AOC launcht zwei neue Curved-Gaming-Monitore aus der G2-Serie

Der Hersteller AOC kündigt mit dem CQ32G2SE und dem C32G2AE zwei neue 31,5 Zoll große Gaming-Displays aus seiner G2-Serie an. Beide Monitore kommen mit einem Curved VA-Panel (1500R) sowie einer Bildwiederholrate von 165 Hz und einer Reaktionszeit von 1 ms (MPRT). Ebenfalls ist AMD FreeSync Premium mit an Bord. 

Der CQ32G2SE besitzt eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln und verfügt über eine Pixeldichte von 94 Pixeln pro Zoll bei einer Helligkeit von 250 cd/m². Hinzu kommt ein Betrachtungswinkel von 178/178° sowie ein Kontrastverhältnis von 3000:1. Der sRGB-Farbraum ist zu 121 % abgedeckt. Der AOC C32G2AE bietet eine Full-HD-Auflösung und kommt in einem dreiseitig rahmenlosen Design und mit VESA-Montageoption. Auch hier liegt das Kontrastverhältnis bei 3000:1. Die sRGB-Farbraumabdeckung beläuft sich laut Datenblatt auf 123%. Die Helligkeit ist ebenfalls mit 250 cd/m² angegeben. Der CQ32G2SE und der C32G2AE lassen sich laut Hersteller komplett ohne Werkzeug aufstellen. Beide besitzen einen Standfuß mit integriertem Kabelmanagement. Zudem lässt sich besagter Standfuß zwischen -3,5 und 21,5° neigen. Außerdem verfügen die Monitore über zwei 5-W-Stereolautsprecher.

Wie sich dem Datenblatt entnehmen lässt, beläuft sich der Stromverbrauch beim C32G2AE auf 43 W, im Standby benötigt dieser 0,3 Watt. Der CQ32G2SE verbraucht 49 W und im Standby 0,3 W. 

Laut AOC eignet sich der CQ32G2SE sowohl für Shooter als auch für MMORPG und Actionspiele. Den C32G2AE empfiehlt der Hersteller zudem für eSports-Partien. Des Weiteren sind die Flicker-Free-Technologie und der LowBlue-Modus verfügbar. Bei den Anschlussmöglichkeiten stehen zwei HDMI- sowie ein DisplayPort zur Verfügung. Beide Monitore sind ab Dezember verfügbar. Der C32G2AE liegt bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 230 Euro. Für den CQ32G2SE werden insgesamt 425 Euro fällig.

Lenovo ThinkPad X1 Nano mit stromsparenden Tiger-Lake UP4-CPUs & 1,35mm Tastenhub

Als Lenovo das neue 13-Zoll-ThinkPad mit 16:10-LCD Ende September angekündigt hat, blieben einige Fragen zum ThinkPad X1 Nano offen. Zum Beispiel die genaue Verfügbarkeit: Hier in Deutschland dürfte das kompakte ThinkPad-Flaggschiff erst Anfang 2021 verfügbar sein. Deutlicher Hinweis darauf ist die fehlende Listung im PSREF – erst, wenn man die Produkte in Lenovos Datenbank findet, steht die Verfügbarkeit kurz bevor. 

Wann das X1 Nano tatsächlich auf dem Markt ist, war nicht unsere einzige offene Frage. Zum Beispiel zum Prozessor: Welche CPUs genau im ThinkPad X1 Nano 2021 zum Einsatz kommen würden, erwähnte das Datenblatt nicht. “Intel 11th Gen Core i CPUs” bedeutet zwar Intel Tiger-Lake, doch es gibt zwei Arten von Tiger-Lake-U-CPUs: UP3 und UP4. Die UP3-CPUs können 12 bis 28 Watt verbrauchen, während die UP4-Chips auf 7 bis 15 Watt begrenzt sind.

Ein weiterer interessanter Aspekt: Der Tastenhub der ThinkPad-Tastatur. Lenovo ThinkPad-Laptops hatten ursprünglich einen Tastenhub von 2,5 mm, im Laufe der letzten Dekade hat Lenovo ihn schrittweise auf 1,8 mm reduziert. Das aktuelle Lenovo ThinkPad X1 Carbon, gewissermaßen der große Bruder des X1 Nano, hat noch 1,5 mm. Aber das X1 Nano ist noch dünner und leichter – und das vergleichbare Dell XPS 13 9310 hat nur 1 mm an Tastenhub.

Wir haben Lenovo zu beiden Themen befragt und klare Antworten erhalten: Das X1 Nano enthält die stromsparenden UP4-Varianten von Tiger-Lake, wobei möglicherweise der Intel Core i7-1180G7 der schnellste Prozessor sein könnte. Laut Lenovo soll der Prozessor maximal 15 Watt verbrauchen. Die Wahl der CPU ist interessant, schließlich ist das X1 Nano so eines der ersten Laptops mit diesen CPUs. Auch kann Lenovo so das kompakte X1 Nano Gen 1 vom kommenden Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2021 abgrenzen, sollte dieses UP3 Tiger-Lake nutzen.

Der Hub der 95%-Tastatur wurde auf 1,35 mm reduziert – von allen ThinkPad-Laptops hat das X1 Nano also den geringsten Tastenhub, aber immer noch mehr als das Dell XPS 13.

Mac Book Pro mit M1 und Mac Book Air unterscheiden sich anders als gedacht

Apple hat an den neuen Mac Book Pro und Mac Book Air mit M1-Chip weniger und vor allem andere Änderungen vorgenommen als erwartet. Das hat die Redaktion von iFixit herausgefunden, die beide Geräte in ihre Einzelteile zerlegt hat.

Nachdem Apple die neuen Modelle des Mac Book Pro und Mac Book Air mit M1-Chip vorgestellt hat, steht die Frage im Raum: Was hat sich – abgesehen vom Chipsatz – an der Hardware konkret verändert? Wie sich jetzt herausstellt, weniger als erwartet. Denn wie die Tüftler bei iFixit festgestellt haben, verbaut Apple in den neuen Geräten dieselben Anschlüsse, Akkus, Displays und Steuerungsgeräte wie bei den Vorgängern.

Mehr Effizienz bei Kühlung und Akku

Unterschiede gibt es stattdessen vor allem bei der Kühlung: Das Mac Book Air setzt in der Version mit M1-Chip auf eine Lösung mit ausschließlich passiver Kühlung via Radiator, der den Lüfter des x86-Modells vollständig ersetzt. Die Kühlung wird dadurch lautlos und wartungsarm, nimmt aber mehr Platz im Gehäuse ein, der durch den Verzicht auf einen gesonderten Lüfter frei geworden ist.

Anders sieht es hingegen beim Mac Book Pro aus: Das neue Modell verfügt über die exakt identische Ausstattung wie die x86-Variante – vom M1-Chip einmal abgesehen. Apple verbaut bei der Kühlung denselben Philips-Lüfter mit 2 Watt Leistung und einzelner Heatpipe. Allerdings fällt die Drehzahl des Lüfters deutlich niedriger aus als beim x86-Modell.

Ansonsten hat der Hersteller lediglich die Position des Arbeitsspeichers auf dem Mainboard näher an den Prozessor gerückt und auf den T2-Controller verzichtet. Dessen Funktionen befinden sich jetzt direkt im SoC des M1-Chips. Auch die Akkukapazität des M1-Mac Book Pros und Mac Book Airs bleibt identisch, allerdings halten beide Geräte im Vergleich zu ihren Vorgängern wegen der höheren Energieeffizienz des Prozessors gegenüber der x86-Variante länger durch.

Lenovo IdeaCentre 3: Büro-PCs mit AMD-Zen-Prozessoren ab 195 Euro

Mehrere Händler verkaufen zurzeit Lenovos Büro-PCs der Serie IdeaCentre 3 mit Rabatt. Wer kurzfristig einen günstigen Desktop-PC mit ausreichender Leistung für Office-Programme benötigt, kann zuschlagen. Ins Auge fallen drei Modelle mit AMDs Einsteiger-Zen-Prozessoren Ryzen 3 3250U, Athlon 3050e und 3020e (ohne Zusatznamen). Alle drei nutzen zwei CPU-Kerne samt integrierter Radeon-Grafikeinheit; das Ryzen-Modell arbeitet dank Simultaneous Multithreading (SMT) vier Threads ab.

Die günstigste Variante mit 3020e verkauft Media Markt für knapp 195 Euro. Aufgrund des Preises müssen Nutzer Abstriche bei der Ausstattung machen: Windows 10 Home ist auf einer 1 TByte großen Festplatte vorinstalliert und nicht auf einer SSD. Zudem verbaut Lenovo einen einzelnen DDR4-2400-Riegel im Single-Channel – Nutzer können dank freien Steckplätzen einen zweiten RAM-Riegel und eine M.2-SSD (SATA 6G oder PCIe 3.0 x4) nachrüsten. Ein 90-Watt-Netzteil ist intern im 7,4-Liter-Gehäuse verbaut.

