iPhone 13 – alle Modelle, Preise & Features

Apple hat das iPhone 13 offiziell vorgestellt! Wir haben die Modelle, alle Neuerungen und die Preise für Sie zusammengefasst.

Wie im Vorjahr hat Apple im Rahmen seines Events am 14. September wieder vier iPhone-Modelle vorgestellt: iPhone 13, 13 Mini, 13 Pro und 13 Pro Max. Generell ist alles besser geworden, insgesamt ist die neueste Generation aber eher ein kleines Update gegenüber der iPhone-12-Reihe, ein besonderes Feature erwartet Sie aber in den Pro-Versionen.

iPhone 13: Die neuen Features auf einen Blick
Nachfolgend finden Sie schnell auf einen Blick die wichtigsten Neuerungen der iPhone-13-Generation sowie eine Tabelle mit allen Spezifikationen. So sehen Sie gleich, wie sich die Modelle voneinander Unterscheiden. Im Text darunter lesen dann alle Details.

iPhone 13: Die Neuerungen im Detail
120-Hertz-Displays in den Pro-Modellen

Apple setzt bei allen Modellen wieder auf OLED-Bildschirme mit hohen Kontrasten, starken Schwarzwerten und vor allem auch knackigen Farben – so, wie Sie es von der iPhone-12-Reihe bereits kennen. Endlich aber setzt jetzt auch Apple auf eine variable Bildwiederholrate von 10 bis hoch zu 120 Hertz. In den Genuss flüssigerer Bildschirminhalte kommen Sie aber nur, wenn Sie sich für eines der beiden neuen Pro-Modelle des iPhone 13 entscheiden. Denn nur diese bieten die LTPO-Technik, die eine adaptive Bildfrequenz möglich macht. Dadurch passt das Display ganz automatisch die Wiederholrate an den Bildschirminhalt an. So kommen 120 Hertz nur dann zum Einsatz, wenn es Sinn ergibt – etwa bei Spielen oder wenn Sie schnell durch Ihre Bilder oder durch Instagram scrollen. Dadurch zerrt die hohe Frequenz nicht zu sehr an der Akkulaufzeit.

Größerer Speicher

Während das iPhone 12 und 12 Mini bei 64 GB starteten, fängt die kleinste Speichergröße der iPhone-13-Generation bei 128 GB an. Das wurde aber auch Zeit, wenn man bedenkt, dass Android-Handys mit 128 GB ausgestattet sind, die etwa nur ein Drittel eines iPhones kosten. Außerdem macht Apple nicht bei 512 GB Schluss, die Pro-Varianten können Sie tatsächlich auch mit einem 1-TB-Speicher kaufen.

Notch ist schmaler

Die Notch, also die Display-Kerbe am oberen Bildschirmrand, ist zwar nicht verschwunden, aber sie ist schmaler geworden. Denn Apple hat es geschafft, dass die Face-ID mit samt ihrer Sensoren und der Frontkamera insgesamt 20 Prozent weniger Platz benötigt, als noch davor. Sie stört also deutlich weniger, denn es ist mehr Display vorhanden.

Apple A15 Bionic

Jede neue iPhone-Generation darf sich auch über einen neuen Motor unter der Haube freuen.So arbeitet in allen iPhone-13-Versionen der neue Chip A15 Bionic, der noch einmal leistungsfähiger ist als sein Vorgänger A14 Bionic im iPhone 12. Und der war/ist schon außerordentlich stark und lässt die Mobilprozessoren der Android-Konkurrenz locker hinter sich. Er ist sogar schneller als Snapdragon 888, der in den Top-Smartphones mit Android steckt.

Der A15-Chip im iPhone 13 und 13 Mini soll mit seiner 6-Kern-CPU 50 Prozent schneller als vergleichbare CPUs und die Grafikleistung soll laut Apple mit der 4-Kern-GPU 30 Prozent besser sein. Der Chip in den beiden Pro-Modellen soll sogar dank seiner 5-Kern-GPU 50 Prozent bessere Grafik bieten als vergleichbare Konkurrenz-Chips. Dass der A15 damit tatsächlich der schneller Mobil-Chip ist, scheint klar zu sein. Doch wie stark er wirklich ist, wird unser Benchmark-Test zeigen.

Verbesserte Kamera

Zwar bleibt Apple bei einer maximalen Auflösung von 12 Megapixeln bei allen vier Modellen, allerdings vergrößert der Hersteller den Sensor bei der Haupt-Weitwinkel-Kamera, wodurch die Pixel größer werden. Heißt: Die einzelnen Pixel können mehr Bild- und Lichtinformationen aufnehmen, was positive Auswirkungen auf die Fotoqualität hat. Alle iPhone-13-Versionen bieten eine optische Bildstabilisierung mit Sensor-Verschiebung.

