{"id":388,"date":"2020-03-18T05:09:38","date_gmt":"2020-03-18T04:09:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=388"},"modified":"2020-03-18T05:09:38","modified_gmt":"2020-03-18T04:09:38","slug":"motorola-moto-g8-power-akkumonster-im-test","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=388","title":{"rendered":"Motorola Moto G8 Power: Akkumonster im Test"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Motorola setzt seine \u201cPower-Reihe\u201d mit dem neuen Moto G8 Power fort. Im Zentrum steht ein Riesenakku, doch auch der Rest kann sich sehen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im vergangenen Jahr \u00fcberzeugte das&nbsp;Motorola Moto G7 Power (Testbericht)&nbsp;vor allem mit seinem 5000 mAh starken Akku, der das Mittelklasse-Smartphone zum echten Dauerl\u00e4ufer machte. In diesem Jahr legt der Hersteller nach und bringt das Moto G8 Power auf den Markt. Es beh\u00e4lt den Riesenakku bei, packt ansonsten aber \u00fcberall eine Schippe drauf. Vor allem die Kamera macht zumindest auf dem Papier eine \u00fcberraschend gute Figur \u2013 und das f\u00fcr nur 230 Euro in der UVP.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Design<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass bei diesem Verkaufspreis kein edles Glas und kein Metallrahmen auf den K\u00e4ufer warten, sollte klar sein. Dennoch wirkt das Moto G8 Power trotz Kunststoffr\u00fcckseite nicht billig, sondern durchaus ausreichend schick. Das liegt an der insgesamt guten Verarbeitung, dem satten Gewicht, das Wertigkeit vermittelt und der gl\u00e4nzenden Oberfl\u00e4che der R\u00fcckseite. Sie sieht zumindest optisch fast wie Glas aus und punktet zudem mit einer leichten Schraffur. Auch in einem anderen Punkt erinnert die R\u00fcckseite mit ihren sanften Rundungen zum Kunststoffrahmen an Glas: Fingerabdr\u00fccke verunzieren genauso schnell die ansonsten h\u00fcbsche R\u00fcckseite. Die Front wirkt dank erfreulich kleiner Punchhole-Notch moderner als beim Vorg\u00e4nger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Apropos Rahmen: Wenn es etwas an Design oder Verarbeitung beim Moto G8 Power zu bem\u00e4ngeln gibt, dann die etwas zu scharfen Kanten beim \u00dcbergang von Front und R\u00fccken in den Rahmen. Das f\u00fchlt sich n\u00e4mlich nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig hochwertig an. Beides bemerken Nutzer aber nicht mehr, sobald das Smartphone in der mitgelieferten Schutzh\u00fclle steckt. Die sch\u00fctzt zumindest vor Kratzern, gegen Wasser ist das Ger\u00e4t nur mittels IP-52-gesch\u00fctzt. Untertauchen \u00fcberlebt das Moto G8 Power vermutlich nicht, einen Regenschauer schon. \u00dcbrigens: Durch den langgestreckten Formfaktor bleibt das Motorola-Smartphone trotz des gro\u00dfen Displays noch halbwegs handlich \u2013 sofern man davon bei 156 \u00d7 76 \u00d7 10 Millimeter und 197 Gramm \u00fcberhaupt sprechen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Display<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6,4 Zoll misst das LCD, das in ausreichend schmale R\u00e4nder gebettet ist und im Gegensatz zum Vorg\u00e4nger&nbsp;Moto G7 Power (Testbericht)&nbsp;nun nicht mehr mit HD+-Aufl\u00f6sung, sondern mit FHD+ im 19:9-Format daherkommt. Das ergibt eine hohe Bildsch\u00e4rfe von rund 400 PPI (Pixel pro Zoll) und ein entsprechend klares Bild, das nur von der erw\u00e4hnt kleinen Punchhole-Notch unterbrochen wird. Die Helligkeit des Screens geht mit bis zu 430 cd\/m\u00b2 in Ordnung, ohne \u00fcberm\u00e4\u00dfig stahlkr\u00e4ftig zu sein. Auch Kontraste und Farbintensit\u00e4t machen keinen herausragenden, aber im Hinblick auf den aufgerufenen Preis absolut vertretbaren Eindruck. Positiv hervorzuheben ist die gute Blickwinkelstabilit\u00e4t des Panels.