Redmi K30 Ultra vorgestellt – Das bessere Poco F2 Pro?

Xiaomi hat noch ein zweites spannendes Smartphone vorgestellt neben dem neuen Flagship Xiaomi Mi 10 Ultra vorgestellt: Das Redmi K30 Ultra. Das wesentlich günstigere Smartphone wird von einem MediaTek Dimensity 1000+ befeuert wird und bekommt auch ein AMOLED Display mit 120Hz Bildwiederholungsrate. Das Redmi K30 Ultra könnte Global unter dem Label Poco auf den Markt kommen – eventuell als Poco F2 oder Poco F2 Ultra. Offiziell ist dies allerdings nicht und lediglich eine vage Vermutung.

Viel Neues muss man nicht über das Redmi K30 Ultra wissen, denn es teilt sich die Basis Größtenteils mit unserem Poco F2 Pro: Das Kamerasetup mit dem Sony IMX686 64MP bleibt, vorne gibt es ein Full-Screen Display mit Pop-Up Frontkamera, 5G darf ebenfalls nicht fehlen und Annehmlichkeiten wie USB-C + 3,5mm Klinke, NFC, 33 Watt Schnellladen und der IR-Blaster bleiben uns ebenfalls erhalten.

Hardware und Ausstattung des Redmi K30 Ultra

Drei Features sind neu: MediaTek Dimensity 1000+ statt des Snapdragon 865, 120Hz statt 60Hz AMOLED und Stereo statt Mono Lautsprecher. Das Redmi K30 Ultra kommt in drei Farben auf den Markt: „Moon White“ Weiß, „Polar Night Black“ Schwarz und neu ist „Mint Green“ Grün. An den Abmessungen ändert sich nichts, außer, dass das K30 Ultra 0,2mm dicker und 5 Gramm leichter ist.

Display: Das AMOLED Display misst auch beim Redmi K30 Ultra 6,67 Zoll im 20:9 Format mit einer Auflösung von 2400 x 1080 Pixeln. Neu ist aber die erhöhte Bildwiederholungsfrequenz. Beim Xiaomi Mi 10 Ultra erhöht man vom 90 auf 120Hz und in den Genuss kommt das Redmi K30 Ultra ebenfalls.

Prozessor: Der Snapdragon 865 von Qualcomm wird durch den Dimensity 1000+ von MediaTek ersetzt, was ein Downgrade ist, aber auch ordentlich Geld spart. Das Vivo IQOO Z1 Gaming Smartphone mit Dimensity 1000+ soll es auf einen AnTuTu Score von 530.000 Punkten bringen. Damit liegt die Leistung bereits im High-End Bereich und sollte eine extrem schnelle Nutzungserfahrung gewährleisten. Gefertigt ist der Dimensity 1000+ im 7nm Verfahren, taktet mit bis zu 2.6 GHz und setzt sich aus vier Cortex A77 und vier A55 Kernen zusammen. Als GPU kommt eine Mali-G77 MP9 zum Einsatz – Mit dem Facelift vom Dimensity 1000 zum jetzigen Dimensity 1000+ soll die Grafikleistung nochmals gesteigert worden sein.

Bei der Konnektivität sollte man auf die Global Version warten, denn für uns fehlen noch ein paar unterstützte Frequenzen. 5G, WiFi 6, Bluetooth 5.1 und NFC sind trotzdem beim K30 Ultra an Bord.

Ein kleines Downgrade bekommt hingegen der Akku: Statt 4700mAh misst er nur noch 4500mAh. Gravierend sollten die Unterschiede bei der Akkulaufzeit nicht ausfallen, denn der Dimensity 1000 ist ebenfalls im 7nm Verfahren gefertigt – allerdings muss man hier noch den Praxistest abwarten. Geladen wird trotzdem mit 33 Watt wie beim Poco F2 Pro.

Redmi K30 Serie – China & Global

Während wir von Poco Global nur das Poco F2 Pro haben und Indien wenigstens noch zusätzlich das Poco X2, vom chinesischen Derivat, dem Redmi K30, gibt es in China gleich vier weitere Modelle:

Redmi K30 (Indien: Poco X2) mit Snapdragon 730G und 120Hz IPS LCDRedmi K30 5G mit Snapdragon 765G

Redmi K30 5G „Extreme / Racing Edition“ mit Snapdragon 768G

Redmi K30 Pro, unser Poco F2 Pro, mit Snapdragon 865 und 60Hz AMOLED

Redmi K30 Pro Zoom Edition auf Basis des K30 Pro mit zusätzlichem Telephotosensor mit 30x Zoom

Redmi K30 Ultra mit MediaTek Dimensity 1000+, 120Hz AMOLED, 4500mAh Akku und Kamerasetup des Poco F2 Pro

An Auswahl im Xiaomi Sortiment mangelt es zwar schon länger nicht mehr, aber knapp unterhalb der teuren Flagships aus der Xiaomi Mi 10 Serie – Mi 10, Mi 10 Pro und nun Mi 10 Ultra – ist noch Platz neben dem Poco F2 Pro.

Unsere Einschätzung zum Redmi K30 Ultra

Das Redmi K30 Ultra bietet ein starkes Paket auf dem Papier, das ist ja aber auch schon vom Poco F2 Pro bekannt. Die zwei Neuerungen machen das Redmi K30 Ultra aber nochmal deutlich interessanter: 60Hz hat ausgedient, so dürfte ein 120Hz Full-Screen AMOLED Display vielen Nutzern gerade recht kommen. Ebenso dünn ist die Auswahl an globalen Geräten mit MediaTeks Dimensity Prozessoren: Mit dem Dimensity 800 im Honor X10 Max konnte man im Test beweisen, dass alte Laster der Vergangenheit angehören. Mehr Leistung für weniger Geld ist hier die Ansage! Der MediaTek Dimensity 1000+ rangiert zwar etwas unter dem Snapdragon 865, bietet aber für jede Situation genügend Power.

Zumal ja noch dazu kommt, dass man beim Redmi K30 Ultra sichtbar den Preis drücken konnte im Vergleich zum Redmi K30 Pro. Los geht es bei 6/128GB für umgerechnet 244€, mit 8/128GB sind es 269€, 8/256GB für 306€ und die Topversion mit 8/512GB schlägt dann schon mit 330€ zu Buche.

