{"id":1755,"date":"2021-09-30T03:13:12","date_gmt":"2021-09-30T02:13:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1755"},"modified":"2021-09-30T03:13:12","modified_gmt":"2021-09-30T02:13:12","slug":"amazon-stellt-haushaltsroboter-mit-bildschirm-und-kamera-vor-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1755","title":{"rendered":"Amazon stellt Haushaltsroboter mit Bildschirm und Kamera vor"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Haushaltsroboter gelten als das n\u00e4chste gro\u00dfe Ding im Smarthome. Amazon macht jetzt den ersten Schritt mit dem Astro, einer Art rollendem Tablet mit Kamera.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seattle (dpa) &#8211; Amazon will zu einem Vorreiter bei Haushaltsrobotern werden. Das erste Ger\u00e4t mit dem Namen Astro hat einen Bildschirm, kann seine Umgebung mit Kamera und Mikrofon erfassen und bewegt sich auf R\u00e4dern durchs Haus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8220;Wir glauben, dass in f\u00fcnf bis zehn Jahren jeder Haushalt mindestens einen Roboter haben wird&#8221;, sagte Amazons Ger\u00e4techef Dave Limp. Die starke Position im vernetzten Zuhause will der Konzern bis dahin mit neuen Ger\u00e4ten und Funktionen f\u00fcr seine Sprachassistentin Alexa ausbauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemessen an dem, wie man sich Haushaltsroboter vorstellt, ist Astro erst ein relativ zaghafter Anfang. Das Ger\u00e4t kann haupts\u00e4chlich zur Kommunikation sowie als eine Art mobile Sicherheitsanlage verwendet werden. Astro, der ungef\u00e4hr die Gr\u00f6\u00dfe eines Staubsaugers hat, kann etwa auch \u00e4ltere Familienangeh\u00f6rige durchs Haus begleiten. Und er hat einen Getr\u00e4nkehalter. Limp, der den Roboter seit rund einem Jahr in seinem eigenen Haus testet, fand eine praktische Verwendung daf\u00fcr: &#8220;Ich kann ihm sagen, finde meine Frau&#8221; &#8211; und Astro f\u00e4hrt dann ein in den Halter gestecktes Getr\u00e4nk zu ihr r\u00fcber. An den USB-C-Port daneben k\u00f6nnen auch kleine Ger\u00e4tschaften angeschlossen werden &#8211; wie zum Beispiel eine Maschine, die Hunde-Leckerlis rauswerfen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um n\u00fctzlich zu sein, muss der Roboter die Gesichter der Bewohner eines Hauses kennen und wiedererkennen. Amazon betont besonders, dass man Vorkehrungen getroffen habe, damit von der fahrenden Kamera keine Gefahr f\u00fcr die Privatsph\u00e4re ausgeht. Limp tritt etwa der Sorge entgegen, dass die Roboter mit richterlichem Beschluss zur \u00dcberwachung bei Ermittlungen angezapft werden k\u00f6nnen. &#8220;Wir w\u00fcrden der Polizei nie Zugang zu dem Ger\u00e4t geben.&#8221; Auch eventuelle Aufnahmen seien nur f\u00fcr die Nutzer verf\u00fcgbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Daten, die f\u00fcr die Navigation durch ein Zuhause notwendig sind, werden komplett auf dem Ger\u00e4t verarbeitet und gehen nicht in die Cloud. Und der Nutzer kann auch R\u00e4ume festlegen, die Astro nicht betreten darf. Und dann gebe es noch eine altbew\u00e4hrte Art, Roboter rauszuhalten: &#8220;Es gibt Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass es T\u00fcren gibt &#8211; und Astro kann keine T\u00fcren \u00f6ffnen&#8221;, sagte Limp.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er selbst schaue mit Hilfe des Ger\u00e4ts zum Beispiel von unterwegs, ob seine Hunde aufs Sofa springen, wenn keiner Zuhause ist. Die Kamera des Roboters kann auf eine H\u00f6he von gut einem Meter ausfahren, damit sie auch \u00fcber M\u00f6belst\u00fccke blicken kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es seien permanente komplexe Berechnungen notwendig, damit der Roboter Hindernisse erkenne, betont Amazon. Zugleich berichtete die Website &#8220;Motherboard&#8221; kurz nach dem Event am Dienstag unter Berufung auf interne Unterlagen und beteiligte Mitarbeiter, Astro sei nicht nur auf die permanente Beobachtung seines Umfelds ausgelegt, sondern auch nicht besonders gut darin. Die Gesichtserkennung sei unzuverl\u00e4ssig, und der Roboter &#8220;w\u00fcrde sich so gut wie sicher die Treppe runterst\u00fcrzen, wenn man ihm die Gelegenheit dazu gibt&#8221;, zitierte &#8220;Motherboard&#8221; einen Insider. Amazon wies das zur\u00fcck: Die Beschreibungen seien &#8220;schlichtweg unzutreffend&#8221;. Das System sei darauf ausgelegt, &#8220;Objekten auszuweichen, Treppen zu erkennen und das Ger\u00e4t zu stoppen, wo und wann es n\u00f6tig ist&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Limp zufolge lief es bei seinem Astro von Anfang an besser: &#8220;Er fiel nicht die Treppe runter, aber fuhr oft gegen W\u00e4nde und M\u00f6bel.