Sapphire: Radeon RX 6800 (XT) als Nitro+ und Pulse im Detail

Nach ersten Appetithäppchen enthüllt Sapphire die neuen Radeon-Grafikkarten der Nitro-Serie im Detail mit zahlreichen Bildern. Hinzu kommen Radeon RX 6800 (XT) der Serie Pulse. Den USB-C-Anschluss liefert nur die Special Edition.

Sapphire RX 6800 (XT) Nitro+

Drei unterschiedliche Modelle plant Sapphire für die Serie Nitro+, die augenscheinlich den gleichen Kühler nutzen. Im 2,7-Slot-Design mit drei Axial-Lüftern bringen es die Grafikkarten auf rund 31 Zentimeter Länge, wobei die eigentliche Platine deutlich kürzer ausfällt. Die Stromversorgung erfolgt über zwei 8-Pin-Buchsen.

Das Flaggschiff Radeon RX 6800 XT Nitro+ SE (Special Edition) bietet als einziges Modell der Serie einen USB-C-Anschluss sowie RGB-LED-Leuchteffekte an transparent gestalteten Lüftern. Weitere Anschlüsse bilden einmal HDMI und zweimal DisplayPort. Die Taktraten hat Sapphire noch für kein Modell verraten, diese dürften bei der SE-Variante aber am höchsten sein.

Die Radeon RX 6800 XT Nitro+ ohne SE-Suffix sowie die RX 6800 Nitro+ mit kleinerer GPU erscheinen mit schwarzen Lüftern ohne RGB etwas schlichter und bieten statt USB-C einen weiteren DisplayPort. Für die RX 6800 Nitro+ nennt Sapphire marginal andere Abmessungen, was aber auch Tippfehlern geschuldet sein kann – rein optisch erscheinen beide identisch. Die steuerbare RGB-Beleuchtung (ARGB) beschränkt sich hier auf die Logos auf der Flanke und Backplate der Grafikkarten.

RX 6800 XT Nitro+ SERX 6800 XT Nitro+RX 6800 Nitro+
GPUNavi 21 XTNavi 21 XL
Shader46083840
GPU-Takt?
Speicher16 GB GDDR6
Speichertakt16? Gbps
Anschlüsse1 × HDMI 2.1
2 × DisplayPort 1.4
1 × USB-C
1 × HDMI 2.1
3 × DisplayPort 1.4
Lüfter3
Slots2,7
Abmessungen (L×B×H)310 × 134,3 × 55,3 mm310,5 × 134,2 × 55,2 mm
Stromanschlüsse2 × 8 Pin
RGBARGB (Lüfter, Flanke, Backplate)ARGB (Flanke, Backplate)
Netzteilempfehlung850 W750 W

Sapphire RX 6800 (XT) Pulse

In der Pulse-Serie kommt in ähnlichen Dimensionen mit drei Lüftern mehr Schwarz als Silber zum Einsatz. Auf steuerbare RGB-Leuchteffekte wird augenscheinlich verzichtet, ob eines der Logos dennoch leuchtet, geht aus den bisherigen Informationen nicht hervor.

Die RX 6800 XT Pulse fällt ebenfalls rund 31 Zentimeter lang aus und belegt 2,7 Slots, während die RX 6800 den Angaben zufolge etwas kürzer und schmaler ausfällt und nur auf 2,5 Slots kommt. Die Anschlüsse sind mit einmal HDMI, dreimal DisplayPort und zweimal 8-Pin wiederum bei beiden identisch. Auch hier lässt Sapphire die Taktraten für GPU und Speicher noch offen. Die gegenüber den Nitro-Modellen niedrigeren Netzteilempfehlungen deuten bereits an, dass Sapphire die Pulse-Modelle mit geringeren Taktraten ins Rennen schickt.

RX 6800 XT PulseRX 6800 Pulse
GPUNavi 21 XTNavi 21 XL
Shader46083840
GPU-Takt?
Speicher16 GB GDDR6
Speichertakt16? Gbps
Anschlüsse1 × HDMI 2.1
3 × DisplayPort 1.4
Lüfter3
Slots2,72,5
Abmessungen (L×B×H)313 × 134,8 × 53,4 mm303 × 127,3 × 53,8 mm
Stromanschlüsse2 × 8 Pin
RGBk. A.
Netzteilempfehlung750 W650 W

Am 18. November will AMD die Radeon RX 6800 und die Radeon RX 6800 XT im Referenzdesign offiziell einführen, dann wird auch mit ersten Tests gerechnet. Die Partnerkarten, wie sie neben Sapphire zum Beispiel auch Asus, MSI und PowerColor angekündigt haben, werden voraussichtlich etwas später kommen.

Alles löscht sich automatisch? Whatsapp warnt Nutzer eindringlich vor neuer Funktion

Auf diese Funktion haben viele WhatsApp-Nutzer schon lange gewartet: Seit geraumer Zeit ist bekannt, dass der Instant-Messaging-Dienst aus dem Hause Facebook an Nachrichten arbeitet, die sich selbst löschen.

Nun hat das Unternehmen auf seiner Webseite Details zu dieser Funktion bekannt gegeben – und gebt seinen Nutzern eine Warnung mit. Auch wenn die Selbst-Lösch-Feature noch nicht verfügbar ist.

Die Idee: Ist die Funktion aktiviert, werden versendete Nachrichten automatisch nach sieben Tagen aus dem Chat entfernt. Doch Achtung: nur da.

Neue Funktion bei WhatsApp: Deshalb ist Vorsicht geboten

Denn wenn die Nachricht an einen weiteren Chat weitergeleitet wird, in dem die Funktion nicht aktiv ist, dann bleibt die Nachricht dort bestehen. Auch nach sieben Tagen wird sie nicht automatisch gelöscht.

Vorsicht ist auch bei Fotos geboten, die mit dem Feature versendet werden: Denn standardmäßig werden alle Bilder von WhatsApp auf dem Smartphone gespeichert. Und liegen sie erstmal im Speicher des Gerätes, werden sie dort nicht automatisch gelöscht. Auch wenn die eigentliche WhatsApp-Nachricht verschwindet.