Ganze 60€ günstiger ist das Redmi K30 Ultra damit im Vergleich. Das Redmi K30 Pro kostet mit 8/128GB 2699 Yuan ca. 330€, mit ebenfalls 8/128G Speicher unterbietet das Redmi K30 Ultra dies mit 2199 Yuan ca. 269€. Ich denke es reicht, wenn das Redmi K30 Ultra sich als Global Version bei 330€ einpendelt, dann hat man immer noch das 120Hz AMOLED Display als ausschlaggebendes Argument. Dafür muss es aber erstmal als Global Version erscheinen!

Google Pixel 5 soll auf den Qualcomm Snapdragon 765G setzen

Das Google Pixel 5 setzt offenbar auf den Qualcomm Snapdragon 765G als Chip. Das geht aus Daten der Benchmark-Website AI Benchmark hervor. Diese Entwicklung ist keine Überraschung, denn schon vor einigen Monaten wurde klar, dass in diesem Jahr sowohl LG als auch Google auf den Einsatz von Qualcomms Flaggschiff-S

Dem Snapdragon 765G sollen im Pixel 5 8 GByte RAM zur Seite stehen. 5G-Unterstützung wird natürlich somit an Bord sein, das hatte Google ja sowieso bereits bestätigt. Starten könnte das Pixel 5 am 8. Oktober 2020. An Bord soll wohl auch ein Display mit 120 Hz sein. Weitere Informationen sind derzeit leider nicht bekannt, sodass wir da noch etwas ausharren müssen.

Samsung Galaxy Note 20 Ultra und Note 20 im Vergleich: Das sind die Unterschiede

Samsung hat im Zuge seines Unpacked-Events eine neue Generation seiner Note-Serie enthüllt. Das Galaxy Note 20 Ultra stellt das High-End-Modell dar, das Note 20 mutet dahingegen eher als eine Lite-Version dessen an. So sehen sie aus, das steckt drin, das sind die Unterschiede.

Ziemlich genau ein Jahr nach Vorstellung der Note-10-Familie legt Samsung seine High-End-Modelle des zweiten Halbjahres neu auf. Das Galaxy Note 20 Ultra hat der Hersteller bis oben hin mit neuer Technik vollgepackt, während dem Note 20 hier und da ein paar High-End-Features fehlen.

Samsung Galaxy Note 20 Ultra kommt mit 120 Hertz-Display – Note 20 ohne

Samsung scheint bei seiner neuen Note-20-Familie eine etwas andere Produktstrategie zu verfolgen als noch bei der S20-Serie, die sich in Sachen Ausstattung weniger stark unterschied. Während der Hersteller bei allen Modellen der S20-Reihe ein 120-Hertz-Display verbaute, kommt bei der neuen Note-Serie nur die Ultra-Variante mit seinem 6,9-Zoll-AMOLED-Bildschirm in den Genuss dieses Features, das die Interaktion mit dem Smartphone besonders flüssig und direkt anmuten lässt. Geschützt wird der Bildschirm zudem von Gorilla Glass 7, das erst kürzlich vorgestellt wurde und besonders robust sein soll. Das Note-20-Display wird von Gorilla Glass 5 geschützt, während die Rückseite im Unterschied zum Ultra aus einer Art Kunststoff besteht.

Das 6,7-Zoll-Display des Note 20 liefert nur klassische 60 Hertz, zudem ist der Rahmen um den Bildschirm abgerundet und breiter als beim Ultra-Modell. Das Gehäuse des Ultra ist zudem wie beim Galaxy Note 10 etwas kantiger und zieht sich leicht, ähnlich wie beim S20 Ultra, um die linke und rechte Gehäuseseite. Des Weiteren löst der Bildschirm des Note 20 mit Full-HD (2.400 x 1.080 Pixel, 394 ppi) auf, während im Ultra ein WQHD-Plus-Display mit 3.088 x 1.440 Pixeln und 496 ppi verbaut ist.

Samsung Galaxy Note 20 Ultra mit verbesserter 108-Megapixel-Kamera

Auch bei der Kamera sind größere Unterschiede auszumachen: Der Hauptsensor der Triple-Cam des Galaxy Note 20 Ultra ist eine Weiterentwicklung des 108-Megapixel-Sensors des S20 Ultra mit einer f/1.8-Blende, optischer und elektronischer Bildstabilisierung und Laserautofokus. Die Ultraweitwinkel-Kamera kommt mit Zwölf-Megapixel-Kamera und f/2.2-Blende, das Telezoomobjektiv hat ebenso zwölf Megapixel aber nur eine f/3.0-Blende. Beim Zoom hat Samsung die Superlative des S20 Ultra ein wenig zurückgeschraubt: Anstelle eines 100-fachen Zooms kann mit dem Note 20 Ultra lediglich 50-fach vergrößert werden.

Im Note 20 hat die Weitwinkelkamera lediglich Zwölf Megapixel mit f/1,8-Blende, was nicht schlecht sein muss, wie wir im Test der S20-Familie feststellen konnten. Die Ultraweitwinkelkamera kommt mit gleicher Auflösung und f/2.2-Blende. Beim Telezoom setzt Samsung auf seinen 64-Megapixel-Sensor mit f/2.0-Blende der keine optische Vergrößerung unterstützt – die maximale Vergrößerung ist nicht 50-, sondern 30-fach.

In Sachen Video unterstützen die Geräte Aufnahmen mit bis zu 8K. Ferner hat Samsung Prograde-Tools integriert, die eine bessere Mikrofonkontrolle zur Audiosteuerung bieten sollen. Damit lassen sich dem Hersteller zufolge Störgeräusche ausblenden.

Beide Geräte haben auf der Vorderseite eine Selfiecam mit zehn Megapixeln und f/2.2 per Punchole in das Display eingelassen. Das Punchhole beim Note 20 scheint trotz der gleichen Kamera größer als beim Ultra.

Samsung Galaxy Note 20 Ultra mit schnellerem Stylus

Eines der Hauptunterschiede zur S-Serie Samsungs ist bekanntlich neben dem tendenziell eckigeren Design der Stylus, den Samsung S-Pen nennt. Bei der neuen Note-20-Familie erweitert der Hersteller abermals die Funktionen und technische Merkmale, damit sich der digitale Stift beim Schreiben mehr wie ein echter anfühlt. Hierfür wurde unter anderem beim Ultra-Modell die Latenz auf neun Millisekunden reduziert, beim Note 20 liegt sie bei 26 Millisekunden. Ferner hat Samsung fünf weitere Air Gestures hinzugefügt, mit denen sich das Smartphone per Stylus aus der Ferne steuern lässt.