Insgesamt verbessert Apple die einzelnen Kameras im Detail, so beispielsweise auch bei der Ultraweitwinkel-Kamera, die laut Apple bis zu 92 Prozent bessere Fotos bei schlechtem Umgebungslicht aufnehmen soll.

Neu ist der Cinematic-Modus, mit dem Sie Videoaufnahmen hinbekommen, die an Hollywood erinnern. Hierbei arbeitet der Autofokus besonders schnell und erkennt automatisch, wenn sich eine Person von der Kamera abwendet und wechselt sofort zu dem Objekt, das fokussiert sein. Blickt die Person zurück, wechselt auch der Fokus. Auch können Sie manuell zwischen mehreren Fokuspunkten switchen.

Längere Akkulaufzeit

Wie gewohnt verrät Apple nicht, wie viel Kapazität die einzelnen Akku in den iPhone-13-Geräten besitzen. Das Unternehmen verrät lediglich, dass das iPhone 13 Mini und das 13 Pro jeweils 1,5 Stunden länger durchhalten sollen, als ihre Vorgänger. Und das iPhone 13 sowie das 13 Pro Max sollen 2,5 Stunden länger laufen. Damit würde das Pro Max die beste iPhone-Laufzeit bieten, die es bisher gab. Und das, obwohl die Display-Helligkeit höher geworden ist, der Prozessor stärker ist und die Geräte schnelleres 5G bieten. Nicht ganz unbeteiligt ist daran aber auch der A15-Chip, der noch energieeffizienter geworden ist und das System regelt den Stromverbrauch noch besser. So schaltet das Handy beispielsweise automatisch zu LTE, wenn 5G gerade nicht benötigt wird.

iPhone 13: Preise und Verfügbarkeit
Anders als im Vorjahr, kommen dieses Mal alle vier Modelle gleichzeitig auf den Markt. Ab dem 17. September 14 Uhr werden die iPhone-13-Modelle bei Apple sowie weiteren Händlern wie Amazon, Media Markt oder Saturn und Mobilfunkanbietern wie O2, Telekom und Vodafone vorbestellbar sein. Generell heißt es schnell sein, wenn Sie die iPhone-13-Modelle pünktlich zum Marktstart in den Händen halten möchten. In der folgenden Tabelle sehen Sie die verschiedenen Speichergrößen samt Preise. Ab dem 24. September sind die Geräte dann offiziell verfügbar. In der folgenden Tabelle sehen Sie die verschiedenen Speichergrößen samt Preise:

Erste Einschätzung zum iPhone 13 (Mini, Pro)
Die wesentlichen Innovationssprünge bei Smartphones sind definitiv vorbei. Das gilt auch für den Modellwechsel vom iPhone 12 auf iPhone 13. Klar, das iPhone 13 ist neuer und bringt hier und da Verbesserungen mit. Die aber sind so gering, dass Sie auch getrost zum aktuellen Modell greifen können, wie der Vergleich zwischen den beiden Generation zeigt. Wenn Sie die echten Neuerungen suchen, dann müssen Sie zu einem der beiden Pro-Modelle greifen, die immerhin ein 120-Hertz-Display mitbringen. Die Neuheiten, die wir uns für diese Generation gewünscht hätten, wie ein Fingerabdruck-Sensor unter dem Display-Glas oder eine Periskop-Kamera für besseren Zoom, werden erst im iPhone 14 erwartet. Daher empfehlen wir klar: Wer nicht unbedingt das neueste Modell haben muss, der kann auch ohne bedenken zum iPhone 12 greifen. Denn das ist mittlerweile im Preis gesunken und es gibt das Gerät in preiswerten Bundles wie unter anderem bei O2. Ansonsten lohnt sich das Warten auf das iPhone 14.

Insbesondere wenn Sie von einem älteren iPhone auf ein aktuelles Modell wechseln möchten, ist das 12er die Wahl für Schnäppchenjäger. Für wen sich das Upgrade aber lohnt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Apple zeigt das iPhone 13

Apple spendiert seinen iPhones vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft einen schnelleren Chip und bessere Kameras.

Das am Dienstag vorgestellte iPhone 13 behielt äußerlich das Design der aktuellen Generation mit eckigen Kanten. Aber die Aussparung für Kameras und Sensoren zur Gesichtserkennung am oberen Bildschirmrand wurde am 20 Prozent verkleinert.

