{"id":2290,"date":"2022-07-27T02:18:40","date_gmt":"2022-07-27T01:18:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=2290"},"modified":"2022-07-27T02:18:40","modified_gmt":"2022-07-27T01:18:40","slug":"windows-macos-und-linux-auf-dem-ipad-installieren-und-nutzen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=2290","title":{"rendered":"Windows, macOS und Linux auf dem iPad installieren und nutzen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Egal, ob Windows, Linux oder MacOS: Ein vollwertiges Betriebssystem auf dem iPad w\u00e4re ein Traum. Leider verbaut Apple jede M\u00f6glichkeit zur Installation. Daf\u00fcr gibt es aber einen praktischen Workaround, mit dem Sie das Apple-Tablet trotzdem wie einen vollwertigen Notebook verwenden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Apples iPad und iPad Pro sind ein wunderbares St\u00fcck Hardware. Doch an iPadOS scheiden sich nach wie vor die Geister: Die einen lieben die einfache Bedienung und die hohe Sicherheit, die anderen w\u00fcrden das teure Tablet aufgrund seiner an manchen Stellen immer noch sehr umst\u00e4ndlichen Bedienung am liebsten in die Ecke feuern. Und das, obwohl sich in den letzten Jahren wirklich viel getan hat: Apple setzt vieles daran, iPadOS \u2013 zumindest auf iPads mit dem hauseigenen M-Prozessor, also dem iPad Pro und Air \u2013 als Betriebssystem-Alternative zu MacOS, Windows und Linux zu etablieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die l\u00e4stigen Einschr\u00e4nkungen wie App-Store-Zwang, fehlende Kommandozeile und unzureichende Entwickler-Optionen, keine Virtualisierung, um nur einige zu nennen, bleiben leider auch in aktuellen iPadOS-Versionen bestehen \u2013 und solange das so ist, ist das iPad eben keine echte Alternative.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andere Betriebssysteme auf dem iPad<br>\nBei jedem anderen Computer w\u00e4re die L\u00f6sung einfach: Gute Hardware plus nicht-so-gutes Betriebssystem gleich Betriebssystem-Alternative w\u00e4hlen. Dummerweise erlaubt Apple \u2013 anders als beim Mac \u2013 auf dem iPad keine Installation fremder Betriebssysteme und will nicht einmal das hauseigene MacOS erlauben \u2013 trotz inzwischen identischer Hardware-Basis. Der iPad-K\u00e4ufer ist iPadOS also zun\u00e4chst auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Alternativen, die in der Vergangenheit Chancen boten \u2013 etwa der x86-Emulator iBox sind l\u00e4ngst Geschichte und Projekte wie PostmarketOS noch lange nicht soweit. Allerdings gibt es inzwischen trotzdem mehrere Optionen, zumindest Linux und Windows direkt und MacOS \u00fcber einen Umweg mit dem iPad zu verwenden \u2013 und das mit erstaunlich geringem Aufwand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drei M\u00f6glichkeiten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad<br>\nF\u00fcr die Flucht aus Apples Walled Garden gibt es derzeit drei M\u00f6glichkeiten, die den Betrieb von iPadOS-Alternativen auf dem iPad erm\u00f6glichen: Die simple Installation einer App, die Verwendung einer Virtualisierung oder Emulation \u00fcber einen alternativen App-Store oder die Option, per Fernzugriff auf einen anderen Rechner zuzugreifen und auf diese Weise Desktop-Komfort am iPad zu genie\u00dfen. F\u00fcr keine dieser Varianten ist ein Jailbreak notwendig, alles funktioniert mit der aktuellen iPadOS-Version 15. Die einfachste Variante ist dabei \u2013 nat\u00fcrlich \u2013 die App.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Variante 1: Alpine-Linux auf dem iPad per App-Store-App<br>\nObwohl Apple sich bei seinem App Store oft anstellt wie ein wild gewordener T\u00fcrsteher, hat es die App iSH aus irgendeinem kuriosen Grund bis heute geschafft, sich im App Store zu halten \u2013 auch wenn die App hin und wieder verschwindet: Das als ganz offiziell als Linux-Shell bezeichnete Programm ist tats\u00e4chlich eine vollst\u00e4ndige x86-Emulation mit der M\u00f6glichkeit, eine Linux-Kommandozeile auf dem iPad zu verwenden. In der iSH-App steckt allerdings ein fast vollwertiges Alpine-Linux.