MSI Bravo 15 und neues Alpha 15: Erste Notebooks mit Ryzen 4000 entdeckt

Auch MSI wagt sich bereits mit einem Ryzen 4000-Notebook an die Öffentlichkeit, wenngleich noch etwas verhalten. Auf der Pressekonferenz wurden die beiden Gaming-Notebooks nicht erwähnt, auch eine entsprechende Pressemitteilung gab es keine. Macht nichts – die Entdeckung am MSI-Stand im luxuriösen Venetian-Hotel in Las Vegas war umso spannender.

Preise und konkrete Liefertermine haben wir zwar noch nicht, auch konkrete Spezifikationen sind noch rar. Beim hier ausgestellten Alpha 15 handelt es sich zudem noch um die bekannte Variante mit dem AMD Ryzen 7 3750H-Prozessor, MSI wird hier aber in Bälde eine neue Version mit dem auf der CES angekündigten 7 nm Ryzen 4000 auf den Markt bringen.

Neue Notebook-Serie: MSI Bravo 15

Ganz neu ist dagegen das Bravo 15, bei dem es sich eher um einen Einsteiger-Gaming-Laptop handeln wird. Die Serie startet bereits mit einer CPU aus der Ryzen 4000-Familie, allerdings noch kombiniert mit der Radeon RX 5500M zumindest laut aktuellem Stand der Dinge – durchaus möglich, dass MSI hier aber in Zukunft auf die ebenfalls neu angekündigte Radeon RX 5600 wechseln wird. Das Bravo 15 war auf der CES 2020 mit 15,6 Zoll Full-HD-IPS-Display und 144 Hz Refreshrate ausgestellt, FreeSync wird unterstützt.

Tomahawk: Razer bringt eigenen, kompakten Desktop-PC auf den Markt

Razer dürfte einer der bekannteren Hersteller von Gaming-Zubehör sein – und will in Zukunft auch eigene Gaming-PCs anbieten. Dabei ist allein das Gehäuse bemerkenswert: Dieses bietet lediglich ein Volumen von 10 Litern und erinnert zumindest optisch stark an externe Gehäuse für GPUs. Die Komponenten sind auf Schienen angebracht und lassen sich so in das Gehäuse schieben.

Die kleinen Abmessungen sind in dieser Form realisierbar, da Razer nicht auf traditionelle Desktop-Komponenten und insbesondere ein Mainboard, sondern auf das NUC-System aus dem Hause Intel setzt. Konkret soll der PC mit 45-Watt-Prozessoren bis hin zum Core i9-9980HK ausgestattet werden können, dazu kommt ein bis zu 64 Gigabyte großer Arbeitsspeicher. Für die Beschleunigung von Grafiken kommt eine dedizierte GPU mit voller Länge zum Einsatz, wobei potentielle Käufer auch eine leistungsstarke Nvidia GeForce RTX 2080 Super nutzen können. Die zahlreichen Öffnungen in der Gehäuseoberseite versprechen eine gute Lüftung.

Für die Speicherung von Betriebssystem und Daten können gleich zwei M.2-SSDs montiert werden, die Anbindung an ein drahtloses Netzwerk gelingt via WiFi 6, zusätzlich sind zwei Gigabit-Ethernet-Ports verbaut. Zum Anschluss von Bildschirmen stehen je zwei HDMI 2.0A- und Thunderbolt 3-Ports bereit, externe Speichermedien oder Zubehörteile können über gleich sechs USB 3.2 Gen 2-Ports verbunden werden.

Einem Medienbericht zufolge soll das Modell mit Intel Core i7, 16 Gigabyte auf RAM und einer noch anzukündigenden RTX 20-GPU ab 2.300 US-Dollar erhältlich sein. Der Release soll im Juni in den USA starten, Informationen zum hiesigen Markt liegen noch nicht vor.

ThinkPad X1 Fold: Lenovo bestätigt Specs und Preis des Falt-PCs

Das Highlight des PCs ist das 13,3 Zoll große, flexible OLED-Display im 4:3-Format mit einer Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixel bei einer Helligkeit von 300 nits und einer Abdeckung des DCI-P3-Farbraums von 95 Prozent. Auf dem Gerät läuft eine speziell angepasste Version von Windows 10 Pro, die für die Nutzung auf einem faltbaren PC optimiert wurde.

Das Gerät wird von einem nicht näher beschriebenen Intel Core-Prozessor mit “Intel Hybrid-Technologie” sowie einem integrierten Gen 11 Intel UHD Grafikchip angetrieben. Dazu gibt’s 8 GB 4.267 MHz LPDDR4X-Arbeitsspeicher, eine bis zu 1 TB fassende M.2 PCIe SSD, eine 5 MP- sowie eine Infrarot-Kamera und einen 50 Wh großen Akku, der elf Stunden Laufzeit ermöglichen soll.

