Huawei P40 lite im Test: Gutes Rundum-Paket mit entscheidender Schwäche

Selbst Huawei-Fans rätseln, ob sie sich das Huawei P40 lite auch ohne Google Services kaufen sollen. Unser Test zeigt, was das neue Mittelklasse-Smartphone abseits der Goolge-Anwendungen drauf hat.

Die lite-Geräte von Huawei erfreuten sich hierzulande stets einer großen Beliebtheit und galten als chinesisches Gegenstück zur A-Serie von Samsung. Beim neuen Huawei P40 lite könnte dieser Vergleich jedoch nicht mehr ohne weiteres möglich sein. Denn im Gegensatz zu der aktuellen A-Riege, kommt das P40 lite wegen des USA-China-Handelskriegs ohne Google-Services. Doch ist es tatsächlich ein großes Handicap und wie schlägt sich der Mittelklasse-Promi sonst? Wir haben das Smartphone auf Herz und Nieren geprüft.

HARDWARE DES HUAWEI P40 LITE

Beim Huawei P40 lite handelt es sich um ein günstigeres Mittelklasse-Modell. Wer High-End-Funktionen erwartet, dürfte also schwer enttäuscht werden. So ist beispielsweise die Displayauflösung auf einem in dieser Preiskategorie durchschnittlichen Niveau (1.080 x 2.310 Pixel) und der Fingerabdrucksensor befindet sich seitlich im Power-Button und nicht unter dem Display. Auch beim Prozessor setzt Huawei nicht auf den neuesten Kirin 990-Chip, sondern auf die Mitte 2019 erschienene Kirin-810-Mittelklasse-Technik.

Das alles muss allerdings nicht zwingend etwas Schlechtes bedeuten, denn im Vergleich zu anderen Mittelklasse-Geräten kann das Huawei P40 lite mit diesen Werten durchaus mithalten. Beim Arbeitsspeicher ist es dem ab Werk teureren Kontrahenten Samsung Galaxy A51 mit 6 zu 4 GB Arbeitsspeicher sogar überlegen, doch auch einige tatsächliche Nachteile sind mit von der Partie. So fehlt die LED-Benachrichtigungsleuchte und der 128 GB große Hauptspeicher lässt sich nur mit einer speziellen NM-Karte erweitern. Dafür ist der Klinkenanschluss mit an Bord – das kann selbst das aktuelle Flaggschiff Huawei P40 Pro nicht von sich behaupten.

Akku des Huawei P40 lite

Mit seinen 4.200 mAh scheint das Huawei P40 lite zunächst sehr gut aufgestellt zu sein. Der Schein trügt jedoch. 4.200 mAh waren vor ein paar Jahren zwar noch ein ausgezeichneter Wert, heute sieht die Sache allerdings anders aus. Etwas über 4.000 mAh sind bereits eher Durchschnitt und bei dem 6,4-Zoll-Display des P40 lite vergleichsweise schnell aufgebraucht. Besonders interessant ist an dieser Stelle, dass das Huawei P40 lite dem P40 Pro bei gleicher Akkukapazität im Akkutest von GFXBench unterlegen ist. Und das obgleich das Display des Pro-Modells mit 6,58 Zoll spürbar größer ist, während der Prozessor seinerseits eine höhere Leistung erbringt.

Für den Mittelklasse-Bereich bleibt die technische Ausstattung des Huawei P40 lite unterm Strich dennoch auf einem guten, wenngleich nicht ausgezeichnetem Niveau. So konnte das Smartphone im Test folgende Einzelwertungen erreichen:

Gehäuse: 3,5 von 5 Sternen

Display: 3,5 von 5 Sternen

Ausstattung: 3 von 5 Sternen

Kamera: 3,5 von 5 Sternen

Software: 4 von 5 Sternen

Akku: 3,5 von 5 Sternen

Gesamtwertung: 3,5 von 5 Sternen

HÄSSLICHES ENTLEIN ODER SCHÖNER SCHWAN?

Das Design des Huawei P40 lite sieht auf den ersten Blick ziemlich ansprechend aus. Anstelle eines breiten Stegs, findet sich auf der Frontseite ein kaum sichtbares Kameraloch. Dadurch wird das Gehäuse-Display-Verhältnis noch etwas besser – so zumindest die Theorie. In der Praxis findet sich jedoch im unteren Bereich ein relativ breiter Gehäuse-Streifen, der die Bemühungen teilweise wieder zunichte macht.

Auf der Rückseite findet sich indes lediglich der Huawei-Schriftzug sowie ein LED-Blitz und eine aus dem Gehäuse herausstehende Quad-Hauptkamera. Das Gehäuse selbst besteht dabei aus vierseitig gebogenem Glas, fühlt sich jedoch eher wie Plastik an. Unangenehm ist die Berührung jedoch nicht und auch bei den verfügbaren Farben gibt es nichts zu meckern. Erhältlich ist eine pink-blaue Version, die eher für das weibliche Publikum gedacht ist, eine schwarze Variante sowie ein grünes Modell.

Nun zur Handlichkeit: Wer eher mit kleinen Händen gesegnet wurde, dürfte mit dem Huawei P40 lite seine Probleme haben. Das Gerät ist vergleichsweise breit (76,3 Millimeter) und zusätzlich auch recht dick (8,7 Millimeter). Das sind beides keine besonders guten Eigenschaften für Menschen ohne Pranken. Eine Bedienung mit einer Hand ist somit nicht uneingeschränkt möglich, mit ein wenig Übung sollte jedoch auch diese Hürde bewältigt werden können; auch weil die Positionierung der physischen Tasten durchaus gut gelungen ist.

SOFTWARE DES HUAWEI P40 LITE

Zumindest im Alltag kann sich die Leistung des Mittelklasse-Smartphones sehen lassen. Die Bedienung erfolgte stets genauso flüssig, wie es auch bei High-End-Geräten der Fall wäre. Lediglich bei besonders leistungsstarken Programmen wie detaillierten 3D-Spielen dürfte das P40 lite an seine Grenzen stoßen. Darüber hinaus kommt das Huawei-Mobiltelefon ab Werk mit dem Betriebssystem Android 10 sowie der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI 10. Das bedeutet, dass die neuesten Features jeweils mit an Bord sind. An dieser Stelle ein kleiner Tipp für Nutzer der älteren Versionen: Die neue Gestensteuerung kann in den Einstellungen durch die altbekannte Drei-Knöpfe-Leiste ausgetauscht werden. Dasselbe gilt auch für den App-Drawer.