Das iPhone ist das mit Abstand wichtigste Apple-Produkt und brachte zeitweise bis zu zwei Drittel des Geschäfts des Konzerns ein. Zuletzt sank sein Umsatzanteil aber unter 50 Prozent, unter anderem da in der Corona-Pandemie auch Mac-Computer und iPad-Tablets deutlich populärer wurden. Apple erneuert nun auch das iPad und das kleinere iPad mini.

Die Computer-Uhr Apple Watch bekommt in der am Dienstag vorgestellten neuen Generation Series 7 ein etwas größeres Display. Da der Rahmen um den Bildschirm dünner gemacht wurde, ist sie nur ein wenig größer als das Vorgänger-Modell. Mit mehr Platz lässt Apple nun zum Beispiel erstmals auf einer kleinen Tastatur auf dem Display tippen.

Vor dem Online-Event war spekuliert worden, dass Apple das Design der Computer-Uhr radikal ändern wolle. Es hieß, sie solle statt der bisher abgerundeten Ränder kantiger daherkommen. Doch während das Display tatsächlich wie zuvor berichtet größer wurde, behielt die Uhr ihre charakteristische Form.

iOS 14.8 und iPadOS 14.8 schließen Pegasus-Lücke

Apple kann endlich die Lücken in seinen Systemen schließen, die die Spyware Pegasus ausgenutzt hat.

Alles wartet auf den Startschuss für iOS 15 und iPadOS 15, den Apple heute Abend geben sollte – vermutlich nächste Woche kommt dann das nächste große Update. Aber das Unternehmen ist offenbar noch nicht fertig mit dem Patchen aktueller Systeme. Ohne Betatest oder andere externe Warnungen hat Apple iOS 14.8 und iPadOS 14.8 veröffentlicht. Ebenso adressieren Updates für macOS Big Sur, macOS Catalina und watchOS die Sicherheitslücken, die offenbar von der Spyware Pegasus ausgenutzt wurden – etwa ein halbes Jahr lang.

Apples Versionshinweise sind wie gewohnt recht zurückhaltend und besagen lediglich:

Dieses Update bietet wichtige Sicherheitsupdates und wird für alle Nutzer empfohlen.

Liest man die Support-Seite, die die Sicherheitsupdates näher erläutert, werden zwei beschrieben: Die eine ist eine Aktualisierung des CoreGraphics-Frameworks, die besagt: “Die Verarbeitung einer bösartig gestalteten PDF-Datei kann zur Ausführung von beliebigem Code führen. Apple ist ein Bericht bekannt, wonach dieses Problem aktiv ausgenutzt worden sein könnte. Die andere ist eine Aktualisierung des WebKit-Frameworks, die besagt: “Die Verarbeitung von in böser Absicht erstellten Web-Inhalten kann zur Ausführung von beliebigem Code führen. Apple ist ein Bericht bekannt, wonach dieses Problem aktiv ausgenutzt worden sein könnte”. Die New York Times berichtet, dass das Update eine Schwachstelle im Zusammenhang mit der Spyware Pegasus behebt.

Die offiziellen Sicherheitshinweise zu den einzelnen Aktualisierungen lauten wie folgt:

CoreGraphics

WebKit
So installieren Sie iOS 14.8 oder iPadOS 14.8
Um diese wichtigen Sicherheitsupdates zu erhalten, öffnen Sie einfach die App “Einstellungen” auf Ihrem iPhone oder iPad, tippen Sie auf “Allgemein”, dann auf “Softwareaktualisierung” und schließlich auf “Laden und installieren”.

Updates auch für macOS und watchOS
Die gleiche Problematik betrifft den Mac, macOS 11.6 Big Sur schließt diese Lücken. Auch für macOS 10.15 Catalina liegt ein Sicherheitsupdate vor, das dieses Problem adressiert.

Die am Montag geschlossenen Lücken hat die in Israel beheimatete Firma NSO Group für mindestens sechs Monate lang ausnutzen können, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der internationale Watchdog Citizen Lab stellte diese Behauptung gestern auf, die Apple indirekt mit dem Updatereigen bestätigte. Eine direkte Bestätigung dafür wollte aber Apple nicht geben.

Windows 11 kommt bald: Was Anwender nun wissen müssen

Nur noch wenige Wochen, dann beginnt Microsoft damit, Windows 11 auszurollen. Was Anwenderinnen und Anwender dazu nun wissen müssen.

Windows 10 ist nun schon seit rund sechs Jahren auf dem Markt. Microsoft möchte aber bereits in Kürze ein neues Betriebssystem auf den Markt bringen: Windows 11. Was kostet das Upgrade für Verbraucherinnen und Verbraucher? Und ab wann genau kann man das Ganze herunterladen? Hier Antworten auf diese und weitere Fragen.

