{"id":2385,"date":"2022-08-24T10:32:50","date_gmt":"2022-08-24T09:32:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=2385"},"modified":"2022-08-24T10:32:50","modified_gmt":"2022-08-24T09:32:50","slug":"festival-der-games-gamescom-startet-wieder-mit-publikum","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=2385","title":{"rendered":"&#8220;Festival der Games&#8221;: Gamescom startet wieder mit Publikum"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie ist wieder da, allerdings nicht ganz so wie zuvor: In K\u00f6ln treffen sich Spielerinnen und Spieler wieder auf der Gamescom. Ein paar prominente Aussteller fehlen.<br>\nNach zwei Ausgaben ohne Publikum beginnt heute in K\u00f6ln wieder die Videospielmesse Gamescom. Den Startschuss gab bereits am Abend zuvor die &#8220;Opening Night Live&#8221;. In der zweist\u00fcndigen Show wurden Details zu kommenden Titeln angek\u00fcndigt, darunter &#8220;Dead Island 2&#8221;, &#8220;Hogwarts Legacy&#8221;, &#8220;Return to Monkey Island&#8221;, &#8220;Sonic Frontiers&#8221; und &#8220;Killer Klowns From Outer Space&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Messe beginnt um 9.00 Uhr wie gewohnt mit dem Fachbesuchertag, zu dem nur Medien und Branchenpublikum sowie ab 13 Uhr Menschen mit einer sogenannten Wildcard zugelassen werden. Von Donnerstag bis Sonntag ist die Gamescom dann f\u00fcr alle ge\u00f6ffnet. Veranstalterangaben zufolge ist der Samstag bereits ausverkauft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Digital-analoges Mischevent<br>\nAusgefallen ist die Gamescom 2020 und 2021 nicht &#8211; als rein digitale Veranstaltung lebte sie in den ersten Corona-Jahren im Netz weiter. Nun gibt es die Messe wieder als echtes Event in K\u00f6ln, &#8220;das weltgr\u00f6\u00dfte Festival der Games&#8221;, wie es bei den Veranstaltern, der K\u00f6lnmesse und dem Spiele-Branchenverband Game, hei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angek\u00fcndigt ist die Gamescom als digital-analoges Mischevent, teils in den Messehallen und teils im Netz. &#8220;Mit den digitalen Komponenten k\u00f6nnen wir nun erg\u00e4nzen, was die letzten zwei Jahre leider auf der Strecke geblieben ist: Das geliebte Festival-Feeling der Gamescom in K\u00f6ln&#8221;, sagte Gerald B\u00f6se, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der K\u00f6lnmesse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1100 Aussteller aus 53 L\u00e4ndern<br>\nRund 1100 Aussteller sind angek\u00fcndigt, aus 53 L\u00e4ndern und auf 220.000 Quadratmetern &#8211; ein paar gro\u00dfe Unternehmen wie Sony, Nintendo und Electronic Arts, die fr\u00fcher gerne mal halbe Hallen f\u00fcllten, fehlen jedoch. Einige Spiele-Blockbuster f\u00fcr Weihnachten und das kommende Jahr, die Fans sehns\u00fcchtig erwarten, werden daher in K\u00f6ln gar nicht zu sehen sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Besuchermassen aus der Vor-Corona-Zeit, als 2019 zum Beispiel 370.000 Menschen nach K\u00f6ln kamen, werden wohl nicht wieder erreicht. Die Veranstalter machen zur Zahl der erwarteten Besucher keine Angaben. Felix Falk, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer beim Verband Game, sieht den Neustart im Gespr\u00e4ch mit der Deutschen Presse-Agentur aber positiv. &#8220;Die Gamescom entwickelt sich immer weiter, aber gerade in diesem schwierigen Jahr ist das schon jetzt ein beachtlicher Neustart.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zahl der Spielerinnen und Spieler steigt<br>\nDenn nat\u00fcrlich sind der Krieg und andere Krisen an der Games-Welt nicht spurlos vor\u00fcbergegangen &#8211; Lieferengp\u00e4sse und schlechte wirtschaftliche Aussichten weltweit machen auch Spieleherstellern zu schaffen. Die Zahl der Spielerinnen und Spieler steigt jedoch weiter: Nach einer Umfrage des IT-Verbands Bitkom spielen 54 Prozent der Menschen in Deutschland ab 16 Jahren wenigstens hin und wieder, 4 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das rasante Wachstum der ersten Corona-Jahre hat sich aber deutlich verlangsamt, wie Daten der Marktforscher GfK und Data.ai zeigen. Im ersten Halbjahr 2022 stiegen die in Deutschland verbuchten Ums\u00e4tze der Spielehersteller demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur noch um 2 Prozent auf rund 4,55 Milliarden Euro, nach einem Plus von 22 Prozent im ersten Halbjahr 2021.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An den Zahlen zeigt sich auch, wo es in der Branche gerade hapert: So sind etwa Hardware-Ums\u00e4tze gesunken &#8211; ein Ausdruck davon, dass zum Beispiel Sony nach wie vor Probleme damit hat, genug Playstation-5-Ger\u00e4te zur Deckung der hohen Nachfrage herzustellen. F\u00fcr einige Gesch\u00e4ftsfelder ging es jedoch kr\u00e4ftig nach oben. &#8220;An den Umsatzzahlen der Branche kann man gut ablesen, dass neue Gesch\u00e4ftsmodelle und Technologien im Aufwind sind&#8221;, sagte Game-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Falk.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spiele-Abos und In-Game-K\u00e4ufe immer beliebter<br>\nSo sind zum Beispiel die Ums\u00e4tze mit Geb\u00fchren f\u00fcr Online-Dienste gestiegen. Darunter fallen etwa Spiele-Abos wie Microsofts Game Pass und Apple Arcade. Dieses Jahr hat Sony mit Playstation Plus Extra nachgezogen, auch bei Netflix gibt es als Teil des Streaming-Abos inzwischen Zugriff auf Smartphone- und Tablet-Spiele. Nutzerinnen und Nutzer erhalten mit den Abos f\u00fcr eine Monatsgeb\u00fchr unbegrenzt Zugriff auf Spiele, je nach Dienst oft Hunderte teils neue Titel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und auch mit sogenannten In-Game-K\u00e4ufen wird den Angaben nach mehr umgesetzt. Dabei gibt es f\u00fcr echtes Geld zum Beispiel virtuelle Kost\u00fcme oder neue Spielm\u00f6glichkeiten in bestehenden Games kaufen. Fachleute sprechen mit Blick auf solche Trends von &#8220;Games as a Service&#8221; (Deutsch etwa: &#8220;Spiele als Dienstleistung&#8221;) &#8211; also dem Versuch, die Lebensdauer einzelner Titel durch immer neue, oft kostenpflichtige Inhalte, zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spielerinnen und Spieler solcher &#8220;Games as a Service&#8221;-Titel bleiben oft sehr lange bei einem einzelnen Spiel und kaufen weniger neue Titel &#8211; quasi das Gegenst\u00fcck zu Spiele-Abonnenten, die sehr viel ausprobieren k\u00f6nnen, aber kaum ein Spiel mehr direkt kaufen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8220;Generell ist die Vielfalt auf dem Spielemarkt einfach sehr gro\u00df&#8221; sagte Falk. Auch den klassischen Spielekauf, per Download oder auf Disc, gebe es nach wie vor. &#8220;Aber es ist auch klar, dass andere Modelle wie &#8220;Games as a Service&#8221; immer wichtiger werden.&#8221; Die Bitkom-Umfrage belegt das: 51 Prozent der Spielerinnen und Spieler haben demnach inzwischen wenigstens ein Spiele-Abo. F\u00fcr den Kauf einzelner Spiele hat dagegen weniger als die H\u00e4lfte der Gamer innerhalb der vergangenen zw\u00f6lf Monate Geld ausgegeben. 37 Prozent haben im gleichen Zeitraum f\u00fcr Ingame-K\u00e4ufe bezahlt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Festival f\u00fcr die Gaming-Gemeinschaft<br>\nEine Gamescom, die sich weniger als Blockbuster-Leistungsschau versteht und eher als Festival f\u00fcr die immer gr\u00f6\u00dfere Gaming-Gemeinschaft, passt da vielleicht ganz gut. Zumindest die Zeit, in der Fans den ganzen Tag in Warteschlangen verbrachten, um am Ende drei Spiele ausprobiert zu haben, soll vorbei sein, sagte Falk &#8211; gerade bei kleineren, unabh\u00e4ngigen Spiele-Anbietern, die diesmal sehr zahlreich vertreten sind, soll es viel mehr zu spielen geben. &#8220;Inzwischen stehen aber auch die Community-Aspekte, also das Erleben von Spielewelten und das Treffen mit Freunden, viel mehr im Mittelpunkt.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie ist wieder da, allerdings nicht ganz so wie zuvor: In K\u00f6ln treffen sich Spielerinnen und Spieler wieder auf der Gamescom. Ein paar prominente Aussteller fehlen. Nach zwei Ausgaben ohne Publikum beginnt heute in K\u00f6ln wieder die Videospielmesse Gamescom. Den Startschuss gab bereits am Abend zuvor die &#8220;Opening Night Live&#8221;. 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