M.2 SSD Test: Die besten Ultraspeed-SSDs

Minimaler Platzverbrauch, maximaler Speicher und bis zu fünf mal so schnell: NVMe-SSDs für den M.2- oder PCIe-Slot sind zwar keine Newcomer unter den Flashspeicher, kommen aber immer mehr in Mode. Wir testen die wichtigsten Modelle und erklären den Unterschied zwischen SATA- und PCIe-Modellen.

M.2 und PCIe SSDs als Nachfolger der SATA-Variante

SSDs für den M.2- oder den PCIe-Slot sind stark im Kommen. Das hat handfeste Gründe, denn die Steckkarten werden nicht durch den veralteten SATA-6G-Port ausgebremst. Den SATA-Anschluß kennen alle, die schon mal eine Festplatte in einen Rechner verbaut oder diese ausgetauscht haben. Bewährtes Kennzeichen sind die meist schwarz oder rot gefärbten Kabel mit dem gleichen schmalen Stecker an beiden Enden. SATA 6G ist in Sachen Bandbreite bei etwas mehr als 500 MByte pro Sekunde limitiert. Diesen Wert erreichen quasi alle modernen SATA-SSDs, die nicht zum Billigsegment gehören, locker, weshalb dies kaum mehr als Unterscheidungsmerkmal dient.

M.2-SSDs als würdiger Nachfolger

Die nächste Generation der SSDs gibt es in zwei Ausführungen: M.2-Modelle sind äußerst kompakt und erinnern eher an einen RAM-Speicherriegel und weniger an einen Massenspeicher. PCI-Express-Modelle sehen dagegen einer Sound- oder Grafikkarte ohne Lüfter ähnlich. Beide Varianten nutzen PCI-Express-Lanes zum Datentransfer und in der Regel das NVM-Express-Protokoll zur Kommunikation.

PCIe 4.0 – das bringt die Zukunft

Mit AMDs Ryzen-3000-Serie wurde als weitere Neuerung auch PCI-Express 4.0 eingeführt. Dank dieser Technologie ergeben sich theoretische Transferraten von bis 8 GByte pro Sekunde. Allerdings wird dieser Wert bislang noch von keinem SSD-Modell in der Praxis erreicht. Zum Vergleich: Die Praxiswerte einer SSD, die via PCI-Express 3.0 mit einem Rechner verbunden ist, schafft ein Ergebnis von rund 3,5 bis 3,9 GByte pro Sekunde. Im Zuge von PCIe 4.0 können Sie also noch einen Tempozuwachs erwarten.

Unser Testverfahren für SSDs

In erster Linie wird die Leistung einer SSD durch den vom Hersteller verwendeten Flashspeicher bestimmt. Zurzeit werden dafür vorrangig Speicherzellen mit MLC-Technik (Multi Level Cell) genutzt. Dabei speichert eine MLC-Zelle zwei Bit – allerdings ist diese Technik nicht darauf begrenzt. Kommen hingegen TLC-Speicherzellen zum Einsatz, TLC steht dabei für Triple Level Cell, werden folglich drei Bit je Zelle gespeichert. Die deutlich teureren SLC-Bausteine (Single Level Cell) werden in den Standard-SSDs äußerst selten verbaut. Sie finden vor allem in Server-SSDs Verwendung, da sie eine längere Lebensdauer besitzen. Da SSDs Flashspeicherbausteine nutzen, benötigen Sie auch keine mechanischen Bauteile wie die Leseköpfe oder rotierende Magnetplatten einer klassischen HDD.

Neben den verwendeten Speicherbausteinen ist der verbaute Controller verantwortlich für Leistung einer SSD, da er sowohl für die Verarbeitung wie auch den Transfer der Daten verantwortlich ist.

Unser Testergebnis setzt sich dabei aus zwei Werten zusammen:

Die Transferrate Lesen: Diese macht 80 Prozent des Endergebnisses aus. Dabei unterscheiden wir zwischen komprimierbaren und nicht komprimierbaren Daten. So können wir bewerten, wie effizient die Kompressionsverfahren des Controllers arbeiten. Anhand der beiden Datentypen messen wir in unserem Testcenter die durchschnittliche Transferraten beim Lesen. Diese geben wir mit Megabyte pro Sekunde in unserer SSD-Bestenliste an.