Wann kommt Windows 11?
Microsoft hat angekündigt, dass Windows 11 ab dem 5. Oktober 2021 ausgerollt werden soll. Das bedeutet, dass ab diesem Tag PCs und Laptops, auf denen Windows 11 vorinstalliert ist, verkauft werden. Nutzerinnen und Nutzer von Windows-10-Geräten sollen dann zudem in Wellen benachrichtigt werden, dass sie auf das neue Betriebssystem upgraden können. Bis es für den einzelnen Anwender soweit ist, könnte es aber noch eine ganze Weile dauern. Laut Microsoft auch bis ins Jahr 2022.

Kann jeder auf Windows 11 upgraden?
Da ein PC oder Laptop gewisse Mindestanforderungen erfüllen muss, wird nicht jede Nutzerin oder jeder Nutzer die Möglichkeit zum Upgrade bekommen. Microsoft bietet auf seiner Homepage eine Übersicht über die notwendigen Systemanforderungen. Demnächst soll zudem eine “PC-Systemdiagnose-App” erscheinen, mit der Anwender prüfen können, ob ihr Gerät geeignet ist.

Wie viel kostet Windows 11?
Ein Upgrade auf Windows 11 wird für Nutzerinnen und Nutzer mit geeignetem Windows-10-Gerät kostenlos sein. Das neue Betriebssystem wird aber auch zusammen mit PCs und Laptops vertrieben. Voraussichtlich dürfte Windows 11 zudem zum Einzelkauf erhältlich sein.

Wie lange wird Windows 10 noch unterstützt?
Wer Windows 10 zunächst weiternutzen möchte, der muss nicht fürchten, auf ein veraltetes System zurückgreifen zu müssen. Microsoft möchte Windows nach aktuellem Stand noch bis 14. Oktober 2025 weiter unterstützen. Gleichzeitig werden Anwenderinnen und Anwender auch nicht dazu gezwungen, Windows 11 zu nutzen. Das Upgrade ist freiwillig.

Was ist neu an Windows 11?
Die auffälligste Neuerung von Windows ist ein verjüngtes und neu gestaltetes Design, das auf Schlichtheit und Benutzerfreundlichkeit setzt. Das Ganze soll laut Microsoft “ein Gefühl der Ruhe und Leichtigkeit” vermitteln. Über sogenannte Widgets sollen Nutzerinnen und Nutzer einen schnelleren Zugang zu relevanten Informationen erhalten. Fenster sollen sich einfacher anordnen lassen und auch der Microsoft Store wurde überarbeitet. Das System sei optimiert für Geschwindigkeit sowie Effizienz und biete unter anderem auch eine verbesserte Erfahrung bei der Bedienung per Touch oder Stimme, verspricht Microsoft. Hilfen für Menschen mit Behinderung sollen ebenso verbessert worden sein.

20 Jahre 9/11: So erkunden Nutzer digital das Memorial Museum

Am 11. September jähren sich die Anschläge auf das Word Trade Center zum 20. Mal. Wer nicht nach New York reisen möchte, kann das 9/11 Memorial Museum auch digital besuchen.

Fünf Jahre nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 begannen die Bauarbeiten am Ground Zero für ein Mahnmal und ein Museum. Genau zehn Jahre später, am 11. September 2011, wurde das Memorial eingeweiht, rund zweieinhalb Jahre darauf das Museum. Es beherbergt tausende von Bildern, Artefakte sowie Video- und Audio-Aufnahmen. Wer möchte, kann das Museum in einem interaktiven Video digital durchstreifen.

So besuchen Interessierte das 9/11 Memorial Museum digital
Bei dem digitalen Streifzug handelt es sich um insgesamt elf kurze Videos, an deren Ende jeweils die Entscheidung steht, zu welchem man sich fortbewegen möchte. Die Besucher betreten das Museum durch den Eingang (Entrance), von wo sie sich entweder für die Treppen (Trident Stairs) oder die Rampe (Ramp) entscheiden müssen. Dort angelangt, bahnen sich Interessierte ihren weiteren Weg, bis sie am Ende wieder zusammengeführt werden.

Die Videos begleiten eine dreiköpfige Besuchergruppe beim Museumsbesuch, auf Erzählungen aus dem Off verzichten die Macher. Stattdessen sind die Clips mit Musik unterlegt und die Kamera fängt hin und wieder Tourguides ein, die anderen Besuchergruppen Details des Museums erklären.

Das Mahnmal und das Museum erinnern an die Terroranschläge auf das World Trade Center vom 11. September 2001 sowie den Bombenanschlag vom 26. Februar 1993. In Gedenken an Letzteren existierte bereits seit 1993 ein Wasserbecken als Gedenkstätte für die sechs Todesopfer des Anschlags – am 11. September 2001 wurde auch dieses zerstört. Bei den Anschlägen kamen nach offiziellen Angaben 2.763 Personen in den Gebäuden sowie die insgesamt 157 Insassen der beiden von Terroristen gekaperten Flugzeuge ums Leben.

