{"id":1746,"date":"2021-09-25T02:53:46","date_gmt":"2021-09-25T01:53:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1746"},"modified":"2021-09-25T02:53:46","modified_gmt":"2021-09-25T01:53:46","slug":"ipad-mini-6-im-praxistest","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.batteriewelt.com\/akkublog\/?p=1746","title":{"rendered":"iPad Mini 6 im Praxistest"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein neues iPad Mini ist da, darauf haben viele gewartet und Apple hat gleich einen Rundumschlag vorgenommen, das iPad Mini legt in allen Bereichen zu. Au\u00dfer in der Gr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr als einmal gab es in der Vergangenheit Abges\u00e4nge auf Apples kleinstes Tablet, auch diesmal hatten die Auguren es nicht konkret auf dem Schirm. Viele Leaker sahen es in einem sp\u00e4teren Event oder gar erst 2022 auf uns zukommen, doch Apple hatte anderes vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neues Design<br>\n  Nun liegt uns die sechste Generation des iPad Mini vor und es ist ein ganz neues Ger\u00e4t. Die Designsprache folgt der der Pro-Modelle respektive des aktuellen iPad Air oder iPhone. Vorbei ist es mit den sanften nach hinten verlaufenden Rundungen, kantiges Design ist angesagt und das hat Folgen. Die Handlichkeit leidet nicht darunter \u2013 im Gegenteil.<br>\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In puncto H\u00f6he und Breite ist Modell 6 sogar etwas kleiner geworden, dadurch l\u00e4sst es sich noch besser mit einer Hand halten. Die Hometaste ist Geschichte, der Touch-ID-Sensor wandert in die Screenlock-Taste an die Oberkante, genau wie beim iPad Air. Da das iPad Mini nun den Apple Pencil der 2. Generation unterst\u00fctzt, der magnetisch an der rechten Seite haftet, mussten auch die Lautst\u00e4rketasten auf die Oberkante ausweichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das wiederum hat Konsequenzen im Detail, an die Apple allerdings wohlweislich gedacht hat. Die Tastenbelegung der Lautst\u00e4rketasten \u00e4ndert sich, je nachdem wie man das iPad h\u00e4lt. Im Portrait-Modus (hochkant) sorgt immer die rechts liegende Taste daf\u00fcr, dass der Ton lauter wird, auch wenn man das iPad auf dem Kopf h\u00e4lt, die Tasten sich also unten befinden. Es bleibt die rechte Taste. Im Querformat ist es dann stets die obere Taste, die den Ton lauter stellt. Ein nettes Detail, das man intuitiv sofort kapiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Fingerabdrucksensor arbeitete im Test genauso zuverl\u00e4ssig wie beim iPad Air oder beim alten iPad Mini, bei dem der Sensor noch im Homebutton Platz findet. Die Sensorgr\u00f6\u00dfe hat offensichtlich keinen signifikanten Einfluss auf die Erkennungsrate. Das zeigt, dass Apple den Sensor ausentwickelt hat, viel besser geht das nicht mehr. Lediglich Face-ID arbeitet noch intuitiver, doch darauf m\u00fcssen iPad-Mini-Fans weiterhin warten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neues Display<br>\n  Das Display hat Apple radikal ge\u00e4ndert. Es bleibt zwar ein LCD-Panel (kein OLED oder gar Mini-LED), aber damit es fast die komplette Vorderseite bedecken kann, musste Apple das Seitenverh\u00e4ltnis \u00e4ndern. Zum ersten Mal in der Geschichte des iPad Mini bekommt das Panel ein Seitenverh\u00e4ltnis von ann\u00e4hernd 3:2. Alle bisherigen Modelle kamen im traditionellen Format von 4:3. Tats\u00e4chlich verf\u00fcgt die kurze Displayseite sogar \u00fcber weniger Pixel (1488 statt 1536), das hat f\u00fcr manche Apps unerwartete Folgen. Tik Tok beispielsweise dreht seinen Bildschirm nicht mehr ins Querformat mit, was auf dem iPad Mini 5 noch funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die lange Seite bekommt allerdings deutlich mehr Pixel(2266 statt 2048). Insgesamt verf\u00fcgt das iPad Mini 6 dadurch \u00fcber etwa 226.000 Pixel mehr als der Vorg\u00e4nger. Das breitere Querformat d\u00fcrfte vor allem beim Anschauen von Kinofilmen Vorteile bringen, denn die schwarzen Balken am oberen und unteren Rand werden schmaler.