SSD im 270-Euro-PC

Mehrere Händler führen ab 270 Euro eine Konfiguration, die sich dank Athlon 3050U, 256-GByte-SSD und 8 GByte RAM (Dual-Channel) im Alltag deutlich flotter anfühlen dürfte. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann eine 3,5-Zoll-HDD oder per Adapter eine 2,5-Zoll-SSD nachrüsten.

Als Bildausgang steht in allen drei Fällen ein einzelner HDMI-1.4-Anschluss zur Verfügung, der für Full HD (1920 × 1080 Pixel) oder WQHD (2560 × 1440 Pixel) bei 60 Hertz ausreicht. Ultra-HD-Monitor (3840 × 2160 Pixel) können nur 30 Hertz darstellen. Zusätzlich steht insgesamt achtmal USB Typ A bereit, darunter zweimal USB 3.2 Gen 1 mit 5 GBit/s (früher 3.0) und sechsmal USB 2.0. Ins Internet geht der IdeaCentre 3 per Gigabit-Ethernet oder Wi-Fi 5 (WLAN 802.11ac). Peripherie können Nutzer auch drahtlos per Bluetooth 5.0 verbinden. Audio-Klinken befinden sich vorne am I/O-Panel nebst SD-Kartenleser.

Auch das Lenovo ThinkPad T14 ist mit AMD Ryzen besser

Mittlerweile führt Lenovo die meisten AMD- und Intel-ThinkPads unter derselben Modellbezeichnung. Nachdem wir nun sowohl das T14 mit dem Intel-Prozessor und jetzt auch mit AMD-CPU getestet haben, gilt auch hier, dass man bei AMD deutlich mehr Leistung zu einem geringeren Preis bekommt. In der T-Serie verwendet Lenovo zudem die Ryzen-Pro-Chips, die ähnlich wie bei Intels vPro-Technologie zusätzliche Sicherheitsfunktionen bieten. Der einzige wirkliche Nachteil ist der Verzicht auf Thunderbolt 3, hier kann die Wahl also auch von der geplanten Dockingstation abhängen. Im Gegenzug gibt es aber einen HDMI-2.0-Anschluss, ein externer 4K-Monitor lässt sich also auch mit 60 Hz ansteuern.

Auch bei den Displays gibt es eine Einschränkung, denn das spiegelnde 4K-Panel ist ausschließlich in Verbindung mit Intel-CPUs verfügbar. Bei einem mobilen Business-Notebook ist das unserer Meinung nach aber nicht weiter schlimm, denn das matte LowPower-1080p-Display ist mit seiner Helligkeit von 400 cd/m² und der guten Farbdarstellung eine sehr gute Wahl. Allerdings gilt auch wie bei anderen 14-Zoll-ThinkPads, dass Lenovo vier verschiedene Modelle des Panels verbaut, und man im Vorfeld nicht weiß, welche Version man bekommen wird. Dass es durchaus Unterschiede gibt, haben wir schon in unserem Vergleichsartikel gesehen. 

Bei der Akkulaufzeit hat das Intel-Modell ebenfalls einen leichten Vorteil. Sobald man sich aber die Leistungswerte ansieht, liegt AMD ganz klar vorne. Das gilt auch schon für den “kleinen” Ryzen 5 Pro 4650U mit 6 Kernen, und erst recht für den schnelleren Ryzen 7 Pro 4750U (8 Kerne). Da die Kühlung hier auch etwas besser ist, dürfte die Leistung besser ausfallen als beispielsweise beim dünneren ThinkPad T14s. Allerdings sollte man für die höchst mögliche Grafikleistung einen zweites RAM-Modul verbauen, was dank dem freien Slot kein großes Problem ist. Wenn man mit dem ThinkPad T14 nach Feierabend auch mal eine Runde spielen möchte, kann der Dual-Channel-RAM den Unterschied zwischen flüssigem und ruckelndem Gameplay machen.

Test HP EliteBook 835 G7 Laptop: Erweiterbare AMD-Kompaktklasse

Traditionell waren Business-Subnotebooks immer vollwertige Laptops im kleineren Format. Das bedeutete früher auch: Die gleiche Aufrüstbarkeit wie bei größeren Modellen. Doch seitdem es Ultrabooks gibt, ist die Kategorie aus der Mode gekommen. Um dem entgegenzuwirken, haben die größten Hersteller von Business-Laptops ihre Modellreihen “ultrabookifiziert”. Die aktuellsten Modelle von Dell und Lenovo, das Latitude 7310 und das ThinkPad X13, haben beispielsweise komplett verlöteten RAM. Der dritte große Hersteller im Bunde, HP, bleibt dagegen bei einem Design mit aufrüstbarem RAM.

Das aktuellste HP EliteBook 835 G7 zeichnet sich aber nicht nur dadurch aus, sondern auch durch die aktuellsten AMD Ryzen Pro 4000 CPUs. Unser Testgerät enthält einen AMD Ryzen 5 PRO, 8 GB RAM, eine 256-GB-SSD sowie ein 13,3-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung. Für diese Konfiguration muss man rund 1.450 Euro auf den Tisch legen.

Neben den schon erwähnten Business-Laptops von Dell und Lenovo nehmen wir auch den direkten Vorgänger HP EliteBook 735 G6 und das Intel-Modell EliteBook 830 G7 als weitere Referenzen in den Vergleich mit auf.

HP-Laptop mit Alu-Gehäuse

Im Vergleich zum HP EliteBook 735 G6 wurde das Gehäuse komplett erneuert. An der silbernen Farbe (mit schwarzem Displayrahmen und Tastatur als Kontrast) ändert sich nichts. Dafür ist der Displayrahmen nun schmaler, die Lautsprecher sind rechts und links der Tastatur platziert und der Pointing-Stick mit seinen dedizierten Tasten entfällt. Das neue Dreicksmuster der Lautsprecheröffnungen ist schon von anderen aktuellen HP-Laptops bekannt.

Der Großteil des EliteBook-Gehäuses ist aus Aluminium gefertigt. Aus Kunststoff bestehen das LCD-Bezel, der obere Teil des Displayrückens sowie der innere Rahmen unterhalb der Alu-Handballenauflage. Damit ist das HP EliteBook 835 G7 nicht ganz so verwindungssteif wie ein Laptop mit Alu-Unibody. Punktuellen Druck parieren Displaydeckel und Palmrest aber sehr gut, auch die Tastatur gibt nirgendwo nach. Die Verarbeitung ist perfekt und die Haptik, bis auf den billig-anmutenden Kunststoff-Streifen am Display, sehr hochwertig.

Das breite Drop-Down-Scharnier mit Kunststoffkappe lässt kaum Wippen zu. Man kann den Bildschirm auch mit einem Finger aufklappen, doch nur auf bis zu 165 Grad.

Ein großer Fortschritt: Das EliteBook 835 G7 ist ein ganzes Stück weniger lang als sein Vorgänger. Dadurch ist es auch kompakter als das Lenovo ThinkPad X13, das Dell Latitude 7310 ist dagegen etwa gleich groß.

Beim Gewicht gibt es ebenfalls eine leichte Verbesserung. In dem Bereich sind die beiden Konkurrenten von Lenovo und Dell aber immer noch besser.

Ausstattung des HP EliteBook 835 G7 business-typisch gut

Durch die Verlegung der Lüftungsöffnungen auf die Rückseite hinter das Scharnier gibt es mehr Platz für Anschlüsse an den Seiten. Dennoch speckt HP bei den Ports ab: Mit dem proprietären Side-Dockingport sowie dem RJ45-Ethernet-Anschluss entfallen zwei große Ports. Neu hinzugekommen ist ein zweiter USB-C-Anschluss, was für viele Nutzer sicherlich positiv sein dürfte. Gerade den RJ45-Port mag aber so mancher schmerzlich missen.

Thunderbolt 3 ist wie bei allen AMD-Laptops nicht vorhanden.

Kommunikation

Obwohl die Wi-Fi-Karte eine modernes Intel Wireless AX200 (2×2) ist, schneidet das HP EliteBook 835 G7 bei den Wi-Fi-Transferraten ziemlich schlecht ab. Gegenüber dem HP EliteBook 735 G6 mit AC-Wi-Fi gibt es kaum eine Verbesserung.

Sicherheit

Als waschechtes Business-Laptop kommt das HP EliteBook 835 G7 mit dem vollem Paket an Hardware-Security-Funktionen. Das schließt Kensington-Lock, Fingerprint-Leser, Infrarot-Kamera und Smartcard-Leser mit ein. Sogar eine mechanische Privacy-Blende für die Webcam ist vorhanden.

Zubehör

Neben dem 65-Watt-Netzteil mit USB-C-Stecker liegt kein weiteres Zubehör bei.

