Hardware-Voraussetzungen für Windows 11

Manche PC-Nutzer haben immer noch nicht auf Windows 11 geupdatet. Wir zeigen Ihnen, welche Hardware-Voraussetzungen aktuell gelten und wie Sie diese für Ihr eigenes Gerät prüfen.

Testen mit der Testversion
Sollte das von Ihnen verwendete Gerät alle Voraussetzungen erfüllen, können Sie Windows 11 in der Testversion für Insider installieren. Damit könnten Sie sich also jetzt schon ein Bild vom neuen System machen. Microsoft empfiehlt, wie immer, Testversionen dieser Art nicht auf wichtigen Systemen zu installieren. Auf einem Gerät, das Sie für die Arbeit verwenden, sollten Sie Windows 11 noch nicht aufspielen.

Prüfen mit der Health-App
Klicken Sie auf diesen Link, um sich die PC Health Check-App direkt von Microsoft herunterzuladen. Die Anwendung prüft Ihr Gerät und wird Ihnen nach kurzer Zeit mitteilen, ob das System mit Windows 11 kompatibel ist oder nicht.

Microsoft-Siegel gibt Sicherheit
Im Handel finden Sie jetzt bereits Geräte, die ein von Microsoft genutztes Siegel tragen. Darauf steht entweder “Kostenloses Upgrade auf Windows 11” oder “Free upgrade to Windows 11”, je nach Region. Im eigenen Onlineshop vertreibt Microsoft bereits diverse Surface-Geräte, die dieses Siegel tragen.

Abwarten kann nicht schaden
Für ein Betriebssystem sind die Voraussetzungen von Microsoft teilweise happig. Wenn Sie nicht unbedingt genau jetzt ein neues Gerät kaufen müssen, würden wir Ihnen daher dazu raten, einfach abzuwarten. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Windows 11 im Oktober 2021 veröffentlicht. Wir würden empfehlen, bis dahin mit dem Neukauf zu warten, falls es ohnehin nicht dringend ist. Die anschließenden Erfahrungswerte werden es deutlich leichter machen, ein passendes Gerät zu kaufen. In vielen Bereichen – vor allem im Hinblick auf die CPU-Kompatibilität – würden wir bis zum Erscheinungsdatum von einem Zurückrudern bzw. Aufweichen der Anforderungen ausgehen.

Angst vor dem Internet: Muss man wirklich Bedenken haben?

Immer mehr Menschen surfen mit gemischten Gefühlen im Internet. Ein Experte verrät, welche Gefahren das Netz aktuell dominieren und wie man sich effektiv schützt.
Eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass die Angst vor dem Surfen im Netz wächst. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber real: So haben laut eines Berichts der US-Behörde für Finanzkriminalität amerikanische Banken allein 2021 Überweisungen von Ransomware-Lösegeldern in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar verarbeitet. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news erklärt Thorsten Urbanski, IT-Sicherheitsexperte beim Softwareunternehmen ESET, was Userinnen und User unternehmen können, um sich im Netz sicherer zu fühlen.

Nur 15 Prozent der Internetnutzer in Deutschland fühlen sich der repräsentativen Bitkom-Umfrage zufolge beim Surfen “sehr sicher”. Der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger geht es anders: Etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Bevölkerung fühlt sich demnach eher (28 Prozent) oder sehr unsicher (24 Prozent). Unbegründet ist die Sorge nicht, erklärt IT-Sicherheitsexperte Urbanski: “Online-Kriminalität ist ein weltumspannendes Big-Business in dem mehr Geld umgesetzt wird als im globalen Drogenhandel. Hier agieren professionelle Cyber-Banden, die seit Jahren im Geschäft sind und Unternehmen genauso ins Visier nehmen wie Privatpersonen.”

Das sind die häufigsten Maschen der Betrüger
Insbesondere das eigene E-Mail-Postfach sei nach wie vor das “Einfallstor Nummer eins”, sagt Urbanski. Für die Täter, die massenhaft Phishing- und Spammails verschicken, sei bereits eine Erfolgsquote von 0,1 Prozent lukrativ. Weil diese Mails nicht mehr immer auf den ersten Blick zu erkennen seien, rät der Experte: “Auf keinen Fall auf die Links klicken, sondern sich direkt auf der Seite händisch einloggen und gegebenenfalls eine Mail an den jeweiligen Betreiber schreiben. Oftmals informieren diese auf ihren Seiten bereits über die aktuelle Kampagne gegen ihre Kunden.”

Das gleiche gelte für Mails oder Fakeshops, die astronomische Rabatte oder Produkte zu unrealistisch günstigen Preisen anbieten. Die Kriminellen locken dabei nicht mehr nur mit Smartphones oder Markenkleidung, sondern passen sich der aktuellen Lage an, führt Urbanski aus: “Aktuell beobachten wir seit Beginn des Ukraine-Kriegs und der Erhöhung der Gaspreise und auch Pallets, dass Kaminholz beziehungsweise Pallets zu vollkommen utopisch günstigen Preisen angeboten werden. Hier handelt es sich fast immer um Onlinebetrug.”

Für die organisierte Kriminalität lukrativ seien außerdem Kreditkartenbetrug und Identitätsdiebstahl. Speziell der persönliche Datenklau führe schnell zu ernsthaften Folgen, erklärt Urbanski: “Denn nur wenige persönliche Daten reichen aus, um Handy-Verträge und Versicherungen unter falschen Namen abzuschließen und das eigene Schufa-Scoring in den Keller rauschen zu lassen.”

So begegnet man den Gefahren im Netz richtig
Um sich effektiv zu schützen, empfiehlt Urbanski, die Betriebssysteme seiner Endgeräte jederzeit “up to date” zu halten und sich zusätzlich mit professioneller Sicherheitssoftware abzusichern. Auf Spam- und Phishingmails sollte man niemals antworten, denn selbst wenn der Scam nicht zustande kommt, erfahren die Angreifer, dass es sich um eine aktiv genutzte E-Mail-Adresse handelt. Außerdem sei ratsam, auf öffentlich einsehbaren Social-Media-Plattformen nicht sein echtes Geburtsdatum anzugeben. Wer wissen möchte, ob seine persönlichen Daten bei großen Datendiebstählen bereits abhanden gekommen sind, kann das auf kostenlosen Websites wie “have I been pwned” überprüfen.

Sollte sich dabei herausstellen, dass man Opfer von Identitätsdiebstahl geworden ist, empfiehlt Urbanski folgende Schritte: “Erstatten Sie unbedingt Strafanzeige bei der Polizei und melden den Identitätsdiebstahl bei der Schufa und Ihrer Bank. Wenn schon Geld vom Konto abgebucht wurde, lassen Sie betroffene Konten und Kreditkarten sofort sperren.” Auch die Passwörter der Accounts sollten Betroffene umgehend ändern sowie sich ein neues Girokonto ausstellen lassen, um Transaktionen über die entsprechende Bankverbindung in Gänze zu vermeiden. Inzwischen lassen sich außerdem zahlreiche Fakeshops entlarven, beispielsweise über die kostenlose Suchmaschine der Verbraucherzentrale. Hierzu einfach die URL des Shops in die Suchleiste kopieren und das Ergebnis abwarten.