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Farbraum (P3) bleibt laut Apple unver\u00e4ndert und unsere Messungen best\u00e4tigen das. Die Helligkeit soll bei 500 cd\/qm liegen, ebenso unver\u00e4ndert zum Vorg\u00e4nger, doch unsere Messung zeigt nur knapp 400 cd\/qm. Entweder schummelt Apple hier ein wenig oder die maximale Helligkeit l\u00e4sst sich nicht durch manuelles Einstellen, sondern nur \u00fcber den Helligkeitssensor erreichen. Da auch der Schwarzwert etwas besser ist, steigt das Kontrastverh\u00e4ltnis auf \u00fcber 1200:1. Das sind zwar nicht die Traumwerte von OLED-Displays, dennoch wirkt das Bild etwas knackiger und die nat\u00fcrlicher als beim iPad Mini 5.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ach ja: Die abgerundeten Ecken werden nicht per Software dargestellt, sie sind fest in der Panelform verankert. Ein echtes rechteckiges Bild ohne die runden Ecken l\u00e4sst sich also nicht erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stereolautsprecher \u2013 endlich<br>\n  Ein deutlicher Schritt nach vorn sind die integrierten Stereolautsprecher. Endlich kommt der Ton nicht mehr nur aus einer Seite, was vor allem bei Spielen und beim Videoschauen ein Genuss ist. Die Klangqualit\u00e4t an sich hat sich jedoch nicht wesentlich verbessert. Im unteren Frequenzbereich (B\u00e4sse) fehlt es nach wie vor an Substanz. Dennoch: Stereo ist schon ein enormer Fortschritt und im Test hatten wir jede Menge Spa\u00df in Youtube, Netflix und Co.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5G und WiFi 6<br>\n  Mehr Speed gibt es bei den drahtlosen Datenverbindungen. Das WLAN-Modul arbeitet nun nach dem WiFi-6-Standard und die Cellular-Version beherrscht nun den 5G-Standard, allerdings nicht mit den gleichen M\u00f6glichkeiten des iPad Pro, denn das sogenannte Millimeter-Wave-Frequenzband (mmWave: \u00fcber 24 GHz) wird beim iPad Mini nicht unterst\u00fctzt. Die volle 5G-Kapazit\u00e4t l\u00e4sst sich also nicht ausreizen. Das ist derzeit jedoch sowieso rein akademischer Natur, weil sich in Deutschland der 5G-Ausbau derzeit lediglich auf die Frequenzb\u00e4nder von unter 6 GHz beschr\u00e4nkt. mmWave ist hierzulande also noch kein Thema.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr M\u00f6glichkeiten mit USB-C<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Apples Lightning-Port verliert wieder einen Kunden. Nach den Pro-Modellen und dem iPad Air wechselt nun auch das iPad Mini auf den USB-C-Standard. Ja, das Klagelied ist bekannt, wieder neue Kabel kaufen, aber die Vorteile liegen auf der Hand. Einerseits sind USB-C-Kabel deutlich g\u00fcnstiger und die \u00dcbertragungsgeschwindigkeiten drastisch h\u00f6her, als sie mit Lightning m\u00f6glich w\u00e4ren. Gerade beim \u00dcbertragen von Fotos einer Digitalkamera kommt das durchaus zum Tragen. Wir testen es mit dem Import von 32 GB Videos aus einer Dashcam von einem USB-3.0-Stick. In etwa f\u00fcnf Minuten landen alle 125 Videos in der Fotos App. Das ist beeindruckend, denn auf dem iPad Mini 5 dauert der Vorgang etwa f\u00fcnfmal so lange!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">USB-C erm\u00f6glicht zudem eine Menge an externem Zubeh\u00f6r, das mit Lightning nicht so einfach m\u00f6glich w\u00e4re. Wir testen erfolgreich eine USB-C-Dockingstation, die sowohl Gigabit-Ethernet, als auch weitere USB-Ports (Typ A) und einen HDMI-Ausgang bereitstellt. Selbst dieser arbeitet auf Anhieb einwandfrei und \u00fcbertr\u00e4gt das Bild des iPad Mini auf einen angeschlossenen 24-Zoll-Monitor. Klasse! Auch ein externer USB-D\/A-Wandler von Helm funktioniert einwandfrei. Damit kann man Lossless- und HiRes-Audiodateien beispielsweise aus Apple Music in voller Qualit\u00e4t genie\u00dfen. Dadurch f\u00e4llt eine unsch\u00f6ne Sache nicht mehr so ins Gewicht, denn Apple verzichtet nun auf den 3,5-mm-Kopfh\u00f6rerausgang! Ohne zus\u00e4tzlichen USB-Adapter kann man also keine kabelgebundenen Kopfh\u00f6rer mehr betreiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bessere Kameras<br>\n  Neu sind auch die integrierten Kameras. Beide arbeiten nun mit einem 12-Megapixel-Sensor. Auf der R\u00fcckseite kommt ein