Gamescom will wieder Besucher reinlassen

Die Gamescom, Deutschlands größte Messe für Video- und Computerspiele, soll wieder Besucher anziehen, allerdings viel weniger als in den Jahren vor der Corona-Krise.

Köln (dpa) – Die Computerspielmesse Gamescom will in diesem Jahr wieder Besucher in die Kölner Hallen lassen. Es sei eine Hybridversion mit einem Online-Programm und Vor-Ort-Angeboten geplant, teilte der Veranstalter Koelnmesse mit.

Die Anzahl der Privatleute, die Computer- und Videospiele auf dem Messegelände ausprobieren können, soll deutlich geringer als in den Jahren vor Corona sein – 2019 kamen insgesamt 370.000 Besucher zu der Messe, das Gedränge war mitunter groß.

Wie viele Besucher in diesem Sommer kommen können, ist noch unklar. Im vergangenen Jahr hatte die Gamescom nur als Digitalversion stattgefunden.

Bei der diesjährigen Version soll ein Bereich E-Sport-Turniere und Cosplay-Kostümshows vor Ort bieten, außerdem soll es entsprechende Online-Angebote geben. Es gelten Schutzmaßnahmen samt Abstands- und Hygieneregeln. Zudem soll es digitale Warteschlangen geben – wer also an einem Messestand spielen will, muss vorher online eine Zeit buchen.

Der Branchentreff ist nicht nur für Gaming-Fans wichtig, sondern auch für Händler, Entwickler und Publisher – 2019 kamen rund 31 000 Fachleute in die Domstadt, um Geschäfte anzubahnen oder um sich zu vernetzen.

Ihre Zahl soll in diesem Jahr ähnlich hoch sein wie 2019. Damit Abstandsregeln eingehalten werden können, wird der Business-Bereich um eine Halle erweitert. Zudem soll es erstmals eine Internetplattform namens “gamescom biz” für Fachpublikum geben. Die Gamescom ist in diesem Jahr für den 25. bis 29. August geplant.

Samsung stellt vor: Das sind Galaxy A72, A52 und A52 5G

Samsung hat am 17. März die Smartphones A72, A52 und A52 5G vorgestellt. Das haben die Geräte bei Kamera, Display und Akkulaufzeit zu bieten.

In einem Livestream hat Samsung am 17. März die neue A-Serie seiner Smartphones vorgestellt: das A72, A52 und A52 5G. Mit den drei Modellen möchte der Tech-Riese gute Smartphones zum moderaten Preis bieten. Alle Geräte, egal in welcher Ausführung, sind unter 500 Euro zu haben und ab sofort im Handel erhältlich.

Wie ein Mantra wurde in der Vorstellung herunter gebetet, dass das A72 und A52 sowie die 5G-Variante des A52 eine “fantastische Kamera”, ein “fantastisches Display” und lange Akkulaufzeit bieten sollen. Die Geräte kommen in den vier Farben Violett, Blau, Schwarz oder Weiß sowie im stylish-schlichten Design daher. Die Modelle sind IP67-zertifiziert und damit vor Staub und Wasser geschützt.

Display und Kamera
Ein 6,7 Zoll (A72) beziehungsweise 6,5 Zoll Super AMOLED Display (A52-Varianten) erstrahlt mit einer Helligkeit von bis zu 800 Nits. Eine Augenkomfort-Funktion soll unterdessen blaues Licht herausfiltern und eine Bildwiederholrate von 90 Hz (120 Hz beim A52 5G) verspricht eine stets flüssige Bedienung, etwa beim Scrollen durch Inhalte.

Alle Modelle bieten eine Quad-Kamera, darunter eine Hauptkamera mit 64 Megapixeln. Dank optischer Bildstabilisierung sollen Fotos und Videos auch während einer Bewegung scharf bleiben und ein Nachtmodus soll gelungene Aufnahmen auch bei widrigen Lichtverhältnissen ermöglichen. Im “Fun-Modus” können Nutzer unterdessen Snapchat-Filter direkt in der Kamera-App nutzen, um etwa Selfies ein gewisses Etwas zu verleihen. Auch eine Selfie-Kamera mit 32 Megapixeln ist an Bord.

Akku soll zwei Tage durchhalten
Die Geräte werden mit der Benutzeroberfläche One UI 3.1 ausgeliefert, die seit Mitte Februar für ausgewählte Galaxy-Smartphones erhältlich ist. Während die A52-Varianten mit 4.500-mAh-Akkus ausgestattet sind, hat das A72 5.000 mAh zu bieten. In beiden Fällen soll das Smartphone zwei Tage lang nutzbar sein, ohne es zwischendurch aufladen zu müssen. Und wenn man das nächtliche Aufladen mal vergisst, schaltet das Gerät während der Stunden, in denen ein Nutzer für gewöhnlich schläft, automatisch in einen Energiesparmodus.

Alle Varianten kommen mit einem Octa-Core-Prozessor daher und haben je nach Ausführung zwischen sechs und acht Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 128 oder 256 Gigabyte Speicherplatz zu bieten, der mit einer microSD-Karte um bis zu ein Terabyte erweitert werden kann. Je nach Ausführung kostet das Galaxy A52 entweder 349 oder 409 Euro, das A52 5G gibt es für 429 oder 489 Euro und das A72 ist für 449 Euro zu haben.

Huawei bietet 5G-Patente anderen Smartphone-Herstellern an

Der chinesische Technologie-Riese hält weltweit die meisten Patente für die neue Mobilfunkgeneration. Nun veröffentlicht Huawei sein Lizenzmodell – und will damit für Transparenz sorgen.

Shenzhen (dpa) – Der chinesische Technologiekonzern will seine patentgeschützte 5G-Technologie in großen Stil an andere Smartphone-Hersteller lizenzieren. Das kündigte der Konzern am Dienstag in Shenzhen an und stellte erstmals ein Lizenzierungsmodell vor.

