Vivo demonstriert OriginOS, die brandneue Android-Benutzeroberfläche für Vivo-Smartphones

Vivo wird seinen Smartphones bald eine rundum überarbeitete Android-Benutzeroberfläche spendieren, die das mittlerweile etwas in die Jahre gekommene FuntouchOS ersetzen wird. Ähnlich wie auch bei Apples iOS 14 sind die von Grund auf neu entwickelten Widgets eines der Highlights. In OriginOS sind diese in einer Vielzahl unterschiedlicher Größen verfügbar, wie gewohnt können entweder Informationen oder auch interaktive Buttons dargestellt werden.

Tippt man auf ein Widget, so öffnet sich eine größere Version, die zusätzliche Informationen oder Buttons darstellen kann. Über eine Berührung des unteren Bildschirmrands können insgesamt 26 unterschiedliche Gesten ausgeführt werden, die es ermöglichen, viele häufig benötigte Funktionen schnell zu erreichen, wie etwa das Wechseln zwischen verschiedenen Apps. Über “SuperCard” kann die Funktion zum Bezahlen per NFC aufgerufen werden, ganz ohne auf ein Menü zurückgreifen zu müssen.

Auch unter der Haube gibt es eine ganze Reihe an Optimierungen, die Vivo “Multi-Turbo 5.0” nennt. Dazu gehört beispielsweise Memory Fusion, eine Funktion, die den Arbeitsspeicher um bis zu 3 GB erweitern kann, indem aktuell nicht benötigte Daten auf den Flash-Speicher ausgelagert werden. OriginOS soll allerdings von vorn herein weniger RAM belegen als FuntouchOS. Eine künstliche Intelligenz versucht vorherzusagen, welche Apps der Nutzer als nächstes öffnen wird – diese werden im Hintergrund bereits geladen, um die Startgeschwindigkeit zu erhöhen.

OriginOS erhält auch diverse visuelle Upgrades, allen voran die dynamischen Hintergrundbilder, die in einem der unten eingebetteten Videos zu sehen sind. Mit dabei sind auch interessante Bilder, die sich beispielsweise an das aktuelle Wetter anpassen. Der Zeitplan für den Rollout ist bisher noch nicht bekannt, Vivo hat allerdings versprochen, zur Developer Conference am 19. November weitere Informationen dazu zu verraten.

Moto G9 Power: Motorola bringt Smartphone mit 6.000 mAh für 200 Euro

Motorola erweitert die Moto-G9-Familie heute um das Moto G9 Power mit einem besonders großen Akku. Im Vergleich zum Vorgänger legt dieser um 1.000 mAh auf jetzt 6.000 mAh zu. Motorola verspricht Akkulaufzeiten von mehreren Tagen.

Auf das Moto G7 Power und Moto G8 Power mit jeweils 5.000 mAh lässt Motorola das Moto G9 Power mit 6.000 mAh folgen. Dem Unternehmen zufolge seien damit Akkulaufzeiten von mehreren Tagen ohne Ladevorgang, genauer gesagt bis zu 60 Stunden im Mischbetrieb aus aktiver Nutzungs- und Standby-Zeit möglich. Es handelt sich um den größten Akku, den Motorola je in einem Smartphone verbaut hat.

Mehr Speicher und Megapixel

Aufwertungen gibt es aber auch an anderer Stelle. Der Nutzerspeicher ist mit 128 GB jetzt doppelt so groß wie die beiden Jahre zuvor, die Erweiterbarkeit über eine microSD-Karte bleibt dem Smartphone aber erhalten. Nutzer müssen sich bei dem Hybridschacht zwischen einer Speichererweiterung oder dem Einsatz einer zweiten Nano-SIM-Karte entscheiden.

Bei der Kamera setzt Motorola nun auch für das Power-Modell auf einen 64-Megapixel-Sensor, der eine höhere Schärfe und Farbgenauigkeit als frühere Generationen bieten soll. Über die Quad-Pixel-Technologie lassen sich wahlweise vier Pixel zu einem auf dann 16 Megapixel zusammenfassen. Zwei weitere Sensoren arbeiten mit jeweils 2 Megapixeln und sind einmal für die Erfassung von Tiefeninformationen bei Porträtaufnahmen und einmal für Makrofotos aus bis zu 2,5 cm Distanz ausgelegt.

Display löst wieder niedriger auf

Wo beim Display früher HD+ und dann FHD+ geboten wurde, zieht nun wieder HD+ auf größeren 6,8 Zoll ein. Die reduzierte Auflösung dürfte maßgeblich zur Akkulaufzeit beitragen. Die Frontkamera mit 16 Megapixeln sitzt oben links im Bildschirm.

Power-Modell erstmals mit NFC ausgestattet

Der Prozessor entspricht mit dem Snapdragon 662 weitgehend dem Snapdragon 665 des Vorjahres. CPU und GPU sind identisch, Unterschiede gibt es beim ISP, der mit dem Spectra 340T im Snapdragon 662 überhaupt erst die Daten der Kamera mit 64 Megapixeln verarbeiten kann. Beim Spectra 165 des Snapdragon 665 liegt das Limit bei 48 Megapixeln. Im Gegenzug weist der Snapdragon 665 einen etwas leistungsfähigeren DSP (Hexagon 686 vs. 683) und das modernere Modem auf (Snapdragon X12 vs. X11). In der Praxis resultiert das in einem reduzierten Downlink für LTE mit 390 statt 600 Mbit/s. Das Moto G9 Power kommt dafür erstmals mit Wi-Fi 5 statt 4 und bietet NFC, das bisher fehlte. USB Typ C entspricht erneut dem 2.0-Standard.

Marktstart am Freitag

Motorola will das Moto G9 Power ab dem 6. November zum Preis von 199,99 Euro in der Farbe Grau auf den deutschen Markt bringen. Das Smartphone läuft noch mit Android 10 statt dem seit gut zwei Monaten verfügbaren Android 11, das Motorola nur geringfügig um das eigene „My UX“ erweitert. Darüber lassen sich zum Beispiel Schriftarten, Farben, Symbolformen und Fingerabdrucksensor-Animationen verändern.


Motorola Moto G9 Power
Motorola Moto G8 PowerMotorola Moto G7 Power
Software:
(bei Erscheinen)
Android 10.0Android 9.0
Display:6,80 Zoll
720 × 1.600, 258 ppi
6,40 Zoll
1.080 × 2.300, 397 ppi
IPS
6,20 Zoll
720 × 1.520, 271 ppi
Bedienung:Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner
SoC:Qualcomm Snapdragon 662
4 × Kryo 260 Gold, 2,00 GHz
4 × Kryo 260 Silver, 1,80 GHz
11 nm, 64-Bit
Qualcomm Snapdragon 665
4 × Kryo 260 Gold, 2,00 GHz
4 × Kryo 260 Silver, 1,80 GHz
11 nm, 64-Bit
Qualcomm Snapdragon 632
4 × Kryo 250 Gold, 1,80 GHz
4 × Kryo 250 Silver, 1,80 GHz
14 nm, 64-Bit
GPU:Adreno 610Adreno 506
RAM:4.096 MB4.096 MB
LPDDR4X
4.096 MB
LPDDR3
Speicher:128 GB (erweiterbar)64 GB (erweiterbar)
1. Kamera:64,0 MP, 2160p
LED, f/1,8, AF
16,0 MP, 2160p
LED, f/1,7, AF
12,0 MP, 1080p
LED, f/2,0, AF
2. Kamera:2,0 MP, f/2,48,0 MP, f/2,2, AFNein
3. Kamera:2,0 MP, f/2,48,0 MP, f/2,2, AFNein
4. Kamera:Nein2,0 MP, f/2,2, AFNein
5. Kamera:Nein
1. Frontkamera:16,0 MP, 1080p
Display-Blitz, f/2,2
16,0 MP, 1080p
Display-Blitz, f/2,0
8,0 MP, 1080p
Display-Blitz, f/2,2
2. Frontkamera:Nein
GSM:GPRS + EDGE
UMTS:HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE:Ja
↓390 ↑150 Mbit/s
Advanced
↓600 ↑150 Mbit/s
Advanced
↓300 ↑150 Mbit/s
5G:Nein
WLAN:802.11 a/b/g/n/ac
Wi-Fi Direct
802.11 b/g/n
Wi-Fi Direct
Bluetooth:5.05.0 LE4.2 LE
Ortung:A-GPS, GLONASS, BeiDou, GalileoA-GPS, GLONASS, GalileoA-GPS, GLONASS
Weitere Standards:USB 2.0 Typ C, NFCUSB 2.0 Typ C
SIM-Karte:Nano-SIM, Dual-SIMNano-SIM Variante Nano-SIM, Dual-SIM
Akku:6.000 mAh
fest verbaut
5.000 mAh
fest verbaut
Größe (B×H×T):76,8 × 172,1 × 9,66 mm75,8 × 157,9 × 9,60 mm76,9 × 159,4 × 9,30 mm
Schutzart:–IP52–
Gewicht:221 g195 g193 g
Preis:199,99 €ab 170 €209,99 €

