{"id":1095,"date":"2021-03-13T03:54:07","date_gmt":"2021-03-13T02:54:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1095"},"modified":"2021-03-13T03:54:07","modified_gmt":"2021-03-13T02:54:07","slug":"luca-app-mecklenburg-vorpommern-startet-kontaktverfolgung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1095","title":{"rendered":"Luca-App: Mecklenburg-Vorpommern startet Kontaktverfolgung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Corona-Bek\u00e4mpfung k\u00f6nnen Gastst\u00e4tten und andere Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern nun ein zus\u00e4tzliches Tool einsetzen. Die Luca-App ist nun digital an die Gesundheits\u00e4mter im Nordosten angedockt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schwerin (dpa) &#8211; Die Gesundheits\u00e4mter in Mecklenburg sind am Freitag an das System der Luca-App angeschlossen worden, um die Kontakte von Corona-Infizierten schneller ermitteln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Luca-App k\u00f6nnen Einrichtungen mit Publikumsverkehr wie Gesch\u00e4fte, Gastst\u00e4tten, Kulturbetriebe, Hotels, Beh\u00f6rden und andere ihre Besucher im ganzen Nordosten die Luca-App ab sofort nutzen. Die Gesundheits\u00e4mter k\u00f6nnen dann im Fall eines nachgewiesenen Corona-Falls auf die verschl\u00fcsselten Daten zur Kontaktverfolgung zur\u00fcckgreifen. &#8220;Wir schaffen damit die Zettelwirtschaft ab&#8221;, sagte Ministerpr\u00e4sidentin Manuela Schwesig (SPD).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Land nimmt f\u00fcr die Lizenzierung des Systems und die technische Anbindung an die Gesundheits\u00e4mter 440.000 Euro in die Hand. F\u00fcr die Nutzerinnen und Nutzer der App sowie die Gastgeber ist die App kostenlos. 3000 Betriebe hatten sich mit Blick auf den Luca-Start schon bei Luca angemeldet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Luca sorgte in den vergangenen Wochen f\u00fcr Aufsehen, auch weil der Hip-Hop-S\u00e4nger Smudo f\u00fcr sie aktiv geworben hat. Seine Band &#8220;Die Fantastischen Vier&#8221; ist an der &#8220;Luca-Initiative&#8221; rund um die Berliner Entwicklerfirma Nexenio beteiligt. Landes-Digitalminister Christian Pegel (SPD) sagte, man habe sich nicht f\u00fcr ein monatelanges Ausschreibungsverfahren entschieden, um rechtzeitig eine L\u00f6sung einsetzen zu k\u00f6nnen. Von den am Markt befindlichen L\u00f6sungen erf\u00fclle Luca die Anforderungen am besten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8220;Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, in dem die Luca-App fl\u00e4chendeckend genutzt werden kann&#8221;, sagte Schwesig. Diese schnelle M\u00f6glichkeit zur Nachverfolgung von Kontakten sei eine wichtige Voraussetzung, um \u00f6ffentliche Einrichtungen Schritt f\u00fcr Schritt wieder f\u00fcr den Publikumsverkehr zu \u00f6ffnen. &#8220;Zugleich entlasten wir die Gesundheits\u00e4mter, die schnell und sicher Infektionsketten nachverfolgen und unterbrechen k\u00f6nnen.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Luca-System sind drei Seiten beteiligt: Gast, Gastgeber und Gesundheits\u00e4mter. F\u00fcr die G\u00e4ste ist es am bequemsten, sich die dazugeh\u00f6rige Luca-App auf ihrem Smartphone zu installieren. Man kann aber auch \u00fcber das Web seine eigenen Kontaktdaten eintragen. Die App \u00fcberpr\u00fcft mit Hilfe einer SMS, ob die angegebene Mobilfunknummer auch stimmt. Das Einchecken vor Ort l\u00e4uft mit Hilfe der Smartphone-Kamera, die einen QR-Codes einliest. Die Kl\u00f6tzchengrafik wird vom Gastgeber mit Hilfe der Luca-App generiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Infiziert sich ein Nutzer, kann freiwillig die Check-in-Historie mit dem Gesundheitsamt geteilt werden. Das Gesundheitsamt informiert dann die einzelnen Veranstaltungsorte und Events und sendet eine Anfrage zur Datenfreigabe an das Luca-System. Mit dieser Anfrage kann der Gastgeber dem Gesundheitsamt alle zeitgleichen Check-ins seiner G\u00e4ste freigeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Konzepte von Luca und der Cornona-Warn-App des Bundes unterscheiden sich grunds\u00e4tzlich. Die Corona-Warn-App stellt mit Hilfe des Bluetooth-Funks anonym fest, ob sich zwei Menschen \u00fcber mindestens f\u00fcnf Minuten gef\u00e4hrlich nahe gekommen sind. Au\u00dferdem dient die App der schnellen digitalen \u00dcbertragung der Testergebnisse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Luca ist ein bewusstes Ein-Checken an einem Eventort, Gesch\u00e4ft, Verkehrsmittel oder Restaurant notwendig. Da Luca auch die Zettelwirtschaft bei Restaurantbesuchen oder \u00e4hnlichen Gelegenheiten abl\u00f6sen soll, ist ein Einchecken nur mit Kontaktdaten m\u00f6glich, die Telefonnummer wird dabei validiert. Patrick Hennig, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Berliner Start-ups Nexenio, das &#8220;Luca&#8221; entwickelt hat, sagte, beide Apps w\u00fcrden sich gut erg\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Luca-System wurde nicht quelloffen (Open Source) entwickelt, was von Experten wie Tibor Jager, Professor f\u00fcr IT-Sicherheit und Kryptographie an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal, kritisiert wird: &#8220;Ob und inwiefern die Luca-App ihre Versprechen erf\u00fcllt, kann man von au\u00dfen zu diesem Zeitpunkt leider nicht einsch\u00e4tzen.&#8221; Patrick Hennig, Mitbegr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der neXenio GmbH, k\u00fcndigte an, den Programmcode in rund zwei Wochen offenzulegen. Man werde die Zeit nutzen, um den Programmcode noch besser f\u00fcr externe Experten zu dokumentieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Corona-Bek\u00e4mpfung k\u00f6nnen Gastst\u00e4tten und andere Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern nun ein zus\u00e4tzliches Tool einsetzen. Die Luca-App ist nun digital an die Gesundheits\u00e4mter im Nordosten angedockt. Schwerin (dpa) &#8211; Die Gesundheits\u00e4mter in Mecklenburg sind am Freitag an das System der Luca-App angeschlossen worden, um die Kontakte von Corona-Infizierten schneller ermitteln zu k\u00f6nnen. 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