Darüber hinaus sei die Handschrifterkennung verbessert und eine automatische Begradigungsfunktion für Schrift integriert worden. Neu sei zudem eine Ordnerstruktur der Notizen-App und eine Synchronisierungsfunktion der Aufzeichnungen über verschiedene Geräte hinweg. Beim Ultra funktioniert diese Technologie auch in Kombination mit dem neu integrierten Ultrabreitband-Chip, der etwa mit Apples U1-Chip vergleichbar ist. Dieser dürfte künftig unter anderem auch bei digitalen Autoschlüsseln eine Rolle spielen.

Zudem hat Samsung die Partnerschaft mit Microsoft erweitert: Die schon vorhandene Funktion „Link to Windows“ unterstützt Drag-and-Drop zwischen Geräten und bis zu sechs Apps gleichzeitig. Weiter können auf den neuen Note-Modellen Xbox-Spiele via Xbox Game Pass Ultimate gespielt werden. Laut Samsung sind die Geräte mit einem Bluetooth-Controller koppelbar. Um die Funktion ausgiebig zu testen, sei der Xbox Gamepass 3 Monate kostenlos nutzbar. Die Dex-Funktion, die aus dem Smartphone in Kombination mit Display, Keyboard und Maus einen Desktopersatz macht, kann unter anderem auf Smart-TV-Modellen Samsungs (ab den 2019er Geräten) kabellos genutzt werden.

Selbstredend laufen die Note-20-Geräte auf Android 10 mit Samsungs eigener One-UI-Nutzeroberfläche. An Bord ist zudem Googles Airdrop-Lösung Nearby Share.

Beide Note-20-Modelle mit Exynos-990-Prozessor

Unter der Haube steckt bei beiden Modellen ein leicht verbesserter Exynos-990-Chip, der im Note 20 Ultra von zwölf Gigabyte RAM und 256 respektive 512 Gigabyte UFS-3.1-Speicher unterstützt wird und per Micro-SD-Karte (Hybrid-SIM) erweitert werden kann. Im Note 20 stecken lediglich acht Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Flashspeicher. Der Speicher des Note 20 lässt sich nicht erweitern, unterstützt aber den Einsatz von zwei SIM-Karten gleichzeitig. Optional lassen sich auch e-SIMs nutzen.

Beide Modelle unterstützen zudem den neuen 5G-Funkstandard (Sub 6) – das Ultra-Modell wird nur mit 5G-Modem angeboten, das Note 20 kann auch mit 4G bestellt werden. Weiter sind WiFi-6 (802.11 ax), Bluetooth 5, NFC und GPS an Bord.

Spezifikationen des Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G und Galaxy Note 20 im Vergleich

ModellSamsung Galaxy Note 20 UltraSamsung Galaxy Note 20
Display6,9 Zoll Dynamic AMOLED Infinity Display, 120 Hz, Seitenverhältnis 19,3:9, Gorilla Glass 7, WQHD mit 3200 x 1440 Pixel, 58 ppi
6,7 Zoll Super AMOLED, 60 Hz, FHD+ mit 2.400 x 1080 Pixel, 393 ppi
BetriebssystemAndroid 10 mit One UI
2.5
Android 10 mit One UI
2.5
ProzessorExynos 990, 2,7 GHz Octacore-SoCExynos 990, 2,7 GHz Octacore-SoC
Arbeitspeicher12 GB RAM LPDDR58 GB RAM LPDDR5
Interner Speicher256 (ca. 221,6 GB frei verfügbar) bzw. 512 GB (ca. 458,8 GB frei verfügbar) UFS-3.1-Speicher (per microSD-Karte erweiterbar)256 GB UFS-3.1-Speicher (Speicher nicht erweiterbar) (ca. 221,6 GB frei verfügbar)
Akkukapazität4.500 mAh (fest verbaut)4.300 mAh (fest verbaut)
HauptkameraTriple-Kamera, 108 MP f/1.8; 12 MP Ultraweitwinkel f/2.2; 12 MP 5-fach optischer Zoom f/3.0, Laser-Autofokus, 50-facher „Space-Zoom“
Triple-Kamera, 12 MP f/1.8; 12 MP Ultraweitwinkel f/2.2; 64 MP Tele 3-fach optischer Zoom f/2.0, 30-facher Space-Zoom
– Tele: 12 MP f/2.1 und OIS
Frontkamera10 MP mit AF; f/2.210 MP mit AF; f/2.2
KonnektivitätWifi 6, Bluetooth 5, GPS, LTE, 5G, USB Typ-C (Gen 3.2), NFC, HE80, MIMO,1024-QAM, Dual-SIM (optional per eSIM)Wifi 6, Bluetooth 5, GPS, LTE, 5G, USB Typ-C (Gen 3.2), NFC, HE80, MIMO,1024-QAM, Dual-SIM (optional per eSIM)
SonstigesFingerabdrucksensor im Display, Dual-SIM, Wireless-Charging, wasser- und staubdicht (nach IP68), Wireless DeXFingerabdrucksensor im Display, Dual-SIM, Wireless-Charging, wasser- und staubdicht (nach IP68), Wireless DeX
Abmessungen164,8 x 77,2 x 8,1 mm161,6 x 75,2 x 8,3 mm
Gewicht208 g192 g
FarbenMystic Bronze, Mystic Black, Mystic WhiteMystic Bronze, Mystic Green, Mystic Grey
Preis (UVP)ab 1.299 Euroab 949 Euro

Der Akku des Note 20 Ultra ist 4.500 Milliamperestunden groß, die Nennleistung des Note 20 beträgt 4.300 Milliamperestunden. Beide lassen sich kabelgebunden mit 25 Watt schnell aufladen, kabelloses Laden mit maximal 15 Watt unterstützen ebenso beide. Beide Modelle sind nach Schutzart IP68 zertifiziert und können damit einen Tauchgang von 30 Minuten in bis zu 1,5 Metern Wassertiefe überstehen.

Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G und Note 20: Preise, Verfügbarkeit, Farben

Die beiden neuen Note-Modelle erscheinen in jeweils drei Farbgebungen: Das Note 20 Ultra 5G wird in „Mystic Black“ (Schwarz), „Mystic Bronze“ (Bronze) und „Mystic White“ (Weiß) auf den Markt kommen, während das Note 20 in „Mystic Bronze“, „Mystic Gray“ und „Mystic Green“ angeboten wird.

Die neuen Modelle lassen sich ab sofort vorbestellen *, der Marktstart erfolgt am 21. August. Das Note 20 Ultra kostet ab 1.266 Euro mit 256 Gigabyte Speicher, mit 512 Gigabyte Speicher fallen 1.364 Euro an. Beim Note 20 geht es ab 926 Euro, die 5G-Variante kostet knapp 100 Euro mehr.

Vorbesteller, die das Galaxy Note 20 und Note 20 5G bis zum 20. August ordern, erhalten die Galaxy Buds Plus oder ein Xbox-Gaming-Paket bestehend aus einer drei-monatigen kostenfreien Xbox-Game-Pass-Ultimate-Mitgliedschaft, Gamepad und einem Wireless-Charger-Stand als Zugabe. Wer das Galaxy Note 20 Ultra 5G im gleichen Zeitraum vorbestellt, erhält die Galaxy Buds Live oder ein Xbox-Gaming-Paket obendrauf.

Samsung Galaxy Z Fold 2: Falt-Smartphone wird erheblich verbessert

Neben der Samsung Galaxy Note 20-Serie hat Samsung heute auch das neue Galaxy Z Fold 2 5G angekündigt, mit dem man seinem ersten hori­zontal faltbaren Smartphone einen deutlich verbesserten Nachfolger spen­diert. Der Marktstart lässt aber noch auf sich warten.

Das Samsung Galaxy Z Fold 2 5G soll die Probleme des Vorgängers vergessen machen und neue Maßstäbe beim Smartphone-Design setzen. Das Gerät erhält nun endlich ein voll­flä­chi­ges Außen-Display und auch das innere, faltbare Haupt-Display wird deutlich verbessert, so dass man nun auch dort fast die gesamte Fläche für das Display nutzt.

Noch nennt der Hersteller keine offiziellen technischen Daten, weil die Vorbestellung des Galaxy Z Fold 2 5G erst ab dem 1. September anläuft, bevor dann gegen Ende des Monats die Auslieferung beginnt. Dennoch gibt man bereits einige Details bekannt, nach denen das Z Fold 2 deutlich besser gegen Schäden geschützt sein soll und auch Schmutz besser widerstehen kann.

Besseres Scharnier soll Schmutz vom Display fern halten

Unter anderem wurde das Design des Scharniers noch einmal überarbeitet, wobei kleine Bürsten jedweden Schmutz vom Bereich unterhalb des Bildschirms fernhalten sollen. Au­ßer­dem hat man den Mechanismus optimiert und die interne Struktur sowie den Rahmen des Samsung Galaxy Z Fold 2 5G noch einmal verstärkt, heißt es.

Zwar sind die Spezifikationen bis zum 24. August weiter unter Geheimhaltung, doch gab es zum Galaxy Z Fold 2 5G wie zu den anderen neuen Produkten von Samsung bereits eine Reihe von Leaks. Dazu gehörten auch erste Angaben zu den technischen Daten. Demnach wird das Gerät auch hierzulande mit dem Snapdragon 865+ Octacore-SoC auf den Markt kommen, der in der Note 20-Reihe den USA und anderen Märkten außerhalb Europas vorbehalten bleibt.

Vielversprechende Spezifikationen noch nicht bestätigt

Das außenliegende Display nutzt eine Diagonale von 6,23 Zoll und löst mit 2260 x 816 Pi­xeln auf. Es ist im 25:9-Format gehalten und somit durch den Formfaktor extrem gestreckt. Das innenliegende Panel bekommt eine Abdeckung aus widerstandsfähigem UTG-Glas und soll mit 7,59 Zoll Diagonale sowie einer Auflösung von 2208 x 1768 Pixeln aufwarten und eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz bieten.

Hinzu kommen 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und mindestens 256 GB interner Flash-Speicher. Au­ßer­dem integriert Samsung jeweils innen und auf dem Deckel eine 10-Megapixel-Kamera für Selbstporträts. Auf der Rückseite sitzen zudem drei 12-Megapixel-Kameras, von denen zu­min­dest die Hauptkamera einen optischen Bildstabilisator mitbringt. Hinzu kommen eine Weitwinkel- und eine Zoom-Kamera. Der Fin­ger­ab­druck­le­ser des Galaxy Z Fold 2 5G sitzt wieder am Gehäuserand und es wird natürlich auch hier 5G-Unterstützung geboten.

Samsung will das neue Smartphone mit faltbarem Display angeblich wieder in den Farben Mystic Black und Mystic Bronze anbieten. Wann das Gerät auch in Deutschland startet, ist derzeit noch offen. Interessierte Kunden können sich aber schon jetzt bei Samsung re­gis­trie­ren lassen, müssen sich aber wohl wieder auf einen enorm hohen Preis einstellen.

iPhone 12 in “Mitternachtsblau”: Leak zeigt auch blaue Apple Watch

Geplant sei als Ersatz für das Nachtgrün vom iPhone 11 Pro in diesem Jahr für das iPhone 12 Pro nun die Farbe Mitternachtsblau. Dazu kommt gleich noch passend eine Apple Watch mit einem mitternachtsblauen Edelstahlrahmen. Von beiden Geräten gibt es schon passende Produktfotos, die von Fans erstellt worden.

Mitternachtsblau kommt

Es bleibt dabei aber nicht nur bei dem Wunschdenken. Das berichtet zumindest der Apple-Leaker iHacktuPro. Er schreibt nur kurz und knapp bei Twitter: „Leaks bestätigen es. Apple wird ein iPhone und eine blaue Uhr veröffentlichen.“ Dazu hat er ein Bild mit einem blauen iPhone und einer blauen Apple Watch gezeigt. Woher iHacktuPro die Informationen hat? Er nennt seine Quellen nicht. Nachprüfbar ist es daher aktuell nicht – es könnte auch alles nur heiße Luft sein. Die Trefferquote des Apple-Leakers ist sehr durchwachsen, aber das trifft wohl auf die meisten Leaker zu.