WhatsApp mit Warnung: „Ablaufende Nachrichten nur an Personen senden, denen du vertraust!“

Deshalb warnt WhatsApp auf seiner Internetseite davor, dass Nachrichten mit dem Feature nicht wirklich gänzlich verschwinden könnten. „Ablaufende Nachrichten solltest du nur an Personen senden, denen du vertraust“, heißt es dort. „Der Grund dafür ist, dass Teilnehmer ablaufende Nachrichten vor ihrem Verschwinden jederzeit weiterleiten oder einen Screenshot davon machen können, um sie zu speichern.“

Ein weiterer Grund sei, dass Teilnehmer „Inhalte aus ablaufenden Nachrichten vor ihrem Verschwinden kopieren und speichern können“, wie es heißt. Oder „eine Kamera oder ein anderes Gerät verwenden können, um ein Foto von der ablaufenden Nachricht zu machen, bevor sie verschwindet.“

Wann neue Funktion kommt, bleibt unklar

Die Funktion müsse darüber hinaus für jeden einzelnen Chat aktiviert werden, heißt es weiter. Die Option ist verfügbar, wenn der Nutzer im jeweiligen Nachrichtenverlauf auf den Namen des Kontakts klickt. Noch ist das Feature aber nicht freigeschaltet, es könnte aber noch im November mit einem Update auf die Geräte kommen. 

Moto G9 Power: Motorola bringt Smartphone mit 6.000 mAh für 200 Euro

Motorola erweitert die Moto-G9-Familie heute um das Moto G9 Power mit einem besonders großen Akku. Im Vergleich zum Vorgänger legt dieser um 1.000 mAh auf jetzt 6.000 mAh zu. Motorola verspricht Akkulaufzeiten von mehreren Tagen.

Auf das Moto G7 Power und Moto G8 Power mit jeweils 5.000 mAh lässt Motorola das Moto G9 Power mit 6.000 mAh folgen. Dem Unternehmen zufolge seien damit Akkulaufzeiten von mehreren Tagen ohne Ladevorgang, genauer gesagt bis zu 60 Stunden im Mischbetrieb aus aktiver Nutzungs- und Standby-Zeit möglich. Es handelt sich um den größten Akku, den Motorola je in einem Smartphone verbaut hat.

Mehr Speicher und Megapixel

Aufwertungen gibt es aber auch an anderer Stelle. Der Nutzerspeicher ist mit 128 GB jetzt doppelt so groß wie die beiden Jahre zuvor, die Erweiterbarkeit über eine microSD-Karte bleibt dem Smartphone aber erhalten. Nutzer müssen sich bei dem Hybridschacht zwischen einer Speichererweiterung oder dem Einsatz einer zweiten Nano-SIM-Karte entscheiden.

Bei der Kamera setzt Motorola nun auch für das Power-Modell auf einen 64-Megapixel-Sensor, der eine höhere Schärfe und Farbgenauigkeit als frühere Generationen bieten soll. Über die Quad-Pixel-Technologie lassen sich wahlweise vier Pixel zu einem auf dann 16 Megapixel zusammenfassen. Zwei weitere Sensoren arbeiten mit jeweils 2 Megapixeln und sind einmal für die Erfassung von Tiefeninformationen bei Porträtaufnahmen und einmal für Makrofotos aus bis zu 2,5 cm Distanz ausgelegt.

Display löst wieder niedriger auf

Wo beim Display früher HD+ und dann FHD+ geboten wurde, zieht nun wieder HD+ auf größeren 6,8 Zoll ein. Die reduzierte Auflösung dürfte maßgeblich zur Akkulaufzeit beitragen. Die Frontkamera mit 16 Megapixeln sitzt oben links im Bildschirm.

Power-Modell erstmals mit NFC ausgestattet

Der Prozessor entspricht mit dem Snapdragon 662 weitgehend dem Snapdragon 665 des Vorjahres. CPU und GPU sind identisch, Unterschiede gibt es beim ISP, der mit dem Spectra 340T im Snapdragon 662 überhaupt erst die Daten der Kamera mit 64 Megapixeln verarbeiten kann. Beim Spectra 165 des Snapdragon 665 liegt das Limit bei 48 Megapixeln. Im Gegenzug weist der Snapdragon 665 einen etwas leistungsfähigeren DSP (Hexagon 686 vs. 683) und das modernere Modem auf (Snapdragon X12 vs. X11). In der Praxis resultiert das in einem reduzierten Downlink für LTE mit 390 statt 600 Mbit/s. Das Moto G9 Power kommt dafür erstmals mit Wi-Fi 5 statt 4 und bietet NFC, das bisher fehlte. USB Typ C entspricht erneut dem 2.0-Standard.

Marktstart am Freitag

Motorola will das Moto G9 Power ab dem 6. November zum Preis von 199,99 Euro in der Farbe Grau auf den deutschen Markt bringen. Das Smartphone läuft noch mit Android 10 statt dem seit gut zwei Monaten verfügbaren Android 11, das Motorola nur geringfügig um das eigene „My UX“ erweitert. Darüber lassen sich zum Beispiel Schriftarten, Farben, Symbolformen und Fingerabdrucksensor-Animationen verändern.