Gericht: Apple muss Entwicklern im App Store entgegenkommen

In den vergangenen Monaten haben Apple und der Spiele-Entwickler Epic heftig über die Rahmenbedingungen des App Stores gestritten. Nun hat ein Gericht ein Urteil gefällt, dass Apple in die Schranken weist. Der Konzern sieht das anders.

Oakland (dpa) – Im Streit über die geschäftlichen Spielregeln im Apple App Store hat der iPhone-Konzern eine rechtliche Niederlage hinnehmen müssen.

Nach einem Urteil eines Bundesgerichts in Oakland (Kalifornien) muss Apple den Entwicklern bei den Bestimmungen zur Bezahlung der Apps und Services entgegenkommen. Gegen das Urteil können Rechtsmittel eingelegt werden.

In dem Verfahren Apple gegen den Spiele-Entwickler Epic urteilte Richterin Yvonne Gonzalez Rogers, dass Apple den Entwicklern nicht verbieten könne, in ihren Apps Schaltflächen oder Links einzubauen, die Kunden auf andere Zahlungsmöglichkeiten außerhalb des Apple-eigenen In-App-Kaufsystems verweisen. Das Urteil besagt auch, dass Apple den Entwicklern nicht verbieten könne, mit Kunden über Kontaktinformationen zu kommunizieren, die die Entwickler bei der Anmeldung innerhalb der App erhalten haben.

Rogers gab einer von Epic beantragten einstweiligen Verfügung statt, verurteilte den Spielehersteller aber auch zur Zahlung von Schadenersatz an Apple in Höhe von vier Millionen Dollar. Das Gericht widersprach gleichzeitig der Auffassung von Epic, dass Apple ein kartellrechtlicher Monopolist auf dem Teilmarkt für mobile Spieltransaktionen sei. Rogers stellte jedoch fest, dass das Verhalten von Apple bei der Durchsetzung von bestimmten Beschränkungen wettbewerbswidrig sei.

Kern des Streits zwischen Entwicklern wie Epic sind die Provisionen, die Apple in seinem App Store verlangt, nämlich 15 beziehungsweise 30 Prozent des Umsatzes. Epic wollte auch das Monopol zur Installation von Apps zu Fall bringen. Das wurde aber nicht angeordnet. Bislang erlaubt Apple auf dem iPhone und iPad nur die Installation von Programmen über den App Store.

Apple interpretierte das Urteil trotz der einstweiligen Verfügung als Erfolg. “Wir sind sehr erfreut über die Entscheidung des Gerichts und betrachten dies als einen großen Sieg für Apple”, sagte Chef-Juristin Kate Adams am Freitagabend. “Diese Entscheidung bestätigt, dass Apples “Erfolg nicht illegal ist”, wie der Richter sagte”, betonte Adams in einem Gespräch mit Journalisten. Das Gericht habe nach Prüfung der Beweise bestätigt, dass Apple auf keinem relevanten Markt ein Monopolist sei und dass die Vereinbarungen mit App-Entwicklern nach dem Kartellrecht legal seien. “Lassen Sie mich das wiederholen: Das Gericht stellte fest, dass Apple weder nach dem Bundes- noch nach dem Landeskartellrecht ein Monopolist ist”, sagte Adams.

Epic-Chef Tim Sweeney kommentierte das Apple-Statement auf Twitter: “Das heutige Urteil ist weder für Entwickler noch für Verbraucher ein Gewinn. Epic kämpft für einen fairen Wettbewerb zwischen In-App-Zahlungsmethoden und App Stores für eine Milliarde Verbraucher.” Das Epic-Spiel Fortnite werde in den iOS App Store zurückkehren, wenn Epic bei den In-App-Zahlungen in fairem Wettbewerb mit dem Apple-System eine Zahlungsmethode anbieten könne, bei dem die Einsparungen an die Verbraucher weitergegeben werden könnten.

Nach dem Urteil gab die Apple-Aktie um rund 2,5 Prozent nach. Die Investoren waren sich offenbar unsicher, welche Auswirkungen das noch nicht rechtskräftige Urteil auf die künftigen Apple-Bilanzen haben wird.

Epic hatte Apple im August 2020 verklagt, nachdem der iPhone-Hersteller Fortnite aus seinem App Store entfernt hatte. Zuvor hatte die Spieleschmiede heimlich einen Code in seine App eingebaut, um die Zahlung der Provisionen an Apple zu umgehen. Epic verlangte in Kalifornien eine gerichtliche Verfügung, um Apples “illegale Wettbewerbsbeschränkungen” zu unterbinden.