Während das Gerät nur zwei USB-C-Anschlüsse bietet, ist es drahtlos umso besser verbunden: Neben Wi-Fi 802.11ax und Bluetooth 5.0 sind auch 5G und LTE mit dabei. Das ThinkPad X1 Fold wird mit einer Folio-Hülle, einem neuen, aktiven Stylus und einer kompakten, drahtlos aufladbaren Tastatur komplettiert.

Das Gerät samt Hülle wiegt gerade mal 999 Gramm und ist im offenen Zustand nur 7,8 Millimeter dünn, während es gefaltet auf die halbe Größe schrumpft, aber mit 27,8 Millimetern auf mehr als die dreifache Dicke wächst. Das Lenovo ThinkPad X1 Fold soll “Mitte 2020” zu Preisen ab 2.499 US-Dollar ausgeliefert werden.

Lenovos Yoga 5G nutzt einen Snapdragon 8cx

Mit dem Yoga 5G hat Lenovo ein erstes Convertible, das 5G beherrscht. Auf dem Snapdragon-System mit Touchscreen und Stiftunterstützung läuft Windows 10 on ARM, die Akkulaufzeit soll 24 Stunden betragen.

Lenovo hat auf der Elektronikmesse CES 2020 das Yoga 5G vorgestellt, ein 14-Zoll-Convertible. In Nordamerika wird das Gerät als Flex 5G verkauft, der frühere Codename lautete Project Limitless. Das Yoga 5G ist indirekt der Nachfolger des Yoga C630, welches in Deutschland aber schlussendlich nie verkauft wurde.

Im Yoga 5G steckt Qualcomms passiv gekühlter Snapdragon 8cx samt LTE-Modem, hinzu kommt (optional) ein Snapdragon X55 als 5G-Baseband. Das Convertible unterstützt mmWave- und Sub-5-GHz-Frequenzen für weltweite Verbindungen, zudem gibt es Bluetooth 5. Der Akku weist 60 Wattstunden auf und soll das Gerät bis zu 24 Stunden mit Energie versorgen. Es misst 321,4 x 215 x 14,7 mm bei rund 1,3 kg, typisch für einen 14-Zöller.

Anschlussseitig gibt es rechts einen Power-Button, eine Audioklinke und einen Schiebeschalter, um zwischen Drahtloskonnektivität und Flugmodus zu wechseln. Links verbaut Lenovo zwei Type-C-Buchsen mit USB-3.2-Gen1-Geschwindigkeit, Power Delivery und Displayport. Rechts neben der Tastatur befindet sich ein Fingerabdrucksensor, die Webcam hat Infrarotunterstützung für Windows Hello. Das IPS-Touch-Panel löst mit 1080p auf, es soll eine gute Helligkeit von 400 cd/m² erreichen und arbeitet mit dem Lenovo Pen zusammen.

Das Yoga 5G hat immer 8 GByte LPDDR4X-RAM, es wird zudem mit 256 GByte oder 512 GByte an UFS-3.0-Festspeicher ausgestattet. Eine eSIM ist integriert, auch hat das Convertible noch Platz für eine Nano-SIM. Lenovo will das Yoga 5G im zweiten Quartal 2020 ab 1.300 Euro in Deutschland in den Handel bringen. Das bisher einzige Gerät mit Snapdragon 8cx und Windows 10 on ARM ist das Surface Pro X von Microsoft, das samt Tastatur ebenfalls 1.300 Euro kostet, aber nur 128 GByte hat und kein 5G unterstützt.

Acer: Neue Convertibles der Spin-Produktserie vorgestellt

Zu den Produktneuheiten von Acer auf der diesjährigen CES in Las Vegas gehört auch die neue Generation der Spin-Convertibles Spin 3 und Spin 5. Beide verfügen über einen schnell aufladbaren Acer Active Stylus mit Wacon AES 1.0, WiFi 6 und USB-Typ-C-Anschlüssen. Das verwendete Scharnier sorgt dafür, dass die Tastatur im Notebook-Modus leicht angehoben und somit besser zugänglich wird.

Das Spin 5 besitzt ein 13,5-Zoll-Touchdisplay (2.256 × 1.504 Pixel), ist 14,9 mm hoch und verfügt über einen 7,8 mm schmalen Displayrahmen. Das 3:2-Seitenverhältnis soll im Vergleich zu einem 16:9-Display für einen 18 Prozent größeren sichtbaren Bildausschnitt sorgen, so Acer. Das Chassis besteht aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung und macht das Gerät mit 1,2 kg recht leicht. Der integrierte Fingerabdrucksensor erlaubt die Anmeldung über Windows Hello. Das Spin 5 unterstützt den optional erhältlichen Acer Active Stylus mit Wacom AES 2.0 Technologie, der dann im Ladedock verwahrt und geladen werden kann.