Motorola Moto G10 Play: So soll das neue Smartphone ausschauen

Wieder einmal ist es der Leaker Steve Hemmerstoffer, besser bekannt als @Onleaks, welcher mit Render-Bildern zu einem unveröffentlichten Smartphone aufwarten kann. Jenes Smartphone soll von Motorola kommen und auf die Modellnummer XT-2117 hören. Mit der konkreten Modellbezeichnung ist sich Hemmerstoffer unsicher, da er jedoch vom Nachfolger des Moto G9 Play ausgeht, tippt er auf die Bezeichnung „Moto G10 Play“.

Vieles ist es nicht, was die Renderbilder über das neue Smartphone verraten. Hemmerstoffer hat dennoch einige Details parat. So sollen die Abmessungen ungefähr 165,3 x 75,4 x 9,5 mm betragen. Mit Kamerabuckel sei das Smartphone rund 10,4 mm dick.

Auf der Front findet man ein 6,5 Zoll (ca. 17 cm) großes, flaches Display. Das Kinn fällt nicht zuletzt aufgrund des vermuteten unteren Preissegments nicht sonderlich klein aus. Das bisher zentrierte Waterdrop-Notch-Design fällt einem links ausgestanzten Punch-Hole zum Opfer.

Auf der Rückseite ist ein Triple-Kamera-System im quadratischen Kamerabuckel erkennbar. Genaue Informationen zu den Kameras liegen bislang jedoch nicht vor. Auf der Rückseite fehlt außerdem der Fingerabdruckscanner, jener ist nun in den Seitenrahmen gewandert. Zudem behält Motorola auch weiterhin den 3,5-mm-Kopfhöreranschluss bei.

Da das Motorola XT-2117 bereits die Zertifizierungen bei FCC und TÜV Rheinland durchlaufen hat ist zudem bekannt, dass es mit einem 4850-mAh-großen Akku ausgestattet ist. Das XT-2117 aka Moto G10 Play wird in den nächsten Wochen erwartet.

Sony plant ungewöhnliche Aktion, damit Xperia-Nutzer ihr Handy länger nutzen

Smartphone-Hersteller haben eigentlich kein zu großes Interesse daran, dass die Besitzer ihr Handy zu lange nutzen, um die Verkäufe anzutreiben. Sony will jetzt wohl einen anderen Weg einschlagen und plant deswegen eine Aktion, die genau das Gegenteil bewirken soll.

Sony tauscht Akkus von alten Xperia-Smartphones günstiger aus

Besitzer von älteren Sony-Smartphones können sich freuen. Sony plant wohl eine Aktion, bei der der Akku von älteren Geräten kostengünstig ausgetauscht wird, um die Lebensdauer des Handys zu verlängern. Oft wird die Akkulaufzeit mit der Zeit schlechter, das Handy ist an sich aber noch gut genug, um weiter verwendet werden zu können. Stimmt die Laufzeit aber nicht mehr, tendiert man dazu, sich ein neues Modell zu kaufen. Genau das will Sony zumindest in einigen Regionen verhindern – berichtet ithome. In welchen Ländern so ein Austauschprogramm gestartet werden soll, wird nicht erwähnt.

Der Preis für den rabattierten Akkutausch soll aber nur bei umgerechnet knapp 30 Euro liegen. Sony unterbietet damit viele der großen Marken wie Apple oder Samsung, wo der Akkutausch je nach Modell bei über 70 Euro liegt. Zudem will Sony Rabatte auf Reparaturen einführen. Das alles soll wohl dafür sorgen, dass ältere Xperia-Handys länger verwendet werden, bevor man sie ausmustert. Folgende Handys sollen Teil dieses Programms sein:

Sony Xperia XZ

Sony Xperia XZs

Sony Xperia XZ1

Sony Xperia XZ Premium

Sony Xperia XZ2

Sony Xperia XZ3

Mit der Zeit könnten natürlich auch neue Smartphones wie das Xperia 1, Xperia 1 II, Xperia 5 oder Xperia 5 II Teil des Programms werden. Diese sind aber noch zu neu und es gäbe keinen Grund, den Akku jetzt schon zu tauschen.

Akku-Tausch bei vielen Smartphone-Herstellern möglich

Wenn die Kapazität eures Akkus im Handy schwächer wird, gibt es meist die Möglichkeit, beim Hersteller einen neuen Akku einbauen zu lassen. Das kostet selbst bei einem Samsung Galaxy Note 20 Ultra oder iPhone 12 nur etwa 70 Euro. Es muss also nicht immer ein neues Smartphone her, wenn die Laufzeit knapp wird. Man kann auch kostengünstig nachrüsten.

Moto G 5G: Das wird das günstige 5G-Phone von Motorola

Entwickelt wurde das neue 5G-Einsteigerphone von Motorola unter dem Codenamen Kiev, nun zeichnet sich langsam ein recht komplettes Bild ab: Der günstigere und etwas abgespeckte Bruder des Moto G 5G Plus, der nun schon seit dem Sommer verfügbar ist, setzt nicht mehr auf den Premium-Midrange-Chip Snapdragon 765 sondern auf den neuen “Midrange-Gaming-5G-SoC” Snapdragon 750G von Qualcomm.

Das 6,6 Zoll Display bietet 2.400 x 1.080 Pixel Auflösung aber nur mehr 60 Hz Bildwiederholfrequenz, die Selfie-Cam ist eine Punch-Hole-Variante mit 16 Megapixel Omnivision-Sensor, der 4 Megapixel-Fotos erstellt. An der Rückseite sollten wir eine Triple-Cam auf Basis eines 48 Megapixel Samsung GM1-Sensors sehen, der mit einer 8 Megapixel Samsung S5K4H7-Telefoto-Cam sowie einem Omnivision 2 Megapixel Tiefensensor gepaart wird.

Im Inneren steckt ein großer 5.000 mAh Akku, dazu gibt es 6 GB RAM und 128 GB erweiterbarer Speicher, NFC wird unterstützt. Ebenfalls nicht uninteressant: Laut bisherigen Leaks hat Motorola dem Moto G 5G einen dedizierten Google Assistant-Button gespendet. Insgesamt vier Modellnummern sind bis dato bekannt: XT2113-1, XT2113-2, XT2113-3, XT2113-5. Das Motorola Moto G 5G wird das dritte Smartphone mit dem neuen Snapdragon-Chip, die anderen beiden Kandidaten sind das Samsung Galaxy A42 und das Xiaomi Mi 10T Lite. Zu Launchtermin und Kosten liegen noch keine Infos vor.

Oppo Reno4 Pro im Test: Schlankes 5G-Smartphone mit Kameraqualitäten

Egal ob im 200 Euro günstigen A52 oder im mit 500 Euro etwas teureren Find X2 Lite, Oppo liefert durchaus solide Smartphones mit einer guten Akkulaufzeit. Aber auch im höherpreisigen Segment ist der Hersteller, beispielsweise mit dem Find X2 Neo, unterwegs. Dort ist mit einem Preis von circa 780 Euro auch das Oppo Reno4 Pro angesiedelt, welches mit ähnlichen technischen Daten aufwartet und Nutzer mit seiner Kamera überzeugen möchte.

