{"id":2695,"date":"2023-04-10T03:35:30","date_gmt":"2023-04-10T02:35:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=2695"},"modified":"2023-04-10T03:35:30","modified_gmt":"2023-04-10T02:35:30","slug":"die-nutzlichsten-distributionen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=2695","title":{"rendered":"Die n\u00fctzlichsten Distributionen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zweitsysteme auf USB eignen sich als mobile Allzwecksysteme, als sichere Surfsysteme oder als Reparatur- oder Backup-Dienstleister. F\u00fcr die erstgenannten Einsatzgebiete ist Geschwindigkeit Pflicht, aber auch generell darf es gerne schnell gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gesucht wird das schnellste und beste Linux auf USB als Allzweck-Zweitsystem. Was wir in diesem Beitrag empfehlen werden, sind dann allerdings nicht die typischen Minimalisten oder Live-Spezialisten, die sich als Kandidaten scheinbar aufdr\u00e4ngen. Denn das Ergebnis sollte mehrheitstauglich und halbwegs komfortabel ausfallen &#8211; und das wirft diverse typische Mobil-Spezialisten aus dem Rennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Info: Alle aufgef\u00fchrten USB-Bootzeiten wurden mit einem 64-GB-Stick Sandisk Ultra 3.20 gemessen, allerdings auf einem \u00e4lteren PC mit USB 3.0 (Gen1). Die Leistung kann auf ganz moderner Hardware besser ausfallen als hier gemessen, schlechter nur mit USB 2.0.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aussortiert: Spezialsysteme f\u00fcr Bastler<br>\nEs gibt einige bekannte Minimalisten, die sich auf den Livebetrieb als Zweit- oder Servicesystem spezialisiert haben. Urspr\u00fcngliche Zielsetzung von Live-Pionieren wie Knoppix und Puppy war allerdings eine L\u00f6sung f\u00fcr eine extreme Mangelsituation, die eigentlich aus der Zeit gefallen ist: Das System sollte mit CD-Kapazit\u00e4t zurechtkommen, die Nur-Lesbarkeit dieses Mediums muss mit virtuellen Dateisystemen im RAM kompensiert werden und dabei noch mit wenig RAM auf alter Hardware auskommen. Das sind Mangelbedingungen, die auf moderner Hardware und auf heutigen USB-Sticks eigentlich hinf\u00e4llig sind. Minimalisten wie Porteus, Slax, Slitaz, Sparky, Tiny Core, Trisquel Mini oder Watt-OS setzen diese Techniken dennoch im Sinne einer Spezialisierung fort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus diesem Grund sortieren wir au\u00dfer Knoppix alle oben genannten Kandidaten aus, obwohl ein Slax ein USB-Schnellbooter ist (10 bis 12 Sekunden) und ein Puppy Linux wieselflink im Alltagsbetrieb arbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt aber noch weitere Gr\u00fcnde: Slitaz und Tiny Core sind Reduktionsrekorde ohne echte Alltagsrelevanz. Slax, Puppy Linux und Porteus sind allenfalls f\u00fcr Bastler relevant: Allein schon, deren nicht-hybride ISO-Images (nur auf CD\/DVD-bootf\u00e4hig) auf USB zu bef\u00f6rdern, n\u00f6tigt zu manuellen Schritten (Slax) oder zum Umweg \u00fcber eine CD oder eine virtuelle Maschine (Puppy, Porteus).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiterf\u00fchrende Anpassungen des Livesystems sind entweder kompliziert (Slax, Porteus) oder inhaltlich unbefriedigend: Die Puppy-Systeme bieten f\u00fcr ihr eigenes Paketformat wenig Software und diese praktisch nur englischsprachig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei etlichen weiteren Minimalisten wie Sparky, Trisquel oder Watt-OS ergeben sich keine offensichtlichen Vorteile gegen\u00fcber einem Debian oder Derivaten wie MX Linux und Q4-OS.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein pures, unver\u00e4nderliches Livesystem taugt nicht als Zweitsystem. Erst eine Persistenzoption f\u00fcr eigene Dateien, Anpassungen und Nachinstallationen macht das Zweitsystem attraktiv. Die Auswahl solcher anpassungsf\u00e4higer Livesysteme w\u00e4re trotz der oben aussortierten Live-Spezialisten enorm, weil jedes Ubuntu-basierte ISO-Installationsmedium \u00fcber das Tool Unetbootin mit Persistenz auf USB geschrieben werden kann. Sie m\u00fcssen dazu im Unetbootin-Fenster neben der Option &#8220;Platz um Dateien zwischen Neustart zu erhalten&#8221; nur eine MB-Angabe eintragen. 2000 bis 8000 MB sind je nach Kapazit\u00e4t des USB-Sticks sinnvolle bis gro\u00dfz\u00fcgige Werte. Unetbootin meldet dann beim Aktionsschritt 3 (&#8220;Installiere Startverwalter&#8221;) zus\u00e4tzlich die Aktion &#8220;Erstellen der Persistenz&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Optimal sind Live-Ubuntus allerdings nicht, weil sie aufgrund eines standardisierten Checks des Livemediums nicht sonderlich schnell booten. 40 Sekunden sind auch bei kleinem Lubuntu oder Xubuntu f\u00fcr jeden Start einzurechnen. Aus Leistungsgr\u00fcnden sind Ubuntu-Distributionen daher eher ein Fall f\u00fcr ordentliche Installation auf USB.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch ein zweiter Grund spricht gegen Live-Ubuntu auf USB: Es gibt dabei keine M\u00f6glichkeit, das USB-Medium durch Verschl\u00fcsselung zu sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Debian-basierte Knoppix ist der Live-Klassiker schlechthin und ein &#8220;No-Brainer&#8221;. Wem der relativ einfache LXDE-Desktop nicht zu schlicht ist, kann mit Knoppix definitiv nichts falsch machen. Deutschsprachig, mit exzellenter Hardwareerkennung, opulenter Softwareausstattung und anspruchslosem LXDE-Desktop ist Knoppix erste Wahl f\u00fcr ein Zweit- oder Surfsystem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit USB-Bootzeiten von 20 Sekunden zum eingabebereiten Desktop geh\u00f6rt Knoppix zu den schnellen Livestartern, wenngleich er mit Spezialisten wie Slax oder Porteus nicht ganz mithalten kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im laufenden Betrieb und beim Start von Programmen ist die Knoppix-Leistung durchschnittlich, aber jederzeit agil. Knoppix hat aber zus\u00e4tzlich den unsch\u00e4tzbaren Vorteil, dass weder der LXDE-Desktop viel Eingew\u00f6hnung fordert noch Software nachinstalliert werden muss. Knoppix hat wirklich alles an Software und Tools am Start.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Download von einem der Mirrorserver unter www.knopper.net\/knoppix-mirrors betr\u00e4gt f\u00fcr die aktuellste Version 9.1 circa 4,4 GB. Achten Sie in der Liste der ISO-Dateien auf &#8220;-DE&#8221; im Dateinamen (&#8220;Knoppix_V9.1DVD-2021-01-25-DE.iso&#8221;). Das hybride ISO-Abbild kann mit den \u00fcblichen Tools auf USB-Stick kopiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr h\u00e4ufige Nutzung ist die Persistenzoption unentbehrlich, die bei Knoppix &#8220;Overlay-Partition&#8221; hei\u00dft. Dazu m\u00fcssen Sie aber aus einem bereits laufenden Knoppix ein zweites erstellen. Das ma\u00dfgebliche Tool &#8220;Flash Knoppix&#8221; finden Sie unter &#8220;Knoppix -\u203a Knoppix auf Flash kopieren&#8221;. Nach Auswahl des Zieldatentr\u00e4gers folgt die &#8220;Installation auf FAT32 mit zus\u00e4tzlicher Overlay- Partition&#8221;. Die Abfrage zur Gr\u00f6\u00dfe der Overlaypartition k\u00f6nnen Sie auf einem USB-Stick einfach mit &#8220;OK&#8221; \u00fcbernehmen. Dann erh\u00e4lt die Overlaypartition auf dem Stick die komplette Restkapazit\u00e4t, die das eigentliche Knoppix-System \u00fcbrigl\u00e4sst. Eine letzte Frage betrifft den optionalen Verschl\u00fcsselungsschutz der Overlaypartition. Es handelt sich um die einzige M\u00f6glichkeit, einen USB-Stick mit Knoppix systemweit zu sch\u00fctzen, weil Knoppix als Livesystem keine Benutzerverwaltung hat. Die Verschl\u00fcsselung sch\u00fctzt neben dem Knoppix-System auch die pers\u00f6nlichen Daten auf dem USB-Stick.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Overlaypersistenz erlaubt Knoppix Anpassungen aller Art, auch Nachinstallationen und Entfernen \u00fcberfl\u00fcssiger Pakete. (De-)Installationen sind wahlweise \u00fcber apt im Terminal zu realisieren oder auch \u00fcber Synaptic.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweitsysteme auf USB eignen sich als mobile Allzwecksysteme, als sichere Surfsysteme oder als Reparatur- oder Backup-Dienstleister. 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