Beim Spin 3 ist das FHD-Touchscreen-Display 14 Zoll groß und ist im Gegensatz zum Spin 5 im 16:9-Format gehalten. Der Displayrahmen ist 7,82 mm schmal, das Gerät kommt dank Aluminiumgehäuse auf ein Gewicht von 1,5 kg und eine Höhe von 16,9 mm.

Beide Geräte sind mit Intel-i7-Prozessoren der zehnten Generation ausgestattet und setzen auf integrierte Intel-Iris-Plus-Grafikkarten. Im Spin 5 können bis zu 1 TB SSD-Speicher verwendet werden, zudem bis zu 16 GB RAM. Das Spin 3 kann optional sogar mit zwei SSDs ausgestattet werden und verfügt ebenfalls über bis zu 16 GB RAM. Der Akku des Spin 3 soll bis zu 12 Stunden durchhalten, der des Spin 5 sogar bis zu 15 Stunden. Durch Schnellladetechnologie können beide binnen 30 Minuten mit bis zu vier Stunden Laufzeit versorgt werden.

Am Spin 5 befinden sich zwei USB-Typ-C-Anschlüsse mit Thunderbolt-3-Unterstützung und zwei USB-3.2-Gen1-Ports, wovon einer eine Offline-Lade-Funktion besitzt. Zudem ist ein HDMI-Anschluss und ein MicroSD-Kartenleser dabei. Im Spin 3 findet ihr einen USB-Typ-C-Anschluss mit Thunderbolt-3-Unterstützung, zwei USB-3.2-Gen1-Ports (ebenfalls einer mit Offline-Lade-Funktion), einen HDMI-Anschluss und einen MicroSD-Kartenleser. Zudem dabei: Dual-Band-Intel Wi-Fi 6 (Gig+) AX201 (802.11ax), Zweifach-Lautsprecher und Acer True Harmony, Doppelmikrofone für Chats und Videokonferenzen.

Das Spin 5 soll aller Voraussicht nach ab April dieses Jahres ab 699 Euro erhältlich sein, das Spin 3 schon ab Februar ab 1.099 Euro.

Asus ROG Swift 360Hz: Nvidia zeigt ersten Monitor mit G-Sync und 360 Hz

Zur CES 2020 hievt Nvidia G-Sync erneut auf eine höhere Stufe und hat dieses Mal den Bereich des eSports im Visier. Hierfür stellt Nvidia neue G-Sync-Monitore mit einer variablen Bildwiederholfrequenz von 360 Hz vor. Der Asus ROG Swift 360Hz wird der erste Monitor mit dieser neuen Technik sein.

360 Hz auf 24,5 Zoll mit Full HD

Asus und Nvidia haben nach eigenen Angaben eng bei der Entwicklung dieses ersten Monitors mit einem 24,5 Zoll großen Display zusammengearbeitet, der bei 360 Hz alle 2,8 Millisekunden einen neuen Frame darstellt. Abstriche müssen für diese schnelle Bildwiederholfrequenz wie schon in der Vergangenheit bei der Auflösung gemacht werden, denn der Monitor verfügt nur über ein Full-HD-Panel mit einer Auflösung von 1.920 × 1.080 Pixeln. Um das Potenzial der 360 Hz des Monitors in Gänze ausnutzen zu können, muss aber ohnehin auch der PC im Zusammenspiel mit der Grafikkarte im Spiel bestenfalls 360 Bilder pro Sekunde berechnen können, was bei höheren Auflösungen noch schwieriger würde.

Nvidia selbst gibt an, dass sich in internen Tests die Rate der Treffer bei sogenannten Flick-Shots bei 360 Hz um weitere 4 Prozentpunkte (+37 Prozent vs. 60 Hz) im Vergleich zu 240 Hz (+33 Prozent vs. 60 Hz) verbessert. Den größten Sprung könne man beim Wechsel von 60 auf 120 Hz verzeichnen, was die Trefferrate um 28 Prozent steigere. Der Schritt von 120 auf 240 Hz erhöhe sie hingegen auch nur noch um weitere 5 Prozentpunkte auf ein Plus von besagten 33 Prozent.

Neues Panel von AU Optronics

Der Lieferant dieses neuen Panels mit 360 Hz ist nach Angaben von Nvidia AU Optronics. Abseits der hohen Bildwiederholfrequenz sorgt G-Sync durch die synchronisierte, variable Bildwiederholrate dafür, dass ein Flackern, Stocken und Tearing, also das Zerreißen des Bildes durch die asynchrone Ausgabe mehrerer Frames, bevor das Bild vollständig vom Display dargestellt wurde, verhindert wird.