Gerüchte zu einem blauen iPhone gibt es dabei schon länger. Seit Wochen geistern immer wieder entsprechende Informationen durch das Netz. Dazu gab es vor Kurzem dann auch ein Video, in dem das iPhone 12 Pro in Mitternachtsblau seinen Auftritt hatte. 

Keynote im September

Apple wird in wenigen Wochen den Schleier lüften, dann ist das Rätselraten endlich vorbei. Eine Apple-Keynote wird es Mitte September geben, auch wenn derzeit noch kein genauer Termin bekannt ist. Es heißt allerdings, dass sich Käufer in diesem Jahr etwas länger als in den Vorjahren gedulden müssen, bis die neue iPhone-Generation dann in den Regalen steht. Vieles deutet auf einen Marktstart für das iPhone 12 im Oktober hin.

iPhone 12: 5G-Variante könnte später auf den Markt kommen als erwartet

Kommt das iPhone 12 etwas später als von vielen erwartet? Geschäftszahlen von Qualcomm deuten zumindest darauf hin. In seiner Prognose für das Quartal Juli, August und September spricht das Unternehmen davon, dass sich teilweise die Auswirkung der Verzögerung der Einführung eines (5G)-Flaggschiff-Smartphones bemerkbar machen würde. Normalerweise lässt Apple im September seine neuen iPhones auf die Massen los. Es kursieren bereits seit einiger Zeit Gerüchte über Verzögerungen bei der 5G-Reihe von Apples iPhone aufgrund von Produktionsverzögerungen, die durch die COVID-19-Pandemie verursacht wurden. Apple verwendet die 5G-Lösungen von Qualcomm in seiner iPhone-12-Reihe. Es wird erwartet, dass alle Modelle die 5G-Technologie unterstützen werden. Es ist nicht klar, ob sich alle iPhones verzögern werden oder ob einige Modelle im September auf den Markt kommen werden, während andere erst im Oktober oder später auf den Markt kommen. Jon Prosser, ein Leaker, der in den letzten Monaten einige Aussagen zu Produktstarts korrekt ausplauderte, spricht von neuen iPads und iPhones, die im Oktober erscheinen sollen. Prosser machte keine weiteren Angaben, insbesondere nicht dazu, ob diese Produkte im Oktober angekündigt oder veröffentlicht werden.

iPhone 12 erscheint später: Apple ringt mit dem Release-Datum

Im September gibt es neue iPhones – das galt für vergangene Jahre. Das iPhone 12 soll Zulieferern zufolge deutlich später erscheinen. Corona macht Apple einen Strich durch den pünktlichen 2020-Release.

Reisebeschränkungen verhindern im Jahr 2020, dass Apple-Ingenieure wie gewohnt an Prototypen des iPhone 12 arbeiten können. Die gesamte Lieferkette ist terminlich durcheinander geraten.

Dass es beim Release des iPhone 12 zu Verzögerungen kommen könnte, wurde schon länger diskutiert. Analysten sprachen dabei meistens davon, dass ein Modell der vier Apple-Neuheiten später, vermutlich im Oktober, auf den Markt kommen werde.

iPhone 12 Release Ende Oktober, 5G-Versionen noch später

Das japanische Apple-Magazin Mac Otakara – oft, aber nicht immer zuverlässig in derartigen Aussagen, will jetzt von Zulieferern aus China erfahren haben, dass von den Release-Verzögerungen alle Apple-Neuheiten betroffen sind.

Laut dem Magazin erscheinen alle vier Varianten des iPhone 12 Ende Oktober 2020. Das gelte für die reinen LTE-Varianten des neuen iPhones. Die 5G-Versionen kommen laut Bericht sogar erst im November 2020 auf den Markt.

Virtuelle Keynote im September?

Ob Apple dennoch am anvisierten Keynote-Termin festhält, ist spekulativ, aber gut möglich. So könnte der Hersteller aus Cupertino wie gewohnt Mitte September zu einer – wahrscheinlich rein virtuellen – Keynote einladen und die Modelle vorstellen.

In den vergangenen Jahren stellte Apple auf der “iPhone-Keynote” stets auch die neue Version der Apple Watch vor. In diesem Jahr rechnen wir mit der Apple Watch 6. Ob die Corona-Pandemie auch Einfluss auf den Release der Smartwatch hat, thematisiert der Bericht nicht. Generell ist es verdächtig still um die Apple Watch Series 6 geworden.

iPhone 12 Pro Renderings

Dem aktuellen Stand der Gerüchte zufolge hat Apple vier iPhone 12-Varianten mit Displaydiagonalen von 5,4, 6,1 und 6,7 Zoll mit den Bezeichnungen iPhone 12, iPhone 12 Max, iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max im Köcher. Über alle iPhone 12-Gerüchte halten wir euch im verlinkten Artikel auf dem Laufenden.

OnePlus 8 (Pro): Beta-Tester gesucht

Der Smartphone-Hersteller OnePlus veröffentlicht für seine Smartphones alle ein bis zwei Monate ein neues Update über den Release-Kanal. Wer da etwas experimentierfreudiger zur Sache geht, der bekommt monatlich eine vorab erprobte Open-Beta-Version an die Hand.

Der Open Beta voran geht eine Closed-Beta-Phase mit einer begrenzten Anzahl an Beta-Testern. Jene erhalten etwa alle zwei Wochen ein neues System-Update um es für die Open Beta und letztlich auch für den Stable-Kanal auf Herz und Nieren zu testen. Wer ein OnePlus 8 (Pro) besitzt, gewillt ist auch mal mit einer nicht einhundert prozentig funktionstüchtigen Software durch den Alltag zu gehen und bereit ist entsprechendes Feedback an OnePlus zurückzugeben:

OnePlus sucht für das Closed-Beta-Programm 250 Teilnehmer. Hier gibt es oftmals Funktionen zu erproben, welche noch unter Geheimhaltung stehen.

Wer hingegen auf Open-Beta-Versionen des OnePlus 8 (Pro) wartet: Da dürfte es nicht mehr allzu lange dauern, denn das Beta-Programm scheint so langsam anzurollen.