Gehäuse – Reno4 Pro mit eigens entwickelter Farbe

Oppo spendiert dem Reno4 Pro einen Rahmen aus Metall und eine Rückseite aus Glas mit matter Oberfläche. Die Verarbeitung ist hochwertig und neben den beiden Standardfarben “Galactic Blue” und “Space Black” bietet der Hersteller auch die nach eigener Aussage exklusive und mit Pantone entwickelte Farbe “Green Glitter” an. Das Display wir zudem von Corning Gorilla Glas 5 geschützt. Mit einem Gewicht von 172 Gramm ist es zudem vergleichsweise leicht und durch die schmalen Bildschirmränder fällt es genauso schlank aus wie andere moderne Smartphones.

Ausstattung – Kein Klinkenanschluss im Oppo-Smartphone

Nutzer müssen beim Reno4 Pro auf einen microSD-Slot und einen Klinkenanschluss verzichten. Dafür unterstützt das Telefon zwei NanoSIM-Karten, von denen nur die SIM 1 auch im 5G-Netz funken darf. VoLTE und VoWLAN werden ebenfalls unterstützt. Über den USB-Typ-C-Port können Daten mit USB-2.0-Standard übertragen werden. Außerdem bietet das Oppo-Smartphone DRM Widevine L1 und erlaubt den Zugriff auf die Camera2 API mit “Level 3”.

Software – Android 10 mit ColorOS

Auf dem Reno4 Pro läuft Android 10 mit Sicherheitspatches auf dem Stand vom 5. September 2020. Als Bedienoberfläche kommt das herstellereigene ColorOS 7.2 zum Einsatz, welches sich hauptsächlich durch eigene Symbole und eine veränderte Menüstruktur von einem puren Android unterscheidet. Bereits vorinstallierte Anwendungen, wie die Videosoftware Soloop oder WPS Office, lassen sich im Einstellungsmenü problemlos entfernen.

Kommunikation und GPS – 5G-Smartphone mit WiFi 5

Das Oppo Reno4 Pro kann Mobilfunkverbindungen in GSM-, 3G-, LTE- und 5G-Netzten herstellen. Hinzu kommen NFC, Bluetooth 5.1 sowie WiFi 5, welches mit unserem Referenzrouter Netgear Nighthawk AX12 mittlere Geschwindigkeiten bei der Übertragung von Daten erreicht. Beim Datenempfang reicht der ermittelte Wert nur für den letzten Platz in unserem Testfeld aus.

Mit der App “GPS-Test” kann das Oppo Reno4 Pro seinen Standort im Freien auf bis zu vier Meter genau bestimmen. Während unserer obligatorischen Fahrradtour zeichnet das 5G-Smartphone die zurückgelegte Strecke etwas ungenauer auf als unser Referenzgerät Garmin Edge 500.

Telefonfunktionen und Sprachqualität – Gesprächsteilnehmer gut zu verstehen

Die Telefonie-App bietet den direkten Zugriff auf gespeicherte Favoriten. Über einen Button lässt sich zudem die Zifferntastatur einblenden und zwei weitere Tabs erlauben den Blick auf die Anrufliste und gespeicherte Kontakte. Im Gespräch biete das Reno4 Pro eine sehr hohe Lautstärke und überträgt Sprache klar sowie deutlich.

Kameras – Guter optischer Zoom

Oppo stattet das Reno4 Pro mit einer Dreifachkamera auf der Rückseite aus. Diese ermöglicht detaillierte Aufnahmen mit kräftigen Farben und gut voneinander abgegrenzten Inhalten. Die für Weitwinkelaufnahmen zuständige Linse nimmt Farben ebenfalls kräftig auf, zeigt aber etwas unscharfe Objektränder und weniger Details auf homogenen Oberflächen. Auch das Zoomobjektiv bringt eine leichte Unschärfe mit sich, kann aber ebenfalls mit guten Farben aufwarten. Unter schlechten Lichtbedingungen ist unser Testmotiv nur noch schemenhaft zu erkennen. Über einen Pro-Modus können Nutzer die Bildqualität in den Punkten ISO-Wert, Verschlusszeit, Weißabgleich und Helligkeit beeinflussen.

Die Frontkamera ermöglicht grundsätzlich gute Aufnahmen. Feine Strukturen und Details werden aber weniger gut voneinander abgegrenzt als dies bei der Hauptkamera der Fall ist. Ein Porträtmodus erlaubt die Anwendung von Verschönerungseffekten und sorgt für einen weichgezeichneten Hintergrund. Der Pro-Modus ist allerdings der Hauptkamera vorbehalten. Videoaufnahmen gelingen mit einer ähnlichen Qualität, wie sie unsere Testaufnahmen zeigen. Als mögliche Auflösungen stehen hierbei 720p und 1080p mit jeweils 30 oder 60 fps sowie 4K mit 30 fps zur Verfügung.

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.

Zubehör und Garantie – USB-Typ-C-Headset und Schutzhülle im Lieferumfang

Im Lieferumfang des Oppo Reno4 Pro befinden sich ein USB-Steckernetzteil mit passendem USB-Typ-C-Kabel, eine Schutzhülle aus Silikon, ein USB-Typ-C-Stereo-Headset sowie eine SIM-Needle. Der Hersteller bietet zudem allgemeines Zubehör, beispielsweise kabellose Headsets, auf der eigenen Webseite an.

Käufern gewährt Oppo einen Garantiezeitraum von 24 Monaten.

Eingabegeräte & Bedienung – Träger InScreen-Fingerprintsensor

Für die Eingabe von Texten setzt Oppo auf Googles GBoard. Der Touchscreen nimmt Eingaben dabei sehr präzise an und erlaubt auch ausgiebige Swipe-Bewegungen. Im Querformat wechselt die Tastatur in den nicht angedockten Modus.

Das Reno4 Pro besitzt außerdem einen InScreen-Fingerabdrucksensor, der in unserem Test aber eher unzuverlässig reagierte. Deutlich besser funktionierte die Gesichtserkennung, welche das Telefon zwar zuverlässig entsperrt, aber nicht direkt auf den Homescreen wechselt. Dadurch muss der Standby-Bildschirm vorher erst per Hand nach oben gewischt werden.

Display – Flüssiges Bild mit 90 Hz

Der Bildschirm des Oppo Reno4 Pro besteht aus einem 6,5 Zoll großen AMOLED-Panel und bietet eine Auflösung von 2.400 x 1.080 Bildpunkten. Die durchschnittliche Helligkeit liegt mit knapp 789 cd/m² an der Spitze unseres Testfeld und im APL50-Test werden noch höhere 1.034 cd/m² erreicht. Ohne aktivierten Umgebungslichtsensor sinkt die maximal einstellbare Leuchtkraft auf 485 cd/m². Die niedrigste einstellbare Helligkeit liegt bei 3,07 cd/m².

Während unserer Messungen flackerte der Bildschirm in einem Frequenzbereich zwischen 183,8 und 367,6 Hz.

Der Kontrast- und der Schwarzwert des verbauten AMOLED-Panels sind technologietypisch hervorragend. Bei der Farbdarstellung haben Nutzer zudem die Möglichkeit, im Einstellungsmenü verschiedenen Anpassungen vorzunehmen.

So lassen sich Bildinhalte beispielsweise wärmer oder kälter darstellen und mit den Profilen “Lebhaft” und “Mild” beeinflussen. Bei ersterem ist der Blauanteil etwas angehoben und das Bild wird stärker gesättigt, bei letzterem wirken Farben etwas blasser, es werden allerdings auch ausgeglichenere Farbanteile geboten.

Durch den hohen Helligkeitswert lässt sich das Reno4 Pro im Freien gut verwenden. Gelegentlich kommt es aber dennoch zu Spiegelungen und Reflexionen, die den Blick auf Bildinhalte stören.

Das AMOLED-Panel des Oppo-Smartphones ist sehr blickwinkelstabil. Nur aus sehr steilen Winkeln stellt sich ein leichter Grünstich ein.

Leistung – Solide Leistung im Schatten der Konkurrenz

Die Leistung des Oppo Reno4 Pro liegt auf dem zu erwartenden Niveau des verbauten Qualcomm Snapdragon 765G. Die Benchmarkergebnisse reichen meist nur für die vorletzten bzw. letzten Plätze in unserem Testfeld aus, wobei sich das Oppo-Smartphone je nach Disziplin mit dem ZTE Axon 11 5G mit der Platzierung abwechselt. Im Alltag läuft das System allerdings flüssig und Apps funktionieren reibungslos.