Trotz all dieser potenziellen Gefahren bräuchten User den Kopf nicht in den Sand zu stecken, meint Urbanski. Wer auf seine persönliche Sicherheit im Netz achtet, komme schließlich auch in den Genuss der Vorteile des Internets, von unserer gemeinsamen Vernetzung über unkompliziertes Shopping bis zur neuen Homeoffice-Normalität. Dass die Mehrheit der Bevölkerung das verstanden hat, zeigt auch die Bitkom-Umfrage: 70 Prozent der Deutschen sehen die Verantwortung für ihren Schutz im Netz bei sich selbst.

So reparieren Sie Ihren Laptop selbst

Laptops und Notebooks sind wegen ihrer mobilen Natur höchst gefährdet, zum Opfer von Umwelteinflüssen zu werden. Wir zeigen Ihnen sechs smarte Wege, Ihr Notebook einfach und schnell selbst zu reparieren.

Egal wie sehr Sie sich auch bemühen, früher oder später wird auch Ihr mobiler PC “Erfahrungen” mit Stürzen, liquiden Unglücksbringern und Schlimmerem machen. Allerdings empfiehlt es sich nicht, mit jedem Laptop-Wehwehchen sofort zum PC-Reparaturdienst oder dem Hersteller zu sprinten. Denn viele Notebook-Probleme lassen sich deutlich kostengünstiger und zeitsparender beheben. Und zwar selbst. Alles was Sie dazu brauchen: ein paar alltägliche Werkzeuge, Ersatzteile und ein bisschen Fleiß. Einige dieser Reparaturen sind nicht viel schwerer zu bewältigen als ein Kunstprojekt für die 7. Klasse. Allerdings gibt es inzwischen auch diverse moderne Laptops und Notebooks, die sich nicht nur schwer selbst reparieren, sondern gar nicht erst selbst öffnen lassen. Wenn Sie keine Schrauben sehen, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass Sie an diesem Projekt scheitern werden.

Am Beispiel einiger betagter mobiler PCs zeigen wir Ihnen sechs populäre Laptop-Probleme, die Sie mit einfachen Mitteln selbst beheben können – von gebrochenen Gehäusen über ramponierte Netzadapter, bis hin zu verkratzten Displays. Natürlich sagen wir Ihnen auch, welche Materialien Sie dazu benötigen und welches Budget Sie einplanen sollten. Seien Sie jedoch gewarnt: Ihr System wird sich mit ziemlicher Sicherheit von den Gezeigten unterscheiden, könnte spezielle Ersatzteile benötigen oder gar einen gänzlich anderen Reparatur-Ansatz verlangen. Deshalb gilt: YouTube ist Ihr Freund.

Recherche sollten Sie auch betreiben, wenn es um die richtigen Ersatzteile geht: insbesondere bei Netzadaptern oder Lüftern. Diese mögen zwar relativ ähnlich aussehen – im Betrieb können sie aber maßgebliche Unterschiede aufweisen. Nutzen Sie deshalb eBay, Amazon und andere Onlineshops, um die richtigen Ersatzteile zu finden.

Verschlissene Kabel am Laptop-Netzadapter
Kosten: circa 5 bis 15 Euro

Zeitaufwand: 1 bis 2 Stunden

Material: Silikon-Dichtmasse, Krepp-Klebeband, Schutzhandschuhe (optional)

Weil ein Laptop oder Notebook, das auf viele Dienstreisen geht, auch regelmäßig ein- und ausgestöpselt werden muss, ist es nur natürlich, dass Netzadapter und Kabel mit der Zeit leiden. Wenn Sie Schäden am Netzteil oder den Kabeln Ihres Notebooks feststellen, empfiehlt es sich, diese schnell zu beheben. Schließlich kann das nicht nur den Akku des mobilen Computers schädigen, sondern auch gleich dafür sorgen, dass das Gerät in Flammen aufgeht.

Glücklicherweise besitzen inzwischen viele Netzteile abnehmbare, beziehungsweise austauschbare Kabel, die Sie entweder online oder in jedem Elektronik-Fachgeschäft für mehr oder weniger kleines Geld bekommen. Wenn das Netzteil selbst die Ursache für die Notebook-Probleme ist, kann es allerdings auch schnell teuer werden: je nach Netzteil und Hersteller kann neuwertiger Ersatz zwischen 20 und 75 Euro kosten.

Oder Sie reparieren einfach selbst. Dazu stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten offen. Wenn es besonders schnell gehen muss, verarzten Sie das defekte Kabel mit ein bisschen Isolierband oder Panzertape. Das verhindert erst einmal weitere Schäden. Allerdings ist diese Methode keine Dauerlösung: das Klebeband wird sich mit der Zeit lösen und das Kabel zu einer durchweg “klebrigen Angelegenheit” werden lassen.

Der bessere Weg, beschädigte Kabel wieder einsatzfähig zu machen, führt über den Einsatz von Silikon-Dichtmittel. Das bekommen Sie in jedem Baumarkt und inzwischen auch in einigen Supermärkten. Die Silikonmasse versiegelt die beschädigte Stelle zuverlässig und schützt diese so dauerhaft. Wer Wert auf Optik legt, nutzt schwarzes Silikon.

Jetzt zur Vorgehensweise: Zunächst sollten Sie Ihren Arbeitsbereich mit etwas Malerband – beziehungsweise Krepp-Klebeband – abkleben. Das Krepp-Tape lässt sich leicht und rückstandsfrei von jeder Oberfläche entfernen, während die Silikonmasse nicht mit der Oberseite aus Krepp verklebt. Jetzt geben Sie einen Tropfen Silikon auf die beschädigte Stelle am Kabel und verteilen ihn dort. Wenn Sie empfindliche Haut haben, sollten Sie dazu Schutzhandschuhe benutzen. Lassen Sie das Silikon für etwa ein bis zwei Stunden aushärten. Das Ergebnis sollte ein Kabel sein, das dank Reparatur wieder für Jahre einsatzfähig ist – und dabei so flexibel, als wäre es neu.

Risse im Notebook-Gehäuse
Kosten: circa10 bis 25 Euro

Zeitaufwand: 2 bis 3 Stunden

Material: Epoxid-Kitt/Reparaturmasse, Schleifpapier, Rasierklingen, Filz- oder Lackstift, Schutzhandschuhe (optional)

Fällt ein Marmeladen-Brot, dann meist auf die Belag-Seite. Fällt ein Laptop, dann trifft es meistens die schwächsten Stellen des Gehäuses: die Kanten. Wenn Sie kein speziell verstärktes Ruggedized-Notebook besitzen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass Ihr mobiler Rechner nach einer Begegnung mit der Schwerkraft beschädigte oder gleich ganz weggebrochene Gehäuseecken aufweist.

Das Geheimnis dieser Reparatur: Epoxid. Die Reparaturmasse bekommen Sie online oder in jedem Baumarkt – Sie können eine solche Laptop-Reparatur also auch jederzeit unterwegs durchführen. Für welche Marke Sie sich dabei entscheiden ist einerlei – nur von allzu schnell aushärtendem Material sollten Sie lieber die Finger lassen. Es könnte zu unflexiblen Momenten kommen, wenn der Härtungs-Prozess zu schnell abläuft.