Wartung

Die fünf Kreuzschlitz-Schrauben bleiben im Gehäuse stecken, wenn man sie löst. Neben ihnen ist das Cover auch durch einige Clips gesichert, die man mit einem Kunststoffspatel öffnen muss. 

Vorbildlich ist die Aufrüstbarkeit: Weder SSD, RAM noch Wi-Fi-Modul sind verlötet, alle Komponenten sind einfach austauschbar. Beim RAM ist ein SO-DIMM-Slot ab Werk frei. Ebenso einfach nachrüstbar ist eine WWAN- bzw- LTE-Karte: SIM-Slot und Antennen sind ebenso wie der freie M.2-2242-Slot vorbereitet. Einziger kleiner Kritikpunkt: Die Tastatur ist bei diesem Modell nicht mehr einfach austauschbar.

Garantie

Mit drei Jahren “Collect and Return”-Garantie, bei der das Laptop im Schadensfall vom Hersteller abgeholt wird, bewegt sich das HP EliteBook 835 G7 auf dem üblichen Niveau für Premium-Business-Laptops. Optional kann man die Garantie verlängern und durch Vor-Ort-Service erweitern.

Gute Eingabegeräte im HP-PC

Tastatur

HP nutzt beim EliteBook 835 G7 ein kleineres Layout als beim größeren EliteBook 845 G7. Die dedizierten Navigationstasten rechts entfallen, genau wie der Kontextmenü-Button. Die restlichen Tasten sind aber glücklicherweise gleich groß, wobei die vertikalen Pfeiltasten auch hier sehr klein sind.

Die glatten Backlight-Tasten (zwei Stufen) haben einen Hub von ca. 1,5 mm. Man kann auf ihnen sehr gut tippen, da der Druckpunkt definiert und knackig ist. Subjektiv ist die Tastatur der ThinkPads noch ein wenig besser, aber HP kann ziemlich gut mithalten.

Touchpad

Anders als Lenovo beim Lenovo ThinkPad X13 setzt HP auf ein Touchpad aus Glas. Mit 11 x 6,3 cm hat das Touchpad eine ordentliche Größe für ein 13-Zoll-Notebook. Zugutekommt dem Touchpad, dass es weder dedizierte Touchpad- noch Pointing-Stick-Tasten gibt. Letzteres ist eine Änderung im Vergleich zum EliteBook 735 G6, da der Pointing-Stick leider entfällt.

Den daraus entstehenden Nachteil gegenüber dem ThinkPad kann das HP EliteBook 835 G7 mit dem besseren Touchpad etwas ausgleichen, vor allem, weil die Glasoberfläche einfach besser als Kunststoff ist. Die Mechanik des Clickpads hat einen knackigen, hochwertigen Druckpunkt und auch treibertechnisch gibt es, dank Microsofts Precision-Touchpad-Treiber, nichts zu bemängeln.

Display: Der Schwachpunkt des HP-Notebooks

An Auswahl von matten 13,3-Zoll-LCDs mangelt es beim HP-Computer auf jeden Fall nicht. Alle Displays haben die Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080) und IPS-Basis.

Full-HD, 250 cd/m², 45 % NTSC

Full-HD, 250 cd/m², 45 % NTSC, Touch

Full-HD, 400 cd/m², 72 % NTSC, Low-Power

Full-HD, 1000 cd/m², 72 % NTSC, Sureview

Leider verbaut HP in unserem Testgerät das Basispanel. Mit durchschnittlich 228,4 cd/m² bleibt es sogar noch hinter den schon niedrigen Erwartungen zurück. Damit hat das HP EliteBook 825 G7 das dunkelste Display im Vergleich. Zwar verstehen wir, dass HP dieses Display für eher geizige Firmenkunden im Programm hat, aber bei einer Endkundenvariante für über 1.000 Euro sollte dieses Panel nicht mehr verbaut werden.

Obwohl der Kontrast von 1.289:1 nicht schlecht ist – alle anderen Vergleichslaptops sind besser. In Sachen Farbbalance konnten wir ab Werk einen leichten Grünstich mit CalMan messen, der nach einer Kalibrierung mit dem X-Rite i1Pro 2 Colorimeter aber verschwunden ist.

HPs Angabe von 45 % NTSC-Farbraum übersetzt sich in eine extrem schlechte sRGB-Abdeckung von nur 61 %. So werden Farben verfälscht und lasch dargestellt. Dieses LCD-Panel ist für die Arbeit mit Farben ungeeignet.

Trotz der matten Oberfläche ist das Display im Außenbereich fast unbrauchbar. Selbst bei bewölktem Himmel lässt sich kaum etwas erkennen.

Immerhin gibt es an der Blickwinkelstabilität des IPS-Panels nichts auszusetzen. 

Leistung: Überdurchschnittlich schnelle AMD Ryzen 4000 CPU

Es werden ausschließlich Ryzen-Pro-4000-CPUs von AMD im HP EliteBook 835 G7 verbaut. Zur Auswahl stehen der Ryzen 3 Pro 4450U, der Ryzen 5 Pro 4650U und der Ryzen 7 Pro 4750U. Dedizierte GPUs gibt es keine, dafür aber die integrierten AMD GPUs Radeon RX Vega 5, Radeon RX Vega 6 und Radeon RX Vega 7.

Der größte Vorteil des HP EliteBook 835 G7: Es hat gleich zwei DDR4-3200 SO-DIMM-Slots, womit maximal bis zu 64 GB RAM möglich sind. HP verkauft das EliteBook ab Werk mit 32 GB. Als Massenspeicher gibt es eine M.2-2280-SSD mit bis zu 1-TB-Kapazität.

Prozessor

Der AMD Ryzen 5 Pro 4650U ist der zweitschnellste Prozessor der Ryzen-Pro-Serie für Business-PCs. Die sechs Kerne des Renoir-Prozessors takten mit 2,1 bis 4 GHz. Für Vergleiche mit anderen Prozessoren verweisen wir auf unsere CPU-Benchmarkliste.

Nominell hat die CPU eine TDP von 15 Watt. HP räumt ihr mit rund 30 Watt das Doppelte ein. Schon nach kurzer Zeit wird der Verbrauch aber etwas gesenkt. In der Cinebench-Schleife können rund 25 Watt gehalten werden, was in Taktraten von etwa 3 GHz und Temperaturen von rund 94 °C resultiert. Damit schneidet das HP EliteBook 835 G7 extrem stark ab und holt sogar fast das Lenovo ThinkPad X13 ein, das den eigentlich deutlich stärkeren Ryzen 7 Pro 4750U mit acht Kernen enthält. Im Vergleich zum Intel-EliteBook 830 G7 ist das EliteBook 835 G7 rund 70 % schneller bei der Multicore-Leistung. 

Im Akkumodus steht die volle CPU-Leistung zur Verfügung. 

System Performance

In den PCMark-Benchmarks ist das HP-Notebook schlechter als das Lenovo ThinkPad X13. Ursächlich dafür kann die eher schwache SSD oder auch der Single-Channel-RAM sein. Im Alltag läuft das EliteBook 835 G7 aber durchgehend flüssig und schnell.

DPC-Latenzen

Bei der Arbeit mit Audio kann es zu Aussetzern kommen. Das liegt laut dem Analyse-Programm LatencyMon vermutlich am CPU-Powermanagement.

Massenspeicher

Die M.2-2280-SSD von SK Hynix unterstützt zwar den PCIe-NVMe-Standard, ist aber ziemlich langsam im Vergleich zur Konkurrenz. Im Alltag wird man davon nicht sehr viel merken. Beim Kopieren großer Datenmengen kann die 256-GB-SSD aber merklich langsamer sein.

Grafikkarte

Die AMD Radeon RX Vega 6 ist die mittlere Variante der AMD-iGPUs, die es im HP EliteBook 835 G7 gibt. Ihre Leistung ist vor allem davon abhängig, ob der System-Speicher im Dual- oder Single-Channel-Modus läuft – schließlich hat die GPU keinen eigenen Speicher. Da der Speicher im HP-Notebook mangels eines zweiten RAM-Moduls ab Werk nur im Single-Channel-Mode arbeitet, könnte die Leistung deutlich besser sein – das zeigt sich auch im Test des Lenovo ThinkPad T14. Auch die Games würden mit Dual-Channel-RAM wesentlich flüssiger laufen. 

Auch die GPU reduziert nicht ihre Leistung im Akkumodus.

Emissionen: HP-Laptop kühl unter Last, leise im Idle

Geräuschemissionen

Im Idle-Zustand bleibt der Lüfter komplett ausgeschaltet. Das ändert sich unter Last, maximal messen wir 38,5 dB(a) – an sich schon eine ordentliche Lautstärke, zudem läuft der Lüfter ziemlich hochfrequent. Definitiv nervig, wenn auch nur unter Last der Fall.

Spulenfiepen konnten wir nicht feststellen.