Als Teil der ROG-Familie setzt der ROG Swift 360Hz auf das bekannte Design der Marke, das unter anderem einen gedrehten Standfuß mit drei Beinen beinhaltet, wie ihn beispielsweise auch schon der Asus ROG Strix XG35VQ (Test) aufweist. Asus nennt je einmal HDMI 2.0 und DisplayPort 1.4 als Anschlüsse.

Einen Preis und den Veröffentlichungstermin für den ROG Swift 360Hz haben zum Auftakt der CES 2020 weder Asus noch Nvidia genannt.

Acer Predator CG552K: OLED-UHD-Monitor mit 55 Zoll, 144 Hz, 0,5 ms und VRR

Mit dem Predator CG552K zeigt Acer einen OLED-Monitor mit einer Bilddiagonale von 55 Zoll und einer Auflösung von 3.840 × 2.160 Bildpunkten, der auch Adaptive Sync und Variable Refresh Rate (VRR) über HDMI unterstützt. Mit einer Farbabweichung von Delta E <1 soll er dabei auch hohen Ansprüchen an die Farbtreue gerecht werden.

Schnelle Reaktionszeit und DisplayHDR 400

Um von Adaptive Sync und VRR profitieren zu können, unterstützt der Monitor eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 144 Hz. Die Reaktionszeit gibt Acer mit nur 0,5 ms (GTG) an – einer der Vorteile von OLED-Displays ist die gegenüber LC-Displays wesentlich geringere Reaktionszeit.

Der Predator CG552K ist zudem VESA-zertifiziert nach DisplayHDR 400, bietet also eine punktuelle Helligkeit von mindestens 400 cd/m². Acer verspricht zudem eine Abdeckung des DCI-P3-Farbraums von 98,5 Prozent. Ein Sensor erfasst die Lichtverhältnisse im Raum und passt die Displayhelligkeit automatisch an, was auch der Energieeinsparung dient. Gleiches gilt für den in den Monitor integrierten Näherungssensor, der Bewegungen vor dem Display erfasst und das Display automatisch vom Power- in den Standby-Modus versetzt, wenn keine Person vor dem Bildschirm erkannt wird.

Anschlüsse sowohl für PCs als auch Konsolen

Zu den Anschlussmöglichkeiten des Acer Predator CG552K, der nicht nur für das Spielen am Desktop-Computer, sondern vor allem auch Konsolenspieler ansprechen soll, gehören drei HDMI-2.0-Anschlüsse, zwei DisplayPorts, ein USB-Typ-C-Anschluss sowie zwei USB-2.0- und USB-3.0-Ports. Zwei 10-Watt-Lautsprecher ermöglichen eine Ausgabe des Audiosignals über den Monitor. Um das Design für Spieler zu unterstützen, sind an der Vorderseite zudem kleine, anpassbare Lichtleisten untergebracht.

Noch kein Preis und Termin für den Predator CG552K

Zur CES 2020 nennt Acer für den 55-Zoll-OLED-Monitor Predator CG552K allerdings weder einen Preis noch eine geplante Verfügbarkeit, so dass sich diese durchaus noch einige Monate hinziehen könnte.

Lenovo Legion Y740S: Gaming-Notebook ohne GPU

Unter dem Markennamen Legion verkauft Lenovo leistungsstarke, auffällig gestaltete Systeme für Gamer, und das neue 15,6-Zoll-Notebook Y740S fällt da nicht aus der Reihe. So gibt es ein markantes, nach vorne versetztes Deckelscharnier; die beleuchtete Tastatur gefällt mit abgesetztem Cursor-Block. Im Y740S stecken Prozessoren bis hinauf zum Achtkerner Core i9-9880H. Bei einem Gewicht von gerade einmal 1,7 Kilogramm und einer Dicke von nur 1,5 Zentimeter wird man allerdings stutzig – da muss doch was fehlen…

Tatsächlich kommt das Notebook ohne den für flotte 3D-Grafik obligatorischen Zusatz-Grafikchip daher. Stattdessen setzt Lenovo auf eine per Thunderbolt angebundene eGPU: In der BoostStation stecken ein 500-Watt-Netzteil und eine Desktop-Grafikkarte, die für flotte Bilder auf dem Notebook-Bildschirm sorgt. Gleichzeitig versorgt die BoostStation das Notebook mit bis zu 100 Watt, dient sich mit Buchsen für USB, Netzwerk und Monitore als Dockingstation an und stellt über einen internen SATA-Schacht zusätzlichen Speicherplatz zur Verfügung. Laut Lenovo funktionieren alle aktuellen Grafikkarten inklusive des derzeitigen Topmodells GeForce RTX 2080 SUPER.