Epic, das im vergangenen Jahr mit Fortnite mehr als 5 Milliarden Dollar eingenommen hat, geht auch in der EU, in Großbritannien und in Australien mit Klagen gegen Apple vor. Außerdem verklagte der Spielehersteller den Internetkonzern Google wegen ähnlicher Geschäftsmodelle im Google Play Store.

Facebook bringt smarte Brille mit Ray-Ban auf den Markt

Fotos und Videos aufnehmen, Anrufe entgegennehmen oder Podcasts hören: Facebook hat sich mit Ray-Ban-Eigentümer Luxottica verbündet.

Menlo Park (dpa) – Facebook hat am Donnerstag eine smarte Brille vorgestellt, mit der man Fotos und Videos aufnehmen kann.

Mit der “Ray-Ban Stories” könne man auch Anrufe entgegennehmen oder Podcasts hören, da in den Brillenbügeln zwei Lautsprecher eingebaut seien, kündigte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg an. Anders als die gescheiterten Google Glasses verfügt die Ray-Ban-Brille von Facebook nicht über einen Monitor.

Die Facebook-Brille wird vorerst nur in Australien, den USA, Kanada, Irland, Italien und Großbritannien angeboten. Projektpartner bei den Ray-Ban Stories ist die italienische Luxottica-Gruppe, zu der Ray-Ban seit 1999 gehört.

In dem Brillen-Rahmen stecken zwei nach vorne gerichtete 5-Megapixel-Kameras für die Aufnahme von Videos und Fotos. Die Aufnahmen lassen sich mit der App Facebook View auf dem Smartphone synchronisieren und in sozialen Netzwerken teilen. Da die Bilder auch in der normalen Foto-App eines Smartphones gespeichert werden können, funktioniert das nicht nur mit den Diensten aus dem Facebook-Konzern, also Facebook selbst, Instagram und WhatsApp, sondern mit beliebigen Netzwerken wie Twitter oder Snapchat.

Die Brille verfügt über eine physische Taste auf dem Bügel, um die Foto- oder Videoaufnahme auszulösen. Sie kann aber auch mit einem Sprachbefehl (“Hey Facebook, nimm ein Video auf”) freihändig aktiviert werden. Zum Schutz der Privatsphäre leuchtet neben der Kamera eine kleine weiße LED auf, wenn die Kamera ein Foto oder Video aufnimmt. “Das ist mehr, als jedes Smartphone macht”, sagte Zuckerberg.

Mit ihrer Hauptfunktion, Fotos und Videos aufzunehmen, entspricht die Ray-Ban Stories der Snapchat-Brille Spectacles, die 2016 mit einem großen PR-Rummel auf den Markt gebracht wurde, aber dann kaum Käufer fand. Die Lautsprecher an beiden Bügeln können den Ton von einem Smartphone über Bluetooth wiedergeben.

Google und T-Systems bauen “souveräne Cloud” für Deutschland

Die Clouddienste von Google werden von Behörden in Deutschland wegen Datenschutzbedenken bislang weitgehend gemieden. Nun soll durch eine Kooperation mit T-Systems eine “souveräne Cloud” entstehen.

Köln (dpa) – T-Systems und Google haben eine strategische Zusammenarbeit für Deutschland vereinbart, die dem öffentlichen Sektor eine rechtlich einwandfreie und sichere Nutzung der Clouddienste des US-Konzerns ermöglichen soll.

Das gaben die beiden Unternehmen am Mittwoch im Rahmen der Digitalisierungsinitiative Digital X in Köln bekannt. Bei dem neuen Angebot, das ab Mitte 2022 zur Verfügung stehen soll, betreibt T-Systems eine spezielle Version der Google Cloud, in der die Daten Ende-zu-Ende verschlüsselt werden.

T-Systems werde die Verantwortung für eine Reihe von operativen Maßnahmen und Kontrollmechanismen übernehmen, um die Souveränität zu wahren, hieß es. Dazu gehöre auch die Verschlüsselung und das Identitätsmanagement.

Darüber hinaus soll T-Systems relevante Teile der deutschen Google-Cloud-Infrastruktur kontrollieren. “Jeder physische oder virtuelle Zugriff auf Einrichtungen in Deutschland – beispielsweise bei routinemäßiger Wartung und Upgrades – wird unter der Aufsicht von T-Systems und Google Cloud gemeinsam erfolgen.”