Temperatur

Der laute Lüfter führt die Hitze scheinbar gut ab, denn unter Last erhitzt sich das Gehäuse kaum. Nicht einmal 40 °C werden erreicht. Dabei zeigt sich im Stresstest mit Prim95 und FurMark, dass das nicht an einer Leistungsdrosselung liegt: Auch nach einer Stunde kann der Prozessor noch 22,5 Watt verbrauchen. Das Kühlsystem hält die CPU-Temperaturen dabei vergleichsweise konstant bei 92,1 °C.

Audio

Trotz ihrer prominenten Platzierung sind die Boxen des HP EliteBook 835 G7 nicht gut. Sie sind zu leise und der Bass geht ihnen komplett ab. Dadurch ist der Sound unausgewogen und blechern.

Über den 3,5mm-Ausgang kann man ein wesentlich besseres Ergebnis erreichen.

Die beiden Mikrophone neben der Webcam nehmen Stimmen klar auf.

Energieverwaltung: HP EliteBook 835 G7 ist ein Langläufer

Energieaufnahme

Beim Stromverbrauch sind insbesondere die Vergleichswerte von EliteBook 830 G7 und Lenovo ThinkPad X13 interessant: Während das ThinkPad deutlich weniger effizient läuft, hat das Intel-Modell im Idle immer noch Vorteile.

Der maximale Stromverbrauch bleibt deutlich unter der kritischen 65-Watt-Schwelle, die das Netzteil liefern kann.

Akkulaufzeit

Mit 53 Wattstunden kann sich die Akkukapazität durchaus sehen lassen. In Kombination mit dem besseren Stromverbrauch schlägt das HP EliteBook 835 G7 so locker seinen Vorgänger und das Lenovo ThinkPad X13 im Wi-Fi-Test. Fast elf Stunden sind ein sehenswertes Ergebnis, nur das Dell Latitude 7310 ist deutlich besser als das HP-Laptop. Einen kleinen Vorteil hat die Intel-Variante HP EliteBook 830 G7.

Fazit: AMD EliteBook lieber mit Alternativ-Display

Seine beiden RAM-Slots machen aus dem HP EliteBook 835 G7 ein besonderes Subnotebook. Eine derartige RAM-Flexibilität ist heutzutage besonders in der Kompaktklasse selten geworden. 

Das alleine macht natürlich noch kein gutes Business-Laptop. Dazu sind auch das stabile Gehäuse, das gute Touchpad und die angenehme Tastatur notwendig, genau wie die vielen Sicherheitsfeatures und Ports. Für so ein kompaktes Laptop auch nicht verkehrt sind die sehr gute Akkulaufzeit sowie die niedrigen Temperaturen – für die Schoß-Nutzung angenehm. Dass WWAN vorbereitet ist, ist definitiv ein Pluspunkt. Noch ein extrem positiver Aspekt: Die CPU kann konstant über 20 Watt verbrauchen, sodass der Hexacore im EliteBook fast die Leistung des Octacores im Lenovo ThinkPad X13 erreicht.

Klingt bisher fast perfekt. Doch HP zerstört das positive Bild ein wenig durch den Bildschirm, der geringe Farbraumabdeckung mit geringer Helligkeit vereint. Warum HP dieses Panel bei einem Modell für über 1.000 Euro verbaut, ist uns nicht ganz klar – schließlich gibt es das EliteBook 835 G7 optional auch mit besseren LCDs. Weitere Kritikpunkte umfassen den fehlenden Thunderbolt-Standard, die schlechten Wi-Fi-Transferraten sowie die langsame SSD. Im Vergleich zum Vorgänger vermissen wir den Pointing-Stick, zudem gibt es immer noch keinen SD-Kartenslot. Etwas störend ist auch der hochfrequente Lüfter unter Last – dass er im Idle aber stumm bleibt, sortieren wir wiederum bei den positiven Aspekten ein. Das gilt auch für die dreijährige Garantie.

Sehr stark, bis auf das Display: HP EliteBook 835 G7 sollte mit einem anderen Bildschirm gekauft werden.

Schlussendlich bleibt uns zu sagen: Wir können das HP EliteBook 835 G7 empfehlen – aber die Konfiguration mit dem schwachen LCD sollte man meiden. 

HP EliteBook x360 1030 G7 Convertible im Test: Ein Spectre-Dragonfly-Hybrid

Das EliteBook x360 1030 G7 ist HPs neuestes ultraflaches High-End-Business-Subnotebook, das sich oberhalb der erschwinglicheren EliteBook-830- oder ProBook-Familien positioniert. Es ist in vielerlei Hinsicht die graue Version des optisch ansprechenderen HP Elite Dragonfly. Nichtsdestotrotz führt HP beim EliteBook x360 1030 G7 sowohl innen als auch außen einige Änderungen ein, um es besser zu machen als das Vorgängermodell EliteBook x360 1030 G4 und die erste Generation des Dragonfly.

Es gibt zahlreiche SKUs, ausgestattet mit Core i5-10210U der 10. Generation bis hin zur Core i7-10810U-CPU mit vPro, FHD bis hin zum 4K UHD AMOLED Touchscreen, 8 GB bis 32 GB LPDDR4-2933 RAM und bis zu 2 TB Speicher mit optionalem Optane 3D Xpoint. Alle Konfigurationen werden mit Comet-Lake-U-CPUs, Gorilla-Glas und integrierter UHD Graphics 620 geliefert. Unsere spezifische Testeinheit ist eine SKU der mittleren Preisklasse mit Core-i7-10810U-CPU, FHD-Display und 16 GB RAM für ca. 2400 USD.

Zu den Konkurrenten des EliteBook x360 1030 G7 gehören das Lenovo ThinkPad X13 Yoga, das Dell XPS 13 2-in-1, das Asus ZenBook S Flip und andere ultradünne Subnotebooks, die für den Einsatz im Büro konzipiert sind.

Gehäuse

Wenn Sie schon einmal ein EliteBook in der Hand hatten, dann haben Sie bereits eine gute Vorstellung davon, wie das EliteBook x360 1030 G7 aussieht und sich anfühlt. Die Designphilosophie von HP für die EliteBook-Serie hat sich zwischen den Generationen nicht geändert. Das Aluminium-Magnesium-Skelett wird zwar kleiner und leichter, aber es fühlt sich immer noch steif an, mit nur ein wenig Biegung und Knarren beim Verdrehen der Seiten. Größere und schwerere Business-Clamshells wie das Dell Latitude 7400 fühlen sich robuster an.

Am einfachsten lässt sich das EliteBook x360 1030 G7 vom x360 1030 G4 unterscheiden, wenn man sich die hinteren Ecken und den unteren Bildschirmrand ansieht. HP hat das “diamond-cut”-Design der Spectre-Serie übernommen und gleichzeitig die Dicke des unteren Displayrahmens noch weiter reduziert, um das Gesamtvolumen zu verringern.

Die schmalere untere Lünette hat 11 mm von der Länge des Gehäuses abgeschnitten. Dadurch ist das neuere System auch um etwa 100 Gramm leichter (1,3 kg vs. 1,2 kg). Die Änderungen von Generation zu Generation mögen zwar geringfügig klingen, aber sie sind sicherlich spürbar, vor allem auf Reisen oder unterwegs, wo jedes Gramm und jeder Millimeter zählt. Beachten Sie, dass sich die Dicke gegenüber dem Modell der letzten Generation nicht verändert hat.

Ausstattung

Die Anschlussoptionen und die Positionierung unterscheiden sich geringfügig vom x360 1030 G4. HP hat einen zweiten USB-A-Anschluss hinzugefügt, während sich der DriveLock-Anschluss nun am linken Rand befindet. Beachten Sie, dass es immer noch kein SD-Kartenlesegerät gibt, da HP die Besitzer ermutigt, stattdessen seine QuickDrop-Software zu verwenden. QuickDrop ermöglicht eine direkte Wi-Fi-Verbindung zwischen dem PC und dem Smartphone für wesentlich schnellere Datenübertragungen als mit Bluetooth, aber Benutzer, die sich auf Kamera-SD-Karten verlassen, werden trotzdem Pech haben.

Sicherheit

Diese Generation führt HP Presence Aware zusätzlich zu den üblichen Sicherheitsfunktionen wie Fingerabdruckleser, Webcam-Shutter, DriveLock und HP Client ein. Presence Aware kann erkennen, wenn sich ein Benutzer nahe des Laptops befindet, und den Laptop automatisch in den Ruhezustand versetzen, wenn niemand in der Nähe ist. Umgekehrt kann es sich auch automatisch anmelden, wenn es mit Windows Hello kombiniert wird, falls es einen Benutzer in der Umgebung erkennt. Es handelt sich im Wesentlichen um die HP-Version des Dell ExpressSign-In, wie sie auf soliden High-End-Systemen (Latitude) zu finden ist, allerdings mit einem größeren Sichtfeld vor dem Laptop (60 Grad vs. 40 Grad)

Wartung

Die Bodenplatte ist zur einfachen Wartung mit sechs zugänglichen T5-Torx-Schrauben befestigt. Obwohl RAM und WLAN verlötet sind, sind das WWAN-Modul und die M.2-SSD abnehmbar.