In den Browserbenchmarks erreicht das Reno4 Pro unterdurchschnittliche Ergebnisse und kann sich lediglich vor dem Vivo X50 Pro in unserem Testfeld platzieren. Aufgerufene Webseiten scrollen aber dennoch flüssig und Medieninhalte werde schnell geladen.

Der 256 GB fassende UFS-2.1-Speicher des Reno4 Pro bietet gute Schreib- und Leseraten, die im Mittelfeld der von uns gewählten Vergleichsgeräte liegen. Einen microSD-Kartenslot hat das Oppo-Smartphone nicht zu bieten.

Spiele – Liegt beim Spielen gut in der Hand

Aktuelle Spiele lassen sich mit dem Oppo Reno4 Pro auch auf höheren Grafikstufen flüssig ausführen. Das Smartphone liegt dabei angenehm in der Hand und die Steuerung ist über den glatten Touchscreen reibungslos möglich. Der Lagesensor reagiert in entsprechenden Titeln ebenfalls zuverlässig.

Emissionen – Mäßige Lautsprecher und niedrige Temperaturen

Temperatur

In unserem Test erwärmt sich die Oberfläche des Reno4 Pro auf bis zu 34,6 °C. Dabei fühlt sich das Oppo-Smartphone lediglich warm an und wird nie zu heiß, um beispielsweise in der Hand gehalten werden zu können.

Lautsprecher

Der Lautsprechers Reno4 Pro gibt Töne in Kombination mit dem Ohrhörer wieder. Die Lautstärke ist dabei relativ hoch und das Klangbild auf die höheren Töne ausgeprägt. Dadurch werden Sprachinhalte gut wiedergegeben, für Musik sollten aber externe Lautsprecher oder Kopfhörer bevorzugt werden.

Akkulaufzeit – Reno4 Pro zeigt gute Laufzeit

Energieaufnahme

Die Leistungsaufnahme des Reno4 Pro ist der verbauten Hardware angemessen. Im Vergleich mit der von uns gewählten Konkurrenz kann das Smartphone zudem als sparsam bezeichnet werden. Damit einher geht allerdings auch eine recht aggressive Voreinstellung im Bezug auf das Beenden von Anwendungen, die im Hintergrund laufen.

Das mitgelieferte USB-Steckernetzteil bietet eine Ausgangsleistung von bis zu 65 Watt und ist damit ausreichend hoch dimensioniert.

Akkulaufzeit

In unserem praxisnahen WLAN-Test erreicht das Oppo Reno4 Pro eine Laufzeit von fast 16 Stunden. Damit kommt es mit seinem 4.000 mAh starken Akku an die Leistung des OnePlus 8T heran, welches allerdings mit 4.500 mAh eine etwas größere Akkukapazität besitzt.

Das mitgelieferte Schnellladegerät kann den Akku des Reno4 Pro in etwas mehr als einer halben Stunde vollständig aufladen.

Fazit – Oppo Reno4 Pro reiht sich in das 5G-Segment ein

Das Oppo Reno4 Pro ist ein modernes und schlankes Smartphone. Die Kameraleistung ist gut und auch die Systemperformance lässt nichts zu wünschen übrig. Sehr positiv fällt die lange Laufzeit des Akkus auf. Selbiger lässt sich zudem in nur etwas mehr als einer halben Stunde vollständig aufladen. Bei der Datenübertragung punktet das Telefon zudem mit LTE und 5G, kann sich dafür aber im WLAN nicht von der Konkurrenz abheben. Der interne Speicher fällt mit 256 GB zudem recht groß aus, durch den Verzicht auf einen microSD-Kartenleser bietet sich Nutzern hier aber keine Erweiterungsmöglichkeit.

Oppo liefert mit dem Reno4 Pro ein gutes 5G-Smartphone ab, dessen Energiesparmanagement aber einige Eigenheiten mit sich bringt.

Ein weiterer Punkt, den es zu beachten gilt, ist das aggressive Energiesparmanagement. Anwendungen im Hintergrund werden standardmäßig beendet, was bei einigen Anwendungsfällen durchaus unerwünscht sein kann. In unserem Fall mussten wir lange herumprobieren, ehe eine App, die den Bildschirm dauerhaft aktiviert, zum Laufen gebracht werden konnte. Ähnliches ist beispielsweise auch bei GPS- oder Fitnesstracking-Anwendungen zu erwarten, wobei hier evtl. bereits das Deaktivieren der Energiespareinstellung für die jeweilige Anwendung ausreicht.

Oneplus bringt neue Mittelklasse-Smartphones ab 200 Euro

Das Oneplus Nord N10 5G und N100 verwenden Qualcomm-SoCs der Mittelklasse, große Akkus und Mehrfachkamerasysteme. Besonders das N10 mit seiner 5G-Unterstützung klingt interessant.

Mit dem Nord N10 5G und Nord N100 hat Oneplus sein Portfolio an preiswerteren Smartphones erweitert. Beide Geräte richten sich noch stärker als das ursprüngliche Oneplus Nord an Nutzer, die nicht allzu viel Geld für ein Smartphone ausgeben wollen – ein Markt, den Oneplus bis zum Start der Nord-Reihe weitgehend vernachlässigt hatte.

Das Nord N10 5G ist von beiden neuen Modellen das besser ausgestattete: Es hat einen 6,49 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixeln, der eine Bildrate von 90 Hz für eine flüssige Darstellung unterstützt. Im Inneren des Smartphones steckt Qualcomms Snapdragon 690, das Nord N10 unterstützt 5G.

Der Arbeitsspeicher ist 6 GByte groß, der eingebaute Flash-Speicher 128 GByte. Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist eingebaut. Auf der Rückseite hat das Nord N10 5G eine Vierfachkamera, die aus einer Weitwinkelkamera mit 64 Megapixeln, einer Superweitwinkelkamera mit 8 Megapixeln, einer Makrokamera mit 2 Megapixeln und einem Monochrom-Sensor besteht. Der Akku hat eine Nennladung von 4.300 mAh und lässt sich mit einem 30-Watt-Netzteil schnellladen.

Nord N100 ohne hohe Bildrate

Das Nord N100 hat ein 6,52 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1.600 x 720 Pixeln. Eine höhere Bildrate als 60 Hz wird nicht unterstützt. Im Inneren steckt Qualcomms Snapdragon 460, ein SoC aus dem unteren Mittelklassebereich. Der Arbeitsspeicher ist 4 GByte groß, der Flash-Speicher 64 GByte. Auch das Nord N100 hat einen Speicherkartensteckplatz.

Auf der Rückseite ist eine Dreifachkamera eingebaut, deren Hauptkamera 13 Megapixel hat. Dazu gibt es eine Makrokamera mit 2 Megapixeln und einen Tiefensensor. Der Akku hat eine Nennladung von 5.000 mAh und lässt sich mit 18 Watt laden.

Beide neuen Nord-Modelle werden mit dem auf Android 10 basierenden Oxygen OS 10.5 ausgeliefert. Das Oneplus Nord N10 5G kostet 350 Euro, das Nord N100 ist für 200 Euro zu haben.

OnePlus 8T im Test: 600 Euro sind hier gut angelegt

OnePlus hält am halbjährlichen Rhythmus fest und bringt mit dem OnePlus 8T eine Neuauflage des im Frühjahr vorgestellten OnePlus 8 auf den Markt. Eine Neuauflage des OnePlus 8 Pro als OnePlus 8T Pro gibt es diesmal nicht, das hatte das Unternehmen schon im Vorfeld der Ankündigung des Smartphones bestätigt.

Das OnePlus 8T bringt in puncto Hardware abgesehen von einer neuen Ladetechnik eher kleine Veränderungen mit, die zum einen das Design vor allem hinsichtlich der Kamera und den Akku mit etwas größerer Kapazität betreffen. Auch beim Display hat OnePlus nachgebessert und kalibriert es nun bereits ab Werk genauer. Vollständig neu ist hingegen das beschleunigte Aufladen mit Warp Charge 65 und damit bis zu 65 Watt.

