{"id":805,"date":"2020-10-21T07:47:31","date_gmt":"2020-10-21T06:47:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=805"},"modified":"2020-10-21T07:47:31","modified_gmt":"2020-10-21T06:47:31","slug":"mit-windows-10-support-google-startet-sein-super-betriebssystem-aber-nicht-fur-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=805","title":{"rendered":"Mit Windows 10 Support: Google startet sein Super-Betriebssystem, aber nicht f\u00fcr alle"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Microsoft arbeitet an Windows 10X, hat aber dabei Probleme, das System wie geplant an den Start zu kriegen. In der Zwischenzeit schickt sich Google an, ein Super-Betriebssystem auf die Beine zu stellen. Das lange untersch\u00e4tzte Chrome OS kriegt jetzt Unterst\u00fctzung f\u00fcr Windows-Programme. Doch die Einstiegsh\u00fcrden sind hoch und vorerst werden nur Unternehmen bedient.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Google ist in vielen Bereichen sehr erfolgreich, stellt mit&nbsp;Chrome&nbsp;zum Beispiel den beliebtesten Browser und mit Android hat man ohnehin die Marktmacht auf Smartphones. Doch es gibt auch weniger beachtete Projekte. Schon seit rund 10 Jahren versucht Google Chrome OS erfolgreich zu machen. In den USA laufen viele Notebooks von Sch\u00fclern damit und auch hierzulande gibt es g\u00fcnstige Laptops mit Chrome OS. Der gro\u00dfe Durchbruch ist dem System aber noch nicht gelungen, zumindest nicht au\u00dferhalb von Nischen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch der Markt f\u00fcr g\u00fcnstige Notebooks ist definitiv interessant. Nicht umsonst arbeitet Microsoft an&nbsp;Windows 10X, einem Konkurrenten f\u00fcr Chrome OS, der auch 32-Bit-Programme unterst\u00fctzen will, damit wohl aber Schwierigkeiten hat. Jetzt startet&nbsp;Google zusammen mit Parallels&nbsp;durch und bringt Unterst\u00fctzung f\u00fcr Windows-Programme auf Chrome OS. Das k\u00f6nnte Chrome OS einen satten Schub geben \u2013 doch zum Start handelt es sich um ein reines Angebot f\u00fcr Unternehmen. Privatnutzer bleiben zun\u00e4chst au\u00dfen vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Chrome OS lernt auch Windows<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Chrome OS startete urspr\u00fcnglich mit der Idee, dass man alles im Web-Browser machen kann und ohnehin immer online ist. Kein Wunder, dass das vor 10 Jahren noch holprig war, man k\u00f6nnte auch sagen, Google war seiner Zeit voraus. Doch Google hat daraus gelernt und immer wieder neue Features zu Chrome OS hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mittlerweile ist man von dem radikalen Online-Konzept abgekommen und erlaubt auch Offline-Nutzung von Tools. Dazu k\u00f6nnen unter Chrome OS&nbsp;Android-Apps genutzt werden, was schon ziemlich viel Futter bringt, und \u00fcber Virtualisierung ist auch der&nbsp;Einsatz von Linux&nbsp;m\u00f6glich. Doch das reicht Google noch nicht: Der n\u00e4chste Schritt ist die Unterst\u00fctzung von Windows-Programmen. Daf\u00fcr holt man sich Hilfe von Parallels und verbaut Parallels Desktop nativ in Chrome OS. Ab Chrome OS 85 ist die Virtualisierungsfunktion an Bord.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einmal eingerichtet, sieht das in der Praxis so aus, dass ein kompletter Windows 10-Desktop im Fenster unter Chrome OS erscheint. Dort arbeitet man dann wie auf einem nativ installierten Windows und kann die installierten Programme nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Komplettes Windows unter Chrome OS<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Android kennt sich Google selbst aus und dessen Wurzeln liegen ja bei Linux, insofern war auch die Linux-Integration ein Projekt, das man selbst stemmen konnte. F\u00fcr Windows holt man sich Unterst\u00fctzung