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kamera<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Kamera macht das Motorola Moto G8 Power die gr\u00f6\u00dften Fortschritte \u2013 zumindest auf dem Papier. So baut der Hersteller jetzt gleich vier Kameras auf der R\u00fcckseite ein: Normal-, Weit-, Macro- und Telelinse. Die Hauptkamera hat dabei 16 Megapixel, eine Blende von f\/1.7 und sowohl Phasenvergleichs-, als auch Laser-Autofokus. Die Weitwinkeloptik kommt mit 8 Megapixel und f\/2.2, gleiches gilt f\u00fcr die Teleoptik. Die Makrolinse hat wie so oft bei neueren Modellen der unteren Mittelklasse nur 2 Megapixel. Ein optischer Bildstabilisator fehlt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Tageslicht macht das G8 Power durchaus ordentliche Bilder. Sie sehen zumindest in der Vollbildbetrachtung gut aus, \u00fcberzeugen mit ausgeglichener Bilddynamik, zeigen wenig Bildrauschen und ausreichend viele Details. Das gilt auch f\u00fcr Tele- und Weitwinkelobjektiv. In der Vergr\u00f6\u00dferung wird allerdings schnell erkennbar, dass die Software zu stark nachsch\u00e4rft und Aufnahmen dadurch gezoomt recht grob strukturiert sind. Gleichzeitig verschwinden feine Strukturen im Pixelmatsch. F\u00fcr die Mittelklasse geht das aber in Ordnung. Wie die meisten g\u00fcnstigeren Modelle endet der gute Ersteindruck bei Fotos mit abnehmendem Licht recht schnell. Trotz der nominell lichtempfindlichen Blende stellt sich dann schnell Bildrauschen ein und das Bild wird auch in der Vollbildansicht farbloser und matschig. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die Frontkamera mit 16 Megapixel, die f\u00fcr schw\u00e4cheres Licht Pixel Binning anbietet. Bilder sind dann nur noch 4 Megapixel gro\u00df. Bei Tageslicht gibt es kaum einen sichtbaren Unterschied, bei wenig Licht bieten die 4-Megapixel-Aufnahmen einen leichten Qualit\u00e4tsvorteil.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Videos sehen recht ordentlich aus, vor allem in 4K. Leider ist die Bildwiederholungsrate auf 30 FPS beschr\u00e4nkt, was Schwenks wie immer zu einer unsch\u00f6nen Ruckelorgie macht. Au\u00dferdem braucht man mangels ausreichender Bildstabilisierung f\u00fcr 4K eine sehr ruhige Hand beim Filmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hardware<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz des niedrigen Verkaufspreises setzt Motorola beim Moto G8 Power auf einen Qualcomm-Chipsatz, der noch dazu weder alt, noch im Einsteigersegment beherbergt ist. Der Snapdragon 665 mit seinen acht Rechenkernen sorgt im Zusammenspiel mit einer Adreno 610 und 4 GByte RAM im Alltag f\u00fcr \u00fcberwiegend performante Leistung, bei der Ruckler normalerweise Fehlanzeige sind. Nur hin und wieder gibt es eine kurze Gedenk-Millisekunde, das machen andere Android-Smartphones der Mittelklasse aber auch nicht besser. Im Antutu-Benchmark best\u00e4tigt das Smartphone zwar, dass der Namenszusatz sich nicht auf die Leistung, sondern den Akku bezieht, schlecht sind die 162.000 Punkte aber in Anbetracht des niedrigen Verkaufspreises nicht. Selbst Spiele laufen auf dem Smartphone recht vern\u00fcnftig, unter Umst\u00e4nden notfalls mit abgespeckter Grafik f\u00fcr schnellere Bildwiederholungsrate.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was das G8 Power beim Chipsatz gut macht, vermasselt es \u2013 hart ausgedr\u00fcckt \u2013 bei der restlichen Ausstattung, zumindest teilweise. So baut der Hersteller zwar eine 3,5-Millimeter-Buchse ein und setzt auf Bluetooth 5.0, verzichtet aber auf WLAN ac und entsprechend das 5-GHz-Band. Gerade in Zeiten von immer mehr WLAN-f\u00e4higen Ger\u00e4ten ist das in Ballungsr\u00e4umen vielleicht kein absolutes NoGo, aber definitiv ein berechtigter Kritikpunkt. Auch NFC fehlt. Das ist erst recht unverst\u00e4ndlich, da das teurere Moto G8 Plus mit gleichem Chipsatz NFC unterst\u00fctzt \u2013 sollte Motorola da etwa das g\u00fcnstigere Power k\u00fcnstlich beschnitten haben, um eine bessere Differenzierung zwischen den einzelnen Modellen zu erreichen? Beim Speicher kann man Motorola hingegen nichts vorwerfen. 