{"id":2525,"date":"2022-12-17T04:51:46","date_gmt":"2022-12-17T03:51:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=2525"},"modified":"2022-12-17T04:51:46","modified_gmt":"2022-12-17T03:51:46","slug":"so-funktionieren-online-krankschreibungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=2525","title":{"rendered":"So funktionieren Online-Krankschreibungen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Online-Krankschreibungen sind ein beliebtes Mittel, um Zeit zu sparen und \u00fcberf\u00fcllte Wartezimmer zu vermeiden. Unser FAQ erkl\u00e4rt Ihnen, was es dabei zu beachten gibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diagnosen und Krankschreibungen \u00fcber das Internet sind eine praktische Alternative zum Arztbesuch vor Ort. Sowohl der Mediziner als auch die Patienten sparen sich damit viel Zeit. Zudem lassen sich weitere Ansteckungen vermeiden, da die Patienten sich nicht in ein \u00fcberf\u00fclltes Wartezimmer dr\u00e4ngen. Das machte die Online-Krankschreibungen vor allem w\u00e4hrend der Corona-Pandemie so beliebt. Der digitale Arztbesuch ist allerdings nicht m\u00f6glich. Daf\u00fcr gibt es unsere FAQ, in der wir Ihnen die wichtigsten Punkte erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Online-Krankschreibung: Definition<br>\nBei der Online-Krankschreibung kann ein Arzt \u00fcber das Internet eine digitale Arbeitsunf\u00e4higkeitsbescheinigung (AU) ausstellen. Voraussetzung daf\u00fcr ist die Diagnose einer Krankheit w\u00e4hrend eines pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ches. Dies geschieht nicht vor Ort in der Praxis oder dem Krankenhaus, sondern mittels &#8220;Telemedizin&#8221;. Das ist der Fachbegriff f\u00fcr die Videosprechstunde mit dem Arzt. Dabei untersucht der Arzt den Patienten, stellt Fragen und ermittelt dann eine Diagnose. Entscheidend daf\u00fcr ist, dass der Arzt die Krankheit auch \u00fcber Video und Audio erkennen k\u00f6nnen muss. Nicht nur muss der Patient die Symptome schildern, der Arzt muss sie auch selbst in der Videosprechstunde mit eigenen Augen und Ohren einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stellt der Arzt eine Erkrankung fest, dann erstellt er das dazugeh\u00f6rige Attest mitsamt der Krankschreibung. Patienten k\u00f6nnen dieses dem Arbeitgeber, an der Schule oder Universit\u00e4t vorzeigen und sind damit rechtlich abgesichert. Das gilt allerdings nur f\u00fcr Atteste, welche mittels Telemedizin ausgestellt wurden. Krankschreibungen auf der Grundlage von Chats oder Online-Frageb\u00f6gen haben keine rechtliche Grundlage. Ein solches Attest beim Arbeitgeber oder der Schule vorzuzeigen, wird nicht funktionieren. So entschied etwa das Arbeitsgericht Berlin im Falle einer beklagten Arbeitnehmerin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie genau funktioniert eine Online-Krankschreibung?<br>\nSie k\u00f6nnen nicht einfach so beim Arzt &#8220;anrufen&#8221; und sogleich Ihre Beschwerden in dem Online-Telefonat \u00e4u\u00dfern. Sie m\u00fcssen sich zun\u00e4chst bei der Arztpraxis einen Termin besorgen. Der Arzt selbst setzt f\u00fcr die Telemedizin einen T\u00dcV-gepr\u00fcften und zertifizierten Videodienst ein. Oder Sie nutzen eine daf\u00fcr verifizierte App. Solche gibt es bereits f\u00fcr Android und iOS. Allerdings besteht bei solchen Apps das Problem, dass der Arzt eine v\u00f6llig unbekannte Person ist und nicht der Mediziner aus der Praxis, an welche Sie sich gew\u00f6hnlich wenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Untersuchung stellt der Arzt eine Reihe von Fragen und fordert Sie auf, die betroffenen Stellen zu zeigen. Mitunter m\u00fcssen Sie Bildmaterial nachliefern. Auf der Grundlage der Bilder und Ihren Antworten kann er dann ein Attest ausstellen. Sollten die Beschwerden und Schmerzen sehr schlimm sein, dann m\u00fcssen Sie gegebenenfalls dennoch in der Praxis erscheinen. Denn nur hier kann der Arzt auch verl\u00e4ssliche Diagnosen stellen, f\u00fcr den Fall, dass es sich um eine ernste Erkrankung mit schweren Risiken handelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kann ich Medikamente auch online bekommen?<br>\nNicht jeder Arzt bietet das an, doch in Zukunft k\u00f6nnten Online-Rezeptausschreibungen wesentlich h\u00e4ufiger vorkommen. Sicherlich ist es vorteilhaft, bei einer Online-Krankschreibung auch gleich die dazu passenden Medikamente verschrieben zu bekommen. Damit Sie allerdings solche E-Rezepte auch \u00fcber das Internet empfangen k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen Sie eine App von Gematik. Diese gibt es f\u00fcr Android und iOS.