Oberklasse-Smartphone zum Schnäppchenpreis: Sony Xperia XZS für unter 180 Euro abstauben

In den Cyberdeals von Cyberport gibt es ab heute unter anderem den das Sony Xperia XZS mit 32 GB Speicher für nicht mal 180 Euro. Wir haben uns diesen und noch ein paar weitere Deals einmal angeschaut und sagen Ihnen, ob Sie hier zuschlagen können oder es besser lassen.

Wie jeden Donnerstag liefert Cyberport kurz vor dem Wochenende auch diese Woche wieder frische Cyberdeals. Damit Sie den Überblick behalten und wirklich die besten Schnäppchen abstauben können, listen wir im Folgenden unsere fünf Cyberdeal-Favoriten ab dem 12. Dezember 2019 auf.

Das Angebot fällt diese Woche nicht sehr üppig aus – nur vierzehn Artikel sind im Flyer aufgeführt, wir haben Ihnen die interessantesten Angebote herausgepickt.

Unser Deal-Highlight: Sony Xperia XZS

Das Sony Xperia XZs war zum Release vor gut zwei Jahren gewissermaßen der Lückenfüller zwischen dem Xperia XZ und dem Xperia XZ Premium. Sonys Oberklasse-Handy machte im CHIP-Test mit einem sehr guten Display, sehr guter Akkulaufzeit, weitestgehend flottem Arbeitstempo und aktuellem Android eine sehr gute Figur, musste aber im Kamera-Test Federn lassen. Zudem braucht laut den Messergebnissen es fast drei Stunden, bis es geladen ist.

Produktdetails (laut Cyberport):

2,2 GHz Qualcomm Snapdragon MSM8996 Quad-Core-Prozessor

19 Megapixel Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung

13,2 cm (5,2 Zoll) IPS Display mit 1080 x 1920 Pixel

32 GB interner Speicher, Wassergeschützt, Android 7.0 Nougat

Kaum schlechter als das beste iPhone: Smartphone-Geheimtipp kostet nur rund 300 Euro

Seit Ende September sind Apples iPhone-11-Handys auf dem Markt, die mit bis zu 1.649 Euro zu Buche schlagen. Doch bringt ein so hoher Preis für ein Smartphone auch automatisch klare Vorteile gegenüber der Konkurrenz mit sich? Wir haben den Test gemacht und das iPhone 11 Pro Max gegen das Xiaomi Mi 9T antreten lassen. Was das China-Smartphone leistet, sehen Sie oben im Video; die Resultate unseres Vergleichs lesen Sie im weiteren Text.

Apple ist nicht gerade dafür bekannt, besonders günstige Produkte anzubieten. Das beweisen die aktuellen iPhones der elften Generation wieder mehr als deutlich: Bis zu 1.649 Euro lässt sich Apple für die neuesten iPhones zahlen. Dafür bieten die Geräte aber auch einiges und erfüllen die Wünsche der meisten User. So verwundert es auch nicht, dass die Modelle iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max auch in unserer Bestenliste auf den vorderen Plätzen landen.

Doch rechtfertigen die herausragende Leistung und die hochwertige Verarbeitung wirklich den doch sehr hohen Preis? Und wie viele Kompromisse muss man mittlerweile wirklich noch eingehen, wenn das Smartphone nicht hohe dreistellige oder sogar vierstellige Beträge kostet? Wir machen den Test: Im Duell lassen wir das iPhone 11 Pro Max mit 256 GB Speicher für 1.419 Euro gegen das Xiaomi Mi 9T mit 64 GB Speicher für rund 300 Euro antreten. Dabei stellen wir die Unterschiede und Gemeinsamkeiten heraus und sagen, ob sich der hohe Aufpreis des iPhones gegenüber dem Xiaomi lohnt. Immerhin kostet das iPhone 11 Pro Max aus unserem Vergleich fast fünfmal so viel wie das Mi 9T. Oder anders ausgedrückt: Für das Geld eines iPhone 11 Pro Max könnte man alternativ auch vier (!) Xiaomi Mi 9T kaufen und hätte dann immer noch einen dreistelligen Betrag übrig.

iPhone 11 Pro Max vs. Xiaomi Mi 9T: Keine Kompromisse bei der Verarbeitung

Das iPhone 11 Pro Max punktet mit einer hohen Verarbeitungsqualität, wie man sie von Apple gewohnt ist und bei dem Preis erwarten kann. Auf der Rückseite kommt zum ersten Mal in einem iPhone mattiertes Glas zum Einsatz. Der Rahmen ist aus Edelstahl gefertigt und der Übergang zwischen Display, Rahmen und Rückseite ist sehr gut verarbeitet. Zudem haben die verbauten Knöpfe im Display-Rahmen einen sehr angenehmen und gut fühlbaren Druckpunkt.

Wer jetzt davon ausgeht, dass ein Handy für 300 Euro noch mit knarzendem Plastik daherkommt, wird sehr überrascht sein: Auch das Xiaomi Mi 9T besteht vorne und hinten aus Glas. Außerdem ist auch hier der Rahmen aus Metall, genauer gesagt Aluminium gefertigt. Im Gegensatz zum iPhone 11 Pro Max verbaut Xiaomi im Mi 9T glänzendes Glas, welches unter bestimmtem Lichteinfall sogar eine hochwertige Karbon-Optik zum Vorschein bringt. Der Standby-Knopf ergänzt das Geräte-Design mit einer roten Akzentfarbe, allerdings sind die Knöpfe des Xiaomis aus Kunststoff, während das iPhone auch hier auf Edelstahl setzt und auch der Druckpunkt der Knöpfe fühlt sich nicht ganz so hochwertig an.

Dennoch: Dank der hochwertigen Glasrückseite und dem Aluminiumrahmen macht das Xiaomi Mi 9T einen deutlich hochwertigeren Eindruck, als der Preis es vermuten lässt. Die Verarbeitung rechtfertigt den Aufpreis des iPhones von über 1.100 Euro gegenüber dem Xiaomi also definitiv nicht.

iPhone 11 Pro mit besserem Display – und unschöner Notch

Deutlich wichtiger als Design und Verarbeitung des Smartphones ist für die meisten User aber das Display. Immerhin schaut man ja die meiste Zeit auf den Bildschirm und nicht auf die Glasrückseite. Hier setzt sich das iPhone 11 Pro zwar weiter in Führung, doch Xiaomi sorgt für einen kleinen Wow-Effekt.

In unserem Test erreicht das iPhone 11 Pro Max in der Kategorie Display eine Note von 1,1 und verfehlt damit nur knapp den Bestwert. Das Xiaomi schafft in unserem Display-Test jedoch die Note 1,4 und ist damit keine Welten entfernt vom fast fünfmal so teuren iPhone. Der geringe Notenunterschied ist den vielen Gemeinsamkeiten geschuldet, die beide Displays mit sich bringen.

Beide Smartphones setzen auf OLED-Displays, die gegenüber der LCD-Technologie energiesparender sind und Farben kräftiger darstellen.

Die Displaydiagonale von 6,5 Zoll beim iPhone 11 Pro Max ist nur marginal größer als die 6,4 Zoll des Xiaomi Mi 9T.

Die Auflösung von 2.688 x 1.242 Pixel beim iPhone 11 Pro Max erzeugt eine Pixeldichte von 459 ppi. Gegenüber den 404 ppi durch die 2.340 x 1.080 Pixel beim Xiaomi ist das Display des iPhones zwar schärfer, aber einen großen Unterschied im Alltag erkennt man als User nicht.

Beide Displays setzen auf die klassische Bildwiederholrate von 60 Hertz.

Die maximal gemessene Helligkeit beim iPhone von 832 cd/m² ist etwas heller als die 736 cd/m² des Xiaomi. Dennoch bieten beide Screens genügend Leistung, um auch bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos abgelesen werden zu können.

