{"id":1869,"date":"2021-12-11T02:46:17","date_gmt":"2021-12-11T01:46:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1869"},"modified":"2021-12-11T02:46:17","modified_gmt":"2021-12-11T01:46:17","slug":"5g-soll-bei-wartung-und-instandhaltung-von-gebauden-helfen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1869","title":{"rendered":"5G soll bei Wartung und Instandhaltung von Geb\u00e4uden helfen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob Fabriken oder Denkm\u00e4ler: Virtuelle Abbilder realer Objekte sollen bei der Wartung und Instandhaltung helfen. Durch die digitalen Zwillinge k\u00f6nnen kleinteilige Kontrollen vor Ort wegfallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">D\u00fcsseldorf (dpa) &#8211; Der K\u00f6lner Dom in D\u00fcsseldorf: Rund 50 Kilometer rheinabw\u00e4rts zeigt das Bauwerk seine ganze Pracht mit T\u00fcrmen, Statuen und Verzierungen. &#8220;Fantastisch&#8221;, sagt Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter und genie\u00dft den Blick auf das K\u00f6lner Wahrzeichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Begeistert ist der Manager vor allem von der Technik, die den Blick auf den Dom erm\u00f6glicht. Denn das Gotteshaus steht nat\u00fcrlich weiter in der rheinischen Nachbarstadt. Es ist nur ein digitales Abbild, das \u00fcber das 5G-Mobilfunknetz auf eine Leinwand in der Vodafone-Zentrale \u00fcbertragen wird. Mit einer Virtual-Reality-Brille bestimmt Ametsreiter, wo der digitale Rundflug um den Dom lang geht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rasanter technischer Fortschritt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist eine bemerkenswerte Vorf\u00fchrung dieses digitalen Zwillings, die den rasanten technischen Fortschritt in Sachen 5G verdeutlicht. Denn das mit Drohnenaufnahmen gespeiste 3D-Modell, das Reparaturarbeiten am Dom erleichtern soll, ist zwar schon l\u00e4nger am Markt. Neu ist aber, dass die Anwendung des 50 Gigabytes gro\u00dfen Programms \u00fcber Mobilfunk m\u00f6glich ist &#8211; und nicht nur an einem Standort mit Server vor Ort. Damit gewinnt 5G f\u00fcr die Industrie an Bedeutung. Denn auch Fabriken und Maschinen gibt es l\u00e4ngst als digitale Zwillinge, um Wartungsarbeiten besser zu planen, Verschlei\u00df zu antizipieren und um die Produktion effizienter zu machen. Durch 5G werden ihre Einsatzm\u00f6glichkeiten nun aber deutlich erweitert und vereinfacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings reicht hierf\u00fcr nicht generell der neue Funkstandard aus, sondern eine fortgeschrittene Version. Im Fr\u00fchjahr begann Vodafone mit &#8220;5G Standalone&#8221;, bei dem ausschlie\u00dflich 5G-Technik und keine 4G-Hybridl\u00f6sungen mehr genutzt werden. Nun macht Vodafone mit dem &#8220;Multi-Access Edge Computing&#8221; den n\u00e4chsten Schritt. Hierbei wird der \u00dcbertragungsweg durch neue Rechenzentren deutlich verk\u00fcrzt &#8211; Daten werden nicht mehr in Cloud-Servern in Irland, den USA und weiteren Staaten abgerufen, sondern sie k\u00f6nnen in der eigenen Region verarbeitet werden. Vodafone hat nun drei &#8220;Multi Access Edge Computing&#8221;-Server in Dortmund, Berlin und M\u00fcnchen, weitere sollen folgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Netz wird sehr viel leistungsf\u00e4higer<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8220;Die Edge Cloud steht jetzt an der Kante unseres Netzes, der Weg ist also sehr kurz &#8211; dadurch wird das Netz sehr viel leistungsf\u00e4higer als vorher&#8221;, erkl\u00e4rt Telekommunikationsmanager Ametsreiter. &#8220;Vodafone bietet das erste Mal in Deutschland 5G im Zusammenspiel mit Multi-Access Edge Computing an &#8211; damit \u00f6ffnen wir die T\u00fcr zu industriellen Anwendungen mit sehr hohen Rechenleistungen zu jeder Zeit und von jedem Ort aus.&#8221; Er schw\u00e4rmt vom &#8220;Beginn einer softwaregetriebenen Revolution in der Industrieproduktion&#8221;. Vodafone arbeitet zusammen mit Amazon Web Services (AWS) und nutzt deren &#8220;Wavelength&#8221;-Technologie, mit der jetzt Cloud-Daten in Echtzeit direkt am Rand des Mobilfunknetzes abgerufen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vodafones Wettbewerber Deutsche Telekom und Telef\u00f3nica (O2) entwickeln ihr 5G-Netz ebenfalls weiter, auch damit der Funkstandard f\u00fcr digitale Zwillinge anwendbar wird. So hat das Start-up Haltian im M\u00fcnchner 5G-Technologie-Labor von Telef\u00f3nica ein digitales Abbild eines B\u00fcrogeb\u00e4udes entwickelt. Sensoren messen dabei die Raumtemperatur, Luftqualit\u00e4t und Bewegung in den R\u00e4umen in Echtzeit und bilden dies im digitalen Zwilling ab. Edge Computing wiederum war bei einem Gaming-Test von Telef\u00f3nica im Sommer in M\u00fcnchen wichtig &#8211; dank des Echtzeit-Mobilfunks war die datenintensive Anwendung mit Virtual-Reality-Headsets gut zu spielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Digitale Zwillinge<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was genau 5G f\u00fcr die flexible Anwendung von digitalen Zwillingen so wichtig macht, erkl\u00e4rt der Entwickler Silas Fuchs, von dessen Firma Northdocks das Digitalmodell des K\u00f6lner Doms kommt. Er zeigt auf das Headset, das bei der VR-Anwendung verwendet wird: &#8220;Dieses kleine Headset w\u00e4re mit der Datenmenge ohne 5G komplett \u00fcberfordert, sowohl was den Speicher, aber vor allem was die Rechenleistung angeht.&#8221; Griffe man bei der \u00dcbertragung nur auf 4G zur\u00fcck oder auf WLan, so w\u00e4re die \u00dcbertragung ruckelig oder sie br\u00e4che sogar ab. Auch bei 5G ohne Edge Computing w\u00e4re die \u00dcbertragung schlecht, sagt er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Firma Northdocks verkauft neben der Virtual-Reality-Anwendung des K\u00f6lner Doms auch digitale Zwillinge von Fabriken und Wasserwerken sowie \u00dcbungsprogramme f\u00fcr die Feuerwehr. Bisher sind f\u00fcr die Nutzung solcher Programme Server vor Ort n\u00f6tig, sie sind also standortgebunden. Durch 5G k\u00f6nnen sie auch anderswo zum Einsatz kommen &#8211; aus Sicht von Projektmanager Fuchs ein riesiger Vorteil. &#8220;Die Flexibilit\u00e4t, die uns VR-Streaming mit 5G und Edge Computing bietet, macht daher eine ungeheure Menge von Industrie-Anwendungen \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich&#8221;, sagt er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und was sagt die Industrie? Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) sieht das Thema 5G und Edge Computing ebenfalls positiv. Es erg\u00e4ben sich &#8220;komplett neue Anwendungsm\u00f6glichkeiten&#8221;, etwa bei der ortsunabh\u00e4ngigen Bedienung und Analyse von Maschinen \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg via Tablets, sagt Gunther Koschnick vom ZVEI-Fachverband Automation. &#8220;5G wird immer mehr wichtiger Bestandteil moderner Industrieanlagen, was nur zusammen mit der Verwendung des digitalen Zwillings m\u00f6glich ist.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob Fabriken oder Denkm\u00e4ler: Virtuelle Abbilder realer Objekte sollen bei der Wartung und Instandhaltung helfen. Durch die digitalen Zwillinge k\u00f6nnen kleinteilige Kontrollen vor Ort wegfallen. 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