Danach richtet sich die Lizenzgebühr nach dem Verkaufspreis des Handys und soll maximal 2,50 Dollar (2,10 Euro) pro Gerät betragen.

Huawei hält weltweit die meisten 5G-Patente. Gleichzeitig steht der chinesische Konzern unter Druck, weil der Handelskrieg der USA gegen China den Zugang zu Technologie aus dem Ausland erschwert. Als Konsequenz hat Huawei seine eigenen Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen erhöht. Bis Ende 2020 hielt Huawei nach eigenen Angaben mehr als 100.000 aktive Patente in über 40.000 Patentfamilien weltweit. Seine Investitionen in Forschung und Entwicklung beliefen sich 2019 auf 131,7 Milliarden Yuan (17 Mrd Euro).

Mit der Veröffentlichung des Lizenzmodells für die eigene 5G-Technologie wolle Huwaei der Branche eine transparentere Kostenstruktur geben, sagte Song Liuping, Chefjustitizar von Huawei. Dieser Schritt werde die Unternehmen bei ihren Investitionsentscheidungen für 5G und die digitale Transformation unterstützen.

Huawei wird besonders aus den USA immer wieder vorgeworfen, sich unrechtmäßig beim intellektuellen Eigentum westlicher Firmen zu bedienen. Auf dem Huawei-Event widersprach Francis Gurry, der langjährige Generaldirektor der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO), dieser Einschätzung. Huawei sei weltweit führend in Sachen Innovation. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen 5464 internationale Patentanmeldungen eingereicht, fast doppelt so viele wie sein nächster Konkurrent Samsung.

Neben Joko und Klaas: Angela Merkel für Blogger-Award nominiert

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist für den “Goldenen Blogger”-Award nominiert – obwohl sie im eigentlichen Sinne keinen Blog betreibt.

Am 26. April entscheidet sich bei der Verleihung der “Goldenen Blogger” bereits zum 14. Mal, wer Deutschlands Bloggerin oder Blogger des Jahres wird. Und auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) kann auf eine Auszeichnung hoffen – in der Kategorie “Beste BloggerIn ohne Blog”.

“Obwohl die Kanzlerin nur durch ihren Videocast selbst im Netz aktiv ist, beeinflussten ihre Tonalität und ihre Persönlichkeit den öffentlichen Diskurs im Netz erheblich. Auch weit nach ihrer Amtszeit werden wir deshalb viele Merkel-Memes sehen”, erklärt Thomas Knüwer, Jury-Mitglied und Digitalberater, die Entscheidung in einer Mitteilung.

Sonderpreis für Drosten, Ciesek und “Mailab”
Die Preise beim “Goldenen Blogger” werden in insgesamt 16 Kategorien verliehen. Auf der Shortlist der Nominierten, die aus rund 2.000 Vorschlägen von Nutzerinnen und Nutzern generiert wurde, finden sich etablierte Digital-Projekte ebenso wie Newcomer und bekannte Persönlichkeiten, die außerhalb des Netzes Berühmtheit erlangt haben. So zum Beispiel Moderator Kai Pflaume (53), der für seinen YouTube-Kanal “Ehrenpflaume” nominiert ist. Oder auch die Entertainer Joko Winterscheidt (42) und Klaas Heufer-Umlauf (37), die für ihr Format “15 Minuten” geehrt werden könnten.

Einen Sonderpreis erhalten der NDR “Coronavirus-Update”-Podcast, der die Virologen Christian Drosten (48) und Sandra Ciesek (43) berühmt machte, und die Wissenschaftsjournalistin Mai Nguyen-Kim (33) für ihren YouTube-Kanal “Mailab”. In der Königskategorie “BloggerIn des Jahres” trifft die feministische Publizistin Teresa Bücker (37, “Pandemie und Geschlechter”) auf den Wissenschaftsjournalisten Lars Fischer (* 1976) und den Sportautor und -podcaster Max-Jacob Ost.

Die Preise werden am 26. April während einer Online-Gala in Bonn verliehen. Übertragen wird die Show live auf YouTube, Facebook, Twitter sowie auf der Homepage der “Goldenen Blogger”.

Die Preise werden am 26. April während einer Online-Gala in Bonn verliehen. Übertragen wird die Show live auf YouTube, Facebook, Twitter sowie auf der Homepage der “Goldenen Blogger”.

Apple stellt ursprünglichen HomePod-Lautsprecher ein

Vor rund drei Jahren ist Apple in den Markt der intelligenten Lautsprecher eingestiegen. Das damalige Produkt wird nun aber nicht mehr fortgeführt. Stattdessen geht es eine Nummer kleiner weiter.

Cupertino (dpa) – Apple nimmt seinen größeren HomePod-Lautsprecher aus dem Programm, mit dem der iPhone-Konzern vor drei Jahren in den Markt eingestiegen ist. Die Anstrengungen sollen stattdessen auf den neuen kleineren HomePod mini fokussiert werden, wie das Unternehmen am Samstag mitteilte.

Die HomePods sind die einzigen vernetzten Lautsprecher, auf denen Apples Sprachassistentin Siri genutzt werden kann. Mit dem ursprünglichen Modell verfolgte Apple eine ambitionierte Strategie: Der HomePod war zwar mit innovativer Sound-Technik gespickt – aber auch deutlich teurer als Konkurrenzgeräte etwa von Amazon mit der Sprachassistentin Alexa.

Selbst nach einer zwischenzeitlichen Preissenkung verkauft Apple die HomePod-Restbestände noch für 329 Euro. Der Preis hielt laut Marktforschern den Absatz des Modells in Grenzen. Mit dem 99 Euro teuren HomePod mini greift Apple hingegen die Konkurrenten bei Lautsprechern mit Sprachassistenten direkt auf deren Spielfeld an. Apple verweist darauf, dass Technologien aus dem größeren Modell in die Entwicklung des HomePod mini eingeflossen sind – und man werde auch weiter innovative Audioprodukte entwickeln.