Negativ fielen dagegen die angerundeten Ecken auf, die wir bereits beim Huawei P40 Pro kritisiert haben. Auch beim kleinen Bruder sorgt die breite Kurve dafür, dass in einigen Apps Inhalte abgeschnitten werden. Darunter ist auch die Standard-Tastatur SwiftKey.

Kastriertes Android

Sobald man das Huawei P40 lite auf der Seite des Herstellers aufruft, erscheint ein längerer Warntext. Dabei wird grundsätzlich erläutert, dass das neue Modell zwar das Betriebssystem Android 10 verwendet, der Zugang zu Google Apps und Google-Services jedoch verwährt bleibt. Diese Tatsache lässt sich auf den Handelsstreit zwischen den USA und China zurückführen, infolgedessen Google keinen Handel mehr mit Huawei betreiben darf.

Für Nutzer bedeutet dies, dass sie weder beliebte Services wie Gmail oder Google Maps nutzen, noch Anwendungen aus dem Play Store herunterladen können. Zwar existieren natürlich einige Lösungen, diese setzen jedoch jeweils gewisse technische Kenntnisse beim Nutzer voraus. Allen anderen bleibt lediglich Huaweis eigene AppGallery, die aktuell nicht gerade vor Anwendungen überquellt, oder der Umweg über die Websites der App-Entwickler, auf denen oftmals die APK-Dateien zum Downloaden und Installieren vorgefunden werden können.

Zudem kann man natürlich oftmals auch zu Software-Alternativen von Huawei selbst greifen. So findet sich in der AppGallery zwar keine Spur von den Browsern Mozilla Firefox oder Chrome, dafür steht Huaweis eigener Browser bereit. Dieser ist jedoch – genauso wie ein Großteil der anderen Huawei-Apps – sehr wissbegierig. Wieso der Browser ohne die Berechtigung Anrufe zu tätigen und zu verwalten gänzlich den Dienst quittiert, ist uns beispielsweise ein Rätsel.

HUAWEI P40 LITE: DIE KAMERA

Hält man das Huawei P40 lite in den Händen, sieht die Hauptkamera dank der vier separaten Objektive ziemlich beeindruckend aus. Und auch der Blick in die technischen Daten unterstreicht diesen Eindruck. So verfügt der Hauptsensor über eine Auflösung von 48 Megapixeln (f/1.8) und die Ultraweitwinkel-Kamera über 8 Megapixel (f/2.4). Hinzu kommt eine Makrokamera mit 2 Megapixeln (f/2.4) sowie ein Tiefensensor mit ebenfalls 2 Megapixeln (f/2.4). Ein Teleobjektiv sucht man hingegen vergebens, was sich auch direkt in der Qualität der Bilder wiederspiegelt, falls man dennoch den digitalen Sechsfach-Zoom nutzen will.

Dasselbe gilt auch für den Bildstabilisator. Auch dieser ist beim Huawei P40 lite nur als Software vorhanden. Somit brauchte es im Test gerne mal mehrere Versuche, bis ein scharfes Foto entstand. Das gilt insbesondere für Makro-Aufnahmen.

Keine Weltklasse-Kamera

Die Bedienung der Kamera-App ist derweil überaus intuitiv und leicht. Mit einem Klick können Fotografen beispielsweise zur Ultraweitwinkelkamera wechseln. Ob dies jedoch im Regelfall eine gute Idee ist, ist fraglich. Denn im Gegensatz zum Teleobjektiv verzerrt der Weitwinkel-Sensor das Bild enorm, was zu langgezogenen Körperteilen führen kann (siehe Galerie). In puncto Nachtaufnahmen und beim Farbraum kann man hingegen nicht viel meckern. Unterm Strich ist die Qualität der Fotos für ein 300-Euro-Smartphone okay. Dem ersten Eindruck sowie den beinahe schon lyrischen Lobpreisungen auf der Huawei-Homepage wird die Kamera jedoch nicht gerecht.

Kurzer Hinweis: Im Test des Huawei P40 lite wurde die Qualität der Kamera unter realitätsnahen Bedingungen getestet. Das bedeutet, dass jeweils die Standard-Einstellungen beziehungsweise die künstliche Intelligenz der Kamera zum Einsatz kamen. Mit dem Pro-Modus, mit dem die einzelnen Einstellungen manuell angepasst werden können, lässt sich etwas mehr aus der Kamera herausholen.

FAZIT ZUM TEST DES HUAWEI P40 LITE

Das Huawei P40 lite ist ein klassisches Mittelklasse-Smartphone ohne große Stärken und mit nur einer großen Schwäche. Egal ob beim Gehäuse, beim Display, bei der Ausstattung, bei der Kamera oder beim Akku: Die lite-Version des Huawei P40 schlägt sich stets gut, allerdings auch nicht mehr als das. Angesichts des niedrigen Kaufpreises von 299 Euro sollte das im Regelfall ausreichen, damit das Modell ein Erfolg wird – zumal die Konkurrenz von Samsung preis-leistungstechnisch schlechter aufgestellt ist.

Die fehlenden Google-Services stellen einen sehr großen Nachteil des Huawei-Leichtgewichts dar. Grundsätzlich empfiehlt sich das Smartphone darum nur für diejenigen, die entweder sowieso nicht sonderlich viele Apps nutzen, oder aber ausreichend technisches Know-how vorweisen können, um das Software-Problem eigenständig beziehungsweise unter Zuhilfenahme unterschiedlicher Tools lösen zu können.

Stärken des Huawei P40 lite

gutes rundum-Paket

starkes Preis-Leistungs-Verhältnis

Klinkenanschluss

Schwächen des Huawei P40 lite

keine Google-Services

keine besonderen Highlights

„wissbegierige“ Huawei-Apps

ALTERNATIVEN ZUM HUAWEI P40 LITE

Die besten Alternativen zum Huawei P40 lite standen beinahe schon vor diesem Test fest. Besonders geeignet sind dafür die aktuellen Modelle der A-Serie von Samsung. Wenn der Preis die 300-Euro-Marke nicht überschreiten soll, verdienen das Samsung Galaxy A41 und das Galaxy A51 besondere Aufmerksamkeit. Ansonsten könntest du auch zum Samsung Galaxy A71 greifen. In puncto Preis-Leistung sind all diese Geräte dem Huawei P40 lite allerdings unterlegen. Denn aktuell erhalten Käufer im Huawei-Shop für 299 Euro nicht nur das Mittelklasse-Smartphone, sondern auch das Fitness Armband Huawei Band 4 Pro im Wert von rund 70 Euro.