So gehen Sie vor: Zunächst sollte die beschädigte Stelle sauber und fettfrei sein. Jetzt ist es Zeit, die Reparaturmasse vorzubereiten. Diese besteht aus zwei Komponenten, die chemisch miteinander reagieren, was zur Aushärtung des Materials führt. Deswegen ist es wichtig, dass die Komponenten so gut wie möglich vermischt werden. An dieser Stelle empfiehlt sich ebenfalls die Benutzung von Schutzhandschuhen, wenn Ihre Haut nicht gut auf Chemikalien zu sprechen ist. Sobald die Masse eine einheitliche Farbe aufweist und sich in etwa wie Knetmasse anfühlt, ist sie bereit für den Einsatz. Drücken Sie die Masse nun auf die entsprechende Stelle und stellen Sie die ursprüngliche Gehäuseform mit Hilfe der Rasierklingen (oder einem Messer) wieder her. Achten Sie dabei darauf, dass die Masse richtig angedrückt wird und keine Löcher oder undichte Stellen zurückbleiben. Überschüssiges Material entfernen Sie ganz einfach mit einem Stück Stoff, solange es noch nicht gehärtet ist. Nun warten Sie circa ein bis zwei Stunden, bis die Aushärtung abgeschlossen ist. Das Flickwerk sollte sich nun mindestens so stabil wie das Original-Gehäuse aus Plastik anfühlen.

Wenn Sie kein Freund von sichtbarem Flickwerk sind, folgt nun der Feinschliff – im wahrsten Sinn des Wortes. Mit Schleifpapier der Körnung 150 bis 220 sorgen Sie zunächst dafür, dass die behandelte Stelle glatt wird. Für das kratzerfreie Finish empfiehlt sich Nassschleifpapier (2000er Körnung). Nun müssen Sie sich nur noch um den Farbunterschied kümmern. Hierfür empfiehlt sich – je nach Gehäusefarbe und Größe der reparierten Stelle – ein Filz- oder Lackstift. Auch Lacke aus dem Modellbau eignen sich gut, um Gehäusereparaturen an Laptop und Notebook äußerlich vergessen zu machen.

Android: Geheimcodes für versteckte Funktionen

Kennen Sie die App „Secret Codes for All Mobiles“? Das Tool zeigt Codes, mit denen Sie auf Ihrem Android-Smartphone versteckte Funktionen aktivieren und nutzen können.

Wir wissen, dass Ihr Android-Smartphone mit einer Vielzahl an Funktionen ausgeliefert wird – dennoch können Sie diese erweitern. Es gibt nämlich verschiedene Codes, über die Sie gut versteckte Features aktivieren oder generell hilfreiche Informationen erhalten können. Zum Teil sind die Funktionen von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, zum Teil gelten Sie aber für alle Handys.

Über die App ” Secret Codes for All Mobiles”, die gratis heruntergeladen werden kann und die sogar ohne Werbung arbeitet, finden Sie weitere Codes. Wenn Sie die App starten, sehen Sie eine Liste der verschiedenen Hersteller und in weiterer Folge dann einen Überblick über alle Codes, die verfügbar sind.

Sobald Sie eine für Sie interessante Funktion gefunden haben, kopieren Sie den zugehörigen Code in die Zwischenablage und fügen ihn danach in der Telefon-App ein, als ob Sie eine Nummerwählen. Schon wird der Code vollautomatisch ausgeführt, und Sie sehen beispielsweise die aktuellsten WLAN-Informationen oder nähere Angaben zu Ihrem Mobilfunkanbieter.

Ein Tipp: Bevor Sie einen Code verwenden, sollten Sie sich die Beschreibung ganz genau durchlesen. Nicht alle sind harmlos, mit manchen werden App-Daten gelöscht oder gar das komplette Smartphone auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt.

Android vs. iOS – was ist besser?

Spätestens beim Kauf eines neuen Smartphones stellt sich die Frage: iOS oder Android, was ist besser? Wir vergleichen die mobilen Betriebssysteme und geben die Antwort.

Im Frühjahr 2012 war es zum letzten Mal so weit: Android und iOS hatten weltweit die gleichen Marktanteile, zumindest gemessen am Internetzugang. Ein Viertel aller Nutzer entschied sich damals für die mobile Welt von Apple, ebenso viele setzten auf die Services von Google. Und die anderen 50 Prozent? Sind heute längst vergessen: Mobile Betriebssysteme wie Symbian, Blackberry OS oder Windows Phone nutzt heute kein Mensch mehr.

Trotzdem ist der Markt härter umkämpft denn je: Google und Apple ringen mit jedem neuen Gerät und mit jeder neuen Software-Version erbittert um Nutzer – auch aus dem jeweils anderen Lager. Dabei hat sich Google in den letzten Jahren besser geschlagen: Im Juni 2022 lief laut Statista Android auf rund 73 Prozent aller in Deutschland verkauften Smartphones, Apple brachte es nur noch auf etwa 27 Prozent.

Ist die Frage nach dem besseren Betriebssystem damit etwa schon beantwortet? Keineswegs. Denn obwohl Android immer besser wird und bei den Nutzerzahlen vorne liegt, hat das iOS-Universum viele Features zu bieten, die selbst manchen Google-Fan neidisch machen. Wir stellen Android und iOS gegenüber und küren den Sieger – aber erst nach einem intensiven Schlagabtausch.

Die Hardware: Schick und solide vs. flexibel und vielseitig
Wir fangen mit der Hardware an: Im Android-Universum herrscht da bekanntlich große Vielfalt. Denn es gibt unzählige Smartphone-Hersteller mit einer Reihe an Modellen, die auf dem Markt sind. Größe, Preise, Farben, Designs oder Ausstattung – Android hat hier im Hinblick auf Flexibilität eindeutig die Nase vorn. Das liegt primär daran, dass Google seine Android-Software auch anderen Herstellern von Asus über Samsung bis ZTE zur Verfügung stellt, die eigene Smartphones entwickeln.

Bei Apple sieht es langweiliger aus: Der Konzern aus Cupertino entwickelt sowohl Software als auch Hardware im eigenen Haus, hat aber nur zwei Produktreihen im Portfolio: Die Top-Riege, die aus bis zu vier Modellvarianten besteht sowie die Einsteiger-Reihe “SE”, die etwa alle zwei Jahre erscheint. Die Geräte erhalten natürlich mit jeder neuen Generation auch neue Features und Funktionen, auch wenn diese oft kein Upgrade wert sind – etwa vom iPhone 13 auf iPhone 14. Besonders spannend gestaltet sich die begrenzte Auswahl also nicht.

In Bezug auf Leistung und Funktionalität kann man die Top-Modelle auf beiden Seiten gut vergleichen, sie liegen beinahe gleich auf. Apple hat die Nase im Hardware-Bereich aber vorn, für etwas höhere Preise gibt es da in der Regel auch mehr Leistung. Dafür stehen in der Android-Welt viele preiswerte Modelle für den kleinen Geldbeutel zur Verfügung. Kunden mit knappem Budget haben bei Apple eher das Nachsehen. Dafür sind iOS-Geräte qualitativ einwandfrei, sie sind oft hochwertiger und besser verarbeitet.

Sie sehen schon: Bezüglich Hardware ist es zwischen Android und iOS ein echtes Hin und Her. Jeder Anbieter hat individuelle Stärken und Schwächen. Im direkten Duell würden wir aber Apple zum knappen Sieger küren: Die hohe Produktqualität, der zuverlässige Betrieb und der hohe Wiederverkaufswert von iOS-Geräten wiegt unserer Meinung nach etwas schwerer als die Vielfalt von Preisen und Modellen bei Android.