Zugleich lässt die Einstellung des Original-HomePods für Apple eine Flanke im Geschäft mit vernetzten Hifi-Lautsprechern offen, das in der Corona-Pandemie einen kräftigen Schub erlebte. Bei Geräten von Soundspezialisten wie Sonos kann man Sprachassistenten der Konkurrenz wie Alexa und den Google Assistant einbinden, aber nicht Siri.

Luca-App: Mecklenburg-Vorpommern startet Kontaktverfolgung

Zur Corona-Bekämpfung können Gaststätten und andere Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern nun ein zusätzliches Tool einsetzen. Die Luca-App ist nun digital an die Gesundheitsämter im Nordosten angedockt.

Schwerin (dpa) – Die Gesundheitsämter in Mecklenburg sind am Freitag an das System der Luca-App angeschlossen worden, um die Kontakte von Corona-Infizierten schneller ermitteln zu können.

Mit der Luca-App können Einrichtungen mit Publikumsverkehr wie Geschäfte, Gaststätten, Kulturbetriebe, Hotels, Behörden und andere ihre Besucher im ganzen Nordosten die Luca-App ab sofort nutzen. Die Gesundheitsämter können dann im Fall eines nachgewiesenen Corona-Falls auf die verschlüsselten Daten zur Kontaktverfolgung zurückgreifen. “Wir schaffen damit die Zettelwirtschaft ab”, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

Das Land nimmt für die Lizenzierung des Systems und die technische Anbindung an die Gesundheitsämter 440.000 Euro in die Hand. Für die Nutzerinnen und Nutzer der App sowie die Gastgeber ist die App kostenlos. 3000 Betriebe hatten sich mit Blick auf den Luca-Start schon bei Luca angemeldet.

Luca sorgte in den vergangenen Wochen für Aufsehen, auch weil der Hip-Hop-Sänger Smudo für sie aktiv geworben hat. Seine Band “Die Fantastischen Vier” ist an der “Luca-Initiative” rund um die Berliner Entwicklerfirma Nexenio beteiligt. Landes-Digitalminister Christian Pegel (SPD) sagte, man habe sich nicht für ein monatelanges Ausschreibungsverfahren entschieden, um rechtzeitig eine Lösung einsetzen zu können. Von den am Markt befindlichen Lösungen erfülle Luca die Anforderungen am besten.

“Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, in dem die Luca-App flächendeckend genutzt werden kann”, sagte Schwesig. Diese schnelle Möglichkeit zur Nachverfolgung von Kontakten sei eine wichtige Voraussetzung, um öffentliche Einrichtungen Schritt für Schritt wieder für den Publikumsverkehr zu öffnen. “Zugleich entlasten wir die Gesundheitsämter, die schnell und sicher Infektionsketten nachverfolgen und unterbrechen können.”

Am Luca-System sind drei Seiten beteiligt: Gast, Gastgeber und Gesundheitsämter. Für die Gäste ist es am bequemsten, sich die dazugehörige Luca-App auf ihrem Smartphone zu installieren. Man kann aber auch über das Web seine eigenen Kontaktdaten eintragen. Die App überprüft mit Hilfe einer SMS, ob die angegebene Mobilfunknummer auch stimmt. Das Einchecken vor Ort läuft mit Hilfe der Smartphone-Kamera, die einen QR-Codes einliest. Die Klötzchengrafik wird vom Gastgeber mit Hilfe der Luca-App generiert.

Infiziert sich ein Nutzer, kann freiwillig die Check-in-Historie mit dem Gesundheitsamt geteilt werden. Das Gesundheitsamt informiert dann die einzelnen Veranstaltungsorte und Events und sendet eine Anfrage zur Datenfreigabe an das Luca-System. Mit dieser Anfrage kann der Gastgeber dem Gesundheitsamt alle zeitgleichen Check-ins seiner Gäste freigeben.

Die Konzepte von Luca und der Cornona-Warn-App des Bundes unterscheiden sich grundsätzlich. Die Corona-Warn-App stellt mit Hilfe des Bluetooth-Funks anonym fest, ob sich zwei Menschen über mindestens fünf Minuten gefährlich nahe gekommen sind. Außerdem dient die App der schnellen digitalen Übertragung der Testergebnisse.

Bei Luca ist ein bewusstes Ein-Checken an einem Eventort, Geschäft, Verkehrsmittel oder Restaurant notwendig. Da Luca auch die Zettelwirtschaft bei Restaurantbesuchen oder ähnlichen Gelegenheiten ablösen soll, ist ein Einchecken nur mit Kontaktdaten möglich, die Telefonnummer wird dabei validiert. Patrick Hennig, Geschäftsführer des Berliner Start-ups Nexenio, das “Luca” entwickelt hat, sagte, beide Apps würden sich gut ergänzen.

Das Luca-System wurde nicht quelloffen (Open Source) entwickelt, was von Experten wie Tibor Jager, Professor für IT-Sicherheit und Kryptographie an der Bergischen Universität Wuppertal, kritisiert wird: “Ob und inwiefern die Luca-App ihre Versprechen erfüllt, kann man von außen zu diesem Zeitpunkt leider nicht einschätzen.” Patrick Hennig, Mitbegründer und Geschäftsführer der neXenio GmbH, kündigte an, den Programmcode in rund zwei Wochen offenzulegen. Man werde die Zeit nutzen, um den Programmcode noch besser für externe Experten zu dokumentieren.

Sicherheitskamera-Firma schaltet FBI nach großem Hack ein

In einer aufsehenerregenden Aktion haben Hacker in den USA rund 150.000 Überwachungskameras angezapft. Der Kamera-Anbieter schaltet nun das FBI ein.

San Francisco (dpa) – Nachdem Hacker in einer aufsehenerregenden Aktion Überwachungskameras in amerikanischen Krankenhäusern, Gefängnissen und Polizeirevieren anzapfen konnten, hat der Anbieter das FBI eingeschaltet.