Und zum anderen die Transferrate Schreiben, die die restlichen 20 Prozent unseres Testergebnisses ausmacht und nach dem gleichen Verfahren ermittelt wird.

Der Testsieger: Gigabyte Aorus NVMe Gen4 mit 2 TByte

Die Gigabyte Aorus NVMe Gen4 mit 2 TByte liefert sehr viel Speicherplatz zum fairen Preis. Dieser liegt zwar bei rund 400 Euro, was aber aufgrund ihrer Speicherkapazität vollkommen in Ordnung geht. Die Aorus NVMe Gen4 unterstützt PCI-Express 4.0 und erreicht beim Lesen eine Transferrate von circa 4.400 MByte pro Sekunde sowie circa 4.300 MByte pro Sekunde beim Schreiben. Dank der hervorragenden Gesamtnote von 1,0 (Sehr gut) ist die SSD unsere aktuelle Kaufempfehlung für alle, die ein schnelles und großes Flash-Laufwerk suchen.

ADATA XPG Gammix S11 Pro 1 TByte: Viel Speicher zum fairen Preis

Wem 1 TByte Speicherplatz genug sind und wer gleichzeitig sein Portemonnaie schonen möchte, der sollte sich die Adata XPG Gammix S11 Pro genauer anschauen. Sie kostet unter 200 Euro. Sie punktet in unserem Test mit einer Lesegeschwindigkeit von guten 3.044 MBytes pro Sekunde und auch bei der Schreibgeschwindigkeit kann die SSD mit 2.348 MBytes pro Sekunde voll überzeugen. Aus diesem Grund erreicht die XPG Gammix S11 Pro eine Gesamtnote von 1,4 und damit ebenfalls ein “Sehr gut”. Auf die Unterstützung von PCI-Express 4.0 müssen Sie bei dieser SSD allerdings verzichten.

Kingston A2000 500GB: Für User, die wenig Speichrplatz benötigen

Gehören Sie zu den Usern, denen eine kleine SSD vollkommen ausreicht und die Ihr Budget nicht überreizen möchten? Dann ist die Kingston A2000 mit ihren 500 GByte Speicherplatz eine ideale Wahl. Die SSD kostet Sie um die 65 Euro und ist groß genug, um auf Ihr ein Windowssystem und die wichtigsten Anwendungen zu installieren. Im Test erreichte sie eine beim Lesen eine mittlere Transferrate von rund 1.800 MByte pro Sekunde und auch beim Schreiben wusste sie mit circa 1.400 MByte pro Sekunde zu überzeugen. Insgesamt reichte es für die Gesamtnote 1,9 und damit einem “Gut”.

Die besten Downloads für Ihren Massenspeicher

Formatieren, partitionieren und die Leistung messen: Wer sich eine neue SSD zulegt, der möchte das gute Stück natürlich perfekt ins eigene PC-System integrieren und zudem wissen, welche Performance in ihren Tiefen schlummert. Wir haben für Sie starke Gratis-Downloads rundum HDD und SSD zusammengestellt, die Sie bei Ihren Vorhaben unterstützen werden.

Festplatten: Western Digital erwägt HAMR für 25 TB und mehr

Auf einer Technikmesse hat Western Digital über die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt die HAMR-Technik für Festplatten einzusetzen, gesprochen. Wenn die Speicherkapazitäten 25 TB und mehr erreicht haben, könne HAMR zum Einsatz kommen.

Diese Erwägung habe Western Digital im Rahmen des Wells Fargo TMT Summit 2019 geäußert, berichtet die Website Blocks and Files. Auf dem langen Weg bis zu Festplatten mit 50 TB sei noch nicht entschieden, welche Techniken Western Digital letztlich einsetzen wird.

Diese Unklarheit betrifft aber bereits die kommende HDD-Generation. Denn entgegen aller Vorzeichen hat Western Digital jüngst erklärt, dass die ersten HDDs mit 18 TB und 20 TB doch nicht MAMR nutzen werden. MAMR ist eine Alternative zum lasergestützten HAMR und bedient sich Mikrowellentechnik. Seagate will nach diversen Verschiebungen nächstes Jahr die ersten kommerziellen HAMR-Festplatten auf den Markt bringen. Bei beiden Herstellern bleibt abzuwarten, welche Versprechen am Ende gehalten werden und ob es nicht weitere Verzögerungen oder Planänderungen gibt.