Kompatibilität: Apple im binären Modus
Keine Frage: Bei Apple muss man die nahtlose Integration ins engmaschige Ökosystem anerkennen, iOS-Geräte arbeiten tadellos zusammen. Ob HomeKit, AirPlay oder iCloud: Im Apple-Universum ist alles fest verzahnt, auch Laien-Nutzer können sich auf umfangreiche und problemlose Interaktion verlassen. Das ist aber ein zweischneidiges Schwert: Denn jenseits von Apples “Walled Garden”, wird Kompatibilität schnell zum Fremdwort. Dahinter steht Apples Philosophie, Nutzer eigener Geräte dazu bewegen zu wollen, möglichst umfassend auf Apple-Technik zu setzen. Der geschmeidigen Funktionsweise innerhalb der iOS-Welt stehen also holprige Wege gegenüber, wenn man solche Pfade verlässt.

Bei Android muss man zwar oft noch etwas tüfteln, um Geräte zusammenarbeiten zu lassen – es findet sich aber eigentlich immer eine Lösung. Ob Fernbedienungen für den Video-Player am PC, Widgets für Musik-Player im WLAN oder Apps, die auch mit Windows kompatibel sind: Android machts möglich. Sie können auch Ihr Android-Handy mit Ihrem Windows-PC so verknüpfen, dass Sie die vom Rechner aus bedienen können. Oder Sie schließen bestimmte Android-Handys wie die von Samsung direkt an einen Monitor an und erhalten eine spezielle Desktop-Ansicht.

Dazu kommt der Vorsprung bezüglich App-Auswahl: Mit Stand Oktober 2022 stehen laut Statista in Googles Play Store rund 2,7 Millionen Apps zum Download bereit. Apple selbst gibt an, dass der eigene App-Store rund 1,8 Millionen Apps enthält. Natürlich wird man nicht alle Anwendungen ausprobieren können. Die Chance, dass man eine passende App für eigene Vorhaben findet, ist bei Google trotzdem größer.

Diese Runde geht Android: Da klappt zwar nicht immer alles auf Anhieb, Nutzer haben aber mehr Freiheiten, sich auszutoben und finden Lösungen auch jenseits der Android-Welt. Das Ganz-oder-gar-nicht-Prinzip von Apple kann da nicht mithalten.

Sicherheit: Android oft Ziel von Malware
Das wird ein kurzes Duell: In Sachen Sicherheit kann Android Apples iOS nicht das Wasser reichen. Die meiste Malware wird auch heute noch für Android-Systeme “entwickelt”, bei iOS geht es vergleichsweise ruhig zu. Apple Chef Tim Cook hat dazu bei einer Viva Tech-Konferenz klare Worte gefunden: Android werde von 47-Mal mehr Malware bedroht, als Apples iOS. Das deckt sich ziemlich genau mit einer Meldung von Panda Security.

Zum einen ist Android für Angreifer schon deswegen ein beliebteres Ziel, weil es mehr Nutzer hat. Das Problem besteht auch darin, dass man Android-Apps von vielen verschiedenen Portalen aus herunterladen kann. Bei iOS gibt es dagegen nur eine Anlaufstelle: Apples App Store. Und der wird akribisch kontrolliert.

Es gibt seitens Apple aber auch eine bessere Betreuung für alte Geräte. Die verlieren zwar irgendwann auch die schützende Hand neuer Software-Updates – aber in der Regel deutlich später, als dies bei Android der Fall ist. Beispiel iPhone 5S: Das Gerät aus dem Jahr 2013 hat erst dieses Jahr noch einmal Software-Nachschub bekommen: iOS 12.5.6 sorgt auf den betagten Geräten für moderne Sicherheit.

Android-Nutzer können von solchem Service nur träumen: Mit Stand von Julli 2022 liefen auf als 10,74 Prozent der Android-Geräte noch das alte Android 9 (Pie), gefolgt von 8,21 Prozent mit Android 8 (Oreo) und noch 4,04 Prozent schleppen sich mit Android 7 (Nougat) durch den Tag.

So fällt die Entscheidung leicht: iOS gewinnt diese Runde. Was Sicherheit und die Verfügbarkeit von aktuellen Betriebssystemen angeht, verweist iOS das an seiner Vielfalt leidende Android auf einen klaren zweiten Platz.

Gaming: Apple ist Leistungssieger – aber reicht das?
Ein wichtiges Kriterium: Smartphones sind die führenden Geräte, wenn es um mobiles Gaming geht. Kein Wunder, denn Handys haben heute leistungsfähige Prozessoren an Bord und sind immer griffbereit. Während wir weder im Play Store noch im App Store einen Mangel an Spielen beklagen können, gestaltet sich die Gaming-Erfahrung beider Systeme doch sehr unterschiedlich. Gehen wir mal ins Detail.

Verfügbarkeit: Zwar gibt es für iOS nicht unbedingt mehr Spiele als für Android, brandneue Titel stehen aber oft erst einmal Apple-Nutzern zu Verfügung. Erst mit Verspätung halten sie Einzug im Play Store. Das geht vor allem darauf zurück, dass es Programmierer bei Apple leichter haben. Denn dort muss man sich mit nicht mit so vielen unterschiedlichen Modellen, Geräten und Software-Versionen herumschlagen. Auch der Umstand, dass der Geldbeutel von Nutzern im App Store etwas lockerer sitzt als im Play Store (wo Gratis-Apps zur Tagesordnung gehören) mag eine Rolle spielen. Hier läuft Apple Android also den Rang ab.

Leistung und Qualität: Das neue iPhone 14 Pro erzielt im AnTuTu-Benchmark einen Rekordwert von 978.147 Punkten, dafür ist hauptsächlich der neue A16 Bionic-Chip verantwortlich. Das neue Rennpferd aus Cupertino lässt damit auch Samsungs Flaggschiff, das Galaxy S22 Ultra weit hinter sich, es kommt nur auf 896.058 Punkte. Zugegeben, bei solchen Leistungsreserven läuft jedes Spiel absolut geschmeidig. An der reinen Rechenleistung gemessen, hat iOS hier aber die Nase vorn. Auch wenn man sich die durchschnittliche Geräteleistung ansieht, ist iOS der Sieger. Denn im Android-Universum kommen noch mehr Geräte mit vergleichsweise schwacher Rechenleistung zum Einsatz.

Batterie und Speicherplatz: Ganz klar: Wenn die Batterie schwächelt oder wenn der Speicherplatz für neue Spiele fehlt, dann bringt die beste Rechenleistung nichts. Weil aber sowohl Android- als auch iOS-Geräte mittlerweile über üppigen Speicher verfügen, kräftige Batterien an Bord haben und sich schnell aufladen lassen, geht diese Runde unentschiedene aus.

Zubehör und Extras: Hier sehen wir einen klaren Vorteil für Android. Einerseits gibt es da richtig gute Gaming-Smartphones, während Apple solche Gadgets immer noch nicht anbieten will. Gleichzeitig steht für Android-Geräte umfangreiches Gaming-Zubehör zur Verfügung, um beim Daddeln noch tiefer im Spiel zu versinken. Gute Game-Controller gibt es aber für beide Systeme. Trotzdem gibt es einen klaren Sieger: Mit seinem Angebot an Gaming-Smartphones und solidem Zubehör geht diese Runde punkte mäßig an Android.

Fazit Gaming

Apple macht das Rennen. Zwar haben Android-Nutzer mal wieder eine größere Auswahl an Zubehör und an mobilen Spielen insgesamt. Am iPhone stehen uns Neuheiten aber früher zur Verfügung und sehen dank besserer Rechenleistung auch schöner aus. Dazu kommt der starke Support: Auch ältere iPhones werden von Apple noch für lange Zeit mit Updates auf der Höhe der Zeit gehalten.