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fast vollwertig, weil aufgrund der App-Store-Regeln und der technischen Basis Dinge wie grafische Benutzeroberfl\u00e4chen oder Emulatoren innerhalb der Linux-Emulation von iSH nicht m\u00f6glich sind. Die Distribution zeichnet sich durch besondere Schlankheit und Effizienz aus und besitzt daher eine gro\u00dfe Fanbase. Sch\u00f6n an der App ist, dass sie keine besonderen Anforderungen an die Leistung des iPads stellt und obendrein auf Apple-Silicon-Macs l\u00e4uft: Ein \u00e4lteres iPad mit iPadOS 11 (oder sogar iOS auf iPhone und iPod Touch) reicht v\u00f6llig aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die volle Kraft von iSH entfalten<br>\nZun\u00e4chst ist iSH tats\u00e4chlich \u201enur\u201c eine Shell f\u00fcr das iPad. Praktischerweise ist auch gleich der Paketmanager APK (\u201eAlpine Package Keeper\u201c) an Bord, womit sich die Kraft des iSH-Linux entfaltet: Linux-Programme f\u00fcr die Kommandozeile k\u00f6nnen bequem innerhalb der App installiert werden, also zum Beispiel ein SSH oder sogar verschiedene Server. Wer etwas installieren m\u00f6chte, gibt einfach apk add (Programmname), also etwa apk add opensshoder apk add samba, ein. Das Linux-Tool wird daraufhin in iSH installiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4ltere Versionen von iSH verwendeten standardm\u00e4\u00dfig \u2013 ein Zugest\u00e4ndnis an den App-Store-Regeln \u2013 eigene Paketquellen. Inzwischen ist das nicht mehr der Fall: Die App greift auf die Standard-Repositories von Alpine-Linux zur\u00fcck, womit sich auch alle dort vorhandenen Anwendungen installieren lassen. Praktischerweise klinkt sich iSH auch direkt in die Dateien-App ein, wodurch der Datenaustausch und die Bearbeitung von Konfigurationsdateien deutlich erleichtert wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht ganz Linux<br>\nAllerdings gibt es hier, wie zuvor erw\u00e4hnt, Einschr\u00e4nkungen: Die grafische Benutzeroberfl\u00e4che Gnome ist zwar installierbar, l\u00e4sst sich aber nicht starten, da der X-Server in Linux nicht unterst\u00fctzt wird. Dadurch sind auch andere grafische Anwendungen nicht m\u00f6glich, sondern nur Tools auf Textebene. Trotzdem ist iSH die einfachste und schnellste M\u00f6glichkeit, Linux in der Kommandozeile auf dem iPad zu verwenden. Durch die M\u00f6glichkeiten der App gewinnt das iPad massiv an Nutzwert. Und falls sich Apple (wieder einmal) entscheiden sollte, iSH doch wieder aus dem App Store werfen, kann das Programm auch gleich \u00fcber den alternativen App Store AltStore installiert werden. Womit wir bei der n\u00e4chsten M\u00f6glichkeit w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Variante 2: UTM via AltStore<br>\nDer AltStore ist ein alternativer App Store f\u00fcr iPadOS und iOS. Anders als f\u00fcr Tools wie Cydia wird hierf\u00fcr kein Jailbreak ben\u00f6tigt, der AltStore wird \u00fcber das sogenannte Sideloading auf dem iPad eingerichtet. Der AltStore selbst enth\u00e4lt derzeit nur zwei Apps: Den Clipboard-Manager Clip und den Nintendo-Emulator Delta. Interessant wird AltStore durch den AltServer f\u00fcr MacOS, der es seit Version 1.5 erlaubt, Apps im IPA-Format direkt auf das iPad zu \u00fcberspielen: Es gibt n\u00e4mlich eine ganze Reihe von Apps, die entweder an den App-Store-Bedingungen gescheitert sind oder schlicht aus Prinzip hier nicht angeboten werden, darunter die Emulations- und Virtualisierungsl\u00f6sung UTM: Diese erlaubt die Installation eines vollwertigen Windows oder Linux auf dem iPad. Praktischerweise gibt es auch gleich eine ganze Reihe voreingerichteter virtueller Maschinen f\u00fcr die Anwendung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">UTM-App per AltServer schnell installieren<br>\nAltStore\/AltServer beinhaltet leider ein wenig Nervenkitzel: Damit alles funktioniert, ist es notwendig, die Apple-ID samt Passwort einzugeben, und