Zubehör und Garantie

Die Verpackung enthält ein USB-C-auf-USB-A-Kabel und einen HP L04729-003 Aktivstift. Der Stift lässt sich magnetisch am linken Rand des Laptops befestigen, aber wir ziehen es vor, ihn einfach in die Tasche zu stecken, da er sich auf diese Weise viel sicherer anfühlt.

Eine einjährige beschränkte Garantie ist Standard, statt des Zeitrahmens von drei Jahren, den wir von High-End-Businessgeräten gewohnt sind.

Eingabegeräte

Tastatur

Tastaturgröße und Feedback bleiben gleich wie beim EliteBook x360 1030 G4, was eine gute Sache ist, denn wir fanden, dass der Laptop beim Tippen komfortabler ist als die weicheren Tasten beim Asus ZenBook Flip und den meisten anderen Ultrabooks. Stattdessen beziehen sich die größeren Änderungen auf die Sekundärfunktionen auf der ersten Tastenreihe. Insbesondere die Videokonferenz- und Kalendertasten des Modells der letzten Generation wurden jetzt durch einen Kameraverschluss-Schalter, einen Schalter für den Flugzeugmodus und eine individuell programmierbare Taste ersetzt. Solche Funktionen sind wohl vielseitiger.

Touchpad

Die Größe des Clickpad hat sich gegenüber dem x360 1030 G4 (11,6 x 6,3 cm vs. 11,1 x 6,5 cm) geringfügig verändert. Seine Oberfläche ist im Gegensatz zu den meisten anderen Laptops völlig glatt und “klebt” auch bei sehr langsamen Gleitgeschwindigkeiten fast nicht. Ein wenig “Kleben” wäre für genauere Drag-and-drop-Bewegungen wünschenswert gewesen, aber das ist nur ein persönlicher Geschmack.

Die integrierten Mausklicks sind relativ weich. Ein stärkeres Feedback hätte das Klicken einfacher und ergonomischer gemacht. Wir vermissen definitiv den TrackPoint und die dedizierten Maustasten auf traditionellen Business-Notebooks wie dem EliteBook 840 G5, aber wir können ihren Wegfall hier bei einem Convertible, das für den Einsatz mit Touchscreen konzipiert ist, nachvollziehen.

Display

Unser EliteBook x360 1030 G7 verwendet ein Chi-Mei-Panel im Gegensatz zum InfoVision-Panel auf dem älteren EliteBook x360 1030 G4. HWiNFO ist jedoch nicht in der Lage, hier den genauen Namen des Panels zu identifizieren, mit Ausnahme des Chi-Mei-CMN13A9-Controllers. Unsere spezifische Konfiguration wird mit dem Basis-Panel mit 400 Nits und 1080p geliefert, das in Bezug auf Kontrast und Schärfe bereits besser als die meisten Subnotebook-Displays ist. Die Reaktionszeiten bleiben etwas langsam (merkliches Ghosting), obwohl dies bei den meisten Büroarbeiten kein Problem darstellt.

Der Farbraum deckt >95 Prozent von sRGB ab, während die teurere 4K-UHD-OLED-Konfiguration tiefere Farben bietet, die AdobeRGB abdecken. Wir sind nur froh, dass es selbst bei den Einstiegskonfigurationen keine billigen Panels gibt.

Die Messungen mit dem X-Rite-Kolorimeter zeigen eine dezent kalibrierte Anzeige, die sofort einsatzbereit ist. Das Gamma könnte jedoch besser sein, da es ungewöhnlich niedrig ist. Eine eigene Kalibrierung des Panels würde die Farben und Graustufen von durchschnittlichen DeltaE-Werten von 4,39 und 3,9 auf 1,65 bzw. 1,9 merklich verbessern.

Die Sichtbarkeit im Freien ist aufgrund des glänzenden Gorilla-Glas-Overlays durchschnittlich. Glücklicherweise bietet HP 1000-Nit-Display-Optionen an, die die Sichtbarkeit dramatisch verbessern sollten, wenn auch auf Kosten eines höheren Stromverbrauchs. Alle 1.000-Nit-SKUs sind derzeit mit Sure View ausgestattet, was bedeutet, dass man das eine nicht ohne das andere haben kann. Business-Subnotebooks von Dell oder Lenovo sind noch nicht mit solchen Optionen ausgestattet.

Performance

HP hält im Moment an der Intel-Comet-Lake-U-Serie der 10. Generation fest, da HP vPro im Gegensatz zu den neueren Optionen der 11. Generation Tiger Lake unterstützt. Benutzer werden hier daher keine Iris-Plus- oder Iris-Xe-Grafikoptionen sehen. Es ist zu schade, dass es keine “EliteBook x360 1035”-Serie mit AMD-Optionen gibt, da dies die Grafikleistung gesteigert hätte.

RAM ist gelötet, was bedeutet, dass Benutzer ihre Konfigurationen sorgfältig auswählen müssen. Unser System wurde auf HP Optimized eingestellt, bevor die unten aufgeführten Leistungsbenchmarks ausgeführt wurden.

Prozessor

Die CPU-Leistung ist bei kurzen Benchmarks schneller als erwartet, während die Ergebnisse bei längeren Benchmarks aufgrund der kurzlebigen Turbo-Boost-Leistung des Laptops etwas niedriger ausfallen. CineBench R20 xT zum Beispiel liegt innerhalb von 10 Prozent des durchschnittlichen Core i7-10810U in unserer Datenbank, während kürzere Benchmarks wie GeekBench oder 7-Zip unseren HP etwas mehr bevorzugen. Nichtsdestotrotz ist die reine Multi-Thread-Leistung nur geringfügig schneller als die des Core i7-1065G7 und sogar langsamer als die des billigeren Ryzen 5 4500U im HP ProBook x360 435 G7.

Weitere technische Informationen und Benchmarkvergleiche finden Sie auf unserer speziellen Seite über den Core i7-10810U.

System Performance

Die PCMark-Benchmarks befinden sich dort, wo wir sie erwarten, relativ zu anderen Comet-Lake-U-Systemen. Core-i7-Ice-Lake- und Tiger-Lake-Systeme wie im XPS 13 und im ZenBook Flip S sind in der Lage, den HP wahrscheinlich aufgrund des schnelleren RAM und der integrierten Iris-GPUs zu überflügeln.

Während unserer Zeit mit der Testeinheit hatten wir keine Software- oder Hardwareprobleme. HP Presence Aware ist standardmäßig aktiviert, aber dies kann leicht umgeschaltet werden.

DPC-Latenzzeit

LatencyMon zeigt DPC-Latenzprobleme beim Öffnen mehrerer Tabs auf unserer Homepage an. Die 4K-UHD-Wiedergabe ist ansonsten flüssig und ohne dropped frames während unseres minutenlangen YouTube-Tests.

Speichergeräte

Unsere Konfiguration ist mit dem Samsung PM981a ausgestattet, einer der schnellsten PCIe-3-NVMe-SSDs, die für Verbraucher erhältlich ist. Laufwerke von Toshiba und Western Digital sind in der Regel billiger, aber auch langsamer.

In unserer Tabelle mit HDDs und SSDs finden Sie weitere Benchmarkvergleiche.

GPU Performance

Die Grafikleistung wird mit der gleichen integrierten UHD Graphics 620 erbracht, mit der wir seit fast einem halben Jahrzehnt vertraut sind. Der Grafikprozessor ist vor allem angesichts der neueren Radeon-RX- oder Iris-Xe-Lösungen veraltet, aber für die Zielgruppe dürfte dies kein großes Problem darstellen. HP hat bisher noch keine höheren Grafikoptionen für seine konvertierbaren EliteBook-Subnotebooks angeboten.

Emissionen

Systemlärm

Die Lüfter reichen von 28,1 dB(A) bis zu 31,3 dB(A) bei anspruchsloser Last. Solche niedrigen Pegel sind in einem typischen Büro oder Konferenzraum im Wesentlichen unhörbar. Höhere Lasten, wie Spiele, erhöhen das Lüftergeräusch auf bis zu 35 oder 37 dB(A), was bei Ultrabooks ohne dedizierte Grafikeinheit nicht ungewöhnlich ist. Das Lüftergeräusch ist etwas höher, als wir uns das wünschen, da die einzelnen Lüfter so klein im Durchmesser sind.

Temperatur

Die Oberflächentemperaturen sind nie unangenehm, da sich der Hotspot nahe der Rückseite befindet, wo Haut und Hände sich wahrscheinlich nicht berühren werden. Ein bestimmter Bereich der Tastatur kann bei extremen Belastungen bis zu 37 °C warm werden, im Vergleich zu 43 °C beim Lenovo ThinkPad X13 Yoga 2020.

