{"id":1967,"date":"2022-03-01T03:37:47","date_gmt":"2022-03-01T02:37:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1967"},"modified":"2022-03-01T03:37:47","modified_gmt":"2022-03-01T02:37:47","slug":"so-trennen-sie-berufliche-von-privaten-daten-auf-mac-und-iphone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1967","title":{"rendered":"So trennen Sie berufliche von privaten Daten auf Mac und iPhone"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Datenschutzgrundverordnung ist seit bald vier Jahren in Kraft. Das m\u00fcssen Sie bei der Trennung von Privatem und Beruflichem beachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) m\u00fcssen Unternehmen und auch Anwender sorgf\u00e4ltig sein, wenn es darum geht personenbezogener Daten von Dritten zu verarbeiten. Wir zeigen, welche Konsequenzen das f\u00fcr Apple-Ger\u00e4te hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Apple und der Datenschutz<br>\nGrunds\u00e4tzlich sieht sich Apple als datenschutzfreundliches Unternehmen. Das Unternehmen grenzt sich klar von Unternehmen ab, die den Verkauf von Daten als Gesch\u00e4ftsmodell betreiben. Apple investiert unter anderem weit \u00fcber 50 Millionen US-Dollar in die Kampagne &#8220;Privacy on iPhone&#8221;. Im Rahmen der Kampagne sind iOS und iPadOS auch bereits so konfiguriert, dass der Datenschutz bereits ab Werk ein hohes Niveau hat. Jedoch sammelt auch Apple Standortdaten der Nutzer, die R\u00fcckschl\u00fcsse auf das Benutzerverhalten geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier m\u00fcssen Anwender selbst Anpassungen vornehmen und den jeweiligen Apps und Einstellungen auf iPhone, iPad und macOS f\u00fcr besseren Datenschutz vorgeben. Dazu geh\u00f6rt auch Apples &#8220;App Tracking Transparency&#8221;: Benutzer m\u00fcssen dem Tracken ihrer Daten explizit zustimmen. Im App-Store m\u00fcssen Apps zudem zeigen, mit welchen Anbietern sie Daten teilen. Auch hier sollten Anwender und Unternehmen genau darauf achten welche Apps sie installieren. Es gibt einige App-Hersteller, die Daten explizit mit Facebook und anderen sozialen Netzwerken teilen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Work-Life-Balance auch f\u00fcr Daten<br>\nVor allem f\u00fcr Anwender, die iPhone, iPad und Mac sowohl privat als auch gesch\u00e4ftlich nutzen, spielt hinsichtlich des Datenschutzes die Trennung von privaten und gesch\u00e4ftlichen Daten eine wichtige Rolle. Wenn Daten anderer Personen gespeichert oder verarbeitet werden, ist die Absicherung dieser Daten besonders wichtig. Ein weiteres Beispiel ist die strikte Trennung von privaten und beruflichen Kontakten. Nutzen Sie etwa Whatsapp, ergibt sich ein sehr gro\u00dfes Datenschutz-Problem. Das gilt erst Recht dann auch noch, wenn Sie auf dem gleichen Ger\u00e4t auch berufliche Personendaten speichern. Eines ist aber klar: Wer seine privaten und beruflichen Kontakte und sonstige Daten trennt, muss mit Einbu\u00dfen bei der Bedienung des iPhones, iPads und Macs rechnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Administratoren in Unternehmen k\u00f6nnen auch Richtlinien vorgeben, um zu steuern, wie Daten abgelegt werden. Im Gegensatz zu Android ist es f\u00fcr iOS nicht m\u00f6glich, aber auch nicht notwendig, mehrere Benutzer f\u00fcr die Trennung von Daten zu erstellen. Allerdings gehen viele externe Anbieter solcher L\u00f6sungen, wie zum Beispiel SecurePIM einen \u00e4hnlichen Weg, und trennen private und gesch\u00e4ftliche Daten \u00fcber Container voneinander.