Die bessere Wertung des iPhone-Displays kommt deswegen zustande, weil der Kontrastwert des Apple-Handys unter Umgebungslicht bessere Werte erreicht. Dennoch: Große Differenzen zwischen beiden Smartphones lassen sich kaum erkennen, dafür punktet der Screen des Mi 9T mit einem schöneren Design. Während beim iPhone am oberen Rand des Bildschirms eine große Notch die Symmetrie stört und in die Displayfläche einschneidet, bietet das Xiaomi einen Bildschirm ohne Einkerbung. Ein schöneres Bildschirm-Design bietet also das Xiaomi. Somit lässt sich auch in dieser Kategorie feststellen: Einen Aufpreis von über 1.000 Euro rechtfertigt das iPhone durch sein nur etwas besseres Display nicht.

iPhone 11 Pro bringt Spitzen-Leistung, Xiaomi ist obere Mittelklasse

Die verbaute Hardware macht die Kluft zwischen beiden Smartphones etwas größer. Auch in der Kategorie Leistung holt sich das iPhone wieder die Note 1,1 und schlittert somit nur knapp an der Bestnote vorbei, während sich das Xiaomi mit der Note 1,7 zufriedengeben muss. Die Performance beim Xiaomi werten wir also mit “gut”. Schuld daran ist der verbaute Prozessor: Im Gegensatz zu der High-End-CPU Apple A13 Bionic im iPhone 11 Pro Max werkelt im Xiaomi Mi 9T der Mittelklasse-Prozessor Qualcomm Snapdragon 730.

Somit ist es kein Geheimnis, dass das iPhone vor allem in Benchmarks ein deutlich besseres Ergebnis erzielt. Das iPhone 11 stellt mit dem gleichen Prozessor sogar den momentanen Bestwert in Sachen Leistung auf. Dank seines niedriger auflösenden Displays ist es nochmal ein klein wenig schneller als das iPhone 11 Pro Max.

Dennoch ist der Snapdragon 730 eine gute Wahl. Dank flinker Animationen öffnen Apps ohne größere Verzögerung und auch Gedenksekunden oder stotternde Animationen konnten wir in unserem Test nicht feststellen. Auffällig wird die schlechtere Performance erst in gewissen Anwendungsszenarien, dazu zählen das Spielen aufwendiger 3D-Games oder das gleichzeitige Benutzen vieler Apps.

Das Xiaomi Mi 9T Pro bietet im Vergleich zum herkömmlichen 9T den stärkeren Snapdragon 855 Prozessor und kostet rund 70 Euro mehr. Sollte also die Systemleistung der ausschlaggebende Punkt sein, lohnt es sich, einen Blick auf dieses Smartphone zu werfen.

Dennoch: Für unseren Vergleich kann der Snapdragon 730 im Xiaomi Mi 9T lange nicht mit dem Apple A13 Bionic des iPhones mithalten. User, die sich in Sachen Leistung das Beste vom Besten wünschen, sind also bei dem iPhone 11 Pro Max in diesem Fall besser aufgehoben. Ob die CPU den großen Aufpreis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Bei der Nutzung alltäglicher und kaum rechenintensiver Apps fällt die Differenz nur selten auf.

Triple-Kameras im Vergleich: Sieg für das iPhone 11 Pro, aber…

Mit der elften iPhone-Generation ist bei allen drei Modellen eine Linse dazu gekommen. Diese ermöglicht Aufnahmen im Ultra-Weitwinkel-Modus. Somit hat das iPhone 11 Pro Max insgesamt drei Kameralinsen. Aber auch das Xiaomi fährt mit einem Triple-Kamerasystem auf und bietet ebenso wie das iPhone eine herkömmliche Linse, eine Telefoto-Linse und ein Weitwinkel-Objektiv.

In unserem Test schneidet die Kamera beim iPhone wieder mit der Note 1,1 ab, während das Xiaomi die Note 1,8 erhält. Doch Obacht: Die Note sagt nicht zwangsläufig aus, dass die Bildqualität des iPhones in allen Situationen 0,7 Notenpunkte besser ist, weil in diese Kategorie auch wichtige Specs, sowie die Video- und Selfie-Qualität mit einfließt. Im direkten Vergleich von aufgenommenen Bildern beider Smartphones zeigt sich, dass das Xiaomi vor allem im Dämmerlicht locker mithalten kann. Während in unserem Test bei Dämmerlicht-Aufnahmen von einem Stativ aus beide Smartphones identisch sehr gute Ergebnisse liefern, überholt das Xiaomi das Apple-Smartphone sogar bei der Qualität aus der Hand geschossener Fotos in schwierigen Lichtverhältnissen.

Möglich wird das durch die Zusammensetzung der Bildpixel: Das iPhone nimmt Bilder mit 12 Megapixel auf und gibt sie in 12 Megapixel wieder. Das Xiaomi nimmt Bilder in 48 Megapixel auf und komprimiert sie zu 12 Megapixel. Dabei werden vier Pixel zu einem einzelnen Pixel zusammengerechnet, das verringert Rauschen und damit auch Weichzeichnen.

In Tageslichtsituationen unterliegt das Xiaomi dem iPhone zwar in den meisten von uns getesteten Kategorien, jedoch liegen zwischen den Ergebnissen beider Geräte auch keine Welten. Vor allem dann, wenn die Bildergebnisse lediglich auf dem Smartphone angeschaut werden.

Im Video-Segment lässt das Mi 9T viele Punkte liegen: Im Gegensatz zum iPhone kann das China-Handy nicht in 4K bei 60 fps aufnehmen. Zeitlupenaufnahmen sind mit 240 fps auch nur in 720p möglich, während das iPhone hier 1.080p stemmen kann. Zudem ist keine der drei Kameralinsen des Xiaomi optisch stabilisiert. Gerade letzteres merkt man bei der Videoaufnahme deutlich: Mit dem iPhone aufgenommene Videos wirken deutlich ruhiger, stabiler und professioneller, als Videoaufnahmen des Xiaomi.

Daher gilt: Wenn Sie viele Fotos schießen, sind Sie mit dem Xiaomi Mi 9T häufig nicht viel schlechter dran, als mit dem iPhone. Wer gerne viele Videos dreht, wird den massiven Aufpreis des iPhones gegenüber dem Xiaomi aber deutlich merken.

Ungleiche Akkulaufzeit trotz gleicher Kapazität

Beim Thema Akku liegen beide Smartphones wieder auf sehr ähnlichem Niveau: Das iPhone schneidet in der Kategorie “Akku” mit der Bestnote 1,0 ab, während sich das Xiaomi mit der Note 1,3 ebenfalls sehr gut präsentiert und nicht weit hinter dem iPhone platziert.

Die Akkukapazität beider Smartphones ist nahezu identisch: Beim Apple-Handy sind es 3.969 mAh, beim Xiaomi-Handy sind es exakt 4.000 mAh. Auch nahezu identisch ist die Ladezeit: Nach einer halben Stunde am Strom mit dem mitgelieferten Netzteil ist das Xiaomi wieder zu 44 Prozent und das iPhone zu 45 Prozent geladen. Erst gegen Ende hin holt sich das Mi 9T einen kleinen Vorsprung und lädt in exakt zwei Stunden auf, während das iPhone 2:18 Stunden braucht.

Trotz nahezu identischer Akkukapazität liegen zwischen den beiden Geräten aber rund 2,5 Stunden Akkulaufzeit. Denn das Xiaomi Mi 9T hält sich 11:36 Stunden in unserem Akkutest, während das iPhone erst nach rund 14 Stunden schlapp macht. Wer sein Smartphone nicht übermäßig häufig nutzt, sollte auch mit dem Mi 9T problemlos durch den Tag kommen. Hardcore-Smartphone-User bekommen mit dem iPhone 11 Pro Max jedoch eine deutlich längere Akkulaufzeit.

Auch hier stellt sich die Frage, ob die 2,5 Stunden längere Laufzeit den Aufpreis von rund drei weiteren Xiaomi Mi 9Ts rechtfertigt. Festlegen muss das jeder Käufer für sich.

Bei der Ausstattung zieht Xiaomi den Kürzeren

Während das Apple-Handy in unserer Ausstattungs-Kategorie die Note 1,5 erhält und gerade noch “sehr gut” ist, muss sich das Xiaomi Mi 9T mit der Note 2,9 geschlagen geben, das ist “befriedigend”. Dabei spielen das iPhone 11 Pro Max und das Xiaomi teils Ping Pong, wer mit welchem Ausstattungs-Plus daherkommt. Das iPhone unterstützt schnelleres WLAN ax und fast dreimal so hohe LTE-Geschwindigkeiten. Beim Xiaomi wiederum ist eine Schutzhülle in der Verpackung mitgeliefert. Das iPhone ist nach IP68 wasser- und staubdicht, das Xiaomi jedoch hat neben einer Gesichtserkennung auch einen Fingerabdrucksensor im Display. Der Speicher des iPhones ist mit 256 Gigabyte viermal so groß wie im Xiaomi, dafür punktet dieses aber mit einem Kopfhörerausgang. Kabelloses Laden wiederum bietet nur das iPhone.

