Huawei P40 lite im Test: Gutes Rundum-Paket mit entscheidender Schwäche

Selbst Huawei-Fans rätseln, ob sie sich das Huawei P40 lite auch ohne Google Services kaufen sollen. Unser Test zeigt, was das neue Mittelklasse-Smartphone abseits der Goolge-Anwendungen drauf hat.

Die lite-Geräte von Huawei erfreuten sich hierzulande stets einer großen Beliebtheit und galten als chinesisches Gegenstück zur A-Serie von Samsung. Beim neuen Huawei P40 lite könnte dieser Vergleich jedoch nicht mehr ohne weiteres möglich sein. Denn im Gegensatz zu der aktuellen A-Riege, kommt das P40 lite wegen des USA-China-Handelskriegs ohne Google-Services. Doch ist es tatsächlich ein großes Handicap und wie schlägt sich der Mittelklasse-Promi sonst? Wir haben das Smartphone auf Herz und Nieren geprüft.

HARDWARE DES HUAWEI P40 LITE

Beim Huawei P40 lite handelt es sich um ein günstigeres Mittelklasse-Modell. Wer High-End-Funktionen erwartet, dürfte also schwer enttäuscht werden. So ist beispielsweise die Displayauflösung auf einem in dieser Preiskategorie durchschnittlichen Niveau (1.080 x 2.310 Pixel) und der Fingerabdrucksensor befindet sich seitlich im Power-Button und nicht unter dem Display. Auch beim Prozessor setzt Huawei nicht auf den neuesten Kirin 990-Chip, sondern auf die Mitte 2019 erschienene Kirin-810-Mittelklasse-Technik.

Das alles muss allerdings nicht zwingend etwas Schlechtes bedeuten, denn im Vergleich zu anderen Mittelklasse-Geräten kann das Huawei P40 lite mit diesen Werten durchaus mithalten. Beim Arbeitsspeicher ist es dem ab Werk teureren Kontrahenten Samsung Galaxy A51 mit 6 zu 4 GB Arbeitsspeicher sogar überlegen, doch auch einige tatsächliche Nachteile sind mit von der Partie. So fehlt die LED-Benachrichtigungsleuchte und der 128 GB große Hauptspeicher lässt sich nur mit einer speziellen NM-Karte erweitern. Dafür ist der Klinkenanschluss mit an Bord – das kann selbst das aktuelle Flaggschiff Huawei P40 Pro nicht von sich behaupten.

Akku des Huawei P40 lite

Mit seinen 4.200 mAh scheint das Huawei P40 lite zunächst sehr gut aufgestellt zu sein. Der Schein trügt jedoch. 4.200 mAh waren vor ein paar Jahren zwar noch ein ausgezeichneter Wert, heute sieht die Sache allerdings anders aus. Etwas über 4.000 mAh sind bereits eher Durchschnitt und bei dem 6,4-Zoll-Display des P40 lite vergleichsweise schnell aufgebraucht. Besonders interessant ist an dieser Stelle, dass das Huawei P40 lite dem P40 Pro bei gleicher Akkukapazität im Akkutest von GFXBench unterlegen ist. Und das obgleich das Display des Pro-Modells mit 6,58 Zoll spürbar größer ist, während der Prozessor seinerseits eine höhere Leistung erbringt.

Für den Mittelklasse-Bereich bleibt die technische Ausstattung des Huawei P40 lite unterm Strich dennoch auf einem guten, wenngleich nicht ausgezeichnetem Niveau. So konnte das Smartphone im Test folgende Einzelwertungen erreichen:

Gehäuse: 3,5 von 5 Sternen

Display: 3,5 von 5 Sternen

Ausstattung: 3 von 5 Sternen

Kamera: 3,5 von 5 Sternen

Software: 4 von 5 Sternen

Akku: 3,5 von 5 Sternen

Gesamtwertung: 3,5 von 5 Sternen

HÄSSLICHES ENTLEIN ODER SCHÖNER SCHWAN?

Das Design des Huawei P40 lite sieht auf den ersten Blick ziemlich ansprechend aus. Anstelle eines breiten Stegs, findet sich auf der Frontseite ein kaum sichtbares Kameraloch. Dadurch wird das Gehäuse-Display-Verhältnis noch etwas besser – so zumindest die Theorie. In der Praxis findet sich jedoch im unteren Bereich ein relativ breiter Gehäuse-Streifen, der die Bemühungen teilweise wieder zunichte macht.