Motorola Moto G9 Power
Motorola Moto G8 PowerMotorola Moto G7 Power
Software:
(bei Erscheinen)
Android 10.0Android 9.0
Display:6,80 Zoll
720 × 1.600, 258 ppi
6,40 Zoll
1.080 × 2.300, 397 ppi
IPS
6,20 Zoll
720 × 1.520, 271 ppi
Bedienung:Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner
SoC:Qualcomm Snapdragon 662
4 × Kryo 260 Gold, 2,00 GHz
4 × Kryo 260 Silver, 1,80 GHz
11 nm, 64-Bit
Qualcomm Snapdragon 665
4 × Kryo 260 Gold, 2,00 GHz
4 × Kryo 260 Silver, 1,80 GHz
11 nm, 64-Bit
Qualcomm Snapdragon 632
4 × Kryo 250 Gold, 1,80 GHz
4 × Kryo 250 Silver, 1,80 GHz
14 nm, 64-Bit
GPU:Adreno 610Adreno 506
RAM:4.096 MB4.096 MB
LPDDR4X
4.096 MB
LPDDR3
Speicher:128 GB (erweiterbar)64 GB (erweiterbar)
1. Kamera:64,0 MP, 2160p
LED, f/1,8, AF
16,0 MP, 2160p
LED, f/1,7, AF
12,0 MP, 1080p
LED, f/2,0, AF
2. Kamera:2,0 MP, f/2,48,0 MP, f/2,2, AFNein
3. Kamera:2,0 MP, f/2,48,0 MP, f/2,2, AFNein
4. Kamera:Nein2,0 MP, f/2,2, AFNein
5. Kamera:Nein
1. Frontkamera:16,0 MP, 1080p
Display-Blitz, f/2,2
16,0 MP, 1080p
Display-Blitz, f/2,0
8,0 MP, 1080p
Display-Blitz, f/2,2
2. Frontkamera:Nein
GSM:GPRS + EDGE
UMTS:HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE:Ja
↓390 ↑150 Mbit/s
Advanced
↓600 ↑150 Mbit/s
Advanced
↓300 ↑150 Mbit/s
5G:Nein
WLAN:802.11 a/b/g/n/ac
Wi-Fi Direct
802.11 b/g/n
Wi-Fi Direct
Bluetooth:5.05.0 LE4.2 LE
Ortung:A-GPS, GLONASS, BeiDou, GalileoA-GPS, GLONASS, GalileoA-GPS, GLONASS
Weitere Standards:USB 2.0 Typ C, NFCUSB 2.0 Typ C
SIM-Karte:Nano-SIM, Dual-SIMNano-SIM Variante Nano-SIM, Dual-SIM
Akku:6.000 mAh
fest verbaut
5.000 mAh
fest verbaut
Größe (B×H×T):76,8 × 172,1 × 9,66 mm75,8 × 157,9 × 9,60 mm76,9 × 159,4 × 9,30 mm
Schutzart:IP52
Gewicht:221 g195 g193 g
Preis:199,99 €ab 170 €209,99 €

AMD Radeon RX 6800 XT: Sapphire stimmt Spieler auf die Nitro+ ein

Wieder hatte die Community aus dem ComputerBase-Forum den richtigen Riecher und hat diesmal die Sapphire Radeon RX 6800 XT Nitro+ entdeckt, die der Hersteller erst wenige Stunden zuvor auf Twitter angekündigt hat. Bereits in der Vergangenheit ist Sapphire als Exklusivpartner von AMD äußerst positiv in Erscheinung getreten.

Nitro+ weckt wieder hohe Erwartungen

Dementsprechend gefragt sind die Custom Designs des Herstellers auf Basis der Radeon RX 6800, 6800 XT und 6900 XT aus der Radeon-RX-6000-Serie, die „Gaming Ampere“ aus der GeForce-RTX-3000-Serie angreifen und der GeForce RTX 3090 (Test), 3080 (Test) und 3070 (Test) ab dem 18. November respektive 8. Dezember starke Konkurrenz machen soll. Dank des neuen Event-Kalenders von ComputerBase verpassen Leser solche Termine zukünftig nicht mehr.

Die Erwartungen an die Sapphire Nitro+ sind erneut sehr hoch, wusste der Hersteller doch mit seinen Custom Designs wie der Sapphire RX 5700 XT Nitro+ (Test) oder Radeon RX Vega 56 Nitro+ (Test) auf ganzer Linie zu überzeugen und stellte in der Vergangenheit nicht selten die besten Partnerkarten mit AMD-GPU.

Zuletzt wurden Diskussionen laut, dass das Referenzdesign der Radeon RX 6900 XT, 6800 XT und 6800 von Sapphire stammen soll und der Hersteller in dieser Generation deshalb auf eigene Custom Designs vom Typ Nitro+ oder der darunter positionierten Pulse verzichten könnte.

Diesen Gerüchten nimmt Sapphire mit seinem heutigen Tweet erfolgreich den Wind aus den Segeln – auch wenn technische Informationen noch Mangelware sind.

Must-Have für Windows 10: Dieser Dateimanager ist viel besser als der Explorer

Microsoft bastelt seit Jahren an einer Explorer App mit flacherem Design und klarerer Struktur. Doch wirklich vorwärts geht da schon länger nichts mehr. Wie man es machen könnte, zeigt Files UWP. Von dieser kostenlosen Explorer App mit schickem Design und pfiffigen Features sollte sich Microsoft eine Scheibe abschneiden.

Beim Datei Explorer in Windows scheiden sich die Geister. Die einen wollen mehr Power-Features, die anderen lieber cooleres Design oder schnellere Kopiervorgänge. Was schon wieder in Vergessenheit geraten ist: Microsoft versteckt in Windows 10 seit dem Creators Update eine Datei-Explorer App. Sie können den abgespeckten Datei-Manager mit der passenden Verknüpfung aktivieren, versprechen Sie sich aber nicht zu viel von der App, sie ist auch unter dem aktuellsten Windows 10 nicht wirklich brauchbar.

Besser macht es Files UWP, eine kostenlose Explorer-Alternative, die es auch über den Microsoft Store gibt. Sie kombiniert schickes Design mit nettes Detailfunktionen. Hier sollte Microsoft sich mal was abschauen.

Klasse Design

Wenn Apps unter Windows gegen die klassischen Programme antreten, stehen zwei Dinge meist fest: Die Klassiker haben mehr Features, die Apps sehen dafür viel schicker aus. Das ist auch bei Files UWP so. Versteckte Dateien lassen sich zum Beispiel gar nicht erst anzeigen, ebensowenig die Größe von Ordnern. Wer also einen Power-Ersatz für den Explorer sucht, ist hier falsch. Doch Files UWP ist richtig schick, zeigt ein schönes flaches Design mit minimalistischen Icons, schmaler Menüleiste, Tabs und klar strukturierten Kontextmenüs.

Damit Files UWP auf das Dateisystem zugreifen darf, verlangt Windows eine explizite Erlaubnis durch den Nutzer. Beim ersten Zugriffsversuch führt Sie die App zu den entsprechenden Einstellungen. Sie finden den Aktivierungsschalter unter “Datenschutz/Dateisystem”.