Neben der US-Bundespolizei arbeite man auch mit einer IT-Sicherheitsfirma zusammen, um die Ursachen der erfolgreichen Attacke aufzuklären, teilte das Start-up Verkada am Donnerstag mit. Die Hacker-Gruppe griff nach eigenen Angaben Bilder von rund 150.000 Überwachungskameras ab und verschaffte sich auch Zugang zu gespeicherten Aufnahmen von Verkada-Kunden.

Verkada zufolge drangen die Hacker in einen Server ein, über den Kundendienst-Mitarbeiter Zugriff auf die Kameras hatten, um etwa Einstellungen anzupassen. Sie waren demnach vom 7. bis 9. März im System. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete unter Berufung auf frühere Mitarbeiter, rund 100 Verkada-Beschäftigte hätten eine Berechtigung zum Zugriff auf Kameras bei den Kunden. Die Hacker fanden nach eigenen Angaben Zugangsdaten für einen Administrator-Account mit weitreichendem Zugriff öffentlich sichtbar im Internet.

Unter den Verkada-Kunden, bei denen die Hacker Kameras anzapfen konnten, waren der Elektroauto-Hersteller Tesla und die IT-Sicherheitsfirma Cloudflare. Verkada betonte, nur ein Teil der Kameras sei betroffen gewesen.

Die Firma warb speziell mit mehr Sicherheit durch weitreichenden Einsatz von Gesichtserkennung. Kunden können die Bilder zum Beispiel bei Ermittlungen zu Zwischenfällen etwa nach der Farbe von Bekleidung oder Geschlechtsmerkmalen durchsuchen.

Radeon RX 6900 XT Gaming OC: Erstes Custom Design mit OC und Navi 21 XTX von Gigabyte

Nach Asus, ASRock, PowerColor und Sapphire hat jetzt auch Gigabyte sein erstes Custom Design auf Basis der AMD Radeon RX 6900 XT (Test) und dem 5.120 Shader starken Vollausbau Navi 21 XTX vorgestellt. Die Radeon RX 6900 XT Gaming OC 16G setzt auf den bekannten Windforce-3X-Kühler, Graphen sowie ein dezentes Werks-OC.

Dezentes Kontrastprogramm zur Aorus-Serie

Hinsichtlich der Taktfrequenzen liegt die Radeon RX 6900 XT Gaming OC 16G mit 2.285 MHz Boost- und durchschnittlich 2.050 MHz Game-Takt exakt auf Augenhöhe mit der Sapphire Radeon RX 6900 XT Nitro+, jedoch leicht unterhalb der Asus TUF Gaming Radeon RX 6900 XT O16G sowie der PowerColor Red Devil Radeon RX 6900 XT, die jeweils bis zu 2.340 MHz takten.

Anders als die Custom Designs von Asus und Sapphire setzt die Gigabyte Radeon RX 6900 XT Gaming OC 16G auf gleich drei klassische 8-Pin-PCIe-Anschlüsse und soll laut den Angaben des Herstellers idealerweise mindestens von einem 850 Watt starken Marken-Netzteil angetrieben werden. Angaben zu der TDP-Einstufung der Grafikkarte macht Gigabyte indes nicht.

Windforce-X3-Kühler im 2,7-Slot-Design

Bei der Kühllösung vertraut Gigabyte auf den bekannten Windforce-X3-Kühler mit drei 80 mm messenden Lüftern und sechs aus Kupfer gefertigten Heatpipes. Der mittlere der drei „Blade Fans“ rotiert entgegengesetzt der beiden äußeren Ventilatoren. Die gesamte Abdeckung der Kühlkonstruktion wurde mit Graphen verstärkt und findet in einer massiven Backplate aus Metall ihren Abschluss. In Sachen RGB-Beleuchtung gibt sich das Custom Design eher zurückhaltend und verfügt einzig über einen kleinen Herstellerschriftzug, der über RGB Fusion 2.0 synchronisiert werden kann.

Am I/O-Bereich der Gigabyte Radeon RX 6900 XT Gaming OC 16G finden sich zweimal HDMI 2.1 für bis zu 8K bei 60 Hz oder 4K bei 120 Hz und zweimal DisplayPort 1.4a. Auf einen USB-C-Anschluss, wie ihn beispielsweise die PowerColor Red Devil Radeon RX 6900 XT Limited Edition bietet, verzichtet die Gaming OC.

Preis und Verfügbarkeit noch unbekannt

Wann und zu welchem Preis die Radeon RX 6900 XT Gaming OC 16G erscheinen wird, hat Gigabyte bislang noch nicht angekündigt. Der UVP dürfte allerdings ein gutes Stück oberhalb der 999 Euro liegen, die AMD für die Radeon RX 6900 XT im Referenzdesign aufruft. Die Custom Designs der Radeon RX 6900 XT, RX 6800 XT und RX 6800 sind zurzeit äußerst schlecht verfügbar und sorgen für Preise weit oberhalb der UVP.

Xiaomi Mi 11: Neues Smartphone-Flaggschiff offiziell vorgestellt

Xiaomi hat gar nicht erst auf das Jahr 2021 gewartet, sondern seinen Nachfolger für das dieses Jahr erschienene Mi 10 bzw. Mi 10 Pro (hier Caschys Test) schon heute (wie erwartet) in China präsentiert. Das Xiaomi Mi 11 bringt ein AMOLED-Display mit 120 Hz Bildwiederholrate, 480 Hz Touch-Abtastrate und HDR10+ auf einer Diagonale von 6,81 Zoll mit. Man setzt nun auch auf eine 2K-Auflösung und eine Pixeldichte von 515 ppi. Außerdem setzt der chinesische Hersteller nun auf den Qualcomm Snapdragon 888 als SoC.