Privatsphäre – Ein klarer Sieger
Hier müssen wir nicht viel schreiben, denn Googles Geschäftsmodell lässt sich mit gutem Datenschutz mehr schlecht als recht vereinbaren: Die Verarbeitung von Nutzerdaten ist hier quasi das Kerngeschäft. Zwar haben Nutzer auch auf Android-Geräten viele Möglichkeiten, eigene Daten zu schützen, das wird einem aber nicht immer leicht gemacht. Ganz anders gestaltet sich das bei Apple, denn der Konzern ist als solcher gar nicht im Werbe-Business tätig und hat dafür auch kein Geschäftsmodell aufgebaut. Auf iOS-Geräten finden sich deswegen immer mehr und bessere Funktionen zum Schutz der Privatsphäre als bei Android. Klarer Sieger beim Datenschutz: iOS

Kosten: Android ist günstiger, aber …
Wer preiswerte Smartphones sucht, der ist bei Android meistens besser aufgehoben. Während das neue iPhone 14 Pro aktuell mit rund 1.300 Euro zu Buche schlägt, gibt es Samsungs Galaxy S22 Ultra schon für deutlich unter 1.000 Euro, das Xiaomi 12 Pro geht für knapp 900 Euro über die Ladentheke. Dazu kommen die etwas höheren Preise für Apps bei Apple.

iPhones können ihren Wert aber besser halten als Android-Geräte. Gute Verarbeitung, eine stabile und langfristig hohe Performance sowie starker Kundensupport sind dafür verantwortlich. So verlieren iPhones über die Jahre deutlich weniger an Wert als vergleichbare Android-Geräte.

Laut einer Studie des US-Verkaufsdienstleister BankMyCell geht es dabei auch nicht um kleines Geld. Das Unternehmen hatte für das Jahr 2020 untersucht, wie hoch der Wertverlust verschiedener Smartphones innerhalb eines Jahres ausfällt. Das deutliche Ergebnis: Android-Geräte im High-End-Bereich büßten im Schnitt über 33 Prozent ihres Wertes ein, iPhones konnten sich mit einem Verlust von knapp 17 Prozent doppelt so gut behaupten.

Trotzdem: Wer Geld sparen möchte und auf ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis setzt, der ist mit Android besser beraten als mit iOS.

Virtuelles Helferlein: Siri vs. Google Assistant
Bringt das “Smart” ins Smartphone: Die virtuelle Assistenz wird bei mobilen Geräten immer wichtiger – und leistungsfähiger. Sprachbefehle sind intuitiv und effizient, sie werden in kommenden Betriebssystemen noch größere Rollen spielen, sowohl bei Android als auch bei iOS. Aktuell (und vermutlich auf absehbare Zeit) hat Google hier aber die Nase vorn. Denn der Google Assistent weiß alles, was Google weiß – und das ist bekanntlich eine ganze Menge.

Der Sprachassistent erhält bei Google immer mehr Kompetenzen und Schnittstellen zu anderen Diensten, von manchem Komfort kann man da am iPhone nur träumen. Der Assistant kennt etwa Tickets und Reisezeiten aus dem eigenen Postfach oder im eigenen Kalender. Wird hohes Verkehrsaufkommen erwartet, kann uns der Helfer von Google sogar ermahnen, früher zu einem vermerkten Termin aufzubrechen.

Über die Google-App ist der Assistant mittlerweile zwar auch am iPhone verfügbar, seine ganze Kraft entfaltet er aber erst im Zwischenspiel mit anderen Google-Services.

Damit geht diese Partie an Google: Der Assistent gewinnt gegen Siri.

Fazit
Eine pauschale Aussage darüber, welches Betriebssystem das bessere ist, lässt sich nach diesem Schlagabtausch auf Augenhöhe nur schwer treffen – denn sowohl Android als auch iOS spielen ihre Stärken in unterschiedlichen Bereichen aus. Apple-Geräte sind in aller Regel wertiger verarbeitet, punkten mit überlegener Hardware und können besser weiterverkauft werden.

Android-Smartphones zeigen sich dafür flexibler, arbeiten auch mit fremden Plattformen gut zusammen und bieten viel mehr Auswahl: Es gibt tausende Modelle und Marken, faltbare Smartphones, Gaming-Geräte und jede Menge Gadgets – aber auch wesentlich mehr Malware. Und auch beim Schutz der Privatsphäre müssen Android-Nutzer oft neidisch ins iOS-Universum schielen. Dafür schlägt der Google Assistant die Helferin Siri beim Intelligenztest.

Einen Sieger in diesem Wettkampf kann so nur der individuelle Kunde küren. Jeder muss für sich entscheiden, auf welche Stärken er im Alltag Wert legt und welche Schwächen der Betriebssysteme er verschmerzen kann. Spielt das Budget keine große Rolle und hat man schon viel Apple-Tech zu Hause, ist das iPhone eine gute Wahl. Wer flexibel bleiben möchte, individuelle Nutzererfahrungen bevorzugt und die Fähigkeiten des raffinierten Google Assistant zu schätzen weiß, der sollte sich nach einem Android-Gerät umsehen.

Lieferprobleme beim iPhone 14 Pro

Weihnachten ist traditionell die beste Zeit fürs Apple-Geschäft. In diesem Jahr werden viele Käufer des iPhone 14 Pro jedoch länger auf ihre Geräte warten müssen.

Mitten im wichtigen Weihnachtsgeschäft hat Apple mit erheblichen Lieferengpässen beim neuen iPhone 14 Pro zu kämpfen. Die Produktion im Hauptwerk in China werde aktuell von Covid-Einschränkungen beeinträchtigt, teilte Apple in der Nacht zum Montag mit. Die Fabrik laufe mit deutlich reduziertem Ausstoß. Für die Kunden werde das längere Wartezeiten bedeuten.

Das Werk des taiwanischen Auftragsfertigers Foxconn in Zhengzhou ist von Corona-Lockdowns der Regionalregierung betroffen. Die Fabrik arbeitet zumindest teilweise, da einige Mitarbeiter das Gelände nicht verlassen. Die Einschränkungen könnten aber auch den Fluss von Bauteilen ins Werk unterbrechen. Apple teilte mit, man arbeite zusammen mit dem Fertiger daran, die Produktion wieder auf normales Niveau zu bekommen, ohne die Gesundheit der Mitarbeiter zu gefährden.

iPhone 14 Pro als auch iPhone 14 Pro Max betroffen
In den Weihnachtsquartalen macht Apple traditionell das größte Geschäft – und verdrängt sogar meist Samsung von der Spitzenposition im Smartphone-Markt. Von den Engpässen seien sowohl das iPhone 14 Pro als auch das größere iPhone 14 Pro Max betroffen, teilte Apple mit.

Die Modelle waren erst im September 2022 zusammen mit dem iPhone 14 auf den Markt gekommen. Die teureren Pro-Versionen stattete Apple in diesem Jahr unter anderem mit deutlich besseren Kameras aus als die Basis-Modelle sowie mit zusätzlichen Software-Funktionen – und sie sind laut Marktforschern entsprechend populär. Die Nachfrage sei ungebrochen, betonte Apple. Die Lieferprobleme dürften auch auf die Geschäftszahlen durchschlagen. Der Konzern hatte mit Blick auf den starken Dollar die Preise in Europa zum Teil deutlich erhöht.