Durchdachte Funktionen

Auch wenn der Entwickler selbst sagt, dass Files UWP eine Preview ist, sind viele grundlegende Funktionen an Bord. Beispielsweise werden alle Laufwerke eingebunden, es gibt eine Verknüpfung mit OneDrive sowie eine Anzeige von Favoriten und Ordnern, auf die man kürzlich zugegriffen hat. Dark- und Light-Modus sowie eine Seitenleiste im Acrylic-Design verstehen sich fast schon von selbst.

Es wird auch mit den Funktionen: Über einen eigenen Button kann man in der Datei-Hierarchie nach oben navigieren, aktuelle Pfade lassen sich einfach kopieren und während eines Löschvorgangs wird jetzt auch eine Fortschrittsanzeige eingeblendet. Ordner und auch Dateien lassen sich für den schnelleren Zugriff festpinnen und wer will, öffnet aus Files UWP heraus ganz einfach den ausgewählten Ordner auf der Kommandozeile. Aber noch funktionieren nicht alle Einstellungen, etwa gibt es zum Einblenden versteckter Ordner einen Schalter, der sich aber nicht nutzen lässt, ebenso ist noch keine Suchfunktion implementiert.

Chuwi CoreBox Pro: Neuer Mini-PC mit 12 GB RAM und Thunderbolt 3 verfügbar

Der chinesische Hersteller Chuwi hat sich in den letzten Jahren mit seinen günstigen Notebooks und MiniPCs in Europa teilweise einen Namen gemacht. In letztere Gruppe ordnet sich jetzt die neue CoreBox Pro ein, die für 439 US-Dollar (umgerechnet 370 Euro) bestellt werden kann. Dabei ist das Gerät auch in Deutschland und Österreich lieferbar. Der Versand ist hierbei kostenlos, wobei vorerst keine Informationen darüber vorliegen, wie lange dieser dauert.

Für diesen Preis bekommt man als Prozessor den Intel Core i3-1005G1, einem Dual-Core-Prozessor mit 4 Threads, einem Basistakt von 1,2 GHz und einem Boost bei beiden Kernen von bis zu 3,4 GHz. Der CPU stehen hierbei 12 GB DDR4-RAM zur Seite, was für Office-Aufgaben im Alltag mehr als ausreichen sollte. Die verbaute NVME-SSD kommt mit einer Kapazität von 256 GB. 

Bei den Anschlüssen besitzt die CoreBox Pro eine ziemlich große Auswahl. So kann man Monitore hier wahlweise per Displayport, HDMI oder über den Thunderbolt-3-Port anschließen. Weiterhin finden sich an dem Gehäuse 4x USB 3.0-Anschlüsse, jeweils ein Kopfhörer- und ein Mikrofoneingang und zwei Ethernet-Ports. Mit Abmessungen von 17,3 x 15,8 x 7,3cm ist das Gerät allerdings doch etwas größer als beispielsweise die meisten Intel-NUC-Modelle. 

Zusammengefasst handelt es sich bei der Chuwi CoreBox Pro um einen sehr interessanter MiniPC in seiner Preisklasse. Zwar gibt es von Intel und anderen Herstellern günstigere Konkurrenzmodelle, allerdings bringen diese in der Regel wesentlich weniger Anschlüsse mit.

Ratgeber PCs: Homeschooling & Zocken ab 150€?

Die Schule ist zu, jetzt muss schnell ein zusätzlicher PC fürs Homeschooling her. TechStage zeigt, was Systeme ab 150 Euro können und worauf man beim Kauf achten sollte.

Wenn mehr als eine Person plötzlich von zu Hause arbeiten soll, werden die Arbeitsplätze schnell knapp. Ein Laptop reicht nicht, wenn ein Erwachsener im Homeoffice ist und die Kinder von zu Hause am Unterricht teilnehmen sollen. Wer hier schnell mehr Kapazitäten schaffen will, der hat mehrere Möglichkeiten. Wird nur im Web gearbeitet, bieten sich Chromebooks als ein einfaches und verhältnismäßig günstiges Update an. Sobald aber Programme lokal installiert werden sollen, kommt man kaum um Windows 10 herum. Es gibt auch hier günstige Notebooks, im unteren Preisbereich machen aber auch kleine und kompakte Komplett-PCs diesen Systemen Konkurrenz.

Der große Vorteil: Sie sind deutlich flexibler als Notebooks. Das Display oder die Eingabegeräte kann man selbst wählen, zudem lassen sie sich meist zumindest im kleinen Rahmen aufrüsten. In dieser Marktübersicht zeigen wir die unterschiedlichen Preisklassen und deren Hardware. Wir geben zudem Einschätzungen darüber, für welche Aufgaben sich die jeweiligen Systeme eigenen.

Prozessoren

AMD und Intel unterteilen ihre CPU-Familien in mehrere Zweige, die sich jeweils in Leistung, Stromaufnahme und Zielgruppe unterscheiden. Bei AMD ist der Einsteiger-Bereich die Athlon-Serie. Die kommt mit einer On-Board-Grafik, deren Leistung ist aber begrenzt. Je nach Ausführung besitzen die Athlon-CPUs bis zu vier Rechenkerne.

Deutlich schneller sind die Ryzen-Prozessoren. Die einzelnen Serien sind Ryzen 3, Ryzen 5, Ryzen 7 und Ryzen 9. Der Unterschied besteht vor allem im Takt, den verfügbaren CPU-Kernen und den Threads. Während ein Ryzen 3 3100 maximal 4 Kerne und 8 Threads bei 3,6 GHz Basistakt schafft, kommt ein aktueller Ryzen 7 5800X auf 8 CPU-Kerne, bis zu 16 Threads und einen Basistakt von 3,8 GHz. Einfach gesagt: Je höher die Ryzen-Zahl, desto schneller ist die CPU, desto mehr Strom benötigt sie aber.

Bei Intel ist die Aufteilung noch größer. Hier gibt es die großen Familien Atom, Celeron, Core und Pentium. Atom-Prozessoren sind vor allem für den Einsatz in Systemen gedacht, die wenig Leistung bringen müssen und eine möglichst geringe Stromaufnahme besitzen sollen. Sie kommen etwa in den Intel Compute Sticks oder bei Chromebooks zum Einsatz. Celerons dürfen dagegen deutlich mehr Strom benötigen, sie bringen eine höhere Leistung als vergleichbare Atom-CPUs, müssen aber aktiv gekühlt werden. Die Pentium-Systeme sind oberhalb der Celeron-CPUs angesiedelt. Sie haben meist mehr Rechenkerne und können höhere Taktraten fahren. Die Core-Reihe sitzt ganz oben, hier handelt es sich um die aktuell schnellsten (und stromhungrigsten) CPUs von Intel, aufgeteilt in Core-i3, Core-i5, Core-i7 und Core-i9.