zwar sowohl bei der Installation, als auch beim Laden einer IPA-Datei: Das ist notwendig, damit die App auf dem jeweiligen iPad arbeiten kann. Die Entwickler versprechen Seriosit\u00e4t, AltStore selbst ist quelloffen, insofern sollte das Risiko gering sein. Aber wer auf Nummer sicher gehen will, richtet sich besser eine zweite Apple-ID f\u00fcr AltStore ein. Anschlie\u00dfend ist die Vorgehensweise denkbar einfach:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die IPA-Datei von UTM gibt es auf der UTM-Entwicklerseite auf Github: Sie k\u00f6nnen sie einfach auf den Mac herunterladen und \u00fcber den AltServer auf die oben beschriebene Weise auf das iPad packen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">UTM auf dem iPad nutzen<br>\nIst UTM installiert, kann es auch schon losgehen: Nehmen Sie Ihr iPad zur Hand und starten Sie UTM. Leider limitiert die etwas sp\u00e4rliche RAM-Ausstattung der meisten iPads ein wenig die M\u00f6glichkeiten: Windows 10 und 11 sind erst auf dem iPad Pro M1 und neuer sinnvoll, da diese 8 Gigabyte RAM haben. Zudem ist die Installation ein wenig komplexer, da UTM die notwendigen Dateien nat\u00fcrlich nicht einfach zum Download anbieten kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer also Windows per UTM auf dem iPad nutzen m\u00f6chte, muss ein wenig basteln und sich selbst eine Windows-Version per UUP-Dump zusammenstellen. Wie das geht, wird in der UTM-Galerie ausgiebig beschrieben. Einfacher geht es hingegen mit anderen Emulationen oder virtuellen Maschinen: Die UTM-Galerie enth\u00e4lt verschiedene Linuxe, die Sie direkt aus der App heraus auf dem iPad installieren k\u00f6nnen. Au\u00dferdem gibt es f\u00fcr Nostalgiker sogar eine MacOS 9.2.2-Maschine, die das iPad mit wenigen Handgriffen in einen klassischen Mac verwandelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">UTM: Sinnvolle Spielerei<br>\nUTM ist immer dort sinnvoll, wo ein echtes Betriebssystem auf dem iPad vonn\u00f6ten ist. Ein entsprechend potentes iPad ist dementsprechend Pflicht: Wir empfehlen mindestens Ger\u00e4te der Pro-Serie seit 2017 oder das iPad Air 3 und neuer, da diese vier bis acht Gigabyte RAM oder mehr verf\u00fcgen. Mit iPads mit weniger RAM sind Emulation und Virtualisierung aktueller Windows-Versionen mangels Arbeitsspeicher leider witzlos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ideal f\u00fcr den Windows-Betrieb sind nat\u00fcrlich die \u201edicken\u201c Pro-iPads mit Terabyte-Speicher: Diese haben serienm\u00e4\u00dfig 16 Gigabyte RAM an Bord, was f\u00fcr Windows 10 und 11 problemlos ausreicht. Trotz der Bastelei ist UTM die derzeit einzige solide M\u00f6glichkeit, eine tats\u00e4chliche Virtualisierung oder Emulation auf dem iPad zu starten, die sich im gewissen Rahmen auch f\u00fcr den Produktiveinsatz eignet. \u00dcbrigens gibt es UTM auch f\u00fcr Apple-Silicon-Macs, womit es sich als eine n\u00fctzliche Alternative zu Parallels anbietet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Variante 3: Fernzugriff statt direkter Installation<br>\nDie dritte Variante geht hingegen immer, mit jedem iPad: Sie k\u00f6nnen Windows, Linux und MacOS per Fernzugriff auf das iPad holen. Alles, was Sie dazu ben\u00f6tigen, ist ein normal installierter Mac oder PC und eine App auf dem iPad, die den VNC-Standard unterst\u00fctzt. Innerhalb eines flotten WLANs k\u00f6nnen Sie so Desktop-Betriebssysteme direkt auf dem iPad verwenden, solange der PC l\u00e4uft, was einer lokalen Installation in der Praxis dann schon sehr nahe kommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Clou: Mit den richtigen Einstellungen im Router k\u00f6nnen Sie auch \u00fcber das Internet auf Ihr pers\u00f6nliches \u201eCloud-Betriebssystem\u201c zugreifen und vom iPad aus weltweit alle Funktionen eines st\u00e4rkeren, vollwertigen Rechners verwenden, der in Ihren eigenen vier W\u00e4nden steht. Und nat\u00fcrlich l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche Hardware wird ben\u00f6tigt?