Western Digital hat wie auch Toshiba zuletzt klar MAMR in Roadmaps den Vorzug gegeben. Doch HAMR ist auch bei Western Digital schon lange Teil der Forschung, schließlich soll Western Digital über 500 Patente mit Bezug zur Technik halten.

Radeon RX 5500 XT: Die Gerüchteküche ist sich bei den Preisen einig

Sollten die Gerüchte Recht behalten wird AMD schon morgen die Radeon RX 5500 XT als neue Grafikkarte der Mittelklasse vorstellen. Viel ist bereits durchgesickert, bei den Preisen herrschte aber bis zuletzt Unklarheit. Verschiedene Quellen sind sich bei diesen aber nun einig.

Wieder einmal lieferte der für derartige Leaks bekannte Twitter-Nutzer @momomo_us den Anstoß. Die Website VideoCardz folgte mit einer Bestätigung aus eigenen Quellen. Beide sind für ihre hohe Treffsicherheit bekannt.

Angebliche Preise der Radeon RX 5500 XT

Demzufolge wird die Radeon RX 5500 XT mit 4 GB für 169 US-Dollar und die Radeon RX 5500 XT mit 8 GB für 199 US-Dollar auf den Markt kommen. Chinesische Händler hatten die 8-GB-Version schon letzte Woche zu Preisen von 1.399 Yuan zur Vorbestellung angeboten, was fast genau 199 US-Dollar entspricht. Ohne Vorbestellerrabatt lag der Preis aber bei 1.499 Yuan (~213 USD).

Wie VideoCardz in einer Grafik veranschaulicht, platziert sich die Radeon RX 5500 XT mit 4 GB damit preislich knapp vor der GeForce GTX 1650 Super mit ebenfalls 4 GB für 159 US-Dollar (im Einzelhandel). Die Radeon RX 5500 XT mit 8 GB kommt der GeForce GTX 1660 mit 6 GB nahe, die im US-Handel derzeit rund 209 US-Dollar kostet. Hierzulande zeichnet sich aber eine Preissenkung ab: Die GTX 1660 ist seit kurzem vermehrt ab 199 Euro statt zuvor 219 Euro zu haben, was durchaus als Reaktion auf die RX 5500 XT (8 GB) zu deuten ist.

Abzuwarten bleibt, wo sich die RX 5500 XT bei der Leistung genau einordnet und ob sie in der 8-GB-Version ihren Speichervorteil ausspielen kann.

Vorbestellungen und Partnermodelle

Beim Versandriesen Amazon lassen sich bereits (teurere) Partnermodelle vorbestellen. Rund 230 US-Dollar werden für die XFX RX 5500 XT Thicc II Pro 8GB und rund 240 US-Dollar für die Sapphire Radeon Nitro+ RX 5500 XT 8GB verlangt. Zahlreiche weitere Custom-Designs der Board-Partner von AMD sind ebenfalls schon durchgesickert.

Flaggschiff-CPU-Kühler: Bilder des Frost Spirit 140 zeigen Lamellen im Verbund

Erste Bilder eines neuen, großen CPU-Kühlers von Thermalright mit zwei Radiatoren sind via Chiphell.com an die Öffentlichkeit gelangt. Der „Frost Spirit 140“ getaufte Tower verfügt über vier dicke Wärmeleitröhren mit einem Durchmesser von 8 mm und zwei ausladende Radiatoren, deren äußere Lamellen untereinander verbunden sind.

Doppelturm-Kühler Frost Spirit 140 folgt auf den Silver Arrow IB-E

Auf den kompakten CPU-Kühler AXP-90 Full Copper in Top-Blow-Bauweise für kompakte HTPCs, der darüber hinaus komplett aus Kupfer gefertigt ist, folgt bei Thermalright ein neues Flaggschiff-Modell mit zwei Kühltürmen und bis zu drei großen 140-mm-Lüftern für leistungsstarke Desktop-PCs. Das neue Doppelturm-Modell als vermeintliche Ablösung des von Thermalright bereits 2014 vorgestellten Silver Arrow IB-E (Test), den der Hersteller erst jüngst als Silver Arrow T8 (Test) wiederbelebt hatte, ist mit diversen Neuheiten gespickt.