Core-i3 ist vor allem für PCs mit Standard-Aufgaben vorgesehen. Man sieht sie oft in günstigeren Notebooks. Core-i5 und Core-i7 sind für klassische Desktop-PCs gedachte und liefern gute Leistung. Der Core-i9 ist für High-End-Nutzer und deren Systeme gedacht.

Formfaktoren

Drei große Formfaktoren beherrschen den Komplett-PC-Markt: Der Stick, der 1-Liter-PC und das klassische Gehäuse. Der Stick ist dabei exotisch und vor allem bei den günstigen Produkten zu finden. Deutlich häufiger ist der 1-Liter-PC. Der Name kommt daher, dass das Gehäuse so klein ist, dass es weniger als 1 Liter Volumen belegen. Intel und seine NUC-Produkte sind die Paradebeispiele dafür, inzwischen haben aber viele andere Hersteller entsprechende Produkte. Sie sind meist so klein, dass sie auf dem Schreibtisch fast verschwinden, meist lassen sie sich auch direkt hinten an einen Monitor schrauben. Die letzte Bauform ist das klassische Gehäuse. Es hat den Vorteil, dass es genügend Platz für eine aktive Lüftung bietet und sich oft besser aufrüsten lässt.

Intel NUC8I7BEH Kit (5 Bilder)

Die Vorderseite des NUC-Kits.

Eine inzwischen eher seltene Sonderform sind die All-in-One-Geräte. Sie integrieren den PC in einen Monitor. Das kann sehr elegant aussehen, die Apple iMacs sind dafür gute (und teure) Beispiele. Gleichzeitig macht es die PCs aber schwer aufrüstbar.

Grafik

Die meisten Rechner im unteren und mittleren Preissegment bieten eine On-Board-Grafik von Intel oder AMD, analog zu den Grafikkarten in vielen Notebooks. Die Onboard-Grafik reicht für die klassischen Aufgaben wie Textverarbeitung oder das Surfen im Internet. Problematisch wird es, wenn 3D-Anwendungen wie Spiele hinzukommen oder Videos mit hoher Auflösung wiedergegeben werden sollen.

Ab der oberen Mittelklasse werden die PCs größer und setzen meist auf eine echte Grafikkarte. Diese sind den On-Board-Lösungen normalerweise klar überlegen, auch, weil sie über mehr eigenen Grafikspeicher verfügen. Wer den PC nicht nur zum Arbeiten, sondern auch zum Spielen nutzen will, der sollte auf ein eher großes System mit einer dedizierten Grafikkarte setzen.

Speicher

Windows 10 braucht viel Speicher, das muss klar sein. Konkret ist es so, dass weniger als 32 GByte Speicher zu Problemen bei Updates führen kann, wenn mehrere zusätzliche Programme installiert sind. So wenig Datenspeicher ist nur dann zu gebrauchen, wenn alle Aufgaben in einem Browser erledigt werden. Möglich ist das mit Google Docs und Co, man sollte es nur vorher wissen. Der Speicher lässt sich oft aufrüsten, allerdings kann es bei sehr kompakten Geräten sein, dass sie ein fest verlötetes Speichermodul besitzen.

Beim Thema Arbeitsspeicher sollten die Systeme mindestens 4 GByte mitbringen. Darunter kann es eng werden, wenn viele Browser-Fenster offen sind. Vor allem Chrome ist ein wahrer Speicherfresser, der Browser (und alle auf ihm basierenden Programme) ist berüchtigt. Aber auch Applikationen wie Teams benötigen vergleichsweise viel Arbeitsspeicher. Ein Tipp, wenn der RAM eng wird: Messenger-Lösungen wie Teams oder Skype kann man wunderbar am Smartphone nutzen. Die freien Ressourcen des PCs sind dann für Browser und andere Programme verwendbar.

Zocken: Cloud statt lokal?

Wer auf dem Gerät nicht nur arbeiten, sondern auch spielen will, dessen Anforderungen schrauben sich nach oben. Es sollte dann eine CPU vom Typ Coren oder Ryzen sein, dazu braucht man für aktuelle Spiele eine dedizierte Grafikkarte. Die meisten der kleinen, kompakten PCs fallen dann aus der Auswahl heraus. Es gibt aber mehrere Möglichkeiten, mit diesen kleinen Systemen dennoch ordentlich zu spielen. Die erste Möglichkeit sind ältere Spiele, gerade aus der frühen Windows- oder späten DOS-Ära. Viele alte Spiele sind mit einem Emulator ohne große Probleme auf aktuellen Systemen spielbar. Wer möglichst wenig Aufwand möchte, der sollte beim Anbieter Good Old Games (GOG) vorbeisurfen. Dort gibt es zahlreiche Retro-Games zum Kauf, die mit wenigen Klicks auf aktuellen Systemen laufen. Dabei sind auch Highlights dabei, etwa Warcraft II oder viele Lucas-Arts-Spiele.

Eine andere Möglichkeit ist, die Spiele direkt in der Cloud zu spielen und auf die Endgeräte zu streamen. Was vor ein paar Jahren noch eine Bastelei für Nerds war, lässt sich jetzt einfach als App kaufen. Zwei populäre Lösungen sind Nvidia Geforce Now und Shadow. Bei beiden Lösungen muss man die Spiele bereits selbst besitzen. Die Nivida-Lösung streamt dann alle Produkte, die bereits in den Katalog aufgenommen wurden. Der wächst regelmäßig und beinhaltet neben neuen Spielen auch populäre ältere Titel. Nvidia bietet den Dienst kostenlos an, dann allerdings mit Einschränkungen bei der Auflösung und der Spielzeit am Stück. Wer monatlich 5,50 Euro zahlt, kann dauerhaft spielen und bekommt die RTX-Features aktiviert.