64 GByte interner Speicher sind in der 200-Euro-Klasse absolut in Ordnung, auf Wunsch d\u00fcrfen Nutzer eine Micro-SD oder eine zweite SIM in das Smartphone einlegen. Der Stereolautsprecher des Modells klingt zudem recht volumin\u00f6s und kr\u00e4ftig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Motorola setzt \u00fcbrigens auf Android 10, verzichtet aber auf die One-Version und entsprechend auf ein Update-Versprechen. In der Vergangenheit versorgte der Hersteller seine G-Modelle aber normalerweise mit mindestens einem gr\u00f6\u00dferen Update, sodass sich Interessenten auch beim G8 Power wenig Sorgen um die Zukunftssicherheit machen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Akku<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kommen wir zum namensgebenden Prunkst\u00fcck des G8 Power, n\u00e4mlich zum Akku. Der fasst wie beim Vorg\u00e4nger 5000 mAh und z\u00e4hlt damit zu den gr\u00f6\u00dften Powerpacks in \u201enormalen\u201c Smartphones. Wie schon beim Moto G7 Power ist die Laufzeit des aktuellen G8 Power vorbildlich: \u00dcber 14 Stunden Laufzeit im Battery Test von PCmark sind eine Ansage, das schafft kaum ein anderes Smartphone. Wer seine Nutzung hier nicht zu ausufernd gestaltet, kommt auch schon mal auf eine Laufzeit von 3 oder 4 Tagen. Wiederaufladen dauert bei der Gr\u00f6\u00dfe auch etwas l\u00e4nger: Knapp \u00fcber 2 Stunden sind heute recht lang, in Anbetracht der gebotenen Leistung geht das aber in Ordnung. Kabelloses Laden gibt es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Preis<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Motorola Moto G8 Power ist in Deutschland offiziell in Schwatz und Blau erh\u00e4ltlich, technisch unterschiedliche Varianten gibt es nicht. Zum Testzeitpunkt lag der Stra\u00dfenpreis bei 229 Euro, das entspricht der UVP.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fazit<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Motorola Moto G8 Power ist die richtige Wahl f\u00fcr alle, die mit ihrem Smartphone l\u00e4nger als die normalerweise maximalen 2 Tage Laufzeit haben wollen. Verzichten m\u00fcssen Nutzer trotzdem auf nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig viel, zuerst zu nennen sind hier vielleicht noch NFC und auch die Abwesenheit von WLAN ac. Daf\u00fcr reichen Speicher und Leistung des Chipsatzes, um auch in zwei Jahren mangels Hardware-Ressourcen keinen Briefbeschwerer aus dem Smartphone machen zu m\u00fcssen. Die Kamera deckt dank zus\u00e4tzlichem Weitwinkel-, Tele- und Makroobjektiv viele Aufgaben ab und zumindest bei Tag ist die Bildqualit\u00e4t f\u00fcr den aufgerufenen Preis des Ger\u00e4tes voll in Ordnung. Wer mehr will, muss auch mehr zahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch mehr bieten wie so oft Konkurrenzprodukte aus Fernost oder etwas \u00e4ltere Modelle mit urspr\u00fcnglich h\u00f6herem Preis. Zu nennen sind hier Ger\u00e4te wie das&nbsp;Xiaomi Redmi Note 8 Pro (Testbericht),&nbsp;Wiko View 3 Pro (Testbericht)&nbsp;oder&nbsp;Nokia 7.2 (Testbericht). F\u00fcr wenig mehr gibt es ein&nbsp;Samsung Galaxy A50 (Testbericht).&nbsp;Smartphones bis 200 Euro&nbsp;haben wir zudem in einer Bestenliste zusammengefasst, au\u00dferdem haben wir speziell&nbsp;Smartphones mit OLED bis 300 Euro&nbsp;zusammengetragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Motorola setzt seine \u201cPower-Reihe\u201d mit dem neuen Moto G8 Power fort. Im Zentrum steht ein Riesenakku, doch auch der Rest kann sich sehen lassen. Im vergangenen Jahr \u00fcberzeugte das&nbsp;Motorola Moto G7 Power (Testbericht)&nbsp;vor allem mit seinem 5000 mAh starken Akku, der das Mittelklasse-Smartphone zum echten Dauerl\u00e4ufer machte. 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