Google und T-Systems reagieren mit diesem Konstrukt auf Vorbehalte, die insbesondere im öffentlichen Sektor in Europa gegen die so genannten Hyperscaler aus den USA vorgetragen werden. Spätestens mit den Enthüllungen des US-Whistleblowers Edward Snowden wurde bekannt, dass US-Geheimdienste wie die NSA auf technisch verfügbare Daten auch aus Europa zugreifen, ohne dafür europäische Gerichte anzurufen.

Technisch gelöst wird diese Herausforderung bei der neuen Kooperation durch einen umfassenden Einsatz von Verschlüsselungstechnik. Dabei verwahrt T-Systems die Schlüssel für die Kunden, um Sicherheit und Kontrolle über Datenzugriffe zu gewährleisten. T-Systems werde das “souveräne Cloud-Angebot” zunächst für deutsche Unternehmen aus verschiedenen Branchen wie dem Gesundheitswesen, der Automobilindustrie, dem öffentlichen Nahverkehr und dem öffentlichen Sektor bereitstellen. Dabei würden bestehende europäische Richtlinien für souveräne Clouds, einschließlich der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) eingehalten.

Google steht beim Cloud-Computing weltweit im harten Wettbewerb vor allem mit Amazon AWS und Microsoft. Alle drei US-Konzerne bemühen sich, auch in Europa bei Ausschreibungen von öffentlichen Einrichtungen zum Zuge zu kommen.

Apple kündigt Neuheiten-Vorstellung für 14. September an

Kommt das neue iPhone? Apple macht es traditionsgemäß spannend, wenn im Herbst neue Produkte der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen. Nun ist es bald wieder soweit.

Cupertino (dpa) – Apple wird am 14. September neue Produkte vorstellen – aller Voraussicht nach das neue iPhone 13. Experten erwarten auf der Online-Veranstaltung außerdem eine Neuauflage der Apple Watch.

Neben dem iPhone 13 und der Apple Watch 7 könnte Apple auch eine neue Generation seiner drahtlosen Kopfhörer AirPods 3 präsentieren.

Apple-Kunden erwarten in diesem Herbst ebenfalls, dass der Konzern auch seine Profi-Laptops mit seinen eigenen Chips ausstatten wird. Bislang wurden nur das MacBook Air, der Mac Mini und das kleinere iMac-Modell mit dem “Apple Silicon” bestückt. Die anderen Macintosh-Modelle werden weiterhin mit Chips von Intel hergestellt.

Diese Features fehlen zum iOS-15-Release

Der Release von iOS 15 dauert nicht mehr lange, doch wir wissen jetzt schon, dass nicht alle angekündigten neuen Features direkt von Anfang an verfügbar sein werden. Diese sechs Features verspäten sich.

Die Beta-Versionen von iOS 15 erscheinen mittlerweile im Wochentakt, was bedeutet, dass der offizielle Release des kommenden iPhone-Betriebssystems nicht mehr lange auf sich warten lässt. Angekündigt hatte Apple iOS 15 im Rahmen der diesjährigen WWDC mit zahlreichen neuen Funktionen (im Überblick). Wie 9to5Mac nun berichtet, werden jedoch ein paar der ersehnten Neuerungen nicht zum wahrscheinlich geplanten Release mit dem iPhone 13 in der zweiten Septemberhälfte erscheinen und sich etwas verspäten:

“Jedes Jahr werden in der letzten Betaphase einige zuvor angekündigte Funktionen vor der offiziellen Veröffentlichung einer neuen iOS-Version entfernt”, so 9to5Mac. “In den meisten Fällen entfernt Apple eine Funktion, weil sie noch nicht richtig funktioniert, sodass die Ingenieure mehr Zeit brauchen, um alles zu beheben.” Manche Funktionen sollen erst in zukünftigen Updates erscheinen.

Diese Features sind betroffen:

Shareplay
Darauf hatten sich bestimmt schon viele Nutzer gefreut: Shareplay soll es erlauben, dass Nutzer Songs, Videos oder den Bildschirm mit anderen Nutzern teilen und somit gemeinsam erleben können. Shareplay war auch bereits für Entwickler und andere Beta-Nutzer verfügbar, allerdings hat sich das mittlerweile wieder geändert.

Nach der Veröffentlichung von iOS 15 Beta 6 hat Apple bestätigt, dass Shareplay deaktiviert wurde und nicht in der ersten öffentlichen Version von iOS 15 enthalten sein wird:

“Shareplay wurde für die Verwendung in den Entwickler-Beta 6-Versionen von iOS 15, iPadOS 15 und tvOS 15 deaktiviert und wird auch in der kommenden Beta 6-Version von macOS Monterey deaktiviert werden. Shareplay wird auch für die Verwendung in den ersten Versionen in diesem Herbst deaktiviert sein. Shareplay wird in zukünftigen Entwickler-Beta-Versionen wieder aktiviert und später im Herbst mit Software-Updates für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht”, so Apple.