Das Mi 11 nutzt erneut einen an den Seiten gebogenen Bildschirm, was nicht allen Nutzern gefallen dürfte. Auch eine Punch-Hole-Frontkamera am linken, oberen Bildschirmrand ist erneut mit von der Partie. Das Display wurde im Übrigen von Display Mate bereits mit A+ bewertet und werde laut Xiaomi vom neuen Corning Gorilla Glass Victus geschützt. Umgestaltet wurde der Kamerahügel auf der Rückseite, der nun nicht mehr so länglich ausfällt, sondern als Rechteck eher in die Breite geht. Das Mi 11 nutzt dabei eine Triple-Kamera mit 108 (Weitwinkel) + 13 (Ultra-Weitwinkel) + 5 (Makro) Megapixeln. Ab Werk dient Android 11 mit Xiaomis Überzug MIUI 12.5 als Betriebssystem.

Was den RAM und den Speicherplatz betrifft, so veröffentlicht Xiaomi in China wieder einmal mehrere Ausführungen. So gibt es das Mi 11 mit 8 GByte RAM plus 128 GByte Speicherplatz als Basisausführung. Dazu gesellt sich eine Variante mit 12 + 256 GByte. Das Mi 11 wiegt 196 g und ist 8,06 mm dick. Wir euch das obige Bild demonstriert, wird es das Xiaomi Mi 11 auch mit einer Lederrückseite geben.

Die Frontkamera kommt auf 20 Megapixel. Für den Akku, der mit 55 kabelgebunden bzw. 50 Watt kabellos schnell wieder aufgeladen werden kann, sind im Falle des Mi 11 4.600 mAh drin. Das Smartphone setzt zudem auf Sound von harman / kardon.

Aktuell fehlen noch konkrete Angaben zum Preis – die reiche ich natürlich nach, sobald sie vorliegen. In Deutschland dürften die Preise naturgemäß allerdings ohnehin über den chinesischen Empfehlungen liegen. Wann die beiden Smartphone-Flaggschiffe in unseren Breitengraden zu haben sein werden, ist aktuell noch offen. Sicherlich wird Xiaomi Deutschland da aber schon bald aus dem Nähkästchen plaudern.

Update:

In China kostet da Xiaomi Mi 11 mit 8 GByte RAM und 128 GByte Speicherplatz umgerechnet ca. 500 Euro. Für die Variante mit 12 + 256 GByte fallen ca. 590 Euro an. Ein Zusatz zum Netzteil: Ja, das Xiaomi Mi 11 wird als Standard ohne ausgeliefert, ist in China aber optional auch mit separat verpacktem Netzteil zum gleichen Preis erhältlich – also im Bundle für ebenfalls ca. 500 Euro. Einzeln lässt sich das Netzteil für die 55-Watt-Schnellaufladung sonst für umgerechnet etwa 12 Euro erstehen.

HP Spectre x360 14 Convertible im Test: ein neuer Stern am Convertible-Himmel?

Das Spectre x360 14 ist HPs neuestes Flaggschiff-Convertible in seiner High-End-Spectre-Serie, das sich zu den bestehenden 13,3-Zoll-Modellen Spectre x360 13 und 15,6-Zoll Spectre x360 15 gesellt. Trotz des Namens verwendet das Spectre x360 14 ein 13,5-Zoll-Display anstelle eines 14-Zoll-Displays, aber in einem quadratischeren 3:2-Formfaktor, der bei neueren Ultrabooks immer üblicher wird. HP hofft, mit dem neuen Seitenverhältnis im Gegensatz zum traditionellen 16:9 ein breiteres Publikum von Profis und Office-Usern anzusprechen.

Die aktuellen Konfigurationen reichen von FHD (1920 x 1280) bis OLED (3000 x 2000) mit 400 nit oder 1000 nit Optionen, der Core i5-1135G7 oder Core i7-1165G7 CPU, 8 GB bis 16 GB RAM und bis zu 2 TB SSD-Speicher, beginnend bei 1300 bis über 1700 US-Dollar. Alle Optionen kommen nur mit integrierter Iris Xe-Grafik. Bei unserem Testgerät handelt es sich um eine mittlere Konfiguration mit Core i7-CPU, 400-nit-FHD-Touchscreen und 512-GB-SSD für etwa 1500 US-Dollar.

Konkurrenten in diesem Bereich sind andere 16:10- oder 3:2-Subnotebooks wie das Huawei MateBook X Pro, Microsoft Surface Laptop 3 13, Dell XPS 13 9300, Razer Book 13 oder Asus ZenBook S.

Gehäuse

Wenn Sie in der Vergangenheit mit einem Spectre x360 13 oder 15 hantiert haben, dann wissen Sie genau, was Sie vom Spectre x360 14 erwarten können. HP hat das bestehende luxuriöse Spectre-Design und die Metallmaterialien ohne Überraschungen auf den neuen 3:2-Formfaktor übertragen. Sowohl die Basis als auch der Deckel zeigen wenig Nachgiebigkeit und kein Knarzen, wenn man versucht sie zu verdrehen oder ihre Oberflächen einzudrücken. Die Gehäusesteifigkeit fühlt sich nicht besser oder schlechter an als beim Asus ZenBook S oder XPS 13, aber die goldenen Zierleisten sind wohl edler.

Eine Sache, die wir verbessern würden, ist die Steifigkeit der Scharniere bei bestimmten Winkeln. Der Deckel kippt zu leicht um, sobald er über 120 Grad hinausgeht, was beim Tippen oder beim Transport des Laptops störend sein kann. Das gibt auch kein gutes Gefühl für die Langlebigkeit, da die Scharniere mit der Zeit unweigerlich schwächer werden.

Das System ist größer und etwas schwerer als das 13,3-Zoll-Spectre x360 13. Dadurch ist der Tablet-Modus etwas umständlicher zu handhaben. Natürlich erhalten Besitzer im Gegenzug ein größeres Display, ohne sich für das noch größere Spectre x360 15 entscheiden zu müssen. Man beachte, dass das Dell XPS 13 9300 in jeder Dimension kleiner ist als unser Spectre x360 14, was zum Teil an seinem kleineren 13,4-Zoll-16:10-Display liegt.