&#8221; Auch bodentiefe Spiegel h\u00e4tten den Roboter zun\u00e4chst verwirrt. Inzwischen sei die Navigation aber &#8220;dramatisch besser&#8221; geworden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Konzern will die Astro-Roboter zun\u00e4chst ausgew\u00e4hlten Nutzern zum Preis von rund 1000 Dollar zur Verf\u00fcgung stellen. Das ist das eingespielte Verfahren f\u00fcr experimentelle Amazon-Technik. Bereits vor einem Jahr hatte Amazon eine kleine Drohne vorgestellt, die als Sicherheitskamera durchs Haus fliegen kann. Nun k\u00f6nnen sich Interessenten f\u00fcr den Kauf des Ger\u00e4ts anmelden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch andere Unternehmen arbeiten derzeit an Haushaltsrobotern &#8211; und machen sich zudem Gedanken \u00fcber Maschinen mit Greifarmen, die einfache Aufgaben \u00fcbernehmen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So stellt sich der Saugroboter-Spezialist iRobot auf eine Zukunft mit mechanischen Haushaltshelfern ein, die Arme haben. &#8220;Wir sind an einem Punkt, an dem wir die Umgebung, in der wir agieren, allm\u00e4hlich soweit verstehen, dass wir so etwas machen k\u00f6nnen&#8221;, sagte j\u00fcngst iRobot-Chef Colin Angle. Eine zentrale Frage sei auch, wie viel die Verbraucher bereit w\u00e4ren, f\u00fcr eine solche Innovation zu zahlen. &#8220;Wenn es 1000 Dollar sind, w\u00e4re es vermutlich zu schaffen.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Amazon-Manager Limp ist skeptischer, was das Tempo dieser Entwicklung angeht. Es werde 10 oder 20 Jahre dauern, bis man f\u00fcr den Haushalt Roboter bauen werde, die Treppen nutzen k\u00f6nnen und Arme haben, prognostizierte er. &#8220;Arme kann man heute nicht wirklich l\u00f6sen&#8221; &#8211; und selbst eine Maschine, die Stufen \u00fcberwinde, w\u00fcrde Zehntausende Dollar kosten, &#8220;nicht erschwinglich f\u00fcr den gew\u00f6hnlichen Verbraucher&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Amazon entschied sich dagegen, Astro zu einer Art Alexa auf R\u00e4dern zu machen: Der Roboter spricht nicht selbst mit den Nutzern. Bei Bedarf kann einer von Amazons &#8220;Echo&#8221;-Lautsprechern einspringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier legte Amazon auch nach: Ein &#8220;Echo&#8221;-Modell mit gut 15 Zoll gro\u00dfem Display soll als digitale Pinnwand f\u00fcr Familien und Schaltzentrale f\u00fcr das vernetzte Zuhause dienen. Mit seiner Kamera kann das Ger\u00e4t einzelne Bewohner des Haushalts erkennen und ihnen auf sie zugeschnittene Informationen wie den Terminkalender anzeigen. Diese Personalisierung ist optional, betonte der Konzern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Rolle im Alltag will Amazon in den USA auch mit einem smarten Thermostat f\u00fcr Klimaanlagen f\u00fcr 60 Dollar ausbauen. Au\u00dferdem wurde ein Ger\u00e4t mit dem Namen &#8220;Amazon Glow&#8221; vorgestellt, \u00fcber das Kinder mit ihren Verwandten spielen k\u00f6nnen. Es hat Kamera und Bildschirm und projiziert interaktive Spiele auf eine Tisch-Oberfl\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Amazon war mit seiner Alexa-Software in den &#8220;Echo&#8221;-Lautsprechern ein Vorreiter beim Einsatz von Sprachassistenten im vernetzten Zuhause. Die Vision ist ein Haushalt, der die Bewohner mit einer Vielzahl miteinander zusammenspielender smarter Ger\u00e4te unterst\u00fctzen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als einen neuen Baustein daf\u00fcr stellte Amazon die M\u00f6glichkeit vor, Alexa die Erkennung verschiedener Ger\u00e4usche beizubringen. So kann man zum Beispiel daf\u00fcr sorgen, dass die Software eine Nachricht schickt, wenn sie den Warnton eines offengelassenen K\u00fchlschranks h\u00f6rt. Bisher gab es Warnmeldungen bei einigen Ger\u00e4uschen wie etwa brechendem Glas.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Haushaltsroboter gelten als das n\u00e4chste gro\u00dfe Ding im Smarthome. Amazon macht jetzt den ersten Schritt mit dem Astro, einer Art rollendem Tablet mit Kamera. Seattle (dpa) &#8211; Amazon will zu einem Vorreiter bei Haushaltsrobotern werden. 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