{"id":348,"date":"2020-01-07T11:22:44","date_gmt":"2020-01-07T10:22:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=348"},"modified":"2020-01-07T11:22:44","modified_gmt":"2020-01-07T10:22:44","slug":"ryzen-4000-amd-startet-grosangriff-auf-intel-im-notebook","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=348","title":{"rendered":"Ryzen 4000: AMD startet Gro\u00dfangriff auf Intel im Notebook"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2020 ist es so weit:&nbsp;AMD&nbsp;Renoir&nbsp;bringt Zen 2 in 7 nm ins Notebook. Schon in der 15-Watt-Klasse sind damit in Zukunft 8-Kern-Prozessoren verf\u00fcgbar, bei Intel gibt es bisher nur eine 6-Kern-CPU in diesem Segment, die aber&nbsp;kaum zum Einsatz kommt. ComputerBase liefert alle Details aus einem umfangreichen NDA-Briefing.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sonntagabend, 20:30 Uhr Ortszeit in Las Vegas. AMD hat kaum mehr als eine Handvoll Pressevertreter kurzfristig vorab in die Details zur neuen AMD-Notebook-Prozessor-Generation mit dem Codenamen Renoir eingeweiht. Ein kleiner exklusiver Kreis, um m\u00f6gliche Leaks vor der gro\u00dfen Pressekonferenz zu verhindern. Grobe Informationen pfiffen die Spatzen bereits seit Wochen von den D\u00e4chern, doch echte Details waren bis heute Mangelware und einige Ger\u00fcchte auch falsch \u2013 obwohl im Hintergrund bereits ein gro\u00dfer Start mit vielen Partnern vorbereitet wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2020 startet mit einem Knall im mobilen Segment<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem gro\u00dfen Erfolg von Ryzen im Desktop und dem stetig wachsenden Marktanteil auch bei&nbsp;Epyc&nbsp;konnte das Notebook-Segment bei AMD bisher nicht mithalten. Die in diesem Fall wesentlichen APUs wurden eher stiefm\u00fctterlich behandelt und waren immer eine Generation hinten dran, sowohl bei der Technik als auch beim Termin. Doch Anfang 2020 ist damit Schluss. \u201eNur\u201c ein halbes Jahr ist es her, dass Zen 2 in 7 nm&nbsp;als Ryzen 3000&nbsp;im Desktop das Licht der Welt erblickte, in K\u00fcrze soll die Technik auch im Notebook zum Einsatz kommen \u2013 kombiniert mit einem Vega-Grafikchip. Bisher hatte Intel in diesem Bereich nichts zu f\u00fcrchten, doch dieses Jahr schickt sich AMD dazu an, daran etwas zu \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Renoir bietet zwei Mal mehr Leistung pro Watt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zen 2 und die 7-nm-Fertigung bilden wie bei Ryzen 3000 das Fundament der Ryzen-4000-Produktpalette auf Basis von Renoir. Die Mischung l\u00e4sst diese Serie eine zwei Mal h\u00f6here Leistung pro Watt als beim Vorg\u00e4nger abrufen, wobei 30 Prozent von der h\u00f6heren IPC von Zen 2 sowie Design\u00e4nderungen kommen, w\u00e4hrend weitere 70 Prozent durch die 7-nm-Fertigung von&nbsp;TSMC&nbsp;erm\u00f6glicht werden, die laut AMD-CEO Lisa Su derzeit die beste der Welt sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Kritikpunkt bei&nbsp;Raven Ridge&nbsp;und&nbsp;Picasso&nbsp;war die stets zu hohe Leistungsaufnahme im Vergleich zu Intel. Renoir geht dieses Problem nicht nur mit Zen 2 an. Auch Unterst\u00fctzung f\u00fcr den stromsparenden LPDDR4X-4266-Arbeitsspeicher ist erstmals mit dabei. Der gesamte Komplex rund um die Power States wurde gegen\u00fcber dem Vorg\u00e4nger zudem komplett \u00fcberarbeitet, viel schnellere und aggressivere Wechsel in niedrige States sollen zusammen mit weiteren \u00c4nderungen f\u00fcr eine deutlich geringere Leistungsaufnahme sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein monolithischer Chip mit 8 Kernen und 8 Vega-CUs<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Renoir ist dabei am Ende noch einmal ein klassischer Prozessor geworden, der CPU (maximal 8 Kerne mit SMT) und GPU mit vielen weiteren I\/O-Komponenten und dem Speichercontroller in einem einzigen Die vereint. Das mit Zen 2 bei Ryzen 3000 und Epyc 2 eingef\u00fchrte&nbsp;Chiplet-Design&nbsp;d\u00fcrfte sich AMD im Notebook also f\u00fcr den Nachfolger aufheben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessanterweise hat AMD die Grafikeinheit in dieser Generation geschrumpft: Nur noch 8 statt der m\u00f6glichen 11 Compute Units (CUs) der \u00fcberarbeiteten Vega-L\u00f6sung sind mit von der Partie \u2013 hier lagen die Ger\u00fcchte falsch. Daf\u00fcr takten die Shader mitunter deutlich h\u00f6her.