Alles in allem reicht der Ausstattungs-Umfang des Xiaomi nicht aus, um an das iPhone heranzureichen. Hier merkt man den preislichen Unterschied beider Smartphones deutlich.

Xiaomi Mi 10: Neues Smartphone-Flaggschiff erhält Snapdragon 865

Der chinesische Hersteller bestätigt nicht nur die Existenz des kom­men­den Flaggschiffs Xiaomi Mi 10, sondern auch erste Details zur ver­bau­ten Hardware. Mit dem Qualcomm Snapdragon 865 setzt man auf den neu­es­ten und wahrscheinlich aktuell stärksten Chip am Markt.

Den Qualcomm Snapdragon Tech Summit auf Hawaii nutzte Xiaomi als Bühne, um be­reits vorab über das im ersten Quartal 2020 erwartete Mi 10 zu sprechen. Im Mittelpunkt stand einzig und allein der ebenso vorgestellte Qualcomm Snapdragon 865-SoC, der das neue Xiaomi Mi 10 antreiben wird. Erst gestern berichteten wir ausführlich über die technischen Details des neuen Snapdragon-Gespanns, das auf acht Prozessorkerne mit einer maximalen Taktrate von bis zu 2,84 GHz setzen wird.

Deutlich mehr Leistung und technische Möglichkeiten

Qualcomm selbst verspricht eine bis zu 25 Prozent höheren CPU-Leistung, während die im Chip integrierte Adreno 650-Grafikeinheit um 20 Prozent zulegen soll. Ebenso soll man die Energieeffizienz des gesamten System-on-a-Chip um 25 bis 35 Prozent gesteigert haben. Der Snapdragon 865 wird seine Performance soweit ausspielen können, dass zukünftig die Nutzung von QHD+-Displays mit einer Bildwiederholrate von bis zu 144 Hz kein Problem darstellen sollen und ebenso der schnellere LPDDR5-Arbeitsspeicher zum Einsatz kommen kann.

Genug Leistungsreserven und technische Mög­lich­kei­ten, die dem kommenden Xiaomi Mi 10 zu einem noch besseren Preis-Leistungs-Ver­hält­nis verhelfen könnten. Dass beim chi­ne­si­schen Konzern auch das Thema 5G mit an ers­ter Stelle steht, damit haben Experten be­reits gerechnet. Im nächsten Jahr will man laut ei­ge­nen Aussagen mehr als zehn Smart­phones prä­sen­tie­ren, die über den schnelleren In­ter­net-Stan­dard verfügen sollen. Eines der ersten Mo­del­le könnte das ebenso angekündigte Red­mi K30 sein, das mit dem frischen Snap­dra­gon 765-Chip ausgestattet sein wird.

Zu den weiteren technischen Daten der Android-Smartphones Xiaomi Mi 10 und Redmi K30 äußerte sich der Her­stel­ler noch nicht. Letzteres könnte allerdings bereits am 10. Dezember offiziell vorgestellt werden, während das Mi 10 wahrscheinlich vor dem MWC 2020 Ende Fe­bruar in Gän­ze präsentiert wird.

Nokia 2.3 vorgestellt: Unterdurchschnittliche Hardware für zu viel Geld

HMD Global hat mit dem Nokia 2.3 eine Neuauflage seines günstigen Ein­stei­ger-Smartphones vorgestellt, bei dem man vor allem damit wirbt, für wenig Geld möglichst viel bieten zu wollen. Allerdings scheitert das Un­ter­neh­men damit im Fall des Nokia 2.3 angesichts der für knapp 130 Euro gebotenen Hardware.

Das Nokia 2.3 ist kurz vor dem unteren Ende des Produktportfolios von HMD angesiedelt. Das Unternehmen vermarktet als Lizenznehmer eine ganze Reihe eigener Smartphones mit Android unter dem Namen Nokia und will mit dem Nokia 2.3 erneut im unteren Preissegment punkten. Allerdings könnte die Ausstattung für den oben genannten Preis durchaus besser sein, denn im Vergleich zu Produkten von Herstellern wie Xiaomi liegt das neue Nokia-Modell deutlich schlechter in Sachen Preis-/Leistungsverhältnis.

Das Gerät bietet ein 6,2 Zoll großes LCD mit 1520 x 720 Pixeln Auflösung und einer relativ kleinen Aussparung am oberen Rand, in der man hier eine Frontkamera mit fünf Megapixeln Auflösung von F/2.4-Blende integriert. Auf der Rückseite sitzen zwei weitere Kameras und ein LED-Blitz, die allerdings auch keine Leistungswunder sein dürften, da wir es hier ja mit einem Einsteigergerät zu tun haben.

Die Hauptkamera des Nokia 2.3 nutzt einen 13-Megapixel-Sensor mit F/2.2-Blende, der mit einem einfachen 2-Megapixel-Sensor für Tiefeninformationen kombiniert wird. Gemeinsam sollen die Kameras unter anderem für die Funktion “Recommended Shot” genutzt werden, um aus automatisch vor und nach dem Auslösen durch den Nutzer aufgenommenen Fotos jeweils das Beste auszuwählen.

Unter der Haube steckt im Nokia 2.3 einfacher Quadcore-SoC in Form des MediaTek Helio A22. Der vierkernige Chip erreicht maximal 2,0 Gigahertz und wird mit spärlichen zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und 32 GB internem Flash-Speicher kombiniert, die sich immerhin per MicroSD-Kartenslot erweitern lassen. Außerdem wird Dual-SIM-Support geboten.

Das Nokia 2.3 wird mit einem immerhin 4000mAh großen Akku amgeboten, der zwar für lange Laufzeiten sorgt, aber auch lange braucht, um wieder neu aufgeladen zu werden. So liefert HMD Global nur ein 5-Watt-Netzteil mit, mit dem das Smartphone über den MicroUSB-Port geladen wird. Das Gerät ist in Kürze in den Farben “Sand”, Grün und Grau auch in Deutschland zu haben, wobei HMD wie erwähnt 129 Euro dafür verlangt.

Da das neue Nokia auch am Android One-Programm teilnimmt, dürfte es demnächst auch das Update auf Android 10 geben. Ausgeliefert wird aber mit Androind 9.

Samsung Galaxy Note 10: Mit der Quad-Kamera zum Profi-Knipser

Nicht nur die enorme Leistung und der smart einsetzbare S-Pen ge­hö­ren zu den Vorteilen des Samsung Galaxy Note 10+. Die integrierte Quad-Ka­mera mit 3D-Tiefenoptik sorgt für Profi-Aufnahmen und Spezial­effekte sowohl bei Schnapp­schüssen, als auch in Videos. Schon lange bleibt die klobige Digital- oder Spiegelreflexkamera zu Hause, schließlich hat man mit Smartphones wie dem Galaxy Note 10+ die beste Knipse direkt in der eigenen Ho­sen­ta­sche. Das Power-Kamerasystem von Samsung besteht aus insgesamt fünf Sensoren. Ei­ne der besten Selfies-Kameras am Markt findet auf der Front Platz und vier Objektive bil­den die Quad-Kamera mit 3D-Tiefenoptik an der Rückseite.

Starke Knipse: Eine der besten Kameras in einem Smartphone

Vom Ultra-Weitwinkel bis hin zum Teleobjektiv mit zweifachem Zoom überzeugen die Ka­me­ras des Samsung Galaxy Note 10 und Note 10+ nicht nur uns, sondern auch die spe­zia­li­sier­ten Tester von DxOMark. In der Top-5-Bestenliste ist die neue Note-Serie gleich doppelt ver­tre­ten. Die Experten sagen: “Das Galaxy Note 10+ 5G ist ein echter Alleskönner und er­mög­licht bei nahezu allen Lichtverhältnisse eine optimale Bild- und Videoqualität.”

Doch es kommt nicht nur einfach auf gute Fotos an, die Quad-Kamera des Samsung Galaxy Note 10+ will mehr und kann mehr. Zum Beispiel passt sich die Blende des Weit­win­kel­ob­jek­tivs selbstständig der Umgebung an. Nachts können deutlich hellere Bilder entstehen, wäh­rend im Tageslicht noch mehr Details und Schärfe ins Spiel gebracht werden. Typische Grau­schlei­er, die man von vielen Fotos kennt, entfernen das Note 10 und Note 10+ mit der smar­ten Sze­nen­op­ti­mie­rung. Und das Beste: Keine komplizierte Einstellung, einmal tippen und der Schnappschuss gelingt.