Motorola Edge+: Das ist das “Aufregendste Motorola-Handy seit Jahren”

Kurz vor der offiziellen Vorstellung des vielversprechenden neuen Motorola-Smartphones wurde ein ausführliches Hands-On des Motorola Edge+ veröffentlicht. Inklusive Preise und aller Daten. So fällt das erste Urteil aus.

Morgen um 18 Uhr wird Motorola ein neues Premium-Smartphone vorstellen, nach dem die Technikwelt aufgrund zahlreicher Leaks seit Wochen giert. Vieles war bereits durchgesickert, ebenso vieles und noch mehr zum neuen Hoffnungsschweif am Motorola-Horizont hat sich heute Abend vorab des Online-Launches bereits bestätigt. 

So veröffentlichten die Kollegen von androidcentral ein ausführliches Hands-On des neuen Premium-Smartphones Motorola Edge+. Und das hat es in sich. Die Reviewer sind hin und weg vom neuen 1.000-Dollar-Handy der Lenovo-Tochter. Man sei lange nicht mehr so begeistert von einem neuen Motorola-Handy gewesen, schreibt das Portal. Das letzte Mal, dass Motorola so beeindrucken konnte sei zu Zeiten des Moto X der zweiten Generation gewesen. Also was bietet dieses aufregende Motorola-Handy, das die Technikwelt mal wieder so richtig erschüttern könnte? 

Nichts Besonderes, aber es geht um den Namen, der dieses Smartphone veröffentlicht: Motorola verbaut im neuen Super-Flaggschiff einen nagelneuen Snapdragon 865 samt 5G-Modem mit satten 12 GB LPDDR5-RAM für die anspruchsvollsten Rechenoperationen. Intern liegen Daten auf dem 256 GB UFS 3.0-Speicher. Der verbaute 5.000-mAh-Akku soll laut Portal mit Bezug auf Aussagen von Motorola für eine Laufzeit von bis zu zwei Tagen sorgen. Dieser lässt sich per 18-Watt-Netzteil mit neuer Energie versorgen, kann aber angesichts von Spitzenladeleistungen bis 30 Watt und mehr nicht mit anderen aktuellen Flaggschiffen mithalten. Kabellos lädt das Motorola Edge+ mit bis zu 15 Watt auf. 

Motorola Edge+: Kurviges Display mit 90 Hertz Bildwiederholrate

Beim Lesen des Artikels stellt sich schnell heraus, dass das Edge-Display des Motorola Edge+ das absolute Highlight ist. Denn das gebogene Display bietet nicht nur alle Vorzüge dieser Display-Art, sondern Edge-Hater können die gebogenen Seiten innerhalb der Einstellungen ausschalten. Dann liegt der visualisierte Part des Smartphones plan auf. Das Panel ist ein 90-Hz-OLED-Display mit Bildschirmdiagonale von 6,7 Zoll und Full HD+-Auflösung. Hier kritisiert der Rezensent jedoch ins Negative und wünscht sich ein 120-Hz-Display mit Quad-HD-Auflösung herbei. 

Eine Neuheit stellt auch Motorolas Benutzeroberfläche namens My UX dar, die mit Android 10 ab Werk vorinstalliert ist. Neben von Fans liebgewonnenen Software Features wie den Moto Actions, erlaubt diese laut Rezensent neue Steuerelemente zum Anpassen von App-Symbolen, Systemfarben, Schriftarten und anderen optischen Akzenten. 

Interessant ist auch der Blick auf die verbaute Kamera im 203 Gramm schweren Smartphone. Denn Käufer erhalten einen dreifach optischen Zoom und einen Time-of-Flight-Sensor; absolute Premium-Ausstattung. Dabei besteht die Triple-Kamera aus einem 108-Megapixel-Sensor, einem Ultra-Weitwinkel-Sensor mit 16 Megapixeln, der gleichzeitig als Makro-Sensor fungieren soll und einem 8-Megapixel Teleobjektiv mit eben jenem 3-fach optischem Zoom. 

Das veröffentlichte Hands-On schließt mit einem gemischten Urteil ab. Einerseits ist man angesichts der starken Features aus dem Hause Motorola begeistert. Man sagt, das Edge+ befördere Motorola wieder in die Flaggschiff-Liga. Andererseits sind wohl die Update-Richtlinien noch nicht ganz geklärt. Denn für das 1.000-Dollar-Handy gibt Motorola lediglich sein Update-Versprechen für 200 bis 300 Dollar-Handys: Ein großes Versionsupdate von Android ist hier garantiert. Damit erhält das Motorola Edge+ auf jeden Fall Android 11; alles Weitere steht in den Sternen. Ungewöhnlich für Android-Smartphones ist diese Garantie jedoch nicht. Wir werden uns bald ein eigenes Bild des neuen Motorola-Handys machen können und hoffen mit der morgigen Vorstellung auch auf die hiesigen Preise und mögliche weitere Versionen.

So könnte das iPhone 12 Pro aussehen

Apple hat meines Erachtens in der nahen Vergangenheit ein rundes Portfolio abgeliefert, wenn ich mir iPhone 11, iPhone 11 Pro, iPhone SE, MacBook Pro, MacBook Air sowie das neue iPad Pro anschaue (nicht zu vergessen die Kopfhörer-Sparte, die auch ordentlich Geld in die Kasse spülen dürfte).

Aber wie heißt es so schön? Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und da gibt es schon einige Gerüchte. Gerüchte, wie ein kommendes iPhone 12 Pro aussehen könnte. Laut Leaks und Berichten ist es so, dass Apple in Richtung des iPad-Pro-Designs gehen könnte. Das würde weiter für ein planes Display sprechen, aber dafür sorgen, dass der Rahmen kantiger wird. Dürfte dann vermutlich entfernt an ein iPhone 5 erinnern.

Die kommenden iPhone-Pro-Modelle sollen drei Kameras auf der Rückseite haben, während die Modelle der unteren Preisklasse weiterhin mit zwei Kameras ausgestattet sein werden. Apple wird laut Bericht auch das 3D-LIDAR-System, das im März 2020 mit dem neuen iPad Pro debütierte, zu seinem iPhone 12 Pro hinzufügen.