Auf der Rückseite findet sich indes lediglich der Huawei-Schriftzug sowie ein LED-Blitz und eine aus dem Gehäuse herausstehende Quad-Hauptkamera. Das Gehäuse selbst besteht dabei aus vierseitig gebogenem Glas, fühlt sich jedoch eher wie Plastik an. Unangenehm ist die Berührung jedoch nicht und auch bei den verfügbaren Farben gibt es nichts zu meckern. Erhältlich ist eine pink-blaue Version, die eher für das weibliche Publikum gedacht ist, eine schwarze Variante sowie ein grünes Modell.

Nun zur Handlichkeit: Wer eher mit kleinen Händen gesegnet wurde, dürfte mit dem Huawei P40 lite seine Probleme haben. Das Gerät ist vergleichsweise breit (76,3 Millimeter) und zusätzlich auch recht dick (8,7 Millimeter). Das sind beides keine besonders guten Eigenschaften für Menschen ohne Pranken. Eine Bedienung mit einer Hand ist somit nicht uneingeschränkt möglich, mit ein wenig Übung sollte jedoch auch diese Hürde bewältigt werden können; auch weil die Positionierung der physischen Tasten durchaus gut gelungen ist.

SOFTWARE DES HUAWEI P40 LITE

Zumindest im Alltag kann sich die Leistung des Mittelklasse-Smartphones sehen lassen. Die Bedienung erfolgte stets genauso flüssig, wie es auch bei High-End-Geräten der Fall wäre. Lediglich bei besonders leistungsstarken Programmen wie detaillierten 3D-Spielen dürfte das P40 lite an seine Grenzen stoßen. Darüber hinaus kommt das Huawei-Mobiltelefon ab Werk mit dem Betriebssystem Android 10 sowie der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI 10. Das bedeutet, dass die neuesten Features jeweils mit an Bord sind. An dieser Stelle ein kleiner Tipp für Nutzer der älteren Versionen: Die neue Gestensteuerung kann in den Einstellungen durch die altbekannte Drei-Knöpfe-Leiste ausgetauscht werden. Dasselbe gilt auch für den App-Drawer.

Negativ fielen dagegen die angerundeten Ecken auf, die wir bereits beim Huawei P40 Pro kritisiert haben. Auch beim kleinen Bruder sorgt die breite Kurve dafür, dass in einigen Apps Inhalte abgeschnitten werden. Darunter ist auch die Standard-Tastatur SwiftKey.

Kastriertes Android

Sobald man das Huawei P40 lite auf der Seite des Herstellers aufruft, erscheint ein längerer Warntext. Dabei wird grundsätzlich erläutert, dass das neue Modell zwar das Betriebssystem Android 10 verwendet, der Zugang zu Google Apps und Google-Services jedoch verwährt bleibt. Diese Tatsache lässt sich auf den Handelsstreit zwischen den USA und China zurückführen, infolgedessen Google keinen Handel mehr mit Huawei betreiben darf.

Für Nutzer bedeutet dies, dass sie weder beliebte Services wie Gmail oder Google Maps nutzen, noch Anwendungen aus dem Play Store herunterladen können. Zwar existieren natürlich einige Lösungen, diese setzen jedoch jeweils gewisse technische Kenntnisse beim Nutzer voraus. Allen anderen bleibt lediglich Huaweis eigene AppGallery, die aktuell nicht gerade vor Anwendungen überquellt, oder der Umweg über die Websites der App-Entwickler, auf denen oftmals die APK-Dateien zum Downloaden und Installieren vorgefunden werden können.

Zudem kann man natürlich oftmals auch zu Software-Alternativen von Huawei selbst greifen. So findet sich in der AppGallery zwar keine Spur von den Browsern Mozilla Firefox oder Chrome, dafür steht Huaweis eigener Browser bereit. Dieser ist jedoch – genauso wie ein Großteil der anderen Huawei-Apps – sehr wissbegierig. Wieso der Browser ohne die Berechtigung Anrufe zu tätigen und zu verwalten gänzlich den Dienst quittiert, ist uns beispielsweise ein Rätsel.

HUAWEI P40 LITE: DIE KAMERA

Hält man das Huawei P40 lite in den Händen, sieht die Hauptkamera dank der vier separaten Objektive ziemlich beeindruckend aus. Und auch der Blick in die technischen Daten unterstreicht diesen Eindruck. So verfügt der Hauptsensor über eine Auflösung von 48 Megapixeln (f/1.8) und die Ultraweitwinkel-Kamera über 8 Megapixel (f/2.4). Hinzu kommt eine Makrokamera mit 2 Megapixeln (f/2.4) sowie ein Tiefensensor mit ebenfalls 2 Megapixeln (f/2.4). Ein Teleobjektiv sucht man hingegen vergebens, was sich auch direkt in der Qualität der Bilder wiederspiegelt, falls man dennoch den digitalen Sechsfach-Zoom nutzen will.