Heraus sticht in erster Linie die Anordnung der Lamellen an den Außenseiten der zwei Radiatoren, die eine direkte Verbindung untereinander aufweisen. In der Mitte hingegen ist die Anordnung der Finnen ganz klassisch, bei der der Wärmeübergang indirekt über Heatpipes erfolgt. Ein weiteres überraschendes Detail, das die veröffentlichten Bilder preisgeben, ist die in der Grundplatte aus Kupfer eingepresste Anzahl an Wärmeleitröhren. Denn der Frost Spirit 140 wird nicht mit noch mehr dieser Wärmeüberträger, die üblicherweise eine Dicke von 6 mm aufweisen bestückt, sondern setzt im Gegensatz zu den besagten Silver-Arrow-Modellen auf weniger aber dafür dickere Heatpipes aus Kupfer mit einem Durchmesser von 8 mm, wie es schon beim ersten Silver Arrow und beim IFX-14 der Fall war.

Der Kontakt mit dem Heatspreader des Prozessors erfolgt beim „Frost Spirit 140“ über eine massive Grundplatte aus Kupfer, welche für ein glänzendes Finish genau wie der Korpus und die Heatpipes mit einer dünnen Schicht Nickel überzogen ist. Der Grundwerkstoff der Wahl bei den beiden Radiatoren des Frost Spirit 140 ist Aluminium.

Zwei 140er-Lüfter ab Werk, optional auch mit RGB-LEDs

Für den Lufttransport verfügt der Thermalright Frost Spirit 140 ab Werk über zwei Ventilatoren mit einer Rahmenbreite von 140 mm. Ein dritter Lüfter gleicher Klasse kann optional am Tower-Kühler montiert werden. Als weitere Neuheit bietet Thermalright den Frost Spirit 140 augenscheinlich zusätzlich auch in einer zweiten RGB-Variante an, welche mit einem via RGB-LEDs beleuchteten Ventilator ausgeliefert wird. Die aus matt, transparentem Kunststoff gefertigten Rotorblätter werden von den im Rotor verbauten Leuchtdioden dabei bunt angestrahlt.

Zu Mainstream-CPUs von AMD und Intel kompatibel

Weitere Details, die die Webseite zum Thermalright Frost Spirit 140 offen legt, sind ein Gewicht von 1.000 Gramm ohne montierte Ventilatoren. Außerdem wird der Lieferumfang benannt, zu dem neben den zwei erwähnten 140-mm-Lüftern samt Klammern zur Befestigung auch ein zweistufiges Montagesystem zählt, welches eine Kompatibilität des CPU-Kühlers zu allen aktuellen Mainstream-Plattformen von AMD und Intel gewährleistet. Dazu gehören der AMD-Sockel AM4, genau so wie die Intel-Aufnahmen LGA 115x und LGA 2066.

Wann und zu welchem Preis Thermalright den Frost Spirit 140 als neues Flaggschiff-Modell für Mainstream-CPUs in den Handel bringen wird, ist aktuell noch unbekannt.

Comet Lake-S: Intels Ryzen-3000-Konter soll erst im April 2020 erscheinen

Zusammen mit dem 10-Kern-Prozessor Core i9-10900K werden Mainboards mit der CPU-Fassung LGA1200 und Z490-Chipsatz erwartet.

Intel hat offenbar erst für das zweite Quartal 2020 eine neue Prozessorgeneration für Desktop-PCs in petto. Passende Mainboards mit der CPU-Fassung LGA1200 und Z490-Chipsatz sollen im April 2020 erscheinen, wie das Tech-Magazin HKEPC aus Hong Kong berichtet.

Da die 400er-Mainboards nicht mit bisherigen Prozessoren laufen und andersherum neue CPUs nicht mit bisherigen 300er-Platinen, sollte Intel parallel zum Z490 seine nächste Prozessorgeneration vorstellen – Core i-10000 alias Comet Lake-S.

Core i9-10900K mit 10 Kernen erwartet

Die Core-i-9000-Serie (Coffee Lake Refresh) bietet aktuell bis zu acht Rechenkerne, deren Architektur noch von der 6000er-Serie alias Skylake-S aus dem Jahr 2015 stammt. Das ursprüngliche Topmodell, der Core i9-9900K, erschien im Oktober 2018. Ein Jahr später brachte der Core i9-9900KS lediglich höhere Taktraten dank Selektierung. Ein weiteres Halbjahr später soll Comet Lake-S die alte Skylake-Architektur erneut um zwei Rechenkerne erweitern – das neue Topmodell dürfte auf den Namen Core i9-10900K hören. Abermals kommt offensichtlich Intels Fertigung mit Strukturbreiten von 14 Nanometern zum Einsatz kommen.