Videos beeindrucken in 4K HDR und mit 3D-Funktionen

Beste Aufnahmen zeigen sich natürlich nicht nur bei Fotos, sondern auch in Videos mit einer Auflösung bis hin zum hochauflösenden 4K UHD. Auf Knopfdruck lassen sich Effekte wie eine Hintergrundunschärfe und knackige Farben per HDR 10+-Technik hinzuschalten. Mit dem Au­dio-Zoom ist es außerdem möglich Sound hervorzuheben und Hin­ter­grund­ge­räu­sche aus­zu­blen­den. Oder aber man profitiert von der optimierten Videostabilisierung und nutzt das Samsung Galaxy Note 10 und Note 10+ als vielseitige Action Cam.

Und wem das noch nicht genug ist, der bekommt mit der VGA-3D-Tiefenkamera ein Tool zur Seite gestellt, das mit Hilfe von Augmented Reality (AR) nicht nur 360-Grad-Aufnahmen von Objekten ermöglicht, sondern sogar alle wichtigen Informationen dazu liefert. Wer also zum Beispiel für seine Liebsten gerade die Weihnachtsgeschenke verpackt, der kann sie mit dem neuen Galaxy Note 10+ ausmessen und das optimale Paket für den Versand finden. So wün­schen wir es uns: Technik, die den Alltag bereichert und nicht einfach nur Spielerei ist.

Rekordakku und 48-MP-Kamera – das ist Samsungs neues Protz-Handy

OLED-Display, monströser Akku, hochauflösende Kamera: Das Samsung Galaxy M30s ist ein deutlicher Fortschritt der Südkoreaner zu einem starken Einstiegspreis. Doch dafür müssen Käufer gleich auf mehrere Funktionen verzichten.

Das Samsung Galaxy M20 wurde seinerzeit als zeitlich begrenztes Experiment angekündigt. Schnell wurde aus dem Versuch mit der Galaxy-M-Serie eine andauernde Erfolgsgeschichte. Seit Verkaufsstart ist das Galaxy M20 nicht mehr aus den Amazon-Bestsellern wegzubekommen.

Mit Recht: Obwohl der Preis weit unterhalb der Grenze liegt, gehört das M20 zu den besten Handys unter 300 Euro. Im Vergleichstest verblüffte es mit einer überragenden Ausdauer und dominierte fortan die Handys mit der besten Akkulaufzeit.

Der Test von „Computer Bild“ zeigt, dass Samsung mit dem Galaxy M30s noch eine Schippe nachgelegt hat.

Design und Verarbeitung des Samsung Galaxy M30s

Das Galaxy M30s ist relativ groß, aber nicht so klobig, wie man vielleicht angesichts der Akkukapazität befürchtet. Rückseite und Rand sind mit einem umlaufenden, glatten Kunststoff bedeckt. Auf Fotos wirkt es so, als würde das blaue Modell über einen holografischen Effekt verfügen, der das Licht changieren lässt.

Die Wirklichkeit ist aber simpler, denn es handelt sich einfach um einen vertikalen Farbübergang von Blau zu Türkis. Dazu kommen kleine Glitzerflakes. Geschmackssache – unser ist es nicht unbedingt. Aber es gibt ja auch noch die dezenteren Modelle in Schwarz und Weiß.

Die Verarbeitung ist ordentlich, aber dennoch besteht nie die Gefahr, das M30s mit einem Oberklassehandy wie dem Galaxy S10 zu verwechseln. Letztlich steckt im M30s mehr, als die Hülle verspricht – und das ist ja besser als andersherum.

Samsung Galaxy M30s mit OLED-Display

Das Galaxy M30s hat im Gegensatz zum LCD-Bildschirm des Galaxy M20 ein OLED-Display. Eine Verbesserung, da OLED-Displays stärkere Kontraste und bessere Schwarzwerte haben. Dass die Diagonale um 0,1 auf 6,4 Zoll zulegt, spielt nur eine Nebenrolle.

Wichtiger ist, dass die Schärfe passt. Und das ist bei 2340×1080 Pixeln gegeben. Im Labor punktet das M30s mit einer starken Helligkeit von 826 Candela pro Quadratmeter und einem sehr guten Kontrastverhältnis von 154.410:1. (Zum Vergleich: Das M20 brachte es auf 600 Candela und 11.474:1.)

Bei Abmessungen von 159×75,1 Millimetern bleibt relativ wenig Rand um das Display. In der tropfenförmigen Notch steckt die Frontkamera.

Samsung Galaxy M30s hat Kamera mit 48 MP

Auf der Rückseite sitzt die Triple-Kamera, die aus einer 48-MP-Kamera (F2.0), einer 8-MP-Weitwinkelkamera (F2.2) und einer 5-MP-Kamera für Tiefenschärfe-Effekte („Bokeh“) besteht. Bei Tageslicht war die Fotoqualität noch gut, aber bei schlechter Beleuchtung rauschte es kräftig und langte nur noch zu einem „Ausreichend“ im Sichttest.

Videos sahen gut aus, maximal nimmt das M30s Videos mit 3840×2160 Pixeln auf. Trotz nominell guter Auflösung von 16 Megapixeln fehlte es den Bildern der Frontkamera etwas an Details. Unterm Strich eine ordentliche Kameraausstattung, die ihre Aufgaben angemessen erledigt und durch die Bank weg etwas besser abschneidet als das M20.

Der Arbeitsspeicher beträgt 4 Gigabyte (GB). Der interne Speicher ist 64 GB groß und kann per MicroSD-Karte erweitert werden. Das klappt übrigens selbst dann, wenn Sie das M30s im Dual-SIM-Betrieb mit zwei SIM-Karten betreiben. Das ist auf jeden Fall praktischer als der verbreitete Hybridschachtmurks.

Rekordakku im Galaxy M30s

Im Samsung Galaxy M30s steckt mit 6000 Milliamperestunden Kapazität ein extrem großer Akku. Trotzdem ist das Handy mit 9 Millimeter Dicke nicht zu fett, und die Kameras verschwinden nahezu bündig auf der Rückseite. Im Vergleich zum Galaxy M20, dem bisher amtierenden König unter den Handy-Dauerläufern, sind das noch einmal 1000 Milliamperestunden mehr.

Trotzdem steigt das Gewicht nur um 1 Gramm auf 188 Gramm. Das M30s lässt sich mit 15 Watt recht flott nachladen, falls doch mal der Saft ausgeht. Doch das kann dauern, denn das Galaxy M30s liefert im Ausdauertest eine Glanzleistung ab und setzte mit 21,5 Stunden bei typischer Nutzung den neuen Bestwert (vorher: Galaxy M20 mit 19,6 Stunden).

Bei gemäßigter Nutzung ermittelte das Labor 66,5 Stunden – 6,5 mehr als beim M20. Wenn man dem Akku eines ankreiden will: Er lässt sich nicht drahtlos laden, aber diese Funktion ist meist deutlich teureren Handys vorbehalten.

Prozessor und Tempo des Samsung Galaxy M30s

Ein Exynos 9611 der zweiten Generation erledigt die geforderten Berechnungen. In Benchmarks lässt es das M30s etwas ruhiger angehen. Im Antutu-8-3D-Benchmark liegt das Glalaxy M30s praktisch gleichauf mit Honor 9X, Xiaomi Mi A3, Motorola One Zoom oder Redmi Note 7.

Das gleiche Bild ergibt sich beim Geekbench 5. Ambitionierte Gamer müssen bei rechenintensiven Spielen aber Kompromisse eingehen. Eine Rakete ist das M30s nicht, aber im Alltag lässt es sich schnell bedienen und erhält sogar noch ein „Gut” in der Tempowertung.

In einigen Kategorien musste das M30s Punktabzüge in Kauf nehmen: Bei schlechter Beleuchtung sind Fotos verrauscht. Die Rückseite ist kratzempfindlich, und das Gerät ist nicht wasserdicht. Es sind keine Kopfhörer im Lieferumfang, und induktives Laden ist nicht möglich.

Nicht alle Punkte sind für jeden relevant, aber in Summe sorgen sie für die Endnote 2,4. Ohne diese Versäumnisse wäre eine bessere Note möglich gewesen, und der Abstand von nur einem Zehntel zum M20 wäre größer ausgefallen.