Bei Shadow bekommt man einen kompletten Windows-PC in der Cloud. Darauf kann man jedes Spiel installieren und anschließend auf ein Endgerät streamen. Damit ist die Lösung etwas aufwändiger, bietet aber große Freiheit bei der Spiele-Auswahl und erlaubt zudem die Installation von Mods. Shadow kostet monatlich ab knapp 13 Euro.

Komplett-PCs bis 150 Euro

Die Preisklasse bis zu 150 Euro sind extrem günstige Komplettsysteme. Hier darf man nicht zu viel erwarten, bekommt aber schon Geräte, die ein vollwertiges Windows mitbringen und sich per USB erweitern lassen. Hier herrschen günstige CPUs wie Atom oder Celeron vor, von denen man auch nicht zu viel erwarten kann. Besonders spannend in diesem Umfeld sind die Compute Sticks von Intel. Sie sehen aus wie übergroße USB-Sticks, haben aber einen HDMI- statt eines USB-Anschlusses. Die Compute Sticks werden direkt in einen Monitor oder einen TV gesteckt, zudem verfügen sie über WLAN und mehrere USB-Anschlüsse. Die USB-C-Anschlüsse werden dabei meist für die Stromversorgung genutzt, mit einem aktiven USB-C-Dock (Ratgeber) kann man hier noch mehr Anschlüsse nachrüsten.

Die Compute Sticks bergen deutlich mehr Leistung, als man ihnen auf den ersten Blick zutraut. Die Kollegen der c’t haben die Vorgänger der aktuellen Geräte im Artikel Windows am Stiel genauer angesehen. Ihr Fazit ist, dass sie eine gute Allround-Leistung bieten, sie allerdings unter Last deutlich hörbar sind. Auch sind RAM und lokaler Speicher für Windows 10 sehr knapp bemessen.

Komplett-PCs bis 250 Euro

Wer um die 200 Euro für ein Komplettsystem ausgeben möchte, der hat die Auswahl zwischen zahlreichen Mini-PCs. Dabei handelt es sich um sehr kompakte Geräte, die viele Anschlüsse bieten. Hier dominiert der Celeron-Prozessor, allerdings bekommt man auch bereits die ersten Geräte mit Core-i3-CPUs.

Die meisten der Geräte dürften in den Bereich „OK für den Alltag, schlecht für höhere Lasten” fallen. Ein konkretes Beispiel ist der Minix Neo N42C-4 (Testbericht). Der kompakte PC mit Windows 10 kostet um die 240 Euro. Im Test gefiel uns damals gut, dass der kleine Minix-PC alle notwendigen Anschlüsse mitbringt, neben HDMI hat er auch genügend USB-Anschlüsse um Maus, Tastatur und einen Webcam anzuschließen. Bei der Leistung steht der Rechner gut für die komplette Preiskategorie: Während er bei normalen Büroaufgaben gut abschneidet, ist die Grafikleistung im 3D-Bereich und bei Videos mit höherer Auflösung viel zu gering.

Ein Nachteil ist der Speicher: Das Minix-Gerät hat etwas wenig RAM und vor allem fast zu wenig Platz für Daten. Weniger als 64 GByte Festplattenspeicher sind für Windows 10 problematisch, bei der Nutzung des Gerätes hatten wir beispielsweise mit größeren Updates Probleme. Meist kann man hier allerdings NVMe-Datenspeicher einfach nachrüsten.

Komplett-PCs bis 500 Euro

Hier kommt man langsam in den spannenden Preisbereich. Bei bis zu 500 Euro gibt es neben den Mini-PCs auch die erste Mini- und Midi-Tower. Die belegen zwar mehr Platz, haben aber auch ein besseres Aufrüstpotential. So lassen sich einfach günstige SSDs nachrüsten oder mehr RAM. Dazu kommen häufig CD/DVD-Laufwerke (auch wenn man diese heute nur noch selten braucht).

Die meisten Produkte setzen auf Intel CPUs, Core i3 und Core i5 sind weitverbreitet. Damit geht eine etwas stärkere Grafikleistung einher, auch wenn man hier keine großen Sprünge in der 3D Leistung erwarten darf. Die meisten dieser PCs sind vergleichbar mit durchschnittlichen Notebooks. Sprich, man kann damit gut arbeiten und hat einfache Multimedia-Funktionen, wer zocken möchte, der ist aber auf Retro-Klassiker oder einfache Spiele mit wenigen Details beschränkt. Interessant ist aber, dass es ab etwa 350 Euro die ersten All-in-One-Geräte gibt, also eine Kombination aus Rechner und Monitor. Hier sind die technischen Daten aber sehr eng gefasst, Wunder sollte man hier keine erwarten. Um aber schnell einen zusätzlichen Arbeitsplatz einzurichten, der vor allem mit Textverarbeitung zu tun hat, könnten die Geräte aber spannende Alternativen sein.

In diesem Preisbereich kann man sich auch überlegen, selbst einen PC zu bauen. Für weniger als 600 Euro bekommt man ein Gerät, mit dem man nicht nur arbeiten, sondern auch gut spielen kann. Sogar VR ist hier schon möglich. Allerdings hat der Eigenbau meist kein Windows 10 mit an Bord. Wer sich dafür interessiert, dem empfehlen wir unseren Artikel „VR-tauglichen PC für weniger als 600 Euro bauen”. Ein Tipp hier: Es spricht zu Beginn nichts dagegen, nur mit der On-Board-Grafik zu arbeiten und eine dedizierte Grafikkarte später nachzurüsten. Dann muss man nur darauf achten, dass CPU und Mainboard die Karte unterstützen und den entsprechenden Anschluss, meist HDMI oder Display-Port, besitzen.

Komplett-PCs bis 1000 Euro

Wer zwischen 500 und 1000 Euro in die Hand nimmt, der bekommt einen sehr guten PC für Alltagsaufgaben. Hier ist es meist auch so, dass eine dedizierte Grafikkarte verbaut ist. Die können zwar nicht mit den aktuellen High-End-Karten mithalten, für ein gelegentliches Spielen in Full-HD ist aber genügend Power da. Wer in diesem Bereich einen Rechner sucht, der sollte direkt zu einem mit einer Core- oder einer Ryzen-CPU greifen. Bei der Grafikkarte sollte es mindestens eine Radeon RX 580 oder eine Geforce GTX 1660 Super sein.