Im Weihnachtsgeschäft 2021 hatte Apple mit einem Gewinnplus von mehr als 20 Prozent auf 34,6 Milliarden Dollar erneut ein Rekordquartal eingefahren. Der Umsatz stieg um rund elf Prozent auf 123,9 Milliarden Dollar, ebenfalls ein Bestwert. Der iPhone-Konzern trotzte damit den globalen Komponenten-Engpässen, die damals die Branche bremsten. Das iPhone war dabei abermals der größte Umsatzbringer mit 71,6 Milliarden Dollar. Apple gab keine Prognose für das laufende Quartal ab, Analysten rechneten aber mit einem Umsatzplus.

So lange bekommt Ihr iPhone und iPad Updates

Apple ist allgemein bekannt dafür, seine Geräte mehrere Jahre nach der Veröffentlichung mit Updates zu versorgen. Doch wie lange genau?

Hätten Sie das gewusst? Das langlebigste mobile Produkt von Apple, gemessen nach Software-Updates, ist das iPad Air der zweiten Generation: Das Tablet wurde im Herbst 2014 vorgestellt, bis vor wenigen Tagen lief darauf die aktuelle Version von iPadOS – die Version 15. Das sind sagenhafte acht Jahre mit Software-Updates!

Inspiriert von den Kollegen bei Statista haben wir uns angeschaut, wie lange Apple seine iPhones, iPads und bis zuletzt iPods mit den iOS- und iPadOS-Updates versorgt. Schränkt man die Auswahl nur auf die iPhones ein, ist das Bild klar: Apple unterstützt seine Smartphones im Schnitt sechs Jahre nach dem Verkaufsstart mit iOS-Updates, das iPhone 6S ist gar auf sieben Jahre gekommen.

A-Chips werden gerne vererbt
Doch so einfach ist es nicht, Apple vererbt seine Prozessoren der A-Linie an weitere Geräte wie einige iPads, iPods Touch (seit Frühling 2022 eingestellt), an Apple TV, Homepods etc. Schaut man sich die Verwendung von Apple-Chips in allen Produktkategorien an, wird klar, dass Apple die meisten seiner iPhones mehrere Jahre unterstützten muss.

Das beste Beispiel ist hier das iPhone 4S mit dem A5-Chip. Dieser wurde in alle mobilen Geräte eingebaut, die dem iPhone 4S folgten: iPad Mini, iPad der zweiten Generation, in das Apple TV 3 und vor allem in den iPod Touch der fünften Generation. Das Gerät hat Apple in den nachfolgenden Jahren bis 2014 immer wieder neu aufgelegt. Es wäre also ein Unding, wenn der Hersteller einen aktuellen Musik-Player verkaufen würde, der aber kein aktuelles iOS ausführen kann. Und so haben die iPhone 4S, iPad 2 und das Apple TV 3 zum ersten Mal in der Apple-Geschichte fünf Jahre lang Software-Updates genossen.

Sieht man sich die Verteilung der aktuellen Chips an, fällt auf, dass der A8-Chip in den meisten Geräte-Typen eingesetzt wurde: Neben dem iPhone (6), zwei iPads, iPod Touch und in dem Apple TV 4 HD ist der Prozessor noch im Homepod (mittlerweile eingestellt) eingebaut. Und so ist es kein Wunder, dass einige Geräte mit dem A8 im Inneren zu den wahren Methusalems bei Apple wurden.

Das iPad Air 2 wurde mit acht Jahre lang mit Updates versorgt, sicherlich dank der Aufteilung der Betriebssysteme in iOS und iPadOS. Auch das Apple TV 4 HD ist noch mit tvOS 16 kompatibel, das Gerät kam 2015 auf den Markt. Auch der erste Homepod bekommt nach wie vor Updates, das Gerät profitiert hier von der Aufteilung der Betriebssysteme nach Geräte-Typen, Apple entwickelt dafür audioOS.

Schaut man sich die gesamten Daten an, kann man zum Schluss kommen, dass Apple seine iPhones im Schnitt sechs Jahre lang mit iOS-Updates versorgt. Die iPads, vor allem diejenigen nach 2015 (A9) und dank der Aufsplittung des iPadOS, sind noch langlebiger: Sieben Jahre sind hier fast schon zu erwarten, neben dem iPad Air 2 wird das iPad Pro 12,9 Zoll der ersten Generation ebenfalls acht Jahre lang mit iOS- und jetzt mit iPadOS-Updates versorgt.

Die Aufteilung in iOS und iPadOS hat also bewirkt, dass Apple seine Tablets selbst mit recht betagten Chips wie A10 in einem iPad Pro 2 länger unterstützen kann als die Smartphones mit dem gleichen Prozessor.

iPhone 15 komplett ohne Tasten?

Apple will sich angeblich von den letzten Tasten im iPhone-Gehäuse verabschieden – und ihre Haptik nur vortäuschen.

Der bekannte und recht treffsichere Apple-Analyst Ming-Chi Kuo schließt aus seinen letzten Beobachtungen der Zulieferer, dass Apple bei seinem kommenden iPhone die Seitentaste und die Lauter-Leister-Tasten streichen und durch ein durchgehendes Gehäuse ersetzen will. Ähnlich wie bei der Home-Taste seit dem iPhone 7 und bis iPhone SE der dritten Generation simuliert ein vibrierender Motor, bei Apple Taptic Engine genannt, den Druck auf eine solche Taste. Die Fläche bleibt unbeweglich, der Nutzer nimmt die leichte Vibration unter der Oberfläche als eine Tasten-Betätigung wahr.

Laut Ming-Chi Kuo wird Apple statt einer Taptic Engine gleich drei davon benötigen. In den iPhones ohne Home-Taste ist die Taptic Engine für das haptische Feedback bei Bildschirmbedienung und seit iOS 16 für das Feedback beim Tippen auf der Tastatur verantwortlich. Will Apple die Seitentaste und die Lauter-Leister-Tasten ebenfalls vortäuschen, benötigt der Hersteller zwei zusätzliche Motoren – einmal auf der rechten und einmal auf der linken Seite des Gehäuses.

Streichen hat Tradition bei Apple
Apple versucht seit Jahren, das iPhone-Gehäuse so verschlossen zu halten, dies eben nur geht. Der erste Schritt war die simulierte Home-Taste im iPhone 7 im Jahr 2016. Mit dem iPhone 14 ist zumindest in den USA der SIM-Slot entfallen, die Modelle für den US-Markt werden ab Werk mit einer eSIM ausgeliefert und haben kein zusätzliches Loch an der Seite. Streicht Apple Lauter-Leiser- und die Seitentaste, entfallen im Gehäuse knapp die Hälfte aller vorhandenen Öffnungen. Wird sich die Vorhersage von Ming-Chi Kuo bewahrheiten, bleiben nur noch der Stumm-Regler, das Mikro und Lautsprecher im True-Depth-System oben am Display und Lightning- bzw. USB-C-Anschluss unten, der von den Lautsprechern umgeben ist.

Mehrere Fragen zu den simulierten Tasten bleiben noch: Wie werden sich die zusätzlichen Taptic Engines auf die Akkulaufzeiten auswirken? Wir vermuten mal, nicht signifikant, da auch schon das Tastatur-Feedback unter iOS 16 in diesem Aspekt nicht sonderlich negativ auffällt. Und auf einer virtuellen Tastatur tippt ein Nutzer oder eine Nutzerin deutlich öfter als sie die Seitentasten betätigen. Die Hüllenhersteller werden sich vermutlich an die neuen Tasten ebenfalls anpassen müssen. Die Taptic Engine wird deutlich weniger Design- und Produktionsfehler verzeihen als eine physische Taste, die sich zu Not auch mit Gewalt drücken ließ.