Samsung Galaxy M30s: Preis, Farben, Verfügbarkeit

Das Samsung Galaxy M30s ist über Amazon bestellbar. Es erscheint in Schwarz, Weiß und Blau. Die UVP liegt bei 259 Euro. Das Android-Handy ist seit 5. November 2019 verfügbar.

Das Huawei Mate 30 verzichtet komplett auf US-Komponenten

Das geht zumindest aus einem neuen Bericht vom Wall Street Journal hervor. Der Analyse zufolge konnte Huawei für sämtliche Bauteile Alternativen finden. So wurde zum Beispiel der Soundchip vom niederländischen Unternehmen NXP statt wie bisher von Cirrus Logic zugekauft, die Chips für Wi-Fi und Bluetooth stammen komplett von der hauseigenen Marke HiSilicon statt von Broadcom. Einige Komponenten wurden auch durch Murata aus Japan oder MediaTek aus Taiwan geliefert.

Laut einem Statement von Huawei an das Wall Street Journal würde der Konzern es bevorzugen, einige Komponenten von seinen Partnern in den USA zu erwerben, da das zur Zeit durch die Entscheidungen der US-Regierung aber unmöglich ist, bleibt dem Unternehmen keine andere Wahl, als alternative Anbieter zu finden.

Damit verzichtet Huawei aber nicht komplett auf Bauteile aus den USA. Das teuerste Mate 30 Pro 5G kommt laut einem Bericht von TechInsights nach wie vor mit Chips von Texas Instruments und Qualcomm. Huawei hat angegeben, dass viele kritische Bauteile in großen Massen auf Lager genommen wurden, um für die aktuelle Situation vorzusorgen, dementsprechend könnte der Konzern hier lediglich seine Lagerbestände leeren.

Dass Huawei versuchen würde, seine Versorgungskette unabhängig von den USA zu gestalten, ist keine Überraschung. Dass es dem Technologie-Giganten aber schon jetzt gelingt, ein Smartphone komplett ohne amerikanische Komponenten zu bauen, ist durchaus aufschlussreich. 

Zwei Wochen mit Xiaomis Mi Note 10 und die Probleme von Kamera-Tests

Platz 1 mit 121 Punkten! Und nicht nur DxOMark hat dem Xiaomi Mi Note 10 mit dieser Punktzahl ein sehr gutes Kamera-System bescheinigt. Nachdem ich zwei Wochen lang durch Indonesien gefahren bin und über 2000 Fotos mit dem Smartphone geschossen habe, muss ich aber leider sagen: Ich kann den euphorischen Testberichten ganz und gar nicht zustimmen. Gleichzeitig werden hier auch Probleme deutlich, mit denen die meisten Tests kämpfen – unsere natürlich eingeschlossen.

Ganz klar: Ich habe mit dem Xiaomi Mi Note 10 auch sehr schöne Aufnahmen gemacht. Aufnahmen, bei denen ich meine 11.000 Kilometer entfernte DSLR nicht im Geringsten vermisst habe. Aber leider konnte ich mich nicht darauf verlassen, dass nach dem Betätigen des Auslösers im Anschluss auch ein gutes oder wenigstens ein brauchbares Bild im Speicher landet. Nach der interessierten Lektüre der geradezu euphorischen Testberichte nahm ich statt meiner Spiegelreflex nur das Mi Note 10 – dass ich als Testgerät hatte – mit auf meine Reise. Leider war ich mit dem hübschen Xiaomi auf drei echt große Probleme überhaupt nicht vorbereitet.

Problem 1: Inkonsistenz

Ob Weißabgleich, Autofokus oder Belichtung: Das Xiaomi Mi Note 10 lieferte bei mir einfach keine durchgehend zuverlässigen Ergebnisse. Am Ende ist es vielleicht nur ein kleiner Teil meiner Aufnahmen, der betroffen ist, aber diese Fotos sind gespickt mit Bildfehlern und einige sind leider völlig unbrauchbar geworden.

Manche Fotos erinnern mich mit ihrem Banding-Effekt an mein seliges Nokia 7650. Bei wieder anderen Aufnahmen liegt der Autofokus deutlich daneben – selbst bei Tageslicht und selbst im Portrait-Modus, wo die Priorität für die Schärfe ja wohl ganz klar sein sollte.

Die größten Probleme zeigten sich bei Verwendung des HDR-Modus, der in manchen Fällen für extreme Geisterbilder sorgte. Bei bewegten Motiven mag die Herausforderung inklusive der daraus resultierenden Probleme noch nachvollziehbar sein. Bei einem Sonnenaufgang mit kontrastreichem Horizont sollte das Gerät sich aber definitiv keinen Patzer erlauben.

Problem 2: Performance

Die Kamera-App ist insgesamt viel zu lahm.Vermutlich liegt das zum Teil am Herzstück des Mi Note 10, dem Snapdragon 730G (dieses SoC, bzw. der Bruder Snapdragon 730, spielt eher in der gehobene Mittelklasse als im Premiumsegment). Jedenfalls dauert es gerne mal zehn Sekunden, bis ein Bild mit voller Auflösung, also mit 108 MP abgespeichert ist.

Aber auch beim Wechsel zwischen den Kamera-Modi genehmigt sich das Mi Note 10 eine Pause von einigen Sekunden. In den vergangenen zwei Wochen durfte ich leider sehr oft in verständnislose Gesichter blicken, weil ich so lange gebraucht habe, bis ich mit meinem Smartphone ein Foto schießen konnte.

Schließlich hing sich die Kamera-App im Testzeitraum auch mehrmals komplett auf und verweigerte die Zusammenarbeit völlig, bis ich das Geräte neu startete. Einiger der erwähnten Probleme wurden übrigens schon im Rahmen der Produktvorstellung erwähnt, und Xiaomi hatte damals ein baldiges Software-Update und Stabilität versprochen. Ich hoffe ja, dass der Hersteller mit dem immer noch außstehenden Update auch die Probleme bei der Bildverarbeitung (Gedenksekunden) in den Griff bekommt.

Problem 3: Kamera-Verhau

Zu guter Letzt finde ich das Kamera-Setup an und für sich nicht ganz gelungen. Ich möchte hier mal mit einem Gegenbeispiel ausholen: Das iPhone 11 Pro hat drei Kameras mit jeweils 12 Megapixel. Jedes geschossene Foto löst also mit 12 Megapixel auf. Der Unterschied zwischen beispielsweise 0,9- und 1,0-facher Vergrößerung ist bei nicht-vergrößerter Betrachtung relativ gering.

Beim Xiaomi Mi Note 10 gibt es nun fünf Kameras mit 108 MP, 20 MP, 12 MP, 5 MP und 2 MP. Neben der Auflösung unterscheiden sich die jeweiligen Kameras auch durch die Sensorfläche – und bei der Bildqualität. Wer sich die Hardware-Konfiguration nicht immer wieder vergegenwärtigt, wird je nach Kamera-Einstellung mit einer teils sehr unterschiedlichen Bildqualität überrascht.

Tests und Probleme

Hier findet ihr den eingangs erwähnten sehr positiven Test auf DxOMark, bei dem das Gerät übrigens unter dem Namen Xiaomi Mi CC9 Pro geführt ist. Nach der Lektüre dieses und weiterer Tests hätte ich niemals mit derart eklatanten Problemen gerechnet. Ich bezweifle allerdings auch, dass ein anderer Tester die Gelegenheit hatte, das Mi Note 10 in dieser Ausführlichkeit auf derart viele verschiedene Szenarien loszulassen, wie ich das zwei Wochen lang gemacht habe. Aber welches Magazin finanziert denn auch mal eben eine solche Reise?

Was bringen dann aber Kamera-Tests wirklich, wenn anscheinend bloß ein paar Standard-Szenarien durchgeknipst werden? Wenn vielleicht bloß ein paar Laborcharts abfotografiert werden, in denen hinterher eine Software das S/N-Verhältnis misst oder Linienpaare zählt? Oder in denen ein Redakteur das Smartphone maximal ein paar Tage durch seinen Alltag mitschleift und ein paar Dutzend Fotos schießt?

Jetzt seid ihr dran: Was glaubt ihr, wie muss ein Kamera-Test aufgebaut sein, damit er Euch bestmöglich über die Foto-Qualitäten eines Smartphones informiert? 