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verwaltete Inhalte und Apps<br>\nMit iOS und iPadOS k\u00f6nnen Administratoren f\u00fcr private wie beruflich genutzte Endger\u00e4te steuern, welche Daten und Apps besonders gesch\u00fctzt und voneinander getrennt werden m\u00fcssen. Apps, die \u00fcber ein Mobile Device Management (MDM) auf den Ger\u00e4ten installiert, konfiguriert oder verwaltet werden, sind verwaltete Apps. Dabei kann es sich um selbst entwickelte Anwendungen handeln, aber auch um herk\u00f6mmliche Apps aus dem App Store. Um eine optimale Trennung von privaten Daten zu erreichen, kommen Unternehmen und Profis kaum um eine kostenpflichtige MDM-L\u00f6sung herum. Der Nachteil dieser L\u00f6sungen: Sie sind kompliziert in Einrichtung und Verwaltung und nicht gerade g\u00fcnstig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um ohne diese L\u00f6sungen eine Datenschutzkonforme Umgebung zu schaffen, zum Beispiel f\u00fcr die Einhaltung der DSGVO, besteht die einfachste Methode darin, dass Apps mit datenschutzrechtlichen Problemen, wie zum Beispiel Whatsapp, gemieden werden \u2013 oder gar per IT-Policy des Unternehmen verboten sind. Bei anderen Apps muss genau steuerbar sein, auf welche Daten zugegriffen werden kann. Unternehmen und Organisationen, die das ignorieren riskieren hohe Geldstrafen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Datenschutz geht auch g\u00fcnstig oder kostenlos &#8211; iMazing Profile Editor und ProfileCreator<br>\nUm macOS zu sch\u00fctzen, helfen Tools wie &#8220;iMazing Profile Editor&#8221; und ProfileCreator. Mit dem Tool k\u00f6nnen zentral Einstellungen auf iPgones, iPads und auch f\u00fcr macOS erstellt und verteilt werden. \u00c4hnliche Funktionen bietet das Open Source-Tool ProfileCreator. Dieses steht sogar komplett kostenlos zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich geh\u00f6rt bei den Tools einiges an Einarbeitung dazu, daf\u00fcr ist nach der Umstellung sichergestellt, dass sich berufliche und private Daten einfacher voneinander trennen lassen. Das Tool kann auch auf Windows-Rechnern installiert werden. Die Tools arbeiten mit dem Apple Configurator 2 zusammen, um Daten auf Endger\u00e4ten besser zu trennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sicherheit durch Apps- SecureContact X Professional und Cortado<br>\nNat\u00fcrlich k\u00f6nnen Anwender nicht eine eigene MDM-L\u00f6sung betreiben, nur um das eigene iPhone datenschutzkonform zu betreiben. Das ist zentrale Aufgabe des Unternehmens. Im Notfall brauchen Anwender f\u00fcr den beruflichen Einsatz ein eigenes iPhone, auf dem nur die gesch\u00e4ftlichen Daten gespeichert werden. Es gibt aber einige Apps, die das Problem l\u00f6sen. SecureContact X Professional etwa trennt berufliche und private Kontakte voneinander. So kann auf dem iPhone WhatsApp genutzt werden, ohne dass berufliche Kontakte durch den Messenger-Dienst ausgelesen werden k\u00f6nnen. Allerdings ist die Verwendung von WhatsApp unter Datenschutzgesichtspunkten sehr schwierig. Hier sollten sich Unternehmen rechtlich beraten lassen. Profianwender, die auf dem iPhone berufliche Kontakte speichern und privat WhatsApp nutzen, kommen im Rahmen der DSGVO kaum um den Einsatz einer solchen L\u00f6sung herum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht nur berufliche Kontakten und Mails m\u00fcssen Anwender sch\u00fctzen, sondern auch verschiedene Dokumente. Der beste Schutz besteht darin, auf dem iPhone, iPad oder Mac keine beruflichen Daten zu speichern, sondern mit Online-Versionen der Office-Programme zu arbeiten, und berufliche Daten im Unternehmensnetzwerk oder der Unternehmenscloud zu speichern. Daten, die nicht auf dem iPhone gespeichert sind, m\u00fcssen auch nicht gesch\u00fctzt werden. Da Smartphones in den meisten F\u00e4llen ohnehin mit dem Internet und der Cloud verbunden sind, kann online auf Daten zugegriffen werden, ein Offline-Zugriff ist meistens nicht notwendig. Microsoft, Google und andere Anbieter stellen gen\u00fcgend L\u00f6sungen in diesem Bereich zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unternehmen, die ihre Daten nicht Cloud-Anbietern anvertrauen wollen, k\u00f6nnen auch eigene Server betreiben, oder mit Clouddiensten wie OwnCloud oder Nextcloud auf eine private Cloud-L\u00f6sung setzen. Es gibt f\u00fcr OwnCloud gen\u00fcgend Apps und M\u00f6glichkeiten, Dokumente nicht auf dem iPhone zu speichern, sondern direkt in der eigenen Cloud, gesch\u00fctzt durch eine Authentifizierung. Ansonsten kann man auf Cloud-Speicher aus der EU zu setzen, da hier die Daten in europ\u00e4ischen Rechenzentren gespeichert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">MDM-L\u00f6sungen bieten den meisten Schutz: Cortado und Jamf<br>\nL\u00f6sungen wie Cortado erm\u00f6glichen das Trennen von beruflichen und privaten Daten. Die L\u00f6sung kann 14 Tage kostenlos getestet werden und sch\u00fctzt iPhones und iPads gleicherma\u00dfen. Mit Cortado k\u00f6nnen Admins in Unternehmen genau steuern, welche Apps auf den Unternehmens-Smartphones eingesetzt werden k\u00f6nnen. Neben iOS und iPadOS unterst\u00fctzt Cortado auch Android. Parallel zu den Datenschutzfunktionen ist es mit Cortado auch m\u00f6glich aus der Ferne Daten von Ger\u00e4ten zu l\u00f6schen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine weitere L\u00f6sung in diesem Bereich ist Jamf. Auch dieses MDM-System l\u00e4sst sich einige Zeit lang testen, ist aber ebenfalls eher an Profis gerichtet, die mehrere Endger\u00e4te verwalten m\u00fcssen. Unternehmen, die auf Microsoft 365 setzen, k\u00f6nnen Mobile Device Management-Funktionen auf verschiedener Basis nutzen, um die Endger\u00e4te der Anwender abzusichern und zu verwalten. Neben Funktionen der mobilen Betriebssysteme und macOS, lassen sich auch Anwendungen verwalten, zum Beispiel Unternehmens-Apps oder Microsoft Office-Apps. Die MDM-Funktionen in Microsoft 365 unterst\u00fctzen auch Android sowie iPhone\/iPad. Sie k\u00f6nnen in Microsoft 365 alle Daten eines Smartphones\/Tablets l\u00f6schen, aber auch selektiv nur die Unternehmensdaten. Das ist ideal f\u00fcr Umgebungen mit Bring-Your-Own-Device-Ans\u00e4tzen. Die Einrichtung von MDM in Microsoft 365 findet \u00fcber Assistenten im Microsoft 365 Admin Center statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sichere Browser nutzen &#8211; Firefox Klar und Onion Browser<br>\nNeben dem Absichern von beruflichen Kontakten und Mails \u00fcber Apps, oder dem Arbeiten mit Online-Apps, ist es auch wichtig, dass die eingesetzten Browser sicher sind und das Teilen von Daten nicht erm\u00f6glichen oder nur das Teilen unter Einhaltung der DSGVO erlauben. Wenn Teilen notwendig ist, dann nur unter Einhaltung der Sicherheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beispiele daf\u00fcr sind Firefox Klar, Brave Private Internet Browser und Onion Browser. Die Browser sch\u00fctzen die Endger\u00e4te und verhindern recht zuverl\u00e4ssig das Tracking.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr Sicherheit mit dem Apple Configurator 2<br>\nMit dem Apple Configurator 2 k\u00f6nnen Anwender auch ohne MDM-L\u00f6sung den Datenschutz auf iPhones und iPads verbessern, indem sie das einstellen, was in gr\u00f6\u00dferen Unternehmen von MDM-L\u00f6sungen automatisiert abl\u00e4uft. Die App wird kostenlos angeboten und hat vor allem kleinere Unternehmen, Profi-Anwender oder Bildungseinrichtungen im Fokus. Den Apple Configurator bietet Apple \u00fcber den Mac App Store an. Mit der Software lassen sich iPhones, iPads, iPod Touch und Apple TV einrichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine wesentliche Neuerung sind die \u201eBlueprints\u201c. Dabei handelt es sich um Vorlagen, mit denen Sie Ihre verschiedenen Ger\u00e4tetypen verwalten und steuern k\u00f6nnen. Sie k\u00f6nnen vorhandene Vorlagen nutzen oder neue erstellen, um verschiedene Profile, Einstellungen oder Konfigurationen zu verteilen. F\u00fcr jeden Ger\u00e4te- oder Bereitstellungstyp erstellen Sie ein Blueprint. In diesem sind alle Einstellungen der Ger\u00e4te zusammengefasst. Sinnvoll ist das zum Beispiel um verschiedene Einstellungen und Apps f\u00fcr iPhones, iPads und iPods zu verwalten. Im Rahmen der Einrichtung l\u00e4sst sich Apple Configurator 2 auch an einen Mobile Device Management-Server (MDM) anbinden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Datenschutzgrundverordnung ist seit bald vier Jahren in Kraft. Das m\u00fcssen Sie bei der Trennung von Privatem und Beruflichem beachten. Im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) m\u00fcssen Unternehmen und auch Anwender sorgf\u00e4ltig sein, wenn es darum geht personenbezogener Daten von Dritten zu verarbeiten. Wir zeigen, welche Konsequenzen das f\u00fcr Apple-Ger\u00e4te hat. 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