Die größeren Veränderungen betreffen ebenso die Software, da das OnePlus 8T das erste Smartphone des Unternehmens ist, das direkt ab Werk mit OxygenOS 11 auf Basis des neuen Android 11 ausgeliefert wird. Seit kurzem steht das Update auch für OnePlus 8 und OnePlus 8 Pro zur Verfügung, bevor im Dezember OnePlus 7, OnePlus 7 Pro, OnePlus 7T und OnePlus 7T Pro an der Reihe sind. Ältere Geräte bis zurück zum OnePlus 6 will der Konzern im Anschluss mit Aktualisierungen versorgen.

Preis und Verfügbarkeit

Nach vielen Jahren der Preissteigerungen dreht OnePlus die entsprechende Stellschraube das erste Mal wieder in die entgegengesetzte Richtung. Kostete das Basismodell des OnePlus 8 im Frühjahr noch 699 Euro, ist das OnePlus 8T mit 599 Euro wieder beim Preis des OnePlus 7T angekommen. Wer mehr RAM oder Nutzerspeicher benötigt, kann zu einer teureren Variante mit 12 GB/256 GB für 699 Euro greifen.

Das OnePlus 8T kann seit der Vorstellung am 14. Oktober über die Website des Unternehmens vorbestellt werden und soll am 20. Oktober in den regulären Verkauf starten. Zur Auswahl stehen die Farben „Aquamarine Green“ (Testgerät) und „Lunar Silver“, wobei letztere matt ausgeführt ist und nur mit 8 GB/128 GB angeboten wird. Für „Aquamarine Green“ stehen hingegen beide Speicherkonfigurationen zur Auswahl.

OnePlus versetzt die Kamera

Die größte Veränderung am Design des OnePlus 8T ist die Neupositionierung des Kameramoduls mit insgesamt vier Linsen. Anstatt die Kameras zentral und untereinander zu positionieren, setzt OnePlus dieses Mal auf ein oben links platziertes Rechteck, das alle Sensoren und den Dual-LED-Blitz aufnimmt. Wie der Hersteller erklärt, schaffe diese Neupositionierung mehr Platz zentral im Gehäuse und ermögliche eine optimierte Konstruktion für Kühlung und Mobilfunkantennen. Ansprechend sieht das OnePlus 8T auch mit dieser Veränderung aus, wenngleich es an Symmetrie verliert und nun mehr dem Design manches Konkurrenz-Smartphones gleicht.

Für das OnePlus 8T spricht ganz abgesehen von dieser Veränderung wieder die durchweg hohe Qualität der Verarbeitung einzelner Bauteile. Tasten sitzen ak­ku­rat im Gehäuse, es gibt keinen Spielraum oder unansehnliche Spaltmaße, die negativ in Erscheinung treten. Auch im Bereich der unteren USB-Typ-C-Buchse oder des Lautsprechers punktet das Smartphone mit sauber ausgefrästen Aussparungen. Darüber hinaus integriert OnePlus mit dem „Alert Slider“ auf der rechten Seite wieder ein cleveres Detail, das einen schnellen Wechsel zwischen den verschiedenen Lautstärkemodi wie Klingelton, nur Vibration oder komplett stumm erlaubt.

IP68 hat nur das Flaggschiff

Nichts hat sich hingegen an der Front des Staub- und Wasserschutzes getan, da die IP68-Zertifizierung weiterhin ein exklusives Merkmal der Pro-Modelle bleibt. Zwar ist auch das OnePlus 8T erneut mit den dafür benötigten Abdichtungen ausgerüstet, die offizielle IP-Zertifizierung fehlt aber. Ein paar Wasserspritzer hier und da sowie der eine oder andere Regentropfen sollen dem Gerät aber keinen Schaden zuführen können.

Ebenfalls Pro-exklusiv, aber für manchen Anwender potenziell sogar Vor- statt Nachteil, ist das nicht zum Rand gebogene Display. Das OnePlus 8T kommt stattdessen wieder mit einem sogenannten 2,5D-Glas, also einem Bildschirm, der wie ein zu volles Wasserglas überzulaufen scheint. Eine echte Krümmung zum Rand hin gibt es aber nicht, Wischgesten in Android können so dennoch einfacher durchgeführt werden.

OLED-Display mit 120 statt 90 Hz

Das AMOLED-Panel hat mit 6,55 Zoll dieselben Abmessungen wie die letzten Jahre, kommt erneut mit 1.080 × 2.400 Pixeln und bietet auch wieder eine erhöhte Bildwiederholfrequenz – nun aber mit 120 statt 90 Hz, die sich auf Wunsch auf 60 Hz reduzieren lassen, um je nach App etwas längere Akkulaufzeiten zu realisieren. Notwendig, um mit dem Smartphone einen vollen Tag zu meistern, ist dieses 60-Hz-Downgrade aber nicht.

Auf technischer Seite bietet das Display ein paar Neuerungen. Zum Beispiel setzt nun auch das günstigere Smartphone im OnePlus-Portfolio auf eine sogenannte „Chip-on-Panel-Bauweise“ (COP), bei der die Komponenten zur Ansteuerung des Bildschirms, die im unteren Bereich mit dem Panel verbunden sind, gefaltet hinter dem Display verstaut werden. Diese Methode war im Smartphone-Segment mit dem iPhone X eingeführt worden und führt nun auch bei OnePlus dazu, dass das „Kinn“ unterhalb des Bildschirms kleiner ausfällt, wenngleich noch keine vollständige Symmetrie zum oberen Bereich hergestellt wurde.

Bildschirm ist besser ab Werk kalibriert

Darüber hinaus führt der Hersteller eine bessere Kalibrierung nach DCI-P3 direkt ab Werk durch. Den primär für Filme im Heimkino entwickelten Standard erfüllt das OnePlus 8T zu 100 Prozent und kommt mit einem Weißpunkt von 6.900 Kelvin auf ein deutlich natürlicheres Weiß als frühere Geräte. Der Kontrast geht aufgrund der AMOLED-Technik gegen unendlich, für die Helligkeit gibt OnePlus punktuell bis zu 1.100 cd/m² in der Spitze an. ComputerBase kann mit dem eigenen Kolorimeter minimal einen Weißanteil von 10 Prozent messen, wo mit Werten von über 850 cd/m² etwas schlechtere Resultate als die Herstellerangabe erreicht werden. Mit über 750 cd/m² bei 100 Prozent „Average Picture Level“ schneidet das OnePlus 8T aber deutlich besser ab als das OnePlus 7T vor einem Jahr und kommt dem OnePlus 8 Pro gefährlich nahe.

Außerdem will OnePlus den Energieverbrauch des Panels reduziert haben, was sich allerdings nur eingeschränkt überprüfen lässt. Zutreffend ist hingegen, dass das OnePlus 8T durchaus sehr lange Akkulaufzeiten etwa beim Streaming erreicht.

OxygenOS 11 mit Always-on-Display

Völlig neu, allerdings mehr auf die Software bezogen als durch Veränderungen an der Hardware umgesetzt, ist die mit OxygenOS 11 eingeführte Unterstützung für ein echtes Always-on-Display (AOD), das sich vielfältig vom Anwender gestalten lässt. Das AOD lässt sich mit elf Zifferblättern gestalten und stellt unter anderem Zeit und Datum, Benachrichtigungen aus verschiedenen Messengern, den aktuellen Akkustatus oder auch einfach nur einen Bildschirmschoner dar. Darüber hinaus stellt OnePlus drei speziell designte Zifferblätter zur Verfügung, die kreative Besonderheiten aufweisen.

Den Anfang dieser speziellen AODs macht das „Insight AOD“, das von der in New York ansässigen Parsons School of Design entworfen wurde und sich um das Thema digitales Wohlbefinden dreht. Indem die Anzahl der Entsperrungen des Smartphones angezeigt wird, soll der Nutzer dazu verleitet werden, eben dies weniger häufig zu tun und stattdessen mehr Zeit im „echten Leben“ zu verbringen. „Insight AOD“ zeigt zudem den aktuellen Sonnenstand auf einer vertikal verlaufenden Linie an und positioniert darauf die aktuelle Uhrzeit. Bei „Canvas AOD“ werden hingegen Porträtaufnahmen aus der Galerie ausgewählt, die dann als simpler Sketch auf dem Sperrbildschirm landen. Beim Entsperren des Smartphones wird ein sanfter Übergang zum echten Bild als Hintergrund durchgeführt. Darüber hinaus kann mit „Bitmoji AOD“ ein in Kooperation mit Snapchat entwickeltes, personalisiertes 3D-Emoji auf dem AOD angezeigt werden.

