{"id":1163,"date":"2021-04-16T03:30:42","date_gmt":"2021-04-16T02:30:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1163"},"modified":"2021-04-16T03:30:42","modified_gmt":"2021-04-16T02:30:42","slug":"conti-und-amazon-entwickeln-it-plattform-furs-auto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1163","title":{"rendered":"Conti und Amazon entwickeln IT-Plattform f\u00fcrs Auto"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daten sind der zentrale Rohstoff, auch in der Autoindustrie. Um Software-Updates zu standardisieren und Techniken f\u00fcr das autonome Fahren zu verbessern, tun sich nun zwei Schwergewichte zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hannover\/Seattle (dpa) &#8211; Mehr Tempo beim autonomen Fahren, leichtere Updates, bessere Daten f\u00fcr Sicherheits- und Sprachsysteme: Continental und die Cloud-Sparte von Amazon entwickeln gemeinsam eine Software- und Hardware-Plattform f\u00fcr Autos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8220;Wir erproben das jetzt in der Serienentwicklung eines Herstellers&#8221;, sagte Conti-Technikchef Dirk Abendroth der Deutschen Presse-Agentur. &#8220;Eine erste Pilotanwendung ist dann ab August geplant, ab dem Jahresende soll das Konzept f\u00fcr weitere Kunden ge\u00f6ffnet werden.&#8221; Vereinbart sei eine langfristige Zusammenarbeit mit Amazon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die einheitlichen Entwicklungsstandards betreffen zun\u00e4chst vor allem Prozesse zwischen den Unternehmen. Mittel- bis langfristig d\u00fcrften sich die Neuerungen allerdings auch in Millionen Autos sowie in den erweiterten Dienstleistungen rund ums Autogesch\u00e4ft bemerkbar machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Amazon Web Services (AWS) war zuletzt der Hauptgewinnbringer des Konzerns aus Seattle. Die Firma, deren Chef Andy Jassy demn\u00e4chst Amazon-Gr\u00fcnder Jeff Bezos an der Spitze abl\u00f6st, bietet vor allem Rechen- und Speicherkapazit\u00e4ten an, die im Netz dezentral zur Verf\u00fcgung gestellt werden (Cloud Computing). Au\u00dferdem befasst sich AWS mit maschinellem Lernen und K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Conti erhofft sich Fortschritte bei der Verarbeitung der enormen Datenmengen, die beim autonomen Fahren umgesetzt werden m\u00fcssen. &#8220;So vernetzen wir in einem ersten Schritt Kamera- und Radardaten, die f\u00fcr Simulationen von hochautomatisierten Fahrten genutzt werden&#8221;, erkl\u00e4rte Abendroth. Es sei die erste Plattform dieser Art im Markt. Mit ihr sollen sich auch neue Algorithmen rascher entwickeln lassen. Anwendungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr h\u00f6heren Datenfluss im Innenraum des Autos seien die Erkennung von M\u00fcdigkeit oder pr\u00e4zisere Sprachsteuerung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das zentrale Instrument hei\u00dft &#8220;Continental Automotive Edge Plattform&#8221; (CAEdge). Es enth\u00e4lt Module f\u00fcr die Entwicklung und das Aufspielen neuer Programme bis zu deren Wartung. &#8220;So wird es in Zukunft bequem m\u00f6glich sein, \u00fcber die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs gew\u00fcnschte Funktionen durch Software-Updates zu beziehen&#8221;, k\u00fcndigte Conti an. Gleichzeitig sollen das Tempo und die Datensicherheit erh\u00f6ht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vernetzung laufe in zwei Richtungen, so Abendroth: &#8220;Einerseits geht es um eine st\u00e4rkere Anbindung der Fahrzeug- an die Internet-Welt und die M\u00f6glichkeit, mehr Daten in die Cloud zu laden &#8211; andererseits darum, Daten aus der Cloud in neue Zusammenh\u00e4nge zu bringen, die so noch nicht m\u00f6glich waren.&#8221; Autobauer konzentrierten sich zunehmend auf nur noch wenige Zentralrechner im Wagen, die jeweils immer komplexer w\u00fcrden. &#8220;Da gilt es, Technik wie Kosten zu beherrschen.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hannoveraner stellen sich &#8211; wie andere Unternehmen der Branche &#8211; in Richtung Software, Sensorik und Fahrzeug-Elektronik um. Dazu werden Milliarden investiert und auch viele neue Stellen geschaffen, w\u00e4hrend in klassischen Sektoren erheblich Jobs abgebaut werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber 1000 der rund 20.000 eigenen IT-Fachleute will Conti f\u00fcr den Einsatz bei CAEdge schulen. Bis zum kommenden Jahr sollen etwa 1900 Expertinnen und Experten mit dem Schwerpunkt KI besch\u00e4ftigt werden &#8211; eine Steigerung um gut 1000 verglichen mit dem aktuellen Stand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemeinsames Ziel ist laut AWS-Entwicklungschef Bill Vass &#8220;eine Umgebung, die die Entwicklung hochautomatisierter sowie autonomer Fahrsysteme beschleunigen wird&#8221;. \u00c4hnliche Forschungen laufen auch in anderen Konzernen. So steckt etwa VW \u00fcber die mit Ford betriebene Beteiligung Argo AI viel Geld in Daten-Infrastrukturen. Das drahtlose Aufspielen neuer Softwareversionen bei der ID-Reihe wird vorbereitet, die erste gro\u00dfe Aktualisierung ist f\u00fcr den Sommer geplant. Updates &#8220;over the air&#8221; in regelm\u00e4\u00dfigen Rhythmen sollen Standard werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Continental liefert bisher unter anderem einen Zentralrechner f\u00fcr die Steuerung von ID-Modellen zu. VW baut seinerseits ein Netzwerk auf, in dem Daten zwischen den Smartphones der Kunden, den Anwendungen im Auto, Herstellern, H\u00e4ndlern und Dienstleistern ausgetauscht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Amazon orientiert sich derzeit st\u00e4rker in Richtung Mobilit\u00e4t. 2020 kaufte der Konzern das Start-up Zoox, das Software f\u00fcr das autonome Fahren entwickelt. AWS-Konkurrent Microsoft will ebenfalls im Gesch\u00e4ft mit vernetzten Autos mitmischen und stieg daf\u00fcr unter anderem bei der Robotaxi-Firma Cruise von General Motors ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Daten sind der zentrale Rohstoff, auch in der Autoindustrie. Um Software-Updates zu standardisieren und Techniken f\u00fcr das autonome Fahren zu verbessern, tun sich nun zwei Schwergewichte zusammen. 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