Apple-Fans können ebenfalls langsam mitlesen. Hier gibt es die ersten Mac Minis, sie beginnen preislich ab etwa 830 Euro. Ob man die allerdings jetzt noch holen sollte, ist eine Frage. Apple will künftig auf ARM-Chips aus eigener Herstellung setzen (heise+ Apples Mac: Was der Wechsel auf ARM-CPUs bedeutet) und hat wohl im November noch ein Event (mac & i: Apple kündigt Special Event an) geplant. Fans von Mac OS sollten unserer Meinung nach abwarten, was es da an Produkten gibt.

Komplett-PCs über 1000 Euro

Wie immer ist nach oben der Preis offen. Über 1000 Euro bekommt man sehr gute Komplettsysteme mit einer Core-i5/Ryzen-5-CPU oder besser. Eine dedizierte Grafikkarte ist ebenfalls an Bord, so dass man mit diesen Systemen problemlos Zocken kann. Allerdings fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis gegenüber einem Eigenbau hier massive ab. Kurz gesagt: Wer seinen PC selbst zusammenschraubt, der bekommt hier fast immer mehr Leistung, Platz, Flexibilität oder Grafik als wenn man zu einem fertigen System greift. Einzige Ausnahme sind die iMacs von Apple.

Monitore

Wenn man nicht gerade einen iMac oder ein All-in-One-Gerät kauft, dann benötigt man neben dem PC mindestens noch einen Monitor. Für den Notfall tut es dabei auch ein Fernseher, allerdings sorgt deren große Bildschirmdiagonale oft dafür, dass Inhalte wie Texte unscharf wirken. Wer einen dedizierten Monitor sucht, der hat die Qual der Wahl. Grundsätzlich würden wir dazu raten, nicht unter eine Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln zu gehen. Beim Seitenverhältnis kommt es darauf an, wozu der PC genutzt wird. Wer mehrere Dokumente oder Webseiten zeitgleich darstellen möchte, der sollte eher breite Monitore nehmen, beispielsweise 16:9, 16:10 oder 21:9.

Es mag verlockend sein, gleich zu einem großen UHD-Monitor zu greifen. Dann allerdings muss man ein paar Dinge beachten. Gerade die einfachen Onboard-Grafiken können zwar theoretische UHD-Auflösungen darstellen, es bringt die Systeme aber gehörig ins Schwitzen. Full-HD oder WQHD (2560 × 1440 Pixel) sind hier meist eine bessere Lösung. Zudem setzen billige UHD-Monitore oft auf TN-Panels. Diese haben einen sehr begrenzten Blickwinkel und sollten nicht mehr genutzt werden. Mehr dazu im Artikel „Ratgeber: Günstigste UHD-Monitore und ihre Haken”.

Zubehör

Zu jedem PC gehört eine Tastatur und eine Maus. Viele der fertigen Systeme haben neben WLAN auch Bluetooth an Bord, so dass man die Eingabegeräte kabellos anschließen kann. Ansonsten benötigt man unter Umständen einen USB-Hub. Maus und Tastatur brauchen nicht viel Bandbreite, sie können meist problemlos an einem USB-Hub betrieben werden.

Für Video-Calls unerlässlich ist eine Webcam. Anders als bei Smartphones haben die Komplett-PCs meist keine eingebaut, von All-in-One-Geräten abgesehen. Dazu kommt, dass selbst billige Webcams meist besser sind als die integrierten. Mehr dazu haben wir im Artikel Webcams ab 35 Euro im Vergleich aufgeschrieben.

Noch mehr praktisches Zubehör, darunter USB-C-Docks, Schreibtischleuchten oder Headsets zeigen wir in unserem großen Artikel rund um das perfekte Homeoffice.

Fazit

Unsere Empfehlung ist vergleichsweise einfach: Wer mehr als 600 Euro ausgibt und nicht gerade einen Mac möchte, der sollte den PC selbst zusammenbauen oder zumindest darauf achten, dass sich das Komplettsystem nachträglich aufrüsten lässt. Darunter findet man im Bereich zwischen 300 und 400 Euro inzwischen sehr viele gute und kompakte Rechner. Die kann man an Monitor oder TV anschließen und hat eine solide Grundlage, um zu Arbeiten. Bei Spielen sollte man nicht zu viel erwarten. Doch alte Klassiker laufen auch darauf und mit einem Cloud-Gaming-System kann man auf diesen Geräten überraschend gut zocken.

Unterhalb von 150 Euro wird es sehr eng mit brauchbaren Systemen. Die Compute Sticks sind hier eine Ausnahme, allerdings muss man sich hier klar sein, wo die Grenzen dieser kleinen Sticks liegen. Dennoch, um schnell einen zusätzlichen Arbeitsplatz zu schaffen, könnten sie sich gut eigenen.

Windows 10: Zwei frische Probleme mit dem Oktober-2020-Update

Microsoft hat das Oktober-Update für Windows 10 vor rund zwei Wochen freigegeben und wie üblich gibt es auch bei der neuesten Aktualisierung diverse Bugs – glücklicherweise allerdings nichts Schwerwiegendes. Kleinere Fehler gibt es aber, nun hat Microsoft zwei weitere bestätigt.

Bugs und Oktober-Update ist eine Kombination, die bei Microsoft schlechte Erinnerungen zurückbringt, denn vor zwei Jahren musste im Herbst die damalige Aktualisierung von Windows 10 aufgrund schwerwiegender Fehler zurückgezogen werden. Das ist 2020 nicht der Fall, dennoch läuft auch dieses Jahr nicht alles perfekt.

Probleme mit Office-Updates

Wie Windows Latest berichtet, hat Microsoft nun bestätigt, dass die aktualisierte Version des Betriebssystems an einem Problem leidet, bei dem Office-Produkte nicht aktualisiert werden können. In einem Support-Dokument teilte der Redmonder Konzern mit, dass es hier zu einem Zertifikatsverlust kommt. Dieses Problem tritt offenbar dann auf, wenn man das System per ISO oder einem Medien-Installations-Tool aktualisiert – also nicht, wenn die Daten per Windows Update ausgeliefert werden.