OnePlus stattet das neue Smartphone mit einem vom OnePlus 8 bekannten Prozessor aus: dem Qualcomm Snapdragon 865 aus weiterhin moderner 7-nm-Fertigung. Auf einen Wechsel zum etwas schnelleren Snapdragon 865 Plus hat der Hersteller verzichtet, obwohl OnePlus eigentlich zur ersten Riege bei der Adaption neuer Prozessoren von Qualcomm zählt. Beim OnePlus 8T, das eben nicht das neue Spitzenmodell des Konzerns ist, spielt aber auch der Preis eine wichtige Rolle, der unterhalb dem des Vorgängers liegen sollte, weshalb am Prozessor keine Veränderungen vorgenommen wurden.

Im erwarteten Rahmen fallen deshalb die Benchmark-Ergebnisse aus, wenngleich das OnePlus 8T mit dem neuen OxygenOS 11 auf Basis von Android 11 nicht ganz an die Werte eines OnePlus 8 Pro mit älterem OxygenOS 10 herankommt. ComputerBase hat das Smartphone mit OxygenOS 11.KB05BA getestet, das noch nicht die finale Software zur Auslieferung darstellt. Zu den teils schlechteren Ergebnissen sei auch gesagt, dass das OnePlus 8 Pro mit etwas schnellerem LPDDR5-RAM ausgestattet ist. Ein Direktvergleich mit dem normalen OnePlus 8 ist mangels Testgerät nicht möglich, das ältere OnePlus 7T wird aber klar geschlagen.

Die Bestückung von Arbeits- und Nutzerspeicher fällt vollkommen identisch zum OnePlus 8 aus. Das Basismodell bietet 8 GB LPDDR4X, die teurere Variante 12 GB desselben Typs. Der etwas neuere LPDDR5 bleibt ein weiterer exklusiver Baustein des teureren OnePlus 8 Pro. Schon beim OnePlus 8 hatte es diese Unterscheidung gegeben. Der Snapdragon 865 bietet grundsätzlich beide Speicherinterfaces, sodass Smartphone-Hersteller selbst entscheiden können, welche Generation sie verbauen möchten. Mit der RAM-Erweiterung auf 12 GB geht stets ein größerer Nutzerspeicher mit 256 statt 128 GB einher, der in beiden Geräten auf schnellem UFS 3.1 basiert.

Erfreulicherweise hat die Preisreduzierung nicht zu Sparmaßnahmen am UFS 3.1 geführt, da auch das OnePlus 8T mit die schnellsten sequentiellen Lese- und Schreibraten unter den aktuellen Android-Smartphones liefert. Rund 1,7 GB/s beim Lesen und 740 MB/s beim Schreiben stehen dem OnePlus 8 Pro sowie anderen High-End-Smartphones aus deutlich höherer Preisklasse in nichts nach. OnePlus-typisch lässt sich der Speicher nicht erweitern, jedoch sind 128 GB ein solider Einstieg und 256 GB stehen für 100 Euro Aufpreis zur Wahl.

Snapdragon 865 bremst nicht

Obwohl die Hardware identisch zur letzten Generation ist, hat sich OnePlus des Kühlsystems angenommen und verbaut nun eine größere Verdampfungskammer („Vapor Chamber“) mit einer Graphitbeschichtung auf mehreren Bauteilen von Kühlung und Hardware-Komponenten, um die Wärme besser abtransportieren und in der Fläche verteilen zu können. Das ist neben dem etwas größeren Akku einer der Punkte, warum das Kameramodul nicht mehr zentral, sondern oben links im Gehäuse sitzt.

Probleme mit der Kühlung hatten aber auch schon frühere Generationen von OnePlus-Smartphones nicht, sodass es beim OnePlus 8T nicht verwundert, dass in aufwendigen GPU-Benchmarks, die dauerhaftes Spielen simulieren, kein Leistungseinbruch festzustellen ist. Das OnePlus 8T hält im GFXBench Manhattan 3.1 mit der Offscreen-Auflösung 1080p dauerhaft 88 FPS und landet damit auf demselben Niveau wie zuletzt das OnePlus 8 Pro. Smartphones mit Snapdragon 865 haben in diesem Test generell selten Schwierigkeiten. Insofern sind OnePlus’ Anpassungen am Kühlsystem zwar zu begrüßen, einen messbaren Unterschied machen sie im Test aber nicht.

Akkulaufzeiten mit größeren 4.500 mAh

Der zeigt sich stattdessen eher beim Akku, wo OnePlus gegenüber dem OnePlus 8 zwar nur um 200 mAh, gegenüber dem OnePlus 7T aber gleich um 700 mAh nachgelegt hat. Genau genommen ist im OnePlus 8T aber kein einzelner Akku mit 4.500 mAh verbaut, sondern zwei Zellen mit jeweils halber Kapazität werden mit dem neuen 65-Watt-Ladesystem „Warp Charge 65“ druckbetankt – mehr dazu am Ende der Seite.

Der abseits des OnePlus 8 Pro mit 4.510 mAh bisher größte Akku in einem OnePlus-Smartphone führt zu spürbar längeren Laufzeiten in den Benchmarks und im Alltag, die je nach Einsatzzweck gut bis sehr gut ausfallen. Standardmäßig läuft das OLED-Panel mit 120 Hz. Wird es auf 60 Hz reduziert, sind noch etwas längere Laufzeiten möglich. Der PCMark profitiert von dieser Maßnahme mit 13 Prozent, das YouTube-Streaming mit 7 Prozent längeren Laufzeiten.

Neue Ladetechnik Warp Charge 65

Warp Charge 65 mit bis zu 65 Watt kennt man unter anderem Namen bereits von Oppo, das ebenfalls zum chinesischen BBK-Konzern gehört. OnePlus nutzt zwei Akkuzellen à 2.250 mAh, die mit jeweils 32,5 Watt geladen werden, um so das vollständige Laden innerhalb von 39 Minuten zu ermöglichen. Das neue Ladegerät liegt dem Smartphone bei und kommt erstmals mit USB-Typ-C-Buchse statt USB Typ A.

Angepasst hat OnePlus die Kamera nicht nur bei der Position, sondern auch bei den Linsen mit nun vier an der Zahl, wobei sich nur drei davon über die Kamera-App ansprechen lassen und ohnehin nur zwei der vier Linsen Relevanz im Alltag haben. Die Hauptkamera entspricht der des OnePlus 8, arbeitet nun aber mit f/1.7-Blende.

In puncto Qualität der Hauptkamera hat sich OnePlus über die letzten Jahre stetig nach oben entwickelt, nachdem die Kameras in den ersten OnePlus-Generationen tendenziell eher ein Schwachpunkt waren. Inspiration für die Bildabstimmung scheint OnePlus bei Samsung bekommen zu haben, denn auch das OnePlus 8T tendiert zu etwas zu kräftigen Farben und einer etwas zu starken Aufhellung des Bildes durch einen zu starken Kontrast. Das sieht zwar dramatisch aus und lässt sich gut auf Social Media teilen, kommt aber nicht an die realistische Abbildung etwa des neuen Pixel 5 (Test) heran. Außerdem verliert OnePlus durch die Kontrastanhebung gleichzeitig in den hellen und dunklen Bildbereichen an Details. Ein gutes Beispiel dafür ist bei Bild 61 in der Galerie zu finden. Den Pflastersteinen im Vordergrund und den Plakaten am Berliner Dom im Hintergrund mangelt es an Details, weil das Bild dort zu hell ist. Gleichzeitig ist aber weniger im Bereich der Reifen des Ferraris zu erkennen, weil der starke Kontrast dazu führt, dass das Schwarz Details verschluckt.