Die 400er-Chipsätze für die Core-i-10000-Serie beherrschen anders als der Z390 und Co. offenbar Wi-Fi 6 alias WLAN 802.11ax. Bisher setzen Mainboard-Hersteller Zusatz-Chips für Wi-Fi 6 ein. PCI Express 4.0 soll allerdings ebenso wenig an Bord sein wie bei den Comet-Lake-S-Prozessoren. Zum Start ist nur vom Z490 die Rede. Weitere Chipsatz-Ausführungen wie der B460 für günstigere Mainboards könnten demnach etwas später im Sommer 2020 folgen – da steht schon fast AMDs Ryzen-4000-Generation in den Startlöchern. 

Qualcomm Snapdragon 865: Neue Kamerafunktionen können vom Chip profitieren

Qualcomm hat bekanntlich neue Prozessoren gezeigt, darunter den Snapdragon 765, den 765G sowie den Snapdragon 865. Höher, schneller und performanter – was anderes haben wir auch sicher nicht erwartet. Spannend ist, was der Qualcomm Snapdragon 865 theoretisch in Sachen Fotos und Videos verarbeiten kann – mal sehen, wann wir die ersten Smartphones in der Ausstattung sehen, denn der Snapdragon 865 ist ja bereits im ersten Quartal 2020 zu haben.

Der ISP, also der Bildprozessor des Snapdragon 865, arbeitet mit Geschwindigkeiten von bis zu 2 Gigapixel pro Sekunde und bietet neue Kamerafunktionen und -funktionen. Nutzer können in 4K HDR mit über einer Milliarde Farbtönen aufnehmen, 8K-Videos aufzeichnen oder auch 200-Megapixel-Fotos schießen.

Sie können auch die Vorteile der Gigapixel-Geschwindigkeiten nutzen, um die Dinge zu verlangsamen und jede Millisekunde Detail mit unbegrenzter hochauflösender Zeitlupen-Videoaufnahme bei 960 fps aufzunehmen – aber dies bei 720p. Qualcomm sagt aus, dass Dolby Vision so brillantes HDR-Material erstellt, dass es quasi direkt für die Leinwand ist. Zusammen mit der Qualcomm AI Engine der fünften Generation kann der Gigapixel-Geschwindigkeits-ISP auch intelligent verschiedene Hintergründe, Personen und Objekte identifizieren.

Das hört sich gut an, denn gerade der Bereich Bild und Video kann ordentlich Leistung für sich beanspruchen. Dennoch macht natürlich nicht der Qualcomm Snapdragon 865 das Bild oder das Video alleine, sondern die Software und die Kamera-Hardware auch (und ihr natürlich). Von daher muss man mal abwarten, welche Hersteller die wirklich perfekte Symbiose aus allen Komponenten herstellen wollen.

Radeon RX 5600 XT: AMDs dritte Grafikkarte mit 7-nm-GPU Navi 10

Die Radeon RX 5500 XT soll wohl nicht AMDs einzige neue Mittelklasse-Grafikkarte in den kommenden Monaten bleiben. Für den Bereich zwischen 200 und 300 Euro bereitet AMD laut der Webseite Videocardz die Radeon RX 5600 XT vor, welche die Lücke zur Radeon RX 5700 schließt. Auch heise online hat aus Herstellerkreisen von dem Modell gehört.

Im chinesischen Chiphell-Forum spricht der oft gut informierte Nutzer wjm47196 von einem dritten Ableger mit Navi-10-GPU. Die Radeon RX 5600 XT nutzt demnach den gleichen Grafikchip wie die Radeon RX 5700 XT und Radeon RX 5700, allerdings in einer stärker beschnittenen Variante. Videocardz nennt 6 GByte GDDR6-Speicher an 192 Leiterbahnen. Die Anzahl der Shader-Rechenkerne sollte zwischen der Radeon RX 5700 (2304 Shader) und Radeon RX 5500 (1408 Shader) liegen.

