{"id":1789,"date":"2021-10-25T03:22:54","date_gmt":"2021-10-25T02:22:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1789"},"modified":"2021-10-25T03:22:54","modified_gmt":"2021-10-25T02:22:54","slug":"20-jahre-ipod-nicht-ohne-meine-musiksammlung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1789","title":{"rendered":"20 Jahre iPod: Nicht ohne meine Musiksammlung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit der Jahrtausendwende trug Apple dazu bei, den Musikmarkt zu revolutionieren. Der 2001 vorgestellte iPod begr\u00fcndete den Siegeszug des Mega-Konzerns.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Zeiten von Spotify, Soundcloud und Co. geraten die Anf\u00e4nge tragbarer digitaler Musik leicht in Vergessenheit. Gut, dass ein Jubil\u00e4um daran erinnert, wie wenig selbstverst\u00e4ndlich es einmal war, die ganze Welt der Musik in seiner Hosentasche zu haben. Einen entscheidenden Beitrag zur Revolutionierung des digitalen Musikmarktes leistete Apple ab 2001 mit dem iPod, auch wenn es schon zuvor tragbare MP3-Player gab. Ein Blick auf mehr als 20 Jahre technischen Fortschritt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jahrelang war das Mooresche Gesetz ein Verh\u00e4ngnis f\u00fcr Apple und seinen \u00dcbervater Steve Jobs (1955-2011). Es besagt, dass sich die Komplexit\u00e4t und Leistungsf\u00e4higkeit von Platinen und Speichertechnik in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden verdoppelt. Sowohl bei Apples Macintosh (1984) als auch beim iMac (1998) wurde das zum Verh\u00e4ngnis f\u00fcr das Unternehmen. Denn bei aller technischen Innovation, die in den Ger\u00e4ten steckte: Die Entwicklungszeit dauerte mitunter so lange, dass die verbaute Hardware relativ kurz nach Erscheinen nicht mehr den Preis f\u00fcr die Ger\u00e4te zu rechtfertigen schien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Apple ver\u00e4nderte den Markt f\u00fcr tragbare Musik<br>\nAlso musste das her, wof\u00fcr Steve Jobs und Apple seit den sp\u00e4ten 1970er-Jahren standen: echte Innovation. Zu Pass kam Apple, dass Festplatten um die Jahrtausendwende herum immer kleiner wurden. Jon Rubinstein, der Jobs als Mitarbeiter seit 1990 begleitete und entscheidend an der Entwicklung des iMac beteiligt war, hatte Anfang 2001 auf Basis der weltweit ersten nur 1,8 Zoll gro\u00dfen Festplatte die Idee zum iPod. Nur rund sechs Monate sp\u00e4ter war am 23. Oktober 2001 die Pr\u00e4sentation des ersten iPod mit f\u00fcnf Gigabyte Speicherplatz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jobs&#8217; Pr\u00e4sentation hat heute Kultcharakter, stammt sie doch aus einer anderen Zeit. Zwar in seinem klassischen Outfit aus Rollkragen-Pullover und Jeans, aber vor einem vergleichsweise winzigen Publikum und mit einer Power-Point-Pr\u00e4sentation, die heutzutage viele Sch\u00fcler besser hinbekommen, stellte er das f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse revolution\u00e4re Ger\u00e4t vor. Bis zu 1.000 Songs k\u00f6nne man k\u00fcnftig in seiner Hosentasche tragen, ganz ohne Kassetten oder CDs. Dazu kam die innovative Bedienoberfl\u00e4che und das ber\u00fchmt gewordene &#8220;Click Wheel&#8221;, mit dem die Besitzer effizient durch ihre Musiksammlung scrollen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geburtsstunde von Apple als Lifestyle-Produkt<br>\nDas Ger\u00e4t war ein voller Erfolg und wird nicht selten als die Geburtsstunde des heutigen Apple-Markenkerns bezeichnet. Fortan nutzte der Konzern das Mooresche Gesetz zum eigenen Vorteil: Nur sechs Monate nach dem ersten iPod erschien bereits eine auf zehn Gigabyte Speicher upgedatete Version. Bereits Mitte Juli 2002 verdoppelte sich die Speicherkapazit\u00e4t erneut, auf 20 GB &#8211; au\u00dferdem ver\u00f6ffentlichte Apple seine ersten Kopfh\u00f6rer, die eine Fernbedienung im Kabel integriert hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenige Monate sp\u00e4ter pr\u00e4sentierte Apple die auch im Design \u00fcberholte dritte Generation, der Speicher war erneut angewachsen. Im September 2003 verkaufte Apple das einmillionste Ger\u00e4t. Es folgten diverse Varianten des iPod, darunter die Serien &#8220;Mini&#8221;, &#8220;Nano&#8221;, &#8220;Shuffle&#8221;, &#8220;Photo&#8221; und &#8220;Touch&#8221;. Letzterer ist der einzig heute noch verf\u00fcgbare iPod, er unterscheidet sich dank des Touch-Displays \u00e4u\u00dferlich kaum merklich von einem Smartphone. Besonders erfolgreich war die 2004 vorgestellte &#8220;Mini&#8221;-Variante: Im Januar pr\u00e4sentiert, gingen bis Mitte Februar mehr als 100.000 Vorbestellungen bei Apple ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gigantischer Erfolg zur richtigen Zeit &#8211; dann kamen die Smartphones<br>\nDie eigentliche Besonderheit des iPod war jedoch das zuvor von Apple eingef\u00fchrte iTunes. Mussten User anderer Hersteller ihre MP3-Dateien h\u00e4ndisch von einem Ger\u00e4t auf das andere kopieren, war es iPod-Besitzern m\u00f6glich, ihre Musiksammlung unkompliziert zwischen iMac, iBook und iPod zu synchronisieren. Der anschlie\u00dfende Erfolg der Kombination aus iPod und iTunes war so gro\u00df, dass 2007 knapp die H\u00e4lfte des Apple-Umsatzes \u00fcber den iPod generiert wurde &#8211; bis April desselben Jahres verkaufte Apple 100 Millionen iPods.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weil Apple und Jobs aus den Fehlern der Vergangenheit offenbar lernten, war allerdings klar, dass man sich darauf nicht verlassen durfte. Schon einmal, Anfang der 1980er-Jahre, war das Unternehmen vom Verkauf eines einzigen Produkts abh\u00e4ngig: Damals handelte es sich um einen der ersten massentauglichen Personal Computer, den Apple II. Also l\u00e4utete Jobs Anfang 2007, mitten im gr\u00f6\u00dften Erfolg des iPods, eine neue \u00c4ra ein und pr\u00e4sentierte das erste iPhone. Der Rest ist Geschichte, Apple stieg seither zu einem der wertvollsten Konzerne der Welt auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit der Jahrtausendwende trug Apple dazu bei, den Musikmarkt zu revolutionieren. Der 2001 vorgestellte iPod begr\u00fcndete den Siegeszug des Mega-Konzerns. In Zeiten von Spotify, Soundcloud und Co. geraten die Anf\u00e4nge tragbarer digitaler Musik leicht in Vergessenheit. 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