von Parallels, die vor allem f\u00fcr die Virtualisierung von Windows unter macOS bekannt sind, aber auch im Unternehmensumfeld einige wichtige L\u00f6sungen parat haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Windows-Integration in Chrome OS ist im ersten Schritt schon recht gut gelungen. Folgende Features sind an Bord:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Komfortfunktionen:&nbsp;Windows in Chrome OS nutzen, das klappt komfortabel. So lassen sich beliebig viele Windows-Programme parallel starten. Der Windows-Desktop ist dabei aber immer zu sehen, den eleganten Koh\u00e4renz-Modus von Parallels gibt es hier noch nicht. Wichtig auch, Windows-Programme k\u00f6nnen auch im Offline-Modus ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammenarbeit:&nbsp;In der Praxis ist es auch wichtig, dass Chrome OS und Windows gut zusammenarbeiten. Das klappt zum Beispiel \u00fcber eine gemeinsame Zwischenablage, \u00fcber die man Texte und Bilder in beide Richtungen teilen kann. Auch ein gemeinsames Nutzerprofil gibt es, sodass wichtige Windows-Ordner, etwa f\u00fcr Dokumente und Downloads, auch direkt unter Chrome OS bereitstehen, wenn Windows nicht l\u00e4uft. Auch Cloud-Ordner wie Google Drive oder OneDrive werden gemeinsam genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grundfunktionen:&nbsp;Damit die Arbeit mit Windows unter Chrome OS nicht in Frust ausartet, hat Parallels wichtige Grundfunktionen implementiert, etwa eine dynamische Aufl\u00f6sung f\u00fcr das Windows-Fenster. Nutzer ziehen sich den Windows-Desktop einfach auf die gew\u00fcnschte Gr\u00f6\u00dfe und die Aufl\u00f6sung passt sich automatisch an. Auf Wunsch klappt auch der Betrieb im Vollbildmodus. Links lassen sich entweder in Chrome OS oder auch mit Windows-Browsern \u00f6ffnen, ebenso integrieren sich Windows-Programme auch als Standardanwendungen unter Chrome OS. Auch wichtig: Drucker auf beiden Systemen lassen sich gegenseitig ansprechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer Chrome OS noch nie live erlebt hat, kann sich \u00fcbrigens mit&nbsp;CloudReady&nbsp;das verwandte Chromium OS auf einem PC oder Notebook installieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hohe Anforderungen: Vorerst nicht f\u00fcr Privatnutzer<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der gr\u00f6\u00dfte D\u00e4mpfer f\u00fcr Nutzer, die sich schon auf g\u00fcnstige Chromebooks mit Windows-Support gefreut haben, d\u00fcrfte sein, dass vorerst nur Firmen zum Zug kommen. Das liegt unter anderem an hohen Einstiegsh\u00fcrden f\u00fcr Hardware und Software. So empfiehlt Parallels Chromebooks mit Core i5 oder i7 mit 16 GByte RAM und 128 GByte gro\u00dfer SSD, etwa Google Pixelbook oder HP Elite c1030 Chromebook Enterprise. Diese Enterprise Chromebooks sind wesentlich teurer als die g\u00fcnstigen Sch\u00fcler-Chromebooks.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch eine entsprechende Windows 10-Lizenz ist n\u00f6tig, dazu die Google Admin Konsole zur Verteilung. Parallels selbst verlangt pro Jahr f\u00fcr die Virtualisierung rund 60 Euro f\u00fcr jeden Nutzer. Auf Nachfrage von CHIP, ob und wann man denn mit einem Angebot f\u00fcr Privatnutzer rechnen k\u00f6nne, zeigte sich Parallels wenig auskunftsfreudig. Erst wolle man den Markt f\u00fcr Unternehmen angehen, f\u00fcr Privatnutzer m\u00fcsse man auch noch Dinge wie 3D-Performance verbessern, damit man vern\u00fcnftig Games zocken k\u00f6nne. Auch die Frage, wie man Windows 10 auf Chrome OS f\u00fcr Privatnutzer installiert, m\u00fcsse man beantworten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Microsoft arbeitet an Windows 10X, hat aber dabei Probleme, das System wie geplant an den Start zu kriegen. 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