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">AMDs Entscheidung passt letztendlich aber zum Markt: Im U-Segment (15 Watt) der d\u00fcnnen Notebooks reicht in der Regel jede integrierte L\u00f6sung, oder aus Marketing-Gr\u00fcnden wird eh eine winzige GeForce verbaut, w\u00e4hrend in der H-Serie (45 Watt) f\u00fcr Gaming-Laptops die dedizierte GPU gesetzt ist. Richtig viel GPU-Power von der&nbsp;APU&nbsp;will der Kunde also selten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">SmartShift ist dabei so etwas wie Optimus, welches bei Nvidia seit Jahren verf\u00fcgbar ist. Ein gemeinsames Powermanagement soll die zur Verf\u00fcgung stehende Gesamtleistung je nach Bedarf der CPU, integrierten GPU oder auch der diskreten L\u00f6sung zur Verf\u00fcgung stellen. SmartShift wird als erstes im Dell G5 ab Anfang Q2 erh\u00e4ltlich sein, das die H-Serie mit einer RX 5600M kombiniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erstmals 15-Watt-CPU mit 16 Threads<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Aush\u00e4ngeschild bei Ryzen 4000 ist die U-Serie. Bei 15 Watt nomineller TDP, die von OEMs wie \u00fcblich auch im Bereich von 12 bis 25 Watt konfiguriert werden kann, gibt es nun erstmals eine CPU, die acht Kerne und 16 Threads bietet. Die Aufteilung der zum Start im ersten Quartal verf\u00fcgbaren f\u00fcnf Produkte ist logisch und klar differenziert, etwas, das AMD im Desktop vermissen lie\u00df. Und so erkl\u00e4rte AMD gegen\u00fcber ComputerBase, dass es deshalb einen Ryzen 9 als APU erst einmal nicht gibt, da er sich zu wenig von den anderen Varianten abheben w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das U-Flaggschiff nimmt es mit Intel Ice Lake auf<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">16 Threads und bis zu 4,2 GHz lassen AMD schnellsten Prozessor Ryzen 7 4800U auch gegen\u00fcber Intels aktuellster CPU&nbsp;Ice Lake&nbsp;gut dastehen. Laut AMD-Benchmarks hilft der etwas h\u00f6here Takt zu einem Gewinn auch im Single-Thread-Bereich, im Multi-Core-Test bietet AMD 90 Prozent mehr Leistung. Viele Anwendungsbereiche liegen dazwischen, oft sind es 30, 40 oder auch 50 Prozent Leistungszuwachs im Vergleich Intel Core i7-1065G7 zu AMD Ryzen 7 4800U \u2013 in Hersteller-Benchmarks, wohlgemerkt. Die unabh\u00e4ngige Gegenprobe steht noch aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die integrierte Grafik ist trotz der Streichung von zwei CUs schneller geworden, das bessere Zusammenspiel mit den modernen Zen-2-Kernen und der h\u00f6here Takt zahlen sich offensichtlich aus. AMD sieht die eigene integrierte Grafik je nach Test in Spielen zwischen f\u00fcnf und 30 Prozent vor Intels bester integrierter Ice-Lake-Grafik Iris Plus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H-Serie mit 35 und 45 Watt f\u00fcr Gaming-Notebooks<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Renoir ist aber nicht nur f\u00fcr 15 Watt gedacht, sondern auch f\u00fcr gro\u00dfe Notebooks und TDP-Klassen von 35, 45 und, wenn es der Kunde denn w\u00fcnscht, mit spezieller maximaler Konfiguration auch bis zu 55 Watt. Die Basis sind jedoch 45 Watt, der g\u00e4ngige Standard in der Branche. Die dreimal h\u00f6here maximale Verlustleistung f\u00fcr die H-Klasse zeigt sich dann in erster Linie beim Basistakt, der deutlich \u00fcber den 15-Watt-Modellen rangiert. Auch der Mehr-Kern-Turbo unter Last wird deutlich h\u00f6her liegen. AMD verzichtet in dieser Klasse auf ein Modell mit vier Kernen oder Varianten ohne SMT, sodass es zum Start sehr \u00fcbersichtlich wird \u2013 mit einer Ausnahme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammen mit&nbsp;Asus&nbsp;bietet AMD einen \u201eSpezial-Ryzen\u201c an, der nahezu die gleichen Spezifikationen wie das Flaggschiff aufweist, aber vorkonfiguriert auf 35 Watt ist. Dieser wird exklusiv 6 Monate lang nur f\u00fcr Asus zur Verf\u00fcgung stehen, danach aber auch anderen Partnern. Eine solche Exklusivvereinbarung gibt es bei Intel des \u00d6fteren, beispielsweise sind viele CPUs mit anderen Spezifikationen in MacBooks zuerst und eine Weile nur dort zu finden, bis auch andere darauf Zugriff haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Acht Kerne von AMD schlagen sechs von Intel<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst k\u00fcrzlich hatte Intel die 6-Kern-CPU Core i7-9750H mit 45 Watt TDP&nbsp;als \u00fcberlegen gegen\u00fcber dem Angebot der Konkurrenz gezeigt, gegen AMDs neuen Spieler auf dem Platz sieht das aber ganz anders aus. Am Ende werden zwar erst unabh\u00e4ngige Benchmarks handfeste Resultate liefern, aber wie Intel sieht sich heute AMD auf Basis eigener Messungen vorne. Denen zufolge f\u00e4llt nicht nur Intels Vormachtstellung in Multi-Core-Benchmarks, sondern auch die Single-Core-Dominanz, denn ein Ryzen 7 4800H mit maximal 4,2 GHz ist in Cinebench R20 1T f\u00fcnf Prozent schneller als ein Core i7-9750H mit 4,5 GHz \u2013 dass das durchaus realistisch ist, hat Zen 2 bereits im Desktop gezeigt. Im Multi-Core-Betrieb w\u00e4chst der Vorsprung auf 46 Prozent, in 3DMark FireStrike Physics sind es noch 39 Prozent. In vielen weiteren Anwendungen sind es um die 30 Prozent mehr Leistung. Die Ergebnisse k\u00f6nnen, anders als im Desktop, allerdings von Notebook zu Notebook stark abweichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">AMD betont, dass sich die verglichenen Modelle preislich im Markt begegnen werden, Intel nat\u00fcrlich aber auch noch teurere Acht-Kern-CPUs hat. Dort d\u00fcrfte es in einigen Bereichen eher auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hinauslaufen oder Intel je nach Szenario auch der Platzhirsch bleiben. Dies ist sicherlich ein Grund, weshalb Intel vor wenigen Stunden bereits explizit mehr Acht-Kern-CPUs in der H-Serie mit Comet Lake-H f\u00fcr die nahe Zukunft angek\u00fcndigt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch einige Details bis zum Start offen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Offizieller Starttermin f\u00fcr die Renoir-Produkte ist das erste Quartal. AMD nannte auf der Showb\u00fchne Februar als Termin der ersten Ger\u00e4te, das Gros d\u00fcrfte aber erst zum Fr\u00fchjahr verf\u00fcgbar werden. \u00dcber 100 Designs sollen es bis Ende 2020 sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch gibt es zur Pr\u00e4sentation noch offene Punkte, die AMD erst sp\u00e4ter kl\u00e4ren will. Zum Beispiel wie es um die Plattform-Ausstattung bestellt ist, oder was es f\u00fcr native Schnittstellen gibt. PCI Express 4.0 gibt es bei Renoir definitiv nicht, verriet AMD schon einmal, im Notebook ist das im Jahr 2020 aber sicherlich kein gro\u00dfer Verlust.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2020 ist es so weit:&nbsp;AMD&nbsp;Renoir&nbsp;bringt Zen 2 in 7 nm ins Notebook. Schon in der 15-Watt-Klasse sind damit in Zukunft 8-Kern-Prozessoren verf\u00fcgbar, bei Intel gibt es bisher nur eine 6-Kern-CPU in diesem Segment, die aber&nbsp;kaum zum Einsatz kommt. ComputerBase liefert alle Details aus einem umfangreichen NDA-Briefing. Sonntagabend, 20:30 Uhr Ortszeit in Las Vegas. 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