Davon abgesehen liefert die Hauptkamera am Tag solide, wenngleich nicht überragende Aufnahmen, die mit einem guten automatischen Weißabgleich und einem schnellen Autofokus punkten. Wird auf den Auslöser gedrückt, ist das Bild ohne Verzögerung im Kasten.

Bildvergleich mit Pixel 5, Apple, Samsung und Huawei

OnePlus 8T im Test – Kamera (Tag)

Für das Ultraweitwinkelobjektiv hat OnePlus die Optik dahingehend überarbeitet, dass mit 123 statt 116 Grad ein größerer Winkel erfasst wird. Damit setzt sich OnePlus vor allem von Google und Huawei ab, deren Ultraweitwinkelobjektive weniger vom Motiv erfassen. Das OnePlus 8T übertrifft sogar das Galaxy Note 20 Ultra und das iPhone 11 Pro Max, die mit jeweils 120 Grad arbeiten. Die Aufnahmen mit dem Ultraweitwinkelobjektiv fallen allgemein etwas weicher aus, was aber mit einer Optik dieses Formats kaum zu vermeiden ist – vor allem am Bildrand. Das OnePlus 8T schlägt das iPhone 11 Pro Max in diesem Punkt knapp, an das Galaxy Note 20 Ultra kommt es aber nicht heran. Google liefert mit die besten Ergebnisse, bietet aber einen sichtbar kleineren Erfassungswinkel.

Nachtmodus wird nicht benötigt

Bei Nachtaufnahmen schneidet das Ultraweitwinkelobjektiv von OnePlus vergleichsweise gut ab, wobei unter diesen Bedingungen möglichst immer mit der Hauptkamera fotografiert werden sollte. OnePlus schlägt das iPhone deutlich und das Galaxy Note 20 Ultra leicht, während Pixel 5 und vor allem das Huawei P40 Pro mit dem Ultraweitwinkelobjektiv bei Nacht die besten Ergebnisse liefern. Die bessere Qualität erkauft man sich bei Google und Huawei auch hier über den engeren Erfassungswinkel.

OnePlus 8T im Test – Kamera (Nacht)

Der Hauptkamera kommt bei Nacht jedoch eine deutlich wichtigere Rolle zu und man merkt, dass hier ein größerer Teil der Entwicklungszeit hineingeflossen ist. Das OnePlus 8T schießt selbst ohne den Nachtmodus, der ohnehin nur zu kleineren Veränderungen führt, solide Aufnahmen bei Nacht, die zwar ein wenig das schon fast übertriebene Leuchten eines Pixel 5 vermissen lassen, aber ansonsten durch die Bank mit klarer Darstellung, guter Farbabbildung und wenig Bildrauschen überzeugen. Das OnePlus 8T schneidet durchaus gleichwertig zur teils teureren Konkurrenz ab, was man vor ein paar Generationen in dieser Disziplin noch nicht von OnePlus hätte behaupten können. Den Nachtmodus hätte sich der Hersteller im Prinzip aber sparen können, da er nur in Nuancen etwa beim ansonsten sehr dunklen Himmel für eine leichte Aufhellung sorgt. OnePlus’ normaler Automatikmodus ist bei Nacht die meiste Zeit über völlig ausreichend.

Makro-Aufnahmen und Schwarz-Weiß-Modus

Die dritte Kamera ist für Makro-Aufnahmen aus einer minimalen Distanz von 3 cm ausgelegt und arbeitet mit 5 Megapixeln. In die Kamera-App hat sich allerdings ein Fehler eingeschlichen, denn dort wird empfohlen, die Makrokamera für die beste Qualität aus 30 bis 45 cm Entfernung zu nutzen. Das führt ohne einen Autofokus aber unweigerlich zu völlig verschwommenen Aufnahmen, wie auf Anhieb im Sucher erkennbar ist. Vermutlich meinte OnePlus eine Distanz von 3 bis 4,5 cm, die dann auch zu den erhofften Ergebnissen führt.

Es stellt sich aber die Frage, ob es die Makrolinse tatsächlich braucht oder ob nicht ähnliche Ergebnisse auch mit einem Zuschnitt der Hauptkamera erreicht werden. Mit 5 statt der üblicherweise 2 Megapixel liefert das OnePlus 8T immerhin eine brauchbare Qualität. Im Direktvergleich zur Hauptkamera mit Zuschnitt lassen sich in der Tat etwas mehr Details einfangen, aber auch nur, weil die Hauptkamera erneut zu stark aufhellt. Die Makrokamera hat zudem mit chromatischer Aberration zu kämpfen.

Die Schwarz-Weiß-Kamera, die genau genommen gar keine eigene Kamera ist, sondern nur ein Sensor mit 2 Megapixeln, dient als zusätzliche Informationsquelle der Hauptkamera. Aber auch hier stellt sich das Gefühl ein, dass OnePlus unbedingt mit vier Kameras werben wollte. Der Schwarz-Weiß-Modus ist als letzter von 14 Filtern in einem Untermenü zu finden, sodass er im Alltag kaum von Relevanz ist und nur selten verwendet werden dürfte. Wird der Sensor während einer Schwarz-Weiß-Aufnahme mit dem Finger abgedeckt, bleibt das Bild im Sucher zwar weiterhin vollständig sichtbar, es erscheint aber ein entsprechender Hinweis und der Sucher wechselt wieder zur Farbansicht. Die vierte „Kamera“ ist mehr Spielerei als sinnvoll im Alltag und lässt sich ohne Probleme durch eine Schwarz-Weiß-Konvertierung etwa in Google Fotos ersetzen.

Das OnePlus 8T ist vor allem aufgrund des reduzierten Preises wieder ein gelungenes Gesamtpaket geworden, das sich ebenso wie zuletzt das Pixel 5 eine Kaufempfehlung verdient hat. Diese gilt aber für das Basismodell mit 8 GB/128 GB, da hier das Preis-Leistungs-Verhältnis besser als bei der getesteten Variante mit 12 GB/256 GB ausfällt.

Obwohl das OnePlus 8T ebenfalls rund 600 Euro kostet und damit in einer Liga mit dem Pixel 5 zu spielen scheint, setzt es ganz andere Prioritäten und spricht eine andere Zielgruppe an. Das Smartphone ist vor allem von den Abmessungen her viel größer. Beim OnePlus 8T stehen außerdem mehr das schnelle 120-Hz-Display und der Snapdragon 865 im Fokus. In beiden Bereichen liefert OnePlus sehr gute Ergebnisse ab, die für ein sehr schnelles Bediengefühl sorgen und das Smartphone für künftige Updates wappnen. Mit OxygenOS 11 auf Basis von Android 11 ist das Gerät direkt ab Werk gut aufgestellt und erhält dank Update-Garantie in jedem Fall noch Android 12 und Android 13 plus ein zusätzliches Jahr Sicherheits-Updates. Pixel-5-Besitzer sind hingegen bis Android 14 abgesichert.

Von der reinen Leistung abgesehen, sammelt das OnePlus 8T mit einer guten, aber nicht überragenden Hauptkamera bei Tag und Nacht Pluspunkte, auch das erweiterte Ultraweitwinkelobjektiv mit größerem Erfassungswinkel weiß zu gefallen. Mit diesen beiden Kameras wäre das Gerät völlig ausreichend aufgestellt, stattdessen musste OnePlus aber zwei weitere integrieren, um in jedem Fall auf vier zu kommen, die im Alltag aber eine deutlich untergeordnete bis fast schon überflüssige Rolle spielen.

Vorteile des OnePlus 8T Großes Display mit 120 Hz

Schnellster Qualcomm-Chip

Neue Ladetechnik mit 65 Watt

Vorteile des Pixel 5 Kompakte Abmessungen

Sehr gute Kamera

Stock-Android mit 3 Jahren Updates

Da gefällt es umso mehr, dass OnePlus einen etwas größeren Akku mit langen Laufzeiten verbaut hat, der sich dank Warp Charge 65 in Windeseile laden lässt. Das typische Laden über Nacht wird damit ad acta gelegt, da ein kurzer Sprint am Netzteil bereits für die Nutzung eines ganzen Tages ausreichen kann. Dass kabelloses Laden auch diesmal nicht dabei ist, kann als Tribut an das Pro-Modell gesehen werden, zu dem OnePlus einen gewissen Abstand wahren und einen Kaufgrund aufrechterhalten will. Selbiges gilt für die IP68-Zertifizierung des ansonsten wieder mal sehr gut verarbeiteten Gehäuses.