Dasselbe gilt auch für den Bildstabilisator. Auch dieser ist beim Huawei P40 lite nur als Software vorhanden. Somit brauchte es im Test gerne mal mehrere Versuche, bis ein scharfes Foto entstand. Das gilt insbesondere für Makro-Aufnahmen.

Keine Weltklasse-Kamera

Die Bedienung der Kamera-App ist derweil überaus intuitiv und leicht. Mit einem Klick können Fotografen beispielsweise zur Ultraweitwinkelkamera wechseln. Ob dies jedoch im Regelfall eine gute Idee ist, ist fraglich. Denn im Gegensatz zum Teleobjektiv verzerrt der Weitwinkel-Sensor das Bild enorm, was zu langgezogenen Körperteilen führen kann (siehe Galerie). In puncto Nachtaufnahmen und beim Farbraum kann man hingegen nicht viel meckern. Unterm Strich ist die Qualität der Fotos für ein 300-Euro-Smartphone okay. Dem ersten Eindruck sowie den beinahe schon lyrischen Lobpreisungen auf der Huawei-Homepage wird die Kamera jedoch nicht gerecht.

Kurzer Hinweis: Im Test des Huawei P40 lite wurde die Qualität der Kamera unter realitätsnahen Bedingungen getestet. Das bedeutet, dass jeweils die Standard-Einstellungen beziehungsweise die künstliche Intelligenz der Kamera zum Einsatz kamen. Mit dem Pro-Modus, mit dem die einzelnen Einstellungen manuell angepasst werden können, lässt sich etwas mehr aus der Kamera herausholen.

FAZIT ZUM TEST DES HUAWEI P40 LITE

Das Huawei P40 lite ist ein klassisches Mittelklasse-Smartphone ohne große Stärken und mit nur einer großen Schwäche. Egal ob beim Gehäuse, beim Display, bei der Ausstattung, bei der Kamera oder beim Akku: Die lite-Version des Huawei P40 schlägt sich stets gut, allerdings auch nicht mehr als das. Angesichts des niedrigen Kaufpreises von 299 Euro sollte das im Regelfall ausreichen, damit das Modell ein Erfolg wird – zumal die Konkurrenz von Samsung preis-leistungstechnisch schlechter aufgestellt ist.

Die fehlenden Google-Services stellen einen sehr großen Nachteil des Huawei-Leichtgewichts dar. Grundsätzlich empfiehlt sich das Smartphone darum nur für diejenigen, die entweder sowieso nicht sonderlich viele Apps nutzen, oder aber ausreichend technisches Know-how vorweisen können, um das Software-Problem eigenständig beziehungsweise unter Zuhilfenahme unterschiedlicher Tools lösen zu können.

Stärken des Huawei P40 lite

gutes rundum-Paket

starkes Preis-Leistungs-Verhältnis

Klinkenanschluss

Schwächen des Huawei P40 lite

keine Google-Services

keine besonderen Highlights

„wissbegierige“ Huawei-Apps

ALTERNATIVEN ZUM HUAWEI P40 LITE

Die besten Alternativen zum Huawei P40 lite standen beinahe schon vor diesem Test fest. Besonders geeignet sind dafür die aktuellen Modelle der A-Serie von Samsung. Wenn der Preis die 300-Euro-Marke nicht überschreiten soll, verdienen das Samsung Galaxy A41 und das Galaxy A51 besondere Aufmerksamkeit. Ansonsten könntest du auch zum Samsung Galaxy A71 greifen. In puncto Preis-Leistung sind all diese Geräte dem Huawei P40 lite allerdings unterlegen. Denn aktuell erhalten Käufer im Huawei-Shop für 299 Euro nicht nur das Mittelklasse-Smartphone, sondern auch das Fitness Armband Huawei Band 4 Pro im Wert von rund 70 Euro.

Huawei P30 lite vs. P40 lite: Wie groß ist der Unterschied wirklich?

Die großen Handy-Hersteller wie Huawei bringen zu ihren Flaggschiffen in der Regel abgespeckte und preisgünstige Varianten heraus. Doch wie stark ist die neue Handy-Generation im Vergleich zu den Vorgängern? Hier gibt es spannende Duelle, etwa das Huawei P30 lite vs. P40 lite. Ein Vergleich in der hart umkämpften Mittelklasse.