Unseren ganz ausführlichen Test zur Kamera vom Xiaomi Mi Note 10 findet ihr übrigens in den nächsten Tagen auf AndroidPIT.de. Und keine Angst, die hier gezeigten Problem-Fotos sind – wie oben erwähnt – eher die Ausnahme als die Regel. Ich freu mich jedenfalls sehr auf euren Input.

Xiaomi kündigt neues Android-Flaggschiff für Dezember an

Xiaomi möchte im Dezember ein weiteres Flaggschiff vorstellen und obwohl es bereits einige Modelle in diesem Jahr gab, wird das Redmi K30 das vermutlich letzte Modell für 2019 sein. Bevor wir dann Anfang 2020 das Mi 10 kommt.

Am 10. Dezember wird man die K30-Serie von Redmi zeigen und da von einer Serie die Rede ist, werden wir wohl wieder ein Redmi K30 und ein Redmi K30 Pro sehen. Es gab bereits einige Gerüchte zum Redmi K30 (Pro), es könnte unter anderem das erste Xiaomi-Smartphone mit 120 Hz Display werden.

Womit Xiaomi momentan selbst wirbt, ist 5G. Man besitzt zwar schon das ein oder andere 5G-Smartphone, aber es wird das erste Redmi-Modell mit 5G und soll das 5G-Jahr 2020 für Xiaomi einleiten. Xiaomi hat passend dafür auch eine neue Fabrik gebaut, womöglich wird das Redmi K30 Pro dort schon produziert.

Xiaomi: Redmi K30 Pro für Europa?

Wer Xiaomi kennt, der weiß, dass nach der Ankündigung des Events meistens viele Teaser und Details zu den Geräten folgen. Wir werden das natürlich genau verfolgen und euch auf dem Laufenden halten. Das Redmi K20 Pro kam als Xiaomi Mi 9T Pro (hier geht es zu unserem Test) auch nach Deutschland.

Mal schauen, ob wir das Redmi K30 (Pro) ebenfalls in Europa sehen werden, ich gehe aber stark davon aus. Das Event am 10. Dezember wird aber nur für China sein, daher vermute ich, dass wir die Modelle erst 2020 bei uns sehen werden.

Ich vermute übrigens auch, dass wir dieses Modell nicht als Xiaomi Mi 10T Pro in Europa sehen werden, sondern als Redmi-Smartphone. Xiaomi brachte bereits erste Redmi-Modelle in Europa auf den Markt und die Marke ist mittlerweile oft populärer, als die Mi-Reihe. Ich kann mir daher gut vorstellen, dass wir bei uns in Deutschland im Januar das Redmi K30 Pro im Einzelhandel sehen werden.

Xiaomi Mi Note 10 im Test: Fünffacher Spaß mit dem Kamera-Flaggschiff

Xiaomi hat mit dem Mi Note 10 ein durchaus ungewöhnliches Flaggschiff veröffentlicht. Denn man setzt auf einen Mittelklasse-SoC, den Qualcomm Snapdragon 730G, bewegt sich bei den restlichen Daten aber im High-End-Bereich. Das wohl interessanteste Merkmal ist dabei sicherlich die Penta-Kamera mit fünf Linsen. Das hat dann auch mich enorm gereizt und so habe ich mir das Xiaomi Mi Note 10 in einem Test genauer angeschaut.

Auch bzw. gerade nach der Zeit, die ich mit dem Xiaomi Mi Note 10 verbringen konnte, wundere ich mich noch immer: Warum hat der chinesische Hersteller auf einen Qualcomm Snapdragon 855 verzichtet? Denn der SoC ist tatsächlich ein Schwachpunkt des Mi Note 10 – doch dazu später noch etwas mehr. Wie ihr sicherlich wisst, ist dieses mobile Endgerät in China unter dem Namen CC9 Pro unterwegs und kostet dort ca. 357 Euro. In Europa hält Xiaomi die Hand etwas weiter auf. So könnt ihr das Xiaomi Mi Note 10 in Deutschland aktuell für etwa 525 Euro mitnehmen.

Damit ist das neue Kamera-Flaggschiff teurer als das Xiaomi Mi 9, welches für 449 Euro an den Start gegangen ist – mit dem Snapdragon 855 (aber nur 64 statt 128 GByte Speicherplatz). Trotzdem nehme ich das mittlerweile günstigere Mi 9 mal weiter als kleines Vergleichsbeispiel, denn es bietet auch Wireless Charging mit bis zu 20 Watt. Auch das fehlt leider beim Xiaomi Mi Note 10. Worin liegen dann die Vorzüge des zuletzt genannten Modells? Hilft da vielleicht der Blick auf die technischen Daten?

Technische Daten Xiaomi Mi Note 10

Display: 6,4 Zoll, AMOLED, 2.340 x 1.080 Pixel, Always-On (optional), Corning Gorilla Glass 5, Fingerabdruckscanner im Display

OS: Android 9 mit MIUI 11 als Oberfläche (Update ist angekündigt)

SoC: Qualcomm Snapdragon 730G, Octa Core mit bis zu 2,2 GHz Takt

GPU: Adreno 618

RAM: 6 GByte (LPDDR4X)

Speicherplatz: 128 GByte (UFS 2.1)

Akku: 5.260 mAh (30-Watt-Schnellaufladung)

Penta-Hauptkamera: 108 (Weitwinkel, f/1.69, OIS) + 12 (Telephoto, f/2.0) + 5 (Telephoto, f/2.0, OIS) + 20 (Ultra-Weitwinkel, f/2.2) + 2 (Makro) Megapixel

Frontkamera: 32 (f/2.0) Megapixel

Schnittstellen: 4G LTE, NFC, GPS, 3,5-mm-Audio, USB Typ-C, Wi-Fi 802.11 ac, Bluetooth 5.0

Maße / Gewicht: 157,8 x 74,2 x 9,67 mm / 208 g

Farben: Midnight Black, Glacier White, Aurora Green

Besonderheiten: Hi-Res Audio, Face Unlock

Lieferumfang: Smartphone, Ladegerät (30 Watt)

Preis: 549 (6 / 128 GByte) bzw. für die Pro-Version 649 (8 / 256 GByte) Euro

Wie ihr seht, hat das Xiaomi Mi Note 10 gegenüber dem Mi 9 noch einen weiteren Vorzug: Der Akku ist mit 5.260 mAh deutlich üppiger ausgefallen. Mag zudem ebenfalls noch manchem wichtig sein – das Mi Note 10 behält außerdem noch den Port für 3,5-mm-Audio bei. Gut, mit einem im Vergleich zum Mi 9 größeren Akku konnte aber auch schon das Mi 9T Pro punkten. Letzteres setzte zudem auf eine Pop-Up-Kamera. Jene spart man sich beim Mi Note 10. Stattdessen finden wir hier im AMOLED-Display einen kleinen Notch vor, ähnlich wie eben beim Mi 9.

Auf den ersten Blick mag manchem der Preis des Xiaomi Mi Note 10 aber im direkten Vergleich mit den anderen Premium-Smartphones des Herstellers zu hoch gegriffen vorkommen. Man zahlt eben einen saftigen Aufpreis für die Fünffach-Kamera mit dem neuen Samsung ISOCELL Bright HMX als Hauptsensor.

Doch das Xiaomi Mi Note 10 will auch mit seinem Design punkten und sich so bei Smartphone-Liebhabern einschmeicheln. Kommen wir also direkt zur Ausstattung und Verarbeitung des Geräts. Danach werde ich einen Benchmark-Parkour starten, bevor ich kurz auf das Display und danach auf die Kameras eingehe. Es folgen dann einige Anmkerungen zu meinem Nutzungsalltag, bevor ich mein persönliches Fazit zum Xiaomi Mi Note 10 ziehe.

Ausstattung und Verarbeitung

Eine „Eigenart“ des Xiaomi Mi Note 10, die es haptisch wie optisch von seinen Geschwisterlein aus dem gleichen Hause abhebt, ist das Display-Design. So biegt sich der Bildschirm quasi am Rand bzw. schmiegt sich um die Seite – das kennt man ja auch von einigen Samsung-Smartphones. Ob man dieses Curved-Design mag, ist natürlich Geschmacksache. Ich hätte lieber ein komplett flaches Display gehabt, denn die Blickwinkel verändern sich am Rand bzw. die Farben werden dort verfälscht, so dass mich das im Alltag immer wieder ein wenig gestört hat. Man gewöhnt sich aber daran.