Auf Basis dieser Berichte hat Jonas Daehnert Render erstellt. Render, die unterschiedliche Reaktionen auslösten. Ja, natürlich sehen sie schon klasse aus, allerdings denke ich mal, dass Apple der Rahmen nicht so dünn gelingen wird. Schaut man eine Zeit lang auf die Render und dann wieder auf ein iPhone 11 Pro, dann sieht man, dass Apple da schon ein kleines Wunder gelingen müsste.

Die nahe Zukunft wird es vermutlich zeigen: Sind die Render ein Treffer ins Schwarze – oder lediglich nette Konzepte, entstanden aus vermeintlich seriösen Quellen, die eben nicht Wissen, sondern Wünsche über ein zukünftiges iPhone-12-Design teilten?

Honor 9X Pro im Test: Verbessertes Smartphone mit einem großen Haken

Das Honor 9X Pro ist eine verbesserte Version des Honor 9X. Das Pro-Modell wurde an einigen Stellen verbessert und bietet deutlich mehr Leistung als das normale Honor 9X. Doch das neue Modell hat einen großen Nachteil.

Honors X-Serie ist die beliebteste Reihe des Herstellers. Schon seit einigen Generationen bietet Honor hier große Mittelklasse-Smartphones zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis an. Das Honor 9X Pro ist da keine Ausnahme. Wir hatten das Honor 9X Pro im Test und zeigen dir unsere Eindrücke.

Das neue Honor 9X Pro erinnert beim Auspacken stark an das leistungsschwächere Schwestermodell. Die Tasten haben einen ordentlichen Druckpunkt und durch die zu den Seiten hin gebogene Rückseite liegt es trotz seiner Größe gut in der Hand. Die drei Kameras auf der Rückseite sind vertikal angeordnet und stehen etwas hervor. Dadurch wackelt das Smartphone leicht bei der Benutzung auf einem Tisch. An einigen Stellen hat der chinesische Hersteller beim Pro Modell nachgebessert: So sind der Rahmen und die Tasten des Honor 9X Pro nun matt und etwas griffiger. Außerdem wirkt das Smartphone dadurch hochwertiger.

Die größte Änderung betrifft jedoch den Fingerabdrucksensor: Dieser befindet sich nun im Power-Button seitlich am Gerät statt auf der Rückseite. Dadurch wird das Smartphone beim Aktivieren automatisch entsperrt. Das funktioniert auch, wenn das Smartphone flach auf dem Tisch liegt. Für Honor typisch ist der Sensor mal wieder einer der schnellsten auf dem Markt und entsperrt das Handy im Bruchteil einer Sekunde.

LIEFERUMFANG DES HONOR 9X PRO

Neben dem Gerät selbst befindet sich ein 10-Watt USB-Netzteil, ein USB-A auf USB-C Kabel und eine Plastik-Case in der Verpackung. Außerdem gibt es für die Käufer noch eine Kurzanleitung, Garantiekarte und eine SIM-Nadel. Eine Displayschutzfolie ist auf dem Display bereits angebracht.

RANDLOSES DISPLAY

Beim Einschalten des Geräts fällt sofort das randlose Display ins Auge. Nur an der Unterseite reicht das 6,59-Zoll große Display nicht ganz bis an den Rand. Realisiert wird das durch eine ausfahrbare Frontkamera, die nur wenn sie benötigt wird, aus dem Rahmen des Smartphones herausfährt. Durch den Verzicht auf eine Display-Aussparung (Notch) macht es wirklich Spaß, Spiele auf dem großen Display zu spielen oder unterwegs Filme zu schauen.

Das verbaute IPS-Display ist etwas kälter als beim normalen Honor 9X und hell genug, um auch bei Sonnenlicht noch genug zu erkennen. Mit einer Full-HD Auflösung und einer Pixeldichte von 391 ppi ist der Screen zudem ausreichend scharf.

IM HONOR 9X PRO HAT SICH VIEL GETAN

Die größten Änderungen des Honor 9X Pro stecken unter der Haube. War beim normalen Honor 9X noch derselbe Prozessor wie beim Vorjahresmodell Honor 8X verbaut, setzt das Honor 9X Pro auf den neuen Kirin 810 mit 6 Gigabyte Arbeitsspeicher. Das resultiert nicht nur im Benchmark sondern auch bei der täglichen Nutzung in einer deutlich flotteren Geschwindigkeit. Der Kirin 810 ist ein bisschen leistungsstärker als der Snapdragon 730 von Qualcomm. Dieser steckt beispielsweise im Galaxy A71 von Samsung.

Insgesamt überzeugt die Leistung für ein Mittelklasse-Smartphone im Test. Spiele laden angenehm schnell und laufen flüssig. Auch sonst kommt es bei der Benutzung selten zu Verzögerungen. Der interne Speicherplatz von 128 Gigabyte kann per MicroSD-Karte erweitert werden. Hierbei muss man sich jedoch zwischen einer zweiten SIM-Karte oder einer Speichererweiterung entscheiden. Ein großes Problem gibt es durch den neuen Prozessor des Honor 9X Pro jedoch.

ERSTES HONOR-SMARTPHONE OHNE PLAY STORE

Das Honor 9X Pro ist das erste Smartphone des Huawei-Tochterkonzerns ohne Play Store und andere Google Dienste. Auf dem Honor 9X Pro läuft zwar das nicht mehr ganz so frische Android 9 zusammen mit der eigenen Custom-Rom EMUI, durch den neuen Prozessor gilt es jedoch als ein komplett neues Smartphone. Deshalb darf es keine Google-Dienste mehr verwenden. Ursächlich ist hier der Handelsstreit zwischen den USA und China. Honor trifft als Tocherterkonzern von Huawei nun dasselbe Schicksal. Standardmäßig lassen sich Apps über die Huawei AppGallery beziehen, aber auch die Installation von alternativen Appstores oder per APK ist möglich.

Einige bekannte Apps sind bereits in der AppGallery von Huawei vorhanden. Jedoch bei weitem noch nicht alle. So gibt es Beispielsweise bei der Suche nach Whatsapp nur einen Link zur offiziellen Website, wo man sich die Installationsdatei herunterladen kann. Das geht erstaunlich einfach, muss aber bei jedem Update wiederholt werden. Wer bei der Einrichtung oder bei der Installation von Apps Hilfe benötigt, kann sich kostenfrei an einen von 15 Huawei-Stores in Deutschland wenden. Honor gibt definitiv sein Bestes, um die eigenen Kunden zu unterstützen. Dennoch muss man sich bewusst sein, worauf man sich beim Kauf einlässt. Nicht alles lässt sich per APK oder über einen alternativen Appstore installieren. Insbesondere Google Dienste wie Youtube und Google Maps können nur mit eingeschränktem Funktionsumfang im Browser genutzt werden.