Digitale Ausweise
Ausweise, wie Personalausweise oder Führerschein, sollen unter iOS 15 nun auch digitalisiert werden können – zumindest in einigen ausgewählten Bundesstaaten. In Deutschland wäre dieses Feature ohnehin erst – wenn überhaupt – später gekommen. Apple hat auf seiner Website bereits bestätigt, dass diese Funktion separat mit einem weiteren Update für iOS-15-Nutzer später in diesem Jahr veröffentlicht wird. Mittlerweile hat Apple auch die ersten acht US-Bundesstaaten genannt, die Ausweis und Führerschein in der Wallet akzeptieren. In Arizona und Georgia wird es schon bald losgehen.

App-Datenschutzbericht
Mit dem Datenschutzbericht für Apps können Sie einsehen, wie oft Apps in den vergangenen sieben Tagen auf Ihren Standort, Ihre Fotos, die Kamera, das Mikrofon und Ihre Kontakte zugegriffen haben. Sie erfahren außerdem, welche Apps andere Domains kontaktiert haben und wann der letzte Kontakt war. Das ist eine gute Ergänzung zum Daten­schutz­­label einer App. So können Sie sicher sein, dass die App so mit Ihrer Privat­sphäre umgeht, wie Sie es möchten. Doch auch dieses Feature wird nicht zum Starttermin von iOS 15 verfügbar sein.

Benutzerdefinierte E-Mail-Domain
Apple hat auf seiner Website stillschweigend bestätigt, dass Nutzer ihre eigenen Domains verwenden können, um iCloud-E-Mail-Adressen anzupassen. Die neue Option sollte auch mit Familienmitgliedern über iCloud Family Sharing funktionieren:

“Personalisiere deine iCloud-Mail-Adresse mit einem eigenen Domain­namen und lade Familien­­mitglieder ein, die gleiche Domain mit ihren iCloud Mail Accounts zu nutzen.”

Bislang ist diese Option für Benutzer iOS 15 Beta nicht verfügbar. Es ist aber damit zu rechnen, dass das Feature noch im Laufe des Jahres erscheint.

Detaillierte 3D-Navigation in Carplay
Ebenfalls recht interessant waren die vorgestellten neuen Features fürs Fahren: “Eine ganz neue Verkehrs­karte hilft dir dabei, den Verkehr, Vorfälle und andere Details, die sich auf deine Fahrt aus­wirken, auf einen Blick zu sehen”, erklärt Apple. “Dir werden mehr Straßen­details wie Abbiege­spuren, Radwege, Bus- und Taxispuren, Mittelstreifen, Fußgänger­überwege und vieles mehr angezeigt. In der Nähe komplexer Kreuzungen wechselt Karten zu einer 3D-Ansicht auf Straßen­ebene und hilft dir so, den Weg zu finden.”

Während die Funktion derzeit in der Beta-Version von iOS 15 verfügbar ist, ist sie in Apple Carplay nicht zu finden. Die detaillierte 3D-Navigation soll aber zu einem späteren Zeitpunkt in Carplay erscheinen.

Digitaler Nachlass
Mit dem Programm „Digitaler Nachlass“ können Sie Nachlass­­kontakte angeben, die auf Ihren Account und Ihre persönlichen Daten zugreifen können, für den Fall, dass Ihnen etwas zustößt.

Die Funktion “Nachlasskontakte” war für iOS 15 Beta-Nutzer bis zur vierten Version verfügbar, wurde aber mittlerweile wieder entfernt. Apple sagt, dass die Option “in einer zukünftigen Version zurückkehren wird”.

Universelle Steuerung
Technisch gesehen ist dies eher eine iPadOS- und macOS-Funktion, aber sie ist so cool und interessant, dass wir sie hier mit aufnehmen. Mit Universal Control – eine Art Erweiterung von Sidecar – kann man das iPad neben dem Mac auf den Schreibtisch stellen und den Maus- oder Touchpad-Zeiger nahtlos vom Rand des Mac-Displays direkt auf das iPad bewegen. Dann funktionieren Maus/Touchpad und Tastatur auch auf dem Mac. Auf diese Weise kann man auch von einem Mac zum anderen wechseln.

So fantastisch es klingt – die Funktion fehlt bisher in allen Beta-Versionen von iPadOS 15 und macOS Monterey, und es bleibt nicht mehr viel Zeit bis zur Veröffentlichung. Es scheint eine Sache zu sein, die schwierig zu bewerkstelligen ist und nicht die Art von Funktion, die man erst eine Woche vor der finalen Veröffentlichung in die Betaversion packen würde.