Auf dem obigen Bild seht ihr, was ich mit der „Biegung“ meine. Auch der kleine Notch im Display ist Geschmackssache, denn immer wieder gibt es ja in den Kommentaren Notch-Hasser unter euch. Mich stört er nicht, ich weiß aber, dass einige von euch das anders sehen.

Xiaomi setzt für das Mi Note 10 auf eine Kombination aus Glas an Vorder- und Rückseite sowie einen Rahmen aus Metall. Das Design und die Verarbeitung spielen auf hohem Niveau, das ist man von Xiaomi gewohnt. Allerdings kam ich während des Tests oft ins Schwitzen, denn ich bin jemand, dem das Smartphone gerne mal aus der Hand gleitet. Robuste Schutzhüllen sind daher für mich Pflicht. Im Lieferumfang des Mi Note 10 liegt zwar eine dünne Silikonhülle bei, die gewährt bei einem Sturz aber nur rudimentären Schutz. Ich hoffe darauf, dass Spigen da mit einem Rugged Armor Case bald nachzieht.

Rechts beherbergt das Xiaomi Mi Note 10 die Lautstärkewippe und darunter den Power-Button und auch der Slot für die SIM-Karten sitzt ungewöhnlicherweise an derselben Seite – allerdings am unteren Rand. Somit ist die linke Seite des Rahmens frei von gesonderten Elementen. Unten findet ihr dann den obligatorischen Port für USB Typ-C vor – und daneben den Anschluss für Kopfhörer.

Wenn mich noch etwas am Design stört, das liegt aber in der Natur der Sache, dann sind es die Kamera-Aussparungen an der Rückseite. So gibt es aufgrund der fünf Linsen gleich zwei, die untereinander sitzen. Die obere mit drei Linsen sticht mehr heraus als die untere. Xiaomis beiliegende Schutzhülle ist zu dünn, sodass das Mi Note 10 immer auf den Linsen ruht, wenn ihr es ablegt. Außerdem grabbelt man noch leichter beim Hervorziehen des Smartphones aus der Tasche auf eine der Linsen. Es ist eben mehr „Angriffsfläche“ da, um sich zu vertun.

Optisch und haptisch wirkt das Xiaomi Mi Note 10 aber einwandfrei wie ein High-End-Smartphone und gefällt mir ausgesprochen gut. Trotz seiner Größe liegt es für mich gut in der Hand, ist aber aufgrund des beidseitigen Glases etwas zu rutschig für meinen Geschmack. Ich rate daher jedem Käufer dazu nach einer robusten Schutzhülle zu fahnden.

Benchmarks und Leistung

Viele von euch interessieren sich für synthetische Benchmarks. Die Ergebnisse sollte man immer mit Vorsicht genießen, da sie nur einen Fingerzeig geben bzw. über die Performance im Alltag nur begrenzt etwas aussagen. Trotzdem sind sie ganz hilfreich, um unterschiedliche Chips und Geräte grob einzuordnen. Und wie schlägt sich das Xiaomi Mi Note 10 da so? Seht selbst:

Als kleiner Hinweis: Das Xiaomi Mi 9T, das den Qualcomm Snapdragon 730 statt des 730G verwendet, kam z. B. in AnTuTu in Caschys Kurztest auf 209.250 Punkte, liegt also deutlich hinter dem Mi Note 10 mit 254.615 Punkten. Wiederum habe ich mal einen Wert des Mi 9 ausgegraben – jenes liegt bei mehr als 370.000 Punkten. Auch ein Xiaomi Mi 8 ist mit ca. 270.000 Punkten vor dem Xiaomi Mi Note 10 zu sehen. Die schiere CPU- und GPU-Leistung steht also mit beiden Beinen in der Mittel-und nicht in der Oberklasse.

Nun ist die große Frage: Merkt man das im Alltag? Stellenweise, muss ich das durchaus mit einem „Ja“ beantworten. Abseits von Games, das leuchtet jedem ein, gilt das etwa für die Verarbeitung der Fotos. Bild mit einem Xiaomi Mi 9 geknipst? Zack, sofort in der Galerie einsehbar. Am Xiaomi Mi Note 10 dauert die Verarbeitung deutlich länger. Ok, das ist aber natürlich nicht nur auf den SoC zurückzuführen, sondern auch auf den angepassten Kamera-Aufbau.

Schaut man sich wiederum MIUI 11 an, dann ist die Performance super. Nur bei der wirklich direkten Gegenüberstellung mit einem Mi 9 bemerkt man die Unterschiede. Trotzdem ist es aus meiner Sicht eine Fehlentscheidung, dass Xiaomi beim Mi Note 10 ausgerechnet am Chip gespart hat. So bleibt dadurch das Gefühl, dass zum ausgerufenen Preis von über 500 Euro eben mehr hätte drin sein müssen.

Display und Kameras

Der Bildschirm des Xiaomi Mi Note 10 reicht nicht an Platzhirsche wie das Samsung Galaxy Note 10 und Co. heran, bewegt sich aber auf dem gleichen Niveau wie z. B. das Mi 9 oder Mi 9T Pro. Wir haben es also hier mit einem sehr kräftigen AMOLED-Display zu tun, das dank der FHD+ Auflösung auch ausreichend scharf ist. Spannenderweise stammt der Bildschirm aber nicht von LG oder Samsung, sondern von dem chinesischen Zulieferer Visionox. Auch Unterstützung für HDR10 ist an Bord, macht bei einigen YouTube-Videos Laune.

Jedenfalls muss der Bildschirm im direkten Vergleich mit einem Mi 9 keineswegs zurückstecken und dürfte bestenfalls noch etwas heller sein. Das ist aber ja so eine grundsätzliche Sachen mit den OLED-Panels, die in diesem Bereich nicht an LCDs herankommen. Doch viel mehr interessiert ihr euch sicherlich für die Kameras des Xiaomi Mi Note 10.

Die technischen Daten der Kameras habe ich ja bereits erwähnt: Das Xiaomi Mi Note 10 bietet eine Penta-Kamera mit folgendem Aufbau: 108 (Weitwinkel, f/1.69, OIS) + 12 (Telephoto, f/2.0) + 5 (Telephoto, f/2.0, OIS) + 20 (Ultra-Weitwinkel, f/2.2) + 2 (Makro) Megapixel. Oben seht ihr mal ein Beispiel für die beiden Zoom-Linsen. Die Ergebnisse sind durchaus beeindruckend, auch wenn man beim fünffachen Zoom einen deutlichen Detailverlust wahrnimmt. Übrigens trügen die Fotos aber: Der Tag war ein sehr diesiger Herbsttag hier in Kiel und deutlich dunkler, als die Bilder das vieleicht vermuten lassen.

Oben habt ihr ein zweites Beispiel der beiden Zoom-Linsen. Wie auch beim ersten Foto, so wurden alle drei Aufnahmen aus der selben Position heraus geknipst. Man kan das Spielchen aber auch noch weiter treiben, wie ich euch anhand eines Versuchs von der Kieler Förde aus demonstrieren möchte – entstanden unter realen Herbstbedingungen hier in Norddeutschland.

Auf den obigen Fotos seht ihr also auch den zehnfachen Hybrid-Zoom, der angesichts des schlechten Wetters und der einziehenden Dunkelheit immer noch Beeindruckendes zu leisten vermag. Der fünfzigfache, digitale Zoom ist aber angesichts der erhaltenen Qualität eher eine Spielerei.

Das Xiaomi Mi Note 10 verfügt auch über eine Makro-Linse mit 2 Megapixeln. Tolle Idee, denn die Makro-Fotografie ist ein Thema, das aktuell durch mobile Endgeräte kaum beackert wird. Leider ist auch das Mi Note 10 da eher ein Experiment. So ist es extrem schwierig, mit der Makro-Linse ein halbwegs scharfes Bild zu knipsen. Zum Herumspielen ist das schon eine nette Sache, aber die Qualität der Bilder ernüchtert doch eher. Derzeit bleibt wirklich sehenswerte Makro-Fotografie also wohl weiterhin Systemkameras vorbehalten.

Der Porträt-Modus liefert ebenfalls gute Ergebnisse ab, ist aber unzuverlässiger als etwa am Xiaomi Mi 9. So hatte ich deutlich mehr Mühe grünes Licht von der Kamera-App für den Tiefeneffekt zu bekommen. Ihr könnt dabei die Unschärfe des Hintergrundes auch nach dem Fotografieren verstärken oder anpassen. Nicht alles kann das Mi Note 10 korrekt ausschneiden. Trotz mehrerer, ruhiger Versuche, scheiterte das Smartphone stets an den Disteln, wie ihr oben deutlich sehen könnt.