Da Android selbst Open-Source ist, sind Updates für Honor in der Theorie kein Problem. So wurde ein Update auf Android 10 bereits bestätigt. Wie es jedoch mit Sicherheitsupdates aussieht, ist nicht bekannt. Hier steht das Honor 9X Pro noch auf dem veralteten Stand von November 2019.

KAMERA SCHWÄCHELT IN EINER KATEGORIE

Die Kameras des Honor 9X Pro sind vertikal angeordnet. Die Hauptkamera bietet eine Auflösung von 48 Megapixeln. Im normalen Modus werden die Fotos jedoch auf 12 Megapixel heruntergerechnet, um mehr Licht einzufangen und die Qualität des Bildes zu erhöhen. Das ist bei eigentlich allen Smartphones mit einer hohen Megapixelzahl so. Honor nennt diesen Prozess Lichtfusion. Manuell lässt sich die Qualität auf 48 Megapixel hochstellen, um noch detailreichere Fotos zu erhalten. Das sollte man jedoch nur bei optimalen Lichtbedingungen tun. In den Standardeinstellungen gelingen die Bilder auch bei nicht optimalen Lichtbedingungen gut. Nur bei Dunkelheit verwaschen die Aufnahmen stark. Hier bieten andere Mittelklasse-Smartphones wie das Galaxy A71 mehr.

Die zweite Kamera ist ein Weitwinkel-Sensor mit einem Sichtfeld von 120 Grad und einer Auflösung von 8 Megapixeln. Diese kann jedoch bei weitem nicht mit der normalen Kamera mithalten. Auch bei optimalen Lichtbedingungen haben die Aufnahmen nur wenig Details und sehen verwaschen aus.

Die dritte Kamera ist eigentlich keine richtige Kamera, sondern lediglich ein Sensor für Tiefeninformationen. Dieser stellt der Kamerasoftware Informationen bereit, wo das Bild scharf und wo es unscharf sein soll. Diese Funktion kann aber auch durch die anderen Kameras übernommen werden, sobald mindestens zwei vorhanden sind. Eine Zoom-Kamera hätte uns hier besser gefallen. Videos lassen sich maximal in Full-HD aufnehmen.

Die Frontkamera nimmt Fotos mit einer Auflösung von 16 Megapixeln auf und fährt wenn benötigt aus dem Gehäuse heraus. Erkennt das Handy dass es herunterfällt, wird die Kamera zum Schutz automatisch eingefahren. Die aufgenommenen Selfies sehen etwas nachbearbeitet aus und sind relativ hell. Die Kamera besitzt jedoch einen ziemlich großen Winkel, sodass man auch gut Selfies mit mehreren Personen aufnehmen kann.

AKKULAUFZEIT STIMMT

Der Akku des Honor 9X Pro misst 4.000 Milliamperestunden. Zusammen mit dem nicht allzu leistungshungrigen Mittelklasse-Prozessor kommt das Smartphone damit auf eine gute Akkulaufzeit und liegt etwas über dem normalen Honor 9X.

Die Akkulaufzeit im Alltag zu bewerten und einzuordnen ist schwierig, da ich aufgrund fehlender Apps das Honor 9X Pro im Test nicht immer so verwenden konnte, wie ich andere Smartphones verwendet hätte. Doch auch bei meiner etwas veränderten Nutzung hatte ich nie ein Problem mit dem Smartphone durch den Tag zu kommen.

Durch das relativ schwache 10-Watt-Netzteil dauert das Aufladen etwas länger als bei anderen Mittelklasse-Smartphones. Als Anschluss kommt jedoch ein moderner USB-C-Port zum Einsatz. Kabelloses Laden ist nicht möglich.

HONOR 9X PRO IM TEST: DAS FAZIT

Bei der X-Reihe versuche Honor bisher immer ein möglichst gutes Smartphone zu einem bezahlbaren Preis anzubieten. In den vergangenen Jahren wurde die Konkurrenz in diesem Preisbereich jedoch immer stärker. Im Gegensatz zum normalen Honor 9X wurde beim Pro Modell viel verbessert. Das Honor 9X Pro ist merkbar leistungsstärker und verfügt über NFC; einer der Haupt-Kritikpunkte beim normalen Modell. Die Kamera wurde hingegen nicht verbessert und versagt beim Weitwinkel-Modus. Richtig gut gefallen hat hingegen das notch-freie Display.

Insgesamt ist das Honor 9X Pro ein solides Smartphone, das sich nicht hinter anderen Mittelklasse-Smartphones wie der Galaxy-A-Reihe verstecken muss. Wäre da nicht das Problem mit der Software. Ohne Play Store ist das Smartphone insbesondere im Google-Land Deutschland leider nicht zu empfehlen. Die meisten Smartphone-Nutzer sind auf ihre Google Dienste angewiesen und noch sind bei weitem nicht alle Apps ersatzweise auch in Huaweis AppGallery zu finden.

Das Honor 9X Pro ist ab dem 16. April für 249 Euro erhältlich.

Pros

Notch-freies Design

USB-C

Fingerabdrucksensor im Power-Button

Schnell

Contras

Kein Play Store & keine Google Dienste

Weitwinkel-Kamera nicht gut

Alternativen

Möchtest du der Marke Honor treu bleiben, bietet sich das Honor 20 an. Das nicht einmal ein Jahr alte Flaggschiff-Modell gibt es derzeit für nur etwa 50 Euro mehr zu kaufen und wäre meine erste Wahl bei der Suche nach einer Alternative. Deutlich günstiger hingegen ist das normale Honor 9X. Dieses ist derzeit für etwa 180 Euro erhältlich. Beide Smartphones kommen mit Play Store und allen Google Diensten daher.

Außerhalb der Honor-Welt ist auch die Galaxy-A-Reihe einen Blick wert. Insbesondere das etwas größere Galaxy A71 konnte uns im Test mit seinem schönen 6,7 Zoll AMOLED-Display überzeugen. Hier musst du jedoch mit einem Kamera-Loch im Display leben. Möchtest du auf dieses verzichten, bietet sich auch das ähnlich ausgestattete Xiaomi 9T mit ausfahrbarer Frontkamera an.