So optimieren Sie Ihr Android-Smartphone

Mit den richtigen Einstellungen lässt sich das volle Potenzial eines Android-Smartphones nutzen. Je nach Modell eignen sich bestimmte Einstellungsoptionen besonders gut.

Sowohl neue Modelle als auch ältere Varianten haben ihre Tücken. Nicht immer verhält sich das Smartphone so, wie man sich das als Nutzer wünschen würde. Deswegen ist es praktisch, dass in den Geräteeinstellungen ganz individuelle Anpassungen vorgenommen werden können. So können Töne ausgewählt, Anzeigen eingestellt, Gesten genutzt und Eingabehilfen verwendet werden. Ein besonderes Augenmerk sollte der Speicherauslastung zukommen. Es genügt nicht, die entsprechenden Einstellungen nur einmal vorzunehmen. Empfehlenswert sind regelmäßige Prüfungen.

Die Schnelleinstellungen individuell verwenden

Um zu den Schnelleinstellungen zu gelangen, muss die Benachrichtigungsleiste heruntergezogen werden. So können unter anderem WLAN, Bluetooth, GPS und der Energiesparmodus ein- bzw. ausgeschaltet werden. Nicht immer entspricht die Anzeige den persönlichen Wünschen. Einige unnötige Features stehen bereit, andere werden gar nicht angezeigt. Über das Bearbeitungssymbol lassen sich daher viele weitere Symbole finden, die Einstellungsmöglichkeiten für viele weitere Features bieten. Hier kann individuell eingestellt werden, welche Symbole im oberen Bereich angezeigt werden sollen. Der Übersicht halber sollte die Menge an angezeigten Symbolen jedoch nicht zu groß sein.

Den Speicher sauber halten

Es ist angenehm einfach, sich neue interessante Apps aus dem Play Store zu ziehen. Oft lässt das Interesse an den Apps jedoch schnell nach, oder sie werden mit der Zeit nur noch selten verwendet. Trotzdem befinden sie sich nach wie vor auf dem Smartphone, und nehmen kostbaren Speicherplatz ein. Stellt das verwendete Smartphone von Haus aus nur eine geringe Menge an Speicherplatz bereit, geht viel Raum verloren, der besser für Fotos, Videos oder sonstige Inhalte genutzt werden könnte. Daher sollte regelmäßig geprüft werden, welche Apps und Inhalte den Speicherplatz blockieren und welche davon gelöscht werden können.

Das gelingt am einfachsten mit einem Tool wie Clean Master. Solche Hilfsmittel überzeugen erfahrungsgemäß durch ihre Übersichtlichkeit und ihre intuitive Handhabung. In einem “Anwendungsmanager” werden alle Anwendungen aufgeführt, die sich auf dem jeweiligen Smartphone befinden. Diese können nach verschiedenen Kategorien wie zum Beispiel der Größe nach sortiert werden. In einer übersichtlichen Tabelle ist dann mit einem Blick erkennbar, welche Apps wie viel Speicher belegen. Sollte eine App auftauchen, die nicht mehr gebraucht wird, kann diese direkt gelöscht werden. Hierfür wird lediglich die entsprechende App ausgewählt und auf “Deinstallieren” geklickt. Falls mehrere Apps mit einem Haken versehen werden, können diese gleichzeitig vom Gerät entfernt werden.

Danach geht es zurück zur Startseite der App. Hier gibt es einen Ordner “Mülldateien”. Über diesen erfahren die Nutzer, wie viel Speicherplatz durch das Löschen welcher Apps und Inhalte auf dem Smartphone gewonnen werden könnte. Denn die System- und Temporärdateien nehmen erstaunlich viel Platz ein. Die Reinigung umfasst das Aufräumen des System-Caches und die Bereinigung von App-Ablagen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, über “Handy beschleunigen” Datenmüll vom Smartphone zu entfernen und den Speicher zu entlasten.

Nur ausgewählte Apps automatisch starten lassen

Manche Smartphones brauchen nach dem Einschalten immens lange, bis sie tatsächlich einsatzbereit sind. Meistens liegt das an einem überlasteten Autostart. Werden zu viele Apps und Inhalte beim Android-Start mit aufgerufen, leidet immer die Geschwindigkeit. Das fällt oft gar nicht so richtig auf, da wie bei Windows zahlreiche Apps beim Systemstart mitgestartet werden, aber nur im Hintergrund mitlaufen. Vor allem Apps, die kontinuierlich Daten an das Netz senden oder aus diesem empfangen, zählen hierzu. In diesem Zusammenhang sind vor allem werbefinanzierte Spiele zu nennen, die sich im Autostart registrieren und auf dem Desktop Verknüpfungen erstellen. In der Folge werden zumeist noch Werbe-Pop-Ups angezeigt. Das ist einerseits lästig und verlangsamt andererseits das Gerät. Daher ist es sinnvoll, regelmäßig zu prüfen, ob sich im Autostart unnötige Apps und Einträge befinden.

Dabei sind kostenlose Tools wie All-in-One Toolbox ausgesprochen nützlich. Hier gibt es Felder wie “Werkzeuge” und “Bootbeschleunigung”. Diese zeigen alle Apps an, die beim Systemstart des jeweiligen Android-Gerätes mit aktiviert werden. Hinter den einzelnen Einträgen gibt es grüne Buttons, über die ein Eintrag aus dem Autostart entfernt werden kann. Über ein graues Symbol kann hingegen eine App in den Autostart aufgenommen werden. Zudem ermöglichen Registrierkarten wie “Systemapps” einen Überblick über die Systemprogramme von Android, die bereits vorinstalliert sind und beim Booten ebenfalls gestartet werden. Hier sind Änderungen aber nur dann angeraten, wenn genau bekannt ist, zu welcher App ein Eintrag gehört und was dieser bezweckt. Andernfalls könnte das Smartphone nicht mehr einwandfrei funktionieren. Nicht zuletzt können über “Programme mitstarten” eigene Apps eingerichtet und in den Autostart eingefügt werden.

Die Kontrolle über die Hintergrundprozesse behalten

Wenn zu viele Apps im Hintergrund mitlaufen, wirkt sich das immer negativ auf die Geschwindigkeit und die Leistung eines Smartphones aus. Deswegen sollten solche Hintergrund-Apps kontinuierlich durch Monitoring-Apps wie Android Assistant überwacht werden. Auf diese Weise lässt sich leicht erkennen, wenn eine App überflüssig ist oder das System zu stark verlangsamt. Solche Anwendungen können dann einfach deaktiviert werden. Das hat sowohl auf den Speicher als auch auf die Systemleistung positive Auswirkungen.

Um zu erfahren, wie stark die CPU, der Akku und der Arbeitsspeicher aktuell ausgelastet sind, sollten unter der Registrierkarte “Überwachung” die Echtzeitinformationen zu den einzelnen Apps abgefragt werden. Denn manchmal ist der Prozessor bereits ausgelastet, ohne dass eine einzige App individuell aufgerufen wurde. Das liegt daran, dass diverse Prozesse selbst dann im Hintergrund weiterarbeiten, wenn sie vordergründig bereits geschlossen wurden. Das wirkt sich negativ auf den Arbeitsspeicher aus. Über “System bereinigen” werden die noch aktiven Prozesse beendet, und die CPU arbeitet nicht mehr so intensiv. Über “Prozesse” können sich Nutzer darüber informieren, welche Apps im Moment laufen. Hier können Apps auf Wunsch gezielt ausgewählt und beendet werden. Allerdings sollte man genau beachten, welche Aufgaben die einzelnen Prozesse erledigen. Nur so lassen sich Systemfehler verhindern.