Test Motorola Moto G8 Smartphone – 200-Euro-Handy mit flexibler Kamera

Motorolas Moto-G-Serie steht schon seit Jahren für zuverlässige Smartphones in der Mittelklasse. Das Moto G8 ist günstiger als sein Vorgänger und bringt erstmals eine Zoom-Kamera mit. Klingt nach einem guten Angebot, oder?

Den Großteil seiner Moto G8-Serie hat Motorola schon vor einigen Monaten in den Handel gebracht, nur das Kernstück, das klassische Moto G8 hat etwas länger auf sich warten lassen. Sowohl das Moto G8 Plus als auch das Moto G8 Power haben wir bereits getestet und fanden beide gut. Das Moto G8 Plus besaß allerdings ein etwas ungewöhnliches Kamerakonzept, bei dem die Weitwinkelkamera um 90° gedreht war und nur als Action-Cam nutzbar. Das war eine nette Idee, wer aber gerne Weitwinkelfotos aufnimmt, der guckte in die Röhre.

Beim Moto G8 ist das Kamerakonzept klassischer und auch ansonsten wirkt das Moto G8 angenehm unspektakulär: Ein dedizierter Fingerabdrucksensor an der Rückseite, ein 3,5mm-Audioport an der Oberseite und ein recht klassisches Design, das allerdings auf das ikonische runde Kameramodul der früheren Motorola-Smartphones verzichtet.

Dann schauen wir mal, ob das Motorola Moto G8 für knapp 200 Euro Herstellerpreis ein guter Deal ist.

Gehäuse – Stabiler Kunststoff

Das Motorola Moto G8 kommt mit einem klassischen Kunststoffgehäuse in Weiß oder Blau, jeweils mit leichter Struktur unter der Oberfläche. Das Gehäuse wirkt hochwertig, obwohl es kein Metall oder Glas an der Rückseite gibt, durch die abgerundete Form der Kanten liegt das Smartphone zudem sehr gut in der Hand. Um den Bildschirm auf der Vorderseite gibt es einen klar sichtbaren Rand, oben links ist die Frontcam als Punchhole-Kamera im Display verbaut.

Das Gehäuse ist stabil, Druck kommt nicht zum Bildschirm durch und verwinden lässt sich das Gerät kaum, was sehr zum Qualitätseindruck beiträgt. Mit 188 Gramm ist das G8 deutlich schwerer als sein Vorgänger.

Ausstattung – Bluetooth 5.0 an Bord

In Sachen Ausstattung zeigt sich Motorola zurückhaltend und liefert ein Mittelklassegerät, wie man es in dieser Preisklasse erwarten würde, mit modernem Bluetooth 5.0 und USB-C-Port als kleinen Highlights.

Zwei SIM-Slots bringt unser Testgerät mit, einen davon kann man auch opfern, um eine microSD-Karte einzulegen, die maximal 521 GB fasst.

Software – Recht pures Android 10

Motorola ist bekannt dafür, auf ein recht pures Android zu setzen, mit nur wenigen zusätzlich installierten Apps. Das ist auch beim Moto G8 so, hier ist Android 10 vorinstalliert mit Sicherheitspatches von Anfang März 2020, was zum Testzeitpunkt noch einigermaßen aktuell ist.

Mit Moto GameTime bietet der Hersteller mittlerweile auch Einstellungen an, die sich explizit an Gamer richten: So kann man Benachrichtigungen während eines Spiels stummschalten oder die Helligkeitsanpassung abschalten.

Kommunikation und GPS – Nur WiFi 4

In Sachen WLAN ist WiFi 4 an Bord, das Motorola Moto G8 kann in unserem standardisierten Test mit dem Referenzrouter Linksys Nighthawk AX12 allerdings nicht viel rausholen: Unter den Vergleichsgeräten bietet es zusammen mit dem Xiaomi Redmi 8 die langsamsten Übertragungsraten. Das mag daran liegen, dass das Moto G8 das 5-Ghz-Band nicht nutzen kann.

Bei der maximalen LTE-Geschwindigkeit zeigt sich das Motorola-Handy recht flott und bietet bis zu 400 MBit/s. Der Empfang ist im städtischen Bereich und im gut ausgebauten deutschen D2-Netz recht gut, auch in Gebäuden haben wir in unserem Testzeitraum zumindest halben Empfang. Die Anzahl der unterstützten LTE-Netzwerke ist durchschnittlich, bei Reisen in exotischere Länder könnte es also passieren, dass das Moto G8 sich nicht in das lokale LTE-Netz einwählen kann.

In unserem Praxistest, einer Fahrradrunde zu der wir als Vergleichsgerät das Garmin Edge 520 mitnehmen, schlägt sich das Moto G8 passabel, besonders auf der Brücke und bei der Rückkehr zum Startpunkt fällt aber auf, dass das Gerät uns nicht exakt auf der Fahrbahn verordnet. Andererseits meistert das Smartphone die Fahrt durch enge Altstadtgassen recht gut. Wer keine absolute Präzision von seinem Navigationsgerät verlangt, der sollte mit dem Moto G8 zurechtkommen.

Telefonfunktionen und Sprachqualität – Distanzierter Mikroklang

Motorola nutzt die Standard-Telefonapp von Google. Diese ist übersichtlich zu bedienen und bietet den Vorteil, dass Nutzer sie vielleicht von anderen Android-Smartphones schon kennen.

Der Ohrhörer des Smartphones überträgt die Stimme unseres Gegenübers mit ordentlicher Qualität, die maximale Lautstärke ist hoch, dann ist allerdings ein leichtes Dröhnen vernehmbar. Stellt man die Lautstärke etwas runter, so wird der Klangeindruck besser. Das Mikrofon gibt unsere Stimme verständlich weiter, wir klingen aber nach dem Eindruck des Gegenübers recht weit entfernt und unsere Stimme klingt auch nicht sonderlich warm. Per Lautsprecher wird unser Gegenüber ebenfalls nur mit durchschnittlicher Klangqualität wiedergegeben, unserer Stimme wird vom Freisprechmikrofon ebenfalls wieder sehr weit entfernt wiedergegeben, zudem darf man nicht zu leise sprechen, sonst kommt nichts beim Gegenüber an.