Konkret geht es hier um Updates für Microsoft Office 365, die herkömmliche Standalone-Version von Office sollte also keine Probleme bereiten. Nach der Installation des Oktober-2020-Updates bekommen Nutzer eine Benachrichtigung, dass der Office 365-Download gescheitert sei (“Download of Office 365 file failed, error =”).

Einen Workaround gibt es bislang nicht, wer davon betroffen ist, der muss den Oktober-Patch deinstallieren, Office aktualisieren und den Oktober-Patch erneut aufspielen.

In einem weiteren Support-Dokument bestätigt Microsoft einen weiteren Bug mit einem Zertifikatsverlust, hierbei kann es zu Problemen beim Zugriff auf einige Apps, Dienste oder Webseiten kommen. Generell empfiehlt Microsoft deshalb, vorerst auf Updates per USBs, DVDs oder ISOs zu verzichten.

Kioxia XD6 Series: PCIe-4.0-SSDs im E1.S-Formfaktor für Server

Mit der XD6-Serie geht Kioxia neue Wege bei den eigenen Enterprise-SSDs und setzt auf den jungen Formfaktor E1.S, der im Bereich der Hyperscale-Rechenzentren Zukunft haben soll. Die 11 Zentimeter langen SSD-Module sollen in der Spitze 6,5 GB/s über PCIe 4.0 erreichen.

E1.S als Enterprise-Alternative zu M.2

Das E1.S-Format (S für Short) ist einer der neuen Enterprise and Datacenter SSD Form Factor (EDSFF), zu denen auch das von Intel bekannt gemachte und auffällige „Lineal-Format“ E1.L (Long) mit rund 32 Zentimetern Länge gehört. Die E1.S-Bauweise erinnert stark an den M.2-Formfaktor, ist im Gegensatz zu diesem aber explizit für den Unternehmensbereich bestimmt. Vor einigen Monaten hatte Samsung bereits die Datacenter-SSD PM9A3 mit PCIe 4.0 als Variante im E1.S-Format vorgestellt, die ebenso 6,5 GB/s erreichen soll.

Kioxia rühmt sich mit den ersten E1.S-SSDs, die die Anforderungen der „Open Compute Platform (OCP) NVMe Cloud SSD Specification“ in puncto Leistung, Energiebedarf und Wärmeentwicklung erfüllen, ohne dabei ins Detail zu gehen. Das neue Format soll Speicherdichte und Effizienz von Systemen steigern und zugleich die Handhabung vereinfachen. Gegenüber dem M.2-Formfaktor ist die Hot-Plug-Funktionalität bei E1.S ein klarer Vorteil.

PCIe 4.0 für mehr Leistung

Der Leistungsvorteil beruht allerdings nicht auf dem Format, sondern auf der Schnittstelle: PCIe 4.0 x4 ermöglicht die 6,5 GB/s beim sequenziellen Lesen, was allerdings auch M.2-SSDs mit gleicher Schnittstelle erreichen. In puncto Speicherdichte gibt es gegenüber den M.2-Modellen der Vorgängerserie XD5 mit PCIe 3.0 wiederum keinen Vorteil, denn zumindest vorerst hat Kioxia ebenfalls nur zwei Varianten mit 1,92 TB und 3,84 TB angekündigt, die Daten sequenziell mit bis zu 1,25 GB/s respektive 2,4 GB/s schreiben. Der Fokus auf Leseoperationen zeigt sich bei den 4K-Random-Werten: 850.000 IOPS lesend stehen 90.000 IOPS schreibend gegenüber. Die angesprochene Samsung PM9A3 gibt es wiederum mit bis zu 7,68 TB, höheren Schreibraten und bis zu 900.000 IOPS. Die XD6 Serie wird mit Bauhöhen von 9,5 mm, 15 mm und 25 mm angeboten; die obige Abbildung zeigt die 25-mm-Version mit Kühlkörper.

Weitere „Schlüsselmerkmale“ der XD6 Series hat Kioxia wie folgt angegeben:

Sequential read and write performance up to 6,500 megabytes per second (MB/s) and 2,400MB/s, respectively

15W power consumption

Security options: non-SED and TCG-Opal

Full end-to-end data path protection

Power loss protection

Expanded drive health information

Excellent Quality of Service

New KIOXIA-developed, hyperscale-optimized controller

Kioxia gibt an, dass derzeit die Bemusterung (Sampling) durch ausgewählte Geschäftskunden erfolge. Zu Preisen und Verfügbarkeit der neuen Enterprise-SSDs gibt es keine öffentlichen Angaben.

Amazon leakt das erste Notebook mit AMD Ryzen 5000

AMD hat die aktuellen Ryzen 4000 Notebook-APUs im Januar dieses Jahres offiziell vorgestellt, die nächste Generation könnte ebenfalls pünktlich zum Beginn nächsten Jahres vorgestellt werden, zumindest wenn man einem neuen Angebot bei Amazon Italien glaubt. 

Denn dabei wird ein Acer Aspire 5 A515-45 angeboten, das mit einem AMD Ryzen 7 5700U ausgestattet ist. Ein Fehler seitens Amazon lässt sich nicht vollends ausschließen, die Auslieferung soll allerdings am 1. Februar 2021 beginnen, was zum voraussichtlichen Launch-Datum der Ryzen-APUs der nächsten Generation passt. Amazon nennt leider kaum Details zum Chip, abgesehen von einer Taktfrequenz von 1,8 GHz. Zum Vergleich: Der AMD Ryzen 7 4700U kommt mit einem Basistakt von 2,0 GHz und mit acht Kernen, die geringere Taktfrequenz des neuen Chips könnte ein Indiz darauf sein, dass dieser mit mehr Kernen als sein Vorgänger ausgestattet ist.

Das neue Acer Aspire 5 bietet darüber hinaus ein 15,6 Zoll großes 1.080p-Display, eine 512 GB fassende PCIe NVMe SSD, 8 GB DDR4-Arbeitsspeicher, Wi-Fi 6 und Bluetooth 5, die Akkulaufzeit wird genau wie beim älteren Modell mit zehn Stunden spezifiziert. Ebenfalls vielversprechend: Das Notebook kostet mit 779 Euro inklusive Mehrwertsteuer in etwa so viel wie sein Vorgänger – ein Hinweis darauf, dass die Ryzen-APUs der nächsten Generation nicht deutlich teurer werden.