<br>\nF\u00fcr das Fernzugriff-Szenario ben\u00f6tigen Sie au\u00dfer Ihrem iPad nat\u00fcrlich noch einen Mac oder PC. Soll MacOS auf dem iPad eingesetzt werden, ist ein Mac zwingend notwendig, f\u00fcr alle anderen Betriebssysteme tut es auch einfachere und g\u00fcnstigere Hardware. F\u00fcr Linux reicht schon ein kleines Ger\u00e4t wie der Raspberry Pi. Wenn es Windows werden soll, ist nat\u00fcrlich ein PC sinnvoll: Hier k\u00f6nnen sie vom alten Desktop bis zum stromsparenden Mikro-PC im HDMI-Stick-Format, wie ihn etwa der chinesische Hersteller MeLE im Programm hat, zum Einsatz kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">PC oder Mac einrichten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit das alles funktioniert, m\u00fcssen den Mac, PC oder Raspberry Pi zun\u00e4chst ganz normal mit MacOS, Windows oder Linux aufsetzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Systeme direkt oder als virtuelle Maschine, etwa mit Virtual Box aufsetzen. Der Rechner, auf dem das Fernzugriff-Betriebssystem l\u00e4uft, sollte \u00fcbrigens per Ethernet-Kabel am Router angeschlossen sein: So kann sichergestellt werden, dass er per Wake-on-LAN aus dem Standby aufwacht, wenn er ben\u00f6tigt wird und sich andernfalls wieder schlafen legt. Denn der Rechner muss f\u00fcr einen zuverl\u00e4ssigen Fernbetrieb nat\u00fcrlich sieben Tage die Woche 24 Stunden einsatzbereit sein. Entsprechende Einstellungen finden Sie in allen Betriebssystemen in den Energieoptionen \u2013 normalerweise ist hier die Voreinstellung aber ausreichend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">VNC-Server unter MacOS einrichten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun kommt der etwas komplexere Teil: Sie m\u00fcssen einen VNC-Server f\u00fcr den Fernzugriff auf dem Mac oder PC einrichten. Bei MacOS ist VNC praktischerweise bereits an Bord: Sie m\u00fcssen nur in den Einstellungen im Punkt \u201eFreigaben\u201c den Haken bei \u201eBildschirmfreigabe\u201c setzen und Zufriff f\u00fcr alle oder bestimmte Benutzer erlauben. Anschlie\u00dfend m\u00fcssen Sie nur noch auf dem iPad den VNC Viewer installieren und w\u00e4hlen sie in der App \u201eBonjour\u201c: Der Mac taucht in der Liste auf und Sie k\u00f6nnen sich mit einem Klick verbinden. Voil\u00e0: Sie benutzen MacOS auf dem iPad.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">VNC-Server unter Windows<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Windows gestaltet sich die Einrichtung etwas komplexer: Windows besitzt keinen eingebauten VNC-Server, daher m\u00fcssen Sie ein Programm wie TightVNC installieren. Falls Sie einen Rechner haben, bei dem die automatische Anmeldung aktiviert, also kein Passwort f\u00fcr den Login vorhanden ist, empfehlen wir dringend, den VNC-Server mit einem Passwort zu sch\u00fctzen. Anschlie\u00dfend k\u00f6nnen Sie den Windows-PC mit der VNC-Viewer-App des iPads \u00fcber die IP-Adresse des Rechners erreichen. Welche das ist, k\u00f6nnen Sie zum Beispiel in Ihrem Router oder in Windows selbst \u00fcber die Eingabeaufforderung und den Befehl \u201eipconfig\u201c herausfinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">VNC-Server unter Linux einrichten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen auch Linux-Systeme per VNC ferngesteuert werden: Hierzu ist ebenfalls ein VNC-Server notwendig. F\u00fcr Linux bietet sich der zum VNC-Viewer passende Server von RealVNC an: Dieser ist \u00fcbrigens auch f\u00fcr Windows und MacOS erh\u00e4ltlich. Nach der Installation k\u00f6nnen Sie auch hier vom iPad aus den Rechner mit Hilfe der IP-Adresse in der App VNC-Viewer fernsteuern. Die IP-Adresse im Netzwerk k\u00f6nnen Sie unter Linux in einem Terminal-Fenster mit dem Befehl \u201eifconfig\u201c herausfinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die richtigen Router-Einstellungen setzen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich kann VNC auch \u00fcber das Internet verwendet werden. Hier ist es