Kameras – Vier Cams im Motorola-Smartphone

Mit einer 16-Megapixel-Kamera ist das Moto G8 gut aufgestellt für seine Preisklasse, zudem bietet es mit Makrokamera und Weitwinkelobjektiv weitere Möglichkeiten der Bildgestaltung. Zwischen Weitwinkel- und Standardobjektiv ist ein direkter Zoom möglich, das Makroobjektiv muss man dediziert auswählen.

Unter normalen Lichtbedingungen macht das Motorola Moto G8 durchaus gute Fotos mit ordentlicher Schärfe und Detailtiefe. Bei wenig Licht und hohen Kontrasten allerdings gehen Details schnell verloren.

Videos lassen sich maximal in 4K und 30 fps aufzeichnen. Während der Aufnahme kann man nicht zwischen den Objektiven wechseln und 4K-Videos lassen sich ohnehin nur mit dem Hauptobjektiv aufzeichnen. Die Bildqualität ist ordentlich, auch bei etwas weniger Licht. Man sollte auch hier keine High-End-Videos erwarten, aber für private Aufnahmen ist die Kamera durchaus ausreichend.

An der Vorderseite besitzt das Smartphone eine 8-Megapixel-Linse. Diese macht ganz ordentlicht Aufnahmen, die schön aufgehellt sind, Details wirken aber schnell verwaschen.

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.

Auch im Labor muss sich die Hauptkamera beweisen. Das Testchart wird gut, aber ab und an mit abfallendem Kontrast wiedergegeben. Dadurch geht auch die Farbbrillanz an manchen Stellen verloren. Bei 1 Lux Helligkeit wird ein sehr körniges Bild aufgenommen, auf dem man immerhin noch einige Details erkennen kann.

Farben werden unter perfektem Licht recht gut wiedergegeben.

Zubehör und Garantie – Bumper in der Packung

In der Packung findet sich neben dem Smartphone auch ein Ladegerät, ein USB-Kabel, ein Silikonbumper und ein SIM-Tool.

Motorola bietet in Mitteleuropa 24 Monate Garantie auf seine Smartphones, das kann aber je nach Land variieren.

Eingabegeräte & Bedienung – Dedizierter Fingersensor

Das System lässt sich meist flüssig bedienen, bei aufwändigeren Apps kommt es aber zu Rucklern und leichten Verzögerungen. Der Touchscreen funktioniert zuverlässig, auch in den Ecken und an den Rändern. Die Standby-Taste ist leicht geriffelt und lässt sich dadurch sicher und leicht ertasten.

Der Fingerabdrucksensor an der Rückseite entsperrt das Smartphone zuverlässig und mit nur minimaler Verzögerung.

Display – Weniger Auflösung beim Moto G8

Das Display löst mit 1.560 x 720 Pixel auf, das ist ein deutlicher Rückschritt gegenüber dem Vorgänger, bei dem bereits 2.270 x 1.080 Pixel bereitstanden. Auch die Helligkeitsverteilung ist diesmal etwas ungleichmäßig, die Helligkeit ist insgesamt aber auf recht ähnlichem Niveau wie beim Vorgänger und damit auf üblichem Niveau für die Preisklasse.

Die Darstellung auf dem Bildschirm ist klar, aber Farben wirken nicht sonderlich kräftig.

Der Schwarzwert ist recht gering und so ergibt sich ein ordentlicher Kontrastwert, der bei der Unterscheidung feiner Farbnuancen hilft.

In unserem Test mit dem Spektralfotometer und der Software CalMAN ergeben sich mäßige Farbabweichungen, beim Samsung Galaxy A30s gibt es allerdings noch bessere Werte. Bei den Graustufen wiederum ist die Abweichung mit bloßem Auge kaum erkennbar, wir sehen erfreulicherweise auch keinen Blaustich.

Im Freien kann man das Motorola Moto G8 auch an helleren Tagen verwenden, bei direkter Sonneneinstrahlung reicht die Helligkeit des Bildschirms aber höchstens für einen ungefähren Bildeindruck.

Die Blickwinkel sind nicht zu bemängeln.

Leistung – Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Qualcomm Snapdragon 665 ist ein kräftiger Mittelklasse-Prozessor für Smartphones, der insgesamt acht Kerne mitbringt, die in zwei Cluster unterteilt sind: Einen für aufwändige Aufgaben mit viel Rechenpower und einen für weniger anspruchsvolle Tätigkeiten mit geringem Stromverbrauch.

Das Moto G8 schafft es mit diesem SoC die ähnlich teure Konkurrenz klar hinter sich zu lassen. Auch im Vergleich zum Vorgänger ist das Mehr an Power mit etwa 15 – 20 % spürbar. Auch in Sachen Grafikpower ist das Moto G8 etwas leistungsstärker, als man das in dieser Klasse erwarten müsste.

Beim Surfen im Internet kommt das Motorola-Handy auf mittlere Positionierungen im Vergleich mit anderen Smartphones der Preisklasse. In der Praxis muss man beim Aufbau von Websites ab und an etwas warten und beim Scrollen dauert es etwas, bis neue Inhalte und vor allem Bilder geladen werden.

In Sachen Speicher zeigt sich das Moto G8 vergleichsweise flott, das Honor 9X mit UFS-2.1-Speicher kann es aber nicht schlagen.

microSD-Karten werden problemlos gelesen, die Geschwindigkeit ist hier gerade noch OK, wie wir im Test mit unserer Referenzkarte Toshiba Exceria Pro M501 feststellen.

Spiele – 30 fps gibt es nicht immer

Mit Gamebench messen wir die Frameraten von einigen beliebten Mobile Games: PUBG Mobile und Arena of Valor. Asphalt 9 versagt leider den Dienst. Ganz hohe Einstellungen lassen sich in PUBG mit diesem Smarpthone nicht auswählen, in der Einstellung “Balanced” ergeben sich knapp 20 fps, das Spiel erlaubt auch hier keine höhere Bildrate. Nur in “Smooth”, also mit minimalen Einstellungen kann man die Bildrate auf circa 30 fps bringen. Arena of Valor hingegen hat kein Problem damit, die 30 fps bereitzustellen.

Die Steuerung gefällt uns in unserem Test gut, der Touchscreen und der Lagesensor funktionieren zuverlässig.