Stresstest

HP-EliteBook-Subnotebooks können unter Stress typischerweise keine sehr hohen Taktraten aufrechterhalten, und unser Prime95-Stresstest beweist dies. Taktraten und Temperatur würden nur für die ersten paar Sekunden auf 3,1 GHz bzw. auf etwa 40 °C ansteigen, bevor sie schnell in den Bereich von 2,0 bis 2,1 GHz fallen, um eine kühlere Kerntemperatur von 24 °C aufrechtzuerhalten, wie unsere Screenshots unten zeigen.

Der Betrieb mit Batterien beeinträchtigt die CPU-Leistung geringfügig. Ein 3DMark-11-Test zur Batterieleistung ergibt Physik- und Grafik-Werte von 8173 bzw. 1893 Punkten, verglichen mit 8534 und 1942 Punkten bei Netzbetrieb.

Leistung

Leistungsaufnahme

Der Leerlauf auf dem Desktop erfordert je nach Leistungsprofil und Helligkeitseinstellung zwischen 1,5 W und 10 W, um etwas energieeffizienter zu sein als das, was wir mit dem älteren Modell x360 1030 G4 aufgezeichnet haben. Wir sind in der Lage, eine vorübergehende maximale Leistungsaufnahme von 68,9 W aus dem kleinen (~8,8 x 5,3 x 2 cm) 65-W-CA-Adapter aufzuzeichnen, wenn Prime95 läuft, was mit vielen anderen Ultrabooks mit Ice-Lake- oder Comet-Lake-U-CPUs vergleichbar ist. Beachten Sie, dass das Asus ZenBook Flip S mit Tiger-Lake in der Lage ist, eine um 150 Prozent schnellere GPU-Leistung zu bieten, ohne notwendigerweise mehr Strom zu verbrauchen.

Akkulaufzeit

Obwohl sich die Akkukapazität gegenüber dem älteren Whiskey-Lake-U-betriebenen EliteBook x360 1030 G4 nicht wirklich verändert hat, ist die WLAN-Laufzeit auf dem neueren G7-Modell immer noch etwa eine Stunde länger, bei einer Gesamtlaufzeit von fast 10,5 Stunden. Das Aufladen von leerer auf volle Kapazität dauert etwa 1,5 Stunden.

Fazit

Das HP EliteBook x360 1030 G7 ist ein schwer zu schlagendes Convertible. Es verfügt über 4G LTE, Näherungssensor und 1000-Nit-Panel-Optionen, die die meisten konkurrierenden Alternativen nicht bieten. Seine lange Liste von Funktionen ist angesichts des kleinen Formfaktors beeindruckend. Verglichen mit dem Vorgängermodell EliteBook x360 1030 G4 ist das G7 ein würdiger Aufstieg.

Die Hauptnachteile des HP-Convertible sind die begrenzte Grafikleistung, das schwammige Clickpad und der hohe Einstiegspreis. Die Besitzer müssen sich mit der veralteten UHD Graphics 620 abfinden, während das Clickpad bei weitem nicht so einfach zu bedienen ist wie das Touchpad des EliteBook 845.

Es kostet zwar ein kleines Vermögen, aber das HP EliteBook x360 1030 G7 ist, richtig konfiguriert, ein nahezu perfekter Reisebegleiter für Büro und Textverarbeitung.

Seien Sie darauf vorbereitet, fast $2000 USD oder mehr zu zahlen, selbst für die günstigste Core-i5-Konfiguration. Wir wissen, dass die Prozessorleistung nie ein wesentliches Verkaufsargument für ein EliteBook-Convertible war, aber die Tatsache, dass ein billiger Ryzen 5 4500U die beste Comet-Lake-U-Core-i7-Option, die für dieses $2000-System erhältlich ist, übertreffen kann, ist schwer zu ignorieren.

Wohin wird HP von nun an gehen? Wir sagen voraus, dass zukünftige Modelle den Sprung auf 16:10 schaffen, eSIM, drahtloses Laden oder ein Upgrade auf Thunderbolt 4 mitbringen. Aber bis dahin ist dies ohne weiteres eines unserer bevorzugten 13,3-Zoll-Convertibles für Büro und Reise.

SEi10: Mini-PC mit aktuellem Intel-Prozessor ab sofort erhältlich

Mini-PCs sind inzwischen zwar zumindest auch theoretisch zum Gaming geeignet, spielen ihre Stärke aber auch und insbesondere als kompakte Systeme für Office-Anwendungen aus. Mit dem SEi10 bringt Beelink nun einen neuen Mini-PC mit aktuellem Intel-Prozessor auf den Markt.

Konkret ist der nur 124 x 113 Millimeter große und 41 Millimeter hohe Mini-PC mit dem Intel Core i3-1005G1 ausgestattet. Dessen zwei Kerne können bis zu vier Threads abarbeiten, wobei die Taktrate auf bis zu 3,4 GHz im Turbo-Modus beziffert wird. Die Basis-Taktrate liegt bei 1,2 GHz. Das Kühlsystem basiert auf Heatpipes und einem großen Lüfter. Eine dedizierte Grafikkarte steht nicht zur Verfügung, stattdessen kommt die im Prozessor Intel UHD Graphics zum Einsatz. Der RAM misst acht Gigabyte, wobei bis zu 64 Gigabyte DDR4-RAM unterstützt werden.

Je nach gewählter Variante ist der M.2-Slot mit einer 256 oder 512 Gigabyte großen NVMe-SSD bestückt. Eine 2,5-Zoll-SSD oder -Festplatte kann nachgerüstet werden. Verbaut sind zwei HDMI-Ports und ein Typ C-Port mit Thunderbolt-Unterstützung, wodurch auch mehrere, hochauflösende Displays gleichzeitig versorgt werden können. Dazu kommen vier USB 3.0-Ports zu Anbindung von Zubehör und Massenspeichern, ein Kartenleser zur besonders einfachen Speichererweiterung ist ebenso verbaut wie Gigabit-Ethernet und ein Klinkenstecker.

Das WiFi 6-Modul unterstützt auch Bluetooth 5.0, wodurch etwa Tastaturen oder Headsets besonders einfach angebunden werden können. Der Beelink SEi10 ist ab sofort zu einem Preis ab rund 270 Euro direkt aus Asien erhältlich. Dabei birgt der direkte Import wie üblich die Gefahr weiterer Einfuhrabgaben.

Lenovo ThinkPad T14 im Test: Bester Business-Laptop auf dem Markt?

Lenovo bietet sein beliebtes Business-Notebook ThinkPad T14 sowohl mit Intel- als auch AMD-Prozessoren an. Anders als in der Vergangenheit werden beide Varianten nun unter derselben Bezeichnung geführt. Die Intel-Version des T14 haben wir bereits getestet, jetzt ist auch das T14 AMD an der Reihe. Unser Testgerät ist ein Campus-Modell mit der Bezeichnung 20UES00H00 für rund 1.100 Euro; die entsprechende Version für reguläre Kunden ist für etwa 1.300 Euro in Lenovos Online-Shop erhältlich.

Das Testgerät ist mit dem AMD Ryzen 5 Pro 4650U, der integrierten RX Vega 6, 16 GB RAM (Single-Channel) und dem matten LowPower-1080p-Display ausgestattet. Da sich das Testgerät in vielen Bereichen nicht von dem ThinkPad T14 mit dem Intel-Prozessor unterscheidet, werden wir vor allem auf die Unterschiede und die Leistung der Komponenten eingehen. Für alle weiteren Information zum Gehäuse, den Eingabegeräten und den Lautsprechern verweisen wir auf unseren ausführlichen Test des ThinkPad T14 Intel:

Ausstattung – T14 AMD ohne TB3, dafür mit HDMI 2.0

Das AMD basierte T14 unterstützt kein Thunderbolt 3. Die beiden USB-C-Anschlüsse (USB 3.1 Gen.2, 10 Gbit/s) können aber dennoch zum Laden und zum Anschluss von externen Monitoren (DisplayPort 1.4 Alt-Mode) verwendet werden. Ein Vorteil gegenüber dem Intel-Modell ist der HDMI-2.0-Ausgang, 4K-Monitore können also mit 60 Hz angesteuert werden.

Display – Bekannter 1080p-Screen

Das matte LowPower-Display mit der Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) haben wir bereits in den verschiedensten ThinkPad-Modellen getestet. Insgesamt verbaut Lenovo Panels von vier verschiedenen Zulieferern, die wir auch schon gegenübergestellt haben. Als Käufer hat man keinen Einfluss darauf, welches Panel man bekommt. Genau dieses Panel haben wir auch schon in bei der Intel-Version des ThinkPad T14 unter die Lupe genommen, weshalb wir uns an dieser Stelle kurz fassen wollen.