True-Tone-Blitz bei schlechten Lichtverh\u00e4ltnissen zum Einsatz. Auch das ist ein First, denn einen Blitz gab es im iPad Mini noch nie. Im Test zeigte sich, dass der Blitz durchaus f\u00fcr deutlich bessere Fotos in Low-Light-Situationen sorgt. Auch wenn man zum Fotografieren nach wie vor lieber ein iPhone als ein iPad nehmen sollte. Allein wegen der besseren Handlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein richtiger Sprung nach vorn ist jedoch die Kamera auf der Frontseite, nicht nur wegen der h\u00f6heren Aufl\u00f6sung, sondern vor allem wegen des Ultraweitwinkel-Objektivs. Damit funktioniert Apples automatisches Nachfolgesystem \u201eCenterstage\u201c nun auch auf dem iPad Mini. In der Praxis ist das f\u00fcr Videokonferenzen ein enormer Vorteil, man muss sich nicht mehr um den passenden Bildausschnitt k\u00fcmmern, das erledigt Centerstage in den meisten F\u00e4llen ganz gro\u00dfartig. Was kaum jemand wei\u00df: Das Ultraweitwinkel l\u00e4sst sich auch beim Fotografieren nutzen. Selfies mit viel Umgebung werden damit zu Kinderspiel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">CPU wie im iPhone 13: A15 Bionic<br>\n  Ja, auch die CPU\/GPU ist wichtig, selbst wenn das bisherige iPad in der Praxis eigentlich nie wirklich langsam erschien. Apple steigt im Modell 6 nun auf die beste aktuelle A15-CPU auf, die auch im iPhone 13 zum Einsatz kommt. Erstaunlich: Man hat sich f\u00fcr die Version mit 5 (statt 4) Grafikkernen entschieden. Zusammen mit der etwas besseren W\u00e4rmeableitung d\u00fcrfte das iPad Mini sogar eine bessere CPU\/GPU-Leistung zeigen, als das iPhone 13 Pro.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Messungen bescheinigen dem iPad Mini 6 gegen\u00fcber dem Vormodell eine CPU-Leistungssteigerung zwischen 20 und 64 Prozent und eine Verbesserung der Grafikleistung um bis zu 72 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Uns interessiert in diesem Zusammenhang besonders das Thermal Throttling (thermisches Drosseln der CPU-Leistung bei \u00dcberhitzung). Dazu setzen wir das spezielle Tool \u201e APSI Bench\u201c ein. Hiermit zeigt sich, dass das Modell 6 gegen\u00fcber dem Vorg\u00e4nger die CPU-Leistung zwar schon fr\u00fcher drosselt (nach circa 6 Minuten, statt 11 Minuten beim iPad Mini 5) aber dann auf einem h\u00f6heren Leistungsniveau bleibt (bei 83 Prozent gegen\u00fcber 78 Prozent beim iPad Mini 5). Insgesamt liefert das iPad Mini 6 dadurch auch \u00fcber einen l\u00e4ngeren Volllast-Zeitraum gesehen mehr Leistung als der Vorg\u00e4nger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Akkulaufzeit<br>\n  Apple behauptet, dass die Akkulaufzeit trotzen gr\u00f6\u00dferem, Display und deutlich mehr CPU Leistung unver\u00e4ndert bei zehn Stunden liegt. Das messen wir nach. In unserem Worst-Case-Szenario, beim Abspielen von Videos mit voll aufgedrehter Helligkeit, geht dem iPad Mini 6 nach sechseinhalb Stunden der Saft aus. Das ist dennoch ein guter Wert und etwa 40 Minuten l\u00e4nger als beim iPad Mini 5. Unser Web-Surftest ruft per WLAN verschiedene Webseiten aus dem Internet ab, die Helligkeit steht hierbei auf 50 Prozent. Mit 9:47 Std:Min liegt dieser Test schon deutlich n\u00e4her an den versprochenen zehn Stunden und satte 100 Minuten mehr als beim Vorg\u00e4nger. Gut gemacht, Apple!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fazit<br>\n  Ja, das ist ein echter Fortschritt. Das neue iPad Mini legt in quasi jeder Disziplin eine Schippe drauf und es wirkt dank modernisiertem Design fit f\u00fcr die Zukunft. Fans des Mini-Formats sollten diesen Generationswechsel trotz der h\u00f6heren Preise auf jeden Fall mitgehen. Es lohnt sich! <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein neues iPad Mini ist da, darauf haben viele gewartet und Apple hat gleich einen Rundumschlag vorgenommen, das iPad Mini legt in allen Bereichen zu. Au\u00dfer in der Gr\u00f6\u00dfe. Mehr als einmal gab es in der Vergangenheit Abges\u00e4nge auf Apples kleinstes Tablet, auch diesmal hatten die Auguren es nicht konkret auf dem Schirm. 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