Ausstattung

Die Anschlussoptionen sind identisch mit denen des Spectre x360 13, allerdings mit ein paar kleinen Änderungen. Erstens befinden sich sowohl der Power-Button als auch der Schalter zur Deaktivierung der Kamera nun direkt an der Tastatur statt an der hinteren Ecke bzw. am rechten Rand des Gehäuses, zweitens unterstützen beide USB-C-Anschlüsse nun Thunderbolt 4 zusätzlich zu Thunderbolt 3 für Nutzer, die die zusätzliche Bandbreite nutzen können.

Der Eck-USB-C-Anschluss kann sich anfangs etwas seltsam anfühlen. Wir hätten uns einen USB-C-Anschluss sowohl an der linken als auch an der rechten Seite gewünscht, damit Nutzer das Notebook auf beiden Seiten aufladen können, ähnlich wie beim Razer Book 13.

Kommunikation

Das Intel AX201 ist standardmäßig mit Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.1 ausgestattet. Bei der Verbindung mit unserem Netgear-RAX200-Testrouter gab es keine Probleme.

Wartung

Die Bodenplatte ist mit zwei T5-Torx-Schrauben und vier Kreuzschlitzschrauben gesichert, die unter den hinteren Gummifüßen versteckt sind. Letztere Schrauben sind ärgerlicherweise schwer zugänglich, was einfache SSD-Upgrades aufwändiger machen kann, als es sein muss. Sowohl RAM als auch WLAN sind verlötet.

Zubehör und Garantie

In der Verkaufsverpackung sind eine Tragetasche und der HP MPP2.0 Aktivstift kostenlos enthalten. Es gilt die standardmäßige einjährige eingeschränkte Garantie mit zahlreichen Erweiterungsoptionen, wenn Sie direkt bei HP.com bestellen.

Eingabegeräte

Tastatur

HP hat einige der besten Laptop-Tastaturen für seine Spectre- und EliteBook-Familien. Das Feedback fühlt sich knackiger und tiefer an und sorgt für ein befriedigenderes Tipperlebnis im Vergleich zu den oft flachen und schwammigeren Tastaturen der meisten anderen Ultrabooks. Die Tasten der XPS-13-Tastatur sind beispielsweise flacher und haben einen leichteren Eingabedruck. Es kommt natürlich auf die Vorlieben des Nutzers an. Wir empfehlen, die Tastaturen des Spectre x360 13 oder 15 zu testen, um ein gutes Gefühl dafür zu bekommen, wie sich die Tastatur des Spectre x360 14 anfühlt.

Das Tastenlayout offenbart einige Überraschungen. Der Fingerabdruckleser etwa ersetzt die Strg-Taste, was bedeutet, dass Nutzer, die sich auf diese Taste bei anderen Laptops gewöhnt haben, die Änderung als störend empfinden werden. Weiters benötigt die Power-Taste etwas mehr Kraft zum Drücken als die umliegenden Tasten, um versehentliches Drücken zu vermeiden, aber wir hätten an dieser Stelle eine Fingerabdruck-fähige Power-Taste bevorzugt.

Touchpad

Das Clickpad ist größer als das des Spectre x360 13 (11,5 x 7,4 cm vs. 11,1 x 5,6 cm), was an der Länge des Chassis liegt. Die Textur ist ähnlich glatt und bleibt beinahe ohne ‘Haklern’ beim Gleiten bei langsamen Geschwindigkeiten für eine präzise Cursorsteuerung. Das Klicken auf dem Clickpad hat ein zufriedenstellend hörbar, obwohl das Feedback fester hätte sein können.

Display

Das Basis-Panel LG Philips FHD ist ein hochwertiges IPS-Panel, das den Namen Spectre verdient. Es zeichnet sich durch ein sehr hohes Kontrastverhältnis von über 2500:1 aus, verglichen mit der Hälfte bei den meisten anderen Flaggschiff-Ultrabooks. Die Schwarz-Weiß-Reaktionszeiten sind jedoch relativ langsam, was zu spürbarem Ghosting führt. Ein Upgrade auf die teurere OLED-Option würde dieses Problem lösen.

HP bietet eine 1000-Nit-Helligkeitsoption, die mindestens zwei Mal heller ist als alles aus der Dell XPS-, Lenovo Yoga-, Microsoft Surface- oder Asus ZenBook-Serie. Dieses Feature ist nur für die FHD-IPS-SKUs verfügbar und kann auch bei bestimmten EliteBook-Notebooks gefunden werden. Die 400-nit-Basisoption ist ansonsten ausreichend, wenn man das Convertible hauptsächlich in Innenräumen nutzen möchte, da sie bereits heller ist als das Display des Lenovo Yoga 9i.

Der Farbraum deckt fast den gesamten sRGB-Bereich ab und etwa 62 Prozent von AdobeRGB, nicht anders als bei anderen High-End-Ultrabooks. Die teurere OLED-Option wird noch tiefere Farben bieten können, die sich DCI-P3 nähern.

Die Farbtemperatur ist im Auslieferungszustand etwas zu warm, was unser X-Rite-Kolorimeter aber beheben kann. Die RGB-Balance ist auch nach eigener Kalibrierung des Panels nur durchschnittlich.

Die Sichtbarkeit im Freien ist in etwa die gleiche wie beim Spectre x360 13 oder Asus ZenBook S, da sie alle ähnliche maximale Helligkeitsstufen haben. Das höhere Kontrastverhältnis des Spectre-x360-14-Displays hilft jedoch, verwaschene Farben unter Sonnenlicht ein wenig abzumildern. Blendungen sind ansonsten fast unvermeidlich. Wir empfehlen die 1000-Nit-Option, wenn die Sichtbarkeit im Freien Priorität hat.