Y740S und BoostStation sollen im zweiten Quartal in den Handel kommen. Lenovo will das Notebook konfigurierbar zu Preisen ab 1300 Euro anbieten; die BoostStation kostet separat und ohne Grafikkarte 350 Euro. Lenovo plant allerdings auch Varianten, die bereits mit AMD Radeon RX 5700 XT oder Nvidia GeForce RTX 2060 bestückt sind, sowie Bundles aus Notebook und eGPU.

Lenovo IdeaPad S540-13API Laptop im Test: Schlanker Ryzen-Begleiter mit langer Laufzeit

Lenovo bietet die Notebooks seiner IdeaPad-Reihe mit vielfältigen Ausstattungsvarianten und unterschiedlichen Displaygrößen an. Zuletzt war bei uns zum Beispiel das Lenovo IdeaPad S540-15IWL mit 15,6 Zoll großem Bildschirm und Intel-Hardware im Test. Dieses machte bei Verarbeitung und Leistung einen guten Eindruck. Das Display hätte aber besser sein dürfen. In einem Vergleich konnte zudem die AMD-Variante eine bessere Leistung erzielen.

Mit Hardware von AMD kommt auch unser Testmodell des IdeaPad S540-13API. Ein Ryzen 5 3550H und 16 GB RAM sorgen für einen flotten Systembetrieb. Hinzu kommen die interne Grafikeinheit AMD Radeon RX Vega 8 und eine 512 GB fassende SSD. Für einen Preis von unter 1.000 Euro ist diese Ausstattung ordentlich und muss sich mit der unten aufgelisteten Konkurrenz messen lassen. Unter jedem Vergleich lassen sich außerdem weitere Notebooks aus unserer Datenbank hinzufügen.

Gehäuse & Ausstattung – Robustes Aluminium und geringe Wartungsmöglichkeiten

Beim Design des IdeaPad S540 setzt Lenovo auf einen schlichten Auftritt, der durch die matte Aluminiumoberfläche aber nicht billig wirkt. Das kleine Notebook ist an allen Stellen gut verarbeitet und weist keine groben Spaltmaße oder ähnliches auf. Das Scharnier erlaubt es den Deckel bis zu einem Winkel von circa 140° zu öffnen und hält das Display fest in der gewünschten Position. Die Lautsprecher befinden sich an der vorderen, leicht abgeschrägten Unterseite des Notebooks. Der Boden lässt sich zudem relativ leicht entfernen, nachdem alle Schrauben gelöst wurden. Daraufhin wird der Zugriff auf die Lüfter, die SSD und das WLAN-Modul frei. Ein Austauschen oder Erweitern des Arbeitsspeichers ist allerdings nicht möglich.

Mit Anschlüssen geht das IdeaPad S540-13API sehr sparsam um und bietet beispielsweise keinen HDMI-Port. Die beiden USB-Typ-C-Ports erlauben aber auch den Anschluss eines Bildschirms mit einem entsprechenden Adapter und können beide zum Laden des ultramobilen Laptops verwendet werden. Für drahtlose Verbindungen stehen Nutzern Bluetooth 5.0 und Wi-Fi 6 mit schnellem 802.11 ac-Standard zur Verfügung. Trotz 2×2-MIMO-Antennetechnik liegen die Geschwindigkeiten in unserem WLAN-Test bei nur durchschnittlich guten 501 MB/s beim Datenempfang und eher mäßigen 447 MB/s bei der Übertragung von Daten.

Eingabegeräte – Gute Lenovo-Tastatur mit etwas kleinen Tasten

Die Tastatur des Lenovo IdeaPad S540 eignet sich gut für die Eingabe längerer Texte. Das Feedback ist gut und der Druckpunkt etwas schwammig. Für große Hände könnten die Tasten etwas zu klein ausfallen, außerdem ist deren Abstand zueinander recht schmal. Unser Testmodell bietet auch eine weiße Hintergrundbeleuchtung, die sich in zwei Stufen an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.

Als Mausersatz steht Nutzern ein Clickpad zur Verfügung. Die Oberfläche ist sehr glatt und erlaubt eine präzise Navigation des Mauszeigers. Auf per Touch ausgelöste Mausklicks reagiert das Pad ebenfalls gut. Ein leichter Druck auf den unteren unteren Rand löst zudem einen linken bzw. rechten Mausklick aus, der durch ein sanftes Klickgeräusch quittiert wird.