Der subjektive Bildeindruck ist sehr gut und auch helle Flächen wirken nicht zu körnig. Die Werte für die Helligkeit, den Schwarzwert und den Kontrast sind allesamt sehr gut für einen Business-Laptop und übertreffen auch die Konkurrenten von HP und Dell, die wir getestet haben. PWM ist nicht vorhanden, allerdings leidet dieses Panel ein wenig unter den langsamen Reaktionszeiten, was zu Nachzieheffekten (Ghosting) führt. Die Farbgenauigkeit ist bereits ab Werk in Ordnung, lediglich für die Bildbearbeitung empfiehlt es sich, den Bildschirm zu kalibrieren. Im Freien schlägt sich das matte Panel mit der hohen Helligkeit ebenfalls sehr gut. 

Prinzipiell ist die Bildschirmauswahl bei den beiden ThinkPad-Versionen (Intel/AMD) identisch, allerdings ist das spiegelnde 4K-Panel dem Intel-Modell vorbehalten. Bei einem Business-Notebook ist das unserer Meinung nach aber sowieso nicht das Panel der Wahl.

Leistung – ThinkPad mit 6-Kern AMD Ryzen Pro

Standardmäßig werden die meisten Konfigurationen des ThinkPad T14 mit Single-Channel-RAM ausgeliefert. Durch den zusätzlichen SODIMM-Slot lässt sich der Arbeitsspeicher aber vergleichsweise leicht aufrüsten. Gerade bei der Leistung der integrierten GPU kann das zu einem spürbaren Leistungsvorteil führen. Für unsere Benchmarks und die Bewertung haben wir die Single-Channel-Konfiguration verwendet, in einzelnen Bereichen werden wir uns aber zusätzlich ansehen, welchen Einfluss ein zweites RAM-Modul (in diesem Fall 16 GB DDR4-3200 von Crucial) hat.

Prozessor – T14 mit Ryzen 5 Pro

Im Vergleich zu den günstigeren ThinkPad-Modellen der L- oder E-Baureihe verwendet Lenovo Ryzen-Pro-CPUs für die teurere T-Serie. Diese Pro-CPUs bieten zusätzliche Sicherheitsfunktionen, die mit Intels vPro-Technologie vergleichbar sind. Maximal gibt es den Ryzen 7 Pro 4750U mit 8 Kernen, in unserem Testgerät kommt jedoch der etwas langsamere Ryzen 5 Pro 4650U mit 6 Rechenkernen zum Einsatz (12 Threads, maximal 4,0 GHz).

Lenovo ist bei der TDP-Konfiguration des T14 recht konservativ und erlaubt kurzzeitig 25 Watt (6x 3,1-3,2 GHz) und dann auf 23 Watt (6x 3,0 GHz). Das Intel-Modell darf zunächst deutlich mehr Strom verbrauchen, pendelt sich bei längerer Belastung dann aber nur bei ~17 Watt ein. Das dünnere T14s AMD ist ebenfalls etwas schlechter aufgestellt (25/18 Watt).

Die CPU-Leistung ist praktisch gleichauf mit dem HP EliteBook 845 G7, welches von einer etwas höheren TDP-Konfiguration profitiert (30/23 Watt). Das ThinkPad T14s mit dem schnelleren Ryzen Pro 7 liegt vor allem in den Multi-Tests noch etwas vorne, das T14 mit dem Ryzen 7 Pro dürfte aber auch hier noch etwas besser abschneiden. Die Intel-Konkurrenz wird hingegen ganz klar geschlagen. Hier muss man auf die ersten Business-Laptops mit Tiger-Lake-CPUs warten, derzeit sind die AMD-CPUs aber ganz klar vorne, wenn es um die Leistung geht.

Insgesamt kann man hier ganz klar sagen, dass auch der “kleine” Ryzen 5 Pro einen hervorragenden Eindruck hinterlässt und für einen mobilen Business-Laptop enorm viel Leistung bietet. Im Akkubetrieb ist die Leistung nicht reduziert.

System Performance

Bei der Systemleistung konnten wir keine Einschränkungen erkennen und wie erwartet handelt es sich beim T14 um ein sehr reaktionsschnelles System. Mit einem zweiten RAM-Modul steigert sich das Ergebnis im PCMark 10 um etwa 6 % (4.740 vs. 4.473 Punkte). 

Massenspeicher – T14 mit schneller PCIe-SSD von Samsung

Das ThinkPad T14 bietet einen Steckplatz für eine normale M.2-2280-SSD. In unserem Testgerät stammt das Laufwerk von Samsung (PM981a) mit einer Kapazität von 512 GB, von denen nach der ersten Inbetriebnahme noch 445 GB frei sind. Die Leistung der PCIe-NVMe-SSD ist sehr gut. Den freien M.2-2242-Steckplatz, der eigentlich für das optionale WWAN-Modul vorgesehen ist, kann ebenfalls mit einer PCIe-SSD ausgestattet werden.

Grafikkarte – Radeon RX Vega 6

Der AMD Ryzen 5 Pro 4650U kommt mit der integrierten Grafikkarte Radeon RX Vega 6. Im Vergleich zu früheren Versionen der Vega 6 ist der Kerntakt nun deutlich höher (1.500 vs. 1.100 MHz), doch die Leistung wird bei unserem Testgerät durch die Single-Channel-Konfiguration des Arbeitsspeichers ausgebremst. Sobald wir den zweiten Riegel einsetzen, sehen wir je nach Benchmark ein Leistungsplus von 30-44 % (siehe Tabelle). Die Intel-iGPUs der Comet-Lake-Prozessoren (die aktuell immer noch für Business-laptops verwendet werden) sind deutlich langsamer.

Die Leistung der iGPU bleibt auch bei längerer Belastung stabil, denn der Fire-Strike-Stresstest wird mit 99,4 % problemlos bestanden. Auch im Akkubetrieb gibt es keine Leistungsreduzierung.

Gaming Performance

Einen Office-Laptop wie das T14 wird man natürlich nicht primär zum Spielen nutzen, doch einfache Titel sind mit niedrigen Settings durchaus möglich. In diesem Fall bringt ein zweites RAM-Modul einen deutlichen Leistungsschub, was man auch anhand der folgenden Tabelle gut erkennen kann.

Emissionen – Leiser Lüfter und hohe Temperaturen

Geräuschemissionen

Wie schon beim Intel-Modell des ThinkPad T14 und auch dem ThinkPad T14s bleibt der Lüfter unseres AMD basierten Testgerätes sehr zurückhaltend und bleibt auch unter Last angenehm ruhig. Insgesamt gibt es zwischen den drei Modellen kaum Unterschiede bei den Messungen, Lenovo setzt den Fokus bei seinen Business-Laptops also weiterhin auf eine geringe Lautstärke. Sonstige elektronische Geräusche konnten wir während der Testperiode nicht hören.

Temperatur

Die geringe Lüfterlautstärke wird unter Last allerdings mit hohen Oberflächentemperaturen erkauft, allerdings bleiben die Werte ein wenig unter dem T14 mit dem Intel-Prozessor. In unserem Stresstest messen wir an der Unterseite aber dennoch knapp 60 °C und fast 50 °C auf der Oberseite der Baseunit. Diese Temperaturen sind zu hoch für einen Office-Rechner und unter Last sollte man das Gerät auch nicht auf den Oberschenkeln abstellen.

Wie schon bei der reinen CPU-Last pendelt sich der Stromverbrauch der APU sehr schnell bei 23 Watt ein und bleibt auch auf diesem Niveau. Das reicht für einen Prozessortakt von 6x ~2,4 GHz und die iGPU mit knapp 700 MHz.

Energieverwaltung – AMD-ThinkPad mit erhöhtem Stromverbrauch

Energieaufnahme

Vor allem unsere Idle-Messungen zeigen, dass Lenovo den Stromverbrauch der AMD-ThinkPads noch optimieren muss. Wie auch schon beim T14s sind die Werte höher als bei vergleichbaren Intel-Modellen. Zudem zeigt HP mit dem EliteBook 845 G7, wie es besser geht. Hier ist der Idle-Min-Wert (bei dem die maximale Helligkeit des Displays keine Rolle spielt) fast 2 Watt geringer. Das mitgelieferte 65-Watt-Netzteil ist auch unter Last vollkommen ausreichend.

Akkulaufzeit

An der Akkukapazität (50 Wh) hat sich im Vergleich zum Intel-Modell nichts verändert, durch den höheren Stromverbrauch fallen die Akkulaufzeiten dementsprechend geringer aus. Knapp 8,5 Stunden im WLAN-Test (bzw. 7,5 Stunden bei voller Helligkeit) für das AMD T14 sind nicht schlecht, doch das Intel T14 erreicht hier mit 11 bzw. 8:13 Stunden spürbar bessere Laufzeiten. Im Videotest ist das AMD-Modell hingegen vorne, hier scheint die iGPU effizienter zu arbeiten als das Pendant von Intel. Unter Last ist bei beiden Versionen nach rund 70 Minuten Schluss.

