{"id":2381,"date":"2022-08-23T13:02:11","date_gmt":"2022-08-23T12:02:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=2381"},"modified":"2022-08-23T13:02:11","modified_gmt":"2022-08-23T12:02:11","slug":"whatsapp-so-schutzen-sie-sich-gegen-kontodiebstahl","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=2381","title":{"rendered":"WhatsApp: So sch\u00fctzen Sie sich gegen Kontodiebstahl"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit einigen technischen Tricks ist der Diebstahl kompletter Konten bei WhatsApp m\u00f6glich. Wir zeigen, wie es geht und was die Mobilfunkanbieter dazu sagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">WhatsApp-Kontendiebstahl: wirklich so einfach?<br>\nDie aktuelle Sicherheitsl\u00fccke wurde zuerst vom Sicherheitsmagazin Bleeping Computer in den USA bekanntgemacht. Entdeckt hat sie hingegen Rahul Sasi, CEO von CloudSEK, einer IT-Sicherheitsfirma. Durch Ausnutzung der Sicherheitsl\u00fccke k\u00f6nnen Angreifer ein WhatsApp-Konto komplett \u00fcbernehmen und so beispielsweise Zugriff auf pers\u00f6nliche Nachrichten oder Kontaktlisten bekommen &#8211; mit allen relevanten Daten wie Telefonnummern und E-Mail-Adressen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber: Ganz so einfach geht es in der Realit\u00e4t nicht. Um den Trick umzusetzen, ist die Kenntnis der Telefonnummer des Opfers n\u00f6tig. Au\u00dferdem muss das Opfer in gewisser Weise mitspielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcberzeugungsarbeit durch Angreifer<br>\nIn der Praxis l\u00e4uft der Angriff in etwa so ab:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Angreifer ruft das Opfer an. Anschlie\u00dfend muss das Opfer dazu gebracht werden, eine andere Telefonnummer anzugreifen, die mit einem MMIC (Man Machine Interface Code) beginnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">MMIC wird normalerweise von Mobilfunkanbietern genutzt, um Anrufe weiterzuleiten &#8211; etwa, wenn ein Anschluss nicht erreichbar ist. Ein MMIC kann aber manipuliert werden, sodass Anrufe an ein anderes, nicht autorisiertes Endger\u00e4t weitergeleitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Opfer ruft nun eine zehnstellige Nummer an, die entweder mit * oder # beginnt. Diese Nummer geh\u00f6rt dem Angreifer. Durch den Anruf stimmt das Opfer zu, dass alle eingehenden Anrufe in Zukunft an eine andere Nummer geleitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Angreifer startet jetzt auf dem eigenen Ger\u00e4t die Registrierung f\u00fcr ein WhatsApp-Konto mit der Nummer des Opfers. Der Verifizierungscode, der via Anruf zum Opfer kommt, wird weitergeleitet an den Angreifer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Angreifer hat nun vollen Zugriff auf das WhatsApp-Konto des Opfers. Auch Sicherheitsfeatures wie ein 2FA-Code k\u00f6nnen nun vom Angreifer eingerichtet werden. Dadurch ist ein Zugriff auf das Konto durch das Opfer nicht mehr m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00fcrden f\u00fcr den Angreifer<br>\nDas erw\u00e4hnte Magazin Bleeping Computer konnte diesen Angriff bei den US-amerikanischen Providern Verizon und Vodafone erfolgreich durchf\u00fchren. Ganz so einfach sieht es in der Praxis aber nicht aus. Zuerst muss der Mobilfunkanbieter einen MMIC verwenden, der Anrufe in jedem Fall immer weiterleitet und nicht nur dann, wenn zum Beispiel die Leitung besetzt ist. Sonst m\u00fcsste der Angreifer es schaffen, ein