Display – Spiegelnder Bildschirm im IdeaPad S540-13API

Der Bildschirm des Lenovo IdeaPad S540 besteht aus einem 13,3 Zoll großen IPS-Panel und bietet eine Auflösung von 2.560 x 1.600 Bildpunkten. Die Bildschirmoberfläche ist glänzend und spiegelt dementsprechend stark. Die Helligkeit ist mit durchschnittlich 314 cd/m² ausreichend hoch und reicht für den ersten Platz in unserem Testfeld. Dasselbe gilt für die sehr gute Ausleuchtung von 94 Prozent. Unsere Messungen zeigen außerdem, dass für die Helligkeitsregelung kein PWM eingesetzt wird.

Alternative Displays hat Lenovo für das IdeaPad S540 nicht im Angebot.

Unsere Messungen bescheinigen dem IdeaPad S540-13API ein gutes Kontrastverhältnis von 1.689:1 und einen sehr guten Schwarzwert von 0,19 cd/m². Dadurch wirken Farben gut voneinander abgegrenzt und schwarze Bildinhalte sind tief und satt. Mit einer Farbraumabdeckung von 98,4 Prozent (sRGB) und 64,5 Prozent (AdobeRGB) liegt das Display des Lenovo-Notebooks ebenfalls auf einem hohen Niveau.

Die CalMAN-Analyse zeigt außerdem, dass der Bildschirm Farben bereits ab Werk nur mit einer geringen Abweichung und lediglich leicht erhöhtem Blauanteil anzeigt. Durch eine Kalibration lässt sich die Darstellung aber nochmals verbessern. Die entsprechende ICC-Datei lässt sich im Fenster oben rechts neben der Grafik zur Ausleuchtung des Bildschirms herunterladen.

Im Freien lässt sich das IdeaPad S540 aufgrund des spiegelnden Bildschirms nur eingeschränkt verwenden. An trüben Tagen treten auch im Schatten noch Spiegelungen von Objekten in der Umgebung auf. Daher sollte spätestens im Sommer auf einen Einsatz außerhalb geschlossener Räume verzichtet werden. Das verbaute IPS-Panel ist dabei sehr blickwinkelstabil, sodass Bildinhalte nicht verzerrt oder mit verfälschten Farben angezeigt werden.

Leistung – Mehr Leistung unter Dauerlast mit Ryzen 5 3550H

In unserem Testmodell des IdeaPad S540-13API verbaut Lenovo einen AMD Ryzen 5 3550H mit integrierter Radeon-RX-Vega-8-Grafikeinheit, 16 GB RAM und einer 512 GB fassenden SSD. Damit eignet sich das kleine Notebook für vielfältige Office-Anwendungen und kann einfache Bildbearbeitungen ohne Schwierigkeiten durchführen. Während der 16 GB große Arbeitsspeicher bereits den Maximalausbau darstellt, kann das IdeaPad S540 auch mit Ryzen-7-APU und bis zu 1 TB großer SSD geordert werden.

Über die Lenovo-Vantage-App lassen sich Energieeinstellungen unabhängig von Windows auswählen. Alle Benchmarks wurden mit dem Profil “Intelligente Kühlung” durchgeführt. Mit aktiviertem Profil “Höchstleistung” erzielten wir in den Benchmarks ähnliche Ergebnisse mit dem einzigen Unterschied, dass die Lüfter auch im Idle-Betrieb ganz leise zu hören waren.

Prozessor

Der AMD Ryzen 5 3550H ist ein Vierkernprozessor der bis zu 8 Threads gleichzeitig bearbeiten kann. Der Aufbau ist dabei identisch zum AMD Ryzen 5 3500U, das TDP wird aber mit 35 statt lediglich 18 Watt angegeben. Dadurch verspricht diese CPU eine höhere Leistung im Dauerbetrieb, wobei die endgültige Performance von der Leistung des Kühlsystems abhängt. Die Taktraten bleiben mit einem Basistakt von 2,1 GHz und einem Turbotakt von 3,7 GHz wiederum identisch zum Ryzen 5 3500U.

In unseren Cinebench-R15-Dauerlasttest zeigt AMDs Ryzen 5 3550H zu Beginn ähnliche Spitzenwerte wie das Acer Swift 3 SF314, der Leistungseinbruch fällt aber mit circa 7 Prozent nicht so stark aus. Daher können Nutzer mit dem Ryzen 5 3550H über einen längeren Zeitraum tatsächlich mit einer höheren Leistung rechnen als es beim Ryzen 5 3500U der Fall ist.