Abschließend bewertet stellt das OnePlus 8T ein ebenso gutes Gesamtpaket wie das Pixel 5 dar, nur eben mit Prioritäten in anderen Bereichen und für eine andere Zielgruppe, die große Smartphones, ein schnelleres 120-Hz-Display und den neuesten Prozessor bevorzugt. Mit 8 GB/128 GB ist das Preis-Leistungs-Verhältnis jedoch stimmiger als in der getesteten Version mit 12 GB/256 GB. Das Basismodell kann in die engere Wahl beim Kauf eines neuen Smartphones genommen werden.

Das Motorola Moto G9 Plus hat ein Identifikation-Problem

Das Motorola Moto G9 Plus startet in Deutschland zu einem günstigen Anschaffungspreis von rund 270 Euro. Für diesen Preis erhalten Käufer des Moto-Handys ein 6,8 Zoll großes 60-Hz-LC-Display, welches mit FHD+ auflöst und einen Snapdragon 730G, dem 4 GB RAM und 128 GB interner Speicher zur Seite stehen. 

Allerdings fehlen dem Moto-Handy Ausstattungsmerkmale, die es von der Mittelklasse-Konkurrenz absetzt. Der verbaute Akku besitzt eine relativ groß bemessene Kapazität von 5.000mAh, wobei dies mittlerweile kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist, der sich zudem schnell laden lässt. Mit der „TurboPower”-Aufladetechnik wird mittels 30-Watt-Schnellladefunktion der Energiespeicher in etwa 60 Minuten wieder vollständig aufgeladen, was in dieser Preisklasse ein Plus-Punkt ist. 

Ob das ausreichend ist um sich gegen andere günstige Mittelklasse-Handys mit einer hohen Bildwiederholungsfrequenzen (u.a. Poco X3 NFC) oder mit OLED-Panels (u.a. Samsung Galaxy M51) durchzusetzen, darf zumindest bezweifelt werden. Denn gerade in puncto Display besitzt das G9 Plus deutliche Defizite. Die von uns gemessene maximale Helligkeit bei einem reinweißen Bildschirmhintergrund liegt nur bei 390 cd/m², die im Alltag wohl relevantere APL50-Helligkeit beträgt nur 361 cd/m². Zudem besitzt das 60-Hz-Panel des Moto G9 Plus eine ungleichmäßige Beleuchtung, insbesondere am unteren Displayrand, und eine leichte Lichthofbildung bei dunklen Displayinhalten.

Sie möchten einen detaillierten Eindruck über das Moto G9 Plus gewinnen? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Testbericht zum Motorola-Smartphone.

Apple iPhone 12: Internationale Kunden werden geschröpft, ganz anders als beim Google Pixel 5

Was ist denn das da an der Seite, wird so mancher Apple-Fan fragen, wenn er mal die Gelegenheit erhält, ein US-Amerikanisches iPhone 12, egal ob iPhone 12 und iPhone 12 mini oder iPhone 12 Pro oder iPhone 12 Pro Max in die Hände zu bekommen. Tatsächlich findet sich ein deutlich sichtbarer Unterschied zwischen den iPhones aus den USA und denen im Rest der Welt, wie das Bild oben zeigt, in dem wir stellvertretend für die ganze Serie zwei Renderbildern eines iPhone 12 von den Webseiten von Apple Deutschland und Apple USA einander gegenübergestellt haben.

Dieses Fenster an der Seite ist, wie Nilay Patel von TheVerge mittlerweile bestätigen konnte, ein Ausschnitt für die mmWave 5G-Antennen, die den internationalen iPhones ja fehlen – nichts Neues, auch Samsung und Google verbauen die laut IHS Markit in der Produktion zumindest 2019 etwa 40 US-Dollar teureren mmWave-Antennen nur in den USA, was zum ersten Mal beim Samsung Galaxy S20 Ultra im Teardown aufgefallen ist, bei der iPhone 12-Serie aber auch äußerlich sehr gut erkennbar ist.

Vergleicht man die Specs von iPhone 12 in Deutschland mit denen in den USA (siehe unten), zeigen sich auch ganz deutlich Unterschiede bei Gewicht (2 Gramm) und den unterstützten 5G-Bändern. Die beiden mmWave-Bänder n260 und n261 sind nur in den USA abgedeckt, was niemanden verwundern sollte – Hersteller argumentieren durch die Bank damit, dass Netze außerhalb der USA, etwa in Europa, noch kein mmWave bieten und mmWave-Antennen demnach nicht gebraucht werden.

Google geht beim Pixel 5 den ehrlicheren Weg

Dieses Argument ist nachvollziehbar, wenngleich nicht die ganze Wahrheit, denn in Europa und Asien sind durchaus mmWave-Netze geplant, die dann mit den aktuellen 5G-Smartphones eben nicht genutzt werden können. Wer mehr als 1.000 Euro für ein aktuelles iPhone 12 Pro ausgibt und plant, es mehrere Jahre hindurch zu nutzen, bei iPhones nicht unüblich, wird diesen Nachteil dann wohl bereits spüren. Wie bei Samsung und Google bekommen US-Amerikaner also mehr Features in Sachen 5G, doch die drei Hersteller gehen unterschiedlich transparent mit der sich daraus ergebenden Preisersparnis in der Produktion um. Besonders auffällig ist der Vergleich mit Googles kürzlich gelaunchtem Pixel 5.

Auch hier bietet nur das US-Modell mmWave 5G, allerdings gibt Google das in der Produktion billigere internationale Modell auch deutlich günstiger an seine Kunden ab. Während US-Amerikaner in den USA ohne Steuern 699 US-Dollar zahlen, kostet das Pixel 5 in Deutschland bekanntlich nur 613 Euro – inklusive Steuern, was steuerbereinigt (528 Euro) eine Ersparnis von etwa 70 Euro ausmacht. Wie sieht die Situation bei Apple aus? Apple-typisch sind die Europa-Preise wie im Vorjahr prinzipiell deutlich höher als der US-Dollar-Preis, obwohl der Dollar mittlerweile etwas abgewertet hat:

Apple verlangt für das billigere iPhone 12 in Europa deutlich mehr

Vergleicht man nun allerdings die umgerechneten US-Preise mit den steuerbereinigten, die Apple in Deutschland verlangt, zeigt sich leider ein ganz anderes Bild als bei Google. Beispiel iPhone 12 mini: Kostet in den USA umgerechnet wie das Pixel 5 593 Euro, was inklusive 16 Prozent Steuer theoretisch 687 Euro wären also 100 Euro weniger als Apple in Deutschland tatsächlich verlangt. Dieser Unterschied ist nichts Neues, doch heuer sind die iPhones in den USA und in Europa eben nicht gleich, hierzulande fehlt mmWave, sprich Apple verdient bei jedem europäischen iPhone 12 mini nicht nur etwa 100 Euro zusätzlich sondern spart sich auch noch die Kosten für die mmWave-Antennen. Und das mal ganz abgesehen davon, dass in diesem Jahr auch Netzteil und Ohrhörer fehlen und die kleinere Verpackung letztlich auch weniger Transportkosten bedeutet.

Sicher – internationale Preise so direkt zu vergleichen ist immer etwas schwierig, da wir nicht wissen, was Apple sonst noch für Kosten in Europa zu tragen hat, die bei Google möglicherweise wegfallen (Google verkauft seine Pixel-Phones etwa nur in wenigen Ländern). Dennoch muss man angesichts dieser dramatischen Unterschiede zwischen US-Preis und Euro-Preis und angesichts der fehlenden mmWave-Antennen doch von einer Schröpfung internationaler Apple-Freunde sprechen. Dem Verkaufsvolumen der iPhones wird das wohl auch 2020 nicht schaden. Übrigens schafft es Apple doch bei einem Produkt, in etwa Gleichstand zwischen US-Dollar-Preis und Europreis zu bieten und zwar beim HomePod mini. Wieso geht es da plötzlich?