Motorola: Neues Flaggschiff soll am 22. April vorgestellt werden

Motorola hat für den 22. April die Vorstellung eines Flaggschiff-Smartphones angekündigt. Hierbei dürfte es sich wohl (mitunter) – auch dem kleinen Teaser nach zu urteilen – um das moto Edge+ handeln, welches wir auf Pressebildern bereits zu Gesicht bekamen.

Neben einem Snapdragon 865 und bis zu 12 GB Arbeitsspeicher soll das moto Edge+ einen Akku mit einer Kapazität von 5.170 mAh mitbringen. Das Display löst mit Full HD+ auf und soll eine Bildwiederholrate von 90 Hz haben. Nach dem, was wir bereits auf den Pressebildern sahen, sind die Displayränder des moto Edge+ gekrümmt. Auf der Rückseite befindet sich ein Triple-Kamera-Setup.

Analyst Kuo: Huawei Mate 40 mit Freeform-Lens-Kamera und Kirin 1020

Den Analysten Ming-Chi Kuo kennen vor allem Apple-Fans als sehr zuverlässigen Leaker, der aus seinen Beobachtungen der Zulieferindustrie oft Monate vor einem Launch erstaunlich korrekte Vorhersagen treffen kann. Zuletzt hatte sich Kuo erstmals zu künftigen Huawei-Phones geäußert und im Rückblick korrekt eine 10x-optische Periskop-Kamera für ein Modell der P40-Familie prophezeit – nun zu finden im Flaggschiff P40 Pro+, das im Sommer auch bei uns zu haben sein soll.

Nun hat der umtriebige Analyst einmal mehr in seine Trickkiste gegriffen und eine Analyse zu Huaweis nächsten Smartphone-Flaggschiffen an Investoren geschickt, auch diesmal unter anderem die Kamera betreffend. Er vermutet demnach, dass die Mate 40-Serie, die wohl im Herbst startet, erstmals eine sogenannte Freeform-Linse nutzen wird, ein Upgrade für die Ultraweitwinkel Cine-Lens, die Huawei etwa im Mate 30 Pro und nun auch im P40 Pro einsetzt.

Diese erlaubt es dem Hersteller, die Verformungen an den Rändern zu beeinflussen, die ja bei einer Ultraweitwinkel-Optik oft als störend wahrgenommen werden. Offenbar hält Huawei diesbezüglich ein Patent, weswegen diese Freeform-Optik wohl nur in Huawei-Phones zu finden sein werden. Der im Mate 40 und Mate 40 Pro erwartete Kirin 1020-SoC soll bereits im August bei TSMC in Massen produziert werden und basiert auf einem effizienteren 5 nm Herstellungsprozess, der auch bis zu 50 Prozent mehr Performance als der Kirin 990 ermöglichen soll. Mal sehen, ob Kuo mit seiner Vorhersage zum Mate 40 richtig liegt.

OnePlus 8 und 8 Pro vollständig geleakt

In einer Woche sollten das neue OnePlus 8 und das OnePlus 8 Pro offiziell vorgestellt werden, doch WinFuture hat schon jetzt sämtliche Details zu den Geräten veröffentlicht, weshalb wir hier mal einen genaueren Blick darauf werfen wollen. Beide Geräte werden als erste des Unternehmens dank Snapdragon 865 als SoC auch 5G unterstützen und sollen sich äußerlich zudem sehr ähnlich sehen.

Unterschiede gibt es natürlich aber dennoch. So wird das OnePlus 8 Pro mit einem 6,78 Zoll großen Fluid-AMOLED-Display ausgestattet sein, das mit 3.168 x 1.440 Pixeln auflöst und eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz bietet. Das OnePlus 8 besitzt hingegen ein 6,55 Zoll großes Fluid-AMOLED-Display mit maximal 90 Hz und einer maximalen Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixeln. Das Seitenverhältnis soll bei beiden Geräten 20:9 betragen. Die Bildschirme sollen HDR10+ unterstützen. Der Bildschirm des Pro-Modells soll außerdem bis zu 1.300 Candela hell werden können. Natürlich soll auch die Kamera in beiden Geräten „besonders hochwertig“ ausfallen.

So kommt im Pro-Modell der neue Sony IMX689 als Sensor vor, der besonders viel Licht einfangen kann und mit einer Blendengröße von bis zu F/1,78 und OIS/EIS in Kombination die bisher besten Bilder bisheriger OnePlus-Geräte liefern soll. Außerdem mit dabei: All-Pixel-PDAF, Laser-Autofokus und zusätzlich ein kontrastbasierter Autofokus. Ein weiterer Sony-IMX586-Sensor mit 48 MP nimmt Ultraweitwinkel-Fotos mit 120-Grad-Sichtfeld auf, des Weiteren eine Telezoom-Kamera mit einer F/2.4-Blende und 16 MP Auflösung. So kommt das Gerät auf eine dreifache optische Vergrößerung, wobei das Gerät zudem digital auch noch einmal einen 30-fachen Zoom bieten kann. Videos werden hierbei mit maximal 4K bei 60 Bildern pro Sekunde aufgenommen. 

Alles in allem verbaut OnePlus in seinen neuen beiden Flaggschiffen wie gewohnt wieder nur Premium-Hardware, was sich natürlich auch preislich widerspiegeln wird.

Huawei P30 lite vs. P40 lite: Wie groß ist der Unterschied wirklich?

Die großen Handy-Hersteller wie Huawei bringen zu ihren Flaggschiffen in der Regel abgespeckte und preisgünstige Varianten heraus. Doch wie stark ist die neue Handy-Generation im Vergleich zu den Vorgängern? Hier gibt es spannende Duelle, etwa das Huawei P30 lite vs. P40 lite. Ein Vergleich in der hart umkämpften Mittelklasse.

Neue Handys kommen auch bei Huawei in der Regel nicht allein, sondern in größeren Modellfamilien, die einen breiteren Kundenkreis abdecken sollen. Das gilt auch für das P40, wobei 2020 bemerkenswert war, dass das Huawei P40 lite einen Frühstart hingelegt hat und ein paar Tage vor den größeren Geschwistern offiziell gezeigt wurde.

Die Huawei-Handys mit dem Zusatz “lite” sind aus verschiedenen Gründen interessant: Sie sind günstiger als die Flaggschiffe, trotzdem qualitativ hochwertig und meist übernehmen sie auch ein paar Stärken der teureren Modelle.