In den Cinebench-R15-Einzeltests erreicht das Lenovo IdeaPad S540-13API nur durchschnittliche Ergebnisse. Im Single-Core-Test erreicht das Notebook zwar nur den letzten Platz in unserem Testfeld, das Ergebnis liegt aber über dem Durchschnitt anderer von uns getesteter Geräte mit dieser CPU. Der Multi-Core-Wert liegt knapp unter dem Ergebnis des Ryzen 5 3500U im Acer Swift 3 SF314. In anderen Notebooks konnte der Ryzen 5 3550H um bis zu 13 Prozent bessere Werte erzielen.

Im Akkubetrieb erreicht das IdeaPad S540 einen Cinebench-R15-Multi-Core-Wert von 570 Punkten.

System Performance

Im PCMark-10-Test zur Systemperformance erreicht das Lenovo Legion S540-13API den ersten Platz in der Gesamtscore. In den Einzeldisziplinen muss es sich aber jedes Mal knapp dem Acer Swift 3 SF314-41 geschlagen geben. Der tägliche Betrieb läuft mit dem kleinen 13-Zoll-Notebook reibungslos. Es zeigen sich keine Mikroruckler und auch das Betriebssystem sowie Programme werden schnell geladen.

Welche Leistung andere Notebooks in unseren Tests erzielen konnten, lässt sich auf unserer CPU-Benchmarkseite nachlesen.

Massenspeicher

Lenovo verbaut in unserem Testmodell des IdeaPad S540 eine 512 GB große SSD von Samsung. Diese erreicht in unseren Benchmarks sehr schnelle Schreib- und Leseraten, mit denen sie den ersten Platz in unserem Testfeld belegt. Die guten Ergebnisse äußern sich auch in einem sehr schnellen Dateizugriff, der ohne spürbare Wartezeiten möglich ist.

Mit welchen Werten andere Massenspeicher in unseren Test glänzen konnten, kann unserer HDD-/SSD-Benchmarkliste entnommen werden.

Grafikkarte

Im IdeaPad S540 sorgt die interne Grafikeinheit AMD Radeon RX Vega 8 für die Darstellung von Bildinhalten. Gegenüber den von uns gewählten Notebooks der Konkurrenz zeigt diese GPU die besten Ergebnisse in den 3DMark-Benchmarks. Da die Leistung der RX Vega 8 stark vom verbauten Arbeitsspeicher abhängt, profitiert das Lenovo-Notebook hier besonders vom 16 GB großen Arbeitsspeicher, der zudem im Dual-Channel-Modus verbaut ist. Bei einer geringeren RAM-Konfiguration müssen Anwender daher auch mit einer niedrigeren Leistung der Grafikkarte rechnen.

Welche Leistung andere Grafikkarten im Vergleich zur hier verbauten AMD Radeon RX Vega 8 erreichen, lässt sich unserer GPU-Benchmarkliste entnehmen.

Gaming Performance

Die Spieleleistung der hier verbauten AMD Radeon RX Vega 8 hängt stark vom verbauten Arbeitsspeicher ab. Mit den 16 GB RAM im Dual-Channel-Modus lassen sich viele Titel zumindest in HD-Qualität flüssig darstellen, bei älteren Spielen ist auch FullHD möglich. Die von uns getesteten Titel liefen mit den entsprechenden Einstellungen gut.

In unserer GPU-Spieleliste lässt sich nachlesen, welche Leistung von AMDs Radeon RX Vega 8 zu erwarten ist.

Emissionen & Energie – Leises 13-Zoll-Notebook mit guter Akkulaufzeit

Geräuschemissionen

Im täglichen Betrieb ist das IdeaPad S540 sehr leise und auch unter Last sind die beiden Lüfter kaum zu hören. Spulenfiepen oder ähnliches konnten wir bei unserem Testmodell ebenfalls nicht feststellen. Dadurch eignet sich das Lenovo-Notebook sehr gut für den Einsatz in lärmsensiblen Umgebungen.

Temperatur

Laut unseren Messungen liegen die Oberflächentemperaturen des IdeaPad S540-13API im Leerlauf bei bis zu 28 °C und erreichen unter Last bis zu 42,9 °C. Dabei fühlt sich das kleine Notebook von Lenovo zwar warm an, wird aber nie zu heiß, um es beispielsweise auf den Oberschenkeln verwenden zu können.

Während unseres circa einstündigen Stresstest kamen durch AMDs Skin Temperature Power Management (STAPM) drei verschiedene Powerlimits zum Einsatz. Zu Beginn konnte mit einem Limit von 30 Watt der Basistakt noch kurz gehalten werden. Darauf folgte recht schnell ein Sprung auf 25 Watt, wobei die Taktraten auf lediglich 1,8 GHz und sank. Nach wenigen Minuten fiel die Frequenz mit dem Powerlimit von 20 Watt nochmals auf 1,6 GHz. Da ein solches Stressszenario im Alltag nahezu ausgeschlossen ist, müssen Anwender aber nicht mit Einschränkungen wegen zu hoher Temperaturen im Inneren des Notebooks rechnen.