AMDs Gegenstück zur GeForce GTX 1660 SUPER

Die Radeon RX 5600 XT dürfte mit Nvidias GeForce GTX 1660 SUPER und GeForce GTX 1660 konkurrieren, deren Leistung die Radeon RX 5500 nicht erreicht. AMD kann somit noch jene Navi-10-GPUs verkaufen, die sich wegen zu vieler Belichtungsfehler nicht als Radeon RX 5700 eignen. Der Einsatz von teildeaktivierten Siliziumchips ist vor allem bei neuen Fertigungsprozessen sinnvoll, bei denen die Ausbeute noch nicht optimal ausfällt – hier im Fall von TSMCs 7-nm-Prozess N7.

Videocardz spricht von einer Vorstellung der Radeon RX 5600 XT Anfang 2020, womöglich im Umfeld der CES (7.-10. Januar). Die Retail-Version der Radeon RX 5500 XT dagegen soll nächste Woche im Handel erscheinen. Zudem sind weiterhin High-End-Grafikkarten mit der Chipserie Navi 20 im Gespräch, zu denen es auf der CES 2020 erste Informationen geben soll.

AWS stellt eigene 7-nm-CPU mit 64 Kernen vor

Mit dem Graviton2 baut AWS sein Cloud-Angebot mit selbst entwickelten ARM-Prozessoren aus: Die EC2-Instanzen mit 7-nm-CPUs liefern die siebenfache Performance ihrer A1-Vorgänger, die Chips haben 64 statt 16 Kerne. Eine Graviton2-Instanz schlägt daher eine aktuelle Xeon-Instanz.

Amazon Web Services (AWS) hat die zweite Generation eigener ARM-Prozessoren und mehrere EC2-Instanzen damit angekündigt: Die Graviton2 genannten Chips haben 64 CPU-Kerne und basieren auf ARMS aktuellem Serverdesign, die Fertigung erfolgt mit 7-nm-Technik für mehr als 30 Milliarden Transistoren. Die C6g-, M6g- und R6g-Instanzen sollen verglichen zu den bisherigen A1-Instanzen mit dem ersten Graviton-Prozessor eine bis zu siebenfache Geschwindigkeit erreichen.

Die Graviton2 stellen eine Variante von Neoverse N1 (Ares) dar: Dabei handelt es sich um modifizierte Cortex-A76, wobei AWS auf 64 Kerne von möglichen 128 setzt. Diese nutzen ein MByte L2-Cache pro Core, zudem 32 MByte L3-Puffer und sie weisen acht DDR4-3200-Speicherkanäle auf, zudem gibt es 64 PCIe-Gen4-Lanes für unter anderem NVMe-SSDs. Die bisherigen Graviton1 sind 16-nm-Chips mit nur 16 Kernen basierend auf Cortex-A72. Pro Core soll Graviton2 die doppelte Gleitkomma-Leistung aufweisen.

2020 sollen die C6g (Compute mit 128 GByte DDR4), M6g (General mit 256 GByte DDR4) und R6g (Memory mit 512 GByte DDR4) genannten Instanzen verfügbar sein, vorerst startet die M6g als Preview. Zudem gibt es noch C6gd-, M6gd- und R6gd-Versionen, wobei das d-Suffix lokale NVMe-SSDs kennzeichnet. Der Arbeitsspeicher ist mit AES-256 verschlüsselt, die Instanzen sind mit 25-GBit/s-Ethernet angebunden.

Der Vergleich zu M5-Instanzen mit 24-kernigen Xeon Platinum 8175: Hier liegt eine 64-kernige Graviton2-Instanz zwischen 24 und 54 Prozent in Front, egal ob Integer- oder Float-Leistung, beispielsweise x264-Video-Encoding. Durchschnittlich soll der Performance-Vorteil bei 40 Prozent liegen, wobei die Mietkosten für Nutzer laut AWS zudem 20 Prozent geringer ausfallen.

Qualcomm Snapdragon 865, 765 und 765G sind offiziell

Qualcomm hat die nächste Generation seiner Prozessoren gezeigt. Die gezeigten Modelle hören auf den Namen Snapdragon 865, 765 und 765G, zuletzt genanntes Modell soll dann in Smartphones Einsatz finden, die Gaming-orientiert sind. Konkrete Details zu den einzelnen Prozessoren will Snapdragon noch im Laufe seines Events teilen, bislang heißt es, und das verwundert sicherlich keinen unserer Leser – dass die neue Generation leistungsstärker ist.