ausgesprochen sinnvoll, nicht die Router-Ports freizugeben, sondern stattdessen auf ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) zu setzen: Dieses erlaubt den Zugriff auf Ihren Rechner \u00fcber das Internet mit einer verschl\u00fcsselten Verbindung und sorgt gleichzeitig daf\u00fcr, dass Ihr Netzwerk f\u00fcr Sie \u00fcberall auf der Welt gleich aufgebaut ist \u2013 egal, welches WLAN- oder Mobilfunknetz Sie unterwegs nutzen. Und ohne Ihr Netzwerk unn\u00f6tig gegen\u00fcber den Millionen m\u00f6glichen Angreifern im Netz zu exponieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein VPN k\u00f6nnen Sie auf Ihrem Router einrichten: Die beliebte Fritz!Box von AVM bietet eine entsprechende Option, mit der Sie ganz leicht eine VPN-Verbindung einrichten k\u00f6nnen. Wenn Sie sich nun au\u00dferhalb Ihres heimischen Netzwerks bewegen, m\u00fcssen Sie das iPad zun\u00e4chst mit dem VPN Ihres Heimnetzwerks verbinden. Anschlie\u00dfend k\u00f6nnen Sie RealVNC starten und die zuvor eingerichteten Verbindungen zu PCs, Macs oder virtuellen Maschinen ganz einfach nutzen, als w\u00e4ren Windows, Linux oder MacOS auf Ihrem iPad installiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr Komfort mit Parallels Access<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Falls Sie Parallels verwenden, haben Sie noch eine weitere M\u00f6glichkeit: Das Tool Parallels Access erlaubt den komfortablen Fernzugriff auf den Mac: Zun\u00e4chst m\u00fcssen Sie die App auf dem iPad und den Server auf dem Mac installieren. Der Vorteil von Parallels Access: Da der Dienst \u00fcber das Parallels-Konto l\u00e4uft, spielt es keine Rolle, wo Sie sich befinden \u2013 Sie m\u00fcssen sich also nicht mit Freigaben in Ihrem Router besch\u00e4ftigten oder ein VPN aufsetzen, wenn Sie unterwegs auf Ihren Mac zugreifen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallels Access ist eine reine Remote-Desktop-L\u00f6sung, allerdings k\u00f6nnen nat\u00fcrlich auch auf dem Mac installierte Virtuelle Maschinen verwendet oder eingebunden werden: Dazu muss nur innerhalb der VM der Server laufen und Parallels nat\u00fcrlich aktiviert sein. Die VM sollte au\u00dferdem eine eigene Netzwerk-Adresse (\u201eBridged Network\u201c) erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fazit: Windows, MacOS und Linux auf dem iPad sind kein Problem<br>\nDoch egal ob als Remote-L\u00f6sung oder nativ \u00fcber einen Emulator oder eine virtuelle Maschine: Zus\u00e4tzliche Betriebssysteme wie Windows, MacOS oder Linux k\u00f6nnen problemlos auf dem iPad verwendet werden, wenn zuvor einige Handgriffe zur Einrichtung durchgef\u00fchrt werden. Nat\u00fcrlich ersetzt keine der L\u00f6sungen ein \u201eechtes\u201c Windows auf dem iPad, wie es etwa mit Parallels auf dem Mac m\u00f6glich ist. Doch die App UTM liefert letztlich das gleiche. Wer weniger braucht, ist mit der App iSH oder einem einfachen Remote-Desktop ebenfalls gut beraten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Egal, ob Windows, Linux oder MacOS: Ein vollwertiges Betriebssystem auf dem iPad w\u00e4re ein Traum. Leider verbaut Apple jede M\u00f6glichkeit zur Installation. Daf\u00fcr gibt es aber einen praktischen Workaround, mit dem Sie das Apple-Tablet trotzdem wie einen vollwertigen Notebook verwenden k\u00f6nnen. Apples iPad und iPad Pro sind ein wunderbares St\u00fcck Hardware. Doch an iPadOS scheiden [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2290","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2290","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2290"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2290\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2291,"href":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2290\/revisions\/2291"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2290"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2290"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2290"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}