Fazit – Auch das T14 ist als AMD-Version die bessere Wahl

Wie schon bei vielen anderen ThinkPads hat auch das T14 mit dem AMD-Prozessor in unserem Test einen besseren Eindruck hinterlassen als das Intel-Modell. Die Akkulaufzeit ist zwar etwas schlechter und auch Thunderbolt 3 fehlt, im Gegenzug gibt es aber einen HDMI-2.0-Anschluss und vor allem deutlich mehr CPU- und auch GPU-Leistung. Wäre unser Testgerät mit Dual-Channel-RAM oder sogar dem schnelleren Ryzen-7-Pro-Prozessor ausgestattet, wäre der Leistungsvorsprung noch größer. Die Tatsache, dass es den optionalen 4K-Bildschirm (spiegelnd) nicht für das AMD basierte T14 gibt, stört uns bei einem Office-Rechner ehrlich gesagt wenig.

Auch das ThinkPad T14 mit der AMD-Ryzen-Pro-CPU kann im Test überzeugen und bietet für weniger Geld deutlich mehr CPU- und GPU-Leistung. Insgesamt ist es der bessere Allrounder im Büro.

Das AMD-Modell bietet noch zwei weitere Vorteile. Da Lenovo hier die Pro-Versionen der AMD-CPUs verwendet, gibt es automatisch erweiterte Sicherheitsfunktionen. Diese gibt es auch bei Intel, dort muss man aber spezielle (und nochmals teurere) Prozessoren mit vPro-Unterstützung kaufen. Dann wäre noch der Preis, denn ein vergleichbares Intel-Modell des T14 ist rund 300 Euro teurer.

Damit bekommt das T14 AMD auf jeden Fall unsere Empfehlung, auch wenn das teurere T14s AMD insgesamt noch besser abgeschnitten hat und aktuell das beste Office-Notebook von Lenovo bleibt.

Warum Sie mit dem Kauf eines M1 Macbook Pro warten sollten

“Sie hätten mich fast gehabt.” Michael Simon erklärt, warum er seine Apple Card zum Zeitpunkt des letzten Apple Events parat hatte – nun aber zögert, sie zu nutzen.

Als Apple’s ‚One more thing event‘ am Dienstag startete, hatte ich meine Apple Card ready. Ich habe keinen Hehl daraus gemacht, dass ich mit dem Kauf eines neuen Mac warten wollte, bis Apple sein eigenes Silizium verwendet – und der Tag war endlich gekommen. Der Apple Store war offline, die Veranstaltungsuhr tickte ab, und ich war bereit, mein erstes neues MacBook seit fast einem Jahrzehnt zu kaufen.

Nur bin ich es noch immer nicht. Jedenfalls noch nicht. Es gibt zwar viel über die Geschwindigkeits- und Akkulaufzeitansprüche des neuen M1-Chips im MacBook Air und MacBook Pro zu sagen, aber es gibt ebenso viele Gründe, mit dem Kauf zu warten, insbesondere wenn Sie von einem älteren High-End-Gerät umsteigen. Es ist nicht so, dass ich von den ersten M1-Macs enttäuscht wäre, vielmehr ist meine Neugierde geweckt.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich will das, was als Nächstes kommt.

Mein Problem ist nicht das Design, das eine exakte Kopie der Intel-Modelle ist. Sicher, ein Bildschirm von einem Rand zum anderen wäre schön, ebenso wie eine kleinere Stellfläche, Face-ID, ein beleuchtetes Apple-Logo und eine MagSafe-Integration, aber das aktuelle Design ist sehr schön.

Obwohl es unbestritten ist, dass diese Geräte für ihren Preis wahnsinnig schnell sind – auch wenn es Zweifel gibt, dass sie schneller sind als 98 Prozent aller PCs, wie Apple behauptet -, gibt es auch Grund zu der Annahme, dass Apple mit dem, was es liefern wird, lediglich an der Oberfläche kratzt.

Nehmen Sie die Anschlüsse. Bei der vorherigen MacBook Pro-Reihe gab es eine Aufpreisoption, die vier USB-C Thunderbolt 3-Anschlüsse anstelle von zweien beim Basismodell umfasste. Das ist die Konfiguration meiner Workstation, und ich benutze jeden einzelnen dieser Anschlüsse täglich, wie viele andere Benutzer auch. Aber wie das MacBook Air haben das neue M1 MacBook Pro und der Mac mini nur zwei Thunderbolt 3/USB 4-Anschlüsse.

Das liegt wahrscheinlich daran, dass der M1-Chip nur über einen einzigen Thunderbolt 3-Controller verfügt – was auch erklärt, warum beide Anschlüsse auf der gleichen Seite liegen -, aber es bedeutet auch, dass Sie keinen M1-Mac kaufen können, ohne bei den USB-Anschlüssen ernsthaft behindert zu werden. Angenommen, Sie verwenden einen zum Aufladen, dann benötigen Sie wahrscheinlich einen Hub, was eine unelegante Lösung ist.

Zukünftige MacBook Pro Modelle, auch kleinere, werden diese Einschränkung wahrscheinlich nicht haben. Apple ist sich eindeutig darüber im Klaren, dass professionelle Benutzer mehr als zwei Thunderbolt-Anschlüsse benötigen, weshalb die Intel-Modelle mit 4 Anschlüssen immer noch zu den gleichen Preisen wie bisher erhältlich sind. Apple hätte diese alternden Intel-Maschinen nicht behalten, wenn es nicht den Bedarf an mehr Ports erkannt hätte, und ich gehe davon aus, dass nächstes Jahr M1-Modelle mit doppelt so vielen Ports auf den Markt kommen werden.

Ports sind nicht das Einzige, was bei den neuen Macs fehlt. Sie sind auch auf 16 GB RAM begrenzt, dieselbe Beschränkung, die auch die früheren Low-End-Modelle hatten, die sie ersetzen sollen. Zugegeben, 16 GB ist nicht wenig, aber es ist weniger als das, was Power-User wollen.

Auch hier versteht Apple die Nachfrage nach mehr Arbeitsspeicher und bietet ein 32GB-Upgrade für 460 Euro in den besseren Intel-Modellen an. Das ist kein schlechter Preis, aber Sie sind auch hier gezwungen, zwischen Geschwindigkeit und Speicher zu wählen. Frühe Geekbench-Benchmarks geben dem M1 einen Single-Core-Wert von 1630 und einen Multi-Core-Wert von 7220 im Vergleich zu 1260 bzw. 4480 beim immer noch lieferbaren 2,0 GHz Core i5 MacBook Pro. Selbst wenn diese Zahlen um eine Größenordnung von 10 abweichen, ist das M1 mit oder ohne den zusätzlichen Arbeitsspeicher immer noch deutlich schneller.

Tick, tack

Aber auch wenn Sie nicht mehr als 16 GB RAM benötigen, ist es immer noch klug, zu warten. Wir wissen zwar nicht genau, wie schnell der M1-Chip im MacBook Air im Vergleich zum M1-Chip im MacBook Pro ist, aber wir können davon ausgehen, dass er eine höhere Taktfrequenz und anhaltende Leistung hat, wenn auch aus keinem anderen Grund als dem, dass das Pro über einen Lüfter zur Kühlung verfügt, während das Air keinen hat.

Wie Apple es umschreibt, wird der Lüfter im Pro benötigt, um „eine blitzschnelle Leistung aufrechtzuerhalten“, während das Air einen Aluminium-Wärmeverteiler verwendet, um die Wärme abzuleiten und eine „erstaunliche Leistung ohne Lüfter“ zu erzielen. Während beide Geräte einen enormen Geschwindigkeitsschub gegenüber ihren Vorgängern liefern, ist es ziemlich klar, dass der M1 im Pro schneller und damit heißer läuft.

Und diese Chips sind wahrscheinlich nur ein kleiner Teil dessen, was Apple mit seinen M-Chips liefern wird. Aus den Geschwindigkeitstests für die neuesten Intel MacBook Pros geht hervor, dass es eine große Kluft zwischen den Einstiegs- und den Aufstiegsmodellen gibt. Unter Verwendung des Cinebench R20-Benchmarks nach Industriestandard erzielte der 1,4 GHz Core i5 397 (Single-Core) und 1616 (Multi-Core), während das 2,0 GHz-Modell 436 bzw. 1929 erreichte. Das ist ein ordentlicher Geschwindigkeitsschub, und zusammen mit dem Mangel an Anschlüssen und RAM ist es klar, dass ein M2- oder M1Z-Chip in Aussicht steht.

Und das ist das Modell, auf das ich warte. Gerüchten zufolge sind 14-Zoll- und 16-Zoll-Macbook-Pros in Arbeit, und ich gehe davon aus, dass sie die Spezifikationen liefern werden, nach denen ich suche, zusammen mit den massiven Geschwindigkeitsverbesserungen, die Apple bereits geliefert hat. Und wer weiß, vielleicht bekommen wir bis dahin auch noch eine anständige FaceTime-Kamera.