Die Fotos oben sind normale Schnappschüsse, die ich im automatischen Modus geknipst habe. Dabei sei erwähnt, dass wir hier für euch auch alle Bilder aus dem Test plus weitere in höheren Auflösungen zur Ansicht bereitstellen. Man kann mit dem Xiaomi Mi Note 10, wie ihr seht, auch unter den schwierigen Herbst-Bedingungen sehr schöne Fotos knipsen. Mir persönlich ist das Post-Processing aber zu aggressiv. So filtert Xiaomis sehr forsch. Das Ergebnis ist wenig Bildrauschen, aber auch bei wenig Licht schneller ein künstlicher, weichgezeichneter Look.

Das Xiaomi Mi Note 10 bietet auch einen Nachtmodus, den ich aber nur so semi-gelungen finde. Denn man macht die Nacht dabei für meinen Geschmack teilweise zu sehr zum Tag. Oder hättet ihr etwa auf beim Bild mit den Bäumen erahnt, dass es da schon zappenduster gewesen ist? Hier geht aktuell Apple für mich tatsächlich den besten Weg, die versuchen einen Kompromiss aus Belichtung und natürlichem Bildeindruck zu kreieren.

Auch Fotos mit vollen 108 Megapixel kann das Xiaomi Mi Note 10 raushauen. Außer unter absolut idealen Lichtbedingungen empfehle ich jenen Modus aber nicht: Die Bildverarbeitung dauert extrem lange und die Resultate sind detailärmer als bei den Aufnahmen mit 27 Megapixeln und Pixel-Binning. Das liegt daran, dass die einzelnen Bildpunkte jeweils nun quasi weniger Licht erhalten, könnte man vereinfacht sagen. Ist für den Sommer aber vielleicht eine nette Option. Ach ja, und das Mi Note 10 kann Fotos endlich auch als RAW-Dateien speichern!

Da ist die Selfie-Kamera im Vergleich mit der Penta-Hauptkamera fast unspektakulär. Mit 32 Megapixeln macht sie sowohl in Innen-, als auch in Außenarealen gute Aufnahmen und weiß auch mit ihrem Porträtmodus zu gefallen. Da gibt es also nichts zu meckern. Oben seht ihr einige Selfie-Versuche, auch mit unterschiedlichen Filter-Einstellungen (ohne, leicht, maximal). Ihr könnt auch allerlei zusätzliche Verschönerungsmaßnahmen ergreifen, wie sie die chinesischen Hersteller lieben – etwa um speziell den Haaransatz zu optimieren.

Videos? Kann das Xiaomi Mi Note 10 auch, allerdings 4K nur mit maximal 3o fps, was enttäuscht und auf den SoC zurückzuführen ist. Super-Stabilisierung als Kombination aus EIS und OIS funktioniert zudem nur bei 1080p. Auch bei 4K-Videos ist die Stabilisation des Mi Note 10 aber erstklassig. Es gibt auch zusätzliche Modi, um Videos zu verschönern oder als Vlogs aufzunehmen.

Sonstige Anmerkungen

Das Xiaomi Mi Note 10 eignet sich auch zum Telefonieren. Ich zähle dabei zu den Leuten, die nur noch selten Anrufen und wenn dann meistens über ein Bluetooth-Headset. Dennoch kann ich dem Smartphone auch für sich eine gute Klang- und Verbindungsqualität bescheinigen. Freilich kann man das Mi Note 10 auch zum Konsumieren von Videos oder als kleinen Lautsprecher für Musik verwenden. Da reiht sich das Gerät aber eher im Durchschnitt ein.

Während meines Tests stieß ich auch auf einen Bug: So hatte ich hin und wieder bei Fotos ein Problem, wollte ich sie direkt nach dem Knipsen mal aus der Kamera heraus in der Galerie checken. Manchmal dauerte die Verarbeitung sehr lange und ein Foto musste ich sogar tatsächlich löschen, da es in einem Lade-Loop hängenblieb – siehe Screenshot oben. Da sollte Xiaomi nochmal ran.

Schade finde ich auch, dass das Xiaomi Mi Note 10 noch mit Android 9.0 Pie erschienen ist, während andere Modelle wie das Mi 9 bereits ein Update auf Android 10 erhalten haben. Jenes ist auch für das Mi Note 10 bestätigt, ich finde aber das hätte ruhig zur Auslieferung drin sein können.

Ansonsten noch etwas zur Akkulaufzeit: Früher haben wir gerne den Akkutest von PCMark durchgeführt, doch seit Android 9.0 Pie stürzt dieser regelmäßig vor Abschluss ab, sodass wir es aufgegeben haben. Dank der üppigen Kapazität von 5.260 mAh ist es aber reibungslos möglich, mit dem Mi Note 10 über einen oder auch zwei Tage zu kommen. Wie lange das Phone durchhält, bis ihr wieder eine Steckdose aufsuchen müsst, hängt natürlich stark von euren Nutzungsgewohnheiten ab.

Als ich etwa auf Foto-Tour gewesen bin, saugte ich den Akku natürlich schneller leer, als bei meiner regulären Tagesnutzung, in welcher das Mi Note 10 via Bluetooth meine Lautsprecher befeuern durfte, ich unterwegs ein paar Messenger einspannte und abends vorm Einschlafen einige YouTube-Videos konsumierte. Klar, und zwischendurch immer mal wieder Apps wie Wikipedia oder Chrome anschmiss. Wer auch gerne ein Spielchen wagt oder in Google Maps mit GPS navigiert, muss mit kürzeren Laufzeiten rechnen. Allgemein ist das Xiaomi Mi Note 10 aber stark in Sachen Akkulaufzeit und hat da auch einen Vorteil gegenüber beispielsweise dem Mi 9.

Fazit

Das Xiaomi Mi Note 10 platziert sich technisch zwischen den Stühlen: Display und Kamera konkurrieren problemlos mit den hauseigenen Flaggschiffen wie dem Mi 9. Das trifft aber nicht auf die Leistung zu, denn der Qualcomm Snapdragon 730G sorgt dafür, dass das Mi Note 10 auch langsamer ist, als ein Mi 8 aus dem letzten Jahr. In einigen Apps und natürlich in Spielen merkt man das durchaus. Ich glaube auch, dass die aktuell etwas langsame Bildverarbeitung von einem Snapdragon 855 mit Sicherheit profitiert hätte.

Lohnt sich das Xiaomi Mi Note 10 denn für Kamera-Freunde? Immerhin bringt es ja gleich fünf Linsen mit – zwei mit optischer Bildstabilisation, welche dem Mi 9 beispielsweise leider fehlt. Die Möglichkeit mit 108 Megapixeln Fotos zu knipsen ist dabei eher eine Spielerei, denn ohne das Zusammenlegen der Pixel sehen die Bilder meist matschiger aus, als mit den imer noch beeindruckenden 27 Megapixeln, die beim Pixel-Binning rauskommen. Bedenkt dabei, dass ich all meine Fotos bei Herbstwetter aufnehmen musste – also nicht unter idealen Bedingungen.

Ich finde die Kamera des Xiaomi Mi Note 10 klasse, sie ist aber beileibe kein Quantensprung – auch nicht wenn man sich etwa das günstigere und schnellere Xiaomi Mi 9 anschaut, das zudem Wireless Charging mitbringt – was dem Mi Note 10 leider fehlt. Dafür punktet letzteres mit einem deutlich größeren Akku, was sich in den Laufzeiten niederschlägt.

Mein Fazit? Das Xiaomi Mi Note 10 ist für sich genommen ein tolles Smartphone, das ich angesichts des aktuellen Preises aber nur denjenigen empfehlen würde, die unbedingt viel mit der flexiblen Kamera herumspielen möchten – im Optimalfall im Pro-Modus, da das Mi Note 10 auch RAW-Aufnahmen beherrscht. Für das Gros der Anwender lohnt es sich aber eher auf Anfang 2020 zu warten, wenn auf dem MWC wieder neue Modelle vorgestellt werden – oder als Alternative zum günstigeren aber aus meiner Sicht insgesamt runderen Xiaomi Mi 9 zu greifen, das ich im Preis- / Leistungsverhältnis als besseren Deal empfinde.