Ein Android Assistant kann den Datenspeicher zudem entlasten, indem er bestimmte Anwendungen und Inhalte vom Speicher des Smartphones auf eine SD-Karte verschiebt. Dadurch gewinnen Nutzer viel zusätzlichen Speicherplatz. Die Größe der jeweiligen Apps wird vor dem Verschieben angezeigt, sodass immer klar ersichtlich ist, wie viel Platz durch das Verschieben jeweils gewonnen wird. Das ist aber nur möglich, wenn sich in dem Smartphone eine SD-Karte mit ausreichend viel freiem Speicherplatz befindet. Allerdings ist zu beachten, dass nicht jede App einfach auf ein externes Speichermedium übertragen werden kann. Sollte es beim Verschieben zu Problemen kommen, hat das zur Folge, dass die jeweilige App komplett neu installiert werden muss. Nicht zuletzt bietet sich an, über “Werkzeuge” Schnellzugriffe zu koordinieren, den Autostart-Manager zu nutzen und eine Datensicherung von Apps vorzunehmen. Allerdings ist dieses Tool nicht so einfach zu handhaben wie die “All-in-One-Toolbox”.

Mit der Flut an Widgets richtig umgehen

Wer längere Zeit auf den Home-Bildschirm drückt, ruft einen Dialog auf, der die Verwaltung von Widgets und Live-Hintergründen erlaubt. Bewegliche Hintergrundinformationen sind hübsch, sollten aber zugunsten der Systemleistung deaktiviert werden. Ein weiterer Vorteil, den das Abschalten mit sich bringt, besteht in einer Erhöhung der Akkulaufzeit des Smartphones. Statt eines Live-Hintergrundes kann zum Beispiel ein unbewegliches Bild aus dem Fotoordner gewählt werden. Außerdem ist es sinnvoll, keine Widgets auf dem Startbildschirm zu haben, die nicht gebraucht werden. Hierzu können Wetteranzeigen, Listen von Facebook-Aktivitäten oder Anzeigen des Posteinganges gehören. Wenn für zwei Sekunden auf ein Widget gedrückt wird, löst sich dieses und kann auf das Feld “Entfernen” gezogen werden.

Apple mit Plus bei Umsatz und Gewinn

Auch in Zeiten hoher Inflation und Konjunktursorgen ist das iPhone für Apple bisher eine verlässliche Geldmaschine. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft stellt der Konzern die Anleger aber auf mehr Gegenwind durch den starken Dollar ein.

Apple trotzt vor allem dank der Stärke beim iPhone der Konsumzurückhaltung. Im vergangenen Quartal steigerte der Konzern den Umsatz im Jahresvergleich um acht Prozent auf 90,1 Milliarden Dollar. Unterm Strich legte der Gewinn von 20,55 auf 20,72 Milliarden Dollar zu. Apple löst sich damit von der Entwicklung bei anderen Tech-Riesen, die von sinkenden Werbeausgaben oder Konjunktursorgen getroffen werden.

Zugleich schränkte Finanzchef Luca Maestri ein, dass das Umsatzwachstum im laufenden Quartal unter den acht Prozent der vergangenen drei Monate liegen werde. Auslöser seien vor allem der starke Dollar, der die Einnahmen bei der Umrechnung in US-Währung um bis zu zehn Prozent drücken werde. Das Weihnachtsquartal ist traditionell das wichtigste für Apple.

Das iPhone war ein zentraler Treiber des Geschäfts mit einem Umsatzplus von 38,9 auf 42,6 Milliarden Dollar. Apple brachte im September wie gewohnt die neue iPhone-Generation auf den Markt – diesmal eine Woche früher als 2021.

Der Konzern selbst nennt keine Stückzahlen. Aber nach Berechnungen der Analysefirma Canalys war Apple der einzige große Anbieter, der den Absatz steigern konnte – und zwar um acht Prozent auf 53 Millionen iPhones. Samsung behielt demnach die Spitzenposition im Markt, auch nach einem Rückgang von acht Prozent auf 64,1 Millionen Geräte. Die chinesischen Anbieter Oppo und Vivo verkauften dagegen rund ein Fünftel weniger Geräte. Beim Marktanteil kommt Samsung jetzt auf 22 Prozent und Apple auf 18 Prozent.

Das Geschäft mit Mac-Computern wuchs – mitten in einem rapiden Schrumpfen des PC-Marktes – von rund 9,2 Milliarden Dollar auf den Rekordwert von 11,5 Milliarden Dollar. Das lag laut Konzernchef Tim Cook unter anderem an einer hohen aufgestauten Nachfrage nach Produktionsausfällen im Frühjahr. Für das laufende Vierteljahr stellte Finanzchef Maestri zugleich einen deutlich Umsatzrückgang in Aussicht und führte dies vor allem darauf zurück, dass im Jahresquartal der Start populärer neuer Modelle die Erlöse hochgetrieben habe.

Beim iPad gingen die Erlöse dagegen von 8,25 auf knapp 7,2 Milliarden Dollar zurück. Auch hier verwies Apple auf Vergleichseffekte – im Vorjahresquartal habe es eine Sonderkonjunktur durch neue Modelle gegeben. Die Engpässe bei Halbleitern, die in den vergangenen Jahren das Geschäft zum Teil gebremst hatten, spielen inzwischen keine signifikante Rolle mehr, sagte Cook.

Apple betonte besonders, dass die Geräte weiterhin viele neue Kunden anlockten. So sei es für mehr als jeden zweiten Mac- und iPad-Käufer das erste solche Gerät gewesen. Bei der Computer-Uhr Apple Watch seien sogar mehr als zwei Drittel Erstkäufer gewesen. Mit mehr neuen Kunden kann sich Apple Hoffnungen auf mehr Ersatzkäufe sowie zusätzliches Abo-Geschäft machen.

Im Geschäft mit Dienstleistungen legten die Umsätze um fünf Prozent auf 19,2 Milliarden zu – und wuchsen damit langsamer als früher. Schwäche habe es unter anderem im Geschäft mit Werbung und Spielen im App Store gegeben, sagte Maestri.

Quer über seine Dienste wie Apple Music oder Angebote wie Online-Speicherplatz bekommt der Konzern inzwischen Geld für 900 Millionen Abos – 50 Millionen mehr als vor zwölf Monaten. Der Konzern sitzt auf Reserven von 169 Milliarden Dollar, denen Schulden von 120 Milliarden Dollar gegenüberstehen.

In Europa, wo Apple zuletzt die Preise für neue iPhone-Modelle mit Blick auf den schwachen Euro zum Teil deutlich anhob, wuchs der Umsatz im vergangenen Quartal von 20,8 auf 22,8 Milliarden Dollar. Das Quartal schloss Apples Geschäftsjahr ab, in dem die Erlöse insgesamt um acht Prozent auf 394,3 Milliarden Dollar wuchsen. Der Gewinn stieg um fünf Prozent auf 99,8 Milliarden Dollar.