Doch man darf sich nichts vormachen, “lite” bedeutet auch abgespeckt, was in der Regel Nachteile in allen Bereichen mit sich bringen kann: Ob Bildschirm, SoC (System on a Chip mitsamt Prozessor und anderen Modulen), Kamera und Akku plus einzelner Zusatz-Features.

Dennoch bieten die kleinen Geschwister der großen Flaggschiff für viele Smartphone-Suchende genug Leistung. Und so sind Mittelklasse- und lite-Modelle oft die beliebtesten Handys mit Blick auf die Verkaufszahlen.

Duell bei der Software: Google Mobile Services vs. Huawei Mobile Services

Das Huawei P30 lite stammt aus dem Jahr 2019. Anfang des vergangenen Jahres war auch die Handy-Welt noch in Ordnung, denn der Handelsstreit zwischen China und den USA war noch nicht akut. Das P30 lite (UVP derzeit 280 Euro) kommt deshalb nicht nur mit Android und der Benutzeroberfläche EMUI 9.1, sondern auch mit allen Google-Diensten.

Beim Huawei P40 lite (UVP derzeit 299 Euro) sieht das anders aus. Es kommt zwar ebenfalls mit Android (EMUI 10.0.1 auf Basis von Android 10), bringt aber mit der Huawei AppGallery einen recht jungen Ersatz für den Google Play Store mit.

Dass der Aufbau eines eigenen App-Ökosystems nicht von heute auf morgen vonstatten geht, ist Huawei auch bewusst. Also hat der Hersteller auch kurzfristig in die Trickkiste gegriffen und das P30 lite als Huawei P30 lite New Edition (UVP derzeit 330 Euro) Anfang 2020 neu auf den Markt gebracht.

Dahinter steckt in kleines Hardware-Update für die Front-Kamera, die jetzt mit 32 MP auflöst. Außerdem hat das New Edition statt 4 nun 6 GB Arbeitsspeicher und auch der interne Speicher hat sich verdoppelt. Statt 128 GB im P30 lite sind es 256 GB im P30 lite New Edition. Entscheidend ist aber, dass das P30 lite New Edition auch sämtliche Google-Dienste mitbringt.

P30 lite vs. P40 lite: Die äußerlichen Unterschiede

Huawei P30 lite und P30 lite New Edition sind von außen nicht zu unterscheiden, das P40 lite erkennt ihr schon an der Front durch eine Punch-Hole-Aussparung in der linken oberen Ecke. Die Vorgänger nutzen beide noch die Notch – eine zentrale Einkerbung mittig am oberen Display-Rand.

Apropos Display: Das P40 lite streckt das Display auf 6,4 Zoll (P30 lite 6,15 Zoll), die Auflösung des LCDs bleibt aber gleich (2.310 x 1.080 Pixel). Das P40 lite bringt damit eine geringere Pixeldichte mit (398 ppi) als der Vorgänger (415 ppi).

Ansonsten geben sich die Bildschirme von der Qualität her nicht viel. Das P40 lite ist größer und schwerer als das P30 lite. Es bringt 189 Gramm auf die Waage, das P30 lite ist 30 Gramm leichter.

An der Rückseite erkennt ihr die Unterschiede der Modelle ebenfalls sehr deutlich. Ordnet Huawei beim P30 lite die Kameras noch vertikal an, prangt beim P40 lite ein Kamera-Quadrat in der oberen linken Ecke.

Huawei P30 lite und P30 lite New Edition packen den Fingerabdrucksensor auf die Rückseite, das P40 lite nutzt dafür den Ein-Ausschalter an der Seite. Unter dem Strich ist die Verarbeitung solide, der verbaute Kunststoff ist typisch für die Einsparungen in der Mittelklasse, ebenso die fehlende Schutzzertifizierung gegen Staub und Wasser.

Die Kameras des P30 lite und P40 lite im Vergleich

Das P40 lite kommt mit einer Quad-Kamera, im P30 lite steckt ein Triple-Sensor. Doch allzu groß ist der Unterschied nicht, beide Modelle kombinieren einen 48 MP Weitwinkel mit 8 MP Ultraweitwinkel (120 Grad) und einer 2 MP Hilfs-Cam für den Bokeh-Effekt.

Im P40 lite gibt es zudem eine 2 MP-Linse für Makroaufnahmen. Damit könnt ihr tolle Detail-Aufnahmen schießen. Auch der Nachtmodus ist mit an Bord und Huawei ist für sehr gute Qualität bei der Dunkelfotografie bekannt.

In der Handy-Oberklasse schießt ihr aber deutlich eindrucksvollere Bilder. Die KI-Szenenerkennung gibt es übrigens bei allen Lite-Handys. Videos werden in Full HD mit 30 fps aufgezeichnet, 4K bietet keines der Modelle. Bei der Selfie-Cam hat das P30 New Edition die MP-Nase vorn (32 MP Auflösung), im P40 lite und sind es nur 16 MP, das P30 lite kommt auf 24 MP.

Die Leistung im Vergleich: Prozessor und Speicher der lite-Modelle

Nachfolgemodelle haben immer Vorteile beim verwendeten SoC, denn die Prozessor-Technologie entwickelt sich rasant. Wird im P30 lite noch ein Kirin 710 verwendet, ist es im P40 lite ein Kirin 810. Dazwischen liegen auf den ersten Blick keine Welten, beides sind Octa-Core-Systeme mit nahezu identischen Taktraten, doch gerade hier kommt es auf die Feinheiten an. Der Kirin 810 ist allerdings effizienter gefertigt und bringt eine schnellere Grafik mit, hier sollte ein Leistungsschub bei Spielen spürbar sein.

6 GB Arbeitsspeicher nutzen P40 lite und P30 lite New Edition, das ursprüngliche P30 lite kommt nur mit 4 GB. Etwas kurios: Das P30 lite in der New Edition bietet mit 256 GB den größten internen Speicher. Auch das neuere P40 lite kommt nur auf 128 GB, ebenso das P30 lite. Erweitern lassen sich alle Modelle per Speicherkarte, die in einem Hybrid-Slot Platz findet. Das bedeutet auch, dass Dual-SIM grundsätzlich möglich ist.

Allerdings braucht ihr zum Erweitern der Speicherkapazität beim P40 lite eine NM Card von Huawei. Bei den lite-Modellen des P30 könnt ihr auch microSD-Karten benutzen.