Emissionen – Kein Drosseln

Temperatur

Unter Last erwärmt sich das Motorola Moto G8 auf maximal 41,6 °C. Diesen Wert messen wir an der Rückseite im oberen Bereich, an der Vorderseite ist die Erwärmung etwas geringer. Das ist eine spürbare Erwärmung, die aber noch nicht problematisch ist und auch im Sommer nicht allzu unangenehm werden sollte. Bei sehr geringer Belastung erwärmt sich das Gerät nur leicht.

Mit dem GFXBench Akkutest können wir überprüfen, ob die Leistung auch bei längerer Last konstant bleibt, dies ist beim Motorola-Handy der Fall.

Lautsprecher

Der kleine Monolautsprecher an der Unterkante ist nicht ganz so laut wie beim Vorgänger, liefert aber immer noch sauberen Klang, der auf maximaler Lautstärke ein wenig zu höhenlastig ist. Dies ist aber deutlich weniger ausgeprägt als bei vielen anderen Smartphones und man hört auch noch ein paar tiefe Mitten, sodass der Klang insgesamt recht ausgewogen ist.

Audioenthusiasten werden wohl dennoch den Anschluss von Kopfhörern oder Lautsprechern bevorzugen, das geht per 3,5mm-Anschluss an der Oberseite oder per Bluetooth 5.0. Beide Wege liefern sauberen Klang.

Akkulaufzeit – Das reicht lange aus

Energieaufnahme

Ein ausgesprochener Energiesparmeister ist das Motorola Moto G8 nun nicht gerade, es braucht etwas mehr Energie als der Vorgänger und deutlich mehr Power als das Xiaomi Redmi 8 oder das Galaxy A30s. Das Honor 9X ist allerdings nochmal deutlich energiehungriger. In allen Szenarios ist der Energieverbrauch im Vergleich zu den anderen Geräten erhöht, dabei sollte man aber natürlich auch bedenken, dass das Moto G8 deutlich leistungsfähiger ist, als einige der Vergleichsgeräte.

Akkulaufzeit

Trotz der recht hohen Verbrauchswerte profitiert das Moto G8 klar vom deutlich kapazitätsstärkeren Akku im Gegensatz zum Vorgänger: 4.000 mAh stehen nun zur Verfügung, das ist mittlerweile in dieser Preisklasse auch üblich. Das Xiaomi Redmi 8 bietet nochmal 1.000 mAh mehr, und kann entsprechend auch noch längere Laufzeiten bieten. Mit 16:28 Stunden in unserem WLAN-Test schlägt sich das Motorola Moto G8 aber sehr gut, im Alltag sollte das auch mal für drei Tage mäßige Nutzung ausreichen.

Geladen wird das Smartphone über das mitglieferte TurboPower-Ladegerät mit 10 Watt maximaler Ladeleistung. Da dies mittlerweile die übliche Ladeleistung darstellt, sprechen wir nicht mehr von Schnellladen, hier gibt es deutlich schnellere Technologien. Um die 2 Stunden sollte man für eine volle Ladung mindestens einberechnen.

Fazit – Kamera mit echtem Mehrwert

Das Motorola Moto G8 ist ein gutes Mittelklasse-Smartphone für den eher kleinen Geldbeutel. Im Vergleich zum Moto G8 Plus bietet es ein wesentlich konventionelleres Kamera-Setup, dass dadurch aber auch im Alltag eher brauchbar ist. Die Kameras machen ordentliche Fotos für die Preisklasse und man kann Zoomen, der Kontrast ist aber ab und an zu niedrig.

Gut gefallen uns auch die Akkulaufzeiten, die überdurchschnittlichen Leistungswerte und das stabile Gehäuse. Auch der physische Fingerabdrucksensor macht Spaß. Die Erwärmung ist nicht zu hoch und der Lautsprecher ist zu gebrauchen.

Das Motorola Moto G8 ist recht günstig und bietet mehrere Kameraobjektive mit echtem Mehrwert.

Dass das Motorola Moto G8 etwas günstiger ist als sein Vorgänger, merkt man am niedriger auflösenden Bildschirm, der aber immer noch eine ordentliche Darstellung bietet. Im Rahmen der Vergleichsgeräte sticht das Moto G8 vor allem durch seine flexible Kamera heraus, das mag aber auch daran liegen, dass viele Mittelklasse-Smartphones des Jahres 2020 erst noch kommen. Für den günstigen Preis bietet Motorola aber auf jeden Fall ein gutes Gesamtpaket ohne größere Schwächen.

Sony Xperia 10 II: Offizieller Euro-Preis & Kamera-Samples machen die iPhone SE-Alternative noch attraktiver

Mit dem iPhone SE (ab 479 Euro auf Amazon) hat Apple vor einigen Wochen den Mittelklasse-Markt angegriffen. Das Gerät ist vor allem deswegen spannend, weil es mit dem A13 Bionic SoC ausgestattet ist, den man so auch im sehr viel teureren iPhone 11 Pro (ab 1.092 Euro auf Amazon) findet. Der Qualcomm Snapdragon 665 kann da zwar nicht ganz mithalten, dafür bietet das Sony Xperia 10 II eine spannende Ausstattung.

Das Gerät kommt mit einem 6 Zoll OLED-Display im 21:9-Format mit einer Auflösung von 2.520 x 1.080 Pixel, 4 GB Arbeitsspeicher, 128 GB Flash-Speicher und einem MicroSD-Kartenleser. Der Akku fasst 3.600 mAh, auch ein Kopfhöreranschluss ist mit dabei. Dazu gibt’s gleich drei Kameras auf der Rückseite: Eine 12 MP Hauptkamera, die auch 4K-Videos aufnehmen kann, sowie jeweils eine 8 MP Ultraweitwinkel- und Tele-Kamera. 

Die ersten Sample-Fotos dieser Kameras, die unten eingebettet zu sehen sind, werden aber keine Preise gewinnen: Der Weißabgleich wirkt inkonsistent, helle Bereiche enthalten kaum Details und der Nachtmodus vermag im Jahr 2020 kaum zu beeindrucken. Für viele Nutzer dürfte die Qualität in Anbetracht der praktischen Ausstattung aber ausreichend sein.

Besonders spannend ist nämlich auch der Preis: Das Gerät kostet in Deutschland und Österreich 369 Euro – durchaus konkurrenzfähig im Hinblick auf die Ausstattung. Das Sony Xperia 10 II soll in den nächsten Wochen auf den Markt kommen, wobei das Startdatum für spezifische Regionen noch nicht bekannt ist.