Zum Vergleich: Während unseres Cinebench-R15-Dauerlasttests lagen die Taktraten bei einem Powerlimit von 20 W bei 2,6 GHz. Bei 25 Watt erreichte die CPU 2,9 GHz und bei 30 Watt 3,1 GHz.

Lautsprecher

Die Lautsprecher des Lenovo IdeaPad S540-13API bieten eine mittlere Lautstärke und ein Klangspektrum, das die Mitten und höhere Töne ausgeprägt wiedergibt. Dadurch fehlt es Audiowiedergaben etwas an Kraft, für den gelegentlichen Konsum von Medieninhalten sind die Speaker aber durchaus geeignet.

Energieaufnahme

Laut unseren Messungen zeigt das Lenovo-Notebook einen Energiebedarf von mindestens 5,6 Watt im Leerlauf und bis zu 48,3 Watt unter Last. Damit entspricht die Leistungsaufnahme der verbauten Hardware. Das mitgelieferte USB-Typ-C-Netzteil bietet eine Ausgangsleistung 65 Watt und ist damit ausreichend hoch dimensioniert, um das IdeaPad S540 jederzeit mit ausreichend Energie versorgen zu können.

Akkulaufzeit

In unserem praxisnahen WLAN-Test erreicht das IdeaPad S540-13API eine Laufzeit von circa zehneinhalb Stunden. Damit liegt es im oberen Mittelfeld der von uns gewählten Vergleichsgeräte und kann die Kapazität des 65 Wh starken Akkus gut ausnutzen. Mit der maximalen Helligkeit wird in unserem WLAN-Test noch eine Laufzeit von etwas weniger als sieben Stunden erreicht.

Fazit – IdeaPad S540-13API ist ultramobil und bietet gute Leistung

Das Lenovo IdeaPad S540-13API zeigt sich in unserem Test als äußerst performantes Notebook. Die verbaute Hardware lässt im Alltag kaum Wünsche offen und stemmt die meisten Aufgaben mühelos. Das höhere TDP des AMD Ryzen 5 3550H wirkt sich dabei vor allem auf die Leistung über einen längeren Zeitraum positiv aus. So können Nutzer auch etwas länger an anspruchsvollen Aufgaben arbeiten, ohne dass die Performance dabei stark abfällt. Die hier verwendete Ausstattung mit 16 GB in Dual-Channel-Konfiguration wirkt sich auch äußerst positiv auf die Leistung der internen AMD Radeon RX Vega 8 aus. Dadurch sind sogar nicht allzu leistungshungrige Spiele möglich.

Mit dem Lenovo IdeaPad S540-13API erhalten Käufer einen leistungsstarken und ultramobilen Begleiter, der nur kleine Schwächen aufweist.

In unserem WLAN-Test glänzt der mobile Laptop zudem durch eine sehr lange Akkulaufzeit und auch die Eingabegeräte machen eine gute Figur. Bei der Geschwindigkeit in drahtlosen Netzwerken wäre aber noch etwas mehr möglich gewesen. Die einzigen wirklichen Kritikpunkte liegen bei der geringen Anschlussausstattung und dem spiegelnden Bildschirm. Mit angeschlossenem Netzteil stehen zudem nur noch ein USB-Typ-C- und -Typ-A-Port zur Verfügung. Einen Speicherkartenleser hätten wir ebenfalls gern gesehen.

Linux-Laptop: Kubuntu Focus kommt mit GTX 2060

Laptops mit spezieller Linux-Unterstützung sind kein komplettes Neuland, so bietet etwa Tuxedo zahlreiche Modelle unterschiedlicher Leistungsklassen an. In Zusammenarbeit mit MindShareManagment Inc und eben Tuxeo Computers wird im nächsten Jahr nun ein offiziell autorisierter Kubuntu-Laptop erscheinen.

Das Modell soll mit einem Intel Core i7-9750H ausgestattet sein, der auf sechs bis zu 4,5 GHz schnelle Rechenkerne zurückgreifen kann. Der Arbeitsspeicher misst satte 32 Gigabyte, als Grafikkarte kommt eine mit sechs Gigabyte Videospeicher ausgestattete GTX 2060 zum Einsatz. Das matte 16,1 Zoll IPS-Panel löst mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf.

Eine ein Terabyte große NVMe-SSD aus dem Hause Samsung ist vorinstalliert, das Gehäuse besteht aus Aluminium und Plastik. Aktuell liegen noch keine Informationen zum Preis vor, allerdings dürfte dieser in Anbetracht der Komponenten bei deutlich über 1.000 Euro liegen.