{"id":1811,"date":"2021-11-06T03:31:56","date_gmt":"2021-11-06T02:31:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1811"},"modified":"2021-11-06T03:31:56","modified_gmt":"2021-11-06T02:31:56","slug":"6g-alles-zum-5g-nachfolger","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1811","title":{"rendered":"6G: alles zum 5G-Nachfolger"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5G kommt gerade aus den Startl\u00f6chern, doch die Forschung ruht nat\u00fcrlich nicht. Wir zeigen Ihnen, was Sie vom 6G-Standard als Nachfolger zu erwarten haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erste technische Details<br>\nDie Netzabdeckung von 5G ist zwar bereits auf einem akzeptablen Niveau angekommen, doch schneller und besser geht es immer &#8211; zum Beispiel mit 6G.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anvisiert werden Geschwindigkeiten zwischen 400 Gbit\/s und 1 Tbit\/s, was insgesamt 125 Gbyte\/s \u00dcbertragungsgeschwindigkeit bedeuten w\u00fcrde. Bei 5G hingegen ist schon bei 10 Gbit\/s Schluss, in der Praxis werden bislang nur Tarife mit bis zu 1 Gbit\/s angeboten &#8211; ein Tausendstel von dem, was 6G theoretisch erreichen wird. Neben der Geschwindigkeit steht au\u00dferdem eine deutliche Verbesserung der Latenz im Raum, was f\u00fcr bestimmte Einsatzgebiete entscheidend sein kann. In absehbarer Zeit wird die Datenkommunikation dann in &#8211; f\u00fcr menschliche Ma\u00dfst\u00e4be &#8211; Echtzeit ablaufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erfolge und M\u00f6glichkeiten<br>\nLG Electronics und das Fraunhofer Institut haben im August diesen Jahres Daten in einem Frequenzbereich zwischen 125 und 175 GHz stabil \u00fcbertragen k\u00f6nnen. Auch im Terahertz-Bereich war man bereits unterwegs, wof\u00fcr die Leistung durch einen Verst\u00e4rker stark angehoben werden musste. Dies wiederum stellt ein gro\u00dfes technisches Problem dar. Daten konnten letztendlich mit der niedrigeren Frequenz \u00fcber eine Entfernung von etwa einhundert Metern gesendet und empfangen werden &#8211; ohne Hindernisse selbstverst\u00e4ndlich, also nicht so, wie es in der Realit\u00e4t einmal aussehen wird. Bislang funktioniert dies alles nur im Labor, bis zur Massentauglichkeit ist es noch ein weiter Weg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die sehr hohen Datenraten und die niedrige Latenz werden nicht entwickelt, damit YouTube-Videos noch schneller streamen und noch h\u00f6her aufl\u00f6sen. Stattdessen haben die Forscher ganz neue Einsatzzwecke im Blick. Beispielsweise werden zahlreiche neue Anwendungen aus den Bereichen Virtual und Augmented Reality entstehen k\u00f6nnen. Die daf\u00fcr notwendigen Datenraten kann 5G nicht bereitstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Niedrige Latenzen k\u00f6nnten dazu f\u00fchren, dass \u00c4rzte Operationen aus der Ferne durchf\u00fchren k\u00f6nnten, da Maschinen vor Ort in Echtzeit reagieren. Virtuelle Gespr\u00e4chspartner k\u00f6nnten via Hologramm in einen Raum projiziert werden, was Reisen \u00fcberfl\u00fcssig macht. 6G wird allerdings nicht \u00fcberall diese gewaltige Leistung bereitstellen: Stattdessen orientiert sich die Technik an dem, was der Kunde gerade verlangt. Ein YouTube-Video in 1080p muss sicherlich nicht mit 1 Tbit\/s gestreamt werden. Netzwerke mit einer kurzen Reichweite und moderater Geschwindigkeit werden daher die Regel sein &#8211; aber Nutzer k\u00f6nnen dies bei Bedarf skalieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entwicklung und Zukunft<br>\n2019 fand der erste Gipfel namens 6G Wireless Summit statt. Damals hatte Nokia zusammen mit 21 anderen Unternehmen ein Entwicklungsprojekt namens Hexa-X gestartet. Mit an Bord waren Ericsson, Siemens, Intel, Apple, Orange und weitere Dienstleister und Unternehmen. Huawei fehlte aus politischen Gr\u00fcnden, aber an der Entwicklung von 6G wird auch dort geforscht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Standard hinter 6G soll bis 2025 fertiggestellt sein. Daf\u00fcr zust\u00e4ndig ist die Arbeitsgruppe Next G Alliance. Bis zur Markteinf\u00fchrung, die 2030 erwartet wird, werden dann noch viele Probleme zu l\u00f6sen sein. Bislang ist die Reichweite von 6G gering, was es f\u00fcr Netzwerkbetreiber schwierig macht und regulatorische Vorgaben erschwert. Au\u00dferdem wird noch zu viel Energie verbraucht, was dann zwangsweise mit einer zu hohen Hitzeentwicklung einhergeht. All das sind jedoch Kinderkrankheiten, die bis 2030 gel\u00f6st sein sollten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was aus 6G dann genau wird, muss sich zeigen. Huawei k\u00f6nnte zuerst einen Zwischenschritt gehen, der vorl\u00e4ufig 5.5G genannt wird. Ein neues Whitepaper zum Thema 6G soll Klarheit in die Sache bringen. Einen Testsatelliten hat China schon seit November 2020 im Orbit, wo diverse 6G-Technik getestet werden soll. Immerhin: Im April 2021 wurde auch hierzulande eine Forschungsinitiative auf den Weg gebracht. Daraus geht hervor, dass \u00fcber die n\u00e4chsten vier Jahre insgesamt 700 Millionen Euro in die Forschung an 6G gesteckt werden sollen. Bayern kocht ein weiteres eigenes S\u00fcppchen mit dem F\u00f6rderprojekt Thinknet 6G.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>5G kommt gerade aus den Startl\u00f6chern, doch die Forschung ruht nat\u00fcrlich nicht. Wir zeigen Ihnen, was Sie vom 6G-Standard als Nachfolger zu erwarten haben. Erste technische Details Die Netzabdeckung von 5G ist zwar bereits auf einem akzeptablen Niveau angekommen, doch schneller und besser geht es immer &#8211; zum Beispiel mit 6G. 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