Opfer am Telefon zu halten, bis der gesamte Angriff vollzogen ist. Dies w\u00fcrde funktionieren, da das Telefon des Opfers im Moment besetzt ist, da es schlie\u00dflich mit dem Angreifer telefoniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtm\u00e4\u00dfige Kontenbesitzer erhalten au\u00dferdem sofort eine Nachricht, wenn das eigene WhatsApp-Konto auf einem anderen Ger\u00e4t registriert wird. Normalerweise wird bei einer Anrufweiterleitung au\u00dferdem eingeblendet, dass diese aktiviert ist, was den Angriff ebenfalls erschwert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen einfachen Schutz gibt es \u00fcbrigens, indem Sie einfach 2FA aktivieren. Sobald diese Autorisierungsmethode eingeschaltet ist, haben Angreifer in keinem Fall eine Chance. Au\u00dferdem gilt nat\u00fcrlich: Rufen Sie niemals irgendwelche Nummern an, die Ihnen Unbekannte am Telefon mitteilen. Stellen Sie Fragen, sobald eine Aufforderung kommt, die Sie nicht verstehen. Im Zweifelsfall legen Sie einfach auf. Denn: Nichts ist so wichtig, dass Sie nicht einen Augenblick \u00fcberlegen oder sich informieren k\u00f6nnen. Menschen, die am Telefon Druck auf Sie aus\u00fcben, sollten Sie auf keinen Fall vertrauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Statements der Telekom und von Telef\u00f3nica\/O2<br>\nZwei gro\u00dfe Mobilfunkanbieter in Deutschland haben sich inzwischen zu der Sicherheitsl\u00fccke ge\u00e4u\u00dfert und zumindest zwischen den Zeilen weitgehend Entwarnung gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Telekom sagt, dass dieser Angriff prinzipiell zwar m\u00f6glich ist, aber dass ihnen ein realer Fall noch nicht untergekommen ist. Die gro\u00dfe Einstiegsh\u00fcrde (die wir soeben im vorherigen Abschnitt erw\u00e4hnt haben) ist f\u00fcr die Telekom ein Grund, warum die Angriffswahrscheinlichkeit eher als gering eingestuft wird. Wahrscheinlicher aus Sicht der Telekom ist ein Angriff, bei dem eine unbedarfte Person ihr Smartphone f\u00fcr einen Moment an vermeintlich hilfsbereite Dritte \u00fcbergibt, damit diese ein angebliches Problem beheben k\u00f6nnen. In dieser Zeit w\u00e4re auch die Deaktivierung der 2FA-Methode denkbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Telef\u00f3nica\/O2 \u00e4u\u00dfert \u00e4hnliche Bedenken. Auch hier sieht man das Potenzial f\u00fcr eine Ausnutzung der L\u00fccke in freier Wildbahn als eher gering an. Dennoch schlie\u00dft Telef\u00f3nica\/O2 nicht aus, dass ein solcher Angriff erfolgreich sein k\u00f6nnte. Das Unternehmen r\u00e4t daher dazu, Anweisungen von Unbekannten keine Folge zu leisten und Informationen aus unsicheren Quellen generell skeptisch gegen\u00fcberzustehen. Zus\u00e4tzlich r\u00e4t Telef\u00f3nica\/O2 dazu, wie von uns bereits beschrieben, 2FA im eigenen WhatsApp-Konto zu aktivieren. Dies w\u00fcrde auch laut diesem Dienstleister dazu f\u00fchren, dass ein (erfolgreicher) Angriff so gut wie unm\u00f6glich wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einigen technischen Tricks ist der Diebstahl kompletter Konten bei WhatsApp m\u00f6glich. Wir zeigen, wie es geht und was die Mobilfunkanbieter dazu sagen. WhatsApp-Kontendiebstahl: wirklich so einfach? Die aktuelle Sicherheitsl\u00fccke wurde zuerst vom Sicherheitsmagazin Bleeping Computer in den USA bekanntgemacht. Entdeckt hat sie hingegen Rahul Sasi, CEO von CloudSEK, einer IT-Sicherheitsfirma. 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