Neue Handys kommen auch bei Huawei in der Regel nicht allein, sondern in größeren Modellfamilien, die einen breiteren Kundenkreis abdecken sollen. Das gilt auch für das P40, wobei 2020 bemerkenswert war, dass das Huawei P40 lite einen Frühstart hingelegt hat und ein paar Tage vor den größeren Geschwistern offiziell gezeigt wurde.

Die Huawei-Handys mit dem Zusatz “lite” sind aus verschiedenen Gründen interessant: Sie sind günstiger als die Flaggschiffe, trotzdem qualitativ hochwertig und meist übernehmen sie auch ein paar Stärken der teureren Modelle.

Doch man darf sich nichts vormachen, “lite” bedeutet auch abgespeckt, was in der Regel Nachteile in allen Bereichen mit sich bringen kann: Ob Bildschirm, SoC (System on a Chip mitsamt Prozessor und anderen Modulen), Kamera und Akku plus einzelner Zusatz-Features.

Dennoch bieten die kleinen Geschwister der großen Flaggschiff für viele Smartphone-Suchende genug Leistung. Und so sind Mittelklasse- und lite-Modelle oft die beliebtesten Handys mit Blick auf die Verkaufszahlen.

Duell bei der Software: Google Mobile Services vs. Huawei Mobile Services

Das Huawei P30 lite stammt aus dem Jahr 2019. Anfang des vergangenen Jahres war auch die Handy-Welt noch in Ordnung, denn der Handelsstreit zwischen China und den USA war noch nicht akut. Das P30 lite (UVP derzeit 280 Euro) kommt deshalb nicht nur mit Android und der Benutzeroberfläche EMUI 9.1, sondern auch mit allen Google-Diensten.

Beim Huawei P40 lite (UVP derzeit 299 Euro) sieht das anders aus. Es kommt zwar ebenfalls mit Android (EMUI 10.0.1 auf Basis von Android 10), bringt aber mit der Huawei AppGallery einen recht jungen Ersatz für den Google Play Store mit.

Dass der Aufbau eines eigenen App-Ökosystems nicht von heute auf morgen vonstatten geht, ist Huawei auch bewusst. Also hat der Hersteller auch kurzfristig in die Trickkiste gegriffen und das P30 lite als Huawei P30 lite New Edition (UVP derzeit 330 Euro) Anfang 2020 neu auf den Markt gebracht.

Dahinter steckt in kleines Hardware-Update für die Front-Kamera, die jetzt mit 32 MP auflöst. Außerdem hat das New Edition statt 4 nun 6 GB Arbeitsspeicher und auch der interne Speicher hat sich verdoppelt. Statt 128 GB im P30 lite sind es 256 GB im P30 lite New Edition. Entscheidend ist aber, dass das P30 lite New Edition auch sämtliche Google-Dienste mitbringt.

P30 lite vs. P40 lite: Die äußerlichen Unterschiede

Huawei P30 lite und P30 lite New Edition sind von außen nicht zu unterscheiden, das P40 lite erkennt ihr schon an der Front durch eine Punch-Hole-Aussparung in der linken oberen Ecke. Die Vorgänger nutzen beide noch die Notch – eine zentrale Einkerbung mittig am oberen Display-Rand.

Apropos Display: Das P40 lite streckt das Display auf 6,4 Zoll (P30 lite 6,15 Zoll), die Auflösung des LCDs bleibt aber gleich (2.310 x 1.080 Pixel). Das P40 lite bringt damit eine geringere Pixeldichte mit (398 ppi) als der Vorgänger (415 ppi).

Ansonsten geben sich die Bildschirme von der Qualität her nicht viel. Das P40 lite ist größer und schwerer als das P30 lite. Es bringt 189 Gramm auf die Waage, das P30 lite ist 30 Gramm leichter.

An der Rückseite erkennt ihr die Unterschiede der Modelle ebenfalls sehr deutlich. Ordnet Huawei beim P30 lite die Kameras noch vertikal an, prangt beim P40 lite ein Kamera-Quadrat in der oberen linken Ecke.

Huawei P30 lite und P30 lite New Edition packen den Fingerabdrucksensor auf die Rückseite, das P40 lite nutzt dafür den Ein-Ausschalter an der Seite. Unter dem Strich ist die Verarbeitung solide, der verbaute Kunststoff ist typisch für die Einsparungen in der Mittelklasse, ebenso die fehlende Schutzzertifizierung gegen Staub und Wasser.