Der Snapdragon 765, die obere Mittelklasse, stellt Qualcomms ersten System-on-a-Chip mit integriertem 5G dar und erspart Herstellern den Einsatz separater, stromfressender Modems. Vermutlich wirkt sich so etwas auch auf den Preis aus und auch die Akkulaufzeit könnte davon positiv partizipieren. Mehrere Hersteller haben bereits bestätigt, dass man auf den Snapdragon 865, der übrigens kein 5G integriert hat und weiterhin auf das X55-Modem als Sidekick setzt, setzen wolle und bereits im ersten Quartal 2020 werden wir diese Modelle im Handel sehen. Nokia bestätigte ebenso, dass man einige Modelle mit dem 765er ausstatten wird. Wir wissen ja: die CES und der Mobile World Congress stehen vor der Tür.

Gerüchte zu Intel Xe: Entwicklung stagniert und Effizienz schlechter als bei Konkurrenz

Intels erste dedizierte Grafikkarten Xe sollen bereits Mitte 2020 erscheinen. Gerüchte sehen jedoch deutliche Verzögerungen und technische Probleme.

Mit der Xe-Architektur will Intel im Markt für dedizierte Grafikprozessoren Fuß fassen. Schon 2020 sollen unter Leitung von Chief-Architect Raja M. Koduri erste Modelle auf Basis der hauseigenen 10nm-Fertigung für den Desktop, mobile Anwendungen, Workstations und Datacenter erhältlich sein. Nur ein Jahr später werden 7nm-Xe-Chips für Exascale-Server mit Codenamen Ponte Vecchio prognostiziert.

Glaubt man aktuellen Gerüchten, scheint es, als seien Intels Fortschritte bei der Entwicklung der Xe-GPUs ins Stocken geraten. Und auch die Effizienz der Chips soll deutlich unter der der Konkurrenz liegen.

Intel mit Schwierigkeiten bei der Xe-Architektur?

Die Informationen stammen dabei vom Forenmitglied »wjm47196« der chinesischen Website Chiphell.com (via Wccftech). Woher dieser die Angaben bezogen hat, ist nicht ersichtlich, jedoch scheinen einige davon sehr vage und oberflächlich, andere wiederum sind detaillierter. Wir fassen die Kernaussagen in Stichpunkten zusammen:

Die Arbeiten an den Xe-GPUs scheinen nicht gut zu laufen

Ponte Vecchio kommt höchstwahrscheinlich nicht innerhalb der nächsten zwei Jahre

Gegenwärtig ist die Effizienz der Xe-Architektur relativ gering, verglichen mit der Konkurrenz

Vorerst gibt es keine Pläne für Custom-Modelle der Xe-Grafikkarten

Treiber benötigen viel Zeit zur Verbesserung

Eine offizielle Stellungnahme von Intel liegt zum Zeitpunkt des Erstellens der Nachricht nicht vor und es ist auch fraglich, ob es eine solche geben wird. Denn zuletzt rückte Intel seine Zukunftspläne auf der Supercomputing 2019 (SC19) in ein sehr positives Licht. 2021 soll beispielsweise der Supercomputer Aurora auf Basis von Ponte Vecchio seinen Dienst aufnehmen.

Pro und Kontra halten sich die Waage

Vor wenigen Wochen tauchte zudem ein erstes Sample einer GPU mit der Bezeichnung »Graphics gfx-driver-user-feature_dg1_poweron-27723 DCH ReleaseInternal« in der Benchmark-Datenbank von GFXBench auf. Dabei handelte es sich um einen sogenannten Power-On-Test, also die erstmalige Inbetriebnahme ohne eigentliche Benchmarks, was von vielen als gutes Zeichen für den Entwicklungsstand gewertet wurde.

Allerdings machte Intel in den letzten Jahren immer wieder durch Probleme und Verzögerungen beim Umstieg auf die 10nm-Fertigung von sich reden. Und ganz scheinen die Schwierigkeiten auch noch nicht überwunden, denn abgesehen von Ice Lake für Low- und Ultra-Low-Voltage-Geräte, sind 10-nm-Desktop-CPUs noch nicht oder nur sehr vage in Sicht.