanden. Eine weitere Neuerung von iOS 13.6 ist die Einführung von CarKey. Sollte euer Auto digitale Autoschlüssel unterstützen, könnt ihr also bald die Wallet-App zum Hinterlegen dieser benutzen. Dazu muss der Hersteller jedoch eine Seite bereitstellen, die den entsprechenden Pass generiert oder dem Auto einen QR-Code zum Koppeln des iPhones mit dem Auto beilegen. Die Schlüssel können dann mit Familienmitgliedern geteilt oder per iMessage an Freunde versandt werden.

Digitale Autoschlüssel

• Aufschließen, Abschließen und Starten kompatibler Fahrzeuge mit deinem iPhone

• Sicheres Entfernen digitaler Autoschlüssel von verlorenen Geräten über iCloud

• Einfaches Teilen digitaler Schlüssel über iMessage

• Fahrerspezifische Profile zur Konfiguration geteilter Schlüssel für Vollzugriff oder eingeschränktes Fahren

• Stromreserve zum Aufsperren und Starten deines Fahrzeugs bis zu fünf Stunden, nachdem das iPhone keinen Strom mehr hat

Health

• Neue Kategorie für Symptome in der App „Health“, einschließlich der von „Zyklusprotokoll“ und „EKG“ protokollierten Symptome

• Möglichkeit zum Protokollieren und Teilen von Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen und Husten mit Apps von Drittanbietern

Dieses Update enthält zudem Fehlerbehebungen und andere Verbesserungen.

• Eine neue Einstellung ermöglicht automatische Downloads auf das Gerät, wenn eine WLAN-Verbindung besteht

• Korrektur eines Problems, bei dem Apps beim Synchronisieren von Daten mit iCloud Drive möglicherweise nicht mehr reagieren

• Behebung eines Problems, bei dem Datenroaming auf der eSIM deaktiviert zu sein scheint, obwohl es aktiv geblieben ist

• Behebung eines Problems, bei dem Anrufe aus Saskatchewan (Kanada) scheinbar in den USA getätigt werden

• Korrektur eines Problems, bei dem Audio unterbrochen werden kann, wenn Anrufe als WLAN-Anrufe getätigt werden

• Behebung eines Problems, durch das einige iPhone 6S- and iPhone SE-Geräte nicht für WLAN-Anrufe registriert werden können

• Lösung eines Problems, bei dem bei der Verbindung mit bestimmten Hardware-Tastaturen von Drittanbietern unerwartet die Software-Tastatur angezeigt wird

• Behebung eines Problems, bei dem japanische Hardware-Tastaturen fälschlich als US-Tastaturen zugeordnet werden

• Korrektur von Stabilitätsproblemen beim Zugriff auf das Kontrollzentrum, wenn AssistiveTouch aktiviert ist

• Eine Funktion für Administratoren, mit der die angegebenen Domains bei immer eingeschalteten VPN-Verbindungen vom Netzwerkverkehr ausgeschlossen werden können

Windows 10: Juli-Updates werden verteilt

Wie auch im letzten Monat gibt es bei Microsoft wieder den großen Patch-Tag, an dem es Updates für die unterschiedlichen Versionen von Windows 10 hagelt. Bleibt zu hoffen, dass die aktuellen Updates nicht mehr Probleme bereiten als sie beheben sollen – das ist ja schon mehrere Male vorgekommen, dass hinterher der Wurm drin ist. Updates gibt es für unterschiedliche Versionen von Windows 10, unter anderem Version 2004, 1903, 1909, 1809, 1803, 1709, 1703, 1607 und 1507.

Microsoft nennt in den jeweiligen Changelogs verschiedene Fehlerbehebungen, aber auch geschlossene Sicherheitslücken in den Server-Versionen. Dabei ist beispielsweise ein Update für die unter CVE-2020-1350 geführte Sicherheitslücke, eine kritische RCE-Schwachstelle (Critical Remote Code Execution) im Windows DNS Server, die als „wurmgefährdet“ eingestuft wird und eine CVSS-Basisbewertung von 10,0 hat. Dieses Problem resultiert aus einem Fehler in der DNS-Serverrollenimplementierung von Microsoft und betrifft alle Windows-Server-Versionen. Nicht-Microsoft-DNS-Server sind nicht betroffen.

Ab Juli 2020 werden auch alle Windows-Updates die RemoteFX vGPU-Funktion aufgrund einer Sicherheitslücke deaktivieren. Weitere Informationen über die Sicherheitslücke finden Nutzer unter CVE-2020-1036 und KB4570006. Sobald diese Funktion deaktiviert ist, schlagen Versuche, virtuelle Maschinen (VMs) zu starten, fehl, und Meldungen wie die folgende werden angezeigt:

“The virtual machine cannot be started because all the RemoteFX-capable GPUs are disabled in Hyper-V Manager.”

“The virtual machine cannot be started because the server has insufficient GPU resources.”

Wer mag, der kann die Patches manuell herunterladen – oder man lehnt sich entspannt zurück und wartet klassisch auf das Windows-Update.

iOS 14 & iPadOS 14: Erste Public Beta verfügbar

Apple hat, wie versprochen, die erste öffentliche Beta seiner neuen Betriebssysteme veröffentlicht. Dazu gehören die ersten Testversionen von iOS 14 und iPadOS 14 die bereits heute verfügbar sind.

Solltet ihr also ein passendes iPad oder iPhone euer Eigen nennen, experimentierfreudig sein und zudem noch Lust auf die neuesten Features der Apple-Betriebssysteme haben, dann ist das eure Chance.

Die Entwickler können bereits seit der Keynote der WWDC die neuen Versionen ausprobieren, nun also auch jeder andere freiwillige Tester. Viele der Neuerungen zu iOS und iPadOS haben wir ja bereits detailliert beschrieben.Unsere Zusammenfassung der WWDC Keynote zu iOS 14 und iPadOS 14 könnt ihr ebenfalls nachlesen.

Wenn ihr euch für das Beta-Programm von Apple registrieren möchtet, besucht ihr die entsprechende Webseite des Konzerns. Einmal eingeloggt wählt ihr das entsprechende Betriebssystem aus und findet eine Anleitung zur Installation vor, bei iOS 14 und iPadOS 14 läuft das wie immer über ein Konfigurationsprofil.

Die erste öffentliche Beta basiert auf der zweiten Entwicklerbeta und enthält noch den einen oder anderen Fehler, Features sind außerdem noch nicht in Gänze ausgereift. Ich empfehle euch, die Version nicht auf einem Produktivgerät zu installieren und vorher unbedingt ein Backup zu erstellen.