Die Kameras des P30 lite und P40 lite im Vergleich

Das P40 lite kommt mit einer Quad-Kamera, im P30 lite steckt ein Triple-Sensor. Doch allzu groß ist der Unterschied nicht, beide Modelle kombinieren einen 48 MP Weitwinkel mit 8 MP Ultraweitwinkel (120 Grad) und einer 2 MP Hilfs-Cam für den Bokeh-Effekt.

Im P40 lite gibt es zudem eine 2 MP-Linse für Makroaufnahmen. Damit könnt ihr tolle Detail-Aufnahmen schießen. Auch der Nachtmodus ist mit an Bord und Huawei ist für sehr gute Qualität bei der Dunkelfotografie bekannt.

In der Handy-Oberklasse schießt ihr aber deutlich eindrucksvollere Bilder. Die KI-Szenenerkennung gibt es übrigens bei allen Lite-Handys. Videos werden in Full HD mit 30 fps aufgezeichnet, 4K bietet keines der Modelle. Bei der Selfie-Cam hat das P30 New Edition die MP-Nase vorn (32 MP Auflösung), im P40 lite und sind es nur 16 MP, das P30 lite kommt auf 24 MP.

Die Leistung im Vergleich: Prozessor und Speicher der lite-Modelle

Nachfolgemodelle haben immer Vorteile beim verwendeten SoC, denn die Prozessor-Technologie entwickelt sich rasant. Wird im P30 lite noch ein Kirin 710 verwendet, ist es im P40 lite ein Kirin 810. Dazwischen liegen auf den ersten Blick keine Welten, beides sind Octa-Core-Systeme mit nahezu identischen Taktraten, doch gerade hier kommt es auf die Feinheiten an. Der Kirin 810 ist allerdings effizienter gefertigt und bringt eine schnellere Grafik mit, hier sollte ein Leistungsschub bei Spielen spürbar sein.

6 GB Arbeitsspeicher nutzen P40 lite und P30 lite New Edition, das ursprüngliche P30 lite kommt nur mit 4 GB. Etwas kurios: Das P30 lite in der New Edition bietet mit 256 GB den größten internen Speicher. Auch das neuere P40 lite kommt nur auf 128 GB, ebenso das P30 lite. Erweitern lassen sich alle Modelle per Speicherkarte, die in einem Hybrid-Slot Platz findet. Das bedeutet auch, dass Dual-SIM grundsätzlich möglich ist.

Allerdings braucht ihr zum Erweitern der Speicherkapazität beim P40 lite eine NM Card von Huawei. Bei den lite-Modellen des P30 könnt ihr auch microSD-Karten benutzen.

Details bei der Ausstattung

Auffällig ist der wesentlich größere Akku im P40 lite, der mit 4.200 Milliamperestunden (mAh) aufwartet. Demgegenüber sehen die 3.340 mAh im P30 lite und P30 lite New Edition ziemlich mager aus. Passend dazu gibt es ein 40 Watt Schnellladegerät beim P40 lite dazu.

Induktiv laden die Mittelklasse-Handys alle nicht. Auch eine 5G-Option gibt es nicht, dafür aber natürlich LTE-Unterstützung. Wi-Fi 5 (802.11ac) ist an Bord, dazu Bluetooth in verschiedenen Standards. Im P40 lite ist es Bluetooth 5.0, im P30 lite noch die Version 4.2. Ein USB Type-C-Anschluss ist verbaut, ebenso ein 3,5mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer.

Vorteile beim P40 lite und nur wenig Aufpreis – Google-Dienste entscheidend

Eindeutig geht das Duell nicht aus: Wer ein kompaktes und günstiges Handy sucht, sollte zum P30 lite New Edtion greifen. Es bietet auch mehr Speicher als das P30 Lite und eine bessere Kamera.

Das P40 lite ist insgesamt der bessere Griff, weil es einen schnelleren SoC hat, einen größeren Akku und auch eine verbesserte Quad-Kamera mitbringt. Das Display ist größer und die Frontkamera verbirgt sich im Punch-Hole. Dabei ist es nicht wesentlich teurer.

Allerdings: Die Google-Dienste fehlen dem P40 lite, sodass ihr nicht alle Apps wie gewohnt auf dem Smartphone habt und die alten Bekannten länger suchen müsst. Wer das nicht möchte, fährt mit dem P30 lite New Edition besser.