{"id":1596,"date":"2021-06-24T03:22:48","date_gmt":"2021-06-24T02:22:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1596"},"modified":"2021-06-24T03:22:48","modified_gmt":"2021-06-24T02:22:48","slug":"whatsappitis-warum-das-smartphone-auch-krank-machen-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1596","title":{"rendered":"&#8220;WhatsAppitis&#8221;: Warum das Smartphone auch krank machen kann"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon einmal von &#8220;WhatsAppitis&#8221; oder &#8220;Handy-Daumen&#8221; geh\u00f6rt? Wer Schmerzen im Handgelenk versp\u00fcrt, k\u00f6nnte zu viel Zeit am Smartphone verbringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Leben ohne Smartphone? Besonders viele j\u00fcngere Menschen k\u00f6nnen sich dies wohl nur noch schlecht vorstellen. Es ist immer dabei und hilft beispielsweise w\u00e4hrend der Corona-Pandemie, mit seinen Liebsten und Freunden in Kontakt zu bleiben. Die Nutzung von Messenger-Diensten wie WhatsApp, Signal oder Threema ist f\u00fcr viele ein absolutes Muss. Doch bei \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Gebrauch k\u00f6nnen Nutzer auch ihre Gesundheit gef\u00e4hrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie viel tippen die Deutschen?<br>\nDie \u00fcberwiegende Mehrheit der Anwender in Deutschland, die ein Smartphone besitzen, nutzt Messenger-Apps. Laut einer aktuellen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom unter 1.003 Personen ab 16 Jahren, benutzen 88 Prozent auch einen Messenger. Das entspreche etwa 50 Millionen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern. In der Altersgruppe der 16- bis 29-J\u00e4hrigen gaben 100 Prozent an, entsprechende Dienste zu verwenden &#8211; bei den 30- bis 49-J\u00e4hrigen 96 Prozent. Selbst bei den 50- bis 64-J\u00e4hrigen sind es 88 Prozent und bei den ab 65-J\u00e4hrigen noch 45 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einer Hochrechnung basierend auf einer weiteren Erhebung aus dem Januar gehen alleine auf Smartphones und Handys deutscher Nutzer ab 16 Jahren am Tag mehr als 810 Millionen Kurznachrichten ein. Im Jahr 2021 werden es voraussichtlich etwa 300 Milliarden sein. Ein Nutzer bekommt t\u00e4glich durchschnittlich 13 Nachrichten. 25 Prozent der Anwender gaben dabei an, jeden Tag mehr als 20 Kurznachrichten zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist &#8220;WhatsAppitis&#8221;?<br>\nBereits 2018 berichteten Experten von einer neuen Zivilisationskrankheit mit dem Namen &#8220;WhatsAppitis&#8221; &#8211; oder auch &#8220;Handy-Daumen&#8221;. Dabei handelt es sich um eine \u00dcberbeanspruchung des Daumens durch die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Nutzung eines Smartphones &#8211; etwa durch das geh\u00e4ufte Nutzen von Messenger-Apps und Social-Media-Plattformen. Eigentlich solle der Daumen das Greifen der Hand unterst\u00fctzen. Ein Faustschluss sei beispielsweise eine typische Bewegung, &#8220;eine Dehn- oder Abspreiz-Bewegung auf Dauer aber nicht&#8221;, hei\u00dft es in einer Mitteilung des Universit\u00e4tsklinikums Leipzig von Mitte 2018. Damals nahm die Anzahl an jungen Patienten schon zu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Prof. Dr. Stefan Langer, Bereichsleiter Plastische, \u00c4sthetische und spezielle Handchirurgie an der Klinik f\u00fcr Orthop\u00e4die, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie des Universit\u00e4tsklinikums Leipzig, erkl\u00e4rt weiter: &#8220;Beim einh\u00e4ndigen Bedienen des Smartphones wird der Daumen \u00fcberbeansprucht.&#8221; Eine &#8220;fortgesetzte Daumenbewegung in Richtung kleiner Finger strengt an und f\u00fchrt zu Schmerzen im daumenseitigen Handgelenk.&#8221; Im Gegensatz zu fr\u00fcher sei ein typischer Patient mittlerweile noch jung &#8211; etwa 15 bis 25 Jahre alt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie kann eine &#8220;WhatsAppitis&#8221; behandelt werden?<br>\nBei einer \u00e4lteren Dame k\u00f6nne man beispielsweise eine Kortisonspritze setzen, bei j\u00fcngeren Menschen gestalte sich das jedoch problematisch. &#8220;Dem jungen Handy-User kann ich guten Gewissens kein Kortison geben: Der Patient beziehungsweise die Sehne hat noch das ganze Leben vor sich&#8221;, meint Langer. Es k\u00f6nnten sp\u00e4ter &#8220;noch echte medizinische Probleme&#8221; auftreten, bei denen dann eine Behandlung mit Kortison &#8220;unverzichtbar&#8221; werden k\u00f6nnte. Zudem gebe es f\u00fcr eine Operation nicht wirklich einen Anlass. Langer: &#8220;Ich kann den jungen Patienten nur raten: Handy weglassen. Mit etwas Geduld lassen die Schmerzen nach einer Woche nach.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8220;Ich rate den Handy-Tippern, beide Daumen zugleich einzusetzen&#8221;, meint Ergo- und Physiotherapeutin Norina Weisenbilder. So m\u00fcssten die Daumen auf dem Display des Smartphones geringere Entfernungen zur\u00fccklegen, &#8220;werden also nicht \u00fcberdehnt. Und generell sollte die Spielerei am Handy im Rahmen bleiben. Dann tut auch der Daumen nicht weh.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon einmal von &#8220;WhatsAppitis&#8221; oder &#8220;Handy-Daumen&#8221; geh\u00f6rt? 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