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob diese E-Rezepte von den \u00c4rzten und Apotheken so auch akzeptiert werden, muss sich mit der Zeit zeigen. Seit dem 1. September 2022 sollen alle Apotheken deutschlandweit \u00fcber die notwendigen Ger\u00e4te verf\u00fcgen, um solche E-Rezepte einl\u00f6sen zu k\u00f6nnen. Auch die Krankenkassen sollen diese dann verrechnen k\u00f6nnen. Allerdings hei\u00dft das noch nicht, dass der Arzt E-Rezepte auch ausstellt. Probleme gibt es etwa in Sachen Datenschutz. Schleswig-Holstein hat den E-Rezepten mittlerweile eine Abfuhr erteilt, denn deren Verschl\u00fcsselung ist fragw\u00fcrdig. So versenden manche \u00c4rzte die E-Rezepte per E-Mail. Damit ist nicht garantiert, dass deren QR-Code wirklich Ende-zu-Ende verschl\u00fcsselt ist. Jeder kann dann das Rezept einsehen, wenn er die E-Mail in die Finger bekommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie bekommt mein Arbeitgeber oder die Schule das digitale Attest?<br>\nDen digitalen Attest dem Arbeitgeber, der Schule oder der Universit\u00e4t vorzuzeigen, ist problemlos m\u00f6glich. Sie m\u00fcssen lediglich die Online-Krankschreibung als PDF mittels E-Mail versenden. Oder Sie drucken das Dokument aus und schicken es als Brief. In beiden F\u00e4llen sollten der Arbeitgeber oder die Schule das Schreiben anerkennen. Ab dem Jahr 2023 wird Ihnen diese Aufgabe sogar abgenommen. Ab da an sollen die Krankassen selber die Krankschreibungen an das Unternehmen oder die Schule senden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Muss der Arbeitgeber die Online-Krankschreibung akzeptieren?<br>\nDer Arbeitgeber kann die Krankschreibung ablehnen, jedoch muss er das gut begr\u00fcnden. Laut den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses sind die Atteste rechtsg\u00fcltig. Dabei handelt es sich um das h\u00f6chste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung des deutschen Gesundheitswesens. Dem Arbeitgeber steht zu, das Attest \u00fcberpr\u00fcfen zu lassen, sollte er einen Verdacht hegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sind die Apps seri\u00f6s und vertrauensw\u00fcrdig?<br>\nBei der Telemedizin handelt es sich noch immer um ein recht junges Feld. Gerade im Zuge der Corona-Pandemie haben sich die Angebote in Sachen Online-Arztpraxen und Diagnose-Apps stark vergr\u00f6\u00dfert. Deren Seriosit\u00e4t kann jedoch nicht immer garantiert werden. Bevor Sie eine App nutzen, informieren Sie sich am besten und suchen Sie nach den etablierten und vertrauensw\u00fcrdigen Anbietern. Achten Sie dabei auf die Datenschutzbestimmungen und auf die Kosten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lassen sich online auch Folgekrankschreibungen ausstellen?<br>\nDerzeit kann eine Krankschreibung nur einmal online ausgestellt werden. F\u00fcr eine Folgekrankschreibung, sobald sie dieselbe Krankheit betrifft, m\u00fcssen Sie in der Arztpraxis erscheinen. Eine Verl\u00e4ngerung auf unbestimmte Zeit ist \u00fcber das Internet nicht m\u00f6glich. Jedoch k\u00f6nnen Sie eine Folgekrankschreibung mittels Online-Diagnose erhalten, wenn die erste Krankschreibung in der Arztpraxis erfolgte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie kann ich mit einer Online-Krankschreibung Krankengeld beantragen?<br>\nDas ist mit einer Online-Krankschreibung durchaus m\u00f6glich. Die Arztpraxis kann die Krankschreibung direkt an die Krankenkasse weiterleiten und damit die Auszahlung des Krankengeldes in die Wege leiten. Sechs Wochen lang zahlt der Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung. F\u00fcr die Krankschreibung \u00fcber einen Zeitraum, der \u00fcber diese sechs Wochen hinausgeht, zahlt die Krankenkasse. Der Betrag ist jedoch mit 112,88 Euro pro Tag gedeckelt und liegt grunds\u00e4tzlich bei 70 Prozent des Arbeitseinkommens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kann ich mich per Telefon krankschreiben lassen?<br>\nDas ist nur unter bestimmten Bedingungen m\u00f6glich und nur bis zum 30. November. Im Zuge der Corona-Pandemie wurden die Regeln gelockert, davor war die telefonische Krankschreibung abgeschafft worden. In der Regel sind Krankschreibungen per Telefon nur bei leichten Atemwegserkrankungen m\u00f6glich und sind nur f\u00fcr bis zu sieben Tage g\u00fcltig. Einmal l\u00e4sst sich damit eine Folgekrankschreibung ausschreiben. Anschlie\u00dfend m\u00fcssen Sie ebenfalls pers\u00f6nlich in der Praxis erscheinen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Online-Krankschreibungen sind ein beliebtes Mittel, um Zeit zu sparen und \u00fcberf\u00fcllte Wartezimmer zu vermeiden. Unser FAQ erkl\u00e4rt Ihnen, was es dabei zu beachten gibt. Diagnosen und Krankschreibungen \u00fcber das Internet sind eine praktische Alternative zum Arztbesuch vor Ort. Sowohl der Mediziner als auch die Patienten sparen sich damit viel Zeit. 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