Details bei der Ausstattung

Auffällig ist der wesentlich größere Akku im P40 lite, der mit 4.200 Milliamperestunden (mAh) aufwartet. Demgegenüber sehen die 3.340 mAh im P30 lite und P30 lite New Edition ziemlich mager aus. Passend dazu gibt es ein 40 Watt Schnellladegerät beim P40 lite dazu.

Induktiv laden die Mittelklasse-Handys alle nicht. Auch eine 5G-Option gibt es nicht, dafür aber natürlich LTE-Unterstützung. Wi-Fi 5 (802.11ac) ist an Bord, dazu Bluetooth in verschiedenen Standards. Im P40 lite ist es Bluetooth 5.0, im P30 lite noch die Version 4.2. Ein USB Type-C-Anschluss ist verbaut, ebenso ein 3,5mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer.

Vorteile beim P40 lite und nur wenig Aufpreis – Google-Dienste entscheidend

Eindeutig geht das Duell nicht aus: Wer ein kompaktes und günstiges Handy sucht, sollte zum P30 lite New Edtion greifen. Es bietet auch mehr Speicher als das P30 Lite und eine bessere Kamera.

Das P40 lite ist insgesamt der bessere Griff, weil es einen schnelleren SoC hat, einen größeren Akku und auch eine verbesserte Quad-Kamera mitbringt. Das Display ist größer und die Frontkamera verbirgt sich im Punch-Hole. Dabei ist es nicht wesentlich teurer.

Allerdings: Die Google-Dienste fehlen dem P40 lite, sodass ihr nicht alle Apps wie gewohnt auf dem Smartphone habt und die alten Bekannten länger suchen müsst. Wer das nicht möchte, fährt mit dem P30 lite New Edition besser.

OnePlus verteilt OxygenOS 10.0.5 für das OnePlus 7 und OnePlus 7 Pro

OnePlus schickt ein neues Update für das OnePlus 7 und das OnePlus 7 Pro auf den Weg. Für OxygenOS, OnePlus‘ Android-Oberfläche, hat man diese Woche schon Neuerungen in Aussicht gestellt: Hier soll nun ein Alway-On-Display folgen. Im hier genannten Update auf OxygenOS 10.0.5 ist davon natürlich noch nichts zu sehen. Hier hat man unter anderem die Optimierung des Arbeitsspeichermanagements aus den letzten Open-Beta-Versionen verarbeitet. Auch weiter verbessert hat man nach OnePlus‘ Aussagen die Systemstabilität. In puncto Sicherheit hievt man den Android-Sicherheitspatch auf März 2020 – hier ist Samsung derzeit etwas mehr auf Zack und verteilt bereits den Patch für April.

Auch an der eigenen Galerie-App hat man etwas gewerkelt und die Stabilität für die Aufnahme von Slo-Motion-Videos verbessert. Probleme hatte man wohl mit zufällig verschwindenden Screenshots in der Galerie, sowie asynchronem Ton bei der Videowiedergabe – die genannten Probleme sollen mit diesem Update der Vergangenheit angehören.

Wie üblich wird auch das Update auf OxygenOS 10.0.5 in Wellen verteilt: So steht er derzeit nur einer begrenzten Anzahl an Nutzern zur Verfügung und wird schrittweise weiter ausgerollt. Damit ist die Verbreitung etwas eingeschränkt, sollte da doch mal ein gravierender Fehler durchgerutscht sein. OnePlus gibt an, dass die Verteilung rein zufällig und nicht auf Basis von Regionen erfolgt – die Verwendung eines VPN scheint hier also kein Update anzustoßen.

Changelog

System Optimized the Ram management

Improved system stability and fixed known issues

Updated Android Security Patch to 2020. 03

Gallery Improved stability for recording videos in slow-mo

Fixed the random disappearance of screenshots in Gallery

Synched video playback speed with audio

Samsung Galaxy S10: Starkes Smartphone wird immer günstiger

Samsungs Galaxy-S10-Smartphones gehören zu den besten Handys auf dem Markt, sind jedoch auch nicht unbedingt billig. Seit dem Release sind die Flaggschiffe im Preis gefallen und Sie können die Handys heute zu einem fairen Preis kaufen. Mehr dazu im Text – im Video sehen Sie, was das Samsung Galaxy S10 zu einem der besten Smartphones auf dem Markt macht.

Erst im März dieses Jahres kamen die neuen Galaxy-S-Smartphones von Samsung, das Galaxy S10, S10 Plus und S10e, offiziell in den Handel. Zum Verkaufsstart verlangte man bei Samsung rund 899 Euro für das Standardmodell Galaxy S10, für die Plus-Variante sogar bis zu 1.249 Euro. Stolze Summen, auch wenn die neuen Flaggschiffe von Samsung technisch auf einem sehr hohen Level sind.

Inzwischen sind die Flaggschiffe im Preis gefallen und teilweise bereits für rund 630 Euro erhältlich. Wir zeigen Ihnen im nächsten Abschnitt welche Händler die Galaxy-Smartphones zu welchem Preis anbieten.

Galaxy S10: Weitere Angebote

Hinweis: Bei kleineren und eher unbekannten (Drittanbieter-)Händlern sowie Marketplace-Angeboten empfehlen wir Ihnen, zur Sicherheit einen Blick auf das Impressum und die Nutzer-Bewertungen zu werfen. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Händler ihre Preise zum Teil mehrmals pro Tag anpassen; überprüfen Sie also vor dem Kauf unbedingt noch einmal, welche Preisangabe der Händler Ihrer Wahl aktuell macht.

Samsung Galaxy S10 (Plus) im Test

Das Galaxy S10 macht im Test in allen Anwendungen einen exzellenten Eindruck: Display, Performance sowie Aufnahmen mit der Triple-Kamera sind hervorragend. Auch die Ausstattung lässt keine Wünsche offen. Den kompletten Test finden Sie hier.

Auch das Samsung Galaxy S10 Plus überzeugt im CHIP-Test in so gut wie allen Kategorien. Spitzenwerte erreicht die Premium-Variante der S10-Reihe in den Kategorien Display und Kamera. Auch die Ausstattung und die Performance überzeugen. Echte Schwächen hat das Galaxy S10 Plus nicht. Hier finden Sie unseren kompletten und ausführlichen Testbericht zum Galaxy S10 Plus.

Sollten Sie sich für andere Smartphone-Modelle interessieren, finden Sie in der Bestenliste die Testsieger unter den Smartphones .