Performance

Die 11. Generation Tiger Lake Core i7-1165G7 ersetzt direkt die 10. Generation Ice Lake Core i7-1065G7 aus dem letzten Jahr. Anders als bei der Envy-Serie gibt es bei diesem Spectre leider keine AMD-Optionen, da es sich um ein Intel Evo-zertifiziertes Notebook handelt. Das Spectre würde seine Evo-Zertifizierung verlieren, wenn es mit AMD-Optionen ausgestattet wäre.

Wir haben unser Gerät über das HP Command Center in den Performance Modus versetzt, bevor wir die folgenden Leistungstests durchgeführt haben, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Wir empfehlen Besitzern, sich mit dem Command Center vertraut zu machen, da es herstellerspezifische Leistungs- und Netzwerksteuerungen enthält.

Prozessor

Ähnlich wie beim Dell XPS 13 9310 mit der gleichen Core i7-1165G7-CPU kann die Prozessorleistung bei hoher Last über einen längeren Zeitraum unstetig sein, da die Taktraten zyklisch wechseln, um die Kerntemperaturen in Schach zu halten. Allerdings sind die Amplitude und der Bereich, in dem die Taktraten zyklisch wechseln, beim HP enger als beim Dell, was zu einem besser vorhersehbaren Leistungsniveau führt. Unser CineBench R15 xT-Schleifentest unten veranschaulicht dies, da unser Spectre 14 im Allgemeinen zwischen 770 und 820 Punkten im Vergleich zu 620 und 750 Punkten beim XPS 13 erzielt. Das HP System ist anscheinend besser in der Lage, sowohl engere als auch schnellere Taktraten aufrechtzuerhalten als das Dell.

Die rohe Multi-Thread-Leistung ist etwa 20 bis 40 Prozent schneller als die des Core i7-1065G7 im Spectre x360 13. Einige Laptops mit der gleichen Core i7-1165G7-CPU können sogar noch schneller laufen, wie das Razer Book 13.

System Performance

Die PCMark-10-Ergebnisse liegen dort, wo wir sie im Vergleich zu anderen Laptops mit der gleichen Core i7-1165G7 CPU erwarten. Das HP System liegt vor Ultrabooks mit CPUs der älteren Generation wie dem Asus Zenbook S oder Spectre x360 13.

Wir hatten keine Software- oder Hardware-Probleme mit unserem Testgerät, abgesehen von einer interessanten Smart-Sense-Beobachtung, die wir in unserem Abschnitt über den Stromverbrauch weiter unten erwähnen werden.

DPC-Latenzzeit

LatencyMon zeigt DPC-Latenzprobleme im Zusammenhang mit ACPI.sys. Die 4K-UHD-Videowiedergabe bei 60 FPS läuft ansonsten flüssig und ohne Bildaussetzer während unseres einminütigen YouTube-Tests.

Speichergeräte

Unser Gerät wird mit der Samsung PM981a ausgeliefert, einer High-End PCIe 3.0 NVMe SSD. Die Ausführung von DiskSpd Read in einer Schleife zeigt, dass die Motherboard-Schnittstelle in der Lage ist, die hohen x4-Transferraten der SSD zu nutzen. Optane-Optionen sind ähnlich wie beim Spectre x360 13 verfügbar, aber die meisten Office-Nutzer werden auch ohne sie auskommen.

GPU Performance

Die Grafikleistung ist exzellent und liegt im Vergleich zu anderen Laptops mit derselben GPU im oberen Bereich des Spektrums. Die 3DMark-Scores liegen etwa 30 Prozent über denen der GeForce MX350, aber reale Spiele laufen auf der Nvidia-GPU aufgrund der ausgereifteren Game-Ready-Treiber trotzdem meist schneller.

Die Frameraten beim Spielen auf dem Spectre 14 neigen aufgrund der schwankenden Taktraten unter Stressbedingungen zu Schwankungen. Im Leerlauf auf Witcher 3 auf den niedrigsten Einstellungen schwanken die Frameraten beispielsweise ständig zwischen 80 und 95 FPS, anstatt konstant zu bleiben, wie unsere Grafik unten zeigt. Dieses Verhalten ist ähnlich wie beim XPS 13, allerdings ist es beim Dell-Gerät noch ausgeprägter. Wir untersuchen dies weiter in unserem Stresstestabschnitt.

Weitere technische Informationen und Benchmarks finden Sie auf unserer speziellen Seite zu den Iris Xe 96 EUs.

Emissionen

Systemrauschen

Das Lüftergeräusch bleibt auch beim Surfen im Internet oder beim Videostreaming im Performance Modus leise. Beim Ausführen der ersten Benchmarkszene des 3DMark 06 würde beispielsweise ein Lüftergeräusch von nur 26,4 dB(A) vor einem leisen Hintergrund von 25,9 dB(A) entstehen. Erst bei längerem Betrieb von Witcher 3 würden die Lüfter anfangen, mit höheren und hörbaren Drehzahlen zu laufen. Im schlimmsten Fall kann der Anwender mit einem Geräusch von 41,5 dB(A) rechnen, wobei glücklicherweise kein störendes Pulsieren auftritt.

Temperatur

Die Oberflächentemperaturentwicklung ist aufgrund der Kühllösung im Inneren symmetrisch. Die Tastaturmitte kann bis zu 39 °C warm werden, während der untere Hotspot bei hoher Belastung bis zu 53 Grad erreichen kann. Diese Ergebnisse sind sogar wärmer als das, was wir beim 13,3-Zoll Spectre x360 13 auf jeder Seite gemessen haben. Obwohl die Handballenablagen nie zu warm sind, wäre eine kühlere Unterseite wünschenswert gewesen.

Stresstest

Bei der Belastung mit Prime95 fährt die CPU für die ersten paar Sekunden auf 4 GHz hoch und das bei einer Kerntemperatur von 95 °C. Die Taktraten und die Kerntemperatur fallen dann stetig und pendeln schließlich zwischen 2,1 und 3,4 GHz und 75 °C bzw. 95 °C. Der gleiche Test auf dem XPS 13 9310 mit der gleichen Core i7-1165G7-CPU würde zu langsameren Taktraten von 1,9 bis 3,1 GHz und einer kühleren Kerntemperatur von 71 bis 78 °C führen.

Sowohl die CPU- als auch die GPU-Taktraten schwankten auch beim Spielen, was zu unsteten Frameraten führte. Unser Screenshot unten zeigt dies bei der Ausführung von Witcher 3. Möglicherweise sollten Sie v-sync aktivieren, um Screen Tearing und ungleichmäßige Frameraten zu reduzieren.

Der Betrieb auf Akku schränkt die Prozessorleistung ein, selbst wenn Sie das Energieprofil Performance verwenden. Ein 3DMark 11-Test im Akkubetrieb liefert Physik- und Grafik-Scores von 3209 bzw. 6714 Punkten, verglichen mit 11810 und 6658 Punkten im Netzbetrieb.

Energieverwaltung

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme des Spectre x360 14 schwankt im Vergleich zu den meisten anderen Ultrabooks mit dem gleichen Core i7-1165G7 wie dem Asus ZenBook 14 stärker. Unsere Screenshots unten illustrieren die Bereiche, die User bei hoher Rechenlast erwarten können. Dieses Verhalten steht im Einklang mit den schwankenden Taktraten, die wir oben beobachtet haben.

Im Durchschnitt unterscheidet sich die Leistungsaufnahme bei hoher Last jedoch nicht allzu sehr vom Asus Zenbook S oder LenovoYoga 9i 14, die jeweils mit weniger leistungsstarken Ice-Lake- oder Core-i5-Prozessoren ausgestattet sind. Besonders effizient ist das HP im Vergleich zu Ultrabooks mit diskreter GeForce MX-Grafik wie dem Huawei MateBook 14, das bei Spielen etwa 15 bis 20 Watt mehr verbraucht.

Unter extremer Last können wir mit dem kleinen (~8,8 x 5,3 x 2,1 cm) 65-Watt-Netzteil einen temporären Maximalverbrauch von 56,2 Watt verzeichnen.

Es ist erwähnenswert, dass das standardmäßige HP Smart Sense Energieprofil nicht der energieeffizienteste Modus ist. Während unserer Tests verbrauchte das System im Smart-Sense-Modus mindestens 6 W, im Vergleich zu nur 2 bis 3 W im Modus “Leise”. Sie sollten den Modus “Leise” verwenden, wenn die Akkulaufzeit von größter Bedeutung ist.

Akkulaufzeit

Die Akkukapazität ist 10 Prozent größer als beim Spectre x360 13 (66 Wh vs. 60 Wh) und und gewährt eine längere WLAN-Laufzeit von etwa 1,5 Stunden. Mit einer vollen Ladung können Nutzer fast 12 Stunden reale WLAN-Nutzung erwarten.

Der Leerlauf auf dem Desktop bei niedrigster Helligkeitseinstellung im HP Smart-Sense-Modus würde nur 14,5 Stunden andauern, verglichen mit über 36 Stunden im Leise-Modus. Die große Diskrepanz könnte auf den oben erwähnten höheren Stromverbrauch des Smart-Sense-Modus zurückzuführen sein.

Das Aufladen von leerer auf volle Kapazität dauert etwa 2 bis 2,5 Stunden.

Fazit

Das Beste am Spectre x360 14 ist, dass es eine perfekte Adaption des Spectre x360 13 ist. Fast alles, was wir am 13,3-Zoll-Modell geliebt haben, findet sich unversehrt auf dem 13,5-Zoll-Modell wieder, einschließlich des exzellenten Tastatur-Feedbacks, des starken und edlen Metall-Designs, des Displays mit hohem Kontrastverhältnis und voller sRGB-Abdeckung und der langen Akkulaufzeit. Das bedeutet aber auch, dass das System viele der gleichen Nachteile wie das Spectre x360 13 erbt, wie die zyklischen CPU-Taktraten, der nicht vom Benutzer aufrüstbare Arbeitsspeicher, die durchschnittliche Scharniersteifigkeit bei bestimmten Winkeln und die langsamen Schwarz-Weiß-Reaktionszeiten. In dieser Hinsicht gibt es definitiv noch Raum für Verbesserungen.

Aber nicht alle Veränderungen begrüßen wir: Während das Spectre x360 13 über WAN-Optionen verfügte, hat das Spectre x360 14 diese stillschweigend weggelassen. Der größere Fingerabdruckleser ist einfacher zu bedienen, aber er geht auf Kosten einer Strg-Taste.

HPs neuestes Convertible ist schneller als das Dell XPS 13 mit der gleichen Core-i7-CPU und bietet gleichzeitig ein größeres und optional doppelt so helles Display. Es gibt ein paar Fehler, aber die sind im Allgemeinen leicht zu übersehen, da das Spectre x360 14 so gut verarbeitet ist und es eine Freude ist, damit zu arbeiten.

Das 13,5-Zoll Spectre x360 14 treibt das 13,3-Zoll Spectre x360 13 in die Enge. Obwohl HP darauf besteht, dass ersteres das letztere nicht ersetzen wird, können wir uns ein Szenario vorstellen, in dem das Spectre x360 13 sowieso langsam zugunsten des Spectre x360 14 ausläuft, weil beide so ähnlich sind. Wenn Sie auf der Suche nach einem Spectre sind, empfehlen wir das 13,5-Zoll-Modell gegenüber dem 13,3-Zoll-Modell, einfach weil es in der Lage ist, eine spürbar größere Bildschirmgröße mit nur marginalen Steigerungen bei Größe und Gewicht zu bieten.