{"id":2596,"date":"2023-02-09T04:38:42","date_gmt":"2023-02-09T03:38:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=2596"},"modified":"2023-02-09T04:38:42","modified_gmt":"2023-02-09T03:38:42","slug":"wie-ki-chatbots-die-internet-suche-revolutionieren-konnen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=2596","title":{"rendered":"Wie KI-Chatbots die Internet-Suche revolutionieren k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bisher konnte Microsoft mit seiner Bing-Suche nur wenige User begeistern. Doch nun soll k\u00fcnstliche Intelligenz des Textroboters ChatGPT dem Google-Konkurrenten zum Durchbruch verhelfen. Doch wie funktioniert die KI \u00fcberhaupt?<br>\nBei der Internet-Suche verf\u00fcgt Google bislang \u00fcber einen Vorsprung, der uneinholbar erschien. Nun stellte Microsoft eine neue Suchmaschine mit k\u00fcnstlicher Intelligenz vor, die die Google-Dominanz brechen soll. Das k\u00f6nnte nicht nur die Machtverh\u00e4ltnisse im Netz umkrempeln, sondern auch die Art und Weise, wie im Internet gesucht wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum sind Google und Microsoft pl\u00f6tzlich bei KI so aktiv?<br>\nTats\u00e4chlich arbeiten Google und Microsoft sowie andere Tech-Konzerne wie IBM und Salesforce seit Jahren daran, ihre Produkte mit Funktionen k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) zu verbessern. Das Spektrum reicht von der automatischen \u00dcbersetzung von Texten bis hin zur Berechnung von Reiserouten in einer Navigations-App.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Thema KI hat aber seit dem vergangenen November eine ganz neue Sichtbarkeit bekommen. Damals machte das kalifornische Start-up OpenAI seine KI-Sprachmodelle mit einem Text-Roboter f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich, obwohl sie noch nicht fertig waren. Der Wagemut von OpenAI-Chef Sam Altman wurde belohnt. Die Nutzung von ChatGPT stieg explosionsartig an. Das System ist in aller Munde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist denn an Systemen wie ChatGPT so innovativ?<br>\nDie Grundtechnologie von ChatGPT wurde schon vor f\u00fcnf Jahren vor allem von Google-Forschern entwickelt. Dabei werden riesige Mengen Text mit Algorithmen, die Nervenzellen im Gehirn nachahmen, analysiert. Diese &#8220;neuronalen Netze&#8221; k\u00f6nnen dann erkennen, welche W\u00f6rter h\u00e4ufig zusammen vorkommen, beispielsweise &#8220;Hannover&#8221;, &#8220;Landeshauptstadt&#8221; und &#8220;Niedersachsen&#8221;. Damit kann ChatGPT mit einer hohen Wahrscheinlichkeit vorhersagen, welches Wort als N\u00e4chstes in einem Satz vorkommt und dadurch plausibel klingende S\u00e4tze formulieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neuartig ist, dass dabei verschiedene KI-Funktion miteinander kombiniert werden k\u00f6nnen. So kann man ChatGPT zum Beispiel auffordern, ein bestimmtes Thema f\u00fcr einen Eintrag in einem Karrierenetzwerk wie LinkedIn auf Englisch mit einer L\u00e4nge von 300 W\u00f6rtern zu verfassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche Anwendungen sind konkret denkbar?<br>\nSysteme wie ChatGPT k\u00f6nnen Informationen aus unterschiedlichsten Quellen zusammenfassen. So erh\u00e4lt man beispielsweise bei der Suche nach einem Reiseziel, das nicht mehr als vier Flugstunden entfernt ist, nicht Links auf Angebote von Reise-Portalen. Der Chatbot liefert vielmehr einen von der KI ausformulierten Text, in dem Marrakesch, Lissabon, Faro, Istanbul, Kreta und Reykjav\u00edk als m\u00f6gliche Ziele mit jeweils einer Kurzbeschreibung vorgeschlagen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie funktionierte die Technik bisher bei Suchmaschinen?<br>\nDie f\u00fchrende Suchmaschine Google hat bislang zwei Methoden, um Anfragen zu beantworten. Zum einen gibt es den &#8220;Knowledge Graph&#8221;, das ist ein Wissenspool, den Google mit Hilfe von Quellen wie Wikipedia und vielen Datenbanken direkt anzeigen kann. Kerngesch\u00e4ft ist aber die Anzeige von Internet-Links, die zu einem Suchbegriff passen. \u00dcber die Reihenfolge entscheidet der geheim gehaltene Google-Algorithmus. Ein wichtiger Faktor ist die Popularit\u00e4t der Site, also wie oft das Angebot verlinkt ist. Parallel zu diesen generischen Suchergebnissen zeigt Google von Werbekunden bezahlte Links an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">K\u00f6nnte Bing das neue Google werden?<br>\nDas erhofft sich Microsoft-CEO Satya Nadella zumindest. In den vergangenen Jahren hat es Bing nie geschafft, Google ernsthaft Konkurrenz zu machen. Google h\u00e4lt nach Angaben von Statcounter.com einen Marktanteil von knapp 93 Prozent weltweit, w\u00e4hrend Bing nur auf drei Prozent kommt. &#8220;Diese Technologie wird so ziemlich jede Softwarekategorie, die wir kennen, umgestalten&#8221;, sagte Nadella. Dies erkl\u00e4rt auch, warum sein Konzern mehrere Milliarden Dollar in OpenAI und die Nutzungsrechte an ChatGPT gesteckt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Google wird allerdings seinem Erzrivalen Microsoft, mit dem man vor allem im Cloud-Gesch\u00e4ft konkurriert, nicht kampflos das Feld \u00fcberlassen. Einen Tag vor dem Microsoft-Event k\u00fcndigte Google-CEO eine umfassende KI-Produktinitiative an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche Probleme gibt es bei der Nutzung von KI-Chatbots?<br>\nDie sprachliche Eloquenz der Antworten erweckt den Eindruck, dass auch alle Fakten hieb- und stichfest sind. Das ist aber nicht der Fall. ChatGPT spuckt immer wieder Antworten aus, die frei erfunden sind. Selbst die Macher des Chatbots warnen davor, die Ergebnisse ungepr\u00fcft zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders gro\u00dfe Schwierigkeiten haben Chatsysteme bei der Personensuche. Dabei kann es passieren, dass unterschiedliche Leute mit gleichem Namen zu einer neuen virtuellen Person verschmelzen. So k\u00f6nnte es sein, dass das System f\u00e4lschlicherweise glaubt, dass der CSU-Politiker Gerd M\u00fcller auch derjenige war, der im Finale der Fu\u00dfball-WM 1974 das Siegtor f\u00fcr die deutsche Nationalmannschaft erzielt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">K\u00f6nnen KI-Bots auch missbraucht werden?<br>\nJa, das ist m\u00f6glich. Zwar versuchen die Anbieter b\u00f6sartige Anfragen zu blockieren &#8211; etwa nach einer Anleitung f\u00fcr den Bau einer Bombe. Doch im Netz kann man immer wieder Beispiele sehen, wie diese Sperren umgangen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ChatGPT und das Pendant &#8220;Bard&#8221; von Google eignen sich au\u00dferdem daf\u00fcr, bei Pr\u00fcfungen und Hausaufgaben in der Schule und an der Uni zu schummeln. Bislang gibt es keine wirksame Methode, einen von einer KI erzeugten Inhalt eindeutig als Robotertext zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Werden KI-Bots immer besser?<br>\nJa, das werden sie. Zur Qualit\u00e4tsverbesserung tr\u00e4gt auch die \u00d6ffnung f\u00fcr eine massenhafte Nutzung von ChatGPT bei. Die Macher bei OpenAI fordern n\u00e4mlich die Anwenderinnen und Anwender dazu auf, die Qualit\u00e4t der Antworten zu bewerten. Dieses Feedback hilft der KI dabei, systematische Schw\u00e4chen zu erkennen und diese auszumerzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bisher konnte Microsoft